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ontrftin* M. («"« Jjntfirdrti and in den Sei
13 Ausgaben.
Fernruf:
„NnMatihmis" Rr. SSSd-SS.
Bon » Uhr mnrzens dis 7 Ndr »den»«, »uhfr Snnntng«,
»erüner Abteil«»« des Wiesbadener TagbtettS: Berti»
Samstag. 16. Iuni 1917. KbENd-KUSgLlbL.
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W ., Potsdamer Str .121 K. Fwmspr.: Amt r»y»w 6902 U. 620 o. Tairn und «intzen wird lerne gfwmt udfru.-nnen.
Nr. 302. ♦ 65. Jahrgang.
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Ereignisse zur §ee.
Ein größerer Dampfer in der Themfe- mündung von einem Flugzeug versenkt!
Ein Marinelustschiff verloren gcgangcn.
W. T.-B. Berlin 16. Juni. (Amtlich.) Eines nuferer Marineflugzeuge griff am 14. Juni, nachmittag, vnr der xhemsemündung einen größeren Dampfer an und versenkte ilm.
DaS Marineluftschiff „L, 43" wird seit dem 14 . Juni vermißt. Englischen Nachrichten Kufvls« wurde das Luftschiff in der Nordsee von euglischeu Seestreitkräften
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Dir englische Meldung über ,L. 43".
— Rotterdam, 16. In«. Die englische Admirakktöt teilt I m-ft: Der Zeppelin „L. 43" ist gestern früh in der Nordsee von Ienglischen Seestreitkräften vernichtet worden. Kurz nachdem ff er angegriffen war, brach er in zwei Stücke entzwei und f stürzte ins Meer. Man formte niemand von der Besatzung | «tten. Donar Law erklärte im Unterhaus, daß das Schiff, bevor es entzweibrach, vorn und hmten in Brand geraten war. _
tjtviii aus einem englische« Schiff.
W. T.-B. Bern, 16. Juni. (Drahtbericht.) Der .Matin" meldet aus Toulon- Auf dem englischen Segler „General Laurie" entstand ans hoher See Feuer; das Schiff mußte versenkt werden.
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Weitere Versenkungen.
W. T.-B. Rotterdam, tfc. Juni. „Maastwde" meldet, dch die norwegischen Fifcherfcchrzeuge „Alaska" und Sydkop" vcr- seM wovdsn sind. Die Segelickiffe „Kanal", „Argo", Thomas Morus" und „Diana" (dänischer Schoner) wurden «ks Wrack treibend sogetroffen,
, IV. T.-B. London, 15. Juni. Der norwegisch« Dampfer Lohn Dakks" von Nordamerika nach Rotterdam fahrend, ist in der Nordsee gesunken, die Bemannung ist in Lcvwick ge- iandet. Es ist noch nicht bekannt, ob das Schiff torpediert wurde oder auf eine Mine gelaufen ist. Nach dem „Maa§- h bode" wurden die dänischen Schiffe „Batnia" und „Lilly" unv tdas schwedische Schiff „Jda" sowie die norwegischen Schiffe „$bte Breid 2" und „Tordeiwooe" zum Sinken gebracht.
«ein deutsches U-Bost an der irischen Küste gerammt!
W. TVB. Berlin, 16. Juni. (Amtlich) Nach de«, PrEchu- bericht vom 14. Juni hat der Atl intckdampier „KroonlanS ', der am 14. Juni in New York emtraf, geineidet, daß am 16. Mai ein großes U-Boot an der irischen Küste geramMt und gesunken sei.
Ein deutsches U-Boot fotimrt nicht in Frage; alle am 16. Mai au der irischen .Mite in See goweleuen deutsch«, Ü-BgMe f^d wohlbehalten in die Heimat zurüita.ekchrt.
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Rußland.
Dir Zersetz««- n» Rußland.
fDrahtbenicht unseres dii.-Sondertterichterstatters.)
; ^l. Wien, 16. Juni, (zb.) Nach Petersburger Zeitungsberichten machen die Kronstadter Ereigniise in der Provinz den größten Eindruck. Zahlreiche Gouvernements versuchen, ihre Unabhängiakeitsbeftrebungen bereits zu verwirklichen. In CH ertön proklamierte das Komitee des Arbeiterrats. in dem die Bofchewickr die Mehrheit besitzen, eine selbständige Stadtrepublrk. Infolge des Protestes eines der Soldatm hiergegen herrschen seit einigen Tage» Unruhen. Die Interims- regierung leitete Unterhandlungen mit der aufrührerr- tzk^u Stadt ein, die jedoch wenig Ertetg versprechen.
