Nhend-Au-gabe. gtfteg Matt. Nr. 194 *
gelte 4. 17. April m__
JqI" gebärdenden jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen versuchten vergeblich, durch an sich unbedeutende Ausschreitungen die öffentliche Ordnung zu gefährden. Trotz dic'es harmlosen Verlaufes der Kundgebung bleibt es immer noch zu bedauern, daß sie überhaupt statt (and, schon mit Rücksicht aut die zu erwartenden übertreibend >.n Darstellungen der gu s- ländischen Presse; die Tatsache, daß zurzeit jede 'verlorene Arbeitsstunde nur unstren Gegnern zu- lgute komnit, das batte die Veranstalter bestimmen fallen, von ihrem Vorhaben zurückzutreten, zumal ja über die mit dem Arbeitsverhä.inis selbst nicht in Verbindung stehenden Beschwerdeqründe, die Verkürzung der Brotmenge, von den zuständigen Behörden unter jder Betonung der unbedingten Notwendigkeit dieser Verkürzung reichsleitig öffentlich in erschöpfender Werse "Auskunft gegeben worden war.
* Hof- und Personal-Nachrichten. Die Kaiserin besichtigte eingehend bie Betriebe von Siemens n. Halste und Siemens- Schuckert. 50 Arbeiter und Arbeiterinnen wurden von der Kaiserin persönlich hu Aufträge des Kaisers mit dem V-rdienstlreuz für Kriegshilse ausgezeichnet.
Zum Wicderzusammentritt des Reichstags. Br. Berlin, |17. April. (Cig. Drahtbericht, zb.) Auf der Tagesordnung der ersten Plenarsitzung des Reichstags nach den Ferren am 24. AprU ifmb festgesetzt werden: Petitionen, die vom Ausschuß für ungeeignet zur Erörterung im Pterrum erachtet sind. Beratung der ^Auleibedenkschrtst für die Schutzgebiete 1915 und erste Beratung der lReichshaushattsrechnung 1915. Der Charakter der Sitzung ist sonnt ein geschäftlicher und vom Mejtenausschuz wiro sogleich eine kurze Vertagung bis zum 2. Mar vorgeschlagen werden.
Eine Hoyeuzollerugedenkseier. W. T.-B. Konstanz, 17. April. itDrahtbericht.) Zur Feier der 5üvjährigcn Wiebrrketzr der Belehnung !des Buregrasen Friedlich von Nürnberg mit der Markgrasschaft >Brandenbuig trrsst als Vertreter des Kaisers Generaloberst v. Blessen ern.
* Borstandssitzung des Alldeutschen Verbands. Im
'Baukettsaal des „Rheiugolds" trat am Sonnt-agvovmittag >10 Uhr der Gesamtvorstemd des Alldeutfcherr Verbands zu 'einer von rund 5po Vertretern aus dem ganzen Reich besuchten Tagung unter Vorsitz des Rechtsanwalts Clatz in Mainz - zusammen. In dem darüber ausgegebenen offiziellen Bericht !der Berbandsleitung heißt es: „Man sah die alten Vorkämpfer des Verbands, General der Kavallerie Fretherrn v. Geb- ffattel, Generalsuperintendent Klingemann, Senator iN e u m a u n (Lübeck), die Universitätsprofessoren Dietrich, ^Sch äfer, Kossinna und Hautzmann (Jena), die Abgeordneten Dr. Röiicke. Fuhrmann, Ramdohr and ^Bacmeister, Vertreter aller gelehrten Berufe, Jn- jduftrielle und Gutsbesitzer, Offiziere und Schriftsteller, und dazu eine Anzahl Damen im dichtg>efüllten Saal und der s umlaufenden Galerie beisammen. Überaus ernst war der Grundton fast aller acht Berichte zur Lage. Wer die nächsten iAnfaaben des Verbands sprach Rechtsanwalt Clatz, über die 'politische Lage Gras Re-ventlow, über die wirtschaftliche Freiherr v. Wangenheim (Klem-Spiegel). Die militärische Lage erklärte Exzellenz v. G e b s a t t e