TTt. 18«. 7?rellag, 13. April 1917.
MiesbaÄerrer Tagblair.
Die Haltung Argentiniens.
B*. London, 12. April. (Eig. Drcchbbericht. zb.) Rewter meldet aus Br.enos Aires: Obgleich die argentinisch« Regierung zegemvärtig beabsichtigt, die Neutralität aufrecht zu erhalten, bis die eigenen Rechte Argentiniens verletzt werden, hatte sie eine Erklärung erlassen, in der sie chre Übereinstimmung mit der Politik der Vereinigten Staaten ausdrückt. Die Erklärung sagt: In den neuen
Grünten, welche die Vereinigte., Staaten zu der Kriegs- erNäiung an Deutschland veranlaßt«::, erkennt die argentinr- sche Regierung die Gerechtigkeit dieses Schrittes an, da es sich um Verletzungen solcher durch die Bestimmungen des Völkerrechts geheiligter Grundsätze der Neutralität handelt, die als endgültiger Gewinn für die Zivilisation angesehen wurden.
Oer Krieg gegen England.
Vom britischen Neichskriegsrat.
W. T.-B. London, 12. April. (Drohtbericht. Reuter.) Die Vertreter der Dominions, die an dem Reichskriegsrat in London teilnahmen, trafen gestern in Edinburgh ein. Der kanadische Premierminister B o r d e r betonte in einer Ansprache die Bedeutung der Versammlung. Borden erwähnte die Kriegsbotschaft Wilsons und wies sedann die Kritik gegen das englische Flugwesen als völlig unbegründet zurück. Das Fliegerkorps sei den Feinden überlegen. Auch die Flug- zeuge seien den Deutschen gleickwertig, wenn nicht gar über- legeil. Augenblicklich sei die Hauptsache, alle Anstrengungen auf den Sieg zu richten. Einer der Vertreter Indiens beim ReichskricgSrat, der Maharadscha Bickuier, versicherte, all: Länder des Reiches seien einmütig entschlossen, den Krieg mit aller Energie fortzusetzen, und er sei überzeugt, daß eine Folge der Rcichskonferenz die Stärkung der das Reich zu» sammenhaltenden Bande sein werde.
Weitere Truppenaushebung in England.
Sr. Rotterdam, 11. April. (Eig. Drahtbericht, zb.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Ccurant" meldet aus London: Die englische Regierung erwägt die Ausbebung einer weiteren halben Million Mann im Monat Juli. Vermutlich werde daS Alter der Dienstpflichtigen auf 45 Jahre erhöht werden.
Erhöhung des militäriscven Dirnstalters in England auf 45 Jahre?
W. T.-B. Rotterdam, 11. April. „Nieuwe Rotterdams«-« Eourant" meldet aus London: Nach dem „Daily Telegraph" faßte die englische Regierung noch keinen Beschluß, welche Schritte sie tun wird, um 500 000 Mann für die Armee zu bekommen. Die Minister neigen augenblicklich dem Gedanke:: zu, das militärische Dienstalter auf 46 Jahre zu erhöhen.
Die neueste englische Verlustliste.
W. T.-B. Rotterdam. 12. April. (Trohtbericht.) Die Verlustliste der „Times" vom 6. April enthält die Namen von
37 Offizieren und 1860 Manu.
Oie Ereignisse in Griechenland.
Die Hungersnot in Griechenland.
Zunehmende Mißstimmung gegen die Entente.
— Berlin» 12. April. (Drakstbericht.) Das „B. T." meldet: Nach amtlichen Feststellungen und beglaubigten Mitteilungen sind infolge der Blockade in Griechenland Todesfälle durch Hunger zu verzeichnen, auf der Insel Jthaka vier, aus Leuksts einer auf Kefalki drei, auf Elis zwei. Mehrere Mütter beklagen den Verlust ihrer Säuglinge, da sie sie ni<ht näbren konnten. Ein französisches Kanonenboot gab auf ein Fischerboot im Korinthischen Golf fünf Schöffe ab; ein Schuß ritz dem Ruderer beide Arme ab. E'n« große An- z«rhl von Fsteberlwoten wurde versenkt. Trotz des Hungers weigert sich indessen di« Bevölkerung, von der Entente Lebensmittel anzunehmen. So wurde das Ersuchen eines Kapitäns von einem im Hafen von Lvukas ankernden Schiffer an die Bauern, sich an der Löschung einer Maisladung zu beteiligen, von den Bauern abgelebnt.
Oie Neutralen.
Deo gute Eindruck der Kniserbotfchcrft in der Schweiz.
