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Sette 2. Samstag, 11. August 1017.
I®‘ et « en 9t' daß das rnslsMe M den bevorstehenden Prü- MMgM rtt ta Croßzügigen Entschluß, sie zu üHerwinde «vgetz nen wird. Ern« Freiheit, die zusammenigefchweihr ld on E nü^ßerl mch naticm-aln Bereistermüg, wirö nicht der- nrchtÄ v»nL«l Nv'!--n. Diese Freiheit wird das ruffksche Volk onrch Bilut und Leiden einer sorgenfreien Zukunft e-ncheye^uhren und wird ein neues fteies großes Rußland zwm GWck der Menschheit ins Leoben rufen.
Gin Komplott gegen Kcren-ski.
.v ....^ '.^ 61111 ' I0 - ® u 6- (Ei«. Druhtdericht. alb.) „Rußlo ' ^wojpr zufosin ivurdm drei Individuen verhaftet, die einen Morden schtaa auf KerenÄki planten. Die Männer sind Mitglieder eines Geh ei mb und eL. der beschlossen Hut, Ke'venKki #u enmocb-en. SöoSfyreTfb bet Untersuchen«^ cnfl-örtcn die drei. - sie seien Bolschewik! aber die bolschswiki- ftnMiche Zeitung „Rußlo Jaivoljo" gibt selbst zu, daß sie BevufÄprvvvkateure sind. Einer von ihnen gehört der Och ran a an.
vie Lage im Westen.
Abf^rcchendes amerikanisches Urteil über die militärische Lage des Verbands.
Br. Borkig, 10. Aug. Die amerikanischen Offiziere an der Westfront erÄären, nach einer Meldung der „Morning Post", die der „Deutsche Kurier" weitergibt, die militärische Lage des Verbands sei aussichtslos?
Die englischen Verlustlisten.
W. T.-B. Amsterdam, 10. Slug. Die „Times" vom 4. und 5. Augitst verzeichnet englische Verluste von 307 Offizieren und 8370 Mann. '
Der Krieg gegen Italien.
Schwere Meutereien unter den italienischen Truppen.
# Berlin, 10. Aug. izb.) Nach einer Meldung der „Nat-Ztg." haben kürzlich an der italienischen Jsonzofront schwere TruPpemmeuteveien stattgefunden, deren Endziel offensichtlich war, nach dem Muster der russischen zu revoltieren und der Revolution im Laiide zum Ausbruch zu verhelfen- Schließlich sind die Aufrührer nach schweren Zu. sammenstößen mit den Truppen überwältigt und 150 von ihnen erschossen worden. Di« übrigen hatten sich dieser Tage vor dem Mailänder Kriegsgericht in geheimer Sitzung zu verantworten. Angeblich sollen dort gegen 400 Soldaten, 266 Zivilisten, 48 Unteroffiziere, 2 Leutnant? und 1 Mcgor «bgeurtellt worden sein. Die Untersuchungsbchörde will entdeckt haben, daß über die ganze Front ein großes V c r- schwörernetz gezogen ist, das auch mit dem Hinterland tn Verbindung war.
Ein Zwischenfall auf dem Bankett zu Ehren der russischen Delegierten in Rnm.
Br. Susans, 10. Aug. (Eig. Drahtbericht, zb.) Nach erner Bsnkettrede des Ministers Bisolati in Castel Gangolfo bei Rom, in der Bisolati auf das Reformwerk Keren skis tvawk, erklärten die Delegierten de? Arbeiter- und Solda ten r a t s, sie künnt«! ein GMckwnnlsichtilegrasnm an den Diktator nicht unterschreiben, La ihnen zurzeit der Stand der inneren Verhältnisse Rußlands nicht genügend bekannt sei. In ihren ErwcherungSreden stellten dann die Russen Lenin nicht als Verräter, sondern als tveltnsmden .Idealisten dar.
Oie Ereignisse in Griechenland.
Benizclos trägt sich mit Diktaturabsichten.
W. T.-B. Athen, 10. Aug. (Meldung der Slgenee .Havas.) In der bewegten Sitzung de: Deputiert-nkammer hielt der Ministerpräsident Benizelos eine Rede, in der er die Machenschaften, die die gegenwärtige Lage hettxügesührt 'haben, vl-rdammte und hinzufügte, er sei entschlossen, außer- ortoniliche Maßnahmen einzuleiten und, wenn nötig, selbst hu: Diktatur zu greifen, um alle Maßnahmen zu bekämpfen, die sein Werk stören könnten. Er schloß mit der Erklärung, er sei sicher, die große Mehrheit des Volkes für sich zu haben.
