Verlag Langgaffe 21
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13 Ausgaben.
Fernruf:
„r-,»latih-ns" Nr. 6SS0-S3.
Bon 8 Uhr morgen« bi« 7 Uhr abend«, anher Sonntag».
Der Tagesbericht vom 6. Juli.
lSlmttich')^' ® T °b tä Hauptauartier. 6. Juli.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Du"st mld Rege» herrschte tagsüber nur die £1? 0 i. tt e ©tellungskampftätigkeit. Abends lebte ber befferer Sicht das Fener vielfach auf. Nachts ?Ä Ir ? Erknndungsgefechte ab. Hart nördlich der Aisne holten «toßtrupps eines württembcrgischen Regiments nach erbittertem Nahlampf eine große Ähl von Franzosen aus ihren Gräben. B B 10
Östlicher Kriegsschauplatz.
Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.
Vr Iftin! -3 b010 w und Brzezany nahm gestern tlrwVh 1 ! rl f ? ™ protze Stärke an, ließ nachts ""ch “ nb sich bei Tagesanbruch wieder gesteigert.
' bct Brody und Smorgon war die
Feuertatlgtett zeitweilig sehr lebhaft.
Front des Generalobersten Erzherzog Joseph
«.•.♦SS"** 33 ™ reit J teüun9en rumänischer Jn- f ^ngnft gegen einige von uns gehaltene Hohen südlich de» Capnu-Tales wurden durch Ber- mchtungsfeuer zerstreut.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen
An der untereil Donau war der Feind unruhiger als in der letzten Zeit. v ö
Mazedonische Front.
Keine größeren Kampfhandlungen.
. Der Erste Generalquartiermrister: Ludendorsf.
Vas Illniergebnis erheblich höher als da; des Mai!
53 600 vr.°R.-Tonnen!
n !"?'• ® frIin ' 5 - Juli- (Amtlich.) Durch unsere t io* tnb tm Atlantischen Ozean und in der Nordsee wei- ere l8 Dampfer, 6 Segler und 3 Fischerfahrzeuge mit 53 609 Brutierrgistertonne» versenkt worden. Unter den vernichteten Schiften befanden sich die englischen bewaffneten Dampfer „Jsle of Jura" <3809 Br.-R.-T.l init 2000 Tonnen Munition und 3197 Tonnen Koks von Middlesborough nach savona, „Buntstrick" (8151 Br.-R.-T.) mit 19 090 Tonnen « t u ck g u t von Plymouth nach Gibraltar, „Serapis" (1932 Br.-R.-T.) mit Kohlen von Glasgow nach Marseille, “” b Steuermann gefangen genommen, d.-r englische Dreimastschoner „Biolet", der italienische Dampfte »Bald.ere" <4637 Br.-Rr.-T.) mit 600,' Tonnen Munition von New Orleans nach Genna, der portugiesische Tampftr »Espluno" mit Gerste und Mais »nd sehr vielen « ch w e i n e n von Casablanca nach Lissabon, der russische Schoner „Wera" mit 712 Tonnen Tonerde von Poswy nach Eadir, „Gaita" mit 609 Tonnen Salz nach Island, ferner zwr I Danlpfer mit Englandkurs, die mit T v rp e d o- Doppelschuß aus einem Geleitzug heransgeschossen würben, ein mittelgroßer, schwerbcladener Dampfer aus Z e r- Norersicherung heransgeschossen und ein bewaffneter großer Dampfer mit Kohlen von Amerika nach Osten: ern neutraler Dampfer, der in Charter der französischen Regierung fuhr, hatte Gewehre und Munition «m Marseille nach Dakar an Bord. Die Ladungen der übrigen versenkten Schiffe bestanden, soweit sie haben fistgestellt werden können, aus Kohle, Stückgut und Wolle.
Auf Grund der bisher vorliegenden Meldungen unserer u-Boote ist schon jetzt zu übersehen, daß die N-Bootserfolge »es Monats Juni die des Monats M a i erheblich übersteigen werden. Der Chef des Admiralstabs der Marine.
> Der Kriegsmftister Baker dankte dem Marineminister Daniel schrift- Ilch für die glänzerde Wassenlat der amerikan,scheu Mariae, die ein guter Anfang sei und das vortreffliche Zusammenwirken von Armee und Marine beweise. (Der „B. L.-A." bemerkt hierzu: Daß der
MarlnemiNister in eigener Prison sich zu diesen, Schwindel hergibt, ist wohl nur für dcuische Begriffe ein Stein des Anstoßes; in Am-rika aber muß immer der Zweck die Mittel heiligen. So kann man auf mesem Hochs! einfachen Wege ..eine glänzende Waffen,tt" buchen. Wir können den ruhmredigen Leuten jenseits des Ozeans diese Art Erfolge ßonneit) '
Die Lage im westen.
