Rr. 3 S«. Freitag, 3 . August 1817 .
Wresbadeurr Tagblatt.
Morgeu-Nu-ZgaVe. Erstes Mutt. Leite 3 .
NuffichtSrot des VknWußveueius, dem Vorstand des „Huus- üind GrAmldibesitzervervi«S", dem Vorstand des „Lokul-Ge- tverbeveueinS" und dem SchuldvrstaUd der gswerölichen Fort- ditdungSsrhule cm, war geweMicher Sachverständiger unü Gorsihender dm: Metisteuprüsungskvmmission der Haudtverks- Acmvner für das Schuhmacheryewerbe usw. Seit nahezu 36 Jahren wirkte er außerdem mit hervorvagender Pflichttreue in der stadtisichen Armenverwaltunig, zuletzt als Be- SiMvorstcher im 10. ArMembezirk. Der Verstorbene, dem es an Anerckenrnwig und Auszeichnungen nicht gefchlt hat, stano im 70. Lebensjahr. \
— Kriegssünder. Das Schöffengericht verurteilte Donnerstag den Koiylenlhänidler Karl Christ in Evbenheiw, der Brotgetreide, welches für den Kmnmunalverband bei ihm beschlagnahmt wvvden war, veräußert hat, zu 100 M. Geldstrafe, ferner den Sandmann Karl Fischer in Rambach, der Brotgetreide ohne Mahlschein zum MMer gegeben hat, zu 3 M. Geldstrafe. Ein ursprünglich wider Fischer ergangener Strafbefehl hatte aus 10 M. gelautet.
— Mehr Brot auf die Reichsreisebrotmarken. Vom 16. August ab werden die bis dahin auf Reichsreisebrotmarken für den Kaps und Tag gegebenen 200 Gramm Ge- bäckmengen auf eine Höchstmenge von 260 Gramm erhöht werden. Es dürfen daher von dem genannten Zeitpunkt ab für jeden Reisetag an eine Person statt der bisherigen vier fortan fünf Reichsveisebrotmnrren, die je einen auf 40 Gramm und einen aus 10 Gramm Gebäck lautenden Abschnitt enthalten, ausgehändigt werden.
Israelitischer Gottesdienst. Israelitische Kultus- aemeinde. Synagoge: Michelsberg. Gottesdienst in der Hauptsynagoge: Freitag abends 7^/\ Uhr; Sabbat mocgeis 0 Uhr. nachmittags 3 Uhr, Ausgang 10 Uhr; Wochentage morgens 714 Uhr, abends 71/4 Uhr.
Alt-Israelitische Kstltusgemeinde. Synagoge: Friedrichstraße 83. Freitag abends 814 Uhr; Sabbat morgens 8 Uhr, Vortrag 10 Uhr, nachmittags 4% Uhr, abends 10 Uhr; Wochentage morgens 7 Uhr, abends 81/2 Uhr.
Sport.
Die Tagung der deutschen Turnerschast.
W.T.-B. Mainz, 2. Aug. In Fortsetzung der Sitzung des Hauptausschusses der osutschen Turner,'chaft erstattete der Schatzmeister, Polizeicat A y r 0 t t, den Kassenbericht. Die finanzielle Lage habe sich natürlich infolge des Krieges insofern ungünstiger gestaltet, als im Jahre 1916 nur 411000 Beitragzahler vorhanden waren. Diese Zahl ging in diesem Jahr noch wesentlich zurück. Das Gesamt- vermögen beträgt über 354 000 M. An Kriegsanleihen sind von der Houptkoffe der deutschen Turnerschast 684 0L0 M. gezeichnet worden. Selbstverständlich haben einzelne Vereine
ihre eigenen Vermögen, die sich aus viele Millionen belaufen. Ebenso steht es mit den Kriegsanleihszeichnungen der einzelnen Vereine. Am Nachmittag folgten die Herren, des Hanftausfchusses der Einladung des Vorstandsmitgliedes der Mainzer Turnerschaftk des Weingutsbesitzers. Jakob Glotz- bach, nach besten Weingut in Laubenheim am Rhein.
Pferderennen.
Berlin-Strausberg, 2. Aug. (Erg. Drahtbericht.) 1. R. 4500 M. 1000 M. 1. C. Fröhlichs „Donau (Bleuler), 2. „Dixmuiden", 3. „Cypressc".» Sieg: 31:10; Platz: 17,-28, 27.
