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Kbend-Kusgabe.

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Nr. 315. ♦ 65. Jahrgang.

Weitere bi 177 Tonnen!

rrwei Truppentransporter im Mittelmeer versenkt.

Enthüllung der Raubgelüste der Entente.

W.T.-B. Berlin. 23. Juni. (Amtlich.) 1. Durch d« Tätigkeit unserer U-Boote wurden neu-rd.Ms m den nördlichen Sperrgebieten 21 Ouu ^rmto- rcaistertonnen versenkt. Unter den vernichteten Schufen befinden sich u. a. der englische bewaffnete Dampfer Fnidwrn" (3594 Br.-R.-T.), ein gemrer^ bewaff- net er «nbekannter englischer Dampfer und de,- italie­nische Schoner „Luisa". Von den anderen verrenkten Schissen hatte eines 2000 Tonnen Getreede und zwei weitere Holz geladen. Dre Ladung der übrigen Schisse konnte nicht festgestellt werden. ^

2 Im Mittelmeer wurden von unseren Unter­seebooten neuerdings wieder Dampfer und Segler von insgesamt 40177 Bruttoreg.stertonnen versenkt. Unter diesen befanden sich der ^ n stli"b e -v rnp p t ■ transp ortcr „Carnbroman (5861 Br.-R.-^ft, der

französische Truppentransporter »A.ar^e

(4163 Br -R -T.), die bewaffneten englischen

Tonnen Kohlen und „Benna (18/8 Br.-R.-T.) mit 1700 Tannen .Johannisbrot, ferner Mei unbekannte bewaffnete englische Dampfer von ,e 5000 Brutto- Mi. d.n Schis!» w»-°.° vernichtet, die m erster Linie aus K o h l e n, G e treide, Öl, Wein und Phosphat bestanden.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

W. T.-B. Berlin, 23. Juni. (Drahkbericht.) Dir „Nordd. Mlg. 3tg" schreibt: Der franzSsische Ministerprsstdent - sprach in der Kammer, demnächst die gef)etmcn - mach un«en mit Rußland zu veröffentlichen, «eidem and mehrere Wochen verflofsen, Rib-t hat der L cntl.chke.t nach kein Wort über die Geheimvertrage mitgeteilt. Dagege w7rde^L schweizerische "^istis^ Mätter e °m.t, daß er in der letzten Geheimsttzung der Kammer einige t gaben über ein im Februar zwischen der französischen und d^ russischen Regierung unter englischer Zustimmung schloffenes Geheimabkommen machte. Frankreich sskltr «rna.., erhalten: Elf°ß - L-t hringeu. d'S . Saargebr-t

z . äwwä Haft

der Schleier zum Teil gol,oben. R.b-t, der ^rr- trsüenSmaun des franzöfif^n ^kes hat noch nE gewaM, sich zu dem enthüllten Programm zu bekennen. Wir warten ab, ob dies demnächst geschehen wird.

Est, Schlag gegen die grobe» deutsche» Zeitungen.

Wertere Versenkungen.

W T.-B. Rotterdam, 22. Juni. Wie ..MaaSbode" mel­det. wurde der schwedische Dampfer „Hastings (878 Bn- auf der Reise von Seneyambien nach Bristol mit Erd-

«ffen bei Brest vers«mkt.

, w. t.-B. Ainsterdam, 22. Juni. Der Ymuider Fischtotzgec „Hondriea" ist in der Nordsee von einem deutschen Untersee­boot versenkt worden.

W T.-B. Kopenhagen, 22. Juni. Das Ministerium re- Austern teilt mit: Nach einem Telegramm der dänischen Ge­sandtschaft in Paris wurde der Dampfer „V a e r r n g am 18 ^uni im Kanal versenkt. Ein Heizer ist umgekomMen. Nach" einem Telegramm der dänischen Gesandtschaft m Lon­don wurde der dänische Motorschoner »K o r n s o e von Spanien nach den Faroer-Jnseln ml einer S o lzlad u n g. ffm ^lwii versenkt Der dänüche Dcrmpfer „Dorste Jeus«n" ist arrf eine.Mine gestoßen und in der Nordsee