Der neue Luftangriff auf England.
W. T.-B. Berlin, 6. Juli. (Amtlich. Drahtbericht.) Die
deutschen Luftstreitkräfte fügten den Quellen der englischen Kraft einen neuen schweren Schlag zu. Der Angriff galt diesmal einem der Hauptstützpunkte und Schlupfwinkel der englischen großen Flotte. Am 4. Juli, vormittags 8 Uhr, clschlenen deutsche Flngzenggeschwader über Harwich und belegten die Festung und den Kriegshafen ausgiebig mit r a r« d- und Sprengbomben. Die Großflugzeuge erzielten auf den Arsenalen, Barackenlagern, Docks und Werften, auf einem Flugplatz und auf mehreren Kriegsschiffen zahl- reiche Volltreffe r. Die klare Sicht gestattete eine dent- liche Beobachtung der Einschläge. In den Docks entstana ern großer B r a n d, der während des Rückfluges über Sec noch lange zu erkennen war. Der dem Gegner zngefügte militärische Schaden ist bedeutend. Der Nachrichtendienst des Feindes hatte diesmal besser gearbeitet. Schon von der Themsemündung empfing das Flngzenggeschwader mn starkes Abwehrfeuer der vor der Ostküste liegenden britischen Secstreitkräfte. Der Gegner folgte mit dem Feuer während des ganzen weiteren Flnges. Eine besonders starke Gegenwirkung setzte über Harwich ein. über der Festung kam es mit den zur Abwehr aufgeftiegenen feindliche» Fliegern z» zahlreichen L n f t k ä m p f c n. Sie verliefen ergebnislos für den Gegner. Der Rückmarsch führte in gerader Strecke 159 Kilometer über See. In der Gegend von Z c e b r ü g g e erwarteten neue feindliche Kampfflieger von der Station Dünkirchen bas Bombengeschwader, aber auch die mit ihm sich cntspinnenden Cinzelkämpfe brach, trn dem Gegner keinen Erkolg. Die deutschen Flugzeuge sind vollzählig in dem HeimatHafen gelandet.
Wochen beginnt der Wmteefeldzug. Nach einer großen Zensur- lvcke schreibt das Blatt, es sei gut, um Niederdrücken de Enttäuschungen zu vermeiden, sich nickt allzu großen Hofft-ungen bezüglich der Hilfe der Bereinigten Staaten hin. xugeben. Der Rest des Artikels ist gestrichen.
Die großen Verluste der Russen.
. W. T.-B. Stockholm, 6. Jul,. (Drahtbericht.) Lau, > „Aftonbladed" besitzt der Arbeiter- und Soldatenrat itj Tcrnea die Drahmachricht, drß die Offensive in Galizien den Russen nicht weniger als ne u n Divisionen kostete.
Die Ereignisse in Griechenland.
Griechenlands völlige Knechtschaft.
2ftrn, 5 Juli. „Temps" meldet aus Athen: Der König hat einen Amnestieerlaß für alle politischen Verbrechen und Vergehen unterzeichnet, wie Majestätsbeleidigungen, Verleumdungen und Vergehen gegen König Konstannn und die Mitglieder der Königsfamilie. Ferner sollen Fahnenflucht und militärische Nichtstellung außer vor dem Feinde in der, Straferlaß einbezogen werden. V e n i z c l o s und mehrere Persönlichkeiten der liberalen Partei werden die Provinzen besuchen, um das Volk aufzuklären. Am 14. Juli soll dos französische N a t i o n a l s c st feierlich begangen werden. Zu der Übernahme aller Schiffahrts- Verbindungen durch den Staat meldet „Patris": Die Regierung handelt im Einvernehmen mit der Entente. Falls de: Schiffsraum für griechische Bedürfnisse unzureichend ist, werde die Entente einen Teil der beschlagnahmten griechischen Schiffe wieder zur Verfügung stellen. Die neue Regierung hake beschlossen, dem König einen Erlaß vorzulegen, durch den die von der Salonikier Regierung aufgenommene 2L-Millionen-Anleihe der griechischen Staatsschuld ükerschrieben wird. — Die anffvenizelistischen Abgeordneten beschlossen, sich während der Wahlperiode aus Athen zu entfernen.
