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Verlag Langgaffe 21

«Salirr-dnllr grüffnn Bon o Udr raocgnti bi» 7 USr «bnid».

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vej»gs-Pr«t« k»r beide Ausgaben: Sit. l.- monaMch. Sit. 8 vienelMdrUch durch den Berlar Langgalie 8i, ahne Bringrrlodn Sit 4.05 vierleijährlich durch alle demjchen Paftansiallen. au«lch^eilich Beilellgeid Bezugs. Benellnngeu nehmen auherdem enlgeaen. in »ieSbaben die Zweieftelle «,». umrltnug 18. ionne dle AuSgadellellen ,u allen Teilen »er Sl»dt; in Biebrichs die »orliaen »u». gadenellen und,n den benachbanen Landorlen und im Rbemgan die belrefienben Tagblan-Träger

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ennorechenber Nachlaß.

müW! «>? d'e Mdgrn-Ausg.ÄzUhr^-chmilmg» Berliner Abteil«», dt« Wiesbadener Ta,»l,tts: Bern» W., P,tS»,«er Sir. 121K. Frrnspr.: Amt Lütz»» 6202 u.6203. ^ia t nVn^Änm^ n to'Irtu^(»era(iS^u 5 «nTntm n "

Montag, 2Y. Oktober 19l7.

Morgen-Kusgabe.

Nr. SSI. . SS. Jahrgang.

{00000 Italiener gefangen!

Görz wiedererobert. - Cividale von deutschen Truppen genommen.

Schnell fortschreitende Verfolgung vom Gebirge bis zum Meer.

W-l.-B. Berlin, 28. Oft., abends. (Amtlich. Draht- Gericht.) In Flandern lebhafte Feuertätigkeit bei Drxmutden und am Houthoulffer-Wald.

Am O i s e - A i s n e - K a n a l bei Filai« örtliche Kampfe.

Im Osten nichts Wesentliches.

Dir italienische 2. und 3. Armee find im Rück­zug nach Westen.

Unsere Verfolgung ist vom Gebirge bis zum Meere tn s chn e l l e m Fortsch reiten.

An Gefangenen find bis jetzt 100000, an Geschützen über 700 gezählt.

ver Tagesbericht vom 28. Oktober.

, W.T.-ß. Großes Hauptquartier, 23. Oft. (Amtlich.)

Westlicher f vies»sch«n,platz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

^ ländern tarnt die Feuertätigkeit längs der Mer-Ntederung starker als sriiher, insbesondere bei Dlxmuyden.

Zwischen Blankaartsee und der Ztraße Meniu-Apern schwoll der Artilleriekampf zeitweilig großer Heftrg- keit an. Morgens g r i f s der Feind an der flachen Ein- bruchsstelle südwestlich des H ot h o u l st c r - W a l- des e r n e n t a n ohne größeren Vorteil als am Vor­tage zu erzielen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Am Oise -AiSne.Kanal verstärkte sich di- Feuertatigkeit bei Brancouri und Auizy le Chateau. Nachmittags stießen starke französische Kräfte t, e f gegliedert am Ehern in des Domes östlich von Fllarn und nordwestlich von Brave gegen unsere Linien vor. Sie wurden überall blutig a b g e w 11 j c n.

Bei Souain, Tahnre und Le M rsnil in der Champagne führten unlere Stoßtrupps erfolgreiche Unternehmungen durch.

Ans dem Ostufcr der Maas unterhielten die Franzosen starkes Feuer auf dir von uns im Chaume- Wald kürzlich gewonnenen Gräben.

Auf dem

östlichen Kriegsschauplatz

und an der

mazedonischen Front keine größeren Kampfhandlungen.

JtalienischeFro nt.

Die schnelle Wetterführung des gemeinsamen An- griffs am I sonzo brachte auch gestern volle Erfolge.

Italienische Kräfte, die unseren Divisionen den Aus- tritt ans dem Gebirge zu verweigern suchten, wurden in kraftvollem Stoß zurückgeworftn.

Abends dransiendeutsck>e?ruppeninda§ brennende Cividale, die erste Stadt in der Ebene, ein.

