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Tagbla,lhaud" Nr. 865»-KZ.

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Donnerstag, 25. Oktober 1917.

Morgen-Kusgabe.

Nr. 544. 65. Jahrgang.

9er Einbruch in die italienische Linie bei Klitsch und Tolmein.

W. T.-B. Wien, 24. Oft (Drahtbericht.) AmMch ver­bautet vom 24. Oftober, mittags:

Östlicher Kriegsschauplatz.

Im Bereich uusercr Truppen nichts Neues.

Italienischer Kriegsschauplatz

Bei Flitsch, bet Tolmein und im Nordteil der Hochfläche' von Bainstzza-Hoil-iggeist brach österreichisch-ungarische und deutsche Infanterie noch mächtiger Artillertevorüereitulng in die italienische Linie ein.

Albanien.

Südwestlich von Ber<rt und beiderseits des Devoli-Flusses kämpfen nniseve Sicherungen mit Erfolg.

Der Chef des Generalstabes.

Oer Seutkckie 6 endbericht vom 24. Oktober

Bisher ei >ig« tausend Gefangene!

~SV, T.-B. Berlin, 24. Oft., abends. A mtlich.) In Flandern starker Fcnerknmpf. Am Chemin des Dam es nur geringe feindliche Artilleri.'tätiqkeit. Die Franzosen haben ihre Angriffe nicht fortgesetzt.

Im Osten nichts von Bedeutung.

An der italienischen Front nimmt die gemein­same Angriffsoperation den beabsichtig­ten Berlars. -Bisher sind einige tausend Ge­fangene gemeldet._

(Elite irische Debatte im Unterhaus.

W.T-B. Amsterdam, 24. Ott. (Drahtbericht.) Nach einer Rentermeld'.mq brachte gestern der irisch- Führer Rednond im englischen Nnicahaus einen Antra., ein, in dem die Politik be< d a u e r , wird, welche die Regierung und die Militärbehörden in Irland verfolgt haben, da doch die Interessen verlangten, daß eine Stimmung geschahen wurde, die für den Berlaus ver irischen Kon- vention günstig ser. Denn in dieser Konvention seien alle Parteien vertreten um die zukünftige Regierung in Irland zu regeln. Der Chefsekrctär für Irland Duke erwiderte, er wolle keine Beschwerden gegen den Antrag oder die Einzelheiten der Kritik Revmonds erheben, aber er stage lieft, ob bii Regierung Irlands etwas getan habe, mit dem nicht jedermann, der die Verantwortung für die Aufrechterhal­tung der Ordnung Irlands trage, in Übereinstimmung sein müsse. Daß die irische Konvention eine sruchtbringcnvc Tätigkeit ansübe, sei erwirken. Duke verteidigte kodann sein: Politik und er­klärte, es gäbe noch immer Leute -.n Irland, die dt: Regierung dort unmöglich machen möchten und cntsll.lossen seien, einen Terrorismus zu schaffen. Die Führer der Sinnfeiner-Bewegung suchten Mißerfolge der Konvention hcrbciziiführen. Die Regierung wcrve alles in ihrer Macht Stehend: tun, um verbrecherische Handlungen zu verhindern. Solange sich der Streit in den Grenzt» der Ä:scye halte, würden keine Verhaftungen vorgcnomwen werden, da man mit Verhaftungen nur Sücrbearb'it sür die Lostrennung verrichte,« würde. Das eng. lischc Parlament war der Ansicht, daß :s richtig sei, rle Rekrutierung in Irland nicht durchzuführen, solange die Vorlagen, die auf die Selbstregierung Irlands h-nzielen, in der Schwebe war. Abgesehen von der Ausrührerpartei genießt jetzt Irland Vorteile, die keinem anderen Lande zustehen würde. Abgesehen von der Siinfeiner-Be- wegnng lebt es in Frieden. Duke verlas sodann -in Rundsch den, das beweisen sollte, daß die verbrecherische Minderheit in Irland weitere Aufstände Hervorrufen wollte, um die Arbeit der Konvention unmöglich zu machen, während d,e großen Massen oes irischen Volkes für die Ausrechterhaltung drr Derkindunz mit dem Reiche seien.

W. T.- B. London, 24. Okt. (Drahtbericht. Reiner.) Der An- trag Rcdmonds, dei das Vorgehen der Regierung hinsichtlich der irischen Exekutive bem äugelt, wurde mit 211 gegen 78 Stirn, wen abgel eh n t. Lloyd George sagte:Es gäbe drei Dinge, die die Regierung in Irland nicht zulassen sollte. Sir könnte nicht gestatten, daß zum A u f st a n d gehetzt würde. Die Regierung könnte seiner nicht die Organisation einer Empörung zulassen uns drittens fordern die Sinnfeiner unumschränkte Unadhängigkeit sür Irland. England kann aber unter keinen Unistänven etwas der­artiges für Irland gestatten. Lloyd George verpflichtet sich aber, daß die Regici.ing ihren ganzen Einfluß auföieten wolle, um die Vorlage zur Annahme ,,, britifcn, in der alles hinsichtlich der irischen Konvention durch Vertrag festgesetzt und zuiammrngefaßt werden srllte.