Deutsches Reich.
Zweimaliger Angriff auf die amerikanischen Truppentransporte.
)v, T.-B. Washington. 5. Juli. Nack, einer Mittei'ang des -llmnnesekretärs Daniels sind tie amerikanischen Truppentransporte «,®6tntal von deutschen Ü-Beoten angegriffen worden. Die ^aiisporte waren in verschiedene Kontingente vrrtnlt, die aus ft-uppenschiffen und einer Eskorte von Kriegsschiffen de- »den. Die Eskorte sollte im Ozean durch die amerikanischen ^orpedojaxer. die jetzt in den europäische» Gewässer» ove- werden. Der erste Angriff fand am 22. Juni, b ji 11 Nhr, statt, infc zwar an einem Punkte diesseits von dem ^ravredeten Nendezvcus.Platz mit den Torpedojägcrn. Eine große toJJ Q '’ f bDn N - Booten nabm an dem Angriff teil. Sie ig” 1 »ber von len cökcrticrenden Torpedojägern auZetmuiderze- wei.7«r wurden ^ mindestens 5 Torpedoschüste gezählt. Der geffO.. ^. ettt ,’ 9C Tage später auf ein anveres Kontingent läse? 5 Es geschah imsetts des Rendezvous-Platzes. Tie Torpedo, »in. Grer cvn-Granaten, die erst in einiger Enifwnmlg
Echvff? e . J i !rh £ en ' ik» einen, Falle kam nach einem
^ct lc- aU I etr Wraüholz nach oben, so daß dm U-
oitenbar getrrfien m,d in den Grund gebohrt war
Erfolgreiche Angriffe deutscher Flugzeuggeschwader an der Westfront.
. Berlin, 6. Juli. (Amtlich. Dvahtbericht.) Die
deutschen Flngzenggeschwader unternahmen in den letzten Nachten zahlreiche Flöge. In der Nacht zum 3. Juli gcisf eui Geschwader das englische Munitionslager bei U r re mit £600 Kilogc imm Bomben an. Der Erfolg war durchschlagend, obwohl das angegriffene Z^el 30 Kilometer vor ^unserer Front liegt, kennten unsere Truppen in ihren Stellingen bi e r gieße oi feinanderfolgende Explosionen ‘J n ‘ ) anien bis znm Margen anhaltenden Brand beobachten. Am Nachmittag des 3. Juli warfen ardere Geschwader 2500 Kilogramm SSotrfen auf die Bahnhöfe von Chauny i. n d T e r g n i e r sowie auf französische Truppenlager s <.r\l" !L e * l '^ Un ^ Iveitere 800 Kilogramm Bomben auf seirdliche W a l d l a-g e r b e i C r a o n n e. In der Nacht zum 4. ^ulr griff ein Bembengeschwader die Jndustriean- von Pempey im Becken von Ranzig an und warf 6o00 Kili gramm Sprengmunition auf das Ziel. In der Zeit von Io ois 3 Uhr nachts felgte ein Angriff dem andern. Dabei gingen eie Flugzeuge zum Abwurf bis auf wenige hundert "Eter herunter. Zahlreiche Treffer im Ziel wurden einwandfrei beobacktet und mehrere Explosionen mit grüner Feuererscheinung festgestellt.
Obwohl die angreifenden Flugzeuge in dem Licht der zahlreichen Scheinwerfer hell erleuchtet waren und von deu Abwehrbatterren heftig beschossen wurden, kehrten sämtliche Flugzeuge in ihren HeinjatiMfen zurück. Auch e:r k'^sehten feindliche^ Flugzeuge konnten die Durchführung des Angrlffs nicht hittdern. Der Angriff hat den für d,e französische Kriegsanörüstung überaus wlchtmen Eisen- und Huttenanlageu einen bedeutenden Schaden zi-gefügt. Ter Schlag trffft die feindliche Kriegswirtschaft um so harter, als dre Betriebe im Ranziger Judustriebecken schon nn'brfoch durch dre deutschen Fliegerarrgriffe auf Tage hinaus sttllgelegl wurde».
Eine Warnung vor Illusionen hinsichtlich der amerikanischen Hilfe.
