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«e«tr 4. jfttttag, mm 1 ff».

Öej'toni ist festgestellt auf 85 Prozent Kochsalz, verschivderie Gewürze and hauptsächlich Majoran. Von Wurstgeschtnack ist keine Spur zu bewerten. Der Preis ist übertrieben hoch. Pflanzenpräparat Fleischko. Es besteht auS einer Mischung verschiebener Mehle mit einem Gewürzzusatz. Der Preis von 56 Pf. für 60 Gramm ist zu hoch. Lip­tauer Käsegeschmack. Enthält 84 Prozent Kochsalz. Der Preis ist zu hoch.F ruch t m a l zka f f « e Molk. Der Preis ent so r ich t nicht dem Werr des Präparats.

Akademischer tzilfsbund, Grtsausschutz Nassau.

Am 26. März hielt der ..Akademische Hilfsbund", Orts- «iSschutz Nassau, in dem Kurhaus zu Wiesbaden seine erste Mitgliederversammlung ab. Außer einer Reihe von Mit­gliedern aus Wiesbaden war eine Anzahl Akademiker, welche sich zurzeit in den hiesigen Lazaretten <sts Kranke oder Ver­wundete aufhaltcn, erschienen. Aus dem Bericht des Vor­sitzenden ist hervorzuheben, daß der Mitgliederbestand Ende 1616 266 betrug, de: sich im Jahre 1617 bis jetzt um 168 ver­mehrt hat, und das Gesamtvermögen sich aus rund 6000 M. bezifferte. Im Jahre 1616 ioandten sich im ganzen 12 Aka­demiker cm den hiesigen Ortsausschuß und baten um Rat und Unterstützung, im Jahre 1917 bis jetzt schon 8, eine erhebliche und erfreuliche Steigerung. Nach Entlastung des Vorstandes und des Kasienkührers und Genehmigung einiger unwesent­licher Satzungsänderungen, Wiederwahl des bisherigen Vor­standes folgte ter Vortrag des 'Geschäftsführers des Haupt­vereins >n Berlin Dr. Pinkerneil. Ter Vortragende gab sin fesselndes Bild über die Arbeit des Hauptvereins. Er be­tonte. wie unbedingt notwendig es fei, dem deutschen Vater­land die Kräfte der Akademiker,unserer Offiziere der wirt­schaftlichen und kulturellen Mächte", zu erhalten. Aus den 'Akademikern, welche aus dem Heer zur Heimat teilweise ze­rbrochen zuriickkebrten, müssen wieder ganze Männer gemacht und namentlich den am schwersten Betroffenen, den kriegs­blinden, ertaubten, ft'.mmerkrankten Alademikern, ein Weiter­arbeiten, wenn tunbch im bisherigen Berus oder in ver- ' wandten Bernsen, ermöglicht werden. Der Vortragende zeigre än einer ganzen Reihe von Beispielen, welche Erfolge auf bielem schwierigsten Gebiet schon erzielt seien. Um die Er­folge zu erz'elen, ist ein sorgsames Eingehen auf die Wünsche and d'e Verwendungsmöglichkeiten des einzelnen erforderlich, wozu die in den Fachausschüssen zusammengesaßten Beruss- genossen des Antraasstellers cm besten in der Lage sind, eine Organisation, wie sie in der Ausdehnung nur derA.-H.-B." laufweist. Er hat wegen Unterbringung solcher am schwersten 'betroffenen kricgsbeschädigten Akademiker mit den maß­gebenden stautl'chen Stellen und den Berufsorganisationen schon Beziehungen ungebahnt, welche immer weiter ausgestal- 'tet werden. Als n-csieres Ziel n ich dem Krieg ist die Schaffung erner solchen Zentralstelle, wie es derA.-H.-B." für die ariegsbeschädigten Akademiker ist kür alle Akademiker anzu- istreben. Ebenso ivie d>e Berufsberatung ist die Stellenver- mrttlung der am wichtigsten Teil der Tätigkeit desA.-H.-B.". Hier wirkt er als Zentralvermittlnngsstelle für alle akademi- lschen, insbesondere die fteien Berufe. 1916 wurden in der Be­rufsberatung »80, :n der Stellenvermittlung 230 Fälle sr- 'ledigt Dabei ist teilweise eine Unsumme Arbeit geschaffen worden, mußten doch für einen Teil der Stellenvermittlung '70 Briefe gescbrielen werden! Nicht minder wichtig ist die Anstalts- und Bäder fürsorge, welche namentlich für die Lungenkranken etwa die Hälfte aller Erkrankten ein« treten mußte, und in welcher schon die günstigsten Ergebnisse erzielt sind. Hier tt urfcen auch die meisten Geldmittel ge­braucht, wenn aach der Staat hier helfend eingreift. Besser als hierfür können die angesammelten Gelder gar nicht ver­wendet werden. Verschwindend gering sind die Mittel, welche für Darlehne und Unterstützungen verausgabt sind. Mit 'einem Appell, denA.-H.-W." in seinen Organisationen e§' sind jetzt schon 40 Ortsausschüsse ur,d 10 Landesverbände immer weiter auszugestalten und durch reichliche Zuwen- idungen d:e unbedingt erforderliche Selbsthilfe zu üben, schloß der Vortragende seine mit lebhafter Zustimmung auf­merksam aufgenommenen Ausführungen