W. T-B. Basel, 12. April. (Drahtbericht.) Zur Botschaft des deutschen Kaisers schreiben die „Basl. Nachr." am 11. April: Die Botschaft und ihre Aufnahme im Volk be- wiesen den Zusammenschluß des deutschen Volkes mit fernem Kaiser und den Willen des Volkes. selbständig seinen zukünftigen Weg zu gehen. — Die „Gazette de Lausanne" vom 11. April hebt bei der Besprechung oeS Kaisererlasses hervor, das deutsche Volk habe kein Verständnis für die angeblichen „Befreiungsabsichten" der Entente.
Die Luge in Spanien.
Heftige Angriffe gegen Wilsen.
Br. Genf, 12. April. (Eig. Drahtbericht. zb.) Der „Temps" meldet ans Bilbao, daß die Lage im nörd- lichen Spanien andauernd verworren sei, wenngleich energische Maßregeln die JCttetter. etwas eingeschüchteri haben. Die industriellen Distrikte in Bilbao klagen die Entente an, daß sie die jetzige traurige Lage verschuldet habe. Durch die nationale Propaganda wird diese gegen die Entente ge- richtete Stimmung verstärkt. Schiffer. Matrosen und Heizer im Golf von Biskaja schlossen sich dem Verband zur Einwirkung auf die Rearni-nng an,_ damit diese gegen die Entente proteuiert. Volizerliche Maßnahmen gegen diesen Verband erscheinen unzureichend. Die spanische Dynastie erscheint indes bisher nicht bedroht, aber die Regierung dürfte die Macht des Ar- beiterverbandes nicht unterschätzen, welcher durch mehrere General st reiks Kraftproben abgelegt hat.
Der ..Progrds" meldet aus Madrid, daß die Hälfte der spanischen Blätter täglich heftige Angriffe gegen Wilson bringen, welcher durch sein Bestreben, Südamerika zum Anschluß an die Entente, zu bringen, die ganze spanische Beoölkerimg einer Hungerrevolte entgegentrerbe.
aus Stadt und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
— Tie Zinsscheine der KriesSanleibr selten wie Bar- gcld. Der preußische Finanz minister Dr. L« ritze hat kürzlich bei einer Niassenkundqebung zur Kriegsanleihe darauf hiirge- wiesen, bah man diesmal für neue Erleichterungen des Verkehrs mit den Kriegsanleihen und ihren Ztnsscheinen Sorg« getragen habe. Dte fälligen Z'nsscheine können von den: Besitzer völlig mühelos in Geld umgewandelt werden. Bet den Kassen der Post und der preußischen Eisenbahn werden sie rn Zukunft sogar genau wie bares Geld in Zahlung genommen. Die fälligen ZinSscheinc sind also ebenso flüssiges Geld wie jeder Zehn- oder Zwanzigmarkschein.
— Die preußische Landeskirche und die 6. Kriegsanleihe. Aas die 0. Kriegsanleihe haben die durch den Evangelischen Oberkirckenrat in Berlin verwalteten Fonds der altpreußi- sck>en Landeskirche und di« durch eigen« Vorstände vertretenen Zentralkassen für die Beioldungs-, Ruhegehalts- und Hintec- bliebenenversorgung der evangelischen Geistlichen innerhalb P'eußens zusammen 22 372 000 M. gezeichnet, und zivar zum größten Teil unter Flüssigmachung der Zeichnungskosteu durch Verpfändung von^VermögcnSwertem
— Fleischhöchstpreise und Zusatzfleisch. Im Anschluß an sie letzten Bekanntmachungen des Magistrats machen wir zur Vermeidung vcn Zweifeln darauf aufmerksam, daß die neuen Fleischhöchstpreis« erst am Montag, den 16. Apr'l, in Kraft treten. Die Erklärungsformulare wegen des Bezugs des Zuich fleische» sind im allgemeinen, wie auch in der Lebensmittelbekanntmachung des Magistrats vom Sonntag bereits gesagt war, in den Kvlonialwarengeschäften sederzeit erhältlich. Sollte ein Kolonialworengeschäft zu einem vom Kunden gewünschten Zeitpunkt ausnahmsweise einmal nicht das Formular verabfolgen können, so können die Antragsteller lei Abholung ihrer Zusatzfleischkarten im alle.: Museum das Formular dort erbalten und ausfüllen. Die Zr- satzfleifchkarten können unmittelbar bei Stellung des Antrag?, was durch Vorlage der vorgeschriebenen Nachweise geschieht, bei den kezeiämcten Stellen im Museum in Empfang genommen werden Eine Vorbestellung ist nicht nötig; doppelte Gänge in das Museum und zu andeccn städtischen Dienst- stellen erübrigen sich daher. Es wird nochm-als auÄ)iückIl<h darauf aufmerksam aemacht, daß die Erklärungen und die Vorlage der Steuerzettel nur bei städttschen Beamten erfolgen, die für diesen Fall zur Ve r sch w i e ge n h e i t noch besonders verpflichtet sind.