V i-T" B - ® ,;rn ' 6 - Juli. (Drahtbericht.) Nur wenige sranzosische Blätter stimmLli nicht in den allgenlemeil Juk-ol über die Ankuuit der amerikanischen Truppen ein. Das „Journal du Peuple" schreibt u. a.: Es genüat die Ankunft eines -Kontingents aus den Bereinigten Staaten von Amerika m Paris, um die französische Einbildungskraft sofort zum Bau v o n K a r t e n h ä u s e r n zu ermutigen. Im Vorjahre ging es bei der Offensive Brussilows äbnlich. aber in dieiftr Geistesverfassung liegt eine g r o ß e Gefahr. Wir rechnen auf amerikanische Verstärkungen, es dauert aber sehr lanae, bevor eine amerikanische Armee kommen kann. Der Transport von einer Mbllon Däann kann nur tropfen- w e i > e erfolgen und es ist urigcheuer schwierig. In einigen
Die Erörterungen im Reichstags. Hauptansschnß.
W. T.-B. Berlin, 5. Juli, In der NachmittagSsttznng des Hauptausschusses des Reichstags gab Generalarzt Sechrlzen Auskunft über den G e s u n 2 h e i t s- und Ernährung?- z u st a n d der jungen Ersatzm»nnsckast-u. Bon den Aus- kebvngsärzten sei festgcstellr, drß der Gefundheitszwstand :m ollgemeinen gut sei. Ein Mitglied der Deutschen Fraktion tvünickte hnisichtlch per Wahlrechtsfrage' eine als- baldige Verständigung der preußischen Regierung mit dem Landtag. Die kreikonservatrve Partei werde einer Neuordnung nickt widersprechen. Der weitgehenden Forderung, Polen noch während des Krieges zu einem sebbständi- gen Staat zu erheben, könne ec nickt beistimmen. Ein Zmi- trumsabgeordneter besprach die Wirkungen und Aussichten des U-BootSftieges. Der an der englischen Schiffstonnnge ange- ricktete Schaden könne England zur Friedensbereitschaft zwingen. Der Kohlen Versorgung sei größte Auftnerksam- keit xuzuwendcu. Die Erzeugung müsse durch Stellung von Arbeitskräften gefördert werden, und durch Ausbau der Wasserkräfte sei Kohle zu sparen. So hätte man in einem Jalire leispielsveffe die Wasserkräfte Bayerns erfassen und entsprechend terwenden können. Die Kontingentierung von Zeituugspapier, wie sie vom Reichsamt des Innern angc- > ordnet worden sei, findet den Beifall seiner Fraktion. Die Gegenaktion einiger Berliner Blätter verdiente lediglich niedriger gehängt zu werden. Die übrigen deutschen Zeitungen bätteu sich mit der Neuregelung ahgefunden. Staatssekretär Dr. Helfferich betonte wiederholt, daß der Kohl«,- Persorguug und -förterung die größte Aufmerksamkeit gewidmet werde. Der Nutzbarmachung 2er bayerischen Wasserkräfte sei seinerzeit nähergetreton worden. Es sei aber nicht möglich gewesen, sie in der angegebenen kui-zeu Zeit zu fassen. Sodann teilte er mit, was seitens der Reichsbank »nd Reichs- leitunq in der Valuta frage geschehen fti. Reichsschap- ftkreiär Graf b. Roedcrn kommt ebenfalls auf dft Verwertung von Wasserkräften bei der Stickstoffgöwiumrng zu sprechen und erklärte, daß Bayern in dftser Friae entsprechend berücksichtigt worden sei. Weiterberatung morgen (Freitag) 6 Uhr.
Batocki über die Ernährung.
(Von unserer Berliner Abteilung.)
L - Berlin, 6. Juli. (Eig. Meldung, zh.) Der Vräsiaent des Äriegseruährungsamtes v. Batocki führte heute im Hauptausschuß aus, er erkenne voll den Ernst der augenblicklichen Eri.ährungslage an und dre schwere, sich daraus für ihn ergebende Verantwortung. Die Monate Juni und Jul, seien auch im vorigen Jahre die kritischsten geivesen. Die Dürre in einem Teile Deutschlands habe hinsichtlich der O b st - und E e m ü s e e r n t e die Sftuativn in diesem Jahre noch verschärft. Gerade bei diesen schnell verderblichen Wauen sei die behördliche Regelung schwer zu losen. Die Gefahr, daß die verringerte Brotration nicht dnrchge- halten werden könne, habe gleichzertig bestanden, sei aber jetzt beseitigt. Bon Anfang oder Mitte August werde mehr