Kriegsauszeichnungen. Mit dem Eisernen Kreuz B. Klaffe wurden ausgezeichnet: der Ursierosfizi-er und Offi­ziersaspirant Karl G ö b e l, Sohn des Mechanikers Heinrich Gäbe! :n Wiesbaden' der Landsturmmann Heinrich Krämer, Sohn des Schreiners Ehr. Krämer in Wiesbaden; der Offiz'.ersteÜbertreter Kurt Wolf f, Sohn des Rentners Wax Wolff in Wiesbaden; der älteste Schn des Pflasterers Ludwig Wagner in Sonncnberg Gefreiter Adolf Wagner, wird der Sanitätsrat Dr. M i ß m a h l aus Wiesbaden, leitender Arzt e'nes Vereinslazarettzugs. Der Musketier Heinrich Moder aus Wiesbaden bei einem Armierungs- Ibataillon im Westen erhielt das Hessische Allg. Kriegsehren- zeichen am Kriegsband und der Musketier Eg. N e u h a u s aus Wiesbaden bei einem Armierungsdatailhn im Westen das Hessische Kriegsehrenzeichen. Dem Hauptmann d. R. Leng aus Wiesbaden beim Stab des Generalkommandos des 18. Reservekorps wurde das Sächsische Ritterkreuz 1. Klasse des Albrechtordens mit Schwertern verliehen.

ES gibt wieder Kartoffeln. Der Magistrat macht im Anzeigenteil dieses Blrttes bekannt, daß von rnorgen ab Kar- tr^teln wieder ausgegeben werden können. Um an diesem Tage und während de: folgenden Wochentage alle bezugsbe­rechtigten' Hrushaltungen mit Kartoffeln versorgen zu können, :verden vorläufig für jeden Haushalt Kartoffeln für 'höchstens 2 Marken der Gruppe 14 ausgegeben. Zur Kon­trolle über die Ausgabe ist d-e Markenausgabenkarte vorzu­legen. Die Haushaltungen werden dringend gebeten, die Händler nicht unnütz zu drängen, an Kartoffeln mehr zu ver­abfolgen. als nach der Bekanntmachung zulässig ist. Bei Zu­widerhandlungen laufen die Händler Gefahr, vom Kartoffol- geschäft ausgeschlossen zu werden. Sobald die Stadt genügend 'Vorräte argesammelt hat wird diese Einschränkung ausge­hoben werden können. Seit dem 15. Februar ist nach den ge­setzlichen Bestimmungen der Einheitspreis für den Zentner Kartoffeln um 1 M. höher als vorher. Der Magistrat war bisher in der Lag«, von einer Preiserhöhung für den Klein, verkauf avzuseben. da er bis vor einigen Tagen Kartoffeln verausgaben konnte, die er zum billigen Preis eingekauft bat. Da diese Vorräte nunmehr zu Ende sind, sieht der Mag'- strot sich veranlaßt, den Verkaufspreis von 5,5 Pf. auf 6,5 Pst für das Pfund zu erhöben. Alle Äartoffelmarken vor der Gruppe 14 mrd.,,alle^ Rützerynarken vor der Gruppe 9 sind -ungültig.

Meskadrnrr Lagd!aN.

