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Verlag Langgaffe 21

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wöchentlich

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sabüiifSsrssvs.'ti weg - *«.»

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Mittwoch, 5. Dezember 1917.

Kbenö-Kusgabe.

Nr. bl». > SS. Jahrgang.

Bruch

Bann-ErklSrung für die Dauer der gegenwärtigen Regimes.

Berlin» 5. Dez. „Daily Chronicle" meldet and Peters­burg: Die Botschafter der Entente notifizierten der gegenwärtigen russischen Regierung durch eine neutrale Ge­sandtschaft den Beschluß, die politischen» finanziellen und militärischen Beziehungen mit Rußland für die Dauer des gegenwärtigen Regimes zu lösen.

Der amerikanische Botschafter habe sich aus for­mellen Gründen dem K-Uektivschritt der drei Ententebotschas- ter nicht angeschlossen.

*

Das Ergebnis der pariser «onf»renz.

W. 1-8 Paris, 5 Dez. (Trahtbericht. Agencc Havos.i Im heutigen Ministe,rat gab Pichen die Ergebnisse der Alliierten.Ronse-- renz bekannt. Tic Kcnse,enz bobc unter allen Gesichtspunkten Er­gebnisse gezcitiat, zu denen man sich b.-gtückwünichen könne. Sie habe es gestartet, die Einheit des wirtschaftlichen, srnanziellen und mili­tärischen Handeln- s i ch e r z u st e l l e n. Auf der Grundlage voll­kommener Einmiitigleit und enger Solidarität seien zwischen den Alliierten Allemmen geschlossen worden zur Lösung von Fragen, die in ihrer penieinsamen Fülle den Krieg angingen. Die finan­ziellen shedürsnrsse der Alliierten, die Erfordernisse ihrer Bewaffnung und ihrer Transport-, und Ber- Vssegungsverbültnisse seien Gegenstand eingehender Prüft,ng gewesen und batten zu Beschlüßen, die ihnen vollkommene Genuotuung verbürgten, gesührt. Des Schaffung eines inter- ulliierte» oberen Atarincausschusses sei geplant. Bom mili- tbrischen Standpunk, au? sei oic Einheit des Handelns auf dem Wege einer gescherten Per»rrNick'ung gebracht worden durch vte Gene­ra l st ä b c der Alliierten, die nach einem Programm, da; sich auf die auf der Tagesordnung stehenden Fragen bezieht, zu ar- heiten hal<i Nutten. In diplcmatrsche,. Beziehung hätte Mischen den Bertreien, der Mächte vo>ltrmmcne Übereinstimmung sich aus den Unterholruiiger, ergeben über alle Angelegenheiten, die sie gemein'om zu regeln hätten, um den allgemeine» Sieg ihrer Lander zu siche in,_

wi!ss,i empfiehlt ttrieyserklärung an Gestsrreich-Unyorn.

W. T.-B. Washington, 5. Dez. (Drahtber'cht. Reuter.) In einer Botschaft an den Kongreß empfiehlt W r I - s o n, Lster reich -Ungar n den Krieg zu erklären-

Die Verfolgung der Kriegs?"inde in der Union

'Berlin, 5. Dez. Im Staat New Dark iist der beümi.iie Sozialist und ehemalige Goiwerneuckandrdm Frederrk Kraft wegen kriagsfeimdlicher Reden zu ö Jahren Ge­sa n g n i ö und zu einer Gclidbuße von 1000 Dollar Verurte-lt worden. Er hatte in seiner Ansprache das konstitutionelle Recht der Renierung, Truppen nach Frankreich zu schicke.!, angezwsifelt. ____________

D e Wassenft'llstandrverhandlnngen.

Allgemeine Aussprache der Vevollmächtigten.

W. T.-B. Wien, 4. Dez. AmKich wnch cmn 4. d. M„ nach­mittags. mitgeteiV: Di« Berh.andlu.nsen über den Waffen- itillftwnd mtt Rrchl-mrd wurden fortgesetzt. Gs fand eine allgemeine Aussprache über die sinzesnen Punkte statt. Nachmittag? wurden gemeinsame Kommissionsberatun- gen «bgehalten. Die nächiste Vollsitzung ist aus den 5. Dezem- der, vormittags, anbervumt.

Trotzky betont die Grundsätze de» allgemeinen Friedens.

W. T.-B. Amsterdam, 4 Dez. Dem „Algemeen Han- dslsblad" zufttlge nietbet „Daily Chronicle", daß Trotzky am Freitag ,m Sowjet ein.« lange Rede über die intrr uatwnale Lage hievt, in der er sagte: Wir werden bei den Veibendlungen ausder Hut sein und nicht Anlassen, dal; die Grundsätze eines allgemeinen Friedens, für die die russi­sche Revolution kämpft, weggcdeutet werden. Wir werden keine Ausflüchte dulden und sowohl an ^unsere Ver­bündeten wie an unsere Feinde entschiedene Forderungeu stellen.

