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Verlag Saoggeffe 21

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13 Ausgaben

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T«,»l»t>h»>-»" Nr. ««50-53. «on « Uhr morgens bis 1 Uhr abend», »»her

Preis für die Zeile: -0 Pfg. für örtliche An,eigen im «rheit,m«rlt- Md .»Ieine- Anze,,-r' Ubti SaN'or«: J5 Pia. in davon abweichender 8»h«ns>uhr»ng, i-wir l»r «ae uorigen briluhen Ar^-,g-n^5 Pig. für alle auswärtigen «n^isten: 1.rs Ml. i»r »rrliche

a»S»«tiste «eklamen. Bei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen >n kurzen Z «,iche,räumen

entsprechender Nachlaß. :

Freitag, 27. Juli 1917.

Weiter vorwärts in Galizien.

Die russische Karpathensront aus Tschernowitz zu im Weichen!

Erhebliche Erfolge gegen die Franzosen in der Champagne und bei aillp.

Der Tagesbericht vom 26. Juli.

W. T.-B. Grof> es H a u v t > 1 » a r t i c r, 26. Juli. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rnpprecht.

In unverminderter Heftigkeit, vielfach zum Trom­melfeuer anschwcllend, tobte zwischen der Kulte und der Lys die Arti Iler i eich lacht werter. Nachts ließ"der Feuerkampf nur wenig nach; bm Hell- Werden steigerte er sich erneut zur größter Starke.

Dir englischen Erku »dun gs vor stoße dauer­ten an; Erfolg hatten sir n i ch t. Im Artois lag wieder heftige Artilleriewirkung auf den Stellungen der Lens.

Bei M o n ch Y erkämpften l u b e ck i s ch c Sturm- Abteilnngen zusammen mit Flammenwerfern ein w i ch- tiges Grabenstü-k, das der Fnnd dreimal ver­geblich zurückzuerobern versuchte.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nach ausgezeichneter Feuervorbercitnng stürmten abends Teile westfälischer Regimenter die französischen Stellungen-südlich von Aillv in 1800 Meter B r e it e und 400 Meter Tief e. Heute morgen brachen niederrheinische Bataillone zu einem überraschenden Angriff nordwestlich des Gehöftes Hurtebisc vor und entrissen dem Feind beherr­schende Teile des Höhenkamm cs.

Ja der Champagne führten schleswig- h o l st e i n i s ch e und märkische Sturmtruppcn einen schneidigen Vorstoß erfolgreich durch. Sir nahmen am Höchberg die Reste des am 14. Juli in der Hand der Franzosen gebliebenen Geländes wieder. Ter Gegner führte auf den drei Gefechtsseldcru fruchtlose Gegenangriffe, die seine blutigen Verluste er­höhten; im ganzen sind über 1150 Gefangene, da bei 4 6 Offiziere, und zahlreiche Grabenwaffcn ein­gebracht worden.

Östlicher Kriegsschauplatz.

Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn.

Südlich von Smorgon verkleinerte unsere zu sammengefaßte Artilleriewirkung die Einbruchs stelle der Russen. Der Feind mußte dort weichen; fast die ganze frühere Stellung ist wieder in unseren, Besitz.

Heeresgruppe des Generalobersten v. Böhm-Ermolli.

In heftigen Kämpfen gewänne,, unsere Divisionen die Höhen nordöstlich von Tnrnopol und den D nj c str - Abschnitt bis zur Straße T ramb o w la- Lusiahtyn.

Weiter südwestlich sind Buezacz, Tlumacz,

0 t t y n i und Delatyn genommen.

Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Joseph.

Die russische Karpathen front ist durch den Druck nördlich des Dnjestr nnn auch südlich des Ta­tarenpasses ins Wanken gekommen. Der Feind geht in Richtung auf Tschernowitz zurück. Im Angriff wurden die Rüsten gestern von den Baba

1 u d o w a - Höhen geworfen.

Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls v. Mackensen.

Von Mittag bis zur Dunkelheit lebhafter Feuer- kampf am Unterlaufe des Sereth.

Mazedonische Front.

Nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Hsterreichisch-ungarischer Tagesbericht.