Vaterländischer Abend. Für den vom Königl. Gy m- J

nasium am 3. April im Saal derTurngesellschaft" für die Bereinigten Frauenvereine Wiesbadens veran­stalteten vaterländischen Abend hatte Herr Direkwr Dr. Preising ein feinsinniges Programm von hohem künit- lerischen Interesse zusammengestellt. ' Geboten wurden Kriegslieder aus alter und neuer Zeit, deren Wesen und Entwicklung in einigen einleitenden Worten erläutert wurden, und die in reicher Abwechslung als Chöre uiid Soli in vollendeter Klangschönheit und feinsten dynamischen Schattierungen zum Vortrag gelangten Die Deklamationen und Darbietungen am Klavier reibien sich würdig an. In einer kurzen von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Ansprache legte Herr Professor Mosheim den eigentlichen Zweck der Veranstaltung, die Werbung für die neu^ Kriegs­anleihe, dar. Er wies hin auf die eifrige Mitwirku.rg unserer Jugend und unserer Frauen bei allen das Wohl des Vaterlands fördernden Bestrebungen und zeigte, hrß es Pflicht der Daheimgebliebenen sei, für Leben, Gesundheit und Wohlbefinden unserer wackeren und heldenmütigen Krieger z 1 sorgen und ihnen die Waffen in die Hand zu geben, die sie befähigen, einen ehren- und ruhmvollen Frieden und eine' glückverheißende Zukunft für Deutschland zu erkämpfen. Begeisterter Beifall der überaus zahlreich erschienenen Zn- höreischaft und besonderer Dank seitens der Frauenvereine durch ihre Vorsitzende lohnte alle Mitwirkenden und versprich einen guten Erfolg ihrer Werbetätigkeit.

Wüste Grundstücke. Die Wiesbadener Jmmobiliea- gesellschaft A. Strauß in Liquidation teilt uns unter Bezug­nahme über ein» in den letzten Tagen unter der vorstehenden Überschrift erschienenen Notiz mit, daß sie das zwei Morgen große Grundstück hinter der Georg-Augu st- Straße schon vor zwei Jahren dem Magistrat zur Verfügung gestellt habe. Der Magistrat habe damals aber keinen Gebrauch von dem Angebot gemacht. Vor zwei Jahren lagen die Verhält­nisse noch ganz anders als heute, die damalige ablehnende Haltung des Magistrats ist daher nicht unverständlich. Sie schließt aber nicht ans, daß jetzt der Zeitpunkt zur Einleitung der Zwangsbewirtschaftung des Grundstücks gekommen ist, vorausgesetzt, daß es sich überhaupt zum, Anbau von Kar­toffeln oder Gemüse eignet. Bezüglich des 8 Morgen großen Grundstücks an der Frankfurter Straße teilt man uns mit, daß die Eigentümerin, Frau Erkel von hier, das Pachtverhältnis mit dem Erbenheimer Landwirt gelöst und den Acker, der unzweifelhaft landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden kann, dem Magistrat zur Bewirtschaftung zur Ver­fügung gestellt hat.

Personal-Nachrichten. Aus der bieügen Bermsseuerwehr sind bereits mehrere Brandmeister hervorgegangen. Nun hat auch ein Wiesbadener, Herr I. Schwank, nach mehrwöchigen Übungen seine Prüfung als Kre-sbrandmeister bestanden.

Jubiläum. Am 4. April waren 40 Jahre, daß Herr Maschinenmeister A. L ö s ch h p r n in der Buchdruckerei Schwab tätig war.

Auszeichnungen. Dem Bcrbandsdircktor des Verbandes ländlicher Genossenschaften Rriffeisenschcr Organisation, Dr.

N olden in Frankfurt a. M., sowie dem Geschäftsführer der Zentraldarlehnskasse Raiffeisens her Organisation Euermann in Frankfurt a. M. wurde das Verdienstkreuz für Kciegsbilfe verliehen.

Kleine Notizen. Der neue militärische Vorstand der Königl. Wilhelms-Heilanstalt, Herr Maior v. K o e ck r i tz , war nicht Bataillons-Kommandeur, sondern Regimems-Kommandeur des Jäger-Regiments Nr. 6.

