-Eelte 2. Fr«Uag. 2 November 1B17
Die preutzische lvak)!rechtsrcform.
«' 5Rl ' b fDrahtbsricht.) Die ,Nocdd. Lüg. ^"rbtukcr Herrn fc. SB a I b v tu un& die preußisch« Wahl-
fÄJ 1 * 1 -*5f J nd,rt ^ bie über die Hattmrg des Staats
in ?k°lbl-n zur Frage der priußrschen WrhlrechtSrefvrm
m poln.sche,, Kreisen verbreitet wrrd und auch '« cin«elue
Untertaae entbehrt. Ivie wir feststell!n könne,,. jeder
Unterlage Lintster v. Waldow steht selbstverständlich, wie die & c -
.Preußischen StaatSministeriums /^ 0 "kt auf dem Loden der Allerhöchsten Botschaften vom 7. April und 11. Juli d. I.
o, ^ efo !!? uti “ u * f * icr ^ Se lin. W. T.-B. Berlin,
lDrohtbericht.) Die -Mjähr.ge Drederlchr des ^^i ons ages in Berlin ,st überrll feierlich bcga.rgcn ttattoü Uhr vormittags fand im Dam FestgittrSdienst KÜ ?5'^.roa rr und das Königshaus Fchtp^digt '^berhofprediger D. Dryander hielt die
T^tesvaserrsr ^agbraN.
Wiesbadener Nachrichten.
Kaiser- und volhrdanh silr kseer und Zlotte Welhnachtrgab« 1917.
^ s'ck unter der Schtrmhe-rr!sch.rst Käufers und unter dem Ehrenvorsid des ieneu.lfeldm«rsck«lls v. Hindenburp und <b. M-ockensen foto-e J?. Re'chsra^leiÄ Dr. Q). Michneli« «tue Organ i-
f®hon üoer daS ganze Deutsche Reich gEet, dir durch t ra,rl,0et *•*« bie Mittel zur Versorgung der kämpfenden Trupf-em mit Wei,km°cht«iedksgob.en auKmingea des 18. Armeekorps ist unter dem Vor- !^L k , f 6 ”™ stellvertretenden komnmrdiereuden Generals und des Herrn OLerprösidenten ein Houptos-Sschuß in Frank- fwrt gegründet. r«n ein Ausschuß kür W i e s Laden an- aegiieoert 17t Für den Ausschuß Wiesbaden, der sich auf die «Emt^g von frem,illigen Gerben im Regierungkbezirr und in der Dta-dt Wiesbaden beschränken wird, hot Me Abtei- “»<*« br» KreiSkomiiee, vom Roten Kreuz Beschaffung und die Versendung der Weih- .mchtsl,ebe.-.Men in die Hnnd genommen. Sie wird dabei LandeZvereiu von, Roten Kreivz. der Aran-kfwrter KriegSfursorge und einigen ärMchen Rote-Kreuz- OlMniffatronen außerhalb der Provinz Hefsen-Nasiau Hand n Hand arbeticn. Feder Monn soll einen Gebrauch»gegea- stand. Hosenträger oder Pfeife oder Messer. sowie Rauch. material echasttkn. Die Gaben werden in Paketen fihr j« BO -Komi verpacht und durch Vermittlung des stellvertretende:, Generalkommandos des 18. Armeekorps in großen Drans- iwten zur Front befördert werden. Dos stellvertretende Gene- rolkovÄNando bat die richtige Ankunst der Gaben und ihr« stnngemaß« Voctet-lung an der Front gewährleistet.
- Staats- und Gemeindesteuer. Die Kohlung der 3. Rate hat zu erfolgen am 2., 3. und 5. Novembor von den Stensr- ®*“^ n bm Anfangsbuchstaben <S bis «in« S* Ti * . ~^ e Es dem Sreuerzettel angegeben« Wraße M MttvßgisbeMd.
