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Wiesbadener Tagblatt.

A»e«d-A«Sgabe. Erstes Blatt. Nr. 17»,

Sette 4. DomrerStag, 5. April 1917.

Selbstmord eines polnischen Grasen. Posen, i. April. Im

Bazarhotel ersckwß sich d:r polnische Hrosigrundbesitzer Gras Zoi- towski ans Ujazd im Kreise Grätz. Die Ursache des Selbstmordes soll angeblich ein ehelicher Siieit gewesen sein.

Ein Lawinenunglück an der italienischen Krönt. L u ga n o , 4. April. Infolge des andauernd 'ch Achten Wetters unv ver Dchnee- schmelze sind die Unglücksfälle im italienischen Heere längs der Alpenfront ut der letzten Zeit sehr zahlreich. Im Batingien-o. einem Seitentale der Veltlin, wurde ein Unterkunställaud von einer Lawine weggerisien. Biele Soldaten sind oerunglürkt. Bisher wur­den 8 Trte und 12 Verwundete geborgen.

Handelsteil.

Grössere Zeichnungen auf die Kriegsanleihe.

Wiesbaden, 5. April. Hs zeichneten ferner auf die 6. Kriegsanleihe Herr Fabrikant Joseph Keusch 250 000 Mark, Herr Gottfried Glaser 120 000 M.

Biebrich a Rh., 5. April. Dio Kalle u. Co. A.-G. zeichnete (einschließlich der Beteiligung der Beamten und Arbeiter) 800 000 M. .

w. Frankfurt a. M 5. April. Die Elektrizitäts-Gesell­schaft vorm. W. Lahmeyer zeichnete 1 Vi Mill. M., die Adlerweike vorm. Heinr. Kleyer 3 035 000 M.

$ Berlin, 5. April. Auf die 0. Kriegsanleihe zeichnete ferner Fürst Hans Heinrich XV. von PleS 5300000 M.

W. T.-B. Berlin, 4. April. Die Firma Krupp hat außer der schon gemeldeten Zeichnung von 40 Mill. M. auf die sechste Kriegsanleihe (fünfte Kriegsanleihe gleichfalls 40 Millionen Mark) weitere 10 Millionen Mark neue 4%- proz. Schatzanweisungen gezeichnet und zugleich 20 Mill M. alte Kriegsanleihe in neue 4%proz. Schatzauweisungeu um­getauscht.

Amt iche Devisenkurse in Deutschland.

W.T.-B. Berlin, 5. April. (Drahtbericht.) Telegra­ph isc he A u sza hl u ngen für:

New-York. 5.52 Q. M|c._ 5.64 B. für I Dollar

Holland . . 249.75 Q. « o

Dänemark.171.00 G. «

Schweden. 177.25 G. « 477.75 B.

Norwegen. 173.25 G. « 173.25 B.

Schweiz. 124.87 G. - "4.63 »

Oesterreich-Ungarn . 64.20 O.

Bulgarien. 79.62 O.

Konstantinopel . . . 20.70 G. «

Spanien ...... 125.50 G.

64.30 B. 80.62 B. . 20.80 B.

. 126.60 B.

100 Gulden 100 Kronen 100 Kronen 100 Kronen 100 Francs 100 Kronen 100 Lewa 1 türk. Pfd. 100 Pesetas

Amtlicher Wechsel-Zinsfuß.

Berlin.51 Ital. Plätze . 5 1 Londons»/«

Amsterdam O/s] Kopenhagen 5 MadrtiJ *rn i Lissabon . 6 l /s i Paris J

Petersburg 6 ISchweiz. Stockholm 5'/« PI. iVa Cbristianiaö 1 '« I Wien . 5

Banken und Geldmarkt.

Der Eindruck der Wiisonschen Botschaft in der Wallstreet.