W. T.-B. Petersburg, 16. Juni. (Drahtbericht.) Das Reutersche Bureau meld^- Kirsanoff in der Provinz Tanbow Hot sich zur selbstöndi.ien Republik er- klärt. Bei einem Kampf zwischen Bürgern und den Vertretern der vorläufigen Regierung wurden acht Per- Ionen getötet und viele verwundet. Der Präsident von tzrrscmoff Frrmino wurde festqenommen.
Entrüstung über die amerikanische Antwort.
— Berlin, 16. Juni. Der „Lokalanzeiger" meldet aus Stockholm: Die Ententecmtwort an Rußland befriedigte in Petersburg nickt. Besonders die amerikanische Antwort ver- urtackte eine stürmische Entrüstung. Die Englandfreunde beklagen da? geringe Entgegenkommen Englands. Die ß-zialiftikche Presse verlangt die offene Abwendung den England, faüs Engtemd nicht zu einem endgültigen ^achget en /tu bewegen fei.
Krrenski gegen eine Ofsrnfive?
ch: Bern. 16. Jnm. Da« ferner Tsgülatt" berichtet besonderer Seite aus London: Bei DwinÄ sagt« Minister
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Dragumirow: Die russische Armee muß immer felddien st fähig sein, aber ich habe niemals gesagt, daß eine Offensive ausgefüchrt wird, weder heute noch n^r-en.
Tntsöchlich Atzreise des englrschen und frnnzöftsche« Botschafters?
— Berlin, 16. Jmri. 'Einzelne Btätter melden gerüchtweise ans Strnkholm, d« «nglische und der ftanzosiscke Botschafter hätte» Petersburg aus der Reife in das Ausland verlasse».
Der Arbeiter- und Soldaten aus schuß zum „gemeinsamen Ziel eines allgemeinen Friedens".
W. T.-B. Petersburg, 18. Juni. Nach einer Meldung der Petersbtftger Telegraphenagentur hat der gefchästs- fübrende Ausschuß des Arbeiter- und Soldatenrats als Ant- N-oit auf den Brief von Albert Thomas. Henderson und Bantetvelde eine Erklärung über das Programm der von dem Arbeiter- und Soldatenrat geplanten internationalen sozialistischen Kcnfrvenz veröffentlicht, in der er darlegt, daß die russische Revolution die dringende Notwendigkeit eines Friedensschlusses und einer Vereinigung de, Arbeiterschaft aller Länder zu diesem Zweck bewiesen habe, und zwar entgegen den Bestrebungen imperialistischer und militärischer Interessen. Die Konftrenzmitglieder würden sich nach Anerkennung des Selbstbestimmung-rechtes aller Völker mühelos über die Zukunft Elsaß-Lokhr,ngenS und anderer Gebiete einigen, sowie über die Höhe der Ent- schüd-pungen für die vom Kriege verwüsteten Länder. Belgien, Polen, Galizien, Serbien usw. verständigen. d,e nichts mit einer Entschädigung gemein habe, wie man sie einem besiegten Land« auferlege. Was die Bedingungen für die Teilnahme an der Konferenz angehe, so verlange der Arbeiter- und Soldatenrat von niemandem einen Verzicht auf eine bisber befolgte Politik, halte aber auch eine Verpflichtung, iigendwelchen in Aussicht genommenen Beschlüssen schon vor Beginn der K«,sersnz zuzustimmen, für unnötig. Tie Konferenz der Sozialisten könne nur Erfolg haben, wenn ihre Teilnehmer sich nicht als Vertreter von kriey- führenden Parteien, sondern als Vertreter einer tzinheit- lichen Arbeiterbewegung für ters gemeinsame Ziel eines allgemeinen Friedens betrachtete».
Der L»«ds«er Vertreter Rvßta«tzs über
„tag giftige G«S des Pre«ßrnt»«S".