» 7 **** S/isteSkiank. Der seltene Fall, daß ein lm
Irrenhaus Jnter-Aertor gegen sich selbst fco« Enttnün- S-gungsnerfahren einleiten läßt, um auf dies« Weise mH dem Jrjvnffa-.vs zu kommen, befchclfttgte seit Oktober vorigen Jahres das Gercht. Ter früher«, jetzt in Pcnsirn lebende Re -b H- ®v«“» Biebrich, dessen Fall ncch er innerlich sein rnrfte. beniüihte sich seit Jahren vergebens, aus der Irrenanstalt EichbMg zu kommen. Schließlich ließ G. tmrrh sein' Schwester den Antrag auf seine Entmündigung stellen: weittr beontvaMe er die Einhoilnug eine« Obergutochtens. Dem letzten^ Antrag wunde von dem Gericht stattgegebon und d" ^Jrve für die Dauer von 8 Wochen nach Marburg gebrachst. Auf f«lnen Arttag behielt- man ihn dort weitere 8 Woche,-, Rach Ablauf dieser Feit wurde er als gesund entkoffen In dem darauf folacndrn. den EntmündigungSavtrag -iurück- warsenden EierichiSbeschluß heißt «S: „Nach dem umfang,
'«ichen und u!,.Skuhrl'ch begründeten Gutachten das Professors Dr. Jcchrmärkar in Marburg leidet G. weder an elinar ange- borene-n noch am einer anormalen EeeleichSrung, und verneint Professor Dr. Jabnnärkar deshalb die Frag«, ob <SJ. in« frfge einer krankhaften geisttgen Störung unfähig zur B.-- wrgUtg seiner gesamten Angelegenheiten sei. Da auch bei der gerichtlichen Vernehmung des G. nichts Auffällige», ioas s„f
eine geistige Erkrankung schließen lassen könnte, zutütze ge- reien ist. so kann drZ Gericht sich nur dem ärztlichen Gur- achten anischil ießen. Der gestellt- Entmündigungsantrag w rr' also zurückzuweissen."
. . —f Warnung vor einem GrsthauSdieb. Gewarnt wird jertenö unserer KriwiMchpoliWi vor err-em Mann, welcher in y-eldgvau, als Unterofstzier bezw. Mzefeldwebel, auftritt, sich m GnsthLuisc«n einlog^evt und darm nachdem er in seinem Zimmer oingepackt hat, was er nur immer schleppen kann, nächtlicherweile damit Verschwender. Hier in Wiesbaden sowohl wie in ferner Umgebung, tu Mainz «sw., sind mehrere Gasthalte-r derart ompfiiidlich bestoblen incrden. Der Täter wird bezeichnet als ern Mann von etwa 1,75 Meter Gvöße, 30 Jahr« i,5k schmaler Statur, blassem verlebten Gesicht.
— Kriegsaiiszelchittmgen. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurden antfezrlchneti dir Kopellmcister Fritz König, bereit? In- k"ber der Königl. säckisischin Friedrch-August-Medallle, der Fahrer Karl Raurspott tou hier, der Sanitätstoldat Panl Fein, Mit. glied der hiestge» Berustfeuerwehr, der Küchenmeister Paul T h o m a £ , Gestotter leim Stabe des Feldart..RegtS. Nr. 44. Das hessische Krieakehrtngicheu Krugsbande wurde dem Feldwebel und Festinie-gcndarmen Pfstr Franz n, ann, städtischer Akzise- ausseher dahier, 8«a,nhorststraße SS, verliehen.
— Kurhaus. Wegen bei* cm Abend stattfmdendm Zyklus Konzerte» fällt heute Frrittch das Nachm.ittagekonzrrt aus.
Fsroelstis»«» 0»,n„d?-ntt. Israelitisch« »nk,n,qe>
ui e i n d e Sdnagl ge: Mtchelsberq. Gottesdienst in der Hanpi- synagoac Freitaa abend? 5 stbr, Sabbat: morgens st llhr. Jugend, gottesdlensi nnd Predig, nachmiitaqz 3 Uhr. Allsgang 5.80 Nbr. Wochentage: mrrgeii» Uhr, abends 5 Mr. D'e Äem-indtbidlioth-.k ist geäffnet: DiciiitagnachmittagS von 8 bis 4HH Uhr.
