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Zaöeiteüeu und in-_------' „ TVVS«,, «M K ^ • *mt Piiü.m 620 2 M. 6203. Z^en und Mtz» »ir d -Ln. Gemnhr nbernommen
Dienstag» 17. 3uli 1917.
Morgen-Kusgabe.
Nr. 358. ♦ 65. Jahrgang.
Waffenstillstand.
o m Hchcn dem Scheiden des alten Kanzlers und w, Komnien des neuen hat der Reichstag eme Au- £Ä~». Di- m-ift-n am Freitag nach Hause gefahren, um erst am Därmen.' taa dieser Woche nach Benin zuruchznkchcen. ffsi dieser parlamentarischen Ruhepause werden ^fentlrm auch die Waffen ruhen, die rn der Presse für oRv den
zurückgetretenen Kanzler oder einen der vermeintlichen Kandidaten so ivild gesckMunyen wirrden ^n ^eser ttmiichenzeit ist aber eine kteme Rückschau auf o, BtWtä in den jüngsten Tagen erlebt haben vonnöten. Man kann nicht behaupten, dag jener r olle Q: a m p r und seine B e g l e i t e r i ch e i n u n g e dem Ern st e d e r Sa ch e oder gardergro st e n Zeit vn i: b x ct ctciDcfen rodten. @tti r \ = 2*
zweifellos schwer gesündigt, und man mutz da.' ruhig ouÄvreä^n um auf dem Umwege über „die deutsche Öffentlichkeit einen Rückfall in solche Zustande zu ver-
war schon außerordentlich bedauerlich, datz die Preise die als strengvertraulich m der Kommission machten Ausführungen w'.röffentlichte wenn man dabm auch wird zugeben muffen, datz di«. , ^ndrslrelion letztlick) auf Abgeordnete zurückaehen, die ja neben den Negierungsvertretern allein Zutritt zu den ttusch st- Lerbandlmigen haben. Sckstimmer noch stnd jedoch die MfrSeÄn, die über dw Vorgänge nn Hauptauäsckwtz gleich zu A^ang verokfentlickst worden sind. Es war em alldeutsches Blath oa. zuerst oen Namen Erzb-rger nannte, und.«^- Blatter der
f»Ä« d-ft-nd» hat. Im "N°° 'Md
durch alle diese Veröffentlichungen f a lscge Jt
entstanden, die , zweifellos w e der zu uni er n Gunsten noch m der Richtung eurer Abkürzung
des Krieges gewirkt haben. . hnr
Außerordentlich m beklagen war auch dre vor
»^itiae Veröffentlichung der r^riedens-Res lution, die in einem reckstsmationalliberalen Blatte ^ erfolgte. Bei der Entschließung des Reichstags, der wir nicht ohne große Bedenken entgegensehen, sollte , es sich doch um eine Kundgebung handeln, deren il n- ...ittelbare Wirkung auf das Ausland bereai- net war Dkse Wirkung mutz aus gelöscht werden, wenn der Wortlaut der Entschließung m alle Wett aelanate ehe er noch antragmäßig dein Rcichstags- Der ganze VEgang wirft ernl ?chE)t e s^Rcht mif die Uelbstdifziplin der deutschen ffi efefÄ der x ei ch sh au p tftä dtif chen und unwillkürlich werden Vergleiche gezogen Zwlschen
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tuna die beif-i'ttSwerse die franzofffche Presse m oen Lagen der Geheirnsitzrmg der Kanin«?r bewahrte
Das trübste Kapitel der letzten Tage ist aber un streittg die Art, wie »on einzelnen Fettungen der Knmvf aeaen Herrn v. Bethmann Hollweg ge sücht worden ist. Nicht nrir. daß man schwere perjon liche Angriffe gegen ihn richtete, es wurden l»aat Un Wahrheiten direkt erfunden, nur um ihm zu üid-dew Ein altes einst angesehenes Berliner Blatt hauchte im Fettdruck 'allerlei Angaben, die fotoohk von dem halb- amtlichen Teleüraphenbw-r-'cm wie auch von^ der Zen trumsvartei dementiert werden mutzte». Bisher kannte man "glücklicherweise derartige ArEcertungen w« der deutschen Presse nicht, und es wirre wirklich zu wünschen, wenn sie zu einem Wandel in den britischen Kampf- wrmen sichren würden. Datz sogar offenbar zu Dieb ftchl^ und FÄfchung begriffe« worden rü.nurnm^n verhaßten Kanzler zu verdachkg«l. bleckt hoffentlich dauernd ein vereinzelte trarunges Tnrgms.
