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Verlag Langgaffe 21 Tagblaühaus".

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Augrigeu-Auuahme: Für die Abend-AuSg. biStLllhr m o,-. _ ..

mitta«,; stir di- Worgeu-Ausg. bis s Uhr nachmittags. Berlmer Abteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin W,

13 Ausgaben.

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Zrettag, 18. Mai 1917.

Erfolgreicher Vorstotz in -er Otrantostratze.

Cr» italienischer Torpedoboots,zerstiirer, 3 seivdttche Hondelsdarupfer, 20 armierte B-noachttrigsdampser und ei» englischer Kreuzer versenkt.

W. T. ß. Wten, 17. Mai. (Dcahtbericht.) In der Nacht vom 14. zmn 15. Mai unternahm eine Abteilung unserer leichten Serstreitkräite einen erfolgreichen Vor­stoß in die Otrantoftraße, dem 1 italienischer Torpedobootszerstorer, 3 Handels­dampfer und 20 armierte Bewach nngs- d a m p f e r zum Opfer fielen. 7 2 E n g l ä n d c r der Bewachungsdampser wurden gefangen genommen. Auf dem Rückmarsch hatten unsere Einheiten eine Reihe von erbitterten Gefechten mit überlegenen feindlichen Streitkrästen zu bestehen» wobei der Feind, der ans englischen, französischen und ita­lienischen Schiffen zniammcngckcvt war, erheb­lichen Schade» erlitt. Aus zwei feindlichen Z e r st ö r e r n wurden Brände beobachtet. Ein Ein­greifen feindlicher U-Boote und Flieger in den Kamps hatte keinen Erfolg, wogegen unsere Secflug- zeuge, die sich vorzüglich betätigten, je. eincn Bom­bentreffer auf zwei feindlichen Kreu­zern erzielten und auch die gegnerischen U-Boote wirksam bekämpften. Unsere Einheiten sind voll­zählig zu rück gekehrt. In hervorragendem Zusammenwirken mit unseren Streitkrästen hat ein deutsches U-Boot einen englischen Kreu­zer mit 4 Kaminen durch Torpedoschuß versenkt.

Flottcnkommando.

Neue U-VooLerfolge im Mittelmeer.

30000 Tonnen versenkt.

W. T.-B. Berlin» 17. Mai. (Amtlich. Drcchtbericht.)' Un­sere U-Boote haben im M i t t e l m e e r nenertnngs 9 Dampfer und 6 Segelschiffe von insgesamt über 30 (»Ml Tonnen versenkt. Darunter befanden sich der bewaffnete eng­lische DampferK a r u m a" <2995 Tonnen»» ein unbekannter» durch Fischdampfer gesicherter 4000-Tonnendampfer, ein weiterer unbekannter Dampfer von 4000 Tonnen, während ein vollbeladener Transport dampfer gleicher Größe aus dem von Zerstörern begleiteten Konvoi heransgefchosken wurde. Ferner wurde ein voller Tankdampfrr von mindestens 6000 Tonnen inmitten einer Sicherung von drei bewaffneten Fahrzeugen durch einen Torpedofchuß versenkt. Unter den Ladungen der übrigen vernichteten Schiffe befan­den stch hauptsächlich Kohle, Schwefel und Spreng­stoffe. Der Chef des Admiralstabs der Marine.

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wertere 23000 Tonnen im Atlantischen Gzean vernichtet.

W. T.-B. Berlin, 16. Mai. (Amtlich.) Neue U-Boots- erchlge im Atlantischen Ozean: 6 Dampfer und S 'Seo&r mit 23 000 Bruttoregistertonnen. Unter den vec- fenikten 'Schiffen befanden sich u. a. folgende: Der bewaffnete englische DampferTreklieve" <3087 Bruttoregister­tonnen) mit 4400 Tannen Kohlen von Cardiff nach Genua; der Kapitän wurde gefangen ^nommen. Die englffchen DampferH o r s a" (2949 Tonnen) mit einer Ladung Erz» L o w d al e" <2660 Tonnen) mit einer Ladung Koks von Newcastle nach Tunis» ferner ein großer bewaffneter Dampfer, dessen Name nicht sestoestellt ist. Bon den übrigen versenkten Schffsen hatten u. a. ein Dampfer Lebensmittel und Muniüvn, der Segler Mais und Ölkuchen geladen.