AltIsroelitische Kiiltusgemeind. Svnagaqe* Friedrichstroße 3? Freitag: abends i% 'Ibr, Sabbat: moraen, BV 4 Mr Vortrag iPJ/j -Ihr nachmittags 8 Uhr. abends 5.50 Uhr. Wochentage- nie, gen? 7 Uhr, abends izh Uhr. Montag und Donnerstag margene khs Nbr.
Talmud T b o r a - V » r »i >i lL. B-- W i e » v a d«n. Kleine Slbwalbackier Straße Sadbat-Lingang 4.45 Uhr, morgen« 8.30 Uhr. Mincha 4 Uhr, Autyang 5 80 Uhr. Wochentags: morgens 7 Uhr, Maarif 8 Uhr.
varberlcht» st der Kunst. Vorträge und üer»<niMe*.
* R«std«nz-Theat»r. Da dar neu« Werk des Verfasser« der „Jün« frankfurter, Karl R>'ßlkr, „Die beiden Seehunde", dem regsten Enterest- begegnet, ge'angt da« gemütvolle Lustspiel bereit« am SamStag wieder zur Aufführung. Sonntagabend wird Anton Wild- gans packender Lchanlpiel „Liebe" wiederholt und Sonntag«achmtttag 8 Uhr da» hiw'r-tollc Lustspiel „MamrblümLen" zu halhen Preisen gegeben Au: Montag gebt auf vielseitigen Wims» bte beliebt« Ge. ^ngrpesse „Der selige Balduin" zu halhin Preisen nachmal, tn Szene. In Prrdcrettung ist zur Feier von Schiller, A-buttltag fein ttagikemische- Märchen „Turandvt" in der Einrichtung von Dr. Rauch. ' *
aus Provinz und Nachbarschaft.
--- »ad Homburg. 1. Nov. In -der Näh« der Gaawurg wurde heute Vormtttc-H. tn einsr FutteM-aus« llegend. dir Leiche d-eS Filrstmeisters Birkenhauer a>uS Mn-gen aufgefunden. Der Körper war mtt einem Geweih und anderen Teilen clnes Hirsches bedeckt. Birkenhauer war in der Frühe des heutigen Tages znm D-enstgang -von zu Haus« waggsga-n- gen und, wie man annimmt, bcn Wilderern erschossen.
kt Frankfurt a. M., 3l Olt. Durch Bersügung de« Magistrat, werden an, 5 Note,über etwa 1«0 kleine Bäckereien ge. schlossen Die Inhaber dieser Bctriebe dürfen zur Bedienung ihrer Kundschaft tirser nur ne» Brot aus den Zrntralbäckereicn der Stadt liefern Ihnen wird an jedem Brot ein Mindestv.-rdienst von 6 Pf., an jedem Brötchen ein solcher von 1 bis 4 Ps. rewährleistet Außerdem müssen sämtliche im Betrieb gebliebenen Bäckereien von jedem Doppelzentner Mth-, den sie verbacken, 1 M. zur Bildung eines Htlsifrnd« für tlnterstützungskedürftige Inhaber stillgelegter Bäckereien abkieferi, — Der Hiissschassner Philipp Fernand aus Mörfelden üurte heute früh van der leitrischen Stvvßenbahn überfahren und getötet.
Sport.
pkavd«r«,,nen„
Horft-Emschcr, 1. Nav (Eig. DraStbnicht.) 1. R. AM M. 3M> Meter. 1. A StclueckS „Tttanon" (Johnson). 8. „Azur", X
Margen-Klusgabe. Erstes Blatt. Nr. ZZB.
