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Verlag Langgaffe(X

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Montag, 1. Oktober 917.

wieder ein Zltgerangriff auf Lordon.

An allen Fr-ntcn keine grsere Kampftittgkeit.

Ver Tq. .»bericht ven 30. September.

\V. T. I. GrotzeSHautqnartier, 30. Sept. (Amtlich.) ' , .

Westlicher KrirrSschauPlatz. . f-eereSgruppe Krorrinz Ruppreckit.

Bei uigünstiger S i! t blieb bei alle« Armeen die GrfechStätigkeit geringer als an den Bortagen.

In F o n d e r n war Artillerirseuer an , der Küste un.' abends von der B'r bis zum Kanal Comrnes- >pern tark. Vorstotzent englische ErkundungS-

'btrilursien wurden an 'mhreren Stellen abgewiesen. Vor 8 r r d u n war, vn vorübergehender Fcuer- steigerutt abgesehen, die Kmpftätigkeit mistig.

Unsre Flieger griffen ereut die Docks und Speicher in Lordon sowie R.ruSgate. Sheernep und Marg.te an. Wirkung er Bomben war an Bran- drn eren«bar Die Flugeuge find samtlrch unbc- schädigtzurückgekehrt. ,

Lstlicher KE«scha«Platr.

Kein größeren GeseötShandlungen.

Mazedo-lscbe Front.

Zwiche« Ochridasee ,nd Cerna war daS Feuer lebhafte als sonst.

j)cr Erste Generaiuartiermeister: Ludendorff.

verd«' 1 ^«ktd«n»b?richtv»wSY.Se»tembar.

Berlin, 30 Sept. abunds. (Drahtbericht. Amtlich.) 'ÄV^^ve sentichrn Er eignisse

Die ^/stabsmeldung.

Ei« Seegefeck U 1 lcr ll°ndrischen Küste I 4 Dampfer nb Segler versenkt.

W T-B Berlin 29 - (Amtlich.) 1. A«

2S September früh df *? n . unserer Torpedo-

boote nach einer P.»«illenfahrl vor der flandrl- s ck e n K ü st e auf e überlegene Zahl semdlichcr Zcr- störer, die unter F,-er genommen wurden, ^m Ver­laufe des Gesätes -«'d- auf emem der Zerstörer c,ne starke Detonation st°bachtet. Unsere Boote erlitten keine Beschädigung 'der Verluste.

2. Neue U-Boc^°^ '7 Ärm.lkanal und A t I a n t i s ch e » O z e a n: 4 Dampfer, 8 Srglrr, l ffischrrsab'-l-ena' darunter dee bewaffnete cng- lffcke Damwer ^eta" mit 3300 Tonnen Kohlen, der bevasfnete s anzösische DampferSt. Fagues" m,t 4 MD Ton e e SV hlen, ferner die englischen Segler <W : A. Rosa", .Man,", .,Mary -Orr".

.Wtn-" Lilv"oane Williamson" undWilliams" L,'* de« englische Fischerfahre,engRosa Crost". Von hm versenkten 1 englischen Seglern hatten zwei Ton- «de, die ubrigl . Kohle« geladen.

Dei Ehef des Admiralstabs der Manne.

Am E"de der englischen Serherrschast.

W T.-B Serlin, 30. Sept. Nach bin letzten Mel- hincKT von b- Saloniki-Front herrscht dort allgemein de'' E '»ck atz es aus und vorbei mit der englischen Seeherrichaft H Ll o y d G eorgeS groß- kprecherisch«' Reden sollten offenbar nur zur Beruhig iH g deS eigenen Lande? und zur Benebe- lung der Ne tralen dienen. Es ist allgemein üblich, datz dieienigi' Ententesoldaten, di? nicht von Griechen- land aus der Küste entlang über Santa Quaranta und Tarent reiie können, lieber auf jeglichen Urlaub in die Heimat verz w da sie die so bedeutend gesteigerte Gefahr,> oeiiert zu werden, fürchten.

Ein sch- bisher Dampfer von den Engländern aufgebracht.