Wiesbadener Tagblatt.
Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt. Nr. 405.
r«t deutlet!« klbenöbericht vom 10. August
\V. T.-B. Berlin, 10. Aug., abends. (Amtlich. Drahtbericht.)
Die heute morgen in Flandern zwischen der Bahn Dpern-Ronlers und Hollcbecke vorbvecheuden starken Angriffe der Engländer sind gescheitert.
Im Casinu- und Oftotztal und in der westlichen Moldau erfolgreiches Vordringen unserer Truppe«.
Av§ den verbündeten §taaten.
Der deutsche Nationalverband und die Paelamcntarisierunqsabsicht.
W. T.-B. Wien, 10. Aug. Der Vorstand des deutschen Nationalverbandes I>at gestern die Stellungnahme des Nationalverbandes zu den Parlnmentarisieruugsabsichten, die dom Ministerpräsidenten gehegt, aber nicht durchgeführt werden konnten, erörtert. Der Nationalverband wird seine künftige Haltung zur neuen Regierung stets nach ihrem Verhalten zu den die Deutschen berüheenoen Fragen einrichten. Werrec verlangt der deutsche Nntionalverbrnd, baß der Kampf gegen die bisherige Slusbeutung der Bevölkerung mit oller Kraft geführt werde, daß alle organisatorischen Maßregeln zur Verbesserung der E r n ä h r u n g s v e r b ä l t - nrise gefördert und die bisherige Zensurpraktik beseitigt werden.
(17. Fortsetzung.)
Nachdruck verboten.)
§rau Isabellens weg.
Roman aus dem Elsaß.
Bon H. Schede-Heller (Stratzburg).
Die Häuser der kleinen Ortschaften, an denen der Zug vorüberfuhr, lagen wie eingepfercht in dem engen, langgestreckten Tal und drängten sich verzweifelt nah an die hinter ihnen aufragenden Felswände. Die Dächer senkten sich tief über das Manenvrrk und aus den kleinen Fenstern lugten neugierige Kinder, die mit ihren Händen deni Zug zuwinkten.
In dieser weichen Abendoeleuchtung, vom offenen CoupKfenster aus, lonrde alles zuni Bild. Die klap- £ernöe Mühle mit dem weißschäumenden Wasser zwischen den Buchen und Platanen. Die Bäuerin, die über wie Straße ging. Die Kinder, die auf der ü i-fe spielten.
J etzt ragten arich zur Rechten des Zuges die hohen, ichroff ausgezackten Felsen der „rouher du duible", in denen zwei Liebende, die vor dem Zorn des Vaters fluchten mußten, versteckt lagen. Es hieß, daß man an inandkwren Sommernächten in der Luft die Lieder zit- tern hörte, die der Geliebte aus seiner Geige spielte. Basels horchte unwillkürlich auf. Ob die Weisen noch wnten —, oder war es der Wind der in den Bäumen Harste?
' Über den Felsen, auf den .Halden, die hoch oben auf oen Berghangen zwischen den Wäldern grün schiinmer- l ten, l agen die Melkerhütten und Bauernhäuser mit ihr« freundlichen roten Dächern, denen leichte Rauch-
wölken entjdeg«!.
J^t taucht e auch der Fürsienwald auf mit seine,i schwarzen Tannenbänmen. Dunkel und drohend erhob er sich dicht hinter der Landstraße. Tie Bauersleute hie d^t worbeikmnen, bekreuzten sich ängstlich und bete-'
und Barthels e rinnerte sich.
