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Nr. 16 ?. Somnag, 1. April 1917.

jftutj aller Werte mit er sieht, noch zürn Siurm vortrerben ^können wie früher? Ob drc russischen Maschinengewehre noch !geyen di« eigenen Stürmer loSgehen werben? ES wird viele !Si i l off» in der iltuiee geben und viele, die nicht mehr ,wissen. warum sie da- blutige Spiel svielen. und noch mehr, üK« Lichts wollen, als dl« russische Erde bebauen.

Reif Brandt. Kriegsberichterstatter.

Die franpiNsche Knmurer verlangt ver­schärfte Blockade gegen Deutschland.

V/- T.-B. Pari-, 81. Kürz. (Drahtbericht. Agence H rvaS.) Die Kammer nobm einstimmig eine Tagesordnung an, in 'der festgejtellt wird, daß die Blockade gegen Deutsch, ^land unvollständig ist und die Regierung aufgefordect wird, lie unerläßlichen Mcßnahmen zu ergreifen, um die Anstrengungen Frankreichs mit denen seiner Alliierten in Übereinstimmung zu bringen. Der Senat nahm am Freitag den von der Kaminer schon angenommenen Gesetz­entwurf über die Einreibung des Jahrganges 1818 an.

Oie Neutralen.

Eine programmatische Erklärung des neue» schwedische« Ministerpräjidenten«

W. T.-B. Stockholm, 81. März. (Drahtbericht.) Nach der Ernennung oeS neuen Ministeriums äußerte der neue (Ministerpräsident Swartz im Ministerrot folgende-: In Übereinstimmung mit den Richtlinien, welche Majestät gao. als ich mit der Bildung de- Ministeriums beauftragt wurde, wird es die wichtigite Arttgabe des Ministerrates sein, eine Isolgerichtige unparteiische Neutralitätspolitik 'zu verfolgen welche Majestät und sein jetzt zurückgetretenes Ministerium erfclxreich beobachteten. Die Schwierigkeiten haben sich zwar in der letzten Zeit immer mehr gehäuft, der Staotsrot aber sieht in einer solchen Politik das sicherste Mittel, um. die Schwierigkeiten zu überwinden. In dem Be- streben, di« Hineinziek-ung de« Landes in den Welt, krieg zu v e - h r n b e r n und gleichzeitig seine S e l b st ä n. d i g k e i t und se-n Selbstbeftimmr.r gSrecht auftecht zu »r. (halten, hofft der Startsrat durch feine Handlungen sich dre Unterstützung des Reichstags und de« schwedischen Volker zu erwerben. Gewisse handelspolitische Fragen, die von großer Bcderttung für unsere VolkSernährring und Jndustrre sind, werden der Geger.storch besonderer Vorsorge deS Staats- rats v erden. Di» Verhandlungen in diesen Fragen durften unmittelbar (lefäfict werden.

Aus den verbündeten Staaten.

Grqf Czernin über die Friedensmöglichkeit.

W. T.-B. Wien, 31. März (Drahtbericht.) Der Minister des Äußern Aras Czerv-n gewährte gestern dem Chef, «chakteur des »Amtsblattes" eine Unterredung über die voli» tische Lage. Di« Unterredung nahm folgenden Verlauf: »Welchen Ausgang dürfte die russische Revolution nehmen?" ..Auf Prophezeiungen kann ich mich nicht ein­lassen. Wenn der Regimewechsel in Rußland dahin führt, daß die gequälten Völker deS russischen Reiches einsehrn, daß die Fortsetzung des Kruges ein Verbrechen ist, daß sie ebenso wie die anderen Ententemächte einen ehrenvollen Frieden mit den Zeirtralmächten schließen können, dann wird diese euiteylicbe Menschcnschlächterei ibrem Ende entgegen- gehen."Halten Eure Exzellenz den Vorschlag zur Be- schickung einer Friedenskonferenz durch alle krieg- führenden Staaten aufrecht?' »Gewiß, ich sehe nur Hirsen Weg, zu rinem allgemeinen Ende zu kommen. Im Gegensatz zu jenen, die den Krieg fortsehen wollen, bedeutet die Zusammensetzung einer Konferenz kein: Änderung. Während sie tagt, kann ja der Kampf f o r t g e. -führt werden. Wer den Fr eden will, muß auch über ihn (sprechen und verhandeln wollen." »Und wäre es nickt mög­lich. im allgemeinen Rohmen unsere FriedenSbedingungen zu verkünden?" »Das ist ja bereits geschehen. Ich habe öffent- sich erklärt, daß wir einen uns aufgezwungenen V e r