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Verlag Langgaffe 21

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13 Ausgaben.

Fermmfr

laztlatilianö" Rr. SS5SSS.

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Donnerstag» 26. Juli 1917.

Unaufhaltsamer Vormarsch im Osten.

Tarnopol, Stanislau und Nadworna genommen.

Gewaltige KrtillerieKämpfe in Flandern.

Der Tagesbericht vom 23. Juli.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 25. Juli. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Herresqruppe Kronprinz Rupprecht.

Die Schlachtiront in Flandern war auch gestern der Schauplatz gewaltiger Artillerie- kämpfe, die bis in die Nacht säuerten, starke englischx Erkundungsvorstööe wiederholten sich in mehreren Abschnitten; alle sind in unseren Trrchtcr- stestungen zuruckgeschlagen worden.

Heeresqruppe Deutscher Kronprinz.

Am Winterberg bei Craonnc holten sich die Franzosen durch das Fchlschlggcn_ mehrere starker Angriffe gegen unsere neuen Stellungen eine Schia p p e. Auch der Einsatz einer ftischen Division erzielte keinen Vorteil.

östlicher Kriegsschauplatz.

HeereSfront des Äeneralseldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn

Der Russe hat unter dem Truck seiner M'ßersolge und Opfer nicht vom neuem angegriffen.

Heeresgruppe des Geaeralob»rften v. Bohm-Ermolll.

Unser Vormarsch geht n n a n f h a I t s a m weiter, Unter den Augen Seiner Majestät des Kaisers schlugen kampfbewährte Divisionen beim Auf­stieg aus der Sereth-Niederung zwischen Tarnopol und T r e m b o w I a ft a r k e r u s.s i s ch e Angriffe zurück und gewannen im Sturm die Höhen dis Ost­users. Hier wurden erneut tiefgestaffelte Angriffe der Russe» abgewiesen. Tarn v^v o l 1 st geno m m c n, wir nähern uns Buczacz. Stanislau und Nad­worna sind in unserer Hand Nachhuten des Hemdes wurden überall geworfen.

Heercssront des Eiencraloberstcn Erzherzog Joseph.

Die Truppen des Nordslügelb halten mit de» im Karpathenvorland vorwärts drängcirden Krästcu glei­chen Schritt. Südlich des T a t a r e n p a s s c s halt der Gegner noch seine Stellung. Im Südteil der Kar­pathen drang der Feind im Sniita-Tale in un­sere Linien. Sein schnell geführter Stoß wurde in einer dicht westlich gelegenen R'.'gelstellung zum Stehen gebracht.

Heeresgruppe des Generalfcldmarschatts v. Mackensen.

Am unteren S e r c t h lebhafter F e n e r k a m p s. Bisher keine größeren Angriffe.

Mazedonische Front

Nichts Wesentliches.

Der Erste Generalguartiermeister: Ludendorff.

Österreichisch-ungarischer Tagesbericht.

W. T.-B. Wien, 25. Juli. iDrahtbecicht.) Amtlich ver­lautet vom 25. Juli, mittags:

Lstlicher Kriegsschauplatz.

In Ostgalizien wurden gestern die Operationen der Verbündeter, durch neuen Erfolg gekrönt. Österreichisch- ».naarische Truppen haben Stanislau und N a o - w i' t n a, deutsche Kräfte Tarnopol genommen. Die dem Feinde r.achdrängenden Korps der Verbündeten stießen mehifoch auf neu auflebenden russischen Wider­st a i> d. Der Nordslügel der Armee des Generalobersten von 5torpeß warf die Russen im Tatarenpaß rn zähem Ringe» ans ihren Höhenstellungen. Die Bistriza und Nadworianska wurden von den österreichisch-ungarischen und den deutschen Divisionen erst nach erheblichen Kämpfen überschritten. Auch im Bereich der unteren Zlota- L i p e stellten sich die Russen zu wiederholten Malen. Südlich von Tarnopol warf der Feind vergeblich dichte Massen den deutschen Regimentern entgegen. In den Waldkar- p a t h e n ließ zwischen dem Tatareupaß und der Susita die Tötigkeit des Feindes nach. Nördlich des P u i u a t a l e s wiederholte er seinen Angriff. Seinen Sturmkolonnen wu'de rach begrenztem Anfangserfolg Halt geboten.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Die lebhafte Artillerietätigkeit am Jsonzo hielt avch gestern an.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unverimdert.