W. T.-B. London, 15. Juni. (Reuter.) Der ruffisthe Geschäftsträger Nadokoff tagte auf einem chm zu Ehren von der Vereinigung britisther Poodnzenten Mgebenen Esse« u. a.: Jetzt, da wir infoige dos furchtbaren Umsturzes in Nnß- iand das Lamd wieder aufrichten müssen, dessen Mili- tärherrschast und innere Organisation so viel gemeinsa« mit dem, was wir zerstören wollen, dem Preußentum kann man unmöglich erwarten, daß Rußland ohne Unterbrechung gleich tätigen Teil an der Fortsetzung des Kriegs nimmt. Aber die russische Armee ist sich der Pflnd- ten gegenMer den Alliierten uni> der Menschheit bewußt. Das britisch« Bo« wirs noch dem Krieg Rußlond Helsen, das industrielle Gebäude seines «audes wieder aufzübauen. Von allen Böllern, die sich vereinigt haben, um das giftige Gos des Preußeutums ausyurotten, gaben »eine «ndereu klarer und schlagender ihr tief eingewurzeltes Verlangen nach dauernder nationaler Freundschaft kund, als Großbritannien und Rußland. Das ganze wirtschaftlich« Leben Rußlands ist jetzt in fliegendem Zustand. Die Armeen kämpfe» für die künftige Freiheit der W e u s ch h e i t. Wir müssen auch da? Hilfsmittel des kritischen Geistes amwvnden, das »nftige Wohlerschc« des Menschengeschlechts aufzAbauen.
Der fr«»Kösische Mu«iti»«smi»ister Lh»mas a«f tzer Heimreise.
W. T.-B. Kopeuhageu, 16. Juni. (Drahtbericht.) Rach einer Trahtmeldung aus Haparanda ist der französische Munittoasminister Thomas auf der Heimrerse von R'tß- la«d heute dort eingetroffen.
Die Heiratstebsicht ei»»s Rommr»»o.
Br. Stockholm, 16. Juni. (Eig. Drahtbericht, zb.) Großfürst Sergius Michaelowitsch erbittet von der provisorischen Regierung die Erlaubnis, nach Petersburg zurückkehren zu dürfen, um sich mit einer Tänzerin zu verheiraten.
Akte«dietzst«Hl bei Sentarson.
Br. Stockholm, 16. Jnni. (Ei,i. Drahtbericht, zb.) Die „Börsenzeitung" meldet: Am Sonntagabend wurde das Hotelzimmer des englischen Ministers Henderson in Petersburg erbrochen und eine Reihe von Dokumenten entwendet, die der Minister dort verwahrt hatte. Ang^lich befinden sich darunter jedoch keine wichtigen Sckst-iftftücke.
Der Verlust ei«es rnsirscheu U-Bootes.
W. T.-B. Petersburg, 15. Jnni. Ein Tagesbefehl des Chefs des oaltische« Geschwaders bat den Verlust des Unterseebootes „Hars" von der ersten Unterse^ bootsdivision batunntgesebe», bas isit dom Ich. Wm
ynnty tonnte
Die „Sr»rta. Allg. Ztq." zu der Note Wilsons an Rußland.
W. T.-B. Berlin, 16. Juni. Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt zu der Mtteilung des Präside.-tten Wilson au die russtshe Regierung: Eine vollkommene Preisgabe der von ihm selbst vorgenommenen Feststellungen ist es, wen» Wilson letzt behauptet, m den Krieg eingetreton zu sei«, um die Welt von den Angriffen einer autokratische« Macht M befreien. Nach seinen eigenen frühere» Erklärung«« war sein allgemeiner K'riegsgrund die Gefährdung der «merifonischen Schiffahrt im deutschen Sperrgebiet durch de» uneingeschränkten Tauchbovtkrieg. Allerdings war dieser Bruns tmf die Dauer schwer vertretbar, denn vom Engtand hatte sich Amerifo jegliche Wrllkür gefallen lasse». Jetzt, da es gitt, di« Gönnerschaft des neuen freibeitiiche« Rußlands z« gewinnen, ge- riügt er vollends nicht mehr. D«her jetzt des große Wort, Amerika habe den Krieg begonnen, um die deuißhe Autokratie zu beseitigen. Das Wort steht im Widerspruch mit den Tatsachen und nimmt sich um so wunderlicher iu dem Mund Wilsons aus, als dieser bei seiner Krieyserkkärung eine autokratische Macht entfaltet Hatz wie sie fonrer dem ehemaligen Kaiser von Rußlarü) zustand. Dabei läßt er dmchklingeu, wie er es schon mehrfach getan Hatz sein Kampf gegen urrS solle auch dazu dienen, in Deutschlarrd selbst ffe'heilliche Einrichtungen zu schaffen. Wilson sollte endlich davon ablafsen, sich um die inneren Beübälttriste Deuffchlands zu sorgen. In würdigen Worte» sagte ihm noch vor kurzem der Präs^ent des mit dem demokratischsten Wahlrecht der Wett gewählte» deutschen Reichstags, daß wir was die Ordnung unserer eigenen Verhältnisse selbst verbehalten und rr»s jedes fremtee Dareinreden verbitte«.