Deutscher Reich
Die Schaffung neuer- ttnterstnatssekretariate
Nr. Berlin, 10. Aug. (Eig. Drahtbericht, zb.) Die „Tägl. Rundschau" berichtet: Drc wachsende Geschäftslage in den Reichsamtern hat bereits dazu geführt, daß im Auswärtigen Amt, im Reichsernähchngsamt und neuerdings auch im Reichsschatzamt je zwei Unterst rrtssekcetä^ vorgesehen sind. Auch im Reichswirtschastsamt werben zwei Unterstaatssekre- tare erforderlich sein, da sowohl die wirtschastspolitischen wie sozialpolitischen Angelegenheiten mit ihren dazugehörigen Aufgaben große Anforderungen stellei. Im Rcichspost- amt liegen die Dinge ähnlich. Sluch im Rcichsamt des ^mierii verbleiben noch mehrere umfangreiche Arbeiten, die durch zweckentsprechendk G-schäftsverteilnng nunmehr zwei Unterstaatssekretären unterstellt werden sollen. Gegenwärtig, durch ausgedehnte Verhandlungen des Reichstags und der Ausschüsse die Unterstaatssekoetäre als unentbehrliche Regie- curigsvertreter oft Wochen- und monatelang ihrer eigentlichen Tätigkeit entzogen sind, wird durch die Bestellung von zwei Unterstaatssekretären für die bedeutendsten Reichsämtcr eine wesentliche Entlastung ermöglicht. Ob das Reichsjustiz- amt, das bisher überhaupt noch keinen Unterstaatslekretäc beutzt. nunmehr einen solchen erhält, wird von der Entschei- abhängm jetzigen Staatssekretärs Dr. v. Krause wesentlich
Der Besuch des Grafen Czernin in Berlin.
_ ® cr ** n ' 2lug. (Eig. Dvahtbericht. zb.) Wie der
„L.-A. erfahrt, kehren Reichskanzler Tr. Michaelis und der Staatssekretär de? Auswärtigen Amtes v. K ü h l m a n n wraussichtlich ecit Montrg aus dem Hauptquartier zurück. Der österreichisch-ungarische Minister des Äußern Graf ^2 e r n , n dürfte am 11. August zu dem schon angokündigten Gegenbesuch beim Reichskanzler Dr. Michaelis hier eintreffen und bis zum Aber d des 16. Aug ist in Berlin verbleiben.
Der König von Bulgarien in Coburg. W. T.-B. Coburg 10. Aug. König Ferdinand von Bulgarien ist mit dem Kronprinzen Boris und dem Prinzen Khrill im Srmderzua hier emgetroffen. Um 10 Uhr fand in der katholischen Kirche ein Gedächtnis,wttesdienft für die Eltern des Königs statt ?”r ^5° ,bct die königlichen Prinzen und das Gefolgt
teilnahmen. Sodann verweilten di« Herrschaften kurze Kw- an der Grabstätte der Eltern des Königs '
tl««r rntd 5fette.
P'rftval . Veränderungen. R o r d b a n s (Wiesbadens v ochlm, zum Sei» der Acs. der Felda, t. befördert * A r'c it b t ! derlei,- des Fui-Aegls. Nr. 80 «Stettin), jetzt beim 1. Ecs-Bat d^ ^ut-Nezte. Nr. 172, zum dauptm. mit 'latent vom 15. Jum ^.A7 best,der,. * S n ft me r , 'Pcn.-Maj. trn der Armee, i,,i iüi,Tdenzulepi Kvm icr bl Fel fort -Brig., in Gcnehmizugg seiner Absch» dsgesiiches unter Berleihun, tcs Charakters als «en-Lent ^mit^der^geiehlichen Pension zur 2isp»sltii>n gestel lt.
datz dic kccksten Jungen nicht den Mut gehabt hättcrü nach/s durch den stillen Forst zu gehen, in dem der wv-rl Unheil über die Gegend gebracht hatte, als böses Gespenst herumirrt». Nur denen, die mit dem Leben abgeschlossen hatten, bot der wenig began- genc Wald Schutz vor neugierigen Angen, und mehr als einmal hatten die Forstleute an entlegenen Stellen einen Erhängten gefunden. Das hatte wahrscheinlich noch dazu belgetragen, das Schauerliche dieses Waldes könnt"! o^eN' "ian nur fo abergläubisch sein
Barthels lachte jetzt über diese imbegnindete Furcht. Er gedachte seiner einsamen Wanderungen in Griechen- chnd in der Umgegend von Athen - nachts, wenn der Mond am Himmel stand und si-in weißes Licht auf die Felsen und Pinien floß.
Ein langer Weg trennte ihn von den Jahren, da er über dm Ferien von Straßburg aus zu seiner Tante irst nach Mnrrbeim fuhr, mit dem Beiter Paul Brief- marken sammelte, über die deutsche Regierung sich ärgerte, von dtnimsidme sprach und seine Briefe nach h.ti-u«bourss-.^l8Äee adressierte. Ein Vers fiel ihm
den er der Cousine Marie. Bersts Schwester, ins Album vor der Rückfahrt nach Straßhurg geschrieben hatte:
Vous avez pris l’Alsace et la Lorraine,
Vous avez pu germaniser la plaine,
Mais notre coeur vous ne l’aurez jamais,
Et malgre vous, nous resterons francais!