— 2. R. 4500 M. 2400 Meter. 1. Schwarzenbergers „Querschläger", 2. „Arkansas", 3. „Marold", -sieg: 17:10j Platz: 10. 14. — 3. R. 5700 M. 4000 Meter. 1. „Kongo lPfaen.der),'2. „Harzer", 3. ^Innsbruck", «reg: 39:10, Platz.
- • — .. -^ 1600 2jj eter _ 1. ß. v. Op
3. „Tat
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I VlUUiVCt// 4J. u<VUtQVb , 3.
21, 23:10. — 4. R. 5700 M. ~~~~ er
„Moguntia" (Heidemann), 2. „Odhsseu-- , 3- „Tata Tata.
Sieg: 73:10; Platz: 20, 15, 16:10. — 5, R. 4500 M. 3600
Meter, i. C. LöwenthaÄ „Kalis" (Levita), 2. „Jringa, 3. „Sängerin". Sieg: 40:10; Hlatz: 13, 12, 14:10. — 6. R. 4500 M. 2600 Meter. 1. Dr. I. Mayers. »Korrespondenz (Theilen), 2. „Hidalgo", 8. „Marsala". Sreg: 270:10; Platz^ 61, 44, 40:10. 7. R. 4500 M. 4000 Meter. 1. E. Henkels
„Doris" (R. Frauke), 2. „Hawkins", 3. „Ma,turn3 Sreg: 2 3:10; Platz.: 18, 39:10. _
Handelsteil.
Das weitere Sinken des Rubelkurses.
Über Hie von der russischen Presse erhobenen Klagen, daß der geagenwärtig besonders stark gesunkene Rubelkurs in ne u - tralen Ländern systematisch entwertet werde, wird der „Frkf. Ztg.“ aus Stockholm berichtet: Neuerdings wird zwar in Petersburg die offizielle Notierung für das Pfund Sterling nicht mehr veröffentlicht, sie lautete aber bis vor kurzem noch 146 Rubel für 10 Pfund und wurde vor Monatsfrist auf 160 erhöht. Tatsächlich ist es aber kaum möglich, auf dieser Basis Englische Valuta zu erhalten, sobald es sich um Beträge übet 10#0 Rubel handelt. Keine Bank in Petersburg darf bekanntlich ohne Erlaubnis der russischen Kreditkanzlel, die der strengsten englischen Kontrolle untersteht, Schecks auf das Ausland abgeben. Daneben hat sich jedoch bereits seit längerer Zeit ein Verfahren herausgebildet, durch das es möglich ist, englische Valuta auch ohne Befragen der Kreditkanzlel zu erhalten. Petersburger Banken nehmen Rubelzahlungen entgegen und verkaufen sie telegraphisch an Londoner Banken, natürlich nicht zum festgesetzten offiziellen, sondern zu einem für die Engländer noch günstigeren Kurse. Die Folge war, daß die Londoner Notierung für den Rubel immer schlechter wurde. So lautet die letzte Notierung vom 27. Juli in London: 226 Rubel für 10 Pfund Sterling. Die auf diese Weise entstandene Londoner Notierung muß natürlich auch die Basis der Umrechnung des Rubels in schwedische Kronen werden, da Schweden garnicht in der Lage ist, die massenhaft in -Stockholm angebotenen Rubelsummen aufzunehmen, sondern diese größtenteils an England verkauft. Da gegenwärtig auch die englische Valuta in Stockholm stark gefallen ist (zurzeit 14.80 Kronen für das Pfund Sterling), dagegen London sich für ein Pfund Sterling 22.60 Rubel bezahlen laßt, so ergibt sich eine Stockholmer Parität von 85.50 Kronen gegen 100 Rubel in Friedenszeiten. Pig S.tockholmer Börse
notierte in den letzten Tagen 68 bis 69 Kronen für 1O0 Rubel,
also noch etwas günstiger als die Englande* aie Valuta ihrer Bundesgenossen bewerten. ^
Berliner Börse.