W. T. Kopenhagen, 29. Sept.Berlimysike Tibende" »-ckdet aus >tm: Der schwedische DampferBerg / r, vcn S tprban noch Goeteborg mit 2000 Tonnen Kohlen r, p« jch, e-sche-! Stontslxrhnen, «st von den Engländern \ tzxr Nor L s^e au h ebracht worden.

1 a englischer Bericht über den vorletzten Fliegerangriff.

>V. Dm London, 28. Sept. (Amtlich.) Die Süd- w e st k ü s K angreifende Flugzeuge wurden abends von verschiede!« Stellen läng? der Küste von Sufsolk, Essex nncA- ent gemeldet. Die Mehrzahl wagte sich nicht ttes a das Land hinein. Einige wenige, die Lon don zl'sttelhrn, konnten die Hauptstadt nicht erreichen. Es werdÄBombenabwürfe von Sufsolk, Eisex und kdent gem >et. Über Todesfälle und' Sachschaden ver­lautet nt *

Morgen-Ausgabe.

Die Lage im Weste».

Ohne die Rusiru der Sieg eine leere Phrase."

W. T.-B. Bern, 29. Sept. In derHumamte" führt Gvm-.it aus, ASauith habe den Willen der Entente auSge- zeichmt zum Ausdruck gebracht, -aber der militärische Steg «,1 die Vorbedingurrg zur Du'chsührung dieses Willens. Man täusche sich, wenn man auf den wirtsch-rftlichen Druck rechne, um dem Feind wichtige Forderungen cruizlMngen zu können, so grotz auch die Folgen de« Wirtschaftskriegs sein könnten. Zum Steg aber '«i die tatkräftige Mithilfe der Ruhen notwendig. Mt den Russen sei bei Sieg sicher, ohne die Russen sei er eine leere Phrase. Di e Nachrichten aus Rußland, di« die .Zensur so sorgfältig durchsiebt, ließen rmmer mehr erkennen, daß die Marincalisten denrnächst ans Ruder gelabten. Daraus müsse man vorbereitet söin. Die Sozia­listen hätten durch die Ttockbolmer Konferenz^ die Mar'malfften füe die Sache der Entente gewinnen können. Ob "es ein qutes oder schlechtes Mittel gewesen wäre,^ darum handele eS sich nicht, so: dein darum durch welches Mittel die französische Regierung und die Regierungen der Entente- lander die 'unumgänglich notwendige Mtwirkung Rußlands sich w-erden sichern können.

Eine peffimistischr französische Ansterung. ^

W. T.-B. Rotterdam, 2®. Gept. Nach demNieuwe Rotterd. Courant" veröffentlicht der bekannte Publizist Dr. Di klon in derFortniabtly Review" «inen sehr pessi. mistischen Artikel über die allgemeine Lage. in. dem « u. a. die Frage stellt, ob «in Sieg di« Opfer, die die Entente dafür -bringen müßte, überhaupt wert sei. Bezüglich Elsaß-Lothringens schreibt Dr Dillon, auf die Bevöl­kerung der beiden Provinzen könne man nicht rechnen. Sce würden sich, wenn man sie abstimmen lasse, nicht für den Anschluß an Frankreich erklären. Man dürfe _ auch nicht hoffen, daß ein demokratisiertes Deutschland ktsoß-Lothringeu cm Frankreich zurückgeben würde. Und die Znruckgewinnung der beiven Provinze» durch Gewalt werde eine ebento schwierige Aufgabe sein. <«lS wenn man die beiden Mittelmächte rn Stücke reißen wollte. ES fei fraglich, ob die Kosten, di« man dafür bezahle, noch amen Gewinn übrig lassen würden.

Die Vorbereitung deS neue« WinterfeldzugS in Frankreich.

W. T.-B. Bern, 29. Sept. Der H e er es a u Sfch u h leS französischen Senats unter dem Vorsitz van klomenceau erörterte di- Frage der Verproviautierung des Winterfeld- zugs. Ehcron erstattet« den Bericht über die B>erpraviontie- ruug deS Heere« und des Landes mit Getreide und betonte die Notwendigkeit der weitestgehenden Sparsam­keit im Verbrauch angesichts der ungünstigen dies- jährigen Ernte. Di« Regierung solle über die Frage demnäckzst von dem Ausschuß gehört werden.