W. T-B. Wien. 26. Juli. (Drahtbericht.) Amtlich ver­lautet vvm 26. Juli, mittags:

östlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls v. Mackensen. Keine größeren Gefechtshandlungen.

Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Joseph.

Am oberen S u s i t a entwickelt der Feind erneut eine rege Tätigkeit. Bei der Armee des Generalobersten v. K o e v e tz wurde den Nutzen die Babaludowa entrissen. Der Gegner gab nordwestlich dieser Höhe seine Karpathen st ellun- gen preis und weicht gegen Osten. Bei Bezwingung des russischen Widerstandes am Tatarenpaß tat sich das erprobte

Morgen-Kusgabe

Bndepester Infanterie-Regiment Kaiserin und Königin Maria Theresia Nr. 32 besonders hervor.

Heeressront des Gencralfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Die Heeresgruppe des Generalobersten v. Boehm- Ermolli gewann Delatyn, Otthnia, Tlumacz und B u c za c z. Deutsche Truppen stehen am Westrand von Trembowla. Der Erfolg von Tarnopol wurde durch Erobe­rung mehrere^ Höhen erweitert.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Außer dem gewöhnlichen Geschützfeuer keine besonderen Ereignisse.

Auf dem Balkan ist die Lage unverändert.

Der Chef des Generalstabes.

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Der Kaiser bei dem siegreichen Vormarsch im Osten.

W. T-B. Berlin, 26. Juli. (Drahtbericht.) Der Kaiser begleitete heute die siegreich vordringende Armee des Geay- ralobersten Grafen v. Bothmer auf dem Vormarsch und begrüßte deutsche und o spanische Truppen, die srch in den letzten Kämpfen besonders ausgezeichnet hatten. An den Marschstraßen wurde ver Kaiser von den Regimentern jubelnd bewillkommnet.

Die militärische Lage.

(Von unserer Berliner Abteilung.)

1.. Berlin, 26. Juli. (Eig. Drahttbericht. Ab.) Unser gro­ßer sich fortsetzemder Erfolg im Osten reizt unsere Truppen im Westen zu erneuten Beweisen ihrer Tapferkeit. Aut gestrigen Tage verzeichwetem sie im französischen Abschnitt wiederum drei schöne Erfolge. Auf dem Hochberg erlitt der Feind bei einem Unternehmen große blutige Verluste Uind büßte 6 Offiziere und 147 Mann an Gefangenen ein. Eine weitere Anzahl an Gefangenen erlag dem ffanzösischen Abriegelungsfeuer. Am Da men weg war der Erfolg noch ergiebiger. Nach kurzer ausgezeichneter Artillerie- und Minenvovbereitung stürmten unsere Truppen südlich Aillc? die feindliche Stellung in 2 Kilometer -Breite und 460 Mete: Tiefe,.wo über 500 Gefangene, darunter 21 Offiziere, gemacht wurden. Auch -bei der Hurtebis-e-Ferm hatten Stoßtrupps vollen Erfolg. Sie nahmen dort wiederum 500 Gefangene weg. Ein Eiffelturm-Funckspruch bcstriit unseren vorgestrigen Erfolg an, Wintetberg. Demgegenüber sei festgestellt, daß wir dort die erste Linie restlos, die zweite Linie AÜm größten Teil genommen und unsere Stellung wesentlich verbessert haben. Der gestrige Dag gab an der französischen Front als Gefangenenziffer 37 Offiziere und 1142 Mann, als Beute 11 Maschi­nengewehre und 3 5 Schnelladegewehre. Die große Aufgabe besteht im Norden der Wesffront, wo englische Offensiv stütze sich zeigen. An der Küste erschienen mehr­fach feindliche Monitor« und leichte Seestreit- k r ä f t e, die von dem Feuer unserer Küstentbatterien und mit eigenen Flottenfahrzeugen vertrieben wuvden. Auf den flan­drischen Stellungen lag weiter Artilleriefeuer von äußer­ster Stärk«. Unsere eigenen Geschütze bekämpfen die feind­lichen mit bestem Erfolg. Gestern abend zwischen 11 und 12 Uhr wurde die Bereitstellung großer feind­licher Truppenmassen in und zwischen den feind­lichen Gräben erkannt. Unser scharf zusamm-eugefaßtes Ver­nichtungsfeuer ließ diese Kräfte znsammenbvechen, e h e sich noch -ein Angriff entwickeln kannte.