^wVb Bern. 22. Juni. Nach dem ..Petit Pariste>i» nahm ein französisches Patrmnllenschiff ^

Bretagne auf hoher See 50 Mann der Besatzung <nn«ß «r- Wften englischen Damsstiers auf. Das Patroulllenfchfff hcstto ei n Gefecht mit zwei U-Booten. Ein ander-- Patrouillenschiff des qleickwn Geschwaders hatte tags zuvor 40 Mamr eines versenkten italienischen Sch'sies aufgenom- mem In St. Raffael landete ein franMsches ^miwdoboot mr^rkMrm täyeiex bexynttex iterli^Rlscher Segelschiffe. Am

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Ärmelkanals versenkt; die Besatzung durch ein Torpedoboot gerettet.

was 869000 LruHareaistevtannen bedeuten.

Ein täglicher Schiffsverlust gleich dem von 68 Güterziigen zrr 7V Achsen:.

- Berlin, 22. Juni, (zb.) Die Mmbente unferer Unwr- seeboote betrug 809 000 Bruttocemstertonnen Schrffsra.-^ Da fast ausschließlich gewöhnliche Frachtd versenkt wurden, deren für Ladung nutzbarer Raum besonders groß ist, da für Unterbringung von Kesseln, Malchrrien. Kohlen Ausrüstung usw. wenig Platz verbraucht wird, so Wf mon rechnen vast 809 UOO Bruttureggtectonnen unge­fähr 550 000 Netto regiftectonnen entsp^'"-. m «. _r.___ 3 ) CTdiW itCH. 10 TDCTT

Noch immer dieselbe verhaßte Fronllinie wie Herbst 19 Z. 4 .

Ei« holländffches Urteil über den mißlm.genen Durchbruchs­versuch und Amerikas Rolle.

W.T.-B. Berlin. 22. Juni. Der „Nieuwe Rotterdams^ Eourant" schreibt in der Äbe:id,iusgabe vom 20. an.. Z

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immer die den Franzosen so verhaßte veutscye Frontttm«, da wo sie sich am H e r b st e nh e 1 9 1 4 ^

Engländer und Franzosen 9 -bssir vor da- Kr-e^el mese.

, vnrchbrechen. Dieier Berpuh ist kläglich mitz a öckt Da die Entente trotz aller Anstrengungen Mit DeutWand^ nicht fertig wird, erwartet ste alles voii der HUse Amer-kas. Darum also und allein üarum mutz das nmtrole Europa einem vierten Kriegswinter mit seinem Elend entgegengehen.

Erweiterung der englischen Front.

W. T.-B. Amsterdam. 22. Juni. „Armeen Handels- Maib" berichtet aus London, daß englische Truppen den bls.,or von F r a n z 0 s e n und B e l g i e r n beschten Abschnitt nord- lirh von Dpern übernommen haben.

Deutscke Flieger über Nancy.

W T.-B. Mn. 22. Juni. ..Nouvelliste de Lyon" meldet aus N-noy: In der Nacht zum 17. Juni seien vor-deuten Fliegern etwa 15 Bomüon geworfen worden. Der Sack)- aber 50 Militärpersonen wurden ge^e^od^vmletzt. Bisher betrage die Zahl der Toten 17,

Der «orstosi der Thüringer auf den Poehlberg

Verdoppelung dieses Rrnmm.aßes ergibt sich, so weit

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welche in Frage komme i, 0 « ***¥*# in metrischen Gewichtstonnen zullOO '-90 Nettv^-g-st-ct»n»«i besitzen, also eia Ladegewicht von .und 1,1 Mrllronmi werrischen Tonnen.