Der Chef des Generalstabes.

Morgen-5lusgade

Der Zeind weicht auch südlich des Tatarenpasses.

Der deutsche Kbendbericht vom 25. Juli.

\V. T.-B. Berlin, 25. Juli, abends. (Amtlich. Dra-hbbe- richt.) Aufs äußerste gesteigerter Feuerkampf in Flandern.

Unsere raschen Fortschritte in Ostgalizien haben die Russen gezwungen, in den Karpathen auch südlich des Tatarenpasses zu weichen.

*

Ein Bild vom russischen Rückzug.

Sr. Berlin, 25. Juli. (Eig. Drahtibericht. z!b.) Der TSgl. Rumdsch." wird von ihrem Kriegsberichterstatter aus Jezierna gemeldet: Heute fuhr ich durch das ganze Gebiet, das in den Kümpfen von geistern und vorgestern von den Russen befreit worden ist. Deutlich zeigt sich bei dieser Fahr:, wie der russische Rückzug in immer schnelleres Flüchten ausgeartet ist, das schließlich hier be: Jezierna von Flucht nicht mehr zu unterscheiden ist. Schon aus der Stvaße vom Süden, namentlich von Danilowee an, mehren sich die Rückg-ugszeichen. Stahlhelme, Gewehre, Granaten, zerbrochene Wagenteile liegen auf den Straßen, Im dem weiigedchnten Flecken Jezierna, 20 Kilometer von Tarno­pol, ist dann die Flucht an allen Dingen astzulesen. ^ Auw- mobile, Pvnzerauws, Granaten, Berge von Fbugichiffen -usw. haben die Russen zurückgelässen. Die Bevölkerung zog hinter ihren Kirchenfahnen in Prozession zum Dank nach der unbeschädigtem großen Kirche, froh, einen Teil ihres Viehs und die Ernte gerettet zu haben. Charakteristisch ist, daß in den Flugblättern, die zentnerweise in Jezierna herum­liegen. auch die Soldaten der 1t. Armee zur Offensive gegen die Deutschen ausgesordert wurden. »So schnell kann man nicht laufen, wie "die Deutschen verfolgen", sagte mir ein russischer Soldat als Grund seiner Gefangennahme. Fort während werden Eefvngenentrupps vorübergesührt. Ihre Aussagen sind immer die gleichen: England und Frank­reich haben uns nicht erlaubt. Frieden zu schließen. Die haßerfüllten Flugblätter der Re gierung reden dann freilich eine andere Sprache.

Große Bestürzung in der französischen Presse

Sr. Genf, 25. Juli. (Eig. Drahtbericht, zb.s Die deut­sche Offensive in Ostgalizien hat in der französischen Presse große Bestürzung hervorgerufe>ii. Die gesamte Presse be spricht' die Operationen an Hand der deutschen Generalstabs berichte, da die russischen Berichte seit drei Tagen nicht Mehr veröffentlicht wurden. Die Ausführungen d?r Pariser Presse sind pessimistisch, so weit sie die Lage der russischen Heere in Ostgalizien besprechen. Die Mehrzahl der Blätrer gesteht zu, daß die Geländevorteile, die in der letzten Offensive von den Russen gewonnen wurden, schwer ge­fährdet sind. Die Presse gibt weiter zu, daß der deutsche Stoß außerordentlich schnell erfolgt sei. Sie führt das Ge­lingen des deutschen Durchstoßes auf die anarchistischen Umtriebe an der Front zurück. Diese Darstellung soll die statt aufgeregte öffentliche Meinung Frankreichs beruhi­gen. Man -hofft weiter, daß eS Kerenski gelingen wird, die Disziplin raschestens wiedecherzustellen. Die Ausführungen der Presse sind im übrigen recht zurückhaltend. Die Schil­derungen, die pielleicht annähernd den Tatsachen entsprechen würden, weisen darnach Lücken aus. ..Matin" schreibt: Der deutsche Durchbruch gefährde s-vwchl die Truppen an der Grenze Wolhyniens bei Brodv als auch die in -den Kar­pathen. E-s bedürfe einer mächtigen Kraftentsaltung, um die russischen Eroberungen in Galizien zu halten. DerTemps" ist gleichfalls pessimfftisch. Die russische Offensive sei durch die unangenehme Gegenoffensive vollkommen zum Stillstand gebracht worden.