l, die zur See Exzellenz v. Grapow; über Österreich berichtete Direktor >Lntz Korodr; über den Stand in Belgien und Polen von 'Bietinghvff Scheel; über di-e Lage in ÄurlanL Major ^Freiherr v. Schilling (Cannstadt). Ernst die Versamm- !lung, ernst die Vmträge, deren Zahl und innerer Gehalt er- jwies, datz hrer reine und freie Liebe zum deutschen Vaterland >das Zepter des Geistes führt und trotz Ansehung aller polit:- schen Zrrtümer und lvirtschaftlicher Versäuminfse früher und ! stchr, trotz. Erkenntnis aller unveränderten Gefahren von Halbfett und Doppelspiel, ton Preisgabe unserer Zukunft an i Scheinvorteilen der Gegenwart, rang sich durch alle Ansprachen (doch imn er wieder dos Pflichtgefühl zur Weiterarbeit und ! Hoffnung bnidnrch, zu Hoffnungen auf Entschlüsse des Katsec- lstchen Hauptquartiers, auf Hindendurg und den vielleicht 'rettenden Trotz unserer Feinde. Und endlich auf die alten ^Alliierten Preußens, die das deutsche Volk nicht im Stich 'lassen werden. Alldeutsch und im großen Sinne deuffch war Hie Gesamist'mmung. Es tönte wie tiefer Klang einer der 'alten deutschen Kaiserglocken. Entschließungen unterblieben .in Ansehung des Kriegszustandes urtd der Lage." In die Hauptlertung des Verbands binzugewählt wurde SenatSpräsi- (dent Dr. Thomsen (Charlottenburg); in den Hauptausschuß Generalmajor Breu sing (Hannover); in den Ge- isamtorrstand u. a. der Vorsitzende der Nationalen Arbeiter- Berufsvereine Jensen (Hamburg), Fabrikant Dr. Albrecht R «i m a n n (Ludwrgshafen), Oberpostsekretär O e r t e l (Chemnitz) und Forstmeister Dr. Kamen (Calmbach).
* Dem „Berliner 2 ageblatt" widmet der sozialdemokratische Abg. Dr. Paul Len ich in einer Entgegnung, der das „Berk. Tazedl." selbst keinen Raum gewahrt hatte und du er daher in Nr. 103 des vorwärts" vom 13. April veröffentlicht, folgende Worte:
„Ich fühle mcht das Bedürfnis, mich mit dem „Berl. Tagcbl." über nleine „W a n d l u n g e n" anseinanVrzusetzen, zumal es ja Alt dieser Hinsicht selber im Gla-üanse jitzt. Einst war ihm der gute, brave, alte Eugen Richter noch zu „r a 2 i k a !". und cs verhöhnte ihn als boxendes Känguruh. Jetzt im Kriege ist es glücklich selbe; jso „radikal" geworden, aast es in weiten Kreisen der Sozialdemokratie, wu erst vor kurzem dte „Chemnitzer Pvlksstimme" schrieb, ganz allgemein als freiwilliges Organ der sozialdemokra» iischeu Arbeitsgemeinschaft gilt"
W. T.-B. Abschaffung des Klassenwahlrechts in Hamburg. 'Der Senat unterbreitete der Bürgerschaft einen Antrag, nach »velchem in Rückftcht auf die Erfahrungen der Kriegszeit Ver .Senat der Meinung ist, Latz die unter anderen Berhältniffen «ingeführte Verteilung der wahlberechtigten Bürger auf zwei nach dem Einkommen getrennte Wählergruppen angesichts ' .der heute veränderten Sachlage nicht ferner beizubehalt«, sem ! werde. Um eirie Änderung des Wahlgesetzes schon jetzt vorzubereiten, damit fte alsbald nach Beendigung des Kriegs bei den Bürgerschaftswahlen angewendet werden könne, sollen Vorarbeiten in die Hand einer aus Mitgliedern des Senats und der Bürgerschaft gebildeten Kom- smtsfirn gelegt werden. Von den vereinigten Liberalen war bereits vor einiger Zeft eine entsprechende Anregung er- . gangen.
