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Berkas Lmrggaffe 31

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SS«Ner-H»!le gtJftm, van 8 lldr mngntS bis 7 üftr a&ents.

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«r,»,S-PrciS für tieis e RuSgsbcn: M. 1. mMMtlufi, Mi 3. «ierUIjährlich durch bcn Sgerla« Langgaffk 81 , ohne Bruiu^rlohn. Mi 4,83 «ierteljährlich durch alle deutschen PastMisialten, uuSschlietzüch Keslellgeld- Bezugs - Äefte«»ngen nehmen «utzerdcm entgegen: in Wiesbaden die Lweinitelle Bis ' 1», i»wie die Aurgudeüeücn in allen Teilen der Stadt; in Biebrich: die dortige!

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xadeftellen uu» in den benachbarten Laekdvrtcn UN»

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im Rheingau die betreffenden Tagtziatr- Träger

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Kleiner Anzeiger"

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Berliner»bteilunz desWi-sb.denerTagblatts: Berlin W. f PotsdamerStr.121 K

Sprwfht * Amt Piitonhi ft 2 ft 211 . 8203 .

Für die Ylufrnchme vsn Anzeigen an vorgeichriebenen

Dienstag, 16. Oktober 1917.

Die siegreiche Landung «uf Gesel.

Die fvreub? unserer Gegner über die bedauernswerten Vorgänge in der deutschen Flotte und die Hoffnungen, daß dadurch die Kampfkraft unserer Seestreitkräfle Schaden ge­litten hätte, sind schnell zerronnen. Wir haben ja niemals daran gezweifelt, daß die Vergehen der deutsche» Matrosen nur einen ganz vereinzelten Fall betrasen, und daß die Ge­fechtskraft und der gute Geist der Flotte unerschüttert ge­blieben ist. die Entente glaubte aber darin, wie ihre Presse- äußernngen deutlich zeigen, den Beginn des deutschen Zu­sammenbruchs erblicken zu können. Zu derselben Zeit aber, da die feindlichen Zeitungen diese falschen Darlegungen brachten, donnerten bereits die deutschen Schiffsgeschütze gegen die russischen Befestigungen auf der Inselgruppe von Ösel und zeigten aller Welt klar und deutlich, daß die deutsche Fl-tte heute ebenso kanrpfkräftig ist, wie zu Beginn des Krieges, und mit Freude die Gelegenheit wahrnimmt, um dem Gegner auf den Leib zu rücken. Der Heldengeist von Coronet und den Falklandsinseln, von Helgoland und vom Skagerrak herrscht unverändert und hat auch durch die lange Dauer des Krieges keine Einbuße erlitten.

Die Inselgruppe von Qsel und Dago liegt am Sttrgang des Rigaischen Meerbusen? und bildete einen wichtigen S t ü tz p u n k t für die russische Flotte und das russische Flug­wesen Sic liegt auch unmittelbar vor der Ausmündung des Finnischen Meerbusens, in dem Kronstadt und Petersburg liegen; von ihr aus ist auch der Bottnische Meeibusen und die Küste Finnlands lercht zu erreichen. Diese Lage gestaltet die Inselgruppe zu einer marine st rategischen Position ersten Ranges, deren Besitz von entscheidennder Bedeu­tung für die Beherrschung der Ostsee ist. Von ihr aus kann der Eingang in den Bottnischen und Finnischen Meerbusen leid? 1 , gesperrt werden, sei es durch leichte Seestveitkräftt, die auf den Inseln nahegeiegene und gesicherte Stützpunkte be­sitzen, sei e? duecb AuSlegen von Minen, was von den Inseln aus leicht erfolgen kann. Dre ausgelegten Minen­sperren können auch von dort auS wirksam verteidigt werden. Es ist klar, daß durch diese Maßnahmen die Tätig- kei. der russischen Flotte außerordentlich eingeschränkt, wenn nicht gar aönzlich verhindert werden kann. ..Bisher tagen alle diele Vorteile auf russischer Seite, die. im Besitz dieser be­festigten Inseln, nicht nur die Tätigkeit und das' ungehin- derte Auslaufen ihrer Flotte ermöglichten, sondern gleich­zeitig auch den Zugang in den Rigaischen Meerbusen und damit nach Dünamünde und Riga selbst verhinderten. Mit der Einnahme von Riga war cs besonders wichtig, den See­weg dlntbin zu öffnen. Russen und Engländer hatten die große Bibevtt'.ng dieser Inselgruppe richtig und rechtzeitig er­kannt und sie besonders stark befestigt und ausge- baut Nc-ch Ausbruch der russischen Revolutton waren englische Streitkräfte zur Besatzung herangezogen, und noch vor kurzem war berichtet worden, daß die Verte'., digmtgsankageu unter englischem Befehl stehen sollten. Aber auch dies Hai den Ersclg der deutschen Waffen nicht zu hin­dern vermocht

