Seite 2. Mittwoch, 90. ^ttwi 1017.
Die Stockholmer Sozialisten-ttonferenz. Die Forderungen der ukrainischen Sozialisten Österreichs.
W. T.-B. Stockholm, 18. Juni. Der am 14. Juni vor dem holländisch-skandinavischen Ausschuß der Sozialtsien erschienene Vertreter der ukrainischen s o z i a l i st i s.h e n Partei Österreichs, Wladimir Runny^ky, trug namens seiner Partei folgende Forderungen vor: Die Lösung der nationalen Fragen als ein Gebot »er Gerechtigkeit und eine Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden und Entwicklung des sozialistischen Gedankens. Umbildung der von verschiedenen Völkern bewohnter ,Nittel- und osteuropäischer Staaten, Österreich-Ungarns, Rußlands und der Balkanstaaten, zu Bundesstaaten aus gleichberechtigten, sich selbst verwaltenden Völkern, wobei die Politik der Ukrainer die Einigung oller ukrainischen Gebiete in einem politisch selbständigen Staatengebilde oder, weriii das nicht erreichbar ist, vollständige Selb st Verwaltung der Ukrainer sowohl in Lsterreich-Ungarn wie in Rußlaiä in den von ihnen bewohi-ten Gebieten ,m bundesstaatlichen Zusammenhang mit diesen Staaten anstrebt. Nenabzrenzung zwischen Österreich-Ungarn mW Rußland nrch dem von den verschiedenen Völkerschaften bewohnten Gebiet. Wiederherstellung Polens, aber nur innerhalb der von Polen bewohnter Gebiete. Errichtung eines besonderen Ausschusses zur Wahrung der Rechte der Völker bei dem zu ercichtenoen iiberstaatlichen Schiedsgericht. Möglichst baldigen Friedensschluß ohne Gebietsangliederungen oder Krregs- kosteuersatz. Volle Entschädigung der Völker, auf deren Gebier der Krieg geführt wurde, durch den Kriegführenden, so weit der .Krieg nicht im Interesse des betreffenden Gebietes geführt wurde. Wiederherstellung der Selbständigkeit Belgiens. Rumäniens und Serbiens, mit dem Montenegro zu verschmelzen lväre. Lösung der finnländischen und der elsaß- lothringischen Frage durch ein Übereinkommen der unmittelbar beteiligten Völker nach Maßgabe der Wünsche der bodenständigen Bevölkerung. In den wirtschaftlichen und völkerrechtlichen Fragen schließen sich die Ukrainer den Forderungen der deutschen und österreichischen sozialistischen Vertretungen an. — Aus der zu berufenden allgemeinen Zusammenkunft der Arbeiter- und Sozialisten-Parteien verlangt Remnyzlh für die sozialistischen Parteien der Ukrainer, Österreich- Ungarns und Rußlands die Stellung einer selbständigen naticrcalen Abordnung. Die Ukrainer erwarten von dem Friedensfchluß die Abschaffung der stehenden Heere und ihre Ersetzung durch Volksheere nur für die Landesverteidigung, die vertragsmäßige allgemeine Abrüstung und die Abschaffung der geheimen Diplomatie.
Dänische Zustimmung zu den Friedens- bedingunge« der deutschen Sozialdemokraten
W. T.-B. Kopenhagen, 18. Juni. Zu den Friedensbe- dinMngen der deutschen Sozialdemokraten bemerkt „Politiken" in einem Leitartikel: Einmal sollte man doch über die bloß« Formel hinauskommen und die Erörterung der tatsächlichen FriedenSverhandlungon beginnen. Die deutsche Abordnung nt Stockholm hat nun die Ausgangspunkte für eine solche Erörterung geschaffen.
Oie Neutralen.
Die Lage in Spanien.
Sr. Basel, IS. Juni. (Eig. Drahtbecicht. zb.) Ein Telegramm des „Eorrieve della Sesa" ans Madrid meldet die Vereinigung der linksstehenden Parteien, der Reformrepuüli- kaner undSozialisten sowie eine vermehrte Agitation der Freunde und Anhänger MancaS.