Die Betrievsmittek »er volisvurrgen E-sen- bahnen in Deutschland umfaßte« im Jahve 1914 ,u»ch der Reichksiatistik rund 700 000 Güterwagen mit einem natz- Lren Letegewicht von 10 L, Millionen TEN. Em Zchakl dieses Betrages hätten die un M.« verhakten .y^nd-eisich,f,e loten können Gemesien an Eisenbah-lwog.:m dm dem Smnwi- länder als Maßstab für Bewirbt smengen.voller sind Reoiltortcnnen. hat die Entente UN M-n etwa 7 9 0 !> U Güterwagen zu durchschnittlich etwa 15 Xwten sghigkeit verloren, ober noch anschrMicher assgedruckt 2 0 0 0 ■aiiurlice -u ie 70 Achsen. Das ist em täglicher Schiffeverlust — ansgedrückt in Gisenbahnwage» fcwa uicbi syeitttrer alö 66 GrÄerzügLN.

wt t “R SSertttt 22 Ioni. An bet f I o n b z i f c 1 ^ 6 u

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famgene aus den englischem Gräben.

cv„ her Geaend von St. Quentin herrichte cegö

Patiouillentäti^keit. ÖstSch Lempi« sowie südlich St Onentln mochten deutsche P -trouillen erwlzreiche, Vorstoße --nd brachten Gefangene und Maschinengewehre wn.

An der Aisne und in der westlichen Echrmpigne hat sich die beiderseitige Kamoftätigkeit bemerkens­wert oesteiaert. Bei dem im Heeresbericht genannten deut- scken Vorstoß auf den Poehlderg zeichneten^stch tburin­dische und sachsen- altenburgische Stoßtrupps be- s^drrs aus. Dem Angriff gingi kein Trommelfeuer voraus, inrtorn ütialich kurze Frueruberfalle durch Minen- Werfer' Die überraschend vorbr-chruden Stoßtrupps uber- in ftiraer ZÄt die französische Destitzuug. Unter per 190 Gefangenen ^befinden sich 2 Offiziere. Die Fran- ?rsen griffen die ganze Nacht hindurch dre verl«euen {g»Ä Alle griffe wurden in der erobern Stillung abaewiesen. Erst beim s i e b e n t e n Angriff gelang es ihnen, den äußersten linken Flügel der eroberten neuen SteL'img etwas zurückz^rücken.

Das Bezugsrecht der Zeitrngen auf Popiec ist meder- holt durch ministerielle Vecorvnung eingeschränkt woiwei Durch eine neue Verordnung sollen Zertumm -- 1. Juli an auf eine Ration gescht werden, tne nicht mehr erträglich ist. Die .Kölnische Zeitung macht hierzu Bemerkungen, die unseres Erachtens d u rcha u s z tr7ffondsind. Das Kölner Blatt schreibt unter, der obigen

Isberscbrift: ^ „

behe, so brauchten wir an dieser stelle daraus mcht e.Ng eilen- die Gefahr aber, die aus der Durchfuluung bo: Ber erbrtttne drobt, daß nämlich die Zeitungen ihre .«glich wich­tiger werdendem Aufgaben unter immer schwrerigmmi Vor- hältnissen erfüllen und daß ste schop mit d,r Moguchrmt aor Wahrscheinlichkeit rechnen müssen, eines Tages >1* Pflichten übeihaupt nicht mehr erfüllen zu können, die, - fahr geht jeden Leser, geht auch dre Regierung an. sie le- drrht gmcdezu die glückliche Entwicklung oer DiU^, sie macht e ; r,c Waffe stumpfer, die wir dringend nötig haben und'S bcct scbäifer und härter werden müßt«, fr naher wir >w; Ent- scleidung' kommen. Wenn die militärischen Offensiven ge- ckeitert sein weiten, wenn der wirtschiftliche Druck sein Z el nicht erreicht haben wird, dann werden unsere Feinde, ehe sie sich dem Frieden geneigt zeigen werden, noch einmal m.t LLmoffen über uns herfallen; mit