Br. Haag, 5- April. (Eig Drahtbericht, zb.)Tele­graph meldet aus New York: Im ganzen nahm die Wallstreet die Botschaft Wilsons sehr ruhig auf. Die 5proz. Anteile der engliscu-französischen Anleihe waren willig, weil man glaubt, daß Amerikas Geldunterstützung an die Alliierten in Anleihen zu niedrigem Zinsfuß stehen wird. Die Regierung wird wahrscheinlich zu Ausgaben von 400 DoUar-Schatzobligationen zu 3 oder 3*4 Proz. über­gehen, konvertierbar in neuen Schatzobligationen, wenn ein höherer Zinsfuß nötig wird. Später soll ein allgemeiner Konvertierungsplan nach dem Vorbilde der englischen Kriegsanleihen 1 entworfen werden. Präsident Wilsons Vor­schlag, die Kriegskosten größtenteils durch Steuern zu be­streiten, anstatt durch größere Ausgaben von Obligationen, ward allgemein gebilligt. Wahrscheinlich wird man zur Wiedereinführung von neuen Stempelbelastungen und Stempelsteuern, wie sie während des Krieges mit Spanien üblich waren, schreiten. Ebenso sollen Steuern auf Tee, Kaffee und andere Lebensmittel gelsgt werden.

w. österreichische Creditanstalt. Wien, 4. Avril. Der Jahresabschluß der Österreichischen Creditanstalt für 1916 weist einen Rohgewinn von 53 140 332 Kronen gegen 38 742 884 Kronen im Vorjahr und einen Reingewinn von 26106 899 Kronen gegen 20 415174 Kronen im Vorjahr auf. Der Verwaltungsrat beschloß, eine Dividende von 36 Kronen auf die Aktie gegen 32 Kronen im Vorjahr vorzuschlagen und 1 503 064 Kronen gegen 1 178 549 Kronen im Vorjahr auf neue Rechnung vorzutragen.

Industrie und Handel.

* Ges. für Lindes Eismaschinen, \ -G Wiesbaden. Der Aufsichtsrat beschloß, nach denMünch. N. N, der am SO. April stattfindenden Generalversammlung vorzuschlagen, den Reingewinn von 1 577 056 M. (i. V. i 186 420 M.) zu ver­wenden zu einer Dividende von 10 (8) Proz., einer Überweisung von 150 000 M. (0) an die Kriegsrücklage, 100000 M. (wie i. V.) dem Beamtenpensionsfonds zuzu­führen und den Rest von 127 056 M. (128 420 M.) vorzu­tragen.

* Die Daimler Motorengesellschaft hat im Untertürk- heimer Industriegebiet neuerdings Liegenschaften für ins­gesamt 4 Mül. M. angekauft.

* Die Mechanische Weberei zu Limlen, A.-G in Han­nover Linden, bringt wieder 15 Proz. Dividende in Vor­schlag.

Verkehrswesen.

m. Niederwaldbalm-Gcsellschafi. R ii d e s h e i m a. Rh., 4. April Die Hauptversammlung der Niederwald- bahn-Gesellscbaft, Rüdesheim a. Rh., war mit der Jahres­rechnung einverstanden. Der Verlustzortrag ist danach um 29 320 M. auf 36 657 M. gestiegen. Allerdings ist dabei die nicht erfolgte Rückzahlung von 16 500 M. ausgelosten Obligationen: mit in die Ausgaben .eingestellt. Der Haupt­versammlung ging eine Versammlung der Obligationäre voraus. Diese sollte Beschluß über die Aussetzung der Ver­losung und Rückzahlung der Obligationen bis zum Jahre 1922 fassen. Rechtsgültige Beschlüsse vermochte man aber nicht zu fassen, da gesetzlich die Anwesenheit von wenigstens der Hälfte der noch im Umlauf sich befindenden Obligationen von 405 500 M. nötig ist. Der Vorsitzende er­klärte, daß die Gesellschaft, wie alle Klein-. Zahnrad- und Drahtseilbaimen unter dem Kriege stärk zu leiden habe. Trotz alledem habe sie die Zinszahlungen weiter aufrecht erhalten, auch denke sie dies weiter iurchf»ihren zu können, wenn eine Störung des Betriebes nicht erfolge. Die für 1916 fällige Rückzahlung der ausgelosten Obligationen vor­zunehmen, seien aber nicht genug Mittel vorhanden. Man könne auch während des Krieges nicht darauf rechnen, daß diese Miitel verfügbar würden. Wohl aber sei nach dem Kriege auf bessere Zeiten uni gesteigerte Einnahmen zu lechnen, da dann eine wesentliche und bedeutende Steige­rung des Besuches des Rheinlandes zu erwarten wäre Übrigens werde die Bahn auen in diesem Sommer, wenn die Witterung trocken uni warm sei, auf gute Einnahmen lech leu können.

Wettervoraussage für Freitag, 6. April 1917

«Sftdir Meteorologischen Abteilung des Physikai Verein« an Frankfort a. UL

Wolkig bis heiter u weitere Erwärmung, meist trocken.