Das Untornehmen stellt ein erfolgreiches Zusammen- wirkei' von See- und Land stDr i t k r ä f t e n dar, und bezeichnet die erste Landung, die in diesem Siege von deutschen Truppen an feindlicher Küste unter dem Schuhe und der Mitwirkung der Flotte erfolgt ist. Ein neuer Be­weis für die einheitliche Verwendung aller unserer Streit- kraste zu Wasser, zu Lande und in der Luft, zu dem gemein­samen Züle der Niederringurn; des Feindes.

In ganz Deutschland und in den verbündeten Landen wird dieser neue Ersclg der deutschen Wissen mit größter irrende und Bewunderung ausgenommen Iverden. Unseren Gegnern zeigt er von neuem unsere gewaltige Stärke u n b Macht, er widerlegt alle falschen Ausstreuungen von dem Beginne unserer Ermattung und wird auch im Innern ein erneuter Ansporn sein, die Entbehrungen und Leiden des Krieges geduldig zu ertragen und die ganze Natton in der Absicht des Durchhaltens bestärken. Die siegreichen Taten urckerer Waffen sind die besten Antworten auf di« letzten Kriegsredcn der Entente. Nicht Worte, sondern Taten entscheiden den Krieg. Unsere militärische Lsge hat sich noch günstiger gestaltet, als sie cs schon vordem war, so daß wir voller Vertrauen der Zukunft entgegensehcn kennen.

weitere Einzelheiten.

(Don unserer Berliner Abteilung.)

I-. Berlin, 15 . Oft. (Eg. Dvcchtboricht. zb.) Wer die Landung ans de: Jnf«l Ösöl liegen ausführliche Nachrichten noch nicht vor. da eine Ämbelvarhsirdung vorläufig nicht besteht. Immerhin weiß man an amtlicher Stelle Einzelheiten über den Verlauf der Expedition. Wie f ch w i e r i g da? Unterneh­men war, geht daraus hervon, daß die Iiusssn rings um die Infel nicht nur die üblichen Minenfelder angolegt, sondern «ch irreguläre Minen gestreut haben, so daß «ine An» Näherung fast unmöglich schien. Dazu kamen die Untiefen, die Öfel umgeben. Besonders eine lo Seemeilen vom Land entfernte Untiefe, über die eine Orientierung natürlich nicht möglich war. 'da sie von den Küstengeschützen beherrscht wurde. Auch das Wetter in dieser Johneszsit ttug dazu bei, die Un- teruichuusig schwierig zu ggstatten. Trotzdem mußte unsere $eerottetti Hg versuchen, irösfen wichtigen Punkt in die Hand »u b d o amaL der mit fernen Küstenbefestigungen, Flotten- WWsMlMM WA AtzlWßWMMiEM 4MB £14

Morgen-Kusgabe.