Preflenochrichten werden sie versuchen, unser Recht und unfern Sieg -a«s der Welt zu schaffen, um auf diese Weife ein ihnen günstigeres Kriegsende vorzubereiten. feilt wchl, wie sehr ihnen vor dem Kriege die methodische Mistbci'dlung best deutschen Rufes genutzt hat, wie wirkungs- vull da? Zeitvrostrommelfeuer war, daS voii den großen encli^chen und französischen Blättern über die deutsche Polstck lrsgeTn worden ist. Dieses Zerstörungsfeuer wird bald wieder einsehen; und wehe uns, wenn wir dann opne Roh­stoffe da sitzen, den Angriff nicht beantwortra -nd den Gegen- stost nicht führen können. De: großen deutschen Zertangei Harri da eine außerordentlich wichtige Aufgabe, die pe rmr eifüllen können, wenn ihnen die Regierung ibr Handwerk nicht erschwert, sondern erleichtert. Davon ist nun leider wenig zu merken. In diesen Tagen sagten wir schon, daß das Allzuviel an amtlichen Mitteilungen, das immer noch tcr- mebrt wird, einen großen Teil des Pap-ers verschlingt, das den Zeitungen als den wichtigsten Nich-lchtenoerniittle- rinnen, den mächtigsten StimmungsmachemrE und^ de« berufensten Berfe^erinnen oeutscher .Juteressm nrmmen wird. Die neue Verordnung wird noch vcrhangni,- voller wirken. Sie schränkt den Prpierverbrauai nach der Größe der Zeitungen ein, imd zwar derart,, dich dre klenvm Blätter nur wenig herzngeben haben, die grogen und motzten

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von, 1913 erleiden müssen. Die, er Prozents io soll bei Blättern, die im ersten Kriegsjahr an Ausdehuiing stoch ge­wonnen haben (Das trifft auch auf rnä, ba» ^ -8 • badener Tagblatt", zu, das ferne Beziel,erzahl seit Kriegt-beginn noch um mehrere Tausend vermehrte, tufcbem ober von der Resths-vaPerstelle nicht ge­

ring st e Quantum Papier mehr zugewresen erhalt. Schrfftl.). weiter bis zu 67 Prozent vermehrt werden. Gewiß hat auch die kleine Presse in diesem Kriege eine wichtige Aufgabe zu erfüllen, und wir sind völlig damit rinverst-anden. daß ste ao, alle mögliche Weise aufrechterhalten wird. Aber das darf nicht aus Kosten der Lebxnsbeding'ing-m der Srosten Zestungen aeschc-l en. Tie großen poliftschen Zerstingen. also dre B.atter. di! den publizisftschen Krieg mit dem Feinde fuhren Esten, auf deren kritisches und mahnendes Wort das Volk rn allen feiten Schickten und in allen Teilen des Lanoes Hort, dre in ihrem Anzeigenteil die mühsam geflickten D^wdungen zwiscken den einzelnen Erwerbsklaflen aufrc'cksterlwlten rnüssem werden durch die neue Verteilung tobltf, wjet den Schoden tragen weniger sie. als vielmehr di« tillg.- meiuheit, deren beste und wirkungsvollste Organe zum Cckiweiaen gebracht werden. Das Trachten unserer .cegier^ing ,nützte dahingehen, die Erzeugung von Papier mit allen Mitteln zu ur terstützen und zu. fördern, um es dem Verbraucher, der deutschen Zeitung., suzufuhren. Wenn d Rcaieruna aber trotzdem emichranken muß, so darf ste wenigstens nicht ck>ie in so ungleich härterer Weise tvesseu, dm ihr durch den Erfolg bewiesen haben, was ste in diesem Krie^ geleistet haben und noch zu leisten willens stnd.

Minister Thomas in London angekommen.

W. T -B. Swifom, 22. Juni. (Reuter.) Der französisch« WuwitumsminGer Thomas ist '^erSburg an Lmid«n

.«VckonwMr.

Zu deinfelben Thema, der weiteren Einschränkung der fteitnraen, schreibt das ..Berliner Tageblatt": Durch enw Verordnung des Stellvertreters des Reick,skanzlers, Sn. Lelfserich. wird das Bezugsrecht für Druckpapier für di- steituugeii aufs neue beschränkt, und .-war m einer Weise, die geradezu als u n e r t r.i g l i ch bezeicpnot rverdwi must. Bis zu 441/2 Prozent des Verbrauchs von 191a ,wigt dw Eruschränkungsskala an. Wie schon in den sfuheren V^- ocdnungen zum Zwecke der Regslung des Papwcverürauch-, werden^ auch diesmal wieder die grstzon polw'icgsn Z-ttu«-