Heer und §lotte.
SvjLhrigeS Marin ejubiläum. Am Sonntag feierten nicht -weniger als vier Admirale gleichzeitig das goldene Militär- 'dienstjubilävm. ES find dies Graf v. Baudissin, Max v. Fische! Hurw8> v. Ahle feld und Kirchhofs. Wahrend die beiten erstgenrnnten ä la suite des Seeoffiziers- krropS steh», find die letzten «aktiv g ewo rd en .
Mesdrrdener Taablatt.
Kus Stabt und Land.
Viesbaden« Nachrichten.
MIWSnde bei der rkartenausgade.
Die Ausgabe von Zusatzfleischkarten fft weder für die Angestellteu der Stadt noch für die Verbraucher ein Vergnügen. Das Gedränge ist furchtvar, die Beschwerden über die Unzulänglichkeit der Organisation sind zahllos. Wir geben hier eine von vielen Klagen wieder, die uns gestern und heut« zngegangen sind:
.Bei der gestrigen Ausgabe der neuen Fleischkarten war die -Vorbereitung so mangelhaft getroffen, datz ein lebensgefährliches Gedränge entstand und es mehreren Damen dadurch schlecht wurde. Für sämtliche Personen, -welche heute tu dem Museum zu tun hatten, mit Ausnahme derjenigen für die Brotkarten-Abteilung, war nur eine einzige kleine Tür als Eingang vorgesehen, und cS herrschte daher auf dem Museumshof ein solches rücksichtsloses Gedränge wie nie zuvor, dem auch die verschiedenen Schutzleute nicht Herr werden konnten. Das Gedränge war so groß, datz verschiedenen Frauen und Kindern die Flerschkarten mft Leichtigkeit gestohlen wurden. Warum lr-etz man nicht einen Te>l der Menschen, beispielsweise diejenigen, welche Kohlenkorten hollen oder Bezugsscheine benötigten, durch eine andere Tür des Museums herein? Mutz denn die große Tür von der Wilhelmstratze aus unbedingt verschlossen gehalten werden, damit sich alles in dem Hof zusammendrängi? Die Bürgerschaft kann für ihre Frauen verlangen, datz alles geschieht, datz lebensgefährliche Ansammlungen vermieden werden."
Auch mit -der Ausgabe der Kohlenkarten ist mrn allgeme-u -wenig zufrieden. Neuerdings wird jedem, der sicki als Kohlenbedürftiger meldet, nur ein Zentner angeioiesen. Die Folge ist natürlich, daß er in derselben Zeit, in der er bei der Amreisur.g von zwei Zentnern nur einmal die Ausgabestelle zu besuchen hatte, jetzt zweimal int alten Museum erscheint. Dadurch ergibt sich erne Verdoppelung des An d r a n g s, die zu allerlei unliebsamen Begleiterscheinungen führt. Es sollte wirklich alles geschehen, um das Abbolen aller Atorenkctten so beguein wie möglich zu macheu. Es ist gar nicht einzuseken, daß den Verbrauchern zugemutet werden mutz, um jeden einzelnen Zentner Kohlett den Gang zum Museunt zu macben, dort den immer auherordentlich lebhaften Verkehr zu verwehten und seine oft recht kostbare Zeit zu opfern. Ist der Vorrat an Kohlen so gering, datz immer nur ein Zentner geliefert werden kann, so läßt sich doch offenbar mit leichter Mühe eine Beschränkung der Lieferung ö u n w e i s u n g e n auf einen gewissen Zeitabschnitt schon ivo-benlang vor der Fälligkeit auf den Anweisungen selbst zum Ausdruck bringen.
— Kriegsanleihe. Der Vertrauensmann bei den Teillazaretten des hiesigen Reservelazaretts 2 R. Tarlau brachte zur 6. Kriegsanleihe den Betrag von 66 590 M. zusammen. „Es war direkt rührend", schreibt er uns, „wie die armen kranken Soldaten sich an der Hergabe ihrer Spargroschen beteiligten". — Die durch das König!. Gymnasium bewirkten Zeichnungen auf die 6. Kriegsanleihe belaufen sich auf 59400 M
— Auszeichnung. Dem Kreis-bureaudirektor Werkst ü Her in Wiesbaden wurde das Kreuz für Krtegshilfs- dienst verlieben.