„Bachem". Sieg 5&:j0, Platz: 14, 14, 64:10 — 2. R. 7000 M. 1000 Meter. 1 i. Jsfiands „Fulvia" lRastenbrrger), 2. „Amrel- seid', 3. „EntsLkidtmg". Srcg: 19:10: Platz- 16. 31. 31:10. — 3. Tu 7500 M. 3000 Meter 1. SOI. Blaickr „Dncklinz" -Wurst), 2, ..Dorchen". S „Si t L,ebe?garten". Sieg: 54:10; Platz: 18, 20. 18:10. — 4. N lO liOv-M 1800 Meter. 1. B H-rfeldts ..Feierabend" lSchmidt), 2 Faschine", 5 „Filmdiva". Sieg: 26:10; Platz: 15, 20, 32:10. — 5. R 10 0T( M £000 Meter. 1. T. Henkels „Favv- ritia" (Franke-, 2. „Sturmickwakbe". 8 „Nicitta'- S,eg. 47:10; Platz- 16, 17. 1510. G. 3t 7500 M 3000 Meter. 1. Baron von Jttersum? „Halkstrck" ist Ibr), 2. „Well Now", 3. „Ltttle Ben". Sieg: 121:10; Platz: 40. 27. 58 10. — 7. -W 8000 M. 2000 Meter. 1. M. Blanks . Wirdcrstben" (Bleu'«), 2. „Panter", 3. „Rtrolo". Sieg: 38:10, Platz: 14. 14. 24:10
Neues aus aller Welt.
Ein vierfacher Mord. Oberhausen, 1. Nov. Der 32 Jahr- alte Bergmann Karl Anpemendt ermordete die Frau Maria Wem, ber« 2 und 4 Jobre alten Kinder sowie sein eigen-s ßjähriges Töchter chen Der Mörder wurde verhaftet. Er harre mit der Cr- mrrdeten, deren Manu im Felde steht, ein Lieberoechältnis unterhalten
Totschlag eine» gefanoenen Nullen. Stettin, 1. Rav. In Dämmen erschlug ein gefangener Rulle bei der Lanvarbett den Hof- belltzer Paul Hessmaun mit einem E-ienplahl. Der issetütete hinter- läßt Frau und vier Kinder. Der Mörder ist geflüchtet.
Hemdolsteil.
Barliner Börs®.
$ Berlin, 1 Nov. (Efg. Drahfbericht.) Der prellf)£enen ptimmiing. die heute wegen der verblüffenden Frfolse ln Italfe-1 verherrnelife, grab der PrBsldent des Börsenvor- atandes Ej.zellene Kaempf in einer kurien, mit Begeisterung aufpennnimenen Ansprache Auodmck, die in einem Ho<b auf unser \ olkrheer, die österreichisch-nngarischen Waffel trflder, unseren Hit.denburg, Kaiser und Reich aus- klang Das Descbaft teilet war auf fast allen Marktgebieten angeregt bei außerordentlich fester Örundstlmmung. Bevorzugt, wurden führende Paniere des Püstungs-, Schiffihrts-, Petrolonm«-, Automobil- und Maszhlnenfabrik- tnarkles. und von Montan werten besonders Uberschlosische und Borhumer österreichisch - ungarische und türkische Aktien werte vermochten sitb von ihrem Rückgang der letzter Tage nun Teil kräftig zu erholen. Interesse bestand auch für russische Bankaktien und Srhantungbah-i. Der RentenJTiukt bewahrte seine bisherige feste Haltung.
Banken nnd Geldmarkt.
w. Die 7 bsf«TTcichische Kriegsanleihe. Wien, 1. Nov. Laut »ndlfrher Kundmachung vom 1. November werden als 7. Kriegsanleihe Österreichs eine steuerfreie 5’Äproz. amertisalle ffmitsanlefhe rvwie steuerfreie S’/Oproz., am 1. August 1920 rückzahlbare Staatsschalzscheine nusgegeben. Die Staatsanleihe wird zum Nennwerte zurückgezahlt und durch Auslosung in den Jahren 1923 bis 1057 getil-tt. Der Zeichnungspreis beträgt für die Staatsanleihe 92 5 Proz., für die StaatFschaizsrheiue 04.5 Proz. Die Subskription beginn! an 5. November und wird am 3 Dezember, mittags, geschlossen. • '
Marktbericht«
W. T.-B. Berlin, 1. Nov. (Drahtbericht.) Infolge der n-thrfachen Eingaben der Händler und Landwirte ist der Hri del mit Sonunergetreide, der erst am 1. Januar beginnen sollte, te'-eits von heute ab frei gegeben worden. Die Preise sind entsprechend der für Hafer und Gerste fortlaufenden Drus< bprämie erhöht worden Im Geschäft mit Klee und Gvnsslimereien sowie Seradella, Spergel uni anderen Sorten war es noch still ln der Lage des Rauhfuttermarktes hat sich wenig geändert Größere» Angebot besteht ln Rübenblähcrn und «i den geforderten Preisen findet die Ware allmählich Absatz.