Der Chef des Admrrasstabs der Marine.

Weitere Versenkungen.

W. T.-B. Rotterdam, 17. Mai. (Drahtbericht.)Maasboote" meldet den Umergang folgender Schiffe:Eos" <179 Tonnen),

Hekla" <169 Tonnen).Bendicric Boro" <2068 Tonnen), welches Schiff imter italienischer Flagge von Spanisch-Marvkko nrit einer Ladung Eisenerz noch England ausfubr,R o t o r u a" <11 130 Tonnen) und der DrcimastschenerElisabeth" (917 Tonnen).

W. T.-B. Rotterdam, 17. Mai. (Drahtbericht.)Maasboote" meldet: Die norwegischen SchiffeMinerva" <518 Tonnen» und B e n i" (654 Tonnen» sind in der Nordsee versenkt worden.

W. T.-B. Amsterdam, 16. Mai. Die niederländische Tele- graphenagentur meldet, daß der niederländische SchonerBorea" letzte Nacht 25 Seemeilen von Amuiden versenkt wurde. Die Be­satzung wurde in Anmidei: gelandet. Bon den heute aus England fälligen niederländischen Schiffen sind der DampferTitan" in Dmuiden und der DampferMalang" im Neuen Wasserweg auge- kommend

*

Neue englische Berlustziffern.

Ei» Brigadegeneral gefallen.

Amsterdam, 16. Mai DieTimes" vom 8. Mai enthält Ver­luste mtt den Namen von'202 Offizieren <46 gefallen) und 2660 Wann. Außerdem nennt dieTimes" '.roch 18 gefallene Offiziere, darunter de» Br,g ad-egen craI Ormsby aus der indischen

Morgen-Ausgabe.

Neue Erfolge über die Zranzojen.

3m Monat Mai über 5000 Gefangene im westen.

Ver Tagesbericht vom 17. Mai.

V/. T.-B. Großes Hauptquartier, 17. Mui. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Infolge eines starken englffchen Gegenstoßes mußten wir einen am frühen Morgen im Dorfe Roenx errungenen Gclänvegcwinu wieder aufgeben. Im Anschluß an diesen Kampf nördlich der Scarpc vor- und nachmittags einsetzende starke englische Angrfffe wurden unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen. Auch südwestlich voir Riencourt blieben Vorstöße der Engländer ohne jeden Erfolg.

An der Front der Heeresgruppe machten wir im Mai 2300 Engländer zu Gefangenen.

Heeresgruppe Kronprinz

Bei Bauraillon und östlich von Laffaur schoben wir unsere Linie durch überraschenden Handstreich einige hundert Meter vor und behaupteten die erzielten Erfolge gegen fran­zösische Angriffe Außer blutigen Verlusten büßte der Feind in diesen Gefechten 248 Gefangene und mehrere Maschinen­gewehre ein. Auch westlich der Froidmont-Ferme (bei Braix» glückte es uns» dem Gegner seinen vorgeschobenen Stellungs­teil zu entreißen und ihm dabei Gefangene abzuuehmen.

Die an der französischen Front seit Beginn dieses Monats gemachten Gefangenen erhöhen sich damit auf 270« Mann.

Im übrigen war die Gefechtstätigkett im Bereiche der Heeresgruppe sowohl als anch an den anderen Fronten im Westen bei Regen gering.

Östlicher Kriegsschauplatz.

Kein« bcsondcren Ereignisse.

Mazedonische Front.

Nach tagelanger Artillerievorbereitung nördlich und nordwestlich von Monastir einsetzende starke französische An­griffe endeten mit einem vollen Erfolg für die dort kämpfen­den deutschen und bnlgarffchen Truppen.

Im Nahkampf und durch Gegenstoß wurde der Feind überall verlustreich zurückgeworfen.

Der Erste Generalguartiermeister: Ludendorff.

*

Der deutsche Abenbbericht vom 17. Mai?

W. T.-ß. Berlin, 17. Mai, abends. (Amtlich.) Vom Westen und Osten sind kmne besonderen Ereignisse zu melden.

Erfolgreiche Zliegerkämpse vor der Themse.