Nr. 499. . SS. Jahrgang.

Gerichtliche Verfolgung der Lnadtagsmitglieder.

W. T.-B. HelftvgforS, 29. Sept. Einer amtl'chen Mt» teilung zufolge hat der 'Äeueralgiuverneur befohlen, den Präsidenten und die Mitglieder des Landtags, d,e m,t Ge­walt in den aufgelösten Üaadtcg etnzedrringen stnd und dort eine Sitzung abgeh Uten haben, gerrchtlich zu ver­folgen.

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Der Kaiser beim Karpatbenkorps.

W. T.-B. Berlin, 89. Sept (Amtlich.) Am vor- letzten Tag seiner Reise durch Runiäni'w und dre Buko­wina besuchte der Kaiser das deutsche Karpathenkorps südlich Tschernowrtz. In Begleitung des Kaisers be­fanden sich der Heeresgruvpenführer Erzlxerzog ^osepy mit seinem Generalstabschef General v. Seeckt und der General v. Köveß, Führer einer österreichischen Armee. Am 28. September hat der Kaiser die Rückreise von Kolomea aus angetreten.

Zusammentreffen des Kaisers mit Kaiser Karl.

XV. T.-B. Berlin, 30. Sevt. (Drahtbericht. Amtlich^ Der Kaiser traf auf der Rückreise von der Fahrt durch Rumänien, Siebenbürgen und die befreite Bukowrna und Galizien auf der österreichischen Grenzstation Dzieditz mit Kaiser K rrl zusmnnien, in dessen Be­gleitung sich u. a. auch der Generalstabschcf v. Arz und der deutsche Bevollmächtigte General v. Cxamon befan­den. Kaiser Karl begleitete den Kaiser über die Grenze, bis Oderberg. Beide Majestäten sprachen sich, äußerst befriedigt über dieses Zusamnientreffen aus, eine neue Gelegenheit, die volle Übereinstimmung ihrer politischen und militärischen Ansichten festzustellen. ^

Neue erbitterte Kämpft an der ZsoiMfroitt.

ch'lerreichisch-ung arischer Tagesbericht,

XV. T.-B. Wien, 30. Sept. (Drahtbericht.) Anrtlich verlautet vom 30. Septeniber, mittags.

Östlicher Kriegsschauplatz und Albanien. Unverändert.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Der Düdteil der Hocksiläche pon Bainsizza-Heiligen Geist und der Monte San Gabriele rvurden gestern wieder zum Schauplatz erbitterter Kämpfe. Di« Italiener drangen nirgends vor.

Der Chef des Generalstabs.

Der Brietz gegen Nutzland.

Die Absperrung Petersburgs.

W. T.-B. Petersburg, 29. Sept. (Meldung der Peters­burger Lelegraphen-Aqrutur.) Der Milstärgouverneur oon Petersburg hat verfugt, daß jeder ohne besondere Ermäch­tigung der örtlichen Behörden m der Hauptstadt eintreffende Rersende mit einer Buße von 3000 Rubeln oder 3 Monaten Gckängnis belegt werden soll. Die Verfügung hat ihre Ursache in den VecpflegungSschwiectgkritea.

Eine pessimistische englische Schilderung der Lage.

W.T-B. Amsterdam, 29. Sevt.Hrndelsblad" zufolge gibt der Beiichterstatter desDaily Chronicle" in Petersburg eine sehr pessimistische Schilderung der Lage Rußlands. Die Krise schleppe sich infolge der großen Ermattung, die der lange Krieg und die Unterdrückung unter dsm alten Regime mit sich gebracht hat, i u S E n d l o s e fort. Es herrsche allge­meine Müdigkeit infolge der Sch oiecigkeiten, die daS städtisch« Leben jetzt mit sich bring«; infolge der steigenden Preise und deS Lebe.iSmsttelm rngrls steigere sich ruch dir allgemeine Unzufriedenheit und Enttäusch rüg. Der Zwischen­fall mit Kornilow habe das grgenwättige Mißtrauen noch verschärft und saS Störungswerk vollendet. Die R e g i e r n n g sei nur noch ein Schatten und nur noch die Sotjets verfügten über die wirkliche Macht.. Das Ansehen Kercr Ski« bobe obgenommen uno er wett« nicht kräftig genug i'iiterstntzt, weder von rechts, noch von links. Der Bericht- erstaiter scbließt: So leben wir, von Tag zu Tag umgeben von Gerüchten und Traumbildern, in allgemeiner Nieder- geschlapenheit, die von Zeit zu Zeit zu einem wahren Alp- druck wird.