Die Mo rgen-Ausgab« umfaßt 8 Seiten.
H-u»N«riM-Iter- B. HegerHerft
Etiche asolltif: B. Hegertzar«! fBt BulIanetmllHh Pr phil. K Sturm- für den Untrrüalluna«ldl: 8 ». Rournborf. fü« tta®ri(fttfii au* UBiffbaben und brr 'Äadibarbejurffn • I v. H Dtefenbach' <üx G richisiaal tz D.es-nHa»; lür Sport und vuftlodrt I v. « Lo.acker: »gr «rrmc»:e« und den «rieftaften t £o»«tftr: für den Handel«,eu <8 |||;
für die Äiizeigen und Netlamric H. Dornauf: -ämilich-n «oadbaden " v»uck and Lerla, der v Scheuen der,gchen Hnf-Buchdrucker«, in 0,<*»a»t*.
(3?. Fortsetzung.)
Nachdruck verboten.
§rau Mannas Eye.
Rom«m von Erna Weihenborn-Danckrr.
- - darfst heute ausnahmsweise bei den Großen blerben."
setzte sich, wie ihr geboten, zwischen Tan ist. Elfrleve und Henriette. Hanna lehnte sich in den leer- nebUebenen Sessel neben Tante Nikchen. Verstohlen druckte sie die alte, warme Hand noch einmal und Tante Rtkchen lächelte dankbar,
Diener servierten den Kaffee. Tante trtfriede schnitt Kuchen und Torten vor und ließ sie her. nmflehen Hanna fand nichts MerkwiirdigeZ niehr sich daran oewöhnt. Gast im Hause ihres Mannes zn sein. Nur über das Kind wachte sie mit erfersuchtraen Auqsn. sobald Tante Elfri-öe sich zri ihm beugte, horchte sie aüf und drückte in zitternde!. Angst die Hgnde zusgmmrn.
» 5rr Bunkhardtschen Mädchen hatten gedan
kenvolle Gesichter. Dr» vaßten nicht zu ihren Fesitags- rietöern. Ob sie wohl an die eigene Jugend dachten, mit ein wenig Sehnsucht, ein wenig — Reue. Das letztere wohl kaum. Bunkhardttches Blut bereute nicht, was es getan) und wenn es die eigene Jugend war, die es verraten hatte.
.... ^ CI ^ Q ^"^Ehardt sah mit geschlossenen Lippen. Wenn ssved ihre Hand suchte, zuckte sie zusammen, wenn ^ zu 7yr sprach, antwort^tc mit leiser, ferner stimme, sie wünschte sich brennend Gäste, tn deren Durchemander sie hätte untertauchen können und sagte sich mit einem Vorwurf gegen sich sechst, daß sie damit gegen dw Sitte des Hauses wünschte. Das graue Haus
We Ä b s 'einer Mensch.,;, n„t ihnen
allein. Gegen Abend erhob sie sich.
„Ich möchte in den Garten^, verlangte sie.
' Fred war gleich bereit und Konrad und Tante Rik chen schlossen sich an.
„Ein schönes Paar", bemerkte Renate, als sich die Tur hinter den beiden geschlossen hatte.
Henriette strich über ihr gran?« Seidenkleid, daß es letse aufknlsterte und Tante Eltriede meinte, während sie leicht den Kopf wiegte: „Ich batte der Herta eigentlich ernen anderen Manu gewünscht."