W. T.-B. Berlin, 16. BLai. Wirtlich.) Am 18. Mai» vor­mittags, treffen drei deutsche Seekcrmpfflugzeuye unter Füh­rung des Leutnants zur See Christ iam se n vor der Thenffemündung auf ein feindliches Flugzeug­geschwader, bestehend aus einem Sopwich-Karnpfeirisitzer und zwei Flugbooten. Nach kurzem heftigem Kamps wurden die drei feindlichen Flugzeuge abgeschossen. Der SeekümpffE'.nsitzer stürzte senkrecht ab und zerschellte beim Ausschlag auf das Wasser. Die beiden Flugboote wurden schwer beschädigt zur Landung gezwungen. Eines unserer Flugzeuge mußte infolge einiger Beschädigungen auf dem Wasser landen. Seine .Insassen wurden von Leutnant zur See Christiansen auf dessen Flugzeug genommen. Bis auf das beschädigte landeten unsere Flugzeuge wohlbehalten in ihrem flandrischen Stützpunkt, Ersteres sowie die beiden feindlichen Flugboote wurden durch unsere Torpedostreitkräfle eingcbracht. Die französischen Insassen, ein Offizier und zwei Unteroffiziere, wurden gefangen genommen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Erbitterter Fortgang der Jsonzoschlacht.

Hftrrreichisch-ungarifcher Tagerdericht,

W. T.-B. Wien, 17. Mai. (Drahtbericht.) Amtlich ver­lautet vom 17. Mai» mittags:

Östlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unverändert.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Die Jjonzokämpfe find gestern nach einer verhältnis­mäßig ruhigen Nacht aufs neue h.eftig entbrannt. Der Hauptstoß der italienischen Angriffsmassen, denen ununter­brochene Verstärkungen zufkossen» richtete sich gegen die Höhenkettc östlich des Engtales, Plava-Salrano und gegen unsere Linien vor den Toren vor Görz. Im Norden dieses Abschnitts wird auf dem K u k südöstlich von Plava Tag und Nacht mit großer Erbitterung gefochten. Verteidiger und An­greifer wechseln stündlich ihre Rollen. Frisch eingesetzte

Nr. 250. 65. Jahrgang.

Reserven treiben den geworfene» Gegner immer wieder zu neuem verlustreichen Ansturm vor. Weiter südlich im Raum des Monte San Gabriele mußten die feindlichen Regimenter, nachdem sie zu wiederholten Malen vergeblich gegen unsere Stellungen anrannten, schon nachmittags vom Angriff a b l a s s e n. Nicht minder erfolgreich verliefen für uns die Kämpfe an den von Görz nach Osten führenden Straßen. Auch in dieser Gegend wurde fast den ganzen Tag über um den Besitz unserer ersten Linie« gerungen. Als der Abend hereinbrach, waren unsere Gräben, von einigen kleineren Schützennestern abgesehen, gründlich gesäubert. Besondere Anerkennnng verdienen Wiener Landstnrmtrnppcn, die der Brigade Emilia in einem schneidigen vollen Erfolg bringenden Gegenangriff 400 Gefangene aj)- nahmen. Auf der K a r st h o ch f l L ch c war die feindliche In­fanterie durch das vortreffliche Wirken unserer Geschütze zur Nntätigkeit verurteilt. An der Tiroler Front unterhielten die Italiener südlich des Suganatals starkes Artilleriefener aus schweren Kalibern.

Der Stellvertteter des Chefs des GeneralstabS) v. H ö f e r, Feldmarfchalleutnant.

Lin russischer lkoalitionsministerium.

Rücktritt Miljukows.

W. T.-B. Petersburg, 16. Mai. (Drahtb. Petersburger Telegraphenagentur.) In einer Nachtsitzung erklärt, der Minister des Äußern Milfufow der vorläufige» Regie­rung seinen Entschluß, endgültig ans dem Kabinets anszuscheiden. Der Grund des Ausscheidens liegt in der Verschiedenheit der Auffassung zwischen Miljukow und der vorläufigen Regierung über die Frage der Umbildung des Kabinetts. Die Mitglieder der vorläufigen Regierung erörterten sodann die Frage, ob der Ministerpräsident di« Leitung der auswärtige« Angelegenheiten übernehmen würde; aber Fürst Lwow lehnte nachdrücklich ab, indem er erklärte, für diesen Posten nicht geeignet zu sein. Ei ziehe es vor, das Ministerium des Innern zu behalten, Hierauf erklärte die Mehrheit der Regierungsmitglieder sich dafür, die auswärtigen Angelegenheiten dem Finanzminister Terestfchenko zu übertragen. Der Justiz- minister Kerenski wurde zum Kriegs- und Mar inemini st er ernannt.

