/ Nr. 2A». DienStag, 1. Mai 1917. __
Ift&uncfn t'tei di« militari fche and die Weltlage
ausipiechen Dar Parlament dürfe nicht in Ungewißheit -jcher d>« Ereignisse gelaffen werden, die in R u ß l a n d, Italien, England, Amerika und Griechenland !pch ovspielten über die militärischen Operationen werde die Regierung di« notwendigen Erklärungen obgeben müssen. Er. Dalrtez. bade übrigens den Kriegsminister bereits v-m ^feinen Ltsichren unterrichtet. D*« Ldoner Blätter ''eben her- nor. daß der Minisierrat in seinen letzten in kurzer Folge (sehr zahlreich aicheraumtcn Sitzungen m'l der Frage der Führung der letzten militärischen Operationen eingehend sich beschäftigte R i l- c t h«rtw vorgestern abend ein« ernstündige Besprechung m'l Niv el ! e.
Lin neuer schwerer französischer Mitz- ersoig in der Lhampaxne.
Schwere Verluste der Feinde.
Gestern wieder 25 Zluczeuge erlegt.
Der Tagesbericht vom 1. Mai.
W.TvR. Großes Hauptquartier, 1. Mai. (Amtlich.)
Westlicher striegäschauplatz.
HeereSgrnvpr Kronprinz Rupprecht.
Bei ArraS blieb die Kampftätigkeit der Artillerie «rf beiden Tcarpeufern wechselnd stark.
Vorwärts unserer Sampfliui» beiDt-Quentin finden täglich kleine Gefechte unserer Sichrrungeu mit den Bor- truppen der Gegner statt. St. Quentin liegt oft unter Feuer; gestern erhielt di« Kathedrale 5 Treffer.
Heeresgruppe deutscher Kronprinz.
An der Aisue, am AiSne-Marnekanal und in der Champagne zwischen S i 11 1 rD und der Suipvc- Niederung danert die Artillcriefchlacht mit wenigen vnter- hrechvngen an. Zwischen Soiffon« und ReimS war sie v»r allem xrgen Abend heftig. NachtS bei Berry au Bax, am Brimont und östlich von Courcy vorstoßead« Lrkuuduugen der Franzosen wurden zurückgeschlagen.
In der Champagne steigerte sich vormittag» LaS Feuer zu stundenlanger stärkster Wirkung.
Bald nach Mittag setzte zwischen ProsneS and Auberive der franzSstfche Angriff ein; frische Divisionen waren herangeführt» um uns die H S h e a. st e l l u n g e n südlich von Nauroy und MorouvUliers zu entreißen.
Der Ansturm ist an dem zähen Widerstaud unsrrrr Truppen gescheitert. Rach hartem hin- und her. wogendem Ringen sind die dort kämpfenden badische», sächsischen und brandenburgischea Regimenter im p ollen Besitz ihrer Stellungen. Der Feind hat schwere Verlust « erlitten.
Ein ; w e i tr r Angriff, abends füdfich von Raurey verbrechend, vermochte an dem Mißerfolg nichts zu ändern.
Heeresgruppe de« Generals^ld marschall» Herzog Älbrecht von Württemberg.
Nicht» Neue».
Gestern wurden 22 feindliche Flugzeuge i« Luftkamaf, z durch Treffer der Bbwebrkanonen, abgeschoffen.
Drei nnscrer Kamvfeinfftzer griffen eine Gruppe von v französischen Fessklballon» nordwestlich vo» Reim» au und brachten-sie sämtlich brenueud zum Absturz
Ltttttster KriefiÄschauplcrtz.
In mehreren Frontabschnitten forderte da» russische Artllleriefruer unsere Gegenwirkung herau».
Mazedonische rsrovt.
Im Cernabogea und westlich des W a r b a r hat in d«u letzten Tagen lebhaftere» Feuer angehalten.
Der erste Generalauartiermcister: Ludeudorsf.
Oer Cauchbo^tkrieg.
Weitere 112 000 Tonnen im April versenkt!
W. T.-B. Berlin, 30. April. (Amtlich.) Außer den im April bisher bekannt gegebenen llnterfeebootSerfolgeu find neuerdings im Kanal, im Atlantisch»» Ozean und in der Nordsee 112 000 Brutto registertonn eu Handels. schiffSraum durch unser« llotersecboote verfeakt worden.