Au; den verbündete» Staaten.
Kaiser Karl an der Südwestfront.
W. T.-B. Klausenburg, 18. Juni. In der Fortsetzung seiner Reise ist der Kaiser in Begleitung des Heeresiront- kcwmm bauten Erzherzog Joseph Franz gestern vormittag in Bi st ritz eingetroffen, wo sich der Armeekominandant der im Raum« von Dorna Watra stehenden Armeegruppe meldete.
(LS. Fortsetzung.) Nachdruck verboten.
In fremdem vienst.
Krrminal-Erzählung von Waller »üchling.
„Wieviel Gäste haben Sie augenblicklich?"
»Elf Zimmer sind gegenwärtig besetzt."
„Haben Sie heute abend noch Gäste bekommen?"
„Ja. — Einen Geschäftsreisenden. Den kenne ich aber schon lange. Er steigt seit Jahren bei mir ab."
„Wie heißt er?" '
„Schuster."
„Sonst ist niemand weiter heute abend gekommen?" ' „Doch! Ein Engländer oder Amerikaner. Er ist
ziemlich spät gekommen. — Mr.-Mr. — —" Er
ging an den Schreibtisch, als ob er etwas suche. „Ja, hier ist der Meldezettel. Mr. Moore aus Birmingham. Er hat das Zimmer nur für eine Nacht genommen, da er, wie er sagte, auf der Durchreise sei."
„Sprach er Englisch?"
„Nein, Deutsch, aber nur gebrochen."
„Ist er jetzt im Hotel?"
„Wahrscheinlich."
„Ist er allein gekommen?"
„Ja, allein. In einer Droschke."
„Hat das Hotel nur den einen Ausgang?"
„Was hatte er für Gepäck?"
Heinzc hatte sich inr „Europäischen Hof" sowohl als »ei dem Dienstmann nach der Beschaffenheit von SogdanoffS Reisegepäck erkundigt.
Börne brauchte nicht lang; zu überlegen. „Sehr rlegantes. ES ist mir ausgefallen. Einen kalbledernen Handkoffer und eine Tasche aus Krokodilleder."
„WaS für einen Bart trägt er?"
„Gar keinen."
„Dann kann kein Irrtum vorliegen. -- Hm — wird der Herr jetzt in feinem Zimmer sein?"
Mesdadener CagblaH.
Der Rücktritt des österreichischen LTsbinetts.
W. T.-B. Wien, 19. Juni. (Drahtbecicht.) Ministerpräsident Clam-Martinitz überreichte heute in Ausführung des gchtrigen MinisterratsbeschlaffeS dem Kaiser Karl die «missten des gesamten Kabinetts. Der Kaiser behielt srkh seine Entschließung vor.
W. T.-B. Wien, 19. Juni. Der Kaiser empfiug den Ministerpräsidenten in besonderer Audienz.
Die Umbildung des Kabinetts.
W. T.-B. Wien, 19. Juni. (Doahtbericht.) Den Abendblättern zufolge ist heute mittag im Abgeordnetenhause bekannt geworden, daß Ministerpräsident Clam-Martinitz vom Kaiser den Auftrag erhalten hat, die Umbildung des Kabinetts durchzuführen. Der Kabinettschef nahm bereits die darauf abzielenden Verhandlungen mit den Parteien auf.
Deutsches Reich.
Die englischen Verleumdungen über die Behandlung der russischen Kriegsgefangenen in Deutschland.