— Dir Neuregelung der Milchversorgung in der vom
Magistrat geplentert Weise ist nicht, wie hier und da behauptet wird, gescheitert, sie wird vielmehr bestimmt erfolgen, sobald die vom Magistrat bereits erledigten Vorarbeiten auch bei den übrigen Behörden erledigt sind, die bei der Sache mtzuwirken laben. Datz auch die Behauptung, datz sich die Neuregelung wegen des Widerstands der Milch- Händler nicht habe durchsetzen lassen, falsch ist, ergibt sich hieraus von selbst. In etwa 14 Tagen hofft man so weit zu sein, daß die dfftriltsweise Verteilung der Milch erfclgen kann.
— Kuchenbäcker. In welcher Weife selbst jetzt noch, wo die Brotrationen gekürzt werden mutzten und das Letzt« ans den Speichern und Vorratsräumen herausgeholt werden mutz, daniit der Stadtbevölkerung das Durchhalten bis zur neuen Ernte möglich wird, dos K u ch e n d a ck v e r b v t übertreten wird, hat sich dieser Tage in Kloppenheim erwiesen. Dort hatte eine Familie zur Konffrmationsieier nicht -weniger als siebzebv st ältliche Kuchen gebacken und dabei an Zutaten, vor allem an Fett, nicht gespart. In diesem Fall wurde der Ki chenl äcker erwrscht; die Kuchen wurden zugunsten eines Biebricher Lazaretts bef-chtagnahmt und der verantwortliche Familienvater wurde zur Anzeige gebracht, ebenio der Bäcker, der die Kuchen gebacken hatte, Di« Erregung der um den Konfirmationskuchen gebrachten Leut« soll groß genelen sein und sich auch auf einen großen Teil der übriaeti Bevölkerung Kloppenheims übertragert haben; die Beschlagnahme war aber eine durch aus gerechte Matznabme, für die alle, die sich jetzt nur zaghaft eine Schnitte Brot an i-em Laib abschneiden, mft dem sie sieben Tage auskommen ntüisen, der Behörde dankbar sind. Der Fall zeigt aber auch, datz eine scharfe Kontrolle über den Mehlverbrauch unbedingt ausgeübt werden mutz, n-enn nickt immer noch große Mengen Mehl der allge» meinen Versorgung entzogen werden sollen.
— Weil er kari,ffeln verheimlicht hat, wurde der Weichensteller Philipp Keller in Flörsheim a. M. vom Landrrt des Kreises W:esbaden-Land bei dem Ersten Staa-rsanw-rlt zur Destra-sung zur Anzeige gebracht.
— Jubiläum. Morgen kann der Diener am pathologische» Jnstttut des städtischen Krankenhauses. Herr August Köhler, auf eine 25jöhrige Tätigkeit tut Dienste der Stadt Wiesbaden Mrück- blicken.
— Botanischer AuSslug. Morgen Mittwoch, den 18, April, ver- anstalten die iviitglieder der botamsüm Abteilung des „Rasiauijchen Vereins für Naturkunde" einen Ausslug in die Umgebung ven Dotzheim, Frauenstein und Nirderwallus. Dte Wanderung beginnt S? Uhr 45 Min, am Endpunkt der Elektrischen in Dotzheim. Gäste sind willkommen.