ZV, T-B. Bern, 24. Juli. Drs .Berne: Tagblatt" ver sieht die rrsnichen Heeresberichte vom 20., 21. und 22. Juli m-t i-ochttebender Bemerkung: Wir haben seit einigen Tagen keine direkten Depeschen von Petersburg mehr erhalten. Heute kommen uns merkwürdigerweise einige Depeschen auf dem Umweg über das Wolfs-Bureau zu. Bisher erhielten die schweizerischen Blätter rassisch« Nackwichten über Paris. Wir koniiten dann mehr als einmal feststellen, daß die Nach­richten in Paris umgearbeitet, frisiert und zensuriert waren. Man gab dem französischen und schweizerischen Pullikum nur des. was der französischen Zensur genehm war. Heute nun erhalten wir direkt über Berlin die obigen Mtldu iigen, die uns die französische Zensur bisher vorent- halten hat. Wir hoffen, daß nun weiter für die Verbreitung der Wabrkeit über Rußland gesorgt wird. Der Inhalt der drei Depeschen ist derart, daß man wohl begreift, daß die französische Behörden sich Mühe geben, sie zu unterdrücken.

Bulgarische Hoffnungen.

Sr. Wien, 25. Juli. (-Eig. Drahtbericht, zb.) Nach eine: Meldung der Wiener politischen Korrespondenz aus Sofia er­hoffen bulgarische Kreise von den jüngsten russischen Ereig­nissen und Erfolgen der Verbündeten in Ostgalizien eine günstige Rückwirkung für den Friede». Die gegenwärtige Entwicklung Rußlands schließe die Fortsetzung . das Kriegs aus.

Nr. 275. » 55. Jahrgang.

Rußland.

Kerenski über die prekäre Lage Rußlands

W. T.-B. Petersburg, 25. Juli. (Drahtbericht. Petersburger Telegraphen-Aqentuc.) Ja einer bei seiner Rückkehr von der Front Vertretern der Presse ge­währten Unterredung sagte Ministerpräsident Kerenski: Gegenwärtig ist die Hauptfrage die Zusammenfassung der Gewalt. Die vorläufige Regierung hat nur das Ziel der Verteidigung de? Staates gegen seine Zersetzung durch Anarchie und wünscht das Heil der Armee. Die Regierung wird sich auf das Vertrauen der Volksmassen und die Arniee stützen, Rußland retten und seine Einheit durch Blut und Eisen schmieden, wenn die Gründe der Ehr; und des Ge­wissens nicht genügen. Wie es auch stehen möge, Ruß­land wird aus der gegenwärtigen Lage Nutzen ziehen können, um den Versuch zu machen, den Stand der Dinge vor der Revolution wiederherzustellen. Im gegenwärtigen Augenblick ist es unumgänglich notwen­dig, den Rückzug zum Stehen zu bringen, die wirtschaftliche Zerfahrenheit zu beseitigen und die Finanzen wieder in Ordnung zu bringen. Die Bevöl­kerung soll ihre persönlichen Jnteressen^vergessen und an die erste Stelle die Interessen des Staates rücken. Die Lage an der Front ist sehr schwer.. Sie erfordert heldenhafte Maßnahmen. Trotzdem, bin ich überzeugt, daß der Staatsorganismus kräftig genug ist, um den Krieg ohne eine teilweise Amputation führen zu können. Auf jeden Fall werde die vorläufige Regierung ihre Pflicht tun, die Errungenschaften der Revolution stacken und erweitern und entschlossen der verbrecherischen Täftgkeii und den Erfolgen der Ver­räter ein Ende setzen.

