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Freiwillige Meldung Hilfsdienst- vflichtiger für de» Dienst in der freiwilligen Krankenpflege.
1. Die freiwillige Krankenpflege umfaßt die Unterstützung des staatlichen Kriegssanitätsdienstes in der eigentlichen Krankenpflege, in der Krankenbeförderung urid bei der Devotverwaltung. An der Spitze stehen der Kaiserliche Kommissar und Militärinspektenr sowie der stellvertretende Militär - Inspekteur der freiwilligen Krankenpflege.
Die freiwillige Krankenpflege wird dem Heeressanltätsdienst eingefügt und von den Militärbehörden verwendet.
2. Meldungen Hilfsdienstpflich- 'hrvfl
Territorialdelegierten der freiwilligen Krankenpflege für die Provinz Hessen-Nassau in Kassel zu richten.
Territorialdrlegierte sind:
In den Provinzen die Oberpräsidenten, in Berlin des Polizeipräsident.
In den Meldungen ist anzugeben, ob Hilfsdienstpflichtige bereit sind:
> a) für den Etappendienst, h) für den 1 c) für den
für den Heimatdienst oder . für den Etappen- und Heimat- iäenst und
dj für welche Leit.
Verpflichtung auf Kriegsdauer erwünscht: Meldungen für weniger als 6monatige Dauer bleiben unberücksichtigt.
3. Tätigkeit Hilssdienstpflichtiger in der freiwilligen Krankenpflege kann nur durch Eingliederung in diese Organisation, nach vorangegangener ärztlicher Untersuchung ermöglicht werden.
schlecht beleumundete Personen haben keine Aussicht auf Annahme. Beibringung von Leumundszeugnissen bei der Meldung wird empfohlen.
4. Die in land- und forstwirtschaftlichen sowie in Kriegswirt- fchaftsbetrieben bereits tätigen Hilfsdienstpflichtigen können nicht angenommen werden. Es kommen in Frage:
Psleger, Träger, Schreiber, Kaufleute, Köche und solche Personen, die sich, soweit erforderlich, für einen dieser Zweige für die freiwillige Krankenpflege ausbilden 8-iksen wollen: Kosten entstehen diesen Personen dadurch nicht.
5. Gebührniffe:
.4. In der Etappe.
Vom Tage der Annahme durch len Territorialdelegierten zwecks Eingliederung in vie freiwillige Krankenpflege, also auch während der Ausbildungszeit, die nach der Dienstvorschrift für die freiwillige Krankenpflege zuständige Löhnung, die etwa derienigen der verschiedenen Dienstgrade des Unteroffizier- und MannKäftsitandes entspricht (23.40
Mark bis 68 Mk. inonatlich). außerdem freie Bekleidung und Ausrüstung, freie Beköstigung u. Unterkunft oder die Geldvergütuna für diese nach den bestehenden Bestimmungen, freie ärztliche Behandlung, Kur- und Heilmittel, freie Wäschereinigung, Versorgung nach dem Mannschaftsversorgnugs - Gesetz, Marschgebührniffe bet der Einberufung und Enllassung, Familien- mnierstützung, freie Eisenbahnfahrt bei gewöhnlichen Urlaubsreisen, unter Fortbezug der Gebührnlsse, Schulgeldbeibilfen.
Die scheinbar geringe Löhnung eines Krankenvflegers erfährt durch die vorangegebenen weiteren Gc- bührniffe eine sehr wesentliche Erhöhung, so daß das Gesamteinkommen, wenn überhaupt, so doch nur unwesentlich hinter dem der übrigen Hilfsdienstpflichtigen zurücksteht.
8. In der Heimat.
Annähernd die gleichen Gebührnisse, wie in der Etapee, mit Ausnahme der Versorgung auf Grund des Mannschaftsversorgungs-Gesetzes und der Macschgebührnisse, sowie der Schulgeldbeihilfen.
6. Beförderungsmöglichkeiten bis zum Zugführer — etwa Bizefeldwebel entsprechend vorhanden.
7. Hilfsdienstpflichtige, die sich während der Ausvildung als ungeeignet erweisen, werden baldigst entlassen.
Bei der Ueberweisung zur Beschäftigung oder Ausbildung in der
Heimat wird auf Lebensalter»
Familienverhältnisse, Wohnort usw. nach Möglichkeit Rücksicht genommen.
8. Die Meldung der Hilfsdienst- pflichtigen zieht zunächst nicht ohne weiteres Annahme u. Eingliederung in die freiwillige Krankenpflege nach sich. Als angenommen gilt eine Person erst dann ,wenn ihr der Territorialdelegierte eine Einberufungsmitteilung hat zugehe» lassen.
9. Die Ausbildung kann in etwa
4 bis 6 Wochen, beginnen so daß dem Einzelnen genügend Zeit zur Regelung seiner häuslichen Verhältnisse blerbt. *
Die Kriegsamtstelle Frankfurt a. M.
Bekanntmachung.
Am 18., 19.. 20., 24., 25., 26. und 27. April 1917 findet von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 5 Uhr im Rabengrund Scharffchteßen statt.
Es wird gesperrt: Sämtliches Gelände einschließlich der Wege und Straßen, das von folgender Grenze umgeben wird:
Friedrich König - Weg, Jdsteiner Straße, Trompeterstraße, Weg hinter der Rentmauer (bis zum Keffelbach- tal). Weg Keffelbachtal, Fischzucht zur Platter Straße, Teuselsgrabenweg bis zur Leichtweishöhle.
Dre vorgenannten Wege und Straßen, mit Ausnahme der innerhalb des abgesperrten Geländes befindlichen, gehören nicht zum Gefahrenbereich und sind für den Verkehr freigegeben. Jagdschloß „Platte" kann auf dreien Wegen gefahrlos erreicht werden.
Vor dem Betreten des abgesperrten Geländes wird wegen der damit verbundenen Lebensgefahr gewarnt.
Das Betreten des Schießplatzes „Rabengrund" an den Tagen, an denen nicht geschossen wird, wird wegen Schonung der Grasnutzung ebenfalls verboten. *
Garnison-Kommando.
Bekanntmachung.
Zu in Schutze gegen nächtliclx Fliegerangriffe sind die Fenster und Oberlichter aller beleuchteten Räume von Anstalten, Fabriken, Instituten alle Schaufenster von freiliegenden Gebäuden, sowie sonstige Punkte mit starker Lichtausstrahlung, die weithin sichtbar sind, gegen Sicht von oben ahzublenden. Zum Abblenden können Licht nickt durchlassende Vorhänge, Rolläden, Markisen und Fensterläden, sowie dunkler Fensteranstrich verwendet werden. Die,Ab, blendung hat mit Beginn der künstlichen Beleuchtung zu erfolgen. *
Wiesbaden, den 19. März 1917.
Der Polizeipräsident, v. Schenck.
Bekanntmachung.
Die städt. öffentliche Lastwage in der Schwalbacher Straße wird werk- läglich in der Zeit vom 16. März bis einschl. 15. September von 6 Uhr vormittags bis 12 Uhr nachmittags uird von 1 bis 7 Uhr nachmittags in Betrieb gehalten
Von 12 bis i Uhr mittags bleibt dieselbe geschlossen. ■
1 Städtisches Akziseamt.
