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^ .... shür die «ulnadme von Anzeigen an oorgeichriebenei»

M?n!g«°"mM?e^ek.»u^.^ ms Ufr «Umtog» Berliner Abteilung des WieSbabener Tagblatts: Berlin XV., Patsbamer Str.121 X. Fernipr.: Amt Lntzow 6 102 u. 620 .?. Ta.-N und Plätzen ivird leine chewäbr übernommen.

Nr. 277. . 65. Jahrgang.

Donnerstag» 26. NprU 7977.

Kbend-kiusgabe.

Englisch -ftanzöfische Angriffe wieder restlos abgewiesen.

Schwere Verluste der Engländer am Dolransee.

Der klbendbericht vom 26. Kpril.

XV. T.-B. Großes Hauptquartier, 26. Ap.nl. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Gestern raffte sich der Feind bei Arras nur noch zu Teilangriffen auf.

Südlich der S c a r p e stürmten seine Angriffswellen dreimal gegen unsere Linien, dreimal fluteten sie zurück.

Der Artilleriekamps hielt in einigen Ab­schnitten in bkträchtlicher Stärke an

Bei G o v r e l l e liegt unsere Stellung am östlichen Dorfrand.

Heeresgruppe deutscher Kronprinz.

Die Gksamtlage ist unverändert. Der Fcuerkamvf beschränkte sich anf begrenzte Frontstrecken. Bei H u r t e b i s c- F e. und östlich wurden durch Gegenstöße, bei denen wir drei Offizier- und mehr als 160 Franzosen zu Gefangenen machten, unsere Stellungen auf dem Chemin des Dames-Rücken verbessert.

Am Abend giiff der Feind nach heftiger Feuersteigerung beiderseits l>v,> Bravem drei Kilometer Breite an; er wurde blutig abgewiesen.

In der Champagne kam es nur zu Handgranaten­kämpfen.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Herzog Albrecht non Württemberg.

Keine besonderen Ereignisse.

Gestern verlor der Feind 6 F l u g z e u g e, von denen Leutnant S ch ä f e r 2, seinen 22. und 23. Gcguer, abschosi.

Lttlicher Kriegsschauplatz.

Südlich von R i g a, bei I a k - b st a d t, bei S m o r g » n, westlich von 2ucf, östlich von Zloczo w, an der Z l o t a - L i p a und längs P u t n a und S e r e t h hat die russische Feuertätigkeit und dementsprechend unser Bergeltungs- f e u e r zugenommen.

Mazedonische Front.

Aussagen von Gefangenen aus den Kämpfen am D o i r a n- See vom 25. April ergaben, daß dort die Engländer mit starten Kräften auf schmaler Front einen in seinen Zielen weitgc st eckten Angriff geführt haben.

Tie wackere bulgarische Infanterie hat einen schönen Erfolg davongetragen, alle ihre Stellungen behauptet und dem Feind im Verein mit deutschen und bul­garischen Maschinengewehren und Batterien schwere Ver­luste zugrsügt.

Der erste Grneralquartiermrister: Ludendorff.

U«sere heldrnhasten Verteidiger bei Arras.

Die unerhört blutigen englischen Verluste.

w. T.-B. Berlin, 25. April. Auch am 24. April machten die Engländer die verzweifeltsten An­strengungen, das Schicksal der Schlacht der Arras zu ihren Gunsten zu wenden und die schwere Nie­derlage am 23. Avril auszugleichen. Wie am von- gen Tage so zerschellten auch diesmal wieder die mit der äußersten Hartnäckigkeit vorge­tragenen englischen Massenangriffe blutig an der un­erschütterlichen Mauer der deutschen tod- entschlossenen tapferen Verteidiger. Ohne den Eng- ländern irgend einen Erfolg zu bringen, verdop­pelte der 21. April die englischen Verluste. Nach den Berichten der Kampstruppe wurden ganze Sturmreihen der Engländer von dem sicheren Maschinengewehrfeuer einfach um gelegt, andere englische Sturmhausen gerieten in das deutsche Ver­nichtungsfeuer der Haubitzen und Feldgeschütze und wurden völlig zermalmt. Vielerorts liegen zertrümmerte englisch? Vanzerwagen, von Gefallenen umgeben, die hinter den zerschmetterten Tanks Schutz suchten. Besonders beiderseits der Straße Arras-Cambrai li-gen die englischen Gefallenen in förmlichen Barrieren.