Wasserstand des Rheins

am 5. April

Bieltrlah. Paffet: 2,<l »'«.1 2,i0 u gestriges Vormittag

Caub. » 3,1 1 > > 3.2t) > » » »

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Die ASenö-Ausgahe umfaßt 6 Seiten

Hmiptfchristleiter: A. He,erhörst.

Verantwortlich für deutlche Politik: 31 prgrrhorst: ffit Auslands»»!-«!: Di. phri K. Sturm; für den Unterhaltuiiasieil: B 0 . Nauendorf; für Nachrichten and Wiesbaoen und den Nachbarbezirken: I S8.: $> Diesenbach; für Gerichr-iaal H. Diefenbach; sür Sport und Luftfahrt: JB C Losacker; tot Bermnch.eS und den Briefkasten C Lodacker; für den HandeiSirii W. iitz:

sür die Anzeigen und Retlamen; H. Dornaus; lämiiich in Wiesbaden Druck und Periag der L. ScheUenberg'ichen Hos.Bnchdruckerer in Bjiesbadea.

Sprechstunde der SchrtftleiMug: I» bis I Uhr.

^ AiiiWe Ä sch e» H lilpriüinf Pötmbm

Mittwoch, den 11. April 1917,

mittags 12 Uhr, Gastwirtschaft Eiserne Hand", Distr. 31 Mausheck: Eichen: 16 Rm. Sckeit; Buchen: 13 Rm. Scheit u. Knüppel, 30 Hdt. Wellen. 34 A Pfaffenborn, Buchen: 2 Rm. Scheit, 8 Hdt. Wellen, Nr. 460473. 35 Kegelbahn, Buchen: 430 Rm. Scheit u. Knüpp., z. T. 1 Mir. Icntft; 60 Altenstein: 87 Rm, Scheit u. Knüpp. F264

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Holzverkanf.

Donnerstag, den 12. April, werden in der Rampschen Gastwirtschaft zu Vockenhausen von 11 Uhr vormittags an beginnend, aus dem Schutzbezirk Oberjosbach, Distr. 21a, 28c, 31b, Delkenheimerholz, Salzlackschlag, Sal- bach, verknust: Eichen: 18 Stämme mit 7,72 km, 88 rm Nutzholzscheit, 41 rm Scheit u. Knüppel. Buchen: 743 nn Scheit u. Knüppel, 30,60 Ldk. Wellen. _F267

Bekanntmachung.

Betrifft Fleischausgabe.

In mehreren fsällen hat die zum Verkaufe bereitgestellte Fleischmenge zur Versorgung aller Einwohner nicht zugereicht. Deshalb sollen die Aleisckmarken sür die Woche vom 2. Bis 8. April 1917 zum Zwecke einer Nachprüfung mit einem besonderen Stemvelausdruck versehen werden. Die Einwohner werden ausgefordert, die erwähnten Fleischmarken am Samstag, den 7. April, zur Ab­stempelung vorzulegen und dabei die Stammkarte vorzulegen.

Zeit: Die gleiche, wie die Ber- kaussstunden sür Fleisch, und zwar: Nummer 901 bis 1200 von 348 bis

9 Uhr vormittags,

Nummer 1201 bis 1500 von 9 bis

10 Uhr vormittags,

Nummer 1501 bis 1656 und 1 bis 300 von 10 bis 11 Uhr vormittags, Nummer 301 bis 600 von 11 bis 12 Uhr vormittags,

Nummer 601 bis 900 von 12 bis 1 Ubr vormittags. *

Ort: Nassauer Hos.

Sonnenberg, den 4. April 1917.

Der Bürgermeister. Buchelt.

Bekanntmachung.

Ausgabe der Brotkarte» am Sams

hin. den 7. April 1917.

Zeit: Die gleiche, wie die Der kaussitunden für ssleisch.

Ort: Nassauer Hof.

Es wird ausdrücklich daraus hinge wiesen, daß die Abholung in den Bor Mittagsstunden bewiest werden mutz am Nachmittage ist die Ausgabe stelle geschlossen.

Sonnenberg, den 4. April 1917. Der Bürgermeister. Buchelt.

Auf O i ch

kommt es an!

Vage nicht: Andere haben mehr Geld und verdienen mehr als ich- die sollen Kriegsanleihe zeichnen!

Sage auch nicht: Was machen meine paar hundert oder paar tausend Mark aus, da doch Milliarden gebraucht werden!

tlnd sage noch weniger: Ich habe schon bei früheren Anleihen gezeichnet und damit meine Pflicht getan!