Er lächelte. Aber ohne Ironie - sie hatten es ja damals so ehrlich gemeint und wirklich geglaubt, daß die Oppositwn der einzige Weg sei. der sich mit der Wurde und Treue eines Mässers vereinbaren ließ,
Jetzt war er über diese Anschauungen hinaus- gewachsen. Nach beendetem Studiuni in Straßburg, München, Berlin hatte er sich vor zwei Jahren einer dentsche'.i Studienreise nach Griechenland angcschlojsen und hatbc eine reiche, rür ieüw ganze Kntnrickii.pg be-
5lu§ Stadt und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
— Der Krieg und der Bevölkerungsrückgang. In wek-- chcm Maß die Geburtenzahl in den Kriegsjähren Qegemiber best letzten FriebenSjahren zurückgetzangen ist, geh: aus folgender einer kircklichen Siatistik Wiesbadens entnommenen Mitteilung hervor: „Die Gesamtzahl der evangelischen Taufen in Wiesbaden belief sich im Jwhre 1916 auf 669, in den vonherigegangenen Jahren dagegen auf 933, 983, 991, 1104, 1173 und 1330." Ta auch die Zahl der Trauungen in den beiden letzten Kricgsjahren immer mehr «lgenommesr hat, ist auch fernerhin mit einem Rückgang der Geburten zu rechnen. Die Gesamtzahl der ^evangelischen Trauungen belief sich in Mesba.den im Jahr 1916 auf 292, gegen 270, 367, 440 und 517 in den Borjahrem Die Verhältnisse liegen natürlich bei den anderen Konfessionen ähnlich.
— Eine Logisschwindlerin. In einem hiesigen Gasihof hat sich dieser Tage ein junges Mädchen einauartiert, das sich Privatieve Grete Weigold aus Köln nannte und gleich ein Zimmer mit zwei Betten nahm, weil angeblich seine Mutter oder Tante Nachkommen wollte. Später suchte es, ohne zu bezahlen und unter Mitnahme Zeines weilvollen Regenschirms, das Weite. Man glaubt, daß cs sich hier um dieselbe Person handelt, die dieser Tage in einem Porzellangeschäft an der Wilhelmstratze einen Diebstahl verübte. Das Mädchen ist 17 bis 19 Jahve alt, von schmaler, kleiner Figur, vollem Gesicht, mit moderner Frisur und ausfallend vollem kastanisn- bmtnesn Haar.
^ — Für 100 Kohlweißlinge 1 M. Der Kohlweißling, der allbekannte weiße Schmetterling, der massenhaft in Gärten und Feldern flattert, ist der Verbreiter jener gefräßigen Raupen, die gegemvärtig unsere Kohlyewächse befallen und zerfressest. Seine Vernichtung ist ebenso wichtig, wie die der Raupem. Um die aus seinem Aufretvn unseren Gemüsefeldern drohende Gefahr zu beseitigen, setzt der KriegZwirr- schastsauÄschuß für das Abfangen dieser Schädlinge eine Prämie aus, indem er für 100 abgelieferte Schmetterlinge 1 M. vergütet. Die Mlieserung hat im Gebäude des Arbeitsamts, Dvtzheimer Straße 1, Zimmer 7, nachmittags von 3 bis 5 Uhr, zu erfolgen. Die Prämie wird jedoch nur an Eingesessene des Stadtkreises Wiesbaden gegen AuSnwiS gezahlt.