„Er hgt so gar nichts bestes. Ernstes", stimmte Renate zu. »Daß sie besonders glücklich werden, glaube ick, nicht — Eme kleine Freude regte sich in ihr. Renate Bunkhgrdt gehörte zu den Menschen, die es als Trost und eine Ent'chädiaima für das eigene Gl»- sckuck betrachten, wenn ein Schaden und sei es nur ein kleiner, auf den Besitz anderer fällt.
.Henriette war diesmal anderer Meinung.
. "Maub mir, daß Herta schon die richtige Art finden wird, ihn zu stntzew'. meinte sie gelassen. „Unsere Cou> sine ist nicht die s^rau, die Ansichten auskoinmen und ! grofe werden lasst Me ihr nicht gefallen. Tante Clfriede hat uns oft erzählt, wre vieles sie zuerst an Onkel Joseph zu tadeln hatte und wie friedlich leben sie jetzt."
„Darin hast dll recht, Jette", nickte Tante Ekfriede.
Mein armer, lustiger ^red". dachte Hanna.
„Trotzdem hätte die Gerta einen anderen Mann de- kommen müssen" fuhr Tante Elfrieds fort. „So einen lme ~ J'/ bockte auf und 'ah zu Hanna herüber. ~ „rrmi. ich kann es Johanna ja jetzt lagen, eigentlich war in Herta für den Konrad bestimmt. Vielleicht hat er dir s auch schon selbst erzählt."
„Rein, das hat er mir nicht erzählt", sagte Hanna. Ihr feiner, blaßroter Mund zilcktc ein wenig. „Warum hat er denn Herta nicht genommen, wenn sie ibm be- stimmt war?"
wie das so kommt." Tante Ekfriede zuckte die
Achseln. „Du tratst ihm dann ebeu in den Weg, da —"
•audiftunte bet SchrtMelmn, iS d>» > Ubr.
so. Dann kam ich." .Die juche Frau wandte sich nach der Tür um, durch die eben Konrad mit Tante Rlkchen sintrat. Herta und Fred folgten, beide mit etwas geärgerten Gesichtern.
„Alfred ist unziifrieden mit mir", erzählte Herta. »Ich wollte einige geschäftliche Sachen mit ihm erledi- gen. Mein Verlobter muh missen woran er ist, er muß doch Übersicht haben über daS was ich besitze."
„Wir können uns dafür einen anderen Tag g„S- st-chen", wandte Fred ein. „Bearei'st du denn nicht, daß du dem heutigen damit alles Schöne nimnist."
„Ich bin vollkommen Hertas Ansicht" mischte sich Tante Ekfriede ein. „Liegen erst die VermöaenSver- haltmsie klar
„Hör auf, Tante", hat er. „Morgen, jeden anderen Tag, nur heute nicht."
„Wie du willst", brach Herta da? Gs'präch ab. Ed wikrde von etwas anderem gered-t aber die verdarbt ne Stimmung blieb. Zudem beteiligten sich Hanna und Tante Rikchen nur wenig am Gesp*nch.
„Fühltest du dich nicht wohl?" 'ragte Konrad seine Frau, als sie nach Mitternacht schl.gien gingen.
,,O doch."
„Nim. was gab'« denn sonst?"
• "NO'?-" Sfftre Hönde lösten an ihrem Haar. Nach tiner Merle meinte sie. ohne ihn anzukehen: „Konrad, warum ist Herta ementlich nicht deine Frau geworden? Sie war doch für dich bestimmt."
Er drehte sich hastig „m.
„Wer sagte da8, Johanna?"
„Tante Elfried? erzählte es mir."
„So, tat sie das? Eigentlich war daS. — Ich kann gar nicht begreifen, wie Tante da-u kam "
Nun wandte auch sie sich zu ihm „Warum nahmst du sie nicht?" forschte sie in drän. gendem Ton.
„Weil ich dich lieb hatte", erwiderte er.
(Jsrlfetzrma folgt.) ^