— Aus Liebeskummer wollte nach dem Biebricher Polizeibericht ein 20jähriges, in Wiesbaden bedienstet-S Dienstmädchen vorgestern abend in selbstmörderischer Absicht in den Rbein springen. Ein Diebricher Lederhändler, der zufällig in Wiesbaden die Absicht des Mädchens, die dort mit ihrem. Liebhaber auf der Straße eine Auseinandersetzung hatte, bört«. gab davon der Polizesivache Kenntnis, und so körnte ein Polizeibeamter, der dem Mädchen bis an den Rbern gefolgt war, den Selbstmord verhüten. Das Mädchen wurde in Schutzhaft genommen und ihrer Herrschaft wieoer zugeführt.
Zeichnet die Sechstel
Zeichnet die Sechste, und zeichnet viel!
Erkennet der Feinde verruchtes Ziel:
Ringsum un'üblichen Haß zn enlfachen,
Zur Hungerwüste die Welt zu wache».
Der Deutschen Blüte und Zukunft vernichten.
Das ist ihr ganzes Trachten und Dichten!
Wir sind in ihre Mitte gestellt Als das fühlende, wägend« Herz der Welt,
W:r dürien nie und nimmer erschlaffen,
W:: sollen das neue Europa schassen!
Zeichnet die Sechste und zeichnet viel,
Es wmket uns — endlich — ein herrliches Ziel:
Stach allen Röten wird uns brschieden
Durch deutsche Siege ein deutscher Frieden!
®. Graden Witz, r
ans dem vereinsleben.
vorberichte. tXreinsoeriammlungen.
» In der „Mädchen- und Franengrnvpe für soziale Hilssarbeit" wird am Samstag, abends 3 Uhr, Oranienfttatze S5, 1, Fräulein E. S. Morst über „Fugendpflege-Se- st,ebur:gen der Gegenwart" sprühen. Auch Nichtmitglleoer sind willkommen.
Gerichtssaal.
WC. Ein diebischer Postillon. Drr Gättneraehilfe Karl Esch er ans Bierstadt war als Htlfspostillon bei der hiesigen Postverwattung tätig. Da bemerkte dann eines Tages eine an der Cltviller Straße wohnende Dame, wie er von seinenl Sitze aus einem Postwagen hinabstieg und sich aus einem zu bestellenden Pakete verschiedene Gegenstände ancignete. Wie es ihre Pflicb: und Schuldigkeit war, erstattete die Dame Anzeige bei der Polizei, e? wtirde bei Escher ein« Haussuchung vorgenommen und dabei wurden Gegenstände gefunden, die eine ganze Zahl weiterer Diebstähle zum Nachteil ber Post und Privaten als zweifellos nachwiesm. Das Schöffengericht verurteilte E. trctz seiner Jugend zu 3 Monaten Gefängnis.
Neues aus aller wett.
Ein Biehwärter und 840 Schafe verbräunt. B e r I: n , 12. April.
Aus dem Gute Bredentin brach ein Feuer aus. Bei ven Rettuugs- arbeiten kam der Schweinemeistcr Oit in den Flammen um. Dir gesamte Schafherde in einer Stärke ton 340 Stuck ist 'n den Ställen verbrannt.
Kälterückschlag auch in Suddeutschland. Karlsruhe, 12 Avril. In Süddeutschland erfolgte ein heftiger Wetternurz. In der Rh. neben« fällt Schnee. Im Schwcirzmald treten Gewitter uns Schneestürme bei Null bis 2 Kältegraden auf. Jni'Feldderggebiet liegen l¥> Meter, im Nordschwarzwild % Meter Scvuee. Das ist die blchstc SLneehche des Winters. Da die Kulturen allerorts noch weit zurück sind, werden diese durch den Äasterückfall glücklicher- weste nirgends geschädigt.