Auch mit de» Ursache« des Krie>ks beschäftigt Wilson. Buch hier kommt er zu Beh,,pt«nyen. die ihm früher ffemd waren, die er aber jetzt braucht, um die Kriegsleidenschaft in Rußland neu zu entfache». Di« „Nvrdd. Allg. Ztg." begründet diese Tatsache >n ausfübrlicher Weff« und fährt dann fort: Wenn Diffo» ko Viel Wert darauf legt, daß d«S ganze menschliche Beschiecht ge»a« wisse, sstr welche Zwecke Amerika Krieg führt, wird er d««nf dringen müsse», daß dir Kriegsgisle seiner Alliierten Ruch die Publikatisa der Verträge aller Wett befon-t gemocht werden. Erst dann wird di« Welt urteilen können, ob die friedlichen und frei« beitticken Ziele, die SAsan proklamiert, «it den Ziele« der Ent«,te noch vereinbar sind. Urte danv wird das Karte«. Hans v»n dem autokratischen und intrigenhaften Deutsch, land z»sammentwechen. An seiner Steve wird ein Trust von Völkern stehen, die durch Intrigen terroristische? A r t immer nevt Bblker w d«s M»tbad der Wett hftre«^ presse«, «m die -»ittetnstichte zu ^rtrümmern.
Das neue Rußland hat wieder hast erklärt, daß Kriegsziele wie diese nicht di« sei»ig« sind. Rußlarch hat vielmehr für seine Wünsche die Formel «ues Friedens ohne Annexionen und Ari-gÄoirtrib»tio»ea" geprägt. Dies« Formel bildet keinerlei Hinderungsgrund für eine» Frieden zwischon Rutzl«ck und den verbündete« Mächten, die von Rußland nie Annexionen und Kontrrbuttonen gefordert hatten. Die MtttelmSchte und Verbündete« wolle» vielmehr in freier gegenseitiger Berstä«diqu»g mit Rußland durch Ausgleich eine» Zustend Waffen, der ihnen fort-» ein friedliches und fre » » d n a ch barckichKs Red «nein ander auf die DaWr gawährlsrstst.
Oie Lage im westen.
Die tapfere deutsche Verteidigt:»- im Mytschaete-Bogen.
W. T.-B. Berlin, 15. Juni. An der flandrische» Front bedurfte eS oi»es große« englischen Angriffs, der am 14. Jum, 8 Uhr 30 Min. ab-nds, einsetzte, um die schrvache» deutschen Sicherungen, die vor der neuen oeuffchc» Stellung zwischen Hoillabeeke und Wrrneton stande n,^ an eirügen Stellen etwas zu rückend rängen. Nichts chtoakteri- siert besser die Zähigkeit der deuffchen Verteidiger und die geringe Stoßkraft der Eng lind er als dre Tatsache, daß diese schwachen Sicherungen sett dem 10. Ju»ü alle Er- kundnngsvocstöße der Engländer abznweisen und die neue» deutschen Stellungen erfolgreich M verschleiern na> m»ci)te». Die Engländer haben es durch eine sofort «in. ' setzende Propaganda verstanden, ihre Erfolge vom 7. maß« los zu übertreiben. Je mehr Einzelheiten über die Kämpfe im Aytsckaete-Bogen bekrnnt werden, desto geringer erschernen die wirklich erzielten kleinen Erfolge und desto größer die gebrachten Opfer. Rur in einem Gelände, wie dem Whtschacte-Boqen, wo die Engländer in einer wasserundurchlässigen Tonschicht im größten Stile uu- beobachtet Mincnanlagen portreibeu konnten, da die wasserhaltige Candschicht der deutschen Stellungen ein Gcgen- minieren unmöglich machte, kcmnte eine derart umfangreiche Anlage avkpebcmt «erden, ohne daß es der Gegner bemerkt« Demgemäß hoch waren auch die Hoffnungen, die die Etcglör.ber auf 'die Sprengungen und auf de« Angriff setzten übereinstimmend berichte» die Gesänge»«, tem den lieligeu Bvrberaitungen, die sie überall hinter der Front gesehen batte« and nannte« diese« gegenüber das Resultat das ta wchl vorbereiteten Angriffs säst kläglich. Et» . Ser-e«rt der 4. «chrnltjche» Dtv tK«h der i» sevte» Ztvü-