Unter den vernichteten Schiffen befinden sich u. a. folgende: Die bewaffneten englischen Dampfer „Catthnetz".
8500 Tonnen tief beladen; .Goldcrost", 4255 Tonnen, mir Stückgut von Westafrika nach Liverpool' »Barnton", 185* Tonnen, mit einer Ladung Eisenerz, im GUrttz:lg fahrend, und der englische Dampfer „Auriae"; die englischen Segler »Dalmation". .Gruman", „Erith" und »William Swephecd". mit Kohlen, .Danzig", mit P e ck-. und »Gewl" mit Teakholz; die englischen Fischerfahrzeuge »Breadal- bane", .Stork", »Lord Chancellor", ,U. S- A. , »Ramses", Glehns B.'yle", ..Jedbourgh", »Icevil", »Sutterton". -Hightii.gole", „Hearihes". „Rpxdenis" und .Witham"; der aktive bewaffnete Fisckdawpfer „Wtthby"; der französische Dampfer »Sciel'. 2"61 Tonnen, mit Grube nbolz; die französische Schurierbrigg „Aigle", mit Roheiirn; ein fian. zösischcr Fischkutter ..Emile Charlrite"; ein unbekannter Pnrtuinesischer Segler; der portugiesische Motorsegler »TreS Macs", mit einer Ladung Petreleum, Gasolin und Naphibal-n. Ferner vier Drmvfer, deren Romen nicht feitgestellt werden konnten, und zwar zwei bewaifnete, einer davon mit einer Olladung, rin tsifbeladeiier Dampfer im Geleihzug fohlend, und ein sehr großer Dampfer von mindestens 72 00) Sonnsn, mit 2 Schornsteinen, 2 Masten, hohen Auf. tauten und 2 langen Promenadendecks, mit Kurs Le Hcrvrs- PortSmouth. von Zerstörern begleitet. Ein Kapitän Und zwei Mann der Geschützbedienung wurde» al» Gefangene mitg-belcht.
Zu ten früheren Lcröffentkichungen über llntersee- brotterfilge sind folgende Einzelhlitc» nachzutragen. Der englische bewaffnet« Dampfer »Roweua'. 3017 Tonnen .
_ %3teel*flbrtfgr __
mit LekenSmirteln; die englischen Dampfer »Brens- käme Hall", 42G9 Tonnen; . Girctte, na". 1681 Tonnen, mit Kohlen nach Frankreich. Ter Kapitän und 3 Maschinisten wurden gerangen genommen. ..Queen Mary", 565* Ter.neu; »Tunhead". 5911 Tonnen; zwei englische Dampfer unbekannten NrmenS, davon einer mit 750) Tonnen Äifc'en; der englische Segler »Piktcria", mit einer Ladung Pech von Landen nach Ckierbeura; die englischen Fischdampfer .Audcomnch", ..§. liban". »Skerry", „Fife Reh". „Oft rav 2" »Crown P-ince". .Likion". „Torgobav", »China- kiara". „Mnyfky"; der französische Segler „G. G. 29'; e:n belgischer -Schlepper „Maicel", mit zwei Motorleichtern im Schlovv; der itrlirni'ch: Dampfer „Domingo". 2'.8l Tonnen; außerdem 1? uii'"-ka.inte Sch.sfe, darunter sechs bewaffnete Dampfec, und ein Dampfer mit Ladung, anscheinend Mn»:tioii. der im Eismeer versenkt wurde; zwei Segler. Sin unblkannier Drmvf'v viar Lusstker' bet englischen Dampfers „Wellington" wurde von einem Unteilectoot mit einem To> p, to a n g e f ch a f f e n, entkam ober m der Dunkelheit in: Schutze von zwei Z:rstörern
Der Cdrt deS Admiralstobs der Marine.
Weitere Versenkungen.
W. T.-B. Christianka, 30. April. (Nordisches Telegra- phenburcau.) Die Segelschiffe .Vestdal", „GlenSk", »John Lokort" und „Kong Oskar" f.-wie die beiden Dampfer »Vorjo" vnd „Midilevi" wurden versenkt. Insgesamt werden 18 Personen vermißt. Ein dänischer Seemann ist ertrunken.
Oer Krieg gegen England.
Trüb« Aussichten für England.
Zugeständnisse der Lords Devonport uüd Beresford . im Oberhaus«.