Eine Schissskatastrophe auf der Donau. B u d - p e st, 12. Apttl. Bei Sloteteny. unterhalb Budapest, hat sich nachts auf der Donau eine große Schissskatastrophe ereignet. Der Dampser „Zriny" mit etwa 600 Reisenden, die auf der Fahrt über Mohacs nach der siid- lichen Donau begriffen waren, ist n,it den- unbeleuchtet gewesenen Dampfer der Franzenskanal-Schifsahttsgesellschast „Viktoria" zu- sanmwngestoßen Ter „Zrim," bekim ein Leck und sank, alles mit sich reißend, binnen wenige:: Minuten. Viele Personen retteten stch durck Schwimmen, eine sehr große Zahl wurde vurch den gerade vorbeifahi enden Dampfer „Wilhelm II.", auf dem stch zahlreiche deutsch« Dfftsiere befanden, gerettet. — Tie Z. meldet weiter ans Budapest: über de» Zusammenstoß des Personendampsers
Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt. Seit« 8-
„Zrrntz" nnt cmevt Fracktdaurpser ivird noch berichtet, _ daß der „Zriny" 60 Personen an Lord hatte, von denen N0 vermißt wer- den. Der Kapitän des F: achtdampferS scheint die Gefahr zu spat etkannt ui:d den Zusammenstoß durch ein falsches Manöver herdei- geführt zu haben. Der Zusammenstoß war !o stark, daß „Zrmy mit deu: Bug sofort sank. Es entstand eine 3! t c s e n v a n l k. Frau«: und Kinder wurden niedergetreten und über''ihre Körper hinweg trachtete jeder danach, sich zu retten Tie Besatzung leistete Unmenschliches. DaS Schiss k: nnte aus eine Sandbank gebracht werden. Später gelang es dem Kapitän, da? Schiss aus User zu bringen, wc das Aus st ei gen der Passagiere ermöglicht^ werden konnte.
Handelsteil.
Unsere neuen Schatzanweisung:n.
Zahlreich« Zeichnungsanmaldungen und \ufragen, die an die Banken und andere ZeiduiuiigssTeüeii gerichtet werden, zeigen, daß sich die Aufmerksamkeit der Vermögens- Verwaltungen, Kapitalisten, > Sparer usw. nicht nur aui die 5proz. Schuldverschreibungen 1er neuen Kriegsanleihe lenkt, sondern auch auf die 4%proz. Schatzanweisungen. Das ist leicht erklärlich. Wohnt doch den neuen Schatz- anwoisungen eine besondere Anziehuugskralt in Gestalt eines Auslosungszuschlags inne. Der Zeichnungspreis der Schatzan Weisungen beträgt 98 Proz. Aber schon vom nächsten Jahre ab beginnt die Auslosung mit 110 Froz. Nach zehn Jahren kann sogar der Auslosungsautschlag auf 15 und nach weiteren zehn Jahren auf 20 Proz. steigen. Dies beides nämlich dam, wenn das tiekh zu den in Frage kommenden Terminen die Künligung der Schatzanweisungen ausspricht. Wer die Kündigung annimmt, bekommt freilich nur den Nennwert, also UM Proz., «urückvergutet, aber jeder Schatzanweisungsbesitzer lud das Recht, im Falle der Kündigung der 4%proz. SchatzanWeisungen die Ausfolg:mg 4proz. und späterhin (bei nochmaliger Kündigung) 3Viproz. Sehatzairweisungen zu fordern, die dann nicht mehr mit 110, sondern mit 115 oder im zweiten Falle mit 120 Proz. ausgelost werden. Nach fünlzig Jahren muß die ganze Sclujtzsclieinanleihe getilgt sein, und zwar werden alle Ms dahin nicht ausgelosten Stücke je nachdem, mit welchem Zinssätze die Schatzanweisungen dann ausgestattet sein werden, mit 110, 115 oder 120 Proz. zurückgezalilt.
Man kann annehmen, daß die Schal zanWeisungen jetzt und später eine große Stetigkeit in der Kursbewegung zeigen werden. Von einem mit einem besonderen Auslosungsaufscldag ausgestatteten Papier trennt sich so leicht kein Besitzer, und viele Eigentümer von Schatzanweisungen werden im Falle einer Auslosung 'hrer Wertpapiere alsbald um die \nsohaffuu.g von Ersatzstücken bemüht sein. Dadurch entsteht aber gleichsam von seihst jedes halbe Jahr eine neue Käuferschicht, die gewissermaßen einen Wall gegen Kursveränderungen errichtet
Berücksichtigt man das Erwähnte, so wird man zu dem Ergebnis kommen, daß die Sciiatzanweisungea insbesondere für größere Vermögens - Verwaltungen, Mündelgelder, ferner für Versicherungsgesellschaften, Sparkassen und ähnliche Instituie, die im Interesse ihrer Bilaszierung besonderen Wert auf einen gleichmäßigen Kursstand ihrer Wertpapiere legen müssen, die gegebene Anlage sind. Daß die 5proz. Schuldverschreibungen ihrerseits auch besondere Vorteile haben, ist bekannt und wird in dom jetzigen Zeichnungsergebnis von neuem zum Ausdruck kommen; immerhin war mit der Wahrscheinlichkeit zu rechnen, daß bei manchen Besitzern der Wunsch rege werden würde, einen Teil davon in auslösbare Schatzanweisungea umzuwandeln.