Die Front der Italiener bis zum Adria­tischen Meer ist ins Wanken gekommen. Aus der ganzen Linie sind unsere Korps im Nachdrängen.

G ö r z, die in den Isonzoschlaht-'n viel nmkämpfte Stadt, ist heute von österrcichisch-ungarischen Divisionen genommen worden.

Die Zahl der Gefangenen ist aus mehr als 800 0 0 gestieaen, die der Geschütze hat sich aus mehr als 609 rrhöht.

Der Erste Generalguartiermeister: Ludcndorfs.

Österreichisch-ungarische Tagesberichte

W. T.-B. Wien, 27. Cft. (Verspätet eingetroffen.) Amt­lich verlautet vom 27. Oktober, mittags:

Italienischer Kriegsschauplatz Der unter der persönlichen Oberleitung Seiner Majestät unseres Kaisers und Königs gegen die italienische Haupt­macht geführte Schlag reift gewaltig aus. Unsere kampferprobten» ruhmreiche» Jsonzotruppe» und die mit un»

überwindlicher Stoßkraft vorgehenden dentschrn Streitkräftr haben einen vollen Erfolg errungen. Die Waffenbrüder­schaft der Verbündete«, geschmiedet auf ungezählten Schlachtfeldern, besiegelt durch das Blut unserer Besten, be­währt sich aufS neue in unvergleichlicher Weife.

Am oberen Jfonzo haben unsere alpenländische» Trnvpen altbewährte Infanterie-Regimenter, Kaisecjäger, Schützen aus Steiermark und Tirol in den Felsgebieten des Rombon und des Canin und aus dem Monte Stol in zäher Ausdauer und Tatkraft das Gelände und den Feind be­zwungen. Südwestlich von K a r f r e i t erstürmten Preuhifch- Schlkster den hochanfragcnden Monte Matajur. Dort wie westlich von Tolmein wird durchweg auf italienischem Boden, grfochten.

Auf der Baiusizza-Hochfläche wehren sich die Jtalirner Schritt für Schritt. In heftigem Kampfe wurden die fei, blichen Stellungen südlich »on Brh, die einst so heis, umstrittene Höhe ,,52" bei Vodice und der in Italien als SirgcSvreis der elften Jsonzoschlacht so sehr gefeierte Monte Santo erobert. Söhne aller Gauen Österreichs und Ungarns wetteifern an Angriffsfreudigkeit. Bei Canole und östlich davon brachtet zwei k. und k Divisionen allein 1<iv80 Gefangene und 200 Geschütze ein.

Nördlich von Görz stehen wir am Jfonzo.

In Faitir Hrb entriß die nngarische 17. Division, dir seit mehr als zwei Jahren am unteren Jfoaz» siegreich Wacht hält, dem Feind in überraschende« Ansturm seine erste Linie. Es fiele» 3500 Italiener in ihre Hand.

Dir Gesamtzahl der Gefangenen hat sich ans 00»00, die der erbeuteten Geschütze anf 500 erhöht.

Bon feindliche« Flugzeugen sind bisher 26 herab,eschoffen wordr«.

Östlicher Kriegsschauplatz und Albanien.

Nichts Neues. Der Chef deS Generalstabes.

W. T.-B. Wien, 28 Okt. fDrahtbericht.) Amtlich ver­lautet vom 28. Oktober, mittags:

Italienischer Kriegsschauplatz

Gestern ist von der Json,»front die l e tz t e F e s s e l eines seit 2y 2 Jahren ebenso glorreich wie opfervoll geführten Ver­teidigungskrieges gefallen. Sowohl auf der K a r st Hoch­fläche wie im Görzabschnitt wurde zum Angriff über­gegangen. Der Italiener hielt unserem Sturm nirgends Stand. Am Südflügel wurde Monfalcone durch unsere Vortruppen gewonnen. Oberhalb von GradiSca stürmte in dritter Morgenstunde Major Mocsany an der Spitze des tafferen Köszeger Jägerbataillons Nr. 11 über die brennende Jsonzobrücke auf das rechte Ufer hinüber und entriß dem Feinde den Monte Fortin. Auf dem Kastell von Görz hinten Abteilungen des Karlowaer Infanterie-Regiments Nr. 96 um 2 Uhr unsere Fahnen. In rascher Feindver- solgung wurde westlich der befreiten Stadt der Jfonzo über­setzt und dir Höhe Podgara erstiegen.