XV. T.-B. Bern» 1. Mai. (Drahtbericht-l Im Oberhaus sprach Lord Dwonport am 25. April über die Ver- pflegungsfrage wobei er auSführte. die bisherigen Bemühungen drS Volk zu freiwilliger Einschränkung des Brottcrürcruchs zu veranlassen, hotten infolge des harten DinterS uns der Erschöpfung' der Kortoffelvorröte nur teilweise Erfolg gehabt. England vermöge durchzahalten, wenn man mit einer gewissen Sicherheit auf Zufuhren rechnen könne, aber die Sch'ffahrt gewähre diese Sicherheit keineswegs. Vielmehr schwinde infolge der Versenkung mn Sel'iffen durch die Tauchboote und der Aussperrung >edeutenden Schiffsraums für militärische Zwecke diese Bürgschaft dtöhin. Trotzdem könne man der Lage Herr werden, aber nur auf einem Wege, nämlich der Einschränkung deS Brotverbrauchs. Lord Devonport fuhr fort: Wir müffen weniger essen. Wir überwinden, wenn wir ausreichende Entsagung bezüglich des Brot- rerbranchs üben die vor uns liegende gefahrvolle Zeit. Anteitnfolls halten w'r b:S zur nächsten Ernte nur mit «chworer, Entbehrungen durch. Dieser Punkt ist so dringlich eine solche Lebensfrage, daß ich nicht anftehe, ifm immer wieder zu bettnen. damit ihn jedermann verstehe. Wenn ihr euch einschränkt, sind wir sicher, aber wenn ihr ohne Einschränkung weiter lebt, wird es ein« böse Zeit vor der neuen Ernte geben Ich hoffe, mit d'eien Feststellungen keine Un- kluccheit zu begehen, aber dies ist doch die volle Wahrhcst über die Lage Ich will damit ke>ne Panik erregen; dafür besteht kein Er und. »cfern sich daS Land der Loge gewachsen zeigt. Es ist die absolute Pfliclst des ganzen Volkes, seine Energie ans t ie Ei Haltung von Brot und Lebensmitteln überhaupt zu vereinigen Als Sicherheitshöchstmatz deS Brot- verbrauch» bezeichnet Devonport 4 Pfund Wochen- r a r i o n Er teilte gleichzeitig mit. datz die Zucker- ratron von % auf ein V*> Pstind für di« Wiche herabgesetzt werden muffe. Auf eine Anfiage ob die Zuckerregelung geplant sei. sagt« Devonport, er verabscheue den Gedanken, dos Volk durch Zwang zur Einschränkung anznhalten. Eine Zwvngsregelung sei u n e n g l i s ch und erfordere bedeutende AuSqvber, Trotzdem halte er die Zeit für gekommen, alle voobereiten: en Metznahmen zur zwanosweisen Zuteilung von Brot und Zucker, t-ielleicht noch anderer Lebensmittel zu treffen, «rnd insbesondere die örtlichen Behörden mit den ihn«., dann znfallenden Obliegenheiten vertraut zu machen, damit die Einfiihrnng kurzerhand möglich sei sobald di« Notwendigkeit vorliegs. Die Entscheidung hänge davon ab, cl tat VoE m den nächsten 6 bis 8 Wochen den Bro:» vecbrauch fi eiwillig vermindere oder nicht.
W. T.-B. Bern. 1. Mai. (Drahtberrcht.) Lord BereS- ford richtete im OkerbanS an die Admiralität eine Anfrage über die Tauchbootgefabr. Er erklärte,' die letzte Wochenliste der SchisfSrepsenkunaen sei erschreckend, u.nd doch betreffe die- Statistik nur britische Schiffe, obwohl in Wiek- lichkcit neiitrole Schiffe jetzt unser Land ernähren. Selbst wenn eS gelinge, den Ozean morgen von den Tauch- tooten zu s ä u l « r u, wird der Schiffsraummangel nicht beseitigt werden. Er iehe nicht, wie Amerika Eriglrnd in den nächsten Monaten zu helfen vermöchte. Dckher müsse der Sch'sfsbau allen anderen Matznahmen vorang-> stellt werden Graf L y' t o n erwiderte, datz der Ban von Einleitkhandelssckiifsen befriedigende Fortschritte mache. Einige würden im Juni fertiggestellt werden.