— Krlegsanszeichnuugm. Mit dem Eisernm Kreuz 1. Klasse wurden der Osstzierstellvertreter Adalbert Weber, Sohn der Witwe E. Weber in Wiesbaden, der Stabsarzt De. Ernst Vogels- b c r g c r , Chefarzt einer Sanitäts-Kompagnie im Westen, sowie der Leutnant und Kontpagniesührer Hamann SÄulze im Jnf.-Rcgt. Nr. 116, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und der hessischen Tapferkeitsn-edaille, ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse er- hielten: Unteroffizier Wilhelm Pen sch, Sohn des Kaufmanns Phllrpp Peusch in Wiesbaden, der Krankenträger Gefreite Alfred Bogel aus Wiesbaden der Kriegsfreiwillige Adolf Klein ans Wiesbaden, Sohn d«L Botenmeisters Klein beim Landgericht, der Srntift Adolf Bicking, Sohn des Taglöbncrs Joseph Bicking in Wiesbadm, der Webrmann. Peter A st h e i m e r im Res.-Jnf- Regt. 80 und der Wehrmann Gustav Ast heim er in einem Inf.- Regt., Söhne des Maurers Karl Asthetmer in Wiesbaden, der Grena- dt er Heinrich Gabelmann, Sohn des Oberposts»asfners Fritz Gabelmann in Wiesbaden, t«r zweite Sohn der Witwe Henriette Tag in Wiesbaden, der Musketier Th. Wtrth aus Wiesbaden, der Königl. Kammermusiker Karl L e m b , r g e r , der als Gefteitcr in einem Res.-Fußart.-Negt. im Felde steht, der Landstnrmmann Wilhelm För st, langtährlger Kellermeister der Weingroghandlung Wtlb. Bücher in Wiesbaden, der Oberzahlmeister S ch l e t n i n g vom 1. Ersatz-Bataillon Jnf.-Regt. 130, der Drogist Willy Groh in Wiesbaden und der cand. jur. Alfred Noll aus Medenbach, Unteroffizier in einem Art.-Regt., unter Beförderung zum Vize- Wachtmeister.
— Kurhaus. Nach der dankbaren Aufnahme, die dem ersten Frcikonzert im tturhause seitens der K r i c g s i n d » st r i e - A r b e i t e r s ch a f t entgegengebrocht worden ist, hat sich die Kur- Verwaltung entschlossen, weitere Veranstaltungen dieser Art folgen zu lass« Zunächst ist bei geeignetem Wetter für kommenveu Sonntag, abends 8 Uhr, eine größere Veranstaltung volkstümlichen vbaraktet^ vorgesehen, wozu wiederum zahlreiche Einladungen an dtc bezeichnete Arberterschaft ergangen sind. Außer der Kurkapelle wird die hiesige Militärkapelle spielen. Sprinabrunnen und Wasser- k'inste werden m -Tätigkeit treten und das gerade zu dieser Jahres, zeit besonders ansprechende landschaftliche Bild der Kuranlagen mit dem großen Kurhausweiher in der Mitte, wirkungsvoll beleben.
.. r- 7„ Not'zcn. Die Zigarettenfabrik Wittenberg
Stadt 300°M" gespwdet.^ 2o,4n8e den Armen kiesiger
^u^me Zyit hinter sich. Jn Stmßburg hatte er die alten elsassisckjen Bekannten wiedergefunden und war nun für zwÄ Tage vor Antritt einer neuen Berliner Reife nach Murrheim gekommen, um den Vetter und seine sunge Frau zu besuchen.
Wie Paul sich ivohl entwickelt hatte': Er batte ibn seit seiner Verlobung mir Isabelle nicht wiederqcseheu, und damals war er ganz von der Liebe zu dem schönen Mädchen beherrscht gewesen.
, Barthels hatte schon in Straßburg von den Schwic- ngkeiten zwischen den beiden Ehegatten gehört. Allent- halben war 7abelle scharf kritisiert nnö getadelt wor- galt als „trap liLra", und da? war in den SÄ te "*' konservativen dfaffiföen Kreisen das fd&arfftc 2Bort, das eine Frau aus guter Gesellschaft treffen konnte. Namentlich Bersts Verwandte hatten MorÄo» ^ben ihm das Leben und Treiben der Pfarrfrar. geschildert, die keinerlei Rücksicht auf ihren Mann nahm und sich nicht scheute. Modelle aus Straß- r Slt r °? en - dv' ihr im ehrwürdigen Pfan'-
Hans Akt stehen mußten.
Daß da ein Skandal unvermeidlich sei. sah Barthels sofort em. Was mochte in dem kleinen Städtchen ge- redet worden sein, von den Loilis XVI.-Salons der vornehmen Damen, bis in Madame Bachmanns Laden- eckel
Aber der Archäologe, der das Leben nicht nur vom Murrheimer Kirchturm aus gesehen hatte, war vor- sichtiger m seinem Urteil als seine Bekannten und sah nicht ohne Spannung und Erwartung dem Besuch im Pfarrhaus entgegen. _______ (Fortsetzung folgt.)
Sinnspruch.
Man kann nickt bergauf kommen, ohne bergan zu gehen. Und obwohl Steiget, beschwerlich ist, so kommt man doch den- Gtpscl
immer naher, und mit tedem Schritt wird die Aussicht sreier und
M«r: Und oben ist ab«. Watthias KQwtm,*