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Israelitischer «Lotterdienst. Israelitische Kultus ge«

mein de. Synagoge: Michelsberg. Gottesdienst in der Haupt- svnagoge. Samstag, den 7., und Sonntag, den 8. April: Pessachfest. Freitag: abends 6Zh Uhr, Samstag, morgens 9 Uhr, Predigt 10 Uhr, nachmittags 3 Uhr, abends 7.45 Uhr. Sonntag: morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr, Au-gang 7.55 ähr. Halbfeiertage: morgens 714 Uhr, abends 6% Uhr.

Alt-Israelitische K ullusgemeinde. Synagoge-. Friedrichstraße 33. Pesach-Sche.wuvth.Siikkos: Vorabend 6% Uhr, morgeaö 7% Uhr. Sabbat: Predigt 10 Uhr, nachmittag 314 Uhr, abends 7.55 Uhr. Chol Hamoed: morgens 7 Uhr, nachmittags

614 Uhr, abends 7.55 Uhr.

vorberichte Aber Kunft, Vorträge und verwandtes.

* Refidruz - Theater. Eine Uraufführung wird wieder am Samstag stattfinden, und zwar das SchauspielEhrgefühl" von

t erbert Steineck, das in ernster und packender Weise den innerlichen onflikt behandelt, der in der Welt des Richters zwischen dem Emp­findungen des juristischen und menschlichen Gewissens so oft eintritt.

Das interessante Werk wird Sonntagabend 1. Osterpe'-ertag > wieder^ holt, Sonntagnachmrttag wird Felix Philippis spaniiclwes Schau­spielDas Erbe" zu halben Preisen gegeben. Mouraz, per zweite Osterfeiertag, bringt abends eine Wiederholung des so rasch beliebt gewordenen ftöhlicyen ehelichen KampfspielsWie fessele ich meinen Mann?", während nachmittags Stvbitzers so erfolgreiches Lustspiel Liselotte" zu halben Preisen gegeben wiro. Zu den Abendöor- stellungcn an beiden Feiertagen haben Dutzend- und Mnszlgrrkarten Gültigkeit ohne Nachzahlung.

* Residenz-Theater. Auch die Leitung des Residenz-Theaters wird am 12. April, dein Nation,ltag der deutschen Bühnen, die ganze Einnahnzc unverkürzt zwecks Zeichnung für die deutsche Kriegsan­leihe abfnhren. Die Mitglieder haben auf die Gehaltsansprüche für diesen Tax verzichtet. Zur Aufführung komintEhrgefühl", das neue Schauspiel von Herbert Srcmeck.

6u§ dem Landkreis Wiesbaden.

Dotzheim, 5. April. Eine im hiesigen Rathaiissaal abge­haltene Werbeversammlung für die 6. Kriegsan­leihe nahm einen würdigen Verlauf. Nach dem eingehenden Vor- trag des Bürgermeisters sporkhorst über die Bedeutung und Not­wendigkeit der Anleihe wurde bffchloffen, auch MeSmnl wieder ein cufklärendes Flugblatt herauszugeben, reffen Ausarbeitung wieder­um Rekter Weber übertragen wurde. Dre Gemeinde selbst wurde in zehn Werbebezirke eingeteilt, in denen je ein bis zwei Werber tätig sein werben. Besonders empfohlen wird, der Kriegsaulethe- Versicherung das Wort zu reden, da für diese hier ein fruchtbarer Boden gefunden werden dürffe. Tinen schönen Erfolg hat die ein­gesetzte Werbetätigkeit bereits gehabt, indem bis jetzr über 120 000 Mark durch ihr Bemühen gezeichnet wurden.

Neues aus aller wett.

Schneejall im rheinisch-westfälische» Revier. Essen a. R., 5. April. Seit Mittag fällt ununterbrochen Schnee.

Ein Zwischenfall" in der Bühacng-nossenschastssitzung. Br. Berlin 5. April. (Eig. Drahtbcricht. zb.) In der heutigen Sitzung der Vühnengenosiensckast kam cs zu einem kleinen Zwiscben- 'all bei Beratung eines Antrages über Inserate imNeuen Weg". Während der Redner zu diesem Antrag spricht, erhebt sich plötzlich ein großer Teil der Delegierten und eilt zu denr Tisch, an dem neben 8M Lehmann Gehcimrat Ludwig B a r n a h litzt und man sieht, daß Herr Barnay vom Stuhl gesunken ist. Er erhebt sich jedoch sehr schnell unter Assistenz der Umstehenden und cs stellt sich heraus, daß dre Ursache diesesUnfalles" lediglich ein abgebrochenes Stuhlbein war. Ludwig Barnah aber wehrte alle ängstlichen Fragen mit den Worten ab:Das war nicht mein ersten Einbruch!"