*
Vernichtung der deutschen Getreideernte durch ^lugzeugbrundbomben!
Ein neuer freundlicher englischer Pla».
W. T.-B Bern, 80. April. Lord Cattkorp» empfiehlt in einer Zuschrift an die „Morning Post" die Vernichtung der deutschen Getreideernte durch von Flugzeugen uf Kornfelder kurz vor dem Abmäbcn herabzuwerfende Brandhagel. Er glaubt, datz auf diese Weise sich Tau- sende von Morgen verbi ennen ließen ohne Gef ihr für die Landbewohner, dg deren Häuser selten ui Kornfeldern gelegen sind- _ ^-JLJuJäUu»
Der Krlcg$3uffan6 mit Amerika.
Der Riesendarndfer „Baterlund" — ein recht zweifelhaftes Wertstück für de» Krieg Amerikas.
Br. Bern, 1. Mai. >Eig. Drahtbericht, zb.) Wie der .Temps" au» Amerika a eitel, ist der Hapagdompfer »B-tter.
laafe" unbrauchbar gemacht, so datz u w Amerika
Tlbend-LluSgabe. Erstes Blatt. Sekte 3.
nicht cepariert werten kann Es soll die ErtaubinS gegeben werden, ihn zu diesem Zweck nach Liverpool zu überführen. 2000 omertklinische Mechaniker sollen ihn begleiten, um an ver Reparatur mitzuorbetten.
Am 1» Deptember Aushebung der erste» halben Million drüben.
W. T.-Ii. Amsterdant, SO. April. „Handrlsblad" erfährt über London aus New Aork, datz die ersten 500 000 Wann auf Grund des neuen Militärdrenstgssetzes auf den 1. September ausgehoben weiten sollen.
Für die Armee ist mit Rückjichl auf dir rmertkanilchc Munition daS veränderte Enfieldgewehr «rngenommeu worden.
Bus Stabt und Land.
wresbakeneP Nachrichten.
— Ein militärischer Trauerzug. Gestern, Montagnachtmittag, wurde vom Portal de» alten Friedhofs an der Platter Strc-tze auS di« Leiche deS am 27. v. M. hier vor, itorbencn Generalleutnants z. D., Führer einer Landwehrbrigade im Feld and Inhaber des Eisernen Kreuzer 1. Klasse und anderer hoben Orden, Kurt v. Henning auf § ck, o n b o f f, zur Lbersiibrung nach Marburg mit militärischen Ehren zum Houptbahnhof geleitet. Eine kriegsstarke Kompagnie des hiesigen Ers rtzbata'llons vom Füstlier^llogr- mem v. Gersdorff (K.lrheff.) Nr. 80 mit den Spielleuten und dem MufikkorpS unter Führung emeS Hauptmanns begleitete den Trauerzug. — Gleichfalls fand nachmittags die Überführung der Leiche eines verstorbenen Soldaten zum Bahnhof mit dem Musiklorps statt
— Kommunallandtag für den Regierungsbezirk Wiesbaden. In der gestrigen ersten Vollversammlung des 51. Kom- muna'landtags für den Regierungsbezirk Wiesbaden wurde Geh. .Justizrat Dr. Hu ms er (Frankfurt a M.) als Vorsitzender, Justizrcrt Dr. A l b e r t i (Wiesbaden) als stellv. Vorsitzender, Oberbürgermeister Vogt (Biebrich) und Stadttot Dr. HengSberger ^Frankfurt a. M.) als Schriftfichrer und Rentner W o l l w e b e r (Rennerod) sowie Bürgermeister Schütz (Oberlohnstein) als stellverttettnd« Schriftführer gewäbu. Nach Erledigung verschiedener anderer geschäftlichen Angelegenheiten wurde beschloffen, di« nächste Sitzung Donners tagvormiltag 10 Uhr abzuhalten. Auf Einladung deS Fustizrats Dr. Alberti tvafen sich die Abgeordneten gestern abend im Kurhaus.
— Jubiläum. Am 2 Mai sind eS 2S Jahre, daß der Gelderleber I >hann R u i f a r t bei den städtischen Woffer» und Lichtwcrken tätig ist.