Flankenbedrohung für unsere in Irland stehende Armee bedeutete. Wie sehr die Alliierten die Wichtigkeit die­ser Punkte erkannt haben, geht daraus hervor, daß sie die Befestigungen unter englischer Leitung vornehmen ließen. Offenbar traute man den Russen nicht die nötige Zu- verläfsigkeit zu. Unter diesen Umständen war die Aus­schiffung im Norden der Insel ein überaus gewagtes und schwieriges Unternehmen. Wenn sie trotzdem glücklich durch- geführt werden konnte, so ist das der glänzenden Wir­kung unserer Schiffsgeschütze zu danken, unter deren Feuer die russischen Küstembatterien zrrsammrnbrachen. Un­sere Truppen, die in der Tagga-Lacht-Bucht an Land gesetzt wurden, werden von der Obersten Heeresleitung wegen ihrer Marsch- und Kampsleistungen aufs höchste gelobt. Die Überraschung des russischen Kommandanten von Ösel w r voll­kommen gelungen. Trotzdem stellten sich bei K i e l k 0 n d die feindlichen Truppen zu einem Gefecht, do>J äußerst heftig verlief und uns Gefangene und auch Geschütze einbrrchte. Mer d-e Einzelheiten liegen noch keine genauen Ngchiichten vor. Der Vorm-avsch wurde in östlicher Richtung auf dos schi'iellste fortgesetzt, so daß bis zum 14. Oktober der ge­samte W e st t e ' l der Insel in deutschen Händen war. Fn dem eingenommenen Arensburg wurde eine deut­sche Flivgsrstation e: richtet, die jetzt zur Unterstützung unterer Riga-Armee dient. _

Die Hauptstadt vsn Gsel erobert!

Oer deutsche Kbentzberrcht vom 15. Oktober.

W. T.-B. Berlin, 16. Oft., abends. (Amtlich. Dralstbericht.) Im W e st e n keine größeren Kampfhandlungen.

Ar ens t ut g, die Hauptstadt van Lfel, ist in unse­rer Hand. _

varstesiung des russischen Marknestabs.

W. T.-B, Petersburg, 15. Oft. (Drahkbericht. Peters­burger Teilegrapheuageutur.) Der Marineftcck teilt mit. daß der Gazner seit seiner ersden Landung auf der Insel Ösel bis zum 13. Oktober, vormittags 10 Uhr^ den Widerstand unserer Truvpen habe brechen und von dem ganzen nördlichen und östlichen Teil halbe Besitz nehmen können, indem er sich bis 12 Werst Avensburg näherte und die russischen Tvuppen noch immer die HaWinfel Sworde- Z e r e l besetzt hielten. Gegen die Insel Dag» habe -ber Fomd nur Demumstrat'on geniacht, ohne sie zu bchetzen.

W. T.-B. Petersburg, 15. Oft. sDvachtbericht.1 Das Marin eminisierium teilt zur Landung auf der Iufel Os»I ergärizend mit: Im Laus des 11. Oktober gelang es den, Feind, einen T e i l d c r I n s e l zu buchen. Die Kampfe 'dauern noch an. Beträchtliche Stt-eitkräste deckten die Lau- -duug. Zugleich mit diesem Ereignis begannen einige feind­liche Schiffe den Kampf mit einer unserer Küstenbatteri'en aus der Insel Dagö. Vier feindliche Torpedoboote wurden versarckt. (Dies ist unzutteffend; nach unserem Heeresbericht vom Sonntag hat urffere Flotts keine Verluste erlitren. Die Schriftth Ein feindlicher Kreuzer zerstörte un­sere Daltcrien vollkommen, was dem Feind gestattete, sch.vmhe Kräfte zu landen, die jedoch bald gezwungen wurden, aus die Schiffe zurückzukehren. Einige feindliche Torpedobocte drangen zwischen der Insel Ösel und Daqö in t»cr Richtung M 0 h n s u n d ein, begegneten aber starkem Feuer unserer, Torpedo- und Kanonenboote und wurden gezwungen, auf das hohe Meer zurückzukehren. Am Morgen des 12. Oklober leisteten unsere Schiffe den feindlichen Schiffen, die zwrschen de» Inseln und unsere Gewässer eindringeu wollten, erfolg- reichlen Widerstand. Während der zwei Tage andausrnden Geschühkämpfe waren unsere Verluste unbedeutend und die Bsmannunyen der Schiffe lieferten Beweise von Mut, Tatkraft und Opftrfteudigkeit. Zugleich mit dem LwnsungS- manöver fuhr der Fernd fort, die Küste von Kurland und die Landenge von Jrbst von Minen zu säubern.