Die Pariser Presse in übler Laune W. T.-B. Bern, 4. Dez. Die französische Presse vom 2. Teizember macht bei Desprechung der Nachvichten über den Wassenstillstond ein« Sieili« Bedenken geltend. „Matrn sagt, daß der kurzer Hond nnt Deutschland geschlcffene Waffen ^stillstand wertlos wäre, weil er von u n v e»r a n two r t - lichen De legierten unterzeichnet sei. — „Hamme Lkbce > soklävt, Rußland sei zwar kriegsmüde, aber es werdeiu Ruß­land ein Widerstand auftauchen, dessen Kraft noch wicht zu er­messen sei- Tie Mittelmächte legten sich von dem sonder­baren Charakter der Unterhandlungen mtt Krylemko,

die Hinfällig würden, sobald Krylenko ahaesetzt^sÄ. nicht 1 M’C

^^enteEeMEOeftmeich-Angarnr.

malische Offensive unternehmen. — Auch „Petit .^urnal glaubt, daß di« Lage .der Maximalsten n r ch t m eh r l an ge haltbar sei. — „Pahs" .dagegen befirrchtet, daß 'n Rußland nichts mehr zu retten sei.

Einberufung der rusfi'Äen Konstituante o,f den N. Dezember.

Kopenhagen, 4. Dez D.c russischen Blätter bringen einen Regierungsbeschluß, wonach die verfassunggebende Nafional- versammlung auf den 11. Dezember, nachmittags ll vhr, tu den Taurischen Palast einbrrufen wird.

Die Bemühungen der Leninsckben Regierung nyi yestämpfung des Eb« 7 os.

W T -B Kopenhagen, 4. Dez. „Sozialdemokraten" berichtet aus Petttsbnrg über Stoäholm: Die russische Regierung hat über 500 Abgesandte ansgeschickt, um die Bauern über wirischastliche Oraanisotirns'ragen aufzn klären, sowie 1o0 Ab­gesandte. die in die B-rkehrsverhältnissc Ordnung brinaen sollen Es wetten bereits in dieser Richtung Berbesicrungen oespürt Große Mengen Kartosseln und Kohle!, sind vorhanden. Dr- Brotrotionen werten verdovpelt. Das frühere L-umarnriglred Petrolski ist sc eien den einer Reise nach Charkow im Dongebtei zu- rückgekebrt Er belichtet, daß dort überall Sun« nnt. Ord- ttuitq herrschten. Die ganze Macht liege in drn Händen der ukrai­nischen Arbcirert erstände. Alle Maßnahmen seren gctrossen. zu der- hindern, daß Kaledm etwas gegen die Regierung unternehmen kann.

Duksionius Ende.

Br. Amsterdam, 4. Dez. Sin drechttosev Berittst aus St. Petersburg n«ch London besagt: Krylenko teilt mit, d-rß die Revaluttonstruppen in MoHilew (dem ruycst^At Ha.uptqucirtter) oirrgerütti sind, - Äovniloff ist geflüchtet.

D u ch o n i n geiNet.

wurde unter den Zug geworfen und

wasselistPftandsorrhandlungen auch mit den Rumänen!

köbenstellunsen in den Siebengemeinden erstürmt.

IV. T.-B. Großes Hkauptqnartier, B. Dez. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschnuplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

An der. flandrischen Front lebhafte Artillerie-

tätigkeit. . ^

Zwischen Jnchy und Bonrlon war das Fener am

Nachmittag erheblich gesteigert.

Feindliche B o r st ö ß e südlich von Mocnvres scheiter­ten. Wir machten einige Gefangene.

Engltsche Grabenstücke bei und südlich von Mareoing wur­den vom Feind gesänbert.

Südlich von St. Quentin »erstäiktrr Artillerie und Minrnkampf.

Hcertsgrnppen Deutscher Kronprinz u. Herzog Äibrecht.

In zahlreichen Abschnitten führte rege beider­seitige Erkundnugstöügkeit zu heftigen Rah- kämpfen.

Lstlirber Kvieftsskfimtvlatz.

An der Front des Generalobersten Erzherzog Joseph und des Generalfcldmarschalls v. Mackensen dehnen sich die Wassenstillstandsverhandlungen anch aus die rumäni­schen Truppen aus.

Mazebonischr spront.

Starke feindliche Abteilungen, die auf dem West­user des O ch r i d « s e e s und nordöstlich des Doiransees vor- stteßcn, wurden a b g e w i e s e n.

Italienische Front.