Eine Sitzung des finnischen Landtags.

W. T.-B. Petersburg, 29. Sept. Die Petersburger Tele- graphen-Agentur meldet aus Selsingfo:S: Nach Abnahme der Siegel von den Türen zum SitzungSsral deS Land­tags durch den LandtagSpräsiderten hielten 80 fojirldemo- kratiscke Abgeordnete eine Sitzung ab. in ivelcher die Ge­setzentwürfe über den achtstündigen Arbeitstag, die gesetzliche Gleichberechtigung der Juden, die Ausübung der StaatZ- souveränität durch deu Landtag :ind die Ver-nitwortlichkeit d-S Senats von dem Landtrg angenommen wurden. Das Zentrum und die sttecht« nahmen an der Sitzaug nicht teil.

Das Zriedensproblem.

Eine deutsche Erklärung an den Vatikan.

Br. Rotterdam, 30. Sept. (Eig. Drahtbericht, zb.) Reuter nieldet aus gtom: Nach zuverlässigen Nachrichten von vati­kanischer Seite hat der Heilige Stuhl Deutschland um eine Erklärung ersucht, weshrlo die Antwort auf ine päpstliche Note keine Erwähnung Belgiens vnd der besetzten französischen Gebiete tut. Deutschland hat darauf geantwortet, daß die Annahme der väpsttichen Vorschläge über die Räumung der besetzten Gebiete a cs dem Beschlüsse des Reichstags, bet reffe ad Annerioneu, sich ergebe. Negierung und Reichstag hielten an diesem Beschluss« fest.

Troelstra über die Friedensaussichten.

Br. Berlin, 80. Sept. lE-g. Drahtbericht, zb.) Der hollän­dische Sozialist Troelstra schreibt im ..Vorwärts"' Von meinem Besuche in Berlin im Oktober 1014 ist mir die Erinnerung gcblstben, daß die deutsche Regierung an der Zeit der hoch­gemuten Siegeshoffnung beabsichttgte, Belgien und Frankreich so unter Druck zu bekommen, daß sie genötigt sein würden, sich einer deutschen Vollunion anzuschließen. ES ist von größter Wichtigkeir, daß über die Aufgabe dieser Pläne in der Welt kein Zweifel mehr möglich sei. Wenn eS in der l-corrftehenden ReichstagStagung gelingen sollte, bierüber völlige Klarheit zu schaffen, so wäre d-adurch ein großer, vielleicht entscheidender Schritt in der Nachtuog der Friedensvechanolungen gegeben.

Eine Erklärung Terestschcnkos.

W. T.-B. Petersburg, 28. Sept. lMeldung der Peter», burger Telegraphen-Agrntur.) Der Minister der auswättigan Angelegenheiten Terestscheuko hat Vertreter der Presse emp- fanaen und ihnen die folgenden Erklärungen abgegeben: Die Antworten Deutschlands und Österreich- Ungarns auf die Papstnote beweiseu, daß unsere Fei,ade bei der Weigerung beharren, irgend einen anfrichtig m Schtttt für den Frieden zu tun. Mehrere Wendung an in den Noten lassen glauben, bah die Regierung, entgegen der bekannten Entschließung des Reichstags, nicht auf deudeutschen Frie- ven" Verzicht leistet, der mit deu Grundsätzen von Recht und Gevechttgkett spielt, und daß Deutschland gewisse strittige Fragen als endgültig gelöst unsacht. Eine andere Empfin- düng, die die Note Deutschlands auslöst, ast dre, datz die Berliner Regierumg nür aus der Grundlage der