W. T.-B. Berlin, 19. Juni. (Trahtoericht.) Di« „Nordd. Allg. Ztg." wendet sich scharf gegen Anschuldigungen der zuletzt hierher gelangten russischen Presse über angebliche Mißhandlungen russischer Kriegsgefangener in Deutschland, angeblich ungerechffertigte Heranziehung zur Pslichtarbeit und übermäßig anstrengende Beschäftigung, angeblich schlechte Ernährung bis zur Aushungerung unter dem Zwang, sich aus Müllgruben zu verköstigen, angeblich unmenschliche Behandlung, systematische Grausamkeiten, empörende Strafen, Ruten, Handschellen, angebliches Hetzen mit Hunden. Aushängen, Kreuzigen, Untertauchen in kaltes Wasser und systematische Ausrottung der russischen Kriegsgefangenkn, von denen bereits etwa 500 000 vom Leben zum Tod befördert worden seien. Dies beruhe hauptsächlich auf Angaben von eben erst aus der Gefangenschaft bei «nS nach Rußland zurückgekehrten russischen Ärzten. Die „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt hierzu: Die geordneten Zustände in unseren Gefangenenlagern und Lazaretten sind weltbekannt und durch eingebende Untersuchung neutraler Kommissionen «inwandsfrei vor aller Welt dargetan und bekräftigt. Jedenfalls kann es bis zum Eintreffen der Be. richte ans den Gefangenenlagern genügen, srstzustellen, daß die englische Lügenpropaganda den Bogen diesmal doch gar zu sehr überspannt hat. Derartig grobe und plumpe Verleumdungen, wie sie die'„Nordd. Allg. Ztg." teil-weise mit Einzelheiten wiedergi-bt, werden selbst unter den Lügen der Entente verhältnismäßig selten zu fin- hen fein.
Eine Stiftung bes Königs Ferdinand für München.
W. T.-B. München, 18. Juni. Der König der Bulgaren hat bei seiner Abreise von München je 6000 M. für die Stadt München und die Verwundeten gestiftet.
* S«s- ,u«d P-rs,n.l.Nechnchi-n. Die Kaiserin ist gestern nachmittag in Essen eingetroffen und hat sich nach der Billa Hügel vegevEn.
Yeer und §kott«.
Persvual-BerSndrrunge». Kirsch, Oberleut, der Res. des Drag.-Regts. Rr. 15 (Wiesbaden), jetzt beim Jnf.-Regt. Nr. 138, zmn Rittm befördert. »Reich, Leut, der Res. (Hanau), jetzt beim 1. Ers.-Bat. des Füs.-Regts. Nr. 80, der Abschied bewilligt.
Bus Stadt und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
Der verdandstag des Verbandes der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften am Mittelrhein
wurde gestern hier abgehalten. Vertreten tvaren 63 Vereine' durch rund 150 Abgeordnete. AIS Vertreter der Stadt nahoi an den Beratungen teil Stadtrat Kraft, ferner waren erschienen neben dem Anwalt der deutschen Genossenschaften Vertreter der landwirtschaftlichen Verbände, des Rheinischen
_Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt. Nr. 308.
Verbands, der Geschästsleitung der Dresdener Bank ». Nachdem das Gedächtnis der im Krieg seit der letzten Tagung gesaLsnen Genossenschafter durch Erheben von den Plätzen geehrt worden und zmn stellvertretenden Leiter der Verhandlungen Direktor Meis von der Bereinsbank berufen wov. den war, erstattete der Verbandsdirektor Justizrat Dr. A l b e r t i seinen Bericht über die Entwicklung des Verbands. Der Hauptinhalt wurde von uns bereits mitgeteilt, Der Berichterstatter verwies aus den Vorteil, welcher uns im Gegensatz zu den Feinden, aus dem Unistand erwachse, daß wir in der Lage genesen seien, uns unseren Kriegsbedarf inr Lande herzustellen, auf die noch nutzt endgültig geordnete Stellung der Verbanidsvereine gegenüber dem KriegshiljS- dienst, auf die Hilfeleistung der VerbandSvereine bei der Her- stellnny unserer wirtschaftlichen Kriegstüchtigkeit (bezüglich des Erfolgs bei der Zeichnung der Kriegsanleihen marschiert der Verband an der Spitze), auf ihre Tätigkeit bei der Golv- sammlung. Im Interesse der im Felde stehenden Schuldner selbst sei daraus zu dringen, daß sie auch während des Krieg» nach Möglichkeit ihren Zinsverpflichtungen nachkämen. Am 4. Oktober d. I. wird in Eisenach nach langer Pause wieder der Deutsche Genossenschaftstag stattfinden. Eine Besprechung deL Berichts wurde nicht beliebt.