- Klei.'« Notizru. Zwei Kriegsverlctzte, P. Burk- Hardt und G. Bauer, dte an der Archnekturabtetlung Ser St itn'i* Gewerbeschule Mainz ihre Ausbildung erhielten, unterzogen sich am Schlüsse des Winterhalb,ahres 19l«> 17 der Schlußprüfung. Beiden kann für ihre Leistungen das Zeugnis zur jiulastnng zur erleichterten Emiahriq-Freiwilligenprüsttiig erteilt werden. - Am Spanoenbcrgschen Konservatoriuu'. kür Musil beginnt der Unterrichi Donnerstag, Zu gleicher Zeit beginnen neue Kurf« m allen Fächern. Der Unterricht wird nur von konservatorrsch gobildtten und tnptomiertcu Lehrkräfte» erteilt. — Schreib er s
Konsrrvaturtnm und Alofis Gesangstnstitut de» ginne» ihre» Uittrrricht in alle» Fächern der Musik sowie im oranla» tischen Fach am Freitag. Am gleichen Tag- beginnen auch die ^rivatlurje tu döherem Älavierspiel von Tircktor Franz Schreiber.
o»r»evl«h»e »ver Kunft, Dortrdge uno verwandte».
* Königliche Schauspiele. Donnerstag imgt Kammer)änx-er Paul Lullpiev als zehnto Gastparnr de» „Sara)lro" in wlvzartz ^Zauberpöte". Als „Pamiua" gastiert Anne Geier vom Stadltheater iu Diamz- Tie Parluru dev „Papaqma" und des „Papageno" singen Frau Pola und Herr v. Sch ruck. (AbvunemeM B, Au,aug (>& U hti)
»Giesbadev« Künstler auswärts. Die Opernsängerm Fräulein
stillt W o i i § tst nach einem ersolzreicheu Gaiiiptet '„UitSinc" in Leitzings Oper- siü die uachsie Sptiiz.'tt ms lugendlich-drantatnch« Sänget in au das Stadttheater in H e i l b r o n n verpstichtet worden.
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vereiuslronzertL
* L« „u t üueuklub" gab kürzlich seiveu 6- SitSwinterlichrn
Mustkavend^ Ul woh-gelungener äü>eijei Eure treuliche Plauip'-n, Frauteiu Lcaroarete E-auz, war zur SteUe m>d veruiweie sich als dorzugulv geimultr wlupterm, welche cme inl-ere pliluofe Dechmk jml ieonttif cmgcrcgtem Vortrag oeiviudet. Frt. Ciauz errang mit Kovlposlltoneti von Ärahms mio Ehoom uno uam-.m.-u- aua- mit dem atanzend xeipte.ten „Spumertied" vou Wagner-viszt „rvtzeu Beilatt und spcnöete ln Iteveuswurdtger Welse noch verschiedene Zn- gaden. Sehr srenudrich degtußl wueden -auch die Geiaugsvorrrage der Frau Fricdel weeyer-vceueitoörlj, Seren lhmpathli-he stluiiue mch lieblicher Ausorurt in Liedern von ischudcrt, Schumawi u>u>. bestens zur Geltung kmnen- Frü Etautz deg-citete am Kravter m umstergüttiger Werte- __
Provinz Hessen-Nassau.
ttegierungsdeztrU wiervaden-
n Bad Homburg v. h. H.. -7. April. Ein Konsortium, de- stehend ans Mitglteder» dts -pvchadus. der Gr-htnvnprte uild der Wkaustmumichvjt ans Hessen-Nasjau. der Sthetnprovlnz >md dem üdriaeit Deutschland, bat der Stadt Homburg angevoten. eme große t ue libernühNrk bei gcfjxntctt uudBad^e betrieb e s zu bilden Die Augetegenheü vejchustrgt jetzt die itadtrlcheu KörperschasLeu, denen der Bertragserttwnr^ dortiegt.__ - -
HandelsteiL
Das Zeichnungsergebnis in Wiesbaden.
Ein Rekordbetrag toh über 100 Milliouen Mark.
Wir steh in vor einem großen Sieg hinter deo Fronten. Das kann heute ruhig gesagt wer len, nachdem für W ies- baden und andere Städte das ädnernmäßige Zeichnungsergebnis auf die 6. Kriegsanleihe vorliegt Wiesbaden hat, •wie die Feststellungen der Reiehsbanksteile ergeben, 160 178 090 Mark aufgebracht Pas Ist die höchste Summe, die bisher bei einer Kriegsanleihe Jüer zu verzeichnen ist und die sogar den Rekordbetrag der dritten Kriegsanleihe, weither bekanntlich 95 Millionen Mark ergab, noch überschreitet Die Ziffer dürfte sich diesmal überdies noch durch die aussteheuden Feldzeietmungen erhöhen, die, wie man uns ndtteilt, allein bei einem e inz i g en Institut auf 566 6Ö6 bis 606 000 M. berechnet werden.