<R Berlin, 2. Aug. (Eig. Drahtbericht.) Auch heute war die Stimmung im freien Börsenverkehr wiederum d u r ch a, u s fest, wenn das Geschäft im allgemeinen auch nicht so lebhatt war. Am' Montanmarkt lenkten insbesondere obersehlesisene Werte die Aufmerksamkeit auf sich; namentlich Laro wurden höher bewertet. Phönix, Bochumer und andere leitende werte konnten ihre Kurse behaupten. Lebhaftes Treiben entwieke te sich in verschiedenen Spezialpapieren, wie Varzmer Papierfabrik, Silesia Eisen, Orenstein u. Kbppel, Rhemmetall und Hacketal. Alle diese Papiere konnten ihren Kursstand zum Teil wesentlich erhöhen. Über Schiffahrtswerte ist nichts be- sonderes zu berichten, österreichische Kreditaktien und türkische Werte verkehrten auf dem gestrigen Niveau. Der Anleihemarkt war gegen gestern kaum Verändert.
Industrie und Mandel.
* Konkurse im Juli Die Anzahl der Koukiirsoi'öfl-
nimgen ist in >I>»m s 03 be .11 pbgel'iufenen Monat wiedir
zu;ik*k or e<xan£?eu 1 iiai'hdom -re si°h im Vormonat etwas erhöht hatte "Es sind im Jali lach einer Zusammenstellung der Fbanzzeitsehrilt „Die Bank" 9t Konkurse eröffnet worden gegen 112 Konkurse im Juni 1017 und 170 mi
jm io«6.'
Verlosungen.
* Serienziehung Braunschweiger 20-Taler-Lose. Braunschweig 1 Aug. (Ohne Gewähr.) Gezogene Serien: 108 570 983 1084 1273 1643 1657 1906 2295 2882 2597 2841 2906 „960 3353 3716 3741 3874 3883 3888 4286 4312 4480 4571 4609 4816 4892 5038 5160 5354 5501 5551 591$ 7507 7578 8545 8576 8940 9146 9485 9512 9552.
Marktberichte.
W. T.-B. Berliner Prodnktenmarkt. Berlin, 2. Aug. (Warenmarkt.) Das Wetter ist für die Einbringung unserer Ernte außerordentlich günstig und die Ablieferung des Roggens an die Mühlen am hiesigen Rlatre und in der Provinz nehmen zu. Im Berliner Warenverkehr halt die rege Nachfrage in Saatartikeln an, die allerdings nur schwer be friedigt werden kann. Herbstrübensamen, feeradella, Wicken und Lupinen werden täglich in größeren Mengen verlangt. In Ranhfuttermitteln stockt das Geschäft fast ganz, da aus den gesperrten Kreisen nichts heraus zu bekommen ist. Schilfrohr wird jetzt? geschnitten und es werden dringead Mannschaften zum Bergen des geschnittenen Rohrs gesucht. Heidekraut zur Fabrikation ist begehrt; es herrscht aber wenig Angebot, da erheblicher Leutemangel besteht. _
Die Morgen-Ausgabe uinfatzt 8 Sekten. tzaudtichrifneiter: >. tze,ertz,rft.
8er«iitw«rtl>ch für drutlche P»litck: ü Hrzerhsrst: für AllAl«n»r»,IirU: Nr. pl.il. ff. gttitm; für den Unterh»Ininü«leil: B. ». Rauen k*rf; für N«»r,chten and Wiesbaden UN» den Nachbarbezirten I I. S.: ®. »i c f e n b« 4; für ®frid|t»[«al: H. Siefendsch: kür Sport und Luftfahrt: I. 8.: S. KoSacker; für Bermilchte« und den Briefkasten: k. L 0 racker: für den bandeliteil W. Stz:
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Freitag, den 3. August.
Die Königin der Kuft.
Posse mit Gesang in 3 Akten von Max Reimann und Otto Schwartz. Musik von Otto Schwartz. Personen:
Amadäus Lampe, Stadtrat, ehem.
Seifenfabrikant . A.Großmanna. G. Fränze, seine Tochter . Amslie Brendl Peter, sein Nesse . Alfred von Krebs Tante Julie aus Godesberg . M. Agte A. B. C. D. Steinermann,
Reisender in Oel und
Seife . . .'.Georg May
Lora.Meta Scheuten
Hannibal Dombrowsky, Menageriedirektor, Loras Vater. Joh. Guter Arabella, seine Frau, Loyas
Mutter.Wilma Spohr
Marianne, Haushälterin bei
Lampe.Haust Banzer
Jda.Käthe Thauma
Emma. ..Else Franz
Alma.Evi Wolsert
Olga.Andrea Liffa
Ella.Hedi Kuhn
Frida.Ellen Kaiser
Anfang 7 1 /. Uhr. Ende 10 Uhr.