Auf jede Mark kommt es an!

Gs ist wie bei der Nagelung unserer Kn'egswahrzeichen- jeder einzelne der vielen tausend eisernen Nägel ist winzig. Aber in ihrer Gesamtheit umfangen sie das Gebilde mit einem ehernen Panzer. So muß auch unser deutsches Vaterland geschützt und gesichert werden durch das fteudige Geldopfer der großen und der kleinen Sparer. Ietzt, in der Stunde der Entscheidung, darf keiner zögern und keiner fehlen!

F 178

Disconto- Gesellschaft

Berlin.

Ordentüelie Generalversammlang.

Die Kommanditisten unserer Gesellschaft werden hierdurch auf

Kfontag, den 23. April 1917, nachmittags 4 Uhr,

zu der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung nach unserem hiesigen Geschäftshause, Behrenstraße 42 II, eingeladen.

Verbandlungsgcgenstände:

1. Vorlage der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-Rechnung sowie der Be­richte der Geschäftsinhaber und des Aufsichtsrats für das Jahr 1916. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz, die Gewinnverteilung und über die der Verwaltung zu erteilende Entlastung.

2. Aufsichtsratswahlen nach Art. 21 des Statuts.

Zur Teilnahme an der Generalversammlung ist jeder Kommanditist, zui Stimmenabgabe bei den zu fassenden Beschlüssen sind nur diejenigen Kom­manditisten berechtigt, deren Anteile mindestens acht Tage vor Berufung dei Generalversammlung im Aktienbuche der Gesellschaft auf ihren Namen ein­getragen sind, und welche ihre Anteile oder Depotscheine der Reichsbank oder der Bank des Berliner Kassen-Vereins spätestens einen Tag vor der Generalversammlung entweder bei einem Notar oder in Berlin in unserem Effekten-Bureau, W Behrenstraße 43/44,

Bremen, Coblenz, Essen, Frankfurt a. M Mainz, Metz, Mülheim (Ruhr),

Saarbrücken

bei unseren Niederlassungen,

Cöpenick, Cüstrin, Frankfurt a. 0 Hattingen, Bad Homburg v. d. H

Offenbach a. M., Potsdam, WICSUtlUOIl bei unseren Zweigstellen,

ferner:

in Aachen bei der Rheinisch-Westfälischen Disconto-Gesellschaft A.-G-,

Augsburg bei der Bayerischen Disconto- u. Wechsel-Bank A.-G.,

Barmen bei dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp.

Breslau hei dem Bankhause E. Heimann,

bei dem Bankhause G. v, Pachalys Enkel,

Cöln hei dem A. Schaaffhau^enschen Bankverein A.-G., bei dem Bankhause A. Levy,

«> bei dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. &: Cie.,

Dresden bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Abteilung Dresden, bei dem Bankhause Philipp Elimeyer,

Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effecten- und Wechsel-Bank,

Hamburg bei der Norddeutschen Bank in Hamborg, bei der Vereinsbank in Hamburg,

Hannover bei der Vereinsbank in Hamburg Filiale Hannover,

Karlsruhe i. B. bei der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft A.-G., bei dem Bankhause Veit L. Homburger, bei dem Bankhause Straus & Co.,

., Königsberg bei der Königsberger Vereins-Bank,

Leipzig hei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt und hei deren Abteilung Becker & Co.,

>, Magdeburg bei dem Magdeburger Bank-Verein, bei dem Bankhause F. A. Neubauer,

Mannheim hei der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft A.-G.,

Meiningen hei der Bank für Thüringen vormals B. M. Strnpp A.-G.,

München bei der Bayerischen Hypotheken- u. Wechsel-Bank, bei der Bayerischen Vereinshank,

Nürnberg bei der Bayerischen Disconto- u. Wechsel-Bank A.-G.

Stuttgart bei der Stahl & Federer A.-G.,

Tilsit bei der Königsberger Vereins-Bank Filiale Tilsit gegen Bescheinigung bis zur Beendigung der Generalversammlung hinterlegen. Berlin, den 28. März 1917. pf80

Direction der Disconto-Gßsellsclialt

Die Geschäftsinhaber

Dr. Salomonsohn. Schinckel. Dr. Russell. Urbig.

Dr. Solmssen. Waller. Dr. Mosler. Dr. Fischer. Schlieper.