Im Osten steht -es für unser« Waffen überall gün - ft i g. Im Kampfgelände von Düna bürg und Smorgon wurden auch die letzten Gräben zurückgewonnen, die bei den ruffischem Vorstößen der letzten Dag« uns verloren gegangen waren. Bei Düuabuvg waren bis gestern 20 Offiziere und über 400 Mann mit einer Fahne, eine Anzahl Geschütze, Maschinengewehr« und anderes Material weggenommeu wor­den. In Ga l iz i e n wurde bei dem sieyveichen Weitermarsch südlich von Tarnopol der Gniezn a - Abschni i t er­reicht. Die Verfolgung erstreckte sich weiter südlich, bis un­sere Regimenter gestern abend unmittelbar vor B u c z a c und Tlumacz standen. Otthnia, 23 Kilometer südöstlich Stauislau und Delatyn, 10 Kilometer südlich von Rad- worna, sowie Micoliczyn, 10 Kilometer südlich von Delatyn und Worchat, wurden genommen. In den Karpathen -setzten andere Truppenteile ihren Vormarsch fort. Die Ge fangeuenziffer steigt stündlich Am Sereth und an der Donau lebhafte ArtilleriekLmpfe, aber keine Jnfan- teriekämpfe.

Sr. Berlin, 26. Juli. (Eig. Drahtbericht, zb.) Dem B. T." wird von seinem Kriegsberichterstatter Leonhard Adelt aus dem k. k- Kriegspresseguactier unter dem 26. Juli gedrahtet: Mit der übecschcsitung der Serethlinie und dem Einmarsch der 3. k. k. Armee in Stauislau war die einzige dem Gegner im Kamvfraum nördlich des Dnjestr noch zur Verfügung stehende Bahnstrecke Stanislau-Czortkow für ihn schon entwertet, bevor sie noch durch unsere Vorhut im Teilabschnitt Monasterzyska-Buczacz unterbunden wurde. Der ganze Abschub der 11. Armee nördlich des Dnjestr drängte sich jetzt auf die doppelgleisig ausgebrute Vollbahn T a r n o -

Nr. 377. 65. Jahrgang.

pi' l - P roskur ow und einige im Kriege angelegte-Frld- bahnen zusammen. Südlich oes Dnjestr bildet die Vollbahn Kolomea-Tschernowitz den Lebensnerv der 8. russischen Armee und der über den Dnjestr -entkommenden Teile der 7. Armee. Aber auch dieser Lebensnerv ist sowohl von Westen her durch die von Eclodwina auf Nadworna und Dellatin vorstoßenden österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen, als auch von Norden 'her bedroht, wo deutsche Vorhuten nur noch erneu Tagesmarsch von den Dnjestrschleifen enffernt sind. Angesichts dieser Gefahr beginnt ,'ich die Räumung der Waldkarpathen in einen panikartigen Rückzug zu verwandeln.

Nock vor Stauislau fiel der wichtige Brückenkopf Halisz. Das aus der 117. und 164. Infanterie-Division bestehende Armeekorps zwang den General Scheremtjew, Halisz und die vorgelagerte Nielepica-Kuppe aufzu­geben, bevor noch der Abmarsch der 7. russischen Armee von der Narajowka und ihre Bergung hinter den Dnjestr völlig durchgeführt war. Jnsolgedeffen wurden auch bei Halisz starke russische Nachhuten entweder aufgerieben oder gefangen, ganz abgesehen von unzähligen Deser- t e ii r e n, die allenthalben hinter unseren marschierenden Truppen aus Wäldern lind Gehöften auftauchen und sich selber stellen. Die Beute schwillt immer mehr an. 'Neuerdings wurden wieder Motorbatterien vom Kaliber 28 Zentimeter und schwere Haubitzen erbeutet. Meiigen von S ch l a ch t v i e h, von den Russen im Stich gelassen, irren um­her und werden von den Unseren aufqegriffen. Die russischen Offiziersmessen liefern den Siegern köstliches Weizenbrot und Säcke von Weizenmehl. Die Zivilbevölkerung hat sich vielfach in die Wäloer geflüchtet, von wo sie nach dem Einmarsch der Unseren wieder heimkehrt. In Tarnopol, wo die einziehendeu Deutschen von den Bewohnern jubelnd begrüßt wurden, sind bisher nördlich des Dnjestr 12, südlich des Dnjestr 4 Städte, außerdem über 100 große Dörfer zu- rückerobert worden.