Erste- Cf oft- Nr. 1TG.

Handelsteil.

Vereinsbank Wiesbaden. J

Aus 149 445 M. (i V 138 102 M.) li*»iiigcwüin wieder 5!4 Pro/.Diviiond's.

Die Vereinsbank Wiesbaden, B. G. m. b. H., hielt gestern abend ihre diesjährige ord.entliehe Haupt­versammlung im großen Wartburgsaale ab. Der lertiggestellte Geschäftsbericht für 1916 lag den Mitgliedern gedruckt vor. Herr Direktor Meis führte aus, daß unser deutsches Volk nach 2V; jährige m Kriege und bei­spiellosen Erfolgen au Wasser und /u Lunde, nach tapferem Aushalten und Durchhältea unter Heranziehung aller wirtschaftlichen Kräfte in der Heimat zuversichtlich in die Zukunft schauen könne.

Der Gesamtumsatz dsr Vereinsbank hat im ver­flossenen Jahre durch den Verkehr mit den kriegswirt­schaftlichen Organisationen und durch die Kriegsanleihen eine gewaltige Steigerung erfahren, von 340 958 275 M. in 1915 auf 501 570 310 M., eine Zunahme von 161 512 035 M. Um so mehr fällt diese Steigerung ins Gewicht, da eine Reihe von Gewerbebetrieben durch den Krieg furchtbar zu leiden haben und darniederliegen. Der Vorstand hat letzterem Umstand Rechnung getragen durch erhebliche Rückstellungen bei der Gewinnverteilung und auch um ge­rüstet zu sein, wenn es gilt, nach dem Kriege in weit­herziger und weitsichtiger Weise bedrohte Existenzen wieder aufzubauen.

Der Mitgliederbestand ist bemerkenswerter­weise trotz erheblicher Mehrabgänge durch den Tod von Kriegsteilnehmern von 5086 auf 5157 gestiegen. Der Zu­gang betrug 232, der Abgang 161, und zwar durch Tod 86, freiwillig 74 und durch Ausschluß 1. Von den Angestellten der Bank stehen 38 unter den Fahnen, 3 sind gefallen, 1 im Lazarett versterben. Die erheblich vermehrte Arbeit mit zum Teil weniger geschultem Personal heutige Kopf­zahl 52 war nur mit größter Anstrengung v .a bewältigen.

Der Geschäftsstand ist mit 17513 126 M. um

1 707 511 M. höher als im Vorjahre.

Während sich die A u s s t ä n d e bei den Schuldnern in laufender Rechnung (882 Konten) mit 5 370112 M. (1915 4 940 708 M.), an Vorschüssen (1853 Posten') mit 4 859123 Mark (1915: 4 811 730 M.) und die Vereinswertpapiere 1916 1025 735 M. (1915 : 928 524 M.) nur mäßig erhöhten und das Bankguthaben mit 1248 958 M. (1915: 1 235072 M.) fast gleich blieb, Lat sich bei den Aktiven der Bestand an Bank- wechseln auf 1(376300 M. (1915 : 750 000 M.) und an Ge­schäftswechseln auf . 2 103 028 M. (2331 Stück) (1915: 2871 Stück mit 1749 081 M.) erheblich gesteigert. Der Zinsfuß für die Ausständs war während des ganzen Jahres 5 bis 5% Proz. gebührenfrei. Die' Geschäftsguthaben, Ende 1916 1397 379 M. (1915: 1381816 M.) und Reserven 1916 872 000 Mark (1915 : 832 000 M.), haben sich insgesamt um 55 563 M. erhöht. Die Haftsumme der 5157 Mitglieder beträgt

2 578 500 M.