Prterslmrgcr Wcheruse.

W. T.-B. Petersburg, 15. Oft. (Petersburger TÄegra- phenagerrtur.)Rußkaia Wolja" sagt zur Landung auf Ösel. Die Geschichte führt uns nach Golgatha, aber vieLetcht finden wir nufere Aufvrstebung wie 1812. ^Rfetsch ' klagt als Grund des Unheils nicht bloß die schlechte Sicht cm wie der amtliche Bericht, sondern auch die beifpiellose politische Leichtfertigkeit der Führer der russischen Demo­kratie. Die sozialisttscheWolja Naroda" erinnert daran, daß Kerentki aus der Moskauer ZusamrmenTrurft vor dem deutschen Schlag gegen die Osts« gewarnt hat, aber die Warnung van dem Maximali stensührer Trotz.ky als ein un­würdiges politisches Manöver hingestellt wurde. Das not­wendigste sei ein unettb-ittlscher Kamps gegen den M a x i m a - l i f m u 8.Djen" erklärt, die maximalistischen Bestrebungen, die in letzter Zeit bei 'der baltischen Flotte zntage.getreten seien, trugen zweifellos zu dem niederschmettcrniden Erfolg der Deutschen bei. NurJSwesttja", das Organ des Arbciter- und Soittatenrats, findet in dem Unglück auch ein gutes; denn die Nachricht von der Lemdung ksnnne in demselben Auyem- blick, wo Rußland von den Unruhen inder deutschen

i Flotte Kenntnis erlioltem habe, und zeige, wie gesährlich und unbegründet täuschende Vorstellungen von dar einge-

de» cher-nde» foen.

Nr. 527. * 65. Jahrgang.

Das Erschrecken in den Ländern der Entente.

Genf, 15. Oft. In den Ländern der Entente rief die Nachricht von der Landung der Deutschen aus Ösel und Dagö offensichtlich starken Eindruck hervor. Von den italie­nischen Blättern sprichtCorriere della Sera" die Hoffnung aus. daß es der russischen Flotte gelungen sein möge, sich rechtzeitig mrS dem Golf von Riga zurückzuziehen. Der mili­tärische Mitarbeiter des Blattes hält die Offensive der deutschen Truppen a.n f Petersburg immerhin wegen der vorgerückren Jahreszeit ftir wenig wahrscheinlich, dagegen sehr wvbl für möglich, daß die Deutschen sich des Hafens von R e v a l als Stützpunkt ftir zukünftige Operationen bemäch­tigen wollen.

Das Zriedensproblem.

Eine Professoren-Kundgebung zu der Kricgsziclsragc.

L. Berlin, i5 Oft. (Eig. Drahtbericht zb.) Pcoftssor Hans Delbrück und 48 andere ordentliche und außerordent­liche Professoren haben an den Kanzler folgendes^Tele­gramm gerichtet:Wir Professoren der Universität Berlin halten es. um entgegengesetzten Bestrebungen nicht allein da? Wert zu lassen, für unsere patriotische Pflicht, Eurer Exzellenz zu erklären, daß uns die Voffchaft vom 12. Dez. und die jetzt auf die Papstnote vom Deutschen Reich und seinen Bu'.'desgenossen erteilte Antwort eine geeignete Verhandlungsgrundlage zu geben scheinen, um einen mit Sicherheit und Ehre und eine große Zukunft Deutschlands gewährleistenden Frieden zu erreichen." +

DerWiener Graf der Tschechen".