Ein grundlegender WcmdÄ wird aber nur durch eine Einwirkung der breite« Öffwitlrchkert zu erzielen s«in ^«edes Land hat die Preise dre es verdient. ^.Das Publikum mutz seinMseits darauf achten, datz das Wesen fver Kenfationspreffe eme notwesdrge tut' schrä^img erfährt, und auch der einzel^ Staatsbürger wird sich freihalten müssen mm allen Erregungen und Übertreibungen, dre nie noch em Zetch« politischer Reise g«vesen Md.
rnittgcn Wttder st amt. Sogar die freikonservative ..Post' und Ä«ge national g-kärbte Blätter wenden sich gegen diese Kandidatur.
int NerrstesetzUAst des Auswärtige« Amtes.
Dn. Berlin, ist. Juki. (*«. Drahtbericht, fr.)
8 T." schreibt zu dem bevorstehenden Wechsel rn der Leitung S Unartigen Amtes? Ans ^apenhag« tel^r«ph«-t nier dortiger Berichterstatter? Der Gesarwte Gvaf zu )rockdorff»Aa«hau hat bisher kerne B- - -. m Uhronfan» de» Staatssekretariats des Aus- Die Absicht, den Posten des t-x 4 »terrrtärS Herrn v. Hiutze cmzuvertrauen, begegnet ^^^mrsstchendeu Presst und bei den linksstehenden
Die Beurteilung des Grafe« Brockdorff- Rarrtzau ia Dänernarr.
W.T-B. kvpenhagen, 16. Juli. lT>L 2 htberrch.) ^ dem Gerücht, daß der hiesige deutsche ^^dte Graf Br°L dsrff-RaNtzau zum Staatssekretär des Auswärtigen e - nnt wäre, schreibt ..B « r l i n g s k e T i d e n d e : Schon,13 - wurde Graf v. Drockdorff zmn dsutjchen Gesandten rn K°pe Hagen ernannt. Dies war eine Aufgaoe, die, ganz seine .3 tereito? in Anspruch nahm. Durch verwandtschchckicge -lande ist er an Dänewatt geknüpft und fühlt Landes. Seine Ausgabe war. dre KundschaftVerb düng zwis^n Dänemark und Deuttchlmw aufrecht 3 halten und gutnachbarliche Beziehungen Sw'schen Ländern zu erlMten. Für diesen Zweck arbeü-te er in den Jahren, die er hier verlebte, mit >uiwandelbarer Energie, und hier, >rie überall, wo er war, zeigte er eine ) a s- u n glaubliche Arbeitsfähigkeit. Er arbeitete soz scmen T»g nr.d Nacht, was natürlich zur Folge hatte, datz er ein iebr zurückgezogenes Privatleben führte. Seit oem Aus- b"ch deLeges' bekam der Graf einen Zöllen Auftrag nack- dem anderen. So wurden chm Re Botschafterposten Wien vr.d Kcnstaniinopel angeboten, aber er l^te beide , da er Dänemark während des Krieges mcht verlaßen^wollte. S°in Wunsch war, nach dem Kriege deutscher Botschafter i Petersburg zu werden/ Der Gesandte, welcher unverhmratet ist ist ein Vetter des früheren deutschen Betschafiers i Washington, L Grasen' Hernstorff. Für Dänemark mutz es sicher als großer Verlust bezeichnet werden, datz mn so sein er und v° rständ ni sv ° ll e r D ' p l 0 m at uns verläßt. Mit großer Spannung wird man der Wahl sein -
Nachfolgers entgegenfehen. ;,*wn Krise
..Politiken" schreiben? Wahrend der jetzigen Krise
stand der Name des Grafen Brockdorff-Ranhau mei,r.ach Vordergrund, und daß der G-smidte nun zum S^«^sekretar des Auswärtigen Amtes bestimmt fern soll, klmgt sehr wahr ick»einlich. Denn Gras BrocQorff ist als «^er der hervor räöenditen und gebildetsten Diplomaten Dcutschlants bekannt. $dne«*arf hat während des Krieges die besten Beziehungen zu den Vertretern der ver,chieden«n Staaten auftecht erhalten, welcher Mächteg^ippe ihr Vawr-
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'■«rofpn Brockt orsf gibt es nur ein Urteil: Er hat ein jeiteries Verständnis und Interesse fiir unsere Berhaltmsse gezeigt. Wer'n Graf Brockdorff nach Berlin berufen wird, um t>en ber= antwrrtungsschweren Posten deS Staatssekretcrrs Rs Aus- wäriiaen Amtes m übernehmen, so tmxb die Nachricht I) mit Freude empfangen, obgleich Dänemark dadurch von chm iiebnrt2nm! DerGras zeigte während des Kriegs dak er die schwierigen Verhältnisse, unter denen Danema lobt versteht. Er hat selbst Gelegenheit gehabt, festzustellen, das- unser N e u t r a l i t ä t s w i l l e und eng s a m ist. Wir werden deshalb in seiner Ernennung zum Staatssekretär L Gewähr dafür seljen, daß die g u t e n B e z i e h um g e n zu Deutschland fortgesetzt werden.