Der Stand der Sparkasse des Vereins, 11 637 Bücher mit 5 065 191 M. (1.915: 11543 Bücher mit 4 846515 Mark), und der Darlehen auf halb- und ganz­jährige Kündigung sowie der festangelegten Gelder 3 791 352 M. (1315: 3 518 313 M.) ist ein recht er­freulicher. Für die Zwecke der 4. und 5. Kriegsanleihe wurden alle Sparkasssobeträge ohne irgend welche Kündi­gungsfrist ausgezalJt und auch bei festen Geldern und Schuldscheinen die Auszahlung nach Vereinbarung be­willigt, bezw. auf Wunsch zu 5 Proz. belieben. Groß ist die Steigerung der Umsätze der Guthaben in laufender Rech­nung; dieselben betrugen 77 977 713 M., ebenso des Be­standes am Jahresschlüsse bei ausstehenden 2349 Konten 4 896 632 M. (1915 : 2234 Konten mit 4113 628 M.). Die Um­sätze auf dem Konto der Wertpapiere betrugen 14173 251 Mark, auf dem Zinsscheinkonto 2 623 961 M. Die erst­klassigen Wertpapiere des Vereins wurden zum Steuerkurse vom 31. Dezember 1316 mit 1 025 735 M. eingestellt und ergabei noch einen mäßigen Kursgewinn von 6336 M., welcher vorweg der Reserve zugewiesen wurde. Es war dieses günstige Resultat möglich durch frühere Abschreibungen uni Verrechnung der Wertpapier­gewinne auf dem Konto. Das Verwahrung«- und Verwal­tungsgeschäft hat zugenommen. Vermietet sind 740 Schrank­fächer. Die zwei getrennt von einander liegenden, mit den neuesten Sicherheitscinrichtungen ausgestalteten Stahl­kammern wurden dem Bedürfnis entsprechend mit weiteren Schrankfächern ausgestattet.

Der Reingewinn mit 149 445 M. ist trotz des mit 7945 M. geringeren, aus dem Vorjahre übernommenen Vor­trags um 11 343 M. höher, als im Vorjahr. Es wird folgende Verteilung des Reingewinns vorgeschlagen: den Mitgliedern 5% Proz. Dividende auf die Ge­schäftsanteile mit 74 548 M., den Reserven 16 778 M., der Kriegsrücklage 38 401 M, den Wohlfahrtsrücklagen 4849 M., der städtischen Kriegsfürsorge und der Volksspende je 1000 M. und zu den Fachschulen und dem Kaufmanns- erholungshein: die gewohnten 500 M. zuzuweisen An den Hauskonten sollen 5000 M., am Hausgerät 5336 M. abge­schrieben und der Rest mit 2032 M. vorgetragen werden. Die Zunahme des Geschäfts machte satzungsgemäß die Er­höhung des bisher auf 14 000 9C0 M. festgelegten Höchstbe­trages, der die Vereinsbank «,elastenden Anleihen und Spareinlagen notwendig und soll dieser nunmehr auf 17 000 000 M. festgesetzt werden.

Das Vereinsvermögen, bestehend aus dem Geschäftsguthasen mit 1397 380 M., den Rücklagen mit 876 532 M. und unter Hinzurechnung der stillen Rücklagen in den Geschäftsgebäudeu der Vereinsbank (Unterschied zwischen Buchwert und der feldgerichtlichen Taxe insge­samt 82 000 M.) verhält sich dem fremden Kapital, bestehend aus Guthaben in laufender Rechnung, Sparkasse, Darlehen und feste Gelder, insgesamt 14 816392 M., wie 15.99 Proz. zu 100. Die Gesamtrücklagen betragen 62.40 Proz. der Geschältsguthaben der Mitglieder (1915 : 60.22 Proz.).

Aus den Ausführungen bezüglich Flüssigkeit der Geldmittel verdient noch hervorgehoben zif werden, daß an sofort greifbaren Mitteln an Bankguthaben, Bank- werhsehn, Vereinswertpapieren und Geschäftswechseln 6 530 973 M. vorhanden siud unter Hinzurechnung aus 3114165 M. durch Wertpapiere gedeckte Ausstände, zu­sammen alsbald greifbar 9 645 139 M , denen an sofort fälligen Verpflichtungen 6110 771 M. gegenüber stehen. In seinem Schlußwort wies Herr Direktor Meis noch darauf­hin, wie der Verein gerüstet für die neu« Kriegsan- leih e und für weitere Aufgaben dastehe. Pflicht eines jeden Deutschen sei es, alles verfügbare Geld und die jetzt und später verfügbaren Werte dem Vaterlande zur sechsten Kriegsanleihe zur Verfügung zu stellen, getragen von dem Bewußtsein der ungeheuren Wichtigkeit der diesmaligen