W T.-B Amsterdam. 24. Okt. (Drahtbericht.) Im Verlaufe der gestrigen Irendcbatte im Unterhaus ergriff, wir Reuter-Bureau meldet, Lsqnith dos Wmt und erklärte, er glaube, nicht opti­mistisch zu urteilen, wenn er annähmc, daß die Regierung in einigen Tagen imstande sein werde, dem Unterhaus die irische Regie­rung vorzustellen, welche die Billigung der großen Mehrheit des irischen Volkes gesunden habe.

Die ernste Gärung in Irland.

Br * Haag, 24. Okt. (zb.l Das holländisch« Nieuwe Bnrsem meldet -ms London.- Die englischen Blätter berichten aus Dublin: Am Donnerstag findet hier eine 2>nnfeiner- k o n f e r e n z statt, welche bezweckt, ein eigenes irisches Parlament durchzui-tzen und die britische Verwaltung vollständig anSznschalten. ES sei noch nicht bekannt, ob die Verhandlungen öffentlich oder geheim stattflnden werden. Tausende von Si.rnssin-ern, darunter viele in Uniform, wer­den in gesetzwidriger Weise öffentlich militärisch ausgcbildet rm Hinblick auf die Erzwingung der irischen Forderung mit bewaffneter Hand. D>- englische Exekutivgewalt in Irland swcgt nicht, dagegen öffentlich a-ufzurceten.

Gesunkene Schiffe.

W. T.-B. Kopenhagen, 21. Ott. Das dänische Mintsteriam des Äußern teilt init: Zwei dänische Dampfer sind am 21. Oktober durch Auslaufen n-if Minen gesunken, die DampferGlynde:örg" und ,Benne", vor Dänemark nach England mit Ballast, ebenso der DampferAriglodane" -In­der Reise von England nach Dänemark mit Kohlen. Mit Ausnahme eines Heizers von derAnglodane" wurden beide Besatzungen in Lerwick gelandet.Berlinzske Tidende" meldet aus Bergen: Der norwegische DampferRanfos", mit eiver Ladung Getreide für das belgische Hilfskomitee, geriet bei einem heftigen Sturm nördlich von Bergen auf Grund und ist gesunken. . Ein Mann der Besatzung ist umgekommen.

Zur Vernichtung eines ganzen Geleitznqcs.

W. T.-B.. Kopenhagen, 24. Okt. (Dvahtbericht.) Nach einem P ribat t elegvainm desEkstrabladed" aus Bergen hatte der ldortige Vertreter des Blattes mit drei Seeleuten von der Besatzung des dänischen DampfersStella", der sich unter dem verfcnkien Geleitzug befand, nach, ihrer dortigen An­kunft eine ll.itcrredung, tat der sie mitteilten. da>ß der Dampfer Zwei Minuten noch dem Verlassen durch jne Beisatznng be­schossen worden ist. Der Dampfer hotte eine Beladung van Zündhölzern und stand daher kwld in Flammen. Er sank nach 10 Minuten. Ein englischer Torpedojäger wurde von den deutschen Schiffen versenkt, ohne daß er einen Schuß ab- geben kennte. D^r andere Torpcdojäger war von der Srelle aus nicht zu sehen. Die -dänischen Seeleute sind nicht der Ansicht daß die .Deutschen die Rettungsboote beschoffen haben.

Die Lügen über deutsche Zriedensvorschläge an Zrankireick'.

17. Rotterdam, 24. O>kt. (Eig. Dvcchtbericht. zb.)Man­chester Guardian" meldet vom Mittwoch aus Paris: Briand teilte im Gespräch mit Fürst Bülow habe ihm Vorschläge über einen allgemeinen Frieden übermittelt. Deutschland bot die Wiederherstellung und völlige Unab­hängigkeit Belgiens an, die Abtretung Elsaß- Lothringens an Fvankoeich, sowie Triests an Italien, for­derte aber eine Kompensation auf Kasten Rußlands. Ribot war der Ansicht gewesen, die Vorschläge wären nur Fallstricke. Die Kammer war aber der Meinung, ein Fallstrick wäre in dem Vr.vschlag nicht zu erblicken,, weil Deutschland nicht gleichzeitig emen Waffenstillstand verlangt habe. Herba schreibt inDa Bictoire", niemand könne erwarten, daß Deutschland das Minimum seiner Bedingungen sofort nennen werde. (Es liegt auf der Hand, daß Fürst Bülow niemals Vorschläge in dieser Form gemacht hat. Schrtftl.)

vie russische Negierung und die Friedensziele des Arbeiter- und Soldatenrats.

