, Sette 4. Montag, S. April 1D17.
Mresbiritener Tagblalt.
Slbend-A«rg<«e. 6-rsteS Matt. Nr. 16«.
HanrlSlstsil.
oeuiscklsnkls Wirtschaftskraft.
K Berlin, 1. April. Vor einer auserlesenen Hörerschaft hielt das Mitglied des Reichsbankdirektorhims, der Geheime Oberfinanzrat v. Grimm, ini Finanzministerium einen Vortrag über „Die wirtschaftlichen Grundlagen der Machtstellung Deutschlands“. Ausgehend von der allgemeinen politischen und militärischen Lage wies der Vortragende in überzeugender Weise nach, daß alles, was uns der Krieg au Material und Menschen geraubt hat, aus unserem großen Vorrat an Naturschätzen erneuert und durch Sparsamkeit und vor allen Dingen durch deutsche Arbeit ausgeglichen wird, so daß Deutschlands wirtschaftliche Kraft trotz aller Opfer unerschütterlich dasteht, wie das gewaltige Ergebnis der bisherigen fünf Kriegsanleihen eindrucksvoll beweist. Fesselnde Lichtbilder und Films ergänzten wirkungsvoll die mit großem Beifall angenommenen Ausführungen des Vortragenden.
«
Einlösung der Kriegsauleihe-Zinsseheine Die fälligen Zinsscheine der nproz. Schuldverschreibungen sowie der 5- und 4%proz. Schatzanweisungen der ReicbskriegsanJeihen werden vom 21. des dem Fälligkeitstage vorangehenden Monats ab bei allen Postanstalten am Schalter in Zahlung genommen oder gegen bar umgetauscht. Auch größere Mengen werden angenommen, wenn der Schalterverkehr es gestattet. Die Landbriefträger und Posthilfsstelleninhaber nehmen solche Zinsscheine ebenfalls in kleinen Mengen in Zahlung oder vermitteln den Umtausch. Außerdem lösen in Orten ohne Reichsbankanstalt die Postamts-Hauptkassen die Zinsscheine vom 21. des dem Fälligkeitstage vorangehenden Monats ab in größeren Mengen und ohne Beschränkung des Wertes jederzeit bar ein.
Amtliche Devisenkurse in Deutschland.
W.T.-B. Berlin, 2. April, phische Auszahlungen
New-York. 5.52
Holland.248.75
Dänemark.170.50
Schweden . . . . . 178.75
Norwegen.172.75
Schwefe ...... 123.87
Oesterreich-Ungarn . 64.20
Bulgarien. 79.62
Konstantinopel . . . 20.65
Spanien.125.50
(Drahtbericht.)
für:
O. Mk. 5.64 B. für
O.
G.
G.
G.
G.
O.
G.
G.
G.
249.25 B. 171.00 B.
177.25 B.
173.25 B.
124.50 B. 64.30 B. 80.62 B. 20.75 B.
126.50 B.
Telegra-
1 Dollar 100 Gulden 100 Kronen 100 Kronen 100 Kronen 100 Francs 100 Kronen 100 Lewa I türk. Pfd. 100 Pesetas
Amtlicher Wechsel-Zinsfuß
Berlin.51 Ital. Plätze . 5
Amsterdam t > I Kopenhagen 5
I Lissabon . 5V«
Londons*/« I Petersburg 6 Madrid 4% Stockholms 1 /« Paris .. 51 Christianiaö'/a
Schweiz.
PI. i l h Wien . o
Industrie und Handel.
* Buderussehe Eisenwerke, 4..-G zu Wetzlar. Die am 20. April d. J. in Frankfurt a. M. stattfiademte Hauptversammlung soll auch über Aufnahme eines Hypothekendarlehens auf Arbeiterh'iuser Beschluß fassen, sowie Satzungsänderungen, betreffend die Aufnahme von Teilschuldver-.' Schreibungen usw., vornehmen.
* Ludwigshafener Walzmühle, Ludwigshafen a. Rh. Der
Aufsuhtsrat bescloß die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent auf die Vorzugsaktien, von 12 Prozent auf die Stammaktien, beides wie im Vorjahr, in Vorschlag zu bringen.
* Die F Küppersbusch und Söhne, A G. Schalk er Herd- und Ofen-Fabrik (Westf.) schlägt eine Dividende von 17 Prozent (wie im Vorjahr) vor.
* Unveränderte Saarkohleu-Preise Die Königliche Bergwerksdirektion in Saarbrücken zeigt an, daß ihre Richtpreise für Kehlen auch für die neue Abschlußperlode vom 1. April bis Ende Juni 1917, unverändert bleiben.