Die Beuachrichöigunq deS Königs von Bayern durch de» Kaiser.
Br. Berlin. 16. Juli. (Eig. Drahtber.cht. zb) Den KauKerwechsel hat der Kaiser sofort rmch ^ner dem König von Bayern dcchtück, angezeigt. Der Kbnlg hat diese Drahtung alsbald dankend errmdert und zugleich an
den scheidendem Reichskanzler Worte wärmster
Anerkennung gerichtet.
Die Skulnahme des rr«nrre§«echfels im Zeindeslager.
Die Meinung der franzvfifüjen Pr^fe.
Br. Zürich, 16. Juli. (Gig- Drahtbericht, zb.) Die frni'iöstkchen Blätter, die mit eintägiger Verspätung «m^ der Schweizer Grenze eingetroffen sind, bchgndelu die Vorgänge UiDeutschland bis zur Ankunft des Kronprinzen ^n Berlin und sttiic Nüteeredarrg-Mit den Parteiführern, --ie ?chtunq->i sinRn dieses Ereignis sehr aiiffallend und, legen f S«£, daß der Kaiser bestrebt sen seinepersonliche Beranlwortlichkeit zu verringern. Der .Petrt Parffien agü Kaiier stehe zwischen zwei Strömungen. Die Volks» masfe und die Mehrheit des Bürgertuins wünscht den Frieden u-ch chne demokraüsche Regierung, die Aristokraten, Re ^razwelt uiid die Großindnstri- wünschen den Kn«« und di, Beibehaltung der imperialistischen Verfassu ng. De r Kcns« ^ftrLfich chfthr schwierig« Lage. - Der „Tempk" glautch dos gleiche Wahlrecht im Preußen werde zur Folge haben, Rch das Zentrum die ausschlaggebende Parier, im geordnetenha»se werden wüttre. Dies wutte /«ne gegen Re Annexion bilden. Der .Temps kommt zu dem ^luß daß Re Demokratisierung Deutschlands rmr J'tte Verstärkung der Herrschaft der Hohenzollern be» ^t^ ^Lrbe - »Journal des DSats" schreibt, man wette dem Parlament Zugestäichmsse machen und nm-rwsen IissAN dai Deutsch!arid ein parlamentarisches Regime bekommen habe. Dies werde für den Stolz der Junker pemlich sein, aber am Sachverhalt nicht viel ändern.
W T-B Bern, 15. Juli. Die einzige heute vorliegende iranüWche ZeiiLMg erklärt zmn Kanzlerwechsel, man wense ivteum -eirMch vor» der Warm M der den Krieg
erWrt hat, und schließe daraus, daß «r wenig dazugeeignet sei, über -dem Fritten zu vertzin-deln. Der Wumsch nach Beendigung des Kriegs scheine in Deuftchland rajch an Bttem zu gswinnem, denn Re öfftmtlichk Meinung ver- «lamge einen Kanzler, der fähig ist, den t e t t e n d e n »Vertrag abzuschließen. Wer Rese Anzetchen, dm immer noch täu,scheu können, dürfe man stch nicht allzu sru., srensn. Wenn Deutschland den FrieRn wünsche, jo wipe man imimer- noch nicht, unter welchen Be-Rnyungen. Auch e> zu bemerken, daß der Grundsatz ..ohrw Annexionen und Ent- schÄRgungen" die Rückkchr zulm Status gno nute, wovoit Frankreich um keinen Preis wißen wolle, da ,n ihm wtter Rückerstattungen nock) die nötigen Wie-dergu.- machnngen inbegriffen seien, im Reichstag immer ftarkerkn Widerstand finde. Deutschland verzichte demnach auf erneu Eroberungsfrieden nicht; so lange es in dieser Geistesverfassung sei, wette es nicht angängig fein, seinen pasffi,trjch-.n Tretbereien Beachtung zu schenken-
Englische Presscstrmvrrn.