IV. T.-B. Petersburg, 24. Okt. (Drahtbericht. Peters­burger Telegvapheu-Agentnc.) Hinsichtlich der vom Arbeiter­und Soldatenrat dem Vertreter auf der Pariser Konferenz, Skcbeleip, erteillen Anweisungen wird im Ministerium des Äußern betont, daß die Anweisungen für die Mit­glieder der russischen Abordnung für die Konferenz keinen bindenden Charakter haben. Das Ministerium ist der Ansicht, daß sämtliche Mitglieder der Abordnung. vor ollem Vertreter der vorläufigen Regierung sein wer­den and ein gemeinsames Programm zu verteidigen haben >rerden. Die Regierung erörterte die Probleme und Ziele der Regierung als besonderes Programm, welches ihre L'ertreter in Paris darlegen sollen, wobei sie sich eiiiiig und allein von dem Schutz ver Interessen Ruftlamds leiten ließ. Die Zusammensetzung der Abordnung ist noch nicht bestimmt Nlvch Empfang der Aaiw-eisungen des Arbeiter- nnd Soldatenrats stellten die russischen Diplo­maten ihreil einseitigen Charakter fest und wiesen darauf hin, daß man darin wohl von den Pflichten Ruß­lands und den der Verbün^deten spreche, aber kein Wort von den Pflichten Deutschlands und Österreich- Ungarns, so daß die ?live,suaigen mit St i llsckw ei­gen über die xolitische Regierungsform der deutschen Polen sowie der tsebechischen Länder und der anderen slawi­schen Gebiete Österreichs hinweggingen.

klus dem russischen Vorparlament.

W. T.-B. Petersburg, 24. Ott. (Drahtbericht. Peters- lurger Telegravh-m-Agentur.) Im Vorparlament ergriff nach Kr»:gSminister - A e r s ch o w S k y Macineminlsier Werdereiosky das Wort. Ec begann seine Rede mit ter Eiklärung. im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehe gegen­wärtig der Rigaische Meerbusen und infolgedessen die O st s ee fl o tt e , der Rußland alle Hilfsquellen und alle technischen Mittel sichecn>se, damit sie erfolgreich ihre Pflicht erfüllen könne. Die schm iche Erze rgung ->er für die Verteidigung arbeitenden Fabriken und die Auflösung des Verkehrswesens lassen so sagte der Minister in dieser Beziehung viel zu wünschen übrig. Man muß also den Arbeitern die ooch unumgängliche und gebieterische Not- weiidigkeit. Tag and Nachi zu arbeiten, eindringlich vorstellen, damit wir nicht im nächsten Frühsabr schwäche'- dasiehen als jetzt. Der Minister sprach darauf von den gegenseitigen Be- ziekungen zwischen den Offizieren und Matrosen und stellte fest, daß sie in Reval normal, dagegen in Hel­ft ng so rs sehr gespannt seien, wo Bruderülut vergossen

Worten sei. Aber die Schuld liege weder bei den Matrosen noch bei den Offizieren, sondern bei den Feinden des Volkes, die jeineti Untergang wollten. Zur Frage der Manniszucht übergehend, stellte der Admiral fest, dotz diese Frage infolge der besonderen Bedingungen des Marine- drenjtes^ bi sonders verwickelt sei. Er hätte mit Vertretern der Besiitznngen Bespiechungen gehabt, denen er die Not­wendigkeit vorgestellt Hobe, die Frage der Manneszucht in Gute ;n regeln. Dieser Vorschlag habe bei den Matrosen lebnafte Aufnahme gefunden, die sogleich die ganze dringliche Nrtwendigkeit begriffen hätten. Der Minister schloß mit den Wirten: ^Ich hoffe, daß die Frage der Manneszucht schließlich aus der^Gcundlage des wechselseitigen Ver- t r u u e n s zwischen Matrosen und Offizieren an Bord aller Schiffe gelost wird, wie sie bereits freiwillig auf den Schrffen dnrckgesr-hrt ist, die an dem Kampf im Rkgaischen Meer­busen teilgenommen heben."

Abgesetzte ruffische Generale.

Br. Zürich, 24. Ott. HEig. Dvahtbea'icht. zb.) Der russi­sche Gener«l:ssimus Romanowski sowie die Generale WcrimowKry. Seliwahschew, Lomnowsky, Erdete und Danilow sind ihrer Stellungen enthoben worden.

K«s den feindlichen Serichlen.