21 April, vormittags.

Der Brennpunkt der Kämpfe nördlich der Scarpe war, wie schon am gestrigen Nachmittag, das an der Straße Arras-Douai liegende kleine Dorf Gavrelle.

um das erbittert hin- und herwogende Kämpfe tobten. Die Schi'.ttstätte des Dorfes, von un­seren Truppen eng umklammert, liegt unter starkem deutschen Granatfeuer. Südlich von Gavrelle ttf, die ganze Front sonst in unserer Hand. An der übrigen Front des nördlichen Angriffsslügels fanden am Vor­mittag heftigere Kämpfe nicht statt. Die Engländer mußten infolge der hohen blutigen Verluste am vor­hergehenden Nachmittag eine Atempause eintreten lassen, wahrend, der eine deutsche starke Patrouille westlich von Hulluch bis in den dritten englischen Graben vorstoßen konnte. Auch südlich der Scarpe vermochten sich die verblntenen englischen Divisionen, deren wieder und wieder am Vortage frisch heran­geführten Reserven im deutschen Feuer rasch dahin- geschmolzen waren, zu einem starken Angriff nicht aufzuraffen. Bei der gestern gemeldeten Wred-er- eroberung des Bahnhofs von R o e u x wurden eine Anzahl Gefangener, darunter Offiziere, und mehrere Maschinengewehre eingebracht.

24. April, nachmittags und abends.

Auf dem nördlichen Anqriffsslügel schwoll mit dem sinkenden Tage das bis dahin lebhafte Artillerie­feuer wieder zu bedeutender Stärke an, besonders auf der Linie westlich Lens-Ävion-Oppy. Es wütete die ganze Nacht hindurch mit großer Gewalt. Östlich von Bailleul auffahrende englische Batterien wurden zusammengeschossen. Nach zermalmen­der, deutscher Artilleriewirkung drangen unsere Truppen am Nachmittag wieder in den Ort Gavrelle ein. Südlich de? Scarpe , wütete nach­mittags ein äußer ft heftiger A rtilleriekampf. Nach stärkster Artillerievorbereitung setzt? der Engländer nachmittags 5 Uhr beiderseits der Straße Arras- Cambrai auf dem 5 Kilometer breiten Frontabschnitt Monchy-Cherisv zu erneuten Angriffen von größter Gewalt an. Tie tief g e st >. f f ° 1 1 ? u Angriffs­wellen brachen in det Mitte der Ängriftsfrbnt unter schwersten blutigen Verlusten im Feuer zusammen. Auf beiden Flügeln entbrannten heftige Kämpfe, die zu erbitterten, von borden Seiten mit großer Wut dnrchgefochtenen Nabkämpfen führten. Das feindliche Artilleriefeuer zog sich weitem nach Süden in die Gegend von Oueant. Unsere Flieger meldeten noch am späten Nachmittag den Anzug neuer engli­scher Reserven, die die unerhört blutigen Verluste der zerschossenen englischen Divisionen auf­füllen sollten.

25. April, morgens.

Starkes Feuer die ganze Nacht hindurch auf dem Nordflügel. Um Gavrelle wurde die Nacht hindurch und auch morgens noch erbittert gerungen. Südlich der Scarpe tobte die ganze Stacht ein heftiger Ar­tilleriekampf. Seit 4 Uhr norqms sind erneute Kämpfe im Gange. Das feindliche Feuer liegt seit den Abendstunden mit besonderer Stärke auf dem Abschnitt B u l I e c n u r t bis südlich V i' e n t i e r.

Ern deutscher Erflänzunqsbericht über den 24. April.

XV. T.-B. Berlin, 25. April. Am 24. April wurde an der Küste ein feindlicher Unteffeebvotsjäger erfolgreich beschossen und durch Artilleriefeuer die feindliche Flughalle ber N i e u - Port zerstört.

Ein am frühen Morgen vorgetragener englischer An­griff 20 Kilometer nordwestlich St. Quentin gegen die Vorfeldlinie Bsaucamp-Villers-Ponich wurde mit f ch w e re n Verlusten für den Feind abgeschlagen. Nach erneuter st ä r k st e r Artillerievorbereitung überließen wir dem Gegner diese beiden Orte. Im Vorfeld südlich V e n d - t,uille gelang cs uns, unsere Postenlinie wieder zu be­setzen und Gefangene einzubringen. Desgleichen besetzten wir im Verlaufe weiterer lebbafterer Vorfeldkämpfe di? Ascension -Ferme und Maison-Rcuge östlich Le Ver- guter. Bei und südlich Sr. Quentin war das Artilleriefeuer weniger lebhaft; längs der Oise nahm die Artillerietätigkeit zu. An der Aiöne ließ daL starke Artilleriefeuer an ein­zelnen Stellen vorübergehend nach, wäbrend eS sich in der Champagne teilweise verstärkte. Abends schwell es auf der ganzen Front wieder an und hielt auch die Nacht über an. An einzelnen Stellen vvrfüblendc Patrouillen wurden a b - gewiesen. Bei Briniont wurden nach starker Artillerie- vorbercitung zwei größere feindliche Patrouillenvorstöße ab­gewiesen. Desgleichen scheiterte ein feindlicher Teilvorschh südwestlich Vardessincourt. Südlich len Vaudessincourt uno südlich Apcemant drangen unsere Stoßtrupps in die feuio- liche Stellung ein und kehrten mit mehreren Gefangenen zurück.

Schon ernste französische Besorgnisse über die Laue an der Aisne-Etzampagne-Front.

W. T B. Bern, 26. April. (D> wtbericht.) Trotz- dem die französisch? Press? die militärische Lage, beson- ders die neue englisch? O f f e n s i v ?., optimistisch betracht?! erklärt sie. noch nicht zu sehen, welche Ab-

sichten Hindenburg mit seinem Rückzug der-

berge. Einige Blätter, darunterLa France Mili- taire" geben zu, daß noch schwere Opfer gebracht und große Anstrengungen gemacht werden müssen, um ein greifbares unmittelbares Ergebnis zu erzielen.

Br. Genf, 25. April. (Eig Drahtbericht, zb.i Der ehs- malige Chef der französischen Arniee Lacroix sagt am ,Tempo", daß die Organisation und die Disziplin des deutschen Heeres dieses bis zum äußersten Widerstand bcfafugt. Es bedürfe aller Kräfte der Entente und einer Offensive an allen Fronten, um Her­der -Leitung zu werden. Oberst Reusset betont deu immer ernster werdenden Widerstand der Deutschen mit B e s o r gtzl i s und empfiehlt der Regierung, dieser Tatsache Aufmerksamkeit zu schenken. DerFigaro" schreibt' Wir haben zu Beginn der Schlacht einen Vorteil errungen; jetzt ist der Kampf in ein taktisches Stadium getreten Die Defen­sive muß gebrochen werden, was wegen des durch schlechte Witterung ungangbar gewordenen Geländes schwer ist.

Tie fortgesetzten feinvlichen Flugzeug­verluste.