Der Genoffenschaftsanwalt Dr. Crüger erging sich in seinem Bericht in der Hauptsache über di« wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Krieg. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf die Mißstände, welche sich aus den Bestimmungen über die Hemmung der Verjährungsfristen bei Kriegsteilnehmern ergeben. Bezüglich der Spekulation batten die Bereinsleitungen aller zu tun, um ihr entgegenzutreten kezw. alles zu vermeiden, was sie zu fördern geeignet erscheine. Angesichts der Tatsache, daß der preußische Staat bei Gehältern von 8000 M. noch Teuerungszulagen gewähr«, müßte den einzelnen Genossenschaften die Frage einer Ausbesserung der Gehälter nahegelegt werden. Man dürfe sich nicht der Gefahr «ussetzen, infolge einer falschen Sparsamkeit tüchtige Kräfte zu verlieren. Abgesehen von den Kriegsüe- trieben seien die Kreditgenossenschaften eigentlich heute ledig- lich Geldverwaltungsstellen. Mehr als aus einen höhere» Zins müsse cm die Liguidität der Kapitalanlagen gedacht -werden sowie an deren absolute Sicherheit. Direktor Malz von der Dresdener Bank meinte: Nicht nur die Vereine, sondern auch di« Mitglieder sollten zur Errichtung von Postscheckkontos angehalten werden. Die Verhältnisse nach dem Krieg seien heute absolut noch nicht zu überletzen. Der Ge- nossenschaftsanwalt sprach sodann des eingehende» über den wirtschaftlichen Ausbau nach dem Krieg. Der Krieg zehre in großem Umfang Waren auf, ohne die Möglichkeit, sie zu ersten. Im Frieden vermehre sich der Volkswohlstand, rm Krieg niemals. Unwirtschaftlich sei es, sich selbst weiter zu binden, als man über fein Geld selbst zu verfügen vermöge. Eine große Verschwendung von Nah- rungsMitteln hätte vermieden 1 werden können. Eine geradezu staunenswerte Anpassungsfähigkeit, wirtschaftlich . und militärisch, habe dos deutsche Volk in dieser KriegSzeit du den Tag gelegt. Bei der Organisation dürfe die Würdigung der Persönlichkeit nie außer acht gelassen werden, auf der sich ja die Organisation aufbaue. Außer den amtlichen gebe «S heute allein in Berlin 279 Kriegsdienst- stellen. Di« Frage, was unS der Friede für das wirt- schastliche Leben bringen werde, beantwortet« der Redner dahin, daß bestimmt Sie Staatsmacht wachsen, der Mittelstand zurückgehen, eine größere Konzentration der Kapitalisten eintreten, außerordentlich hohe Steuern zu zahlen fein würden. Wie lange diese Übergangswirtschaft anhalte, werde nicht zu sagen sein. Wie im übrigen die öffentliche Finanzwirtschaft sich gestalten werde, lasse sich nicht sagen. Zu den Zinslasten des Reichs kämen diejenigen der Bundesstaaten, der Gemeinden. Wenn ine Kriegsschulden der Städte heute schon mit drei Millarden angegeben würden, so sei das eher zu niedrig als zu hoch gegriffen. Ob davon etwas zum Ersatz gelange, sei fraglich. Zu diesen erheblichen Geldbedürfnissen von Reich, Staat und Gemeinden werde hinzutreten ein erhöhter Anspruch von Landwirtschaft, Handel und Industrie an den Geldmarkt. Der Zins werde unter diesen Einflüssen ein gegen heute wesentlich verschiedener sein. Di« Zeit nach dem Krieg werde eine Zeit der höchsten Anspannung oller wirtschaftlichen Kräfte sein. Wenn man heute von einer
„Vermutlich. — Er lehnte es ab, noch etwas zu essen."
Heinze blickte nach der Tür. zu der in diesem Augenblick Karstorff hereintrat. Bald darauf kamen auch die beiden Beamten.