Französischer Heeresbericht vom 23. Oktober, nachmittags.

Noch Art-llerisvorbereitung, .die mehrere Tage andauerrc. griffen unsere Truppen heute früh um 5,15 Uhr in der Gegend Allemant urrd Malmaison die siairken deutschen Stellungen an. Auf der ganzen Angriffsfoont machten wir ausgedehnte Fortschritte und brachten zahlreiche Gescmgene ein. Nordwestlich von Reims ziemlich leibihafte Artilleriotätig- keit während der Nacbt. Drei Hrudstveiche, die sich gegen unsere kleinen Posten westlich Bermericourt und östlich Neu­ville richtet»,!, hatten kchnen Erfolg. In den Argonnen hieß uns das Eindringen in die deuffchen Gräben im CheppywaLd dem Fe-nd Verluste zusügen und Gefangene zurückbringen. Auf dein rockiten Maisuser steigerte sich in der Gegend nörd- itich der Höhe 844 her Avtilleriekampf gegen Ende der Nacht zu großer Heftigkeit.

Französischer Heeresbericht vom 23. Oktober, abends.

Nördlich der Aisne entwickelte sich ein Angriff, den wir om Morgen ansetzten, in außerordentlich glänzenden Be- dingniigeii Trotz des Nebels und des Regens griffen unsere Truppen mit wunderbarem Ungestüm die furchtbaren An- lao<>n des Feindes an, die von den besten Truppen. Dcutsch- lunds verteidigt wurden und von zahlreicher Artillerie unter­stützt Naren Im ersteti Schwung nahmen unsere Soldaten t ie von den Stein brächen F r u t h und B o h e r y begrenzte Linie Bald darauf fiel das Fort Malmaison in unsere Hände. Weiter vorstoßend gaben unsere Truppen Beweise ihres :>»n iderstehlichen Stoßes. Sie. würfen den Feind aus den Steinbrüchen von Montparnasse, die zum Teil durch ichwere Granaten aufgewühlt waren. Auf unserem linken Fläifel ging das Vorrücken mit demselben Erfolg weiter. Die Dörfer A l l e m a n d und V a u d e s s o n blieben in unserer Erwolt, wöhrrnd zur Rechten unsere Truppen die Linie bis auf die bi herrschenden Höhen von Pargoy-Filain vortrugeu. Im Zentrum schließlich drängten unsere Truppen frische Reserven des Gegners zurück und bemächtigten sich in hartem Kampfe des Dorfes Ehavignon. An diesem Punkt er- rcrchlc unser Verrücken eine Tiefe von 3i/z Kilometer. Tie Verluste, die der Feind im Laufe dieses'Kampftages er­litt, waren keträchtlich und kommen zu denen, die' durch die Artillerirrorbeaeitung verursacht worden waren. Die Zahl der bisher gezählten Gefangenen übersteigt 750 0. Ni ter dem enormen erbeuteten Material zählten wir 25 schwere und Feldgeschütze. Trotz des sehr ungünstigen WriterS crfilllt-en die Flieger in tapferster Weise die Äi>s- gaben. die ihnen beim Fliegen 50 Meter über den Linien zu­kamen. Orientbericht: An der serbischen Front und im Eernabogen versuchte der Feind mehrere Handstreiche, die zulückgrwirsen wurden.

Deutscher Reich.

Kühlmann und Gras Karalyi.

Br. Berlin, 24. Oku (Eig. Dvahtbericht. zb.) Die Deutsche Zeitung" meldet aus Budapest:Härlap" meldet, daß Staaüssek-oetär Kühlmwnn gegen die in der Interpellation K a r o l y i enthaltene Anregung aus Umwandlung Elsaß- Lothringens in einen Pufferstaat, einwandte, das dcut- sche Volk werde einer solchen Lösung niemals zustuumen. Ein Besuch des Zultans in Berlin?

W. T.-B. Konstantinopel, 24. Okt. (K. u. k. Karrespon- denzburean.) Von informierter Seite verlautet, Kaiser Wil­helm -haste beiau Abschied von Konistantiuopel den Sultan ein- geladew, ihn in Berlin zu besuchen, was auch dem deutschen Volk große Freude bere-iten würde.

Br. Berlin, 24. Okt (Eig. Drahtbericht, zst.) In. der hiesigen türkischen Boffchgft lag heute noch keinerlei Meldung vor, die die Nachricht oon einer Reise des Sultans nach Ber­lin bestätigte, -doch wird, so meldet derLok.-Awz.", eine Deutschlandsahrt des Khalisats keineswegs für aus­geschlossen geholten, so auhergewöhnlich es auch gewor­den ist daß ein Sultan fremde Länder besucht Seit ' bi* kriegerischen osmanischen Wellen zmn Stillstand geLomme»