Sr. Haag, 16. Juli. (Eig. DralMericht. zb^ Da? HollänRsche Neue Bureau meldet aus London: Der Rücktritt Bethmann Hollwsgs und Re Ernennung des Dr. M'chaeli^ wirb in der heutigen Londoner Presse ntit ttner Mischniig von Skepsis und Zufriedenheit betrachtet. „D a i l y Marl schreibt: Michaelis ist Bureankr-at. H iud enbu rg s äci l i^- t a r i s m u s hat der Demokratie gegenüber t r i u mp h re r >, aber das Volk ist ganz in Ekstase über das kleine Zugestaue- Nis das ihm bezüglich des Wahlrechts gemacht wurde. .Daily Telegraph" schreibt: Bethmann Hollw^'st m unvermeidlicher Konsequenz dos Systems ge«fallen. Wir er» warten keine sofortige Demokrattsn erung mehr. Wahrscheinlich witt der Karser versuchen, d-e Lage durch VersprcchungWi zu retten, aber Res witt viel schwieriger, weil die Schleusen der pokitischon Änderungen nun einmal geöffnet sind.
Hfterreichisch-ungarischer Tagesderichl.
W.T.-B. Wien, 16. Juli. (Drahtbericht.) Amtlich ver» lautet vom 16. Juli, mittags:
Östlicher Kriegsschauplatz.
ttn den Südkarpathen und südlich des Dnjes.r wurden Vorstöße feindlicher Erknndungsabteilungen zurück qe w i e s e n. Sonst weder im Osten noch an der albanischen Front besondere Ereignisse.
Jtalieuischer Kriegsschauplatz. -
Bei Jamniano scheiterten mehrere italieni,che Teil»
angrisfe. ^er Chef des Generalftabs.
Ereignisse zur See.
Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Linienschiffs l-utr-ant v. Traov, hat am 8 . einlr will.arische . l'a a e ii von D e r n a (Nordafrika) eine Stunde hmdnrch mit a^iter Wirkung beschossen. Das Feuer der ffind- lichen^Landbattecien war erfolglos. Flottenkomm-mvo.
Der venlsche KbenDbericht vom \ 6 . Juli.
W. T.-B. Berlin, 16. Juli, abends. (Amtlich. Drahtoe- richt i Im Westen mehrfach lebhafte Fenertätigkelt.
Im Oste« keine größeren Kamp fhandlungen.
"Ver amtliche bulgarische Bericht.
tV D -B. Sofia, 16. Juli? (Drahtbericht.) Amtlicher Taattbericht vom 15. J«li. Mazedonische Front: Nach einem heftigen Artilleri-f-uer vevsuchw eine engl.scke Jufanterieabteillung gegen einen unfieier PvstM westlich Dviransees vorzugchen, wutte aber rm Handgranaten- ka-mpf zerstreut und Leß mehrere Gowehve, eine große Menge Bomben und anderes Kriegsmaterial in unseren Händen. An der übrigen Front fchwachos Arkilleries«.uer. Rumänische Front: ÖstLich von Tulcea Juf°nrerw- rM. Artilleriefauer. QfMch Mahmudiern der Nahe R-r Dönier Murn Koej und Dumavetz überschritten^ rusftiche E - H^ungsabteilungen, ausgerüstet mit Maschinengewehren, währwch der Nacht aus Fahrzeugen den St. Georgs- Kana l und versuchten, unsere vongefchobenoii Posten anzu- grcifen. Sie wurden jedoch durch Ge-gMangriff ver» tri eL-en. .. .
Der amtliche türkische Bericht.
W T-B. Konstantinoveh 16. Juli. (Drahtbe richt.) Air t- licker Bericht vom 15. Juli- Außer 'Patrouillengesechten und leichtem Arttlleriefeuer an der kaukasischen H-ront und Sinaiftont keine Eveignifse.
Die Lage im Yemcn.
W T-B. Konstantmopel, 16. -Juli. (Drahtbericht.) D,e
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hem Schutz ieiuer Kttegsfchifte er-ne Wüschen Hodmda