Truppen des FeldmarschaM v. Conrad haben in den Siebengemeinden den Italienern einige Höhen­stellungen entrissen.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

W.T.-B Wien, 4. Dez. (Meldung des Wiener k. k. Korrespondenzbureaus.) Bei dem feierlichen k m p> fange der beiden Delegationen beantwortete Kaiser Karl die Huldigungsansv.rachen der Praff. denten der beiden Delegationen mrt einer Ansprache, in

bBt ieitbent ich ch'rrch Gottes Gnaden den Thron meiner Bäter bestiegen habe, versammelt ".ch hente zuin ersten Male die Delegation des Reichstags und> de» Reich-.- rateö zur Erledigung der ihrer harrenden Aufgaben um

^^fach ruhmvoller Vet-teidigung unserer Machtstellen sind wir nach wie vor jederzeit bereit, einen ehrenvollen, die E r i st e n z b e d i n a n n g e n der Monarchie gewährleistenden Frieden zu schließen. Aus diesem Gedanken heraus und im konse- auenten Jf°ffhalten an der seit unserem Remernna^. antritt verfolgten Politik begrüßten nur auch den hoch- herzigen Schritt des P a p st e S, welcher sich dre Ver­söhnung der streitenden Teile zum Ziele s°tzte, nnt freri- diger Genugtuung, und io werden wir auch in Zukunst ans Grund des uns verfassungSmäßrg zintehenden Rechtes keine Gelegenheit versäumen um dem opser- vo-llen Ringen, dem vielfachen Elend, das oreser Krieg heransbeschwor, je eher ein Ende zu veret- teit. Im Geiste dieser unserer Absichten erklärte stch untere gemeinsame Regierung bereit, der

Einladung der russischen Regicrnng zu folgen und in Verhandlungen über einen a llge- meinert Frieden chnstitretcn. Möge der Segen des ttll- mächtmsn auf diesem Iriedenswerke ruhen unü den Völkern Europas Versöhnung und gegenseitiges V^- 1,asten wiederbringen. Das sichN'ergeprnffe russische Volk, welches als erster unserer Gegner bereit ist, un­serem Iriedensrnse zu folgen, kann sicher sem, daß stur aufrichtig wünschen, die früheren freundnach- bg i lichen Beziehungen zu chm wiederher- zu stellen, gudererseii? müssen wir es aber als un° sere heiligste Pflicht anffhen, das Schwert, welches uns die Bentegier ranblustigerRachörrn in dreHand gedruck' hat. in dem für die ganze Zukunft der Monarchie o sn!° scheidunasvollsn Kampf nicht früher niederzulegen, am bi?, unsere Gegner ihren ma h n fr n n i g e n A u s- teiliinak- und Vergewaltigung,splanen unzweideutig entsagt.

Wir wollen Herren bleiben iiu eigenen Hanse.

-Das so berrlich bewährte B ii n d rt i s mit dem Deutschen Reich, dessen ecbaben.m Herrscher ick, Airzlick' als Gast begrüßen konnte, erhielt inngst durch den Siegeszn g im Sü dwesten eine ncucrlrche ruhmvolle Bekräftigung. Mit dem aufftr-benden b ul- äarischen Volke verbinden uns die besten vundes. brüderlichen Beziehungen. Hierfür legten auch meine wiederholten Beaeanunaen mit König Jerdrnaird Zeug­nis ob Wiederholt hatten wir Gsleguchert, dw tradt- ffonelle Tapferkeit der türkischen Krlstzer m ihrem todesmutigen Zusammenwirken mit unseren Truppen zu bewundern. Zuversichtlich hoffen wir, daß das eng. verbündete osmanische Reich einer Periode neuer Mute und gesicherter Entwicklung entgegmacht. Der Feitr- anng un'crer Besiehnngen zu den neutralen Staaten ailt unser ernste-S Bestreben.

i>ie Thronrede wurde mit lebhaftem Bestall auwe- nonstnen, namentlich der Satz: „Wir wolle« Herr bsin- ben im eigenen Hans." ^

Oie AdMiralstabsmelduntz.

W. T.-B- Berlin, 4. Des- (Amtlich.) Neue UnterfeeüaotS evfrLge rm Bristol-Kanal und in der Nordsee:

14 500 Bruttorrgistertonnen.

Unter den revsenckten Schiffen befindet sich der belttdene Fvachtdampfer „Admiral Zc.de ' (5980 Bruttoresfitertonnen).

Der Chef des Writtralfftad? der Marine.

W T-H Wien, 4. Dez. Die Korresvondenz Austria meldrt: Beim Empfang der österrelchffcheu Delegatron bemerkte der Kaiser gegenüber dem Präsidenten Hauser. Es wird de'' schönste Tag meine? v??5?ns lern, wenn ick den Frieden schließen kann.

Graf Lzrrninr Darlegungen vor den Delegationen.

\\. T.-B. Wien, 4. Dez. In der Sitzung des Ausschusses für Äußeres der Delegationen des Reichsratcs hielt der Minister des Äußern Graf Czernin ein Expose, in oem er zunächst eine gedrängte Darstellung der Eretgnche der letzten drei Jahre gab. Daran schloß sich.eine kurze Schilde­rung der Stellungnahme einzelner Staaten zu dem Krieg, wobei Graf Czernin in erster Linie die Bündnispolitik dex Monarchie erörterte. An die Spitze dieser Ausführungen darf.