Ter todkranke »Retter" Rußlands.

Sr. Karlsruhe, 25. Juli. (Eig. Drahtibericht. zb.) Den .Basier Nachr." zufolge schreibtDaily Mail", es dürfe nicht verhehlt werden, daß Kerenski todkrank sei, und d- man mit seinem Ableben rechnen müsse. Da er aber als einziger Retter des russischen Reichs in Betracht komme, so sei Ruß lands Lage, wenn er sterben würde, hoffnungslos besiegelt.

Verabschiedung des Militärbcfehlshabers von Petersburg.

Kopenhagen, 25. Juli. Aus Petersburg meldet »De:- lingske Tidende", daß Kerenski zu einer Untersuchung der Ursache der letzten ernsthaften Militärunruhen geschritten sei. Als Ergebnis wird mitgeteilt, daß der Minister dem Ober- besehlshaster für den Petersburger Militärdistrikt General Palowsin verabschiedet habe.

Die gewaltig verschlechterte ruffische Handelsbilanz 1016.

W. T-B. Bern, 24. Juli. 2a itJournal" hat die russische Ausfuhr m Jahre 1916 575 Millionen Rubel gegen 1512 Millionen im Jahre 1913 betragen und die russische Einlubr 1916 2682 Millionen gegenüber 1374 Millionen im Jahre 1913. ____________

Oer Krieg gegen England.

Die englische Finanzlage und ungeheure Steuerbelastung.

W. T-B. London, 25. Juli. lDrahtbericht. Meldung deS Reuteiscben Bureaus.) Bonar Law brachte eine Kreditvor­lage über 650 Millionen Sterling ein, wobei er sagte: Es bandelt stch um einen Kredit, der um 150 Millionen höher ist als irgend einer der früheren. Die durchschnittlichen täglichen Ausgaben aus dem letzten Kredit haben den Voran­schlag von 1 Million täglich übertroffen. Bonar Law er­klärte, er sei einigermaßen enttäuscht, daß trotz der Hilfe Amerikas die Vorschüsse an die Alliierten zu ge­nommen haben. Man habe sich jedoch immer auf den Standpunkt gestellt, daß die Alliierten ein Ganzes bildeten. Die Bürde, die England auf sich genoinmen habe, sei sehr groß, ober er könne sie als einen Beweis für die eigene Selbst- lcsigkeit betrachten. Er sei überzeugt, daß Präsident Wilson und seine große Nation diese Frage mit Hoch- berzigkett behandeln würden, oder besser gesagt, mit Ver- stär.dniö dafür, daß die Sache der Alliierten eine gemein- s a n> e lei und daß man sich darauf verlassen könne, von den Vereinigten Staaten die Mittel zum Ankauf von Vorräten alle: Art für die Alliierten zu erhalten. Die gesamten Vorschüsse an die Alliierten und die Dominions betragen 1025 Millionen, an die Dominions nur 146 Millio­nen. Die tägliche Nettozunahme an Kriegskosten war, abgesehen von den Anleihen an die Alliierten und die Aus­gaben, die wir ihnen zuckickerstatteten, 300 000 Pfund. Auch ist offenbar, daß der Voranschlag erheblich überschritten wer- den mußte, in der Hauptsache wegen der Alliierten. Die Ge­samtsumme der Kriegskredite beträgt 5292 Millionen Pfund. Kein Land, auch wenn es die größten Hilfsquellen der Welt besitzt, kann mit größerem Recht sagen, tvas ich bei einer früheren Gelegenheit sagte, daß nicht Mangel an Geld uns hindern wird, oen Krieg za g e w i n n e n, worauf wir alle hinarbeitcru DtcKenna sagte: Die vom schätz»