Wenn wir das Ergebnis ia Wiesbaden als Ausgangssumme für die Zeichnung Im ganzen Reich werten dürfen, dann ist wie wir wietlerholt betonen können, zu erwarten, daß die Höhe der letzten Anleihe gat,z wesentlich überschritten werden wird. Wer in den letzten Tagen bei unse- ren Banken und öffentlichen Kassen den Betrieb angesehen hat, wer beobachtete, wie sich die großen und die kleinen Zeichner um die Schalter drängtet, um den bewußten Zettei mit großen wie mit kleinen Zahlen auszufülLea, der mußte sich schon sagen: Wir werden wieder einmal siegen! Das war unser starkes Kraftbewußtsein, als wir die Sparkassen und die 0eidschränke daraufhin untersuchten, was sie für des Vaterlandes Größe hergeben können, als die Beamten sich Vorschüsse gewähren ließen auf ihre Gehälter und viele Industrien dann folgten, als auch die Schul m mobil gemacht wurden, und die Kinder ihre Ersparnisse auf den Tisch des Vaterlanues legten und in Heer und Marine der Sammeleifer lebendig wurde. Hoffen wir also, daß der Zeichnung ir. Wiesbaden entsprechend günstig das Anleiheergebnis im ganzen Reich ausfällt, dann haben wir ein Unterpfand mehr zum Durchhalten und zum Gelingen des gesamten Riesenwerkes, das uns der Weltkrieg zu vollbringen gezwungen hat dann haben wir einen neuen großen Sieg errungen, würdig dem eines unserer größten Heerführer,
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Die Zeichnungen bei der Nassauisehen Landes bank.
Den größten Anteil an dem überaus günstigeu Zeich- nungsergebnis in Wiesbaden bat naturgemäß wiederum die Nascauische Landesbank, die namentlich auch in den ländlichen Bezirken wieder eine überaus rege Tätigkeit entfaltete. Einschließlich der Kundenzeichnungen braihte das Institut für die 6. Kriegsanleihe Insgesamt 56J Millionen Mark auf, worunter 3.8 MilL M. Kriegs- anleiheversicberungen inbegriffen sind. Das diesmalige Zeichnungsergebms bei der Nassanischen Landesbank über- trifft bei weitem die Zeichoangsbeträge bei allen früheren Kriegsanleihen; diese stellten sich nämlich bei dem Institut bei der 5. Anleihe auf 45% MilL, bei der 4. auf 46 k MilL und bei der 3. auf 48 Mill. M. Also sogar das Ergebnis der sogenannten Rekordauleihe wurde überschritten.
Genossenschaftsbank für Hessen-Nussau-Wiesbaden
Wenn die Zeichnungen bei diesem Institut, dessen MiV- gtledagenosseu schäften rein ländlichen Charakter haben, maßgebend sein können für die Zeichnungen in der deutschen Lar dWirtschaft überhaupt, so wira aas Gesamtergebnis der 6. Kriegsanleihe eia überaus glänzendes zu nennen sein. Die Genossenschaftsbank für Hessen-Nassau ist in der Lage, nach einer uns gewordenen Mitteilung aa Zeichnungen zur 6. Kriegsanleihe den Betrag von 2416000 M. abzugeben, gegenüber 151a000 ML zu der 5., 1966 000 M. zu der -1., 1 825 000 M. zu aer 3. Kriegsanleihe.
Die BankkommandHe Oppenheimer u. Co teilt mit, daß auch bei ihr die Zeichnungen au! die 6. Kriegsanleihe größer waren als bei der letzten Zeichnung.
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w Frankfurt a. M, 17 April. Bei der Mitteldeutsch» Creditbank («»mtltehe, Niederlassungen) wurden 124 Miß-