—- Gefährdete Geldhamster. Wie verlautet, sollen Erwägungen darüber im Gang sein, die sowieso aus dem Verkehr verschwundenen Silber- und Rickelmünzen mtt kurzer Frist ganz außer Kurs zu fetzen, d. h. ihnen die Gültigkeit als Münzen zu nehn.en. Tauschen Geldhamster ihr« Münzschätze nicht alsbald ein, so bleibt ihnen nur der Metall- nert, der bekanntlich erheblich niedriger ist als der Münzwert. Di« Regierung würde durch die eingetauschten Münzen das Metall gewinnen, um groß« Mengen anderer, neuer Münzen für den Verkehr prägen zu lassen.
— Kirchliches. Am 1. April d. I. waren 25 Jahre verfloffen, seitdem die Evangelische Gesamtkirchengemeinde W esbaden in Sinzelgemeinden mit ge- merwamer Vermögensverwaltung geteilt und zunächst die Markrkirchen-, die Bergkirchen- und die Neukirchengemeind« (später Ningk'rchengemeinde) errichtet worden sind. Aus diesem Anlah richtet das König!. Konsistorium an die Kirchenvorstände ver Gemeinden einen besonderen Erlaß, in dem es betont, daß man die vor 25 Jahren ins Leben gerufen« Teilung als gesegnete Vorbedingung und Grundlage für den gegenwärtig blühenden Strnd der evangelischen KirchenwesenS in Dies badin anerkennen dürfe.
— Botanischer Ausflug. Morgen verairstalten die Mi!- gliedei der botanischen Abteilung des »Naffaurschen Verein? für Naturkunde" einen Austlng auf den Gaualgesheimer Berg. DI« Abfahrt über Mainz nach Gaualgesherm erfolgt mit dem Zug 2 Uhr 56 Minuten. Gäste sind willkommen.
— Allgemeine Ortskrankenkaffe. In der vorliegenden Nummer oeröftentlicht die Allgemeine Ortskrankenkaffe ihren Rechnungsabschluß für das Jahr 1916, über welches der Geschäftsführer Herr Kilian in der vom AuSschutznor- sitzenden Herrn Stadtverordneten Bauer am letzten Donnerstag geleiteten AuSschutzsitzung auSführlch Bericht erstattete. Wir haben dem Bercht bereits in unserer heutigen Morgen-Aufgabe' die für die Offentlchkeit wchttgsten Punkte entnommen. Nachgettagen sei noch, daß die durchschnittliche Mitgliederzahl im Bertchtssahr 25 090 gegen 24 282 im Jahre 1915 bettug. 1174 Kriegsteilnehmer wurden unterstützt, darunter 200 infolge erltttener Verwundungen. Todesfälle bei Kriegsteilnehmern sind 78 zu verzeichnen. Für Krankenhilf« wurden aufgewen- fcet: 181 771 M. für Beh mdlung, 108 901 M. für Arznei- und Heilmittel. >22 015 M. für Krankenhauspflege und 361 419 M. an Krankengeld, zusammen 774 187 M. oder 30,85 M. auf den Kopf der durchschnittlichen Mitgliederzahl. Von der Summ« für Behandlung entfallen u. a. 160 103 M. auf hiesige Kassenärzte, einichl. Zahnärzte, 11 948 M. auf auswärtige Kassenärzte und 6381 M. auf Nichtkassenärzte und andere Heil- perscnen. Der Betrag für Arznei- und Heilmittel zerfällt rn 74 957 M für eritere and 38 648 M. fi'r letztere. Es wurden rr-eiter auigewendet 75 741 M. für F a m i l i e n h i l f e, 52 978 M für D o ch e n h i l f t an 476 Wöchnerinnen und 16 182 M. an Sterbegeld in 284 Todesfällen. Auf den Kopf des- Mitglieds cmSgerechnet. bettagen die Gesamteinnahmen 44,56 M.. die Gesamtausgaben 48 M„ mithin ergilst sich t'n Überschuß von 156 M für das Mitglied. Die Unter- stzätzurg von Kriegsteilnehmern bettug bis zum Schluß de» Jahres 1616 189 302 M. Auch ihrer vaterländischen Pflicht Hot 1 ie Kasse Genüge geleistet indem sie sich mit 225 000 M- an der Zeichnung der Kriegsanleihen beteiligte Wenn dt« kassenärztliche Be Handlung manchmal zu wünsche« übrig lasse, so sei drs zum größten Teil der heutigen üba> lchtung der zur Verfügung stehenden Kassenarzt« zuzn- schreiben.
>