* Donnersmarckhütte Obersclileshchc Eisen- u. Kohlen« werke A -G. kür das abgelauEene Geschäftsjahr soll wie im Vorjahr eine Dividende von 18 Prozent zur Verteilung vorgeschlagec werden.
* Der Sieg.’n-Soliuger Gußstahl-Aktienverein beantragt unter anderem Erhöhung des Aktienkapitals um 900 000 M. auf 2 400 000 M., und zwar zur Stärkung der Betriebsmittel und zum Ausbau des Werkes.
* Die Gutehoffnungshütte, Akticnverein für Bergbau und Hüttenbetrieb in Oberhausen (Rhld), beschloß in ihrer außerordentlichen Hauptversammlung, das Aktienkapital um 10 006 000 M. auf 40 000 000 M. zu erhöhen, und zwar durch Ausgehen von unentgeltlichen Aktien,
* Die Deutsche Vacuum Öl-A G in Hamburg verteilt auf das erhöhte Aktienkapital 26 Proz. Dividende (im Vorjahr 20 Proz).
Wettervoraussage für Dienstag, 3. April 1917
fWidtft Meteorologischen Abteilung des Physikal. Vereine an Frankfurt a. U,
t Meist wolkig, geringe Niederschläge, keine Temperatui - änderung.
Wasserstand des Rheins
am 2. April
Biohrlth* FeCel: 2.15 « „r Ä gen 1,90 in am gestrigen Vormittag
tJ-i'ib. » Jl,?8» » 2,38 » » » >
Hains. » 1.16 * » döC > * » »
Die ABeirö-Ausgabe umfaßt 6 Seiten
Hauotschristleiter: A. He>erH»rft.
BerunlKortN» für deutsch« Politik: A. Hegerhorft: für AuslandrpolitU- D>. phil. K, Sturm; für beu llnterhaliungrieil: B B. Nauru dors: für
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Bekanntmachung.
Zur Warnung des Publikums vor den Uebertretungen werden nachstehende, die den Schutz des Waldes vor Bränden bezweckenden Strafbestimmungen hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht:
8 368 Nr. 6 des Reichs-Straf-
Mit Geldstrafe bis zu sechzig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen wird bestraft, wer an gefährlichen Stellen in Wäldern oder Heiden oder in gefährlicher Nähe von Gebäuden oder feuerfangenden Sachen Feuer anzündet.
8 44 des Feld- und Forstpolizei- Gefetzes vom 1. April 1880:
Mit Geldstrafe bis zu fünfzig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen wird bestraft, wer:
1. mit nnverwahrtem Feuer oder Licht den Wald betritt oder sich demselben in gefahrbringender Weise nähert,
2. im Walde brennende oder glimmende Gegenstände fallen läßt, fvrtwirft oder unvorsichtig handhabt,
3. abgesehen von den Fällen des 8 368, Nr. 6, des Strafgesetzbuches, im Walde oder in gefährlicher Nähe desselben, im Freien ohne Erlaubnis des Ortstwrstehers, in dessen Bezirk der Wald liegt, in König!. Folgten ohne Erlaubnis der zuständigen Forstbeamten Feuer anzündet oder das gestatteter Maßen angezündete Feuer gehörig zu beaufsichtigen oder auszulöschen unterläßt,
4. abgesehen von den Fällen des 8 360, Nr. 10, des Strafgesetzbuches bei Waldbränden, von der Polizeibehörde. dem Ortsvorsteher oder deren Stellvretreter oder dem Forstbesitzer oder Forstbeamten zur Hilfe aufgefordert, keine Folge leistet, obgleich er der Aufforderung ohne erhebliche eigene Nachteile genügen konnte.
8 17 der Regierungs-Polizei- Verordnung vom 6. Mai 1882:
Mit einer Geldstrafe bis zehn Mark, im Unvermögensfalle mit verhältnismäßiger Haft wird bestraft, wer in der Zeit vom 15. März bis 15. Mai bei trockenem Wetter außerhalb der Wege im Walde Zigarren oder aus einer Pfeife ohne geschlossenen Deckel raucht. *
Wiesbaden, den 8. März 1917.
Der Polizeipräsident. P. Schenck.
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an sich genommen hat, ist beobachtet worden und wird ersucht, denselben umgehend bei Gebr. Manes, Kirch- gaffe 64, abzugeben, andernfalls An- zerge erfolat.
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