Kurfeaus-YeraHstaltimgen
am Freitag, 3. August
Abonnements- Konzerte.
Musikkorps des Ersatz-Bataillons des
Reserve-Infanterie-RegimenU Nr. 80. Leituag: Kapellmeister Haberlaad.
Nachmittags 4 Uhr:
1. Deutschlands Fürsten, Marsch von H. Blankenburg.
2. Ouvertüre zur Oper „Indra" von F. v. Flotow.
3. Königslied aus „Sigurd Jorsalfar" von E. Grieg.
4. Man lacht, man liebt, man lebt, Walzer von J. Gilbert.
5. Fantasie aus C. M. v. Webers Oper „Oberon" von Rosenkranz.
6. Deutschlands Erhebung, Ton- gemälde von Riccius.
Abends 8 Uhr:
1. Prinz Eitel Friedrich - Marsch von H. Blankenburg.
2. Ungarische Lustspiel - Ouvertüre von A. Köler-Böla.
3. Pilgerchor und Lied an den Abehdstern aus der Oper „Tannhäuser" von R. Wagner.
4. Walzer nach Motiven aus der Operette „Die Czardasfürstin“ von E. Kaiman.
5. Fantasie aus Verdis Oper „Tra- viata" von A. Schreiner.
6. Deutschland über alles, Tongemälde von Theimer.
Taunua«tr. 1.
Vornehme Lichtspiele.
Erst-Anlftthrnn^.
Rita Saehetto,
die graziöse Tänzerin als
PrinzessckeH Krinoliae
in
Sie Erlebnisse einer verliebten Tran.
Ejne Episode aus der Welt, in der man sich nicht langweilt.
Herrliche Fahrten mit der nordisch. Bergbahn.
Tanterlch.
Urüdeler Schwank.
!!Tolle Situationskomik!!
Thalia.
Erstes «. größtes Lichtspielhaus Kirchgaste 72. » Televhoa 5127.
Vom 1. bis 3. August:
Zwischen
\\\ ml 11 .
Drama aus dem Barietsleben in 4 Akten.
In der Hauptrolle:
vom Kgl. Theater Stockholm.
Hervorragende Bilder
von plastischer Schönheit!
Ivette heiratet.
Lustspiel in 3 Akten.
Da» schöue Caleraba.
Naturaufnahme.
g Ltreiüs'dlüchrlchie» 1
Mädchen- und Fraurngruppe für soziale Hilfsarbeit. Vermittlung von ehrenamtlicher Mithilfe auf allen Gebieten sozialer Arbeit. Sprechstunde im Kavalierhau» de» Schlosses, Vdh. L. Stock, Zimmer 6, Montag von 12—1 Uhr.
Wiesbadener Berei« für Gommer- Pflege armer Kinder. E. B. Sprech. sturmen: Dienstags u. Freitags
von 6—7 Uhr im KavalierhauS de» Schlosses, 1. Stock, Zimmer 8.
vergnügungr- Palast
„§r§HMite!i"
Dotzheimer Str. 19. :: Fernruf 810.
Sensaüsns-Programm
vom 1.—15. August 1917.
Zirkus
auf der Bühnet
Lona u. Clown BeH
in' ihrem hervorrag. Dressur-Akt mil Pferd und Hunden.
::: Ein Triumph der Dressur! :::
3 Schmestev» Kangfelds 3 .
Gesangs- und Tanz-Terzett.
Marttaio.
Weltberühmter Fangkünstler.
Mar Frey.
Der famose Tanz-Humorist.
G. ir. V. Tstomsen.
Urkomische Duettisten.
Irene Warwell.
Brillanter Musikal-Akt.
Frank rr. Hera.
Militärische Spiele.
Ansangwoch.7'/« Uhr. (VorherMusik.) Sonn- und Feiertags 2 Vorstellungen: 3 und 7 ä U Uhr.
Im vorderen Restaurant allabendlich:
8 l.ßsWld.KS»l>lkil!il?e!le
„Wpohotis^.
Eintritt frei.