Er. Berlin, 15. Okt. (Eig. Dralstbericht. zb.) Die Deutsche Zeitting" bringt in einem Leitartikel die folgende recht beachtenswerte, aber offenbrr tendenziös stark gefärbte Meldung:AuS Wien kommt die ve-bürgte Kunde, daß der Rann, der im Begriff ist, die gesamte Diplomatie der Mittel­mächte endgülttg inS Joch seines FriedenSgcdankenS zu spannen, in Berlin deutliche Erklärungen im Ver­zicht s i n n e verlangt hat, und zwar besonders bezüglich des Westens Weiter wird uns berichtet, daß genannter Ottrkar" mit dem Kanzler nicht gut verhandeln könne, t: lewege sich-nur itt allgemeinen Redewendungen, und des­halb pcistehe sich derWiener Graf der Tschechen" besser mit einem anderen Bewohner der Wilhelmstraßc, der auf dwsen Wink alsbald nach Wien fuhr. Auf diesen ehrgeizigen Mann ist jetzt des Reiches Hoffnung gestellt."

Tagesberichte unserer Verbündeten.

\y. T.-B. Wie,,. 15. Okt. «Trahtbericht.) Amtlich verlautet vom 15. Oktober, mittags:

Östlicher Kriegsschauplatz und Albanien,

Im Bereiche der k. und k. Truppen keine brsend-cren Er­eignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Bei andauernd ungünstigem Detter kam e-3 auch gestern nur auf dem Monte San Gabriele und im - D> t p p a a, t a I e zu erhöhter Kampstätigkeit. Untern-Hmungen unserer Sturm­trupp» brachten Erfolg. Italienische Vorsiötze wurden a b g e. wiesen.

Der Thef des Generalstabs.

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w. T.-B. Konstentilropel, 14. Oft. Amtlicher Tagesbericht: Sinai front: Müßiges Artilleriefeuer und Patrouillrn- tätigkeit. Persien: Eine feindliche Kavillerieabteilung, die, vcn der Grenze herkommend, den Sabfluß zu über­schreiten versuchte, wurde durch unse:eu Gegenangriff zurück- getrieben K a u k asu sßr 0 n t: Im Zentrum erbeuteten wir in einem für uns erfolgreich verlaufenen Verpoiten- gesecht Ausrüstungsstücke und Material. An den übrigen Fronten keine Ereignisse von Bedeutung.

Oer sozialdemokratische Parteitag.

(Von unserem Sonderberichterstatter.^

S. Würchurz, 15. Oft. (zv.) In Wüczburg ist heute, nachdtm am Sonntagabend die übliche Begrüß lugsversamm- lung und die Wahl der Präsidiums vorauSgegaugen war, der sozialdemokratische Pacte-tag eröffnet worden. In dem alten Stammlokal der Würzburger Genossen sind 400 Dele­gierte und etwa 80 Reichstagsabgeordnete zusammengctreten. Die Unabhängigen fehlten nicht ganz. Am Pressettsch sieht man den Reichstagsabgeordneten Vogtherr. Die um Hoch und D i t: m a n n sind natürlich vollzählig ver­treten. Der Auftaft am Sonntag in der Erüffnungssitzuarg. m der E b e r t (Berlin) und Auer (München) zu Vor­sitzenden gewählt wurden, hielt sich im üblichen Rahmen. Die Begrüßungsansprache Eberts wiederholte und unterstrich dir scharfe Absage oer deutschen Sozialdemokratie >rn die Regierung des Reichskanzlers Michaelis und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die gemeinsamen LebcnSivteressen der Arbeiter aller Länder doch bald den Haß und Vernich- tungswillen vernichten werden.

Die Montagssitzung begann mit Verlesung von Be­grüßungen, darin ter von den Feldgrauen an der^ West­front, vcn den österreichischen Genossen usw. Dann erstattete Ebert den Bericht des Parteivorstandes. Er ver­teidigte ausführlich unter Berusting auf den alten Liebknecht und auf Kautzktz die Bewilligung der Kriegskredifte