Berliner Börse.
$ Berlin. 12. April. (Eig. Drihtbericht) Bei ziemlich lebhaftem Geschäft zeigte der freie Börsenverkehr in: Anschluß an die Proklamation der russischen provisorischen Regierung wiederum e s n recht festes Aussehen. Wie gestern waren auch heute wieder russische Anleihen und Prioritäten un l namentlich russische Bankaktien zu höheren Kursen stark gesucht Von Bergwerken konnten infolge größerer Kaufbriefs aus der Provinz, n a. Pnönix, Bochuraer und Gelsenkirchener ihren Kursstand verbessern. Von Rüstungswerten erfreuten sich Daimler einer regeren Nachfrage. SchiffahrtsaKtlen waren wenig verändert. Höher bewertet waren aucn Bembecg- Aktien Am Anleihemarkt herrschte feste Stimmung.
Industrie und Handel.
* Voigt u Haeffner, A.-G., Frankfurt a. M. Der Aufsichtsrat beschloß, die Verteilung einer Dividende von 12 Prez (wie i. V.), neben 285 000 M. Extraabschreibungen und Rücklagestellungen sowie die Zuwsudung eines Betrages von 100 000 M. an die Nationalstiftung ln Vorschlag zu bringen-
Versicherungswesen.
* Frankfurter Allgemeine Versichening8-A.-G, Frankfurt a. M Der Reingewinn des Geschäftsjahres 1916 betragt einschließlich 879 136 M (829 862 M.) Vortrag 4 368134 Mark (i. V. 4 058 497 M.). Der Aufsichtsrat beschloß, der Generalversammlung eine Dividende von 135 M. pro Mitie (130 M im Vorjahr) in Vorschlag zu bringen, wonach 949 420 M. (879 136 M.) vorgetragen werden.
* Preußische Riick-ersichcrungs-A.-G^ Frankfurt a M. Der Reingewinn des Geschäftsjahres 1916 beträgt 146059 Mark (i. V. 26061 M.). Der Aufsichtsrat beschloß, der Generalversammlung eine Dividende von 20 M. für die nicht voll eingezahlte Aktie und 80 M. für die voll eingezahlte Aktie (15 M. pro Aktie im Vorjahr) in Vorschlag zu l ringen
Marktberichte,
W. T.-B. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 12. April. (Dralithcricht.) Produktenmarkt. Im Warenverkehr war das Angebot in Heu etvas größer, dagegen war Stroh nur offeriert gegen die Aufgelder, die von den Kommunen der Armeeverwaltung und der Bezugsvereini- pung zur Bereitung von Strohkraftfutter bezahlt werden, von privater Seite nicht bewilligt werden dürfen. Die Offerten in Irdustriehafer scheinen völlig verschwunden zu sein. In Saaigetreide ist der Verkehr regelmäßig. Wicken und Lupinen waren dagegen wegen der hohen Preise lustlos. Die Tendenz für Seradella befestigt sich weiter.
1 ■ .. .. .. . .
Pie Morgen-Ausgabe nmfctftt 18 Seiten
pcuvtichriMeiier: «. He,er»»rg.
8er«nMottN» für dniilche L-Mik: H. Hegerhorst! für AuSIandSpoltt»: I)> phii K Sturm; IÜI den Unterholmngdieil: B ». Blauen dorf; für RardriLien aus Wieibaoen und den Nachdarbezirken; I V.: tz Diefenbach; für Brrlchrdiaal H. Diefendach; !ür Sport und Lufttahrt; J A. L LoSacker; iül Bermi>ch.e» und den Briefiafteic C Losacker; fü, den HandeiSieil W Etz;
für die LuocigkN und Rrllamen. H. Dornaul; liuulich IN Wiesbaden.
Druck und 8nU( der L. Schellender, Ichrn Hofavuchdruckerr: tu Smtataa.
Smechstuud« »er Sch rittP i la aa; Itz M l lltzr.