W. T.-B. Petersburg. IG. Mai, (Meldung der Petersburger Telegraphenagei'tur,) Nachdem die vorläufige Negierung die Be­dingungen «örtert bat, unter denen die Vertreter des Rates der Arbeiter- und Coldatenabgeordneien einwilligen, in das Kabinett einzutreten, die wir in unscreul Tclegramni vom 15. Mai darlegten, kam sie zu dem Entschluß, daß die cffic Bedingung, betresfend die äußere Polittk, unannehmbar sei, beim di« Regierung betrachtet jeden Verzicht auf die in ihrer Note vom 1. April darge- legten Grundsätze ffir unmöglich. Die Regierung erachtet es ferner sür notwendig, die Einheit aller Fronten der Alliierteit zu bekräftigen, und besteht auf einen: energischen Kampfe gegen die Anarchie. Was die übrigen finanziellen und wirtschaft­lichen Bedingungen betrifft, so seht die Regierung ihnen keinen Widerspruch entgegen, da sie die Verwirklichung der Reformen, die der Rat der Arbeftcr- und Soldatenabgeordneten erwähnt, als ihre Aufgabe ansieht. Der aussührende Ausschuß der Duma nahm den erwähnten Beschluß der Regierung zur Kenntnis und billigte ihn.

Unter allen, Boi behalt wird folgende wahrscheinliche Zusammen­setzung des Koalilionskabineits gemeldet: Fürst Lwow Minister­präsident und Minister des Innern, Miljukow öffemlicher UMerrtcht, T e r e st s ch e n k o w auswärtige Angelegenheiten, Tschtngarcw Ftnanzen, Konowalow Handel,md Industrie, 2t e k r a s o w Straßen und Verkehr, K c r e n s k i Krieg, der stell­vertretende Vorsitzende des Rates 1er Arbeiter- und Soldatenabgc- ordneten, S k o l e l c ü , oder der Befchlshaver der Schwarzmeer- Flotte, Admiral K o i t s ch a k, Maiineministcr, der revolutionäre Sozialist T s ch e r n o w Ackerbau, der demokratische Sozialist Ar­beiter S a o z d e w Arbeitsmimster, der demokratische Sozialist Advokat M i k i l i n c aus Moskau oder der demokratische Sozialist Advokat M a l a u t o w i t s ch aus Odessa Justizmiuistcr und der nationale Sozialist Peschekow Munition,

Beängstigung in London und Paris.

W. T.-B. Christiania, 16. Mai. (Drahtbericht.) 2gr russischen Krise erhältVerdensgang" gleichzeitig aus Paris und London übereinstimmende Relduitgen über die Beäng- ftigung, die die russische Verwirrung dort herSo-rrief. Be­sonders der Rücktritt Gutschkows und KornilowS hätten geradezu Schrecken hervorgerufen.

Wettervoraussage für Freitag, 18. Mai 1917

«mte M«t*orologuchen Abteilung des Physik»!. Verein» am Frankfurt ». lf

Noch vorwiegend trüb oder wolkig, geringe Niederschläge,

kühl.

Die Morgen-Ausgabe umfaßt 4 Setten.

HauptjchriMeiter: A. Hegerhorlt.

Rauen bot f; für Diefenbach;

Dl phil. K. Sturm; für den UnterhaltungSteil: So. °. «au Rachrichten aus Wiesbaden und den Rachbarbezirken: I. f> > für «eri»e«-al: H. Diesenbach; für Spurt und Luftfahrt: I. Sacker'

lür Bermüchie» und den Biieskasten. 6. Losacker: für den Handelst«! W. Ltz: jur die Anzeigen und Reklamen: H. D o r n a u f; mmtlich ln Wiesbaden.

' »ud Berla, der L. Schellen der glchen Hoj-Buchdruckerei in WicSbade»,

Sprechstunde »er Schriftlcitung: t» bis 1 Uhr.