Die Lage in Tarnopol.

Br. Wien, 26. Juli. (Eig. Drahtbericht. zb.) Nach Mit­teilungen aus Tarnopol hat die Stadt während der beinahe dreijährigen russischen Invasion verhältnismäßig wenig gelitten und auch die Versuche der abziehendcn Russen, die Stadt noch im letzten Moment in Brand zu setzen, konnten dank dem raschen Eingreifen der Befreier rechtzeitig unterdrückt werden. Ter Tariwpoler Bahnhof ist durch Geschützfeuer gänzlich zerstört. Die äußerst reichhaltigen Lebensmittel- und Munitionsvorräte in den Magazinen sind den deutschen und österreichischen Truppen beinahe unverseyrtin die Hände gefallen.

Ein holländisches Urteil.

W. T.-B : . Amsterdam, 26. Juli. (Drahtbericht.) Der militärische Mitarbeiter derTffd" schreibt: Die Gegen­

offensive der Mittelmächte in Galizien erinnert an den Durchbruch bei Gorlice und Tarnow im Mai 1015. Die Lage sei für Rußland jetzt hoch st kritisch. Es wäre sehr verwunderlich, wenn es nicht an der Westfront, an der italienischen cider mazedonischen zu größeren Angriffen de: Alliierten käme, um die russische Front zu entlasten. Das sei das einzige Mittel der Entente, um sich Rußland als Bundesgenossen zu erhalten. Wenn nicht rasch eingegriffen würde, stehe ein Sonderfrieden mit Rußland vor der Tür. Inzwischen hätten aber auch an der englisch- französischen Front die Deutschen die Initia­tive in der Hand. Es sähe fast so aus, als tvenn die Entente bei der letztem Offensive ihr ganzes Pulver ver­schossen hätte.

Die Gröfi» der russischen Verluste.

Berlin, 25. Juli, (zb.) Die Größe der russischen Ver­luste bei ihrer Offensive läßt folgendes Telegramm der 5. Jnfanterle-Diviston ahnen, das diese nach derBirsche- wija Wjekomosti" vom 8. Juli an Kerenski gesandt hat: ..Die Division, die in drei Jahren das Sterben gelernt hat, er­klärt, daß sie für die Freiheit und die Brüderlichkeit sterben will. Aber gleichzeitig erklärt sie, daß ihre Reihen all­zu sehr geschwächt sind. Da sie in den einzelnen Kom­pagnien nur 80 bis 40 Mann hat, fühlt sie, daß sie kaum noch den fünften Teil ihrer früheren Kraft besitzt. Die Division, die noch niemals Ruhe gehabt hat, bittet auch jetzt nicht danim, sie bittet nur darum, daß ihre Reihen wieder auf- gerüllt wer een und sie auch verhältnismäßig anständig wieder eingekleidet wird. Das ist ihre bescheidene Bitte."

Ein neuer Geueralgonvcrneur von Petersburg.

W. T.-B. Petersburg, 26. Juili. (Drahtbericht. Peters­burger Telsgraphenagentur.) An Stelle des Generals Poliwicor, der seine Enüaffung einreichte, wurde der Befehlshaber der ersten Armee General E r d o l i zum Gene­ralgouverneur vom Petersburg ernannt.

Der Tauchbootkrieg.

Ein pessinlistischeS englisches Urteil über die Folgen des Ü-Bootkrregs.

'sV. T.-B. Berlin, 26. Juli. (Drahtbericht.) Archiba bd Hmr d schreibt imDaily Telegraph" vom 20. Juli: Bei Be­ginn der Tauchbootkampagne besaßen wir 3000 Schiffe über