„Es fft beinahe halb elf", wgte Heinze, „ich würde gern einmal in sein Zimmer gehen, wenn er nicht darin ist. — Ob es wohl möglich wäre, ihn herauszulocken?" wendete er sich fragend an Börne.
„Ist er ein Verbrecher?"
Heinze hob schweigend die Schultern. Aber plötzlich leuchtete es in seinem Gesicht auf: er hatte eine Möglichkeit gestrnden.
„Knauer", wendete er sich an den Beamten, „Sie legen sich dort auf den Divan, und Sie", er blickte dabei den anderen Beamten an, „was haben Sie an?"
„Wie Sie es gewünscht haben."
Der Beamte knöpfte seinen ltberrock auf. Er trug darunter einen etwas fleckigen Frack. Man hätte ihn darin leicht für einen Kellner mittlerer Güte halten können.
„Gut." — Heinze war zufrieden. „Sie übernehmen die Rolle des Hotelkellners. Sie gehen hinauf und klopfen an seine Türe. Antworten muß er auf jeden Fall. Sie entschuldigen sich, daß Sie ihn stören, aber es sei jemand unten unwohl geworden irnd kein anderer Arzt in der Nähe. Daraufhin muß er hecauskommen, wenn er sich nicht verdächtig machen will."
Und mit noch leiserer Stimme iuhr er fort: „Den Hotelier lassen Sie für alle Fälle nicht aus den Augen, damit er dem Professor kein Zeichen geben kann. — Wenn Bogdanoff dann wieder hinaufgeht, folgen Sie ihm heimlich und bewachen die Türe zu seinem Zimmer. Sie haften dafür, daß er uns nicht nochmals entschlüpft. — Welche Zimmernummer?" fragt- er laut, zu Börne gewendet.
„Nummer sieben: im ersten Stock."
„Ist in der Nähe noch ein Zimmer frei?"
„Ja: dicht daneben. Nummer acht."
„Gut. — Wir treten unterdessen in Nummer acht ein und warten, bis Bogdanoff die Treppe hinabgegan- : gen ist."
Karstorff nickte. Man merkte ihm an, daß er auf« - geregt war. — — —
Die List gelang.
Zuerst hatte der angebliche englische Arzt durch die j Türe Berschlafenheit geheuchelt. Als aber der Pseudo- - kellner ihm gesagt, worum es sich handelte, war er nach ‘ ctner Weile, noch völlig angekleidet, herausgekommen.
Karstorff betrat hinter Heinze das Zimmer Bogda- i noffs. Er fühlte, wie sein Herz ihm bis zum Hals ! herauf klopfte. Jetzt nahte, wenn nicht alles trog, die Entscheidung. Würden die Schriftstücke jetzt gefunden j
und alles wieder gut werden und —<-? Er mußte 1
an das Versprechen denken, das ihm der General ge- geben hate.
Heinze nahm mit einem raschen Blick das Zimmer in Augenschein. Es war ein mittelmäßig ausgestatteter Raum.
„Ani besten ist es, Herr Leutnant, Sie stellen sich dort binter den Schrank. Dort können Sie nicht gesehen werden. Haben Sie den Revolver zur Hand?"
Er hatte Karstorff vorhin einen Revolver gegeben.
„Gut. — Wer schießen Sie nicht, oder nur im ; allerhöchsten Notfall. Benutzen Sie die Waffe nur zur Einschüchterung: drohen Sie damtt, wenn cs nötig sein J sollte."
Karstorff trat hinter den Schrank, während Heinz« ' sich bückte und sich an dem Schloß des Koffers zu schaf. j fen machte.
„Natürlich ein Patenffchloß", murmelte er und zog aus seiner Tasche ein Bund seingearbeiteter Dietrich« j fiprbor, um damit das Schloß zu öffnen. Er versuchte lange, aber es wollte nicht gelingen, vielleicht weil er : etwas zu hastig arbeitete und das Schloß ziemlich i kompliziert war.. (Fortsetzung folatt i