XV. T.-E. Berlin, 25. April. Der gestrige Tag kostete unsere Gegner 19 Flugzeuge. 16 davon besiegten unsere Flieger im Luftkampf. Dabei erledigte Leutnant B e r n e r r seinen 20., 21. und 22. Gegner. Drei Flugzeuge wurden durch die Flak (Fliegerabwehrkanonen) abgeschossen. Tue Überreste ion 8 feindlichen Flugzeugen sind in unserer Hand, die anderen 11 wurden über dem feindlichen Gebiet erledigt. Auch von diesen wird nicht viel übrig sein; ein Flugzeug, baS in 4- bis 5000 Meter Höhe abgeschofsen wird, bricht meistens schon in der Luft durch den gewaltigen Luftdruck beim Ab­sturz auseinander. In der Regel explodiert beim Aufschlag auf den Boden noch das vorhandene Benzin, sofern nicht schon während des Absturzes das Flugzeug in Flammen aufzing. Das sind die Gründe, weswegen so häufig über die Be­ h u pH e n der abgeschcssenen feindlichen Flugzeuge nähere Angaben nicht mehr zu erlangen sind. Über die Gegner, die jenseits unserer Front zum Absturz gebracht worden sind, ist es überhaupt nicht mcbr möglich, weitere Einzelheiten als tie zuverlässige, von vielen Seiten gleichmäßig bestätigte Beurkundung ihres Abschusses teizubringen. Der Sieger im Luftkampf sowie in der Nähe befindliche eigene Flugzeuge, ebenso der scharfe Blick lange geübter Erdbeobachter, die mir hervorragenden Gläsern den Kampf und den Absturz des Gegners verfolgten, werden zwar sagen können, um welche besondere Flugzevgart des Gegners es sich handelte. Auch die eigene Infanterie und Artillerie kann oft, tvenn der Kampf sich nicht zu weit hinter den feindlichen Linien ab­spielte, den Ort des Abschusses bezeichnen. Weiteres festza- stellen >st meist nicht möglich Unsere Feinde versuchen natürlich aus dem Umstand, daß die meisten Luftkämpfe sich über ihrem Gebiet abspielen und damit auch die über­wiegende Mehrzahl der Flugzeugtrümmer in ihren Händen verbleibt, für ihre Berichterstattung Kapital zu schlagen. Der drutsche Bericht veröffentlicht jedoch nur be­stätigte und anerkannte Abschußzisfern.

französische Hoffnungen auf Streiks in Deutschland.

Zur Beachtung für die deutschen Arbeiter)

W. T.-B. Bern, 26. Avril. (Drahtbericht.) Der Figaro" schreibt, die Entente habe ein beson- deres-Interesse an Ausständen in Deutschland, da sich die Folgen bei den militärischen Operationen im deutschen Heere geltend machen müßten. Sollten die Streiks sich ansdehnen und verlängern, so würde die Munitionsversorgung an der Front bal- digst ernstlich in Mitleiden schalt gezogen wer­den, um so mehr, als der augenblickliche Munitions­verbrauch beträchtlich sein müsse.

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Die frnnrö fischen EvueihritUgs- schwieriakeiten.

Br. 96. April. (Eig. Dr ihtbericht. zb.) H 1 1 » c ergeht sich inLa Bi'tmre" in schaffen Angrirscn gegen die maßlos schwache Haltung der Regicrung tu Fragen der Rationierung der Lebensmittel. Hervö verlangt die stsoetige Einiührunz von Karten kür alle Lebensmittel. Der kommende Wörter werde furchtbar? Krisen und Entbehrungen a u ch o h n e die Tätigkett der Lauch- boote bringen.

Die' Notwendigkeit der Fleischverbrauchsbeschränkung.

XV. T.-B. Bern. 25. April. Pariser Bl Itter» zufolge erklär:- Violette in seiner Degründang der neuen Bekanntmachung über die Beischiffen Ab-nde. daj, durch diese Maßnahme hossentüch 3» 000 Stück 2Aeh monallich bereiigestellt werden könnten, i-elche kinftig >ür die Berprovi mttcrung der A r m e e fehle» würden, sclls nicht unverziglich einschränkende Maßnahnien für den Fleischverbrauch der Zivilbevölkerung getcossen würden. Die größte Sparsamkeit im Fleischverbrauch sei heute >.ine vater'ändisch-. Pflicht. Falls die Neuregiementicrung nicht nie gewünschten Ergebnisse zeitigen sollte, würde die Regierung gezwungen sein, dtestrengste« Maßnahmen zu ergreifen.