Verlag Langgaffe 21
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Donnerstag, 19. Llpril 1917. Kbend-klUZgLtde. Nr. 198. . 63. Jahrgang.
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Näheres über die Erfolge vom 6. bis 13. Kpril.
Wieder W VON Tonnen versenkt!
W. T.-B. Berlin, 19. April. (Amtlich. D-ahtbericht.) Nach Meldungen in der Zeit vom 13. bis 18. April zurückgekehrter U-Boote sind im Kanal, im Atlanti- schen Ozean und in der Nordse e neuerdings feindliche und neutral: Handelsschiffe von insgesamt 93 000 Bruttoregistertonnen versenkt worden.
Nach bisherigen Ergänzungsmeldungcn der U-Boote befanden sich unter den am 6. und 13. April bekannt- caebenen U-Bootsersolgen folgende: Der bewaffnete
englische Dampfer „B c n h c a t h e r" (4741 Bruttoregistertonne») mit Holz, der englische Dampfer „H i n d u st a n" (3692 Brklttoreqistcrtonnen) mit Holz nach England, englischer Tankdampfer „Powhatan" (6117 Bruttoregistertonnen) mit 6800 Touncn^Teeröl, Kapitän gefangen genommen. englischer Schooner „Si l vi a" mit Tonerde nach Rouen, die englischen Fischersahrzruge „Lord C a c a r b o r o u g h" , „Gibraltar", „Lord K i t ch c n e r", „R e c t o", „Maggia", „Rose", die französischen Segler „P e r c e", „Neig e" mit Kohlen nach Brest, „L a Tour d'A u v e r g n e" mit Grubenholz nach England, „St. Mau d eh" »nd srlmzösischer Fischkutter „Roland", cuffischer Dampfer „Hesperus" (2231 Buttoregistertonnen), ein portugiesisches Vollschiff „A r g o" (1563 Brnttoregistert»nnen) mit Holz, Baum- »wlle, Saat und Milch nach England, früherer deutscher Segler „R. G. Rick me rs" mit 7500 Tonnen Zucker, Kapital', gefangen genommen, die norwegischen Dampfer „D i c t o" mit Erzladung aus dem Gclcitzug herausgeschnffen, „Camilla" (2456 Bruttoregistcr- tonnen), „K o n g s h a u g" (380 Bruttoregistertonnen), die norwegischen Segler „F i s k a a" mit Oelkrichen, „Snesputveh" mit Treiböl, „Frrmad Ir" mit Oelknchen, „Najade" von Westen kommend, dänischer Dampfer „Gurre" (1866 Bruttoregistertonnen), schwedischer Dgmvfer „E st e r" (2632 Bruttoregister- tvnnen), ferner 7 Dampfer und ein Dreimast er schooner. deren Namen nicht feftgcstellt werden konnten, darunter 1 Dampfer, der auf dem
e von Bordeaux nach dem Westen aus dem Geleitzug herausgeschossen wurde, 1 Dampfer, wahrscheinlich französischer Nationalität und bewaffnet, mrt Petro- ieitm und Holzladnng mit Kurs nach Ouesiant, ein großer Tankdampfer, ein bewaffneter Dampfer von etwa 5000 Tonnen unter norwegi^'rr Flaage, ein bewaffneter großer Dampfe» vom Typ „Arabic" oder Eretic".
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
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Die Meldung vom deutschen Unterseebootsangriff ans ein amerikanisches Unterseeboot eine durchsichtige Hetzlüge Reuters!
W. T.-B. Berlin, 18. April. (Amtlich.) Reuters Telegramm, betreffend den Angriff eines deutschen Unterseebootes auf den amerikanischen Zerstörer „Smith" kann nur als ein frivoles ^Mittel bezeichnet werden» Deutschland die Eröffnung der Feindseligkeiten zuzu- schieben. Tatsächlich befindet sich noch kein Unterseeboot in der westlichen Hälfte des Atlantischen Ozeans.
Torpedierung zweier norwegischer Dampfer.
Berlin, 18. April, (zb.) Dre „Best Ztg." nrelbet aus Thristiania: Der norwegische Amerika-Tompfer „Christiania- sjc-rd" lief hier aus Halifax ein. Wie „Dagbladed" berichtet, wurde die Torpedierung zweier unbekannter norwegischer Dampfer von Bordeaux aus beobachtet, bei der angeblich 12 Mann unis Leben gekommen sein sollen. In Halrfax hätten die Engländer die gesamte Briefpost beschlagnahmt.
Versenkt!
W. T.-B. «er», 18. «prit. Jtoflrr« de Lyon' meldet <xuS Mereteille: Der Dmnpfer .»»er«!" (N7< Brutto.
rvgistertonnen) der Gesellschaft Pr.rifstnet ist am letzten Montag miertft worden. Das Schiff war für den Lebensmittel- transpurt gechartert.