Die Hochfläche von B a i n s i z z a - H e i l i g g e i st liegt, den Mt. Kuk inbegriffen, hinter unserer Front. Bei Tlawa erzwangen sich unsere Truppen in erbitterten Kämpfen den Übergang über den Fluß.

Cividale ist in deutscher Hand. Ungestüm vor­wärts dringend, den Widerstand de? Feindes brechend, ge­währ,en die Verbündeten den Eingang in die vene­zianische Ebene.

Die gefchlagenen Armeen des Herzogs von Aosta und des General-:- Covrllo haben bisher an Gefangenen 80 000 Mann eingebüßt. Die Zahl der erbeuteten Geschütze wird gering auf 600 geschätzt.

östlicher Kriegsschauplatz und Albanien.

Nichts von Belang. Der Chef des Generalstabes.

W. T.-B. Wien, 28. Okt. Amtlich wird gemeldet: Heute früh haben unfere Truppen Görz besetzt. Vom Kastell wrhrn nach einjähriger Feindesherrschaft wie seit langen Jahrhunderten unsere Fahnen. Die Italiener sind über den Jionza gewichen. Der Chef des Generalstabes.

Oie strategische Bedeutung de« Vorstostes.

Br. Lugano. 27 Okt- (Eig. Drahlbericbt. zbf Durch ihren Vorstoß über den Jfonzo haben die verbündeten Truppen einen oicher ordentlich wcnrollcn ürategifcben Sieg errungen. Wir Calerna meldet, baden, die Kindlichen Truvpcn bereits die Gcbirg- stttc aus den- Desmser de» Jkonzo überschritten unv das obere Tal des Nattsone cueicki durch da' eine Poßstroße nach dem nur 15 Kilo. Meter entfernten Siätichen Cividale führt. Es liegt bereits in der weiten Eben e des Toglramento-Flussis und nur 15 Kilo­meter weiter vor: der pretinzialen Hauptstadt Udin», wo die beiden aus Österreich, aus Triest und Görz und von Klagenfucth über Villach kommenden Eiscichahnlinie» ziisaninientrcssen.

Di« ttraftlerstung des Vormarsches.

Br. Berlin. 27 Okt <Eig Drohtleeicht. zb.) Der Kriegs- berichterstatter derB. Z." Eugen L-nnhof drahtet von dem Stand- ort einer Divis: vn. Der Vormarsch der Verbündete» macht von Stunde zu Stunde neue Fr,-schritte. Tiefer Vorniarsch m einem Terrain, das den Bewegungen großer Truppenmassen ^«ge­zahlte Hinderiiisse Vercitet, ist an sich schon eine Kraft- l e i st u n g, die den größten Taten dieses Krieges gleichgestellt werden muß. Hundette von Offizieren und Solditen sind Tag und Nacht am Werk, die Bewegung in geordneten Bahnen zu halten überall am Wege sind bereits Tclrplonftationen erricht» worden. Der Vorniarsch funltu-itiert ohne Storung. Der Abtransport der Gefangenen ist nicht einen Augenblick in Stillstand gekommen. Von einzelnen Rigimcntcrn wurden fast alle Kbrrievende gefangen genommen. Die Brigade Elba ging fast gänzlich über. Große Truppenteile zeigen sich demoralisiert und erkläre», die Aktton zu begrüßen, da sie den Fiieden naher drmge. Dagegen Hort man wenigschmeichelhaftessürdteAlliierten» deren aktive Hilfe an der. Front bisher lediglich in schönen Gesten und einigen Batterien bestanden habe.

Die italienischen Siindrnböcke.

W.T.-B. Bern, 28. Ott. (Dcahtbericht.) DemJtstl, Wochenblatt' zufolge wurden viele Generale zur Disposition gestellt, darunter Brusati, der erste Generaladjutant deS Königs, der durch Generalmajor Cittadini ersetzt wurde.

französische »esorgniffe.

Br. Bern, 27. Okt. (Eig, Drahtbrricht, zb,)Petit Journal" schreibt: Das ins Wrigew geratene italienische Heer kann nur durch die schnelle Zufuhr frischer Kräfte zu ncuen Siegen geführt werden. Tic Alliierten muffen die schleunige Überführung von Truppen der griechischen Heeres an die italienische Frorit veranlaffen.

ver Einbruch in Schweven.

Stockholm, 27. Okt. (zb.) Der gewaltige Erfolg der Jsonzo-Offensibe, der gestern m den Abendstunden von den Zeit.lngsverkäufern ausgecufen wurde, erregt hier das größte Aufsehen, wird auch von denjenigen Blättern, die sonst ge­wohnt sind, die Mißerfolge der Enterte nach Möglichkeit zu beschönigen, heute durch große Seitenüberschriften hervor­gehoben.Svensk-r Dagbladet" schreibt: Die Krafteniwrck- lung der Deutschen grenzt ans Unglaubliche. Innerhalb 14 Tagen haben sie sich zu Herren der Ostsee gemacht, das Fenster Peters des Großen zugemauert, 20 000 Gefangene genommen, Besiirchtungen für die Sicherheit Petersburgs hervrrgcrufen. In dem gleichen Halbmonat, in dem das gegen den nördlichen Feind geschieht, bringen sie es ferttg, ihre Kraft gegen den Feind im Süden zu konzentrieren, sich ernstlich der italienischen Angelegenheit anzunchmen und zu­sammen mit den österreichisch-ungarischen Waffenbrüdern dem Gegner einen gewaltigen Schlag zu erteilen, der unmittelbare, politische, vielleicht auch militärische Folgen haben wird. Von der Ostsee bis zum Mittelmeer, von dem Land- und Scesieg bei Osel dis zum Sieg in den Alpen am Jfonzo, das ist ein gewaltiger Sturmmarsch innerhalb zweier Wochen, wie auch schließlich die Entscheidung ausfallen möge. Der Oktober 1017 wird ein Markstein der deutschen Geschicht» bleiben.

Der grotze veutsche Sieg in Flandern.

W.T.-B. Berlin, 27. Okt. In Flanbern hack der Heldenmut deutscher Truppen am 26. Oktober der vielfachen Überlegenheit englisch-französischer Massen, die eine Schlachten tfcheidung suchten, eine neue außerordentlich schwere, blutige Niederlage bereitet und eiinen großen Sieg errungen.

Nach den Kämpfen des 22. Oktober bereitete Jxnrenti starkes Feuer, das sich aus tausend Geschützen wiederholt zu heftigsten Feuerstößen steigerte, die große Schlacht vor. In den Lcorgenflunden des 26. OAober setzte unter gewaltigem Muurtwriseinsatz stärkstes Trommelfeuer ein. das auch wäh­rend der Jnfanteriekämpfe unausgesetzt au hielt. Gegen drei Abschnitte unserer Stellungen trat der Gegner zum An­griff an.

Westlich -des Houthoulster Waldes brachen dichte Angvi-ftskolonnen mit starken Reserven tu-r. Trotz des ver­nichtenden deutschen Abwehrfeuers gelang es hier, unter schweren Verlusten den Angreifern, im ersten Ansturm das Gehöft Bultehoek zu erreichen. Kurz darauf traf sie jedoch ein machtvoller Gegenstoß, der sie unter erneuten schweren Verlusten in das Trichterfeld zurückwarf.

Zwischen Bahn BoesingheStaden und Bahn Aper nR oulers setzte der Feind seine Hauptmassen an. Die ersten Angriffe des Feindes wurden blutig abgewiesen und unsere Stellungen behauptet. Um 11 Uhr vormittags erfolgte mit frischen Kräften ein zweiter starker Angriff beiderseits Passchendaele, der ebenso verlusirAch scheiterte. Bald darauf bereitete gewaltiges Trommelfeuer einen dritto»

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