XV. T. 8 Dmuide«, 18. April. (Skiederlmrdische Telezrn- phenagenlur.) Der Dampftrawler '„E e ndracht" landet« heute die Besatzung der norwegischen Bark „P o l h k a r p" (809 Bruttoregistertonnen), die «ff der Reise von Westhartle- pool n«b Ehristiania »ou einem deutschen Unterseeboot versenkt worden fft. Der Dimpftrawler „P a u l i n e" landete die IkesayMg de» dänische» Schoner« J&ttam“, der von «an ünterpedoat v ersenkt morde» ist.
Dar vokftändige Scheitern der franzsßschen weitgesteckten Angriffs« abfichten.
Neue heftige Kämpfe in der Champagne.
Der Tagesbericht vom 19. Kpril.
W. T.-B. Großes Hauptquartier, 19. April. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
An der f l a n d r i s ch e n und Artois- Front war bei Regen und Sturm die Gefechtstätigkeit nur in wenigen Abschnitten lebhaft.
Heeresgruppe deutscher Kronprinz.
Aufgcfundene Befehle zeigen, wie weit die Angriffsziele den am 16. April in den Kampf geworfenen französischen Divisionen gesteckt waren. An keiner Stelle sah die französische Führung diese Hoffnungen erfüllt. An keiner Stelle haben die Truppen auch nur annähernd ihre taktischen, geschweige denn ihre strategischen Ziele erreicht.
In der Nacht vom 17. zum 18. April gelang den Franzosen ein örtlicher Angriff bei Bratze: im Laufe des Tages an mehreren Stellen der Höhenfront des Chemin des Dämcs. Mit besonderer Erbitterung bei C r o a n n c geführte wiederholte Angriffe des Feindes schlugen unter blutigen Opfern fehl.
Bei La Bille aux Bois, deffen Waldstellungen für uns ungeeignet geworden waren, richteten wir"uns in einer Hinteren Brfestigungslinie ein.
Am Brimont schickte der Gegner die in Frankreich fechtenden Russen zum vergeblichen verlustreichen Ansturm ins Feuer.
In der Champagne entwickelten sich gestern mittag nordwestlich von A n b e r i v e neue Kämpfe, die auch in der Nacht andanertcn und heute morgen unter weiterem Kräfie- einsob wieder an H e f t i«k c i t z u g e n o m m e » haben.
Heeresgruppe des Generals'ldmarschavs Herzog Albrecht von Württemberg.
Keine wichtigen Ereignisse.
Auf dem
östlichen Kriegsschauplatz
ist nach einigen ziemlich ruhig verlaufenen Tagen die russische Feaertätigkeit, besonders zwischen Pripjet und D n j e st r, wieder lebhafter geworden.
Mazedonische Front.
Nicht? Neues.
Der erste Generalqnartiermeister: Lndcndvrss.
Hsterreichisch-üngavifcher Tagesbericht.
W.TVB. Wien, 19. April (Drahtbericht.) Amtlich verlautet vom 19. April, mittags:
Östlicher Kriegsschauplatz.
In Ostgalizien, namentlich im Abschnitt Züorow, lebhaftere Gesechtstvtigkeit als in den letzten Tagen. Sonst nichts zu melden.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höser, Feldmarschalleutnant.
Neue schwere Unruhen in Petersburg.
Köln» 19. April. (Drochtb-richt.) Der „Köln. Ztg." wird
au« Stockholm gemeldet, daß ans Haparanda privatim der «nsdruch neuer schwer« Unruhen in Peter»dur, «rfta die provisorische Regierung gemeldet werden, die schwerer als die Märzunrnhen seien. Reffende wurden in Haparanda zurückgrhalten, weil der Zugverkehr gestört ist. Alle Post aus Rußland ist fett 4 Tagen ansge- bliebcn.
Gesteigerte Unruhe in den bürgerlichen Kreisen Rußlands über die Slrbeiter. und Bauernbewegung.
(Drabtbericht unseres Z.-SonderberichterstatterS.)
S. Stockholm. 19. April... (zb,) D« russisch« bürgerliche, yiy af ftriy rA» übliche ilbex die Arbsiterbswezung.
„Rußkoje Wollja" schreibt: Die Erpressung der
Nation. Eine Bauernbersammluno in B l a g o w e: s ch e » 3 k fordert die Trennung von Kirche und Staat sowie den Zu- sammenteltt einer allgenreinen Bauernverfammlung zur Losung der Bodenfrage.
Fürst Lwow über den befestigten militärischen Geist der Armee.
Besserung der Berpflegnng.
\V. T.-B. Petersburg, 17. April. (Meldung der Petersburger Teleoraphen-Agentur.) Fürst Lwow und einige andere Minister, die sich nach dem Hauptquartier begeben hatten, um gewisse Fragen der Verpflegung der Armee und Trans- portscagen zu besvrecherr und zu lösen, konnten feststellen, daß jetzt die allgemeine Lage der Armee im Vergleich-mit dem Zustand vom 18. und 28. März sich merklich gebessert hat, nanrentlich hinsichtlich der Versorgung der Armee mit den wichtigsten Erzeugnissen, nämlich Ulehl, Fett usw. Der Landwirtschastsminister hob hervor, daß sein Amtsbereich imstande sei, allen Anforderungen bezüglich der Versorgung der Armee durch Motznabmen, die als notwendig erkarnit werden, zu genügen. Gleichzeitig stellten die Minister fest, daß die Vorräte an L e b e n o m r t t e l n, ebenso die Transportverhältnisse keinerlei Grund zur Besorg- »i s abgeben. Über den Geist in der Armee äußerte Fürst Lwow Pressevertretern gegenüber, daß die Unruhe, die sich irr der Armee ioähoend der ersten Tage der Revolution gezeigt habe, vollständig verschtvunten ist. Der kriegerische Geist der Armee hebt und befestigt sich von Tag zu Tag Die Manneszucht ließ in keiner Weise nach. Die Armee ist bereit, dem Feinde entgegenzutreten -n vollem Vertrauen darauf, daß sie imstande sein wird, dem Angriff gegen das freie 9,'utzland staudzuhalten.
Die beiden neuen Sozialdemokraten, Tscheretetti und Plechanofs, im Ministerium.
IV. T.-B. Kvpenhage», 18. April. „Berlingske Tidende" meldet aus Petersburg: Es steht nunmehr fest, daß der sozinloemokratsiche Führer Tscheretelli, der aus der Verbannung in Sibirien zurücktehrte, in die provisoich'che Regierung als ArbeitSminister eintritt, wähvend Plsch-raoff zum Minister ohne Portefeuille, als besonderer Vertrauensmann der Sozialdemokraten, in der Regjxrung ernannt wird. *
Die zarentreue Reaktion in Betzarabien noch obenauf.
Eine militärische Expedition notwendig!
— Kopenhagen, 18. April, izb.) Wie die Petersburger sozialistische Zeitung „Rabotschaja Gazeta" berichtet, erhielt der Vollzugsausschuß des Arbeiter- und SoldatenratL viele Telegramme aus B e tz a r a b i e n, in denen geklagt >vrrd, daß die Reaktionäre dcrt ibre Propaganda weiterirerben. Das Blatt sagt: Die Polizei ist die alte geblieben, lind dre neu geschaffenen GesellschaftSirganisationen sind schwach und uneinig. Der Arbeiterrat niöge dorthin revolutionstreue Soldaten von der Front schicken, um die neue Ordnurrg zu befestigen. Auch Depeschen aus O d e s s a bestätigen, daß in Beßarabien die frrchere Ordnung beibehalten werde. Die örtlichen Obrigkeiten erkennen die neue Ordnung nicht an. Die revolutionären Scldatcn werden gezwungen, die roten Bänder ab^,u leg en. Die Polizei zwingt die Bauernschaft, ErgebenheitSadresien an den früheren Zaren zu unterschreiben. Das Blatt fordert die Regierung auf, zu- fommeit mit dem Arbeiterrat energische Maßregeln zu ergreifen gegen diesen Feind der neuen Ordnung. Telegraphische Anordnungen sowie die Entsendung von Kommissionären genügten nicht mehr. Eine militärische Expedition sei nötig, um die Reaktion in Beßarakneii inederzuringen.
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Weitere englische Übergriffe gegen die heim- kehrenden russischen Revolutionäre.
(Drabtbericht unseres L.-SonderberichterstatterS.t
8 Stockholm. 19. Avril, (zb.) Von benl soeben ans Amerika eingetroffenen Dampker „Bergensfjord" bolten die Engländer bei der Unter'iichuna in Halifax 20 auf der Rückreise nack, Rußland begriffene Revolutionäre herunter und nahmen sie fest, weil sie pazifistischer Meinung verdächtig seien. Die Nachricht dürfte in russischen Sozraliste.i'reise die Verst'rinmung gegen England weiter verschärfen.
Kein österreichisches Friedensangebot an Nutzland. >
sDrabtbericht unseres v.-Sonderberichterstatters.!
U. Rotterdam, 19. April, (zb.) Wie der „Nivuwe Rotterd Courant" hört, ist die vom .Manchester Guardian" verbreitete Meldung, wonach die holländische Regierung ein österreichisches Friedensangebot an Rußland übermittelte, unzutreffend.
Die Kopenhagener sozialistische Friedenskonferenz.
Englische Friedenserörtrrun,en.
Br. K-rlSrnhe, 19. April. iEig. Drcchkdericht. zb.) Der „Baseler Anzeiger" meldet aus Kopenhagen: Die dort ges»hr° ten inoffiziellen Frie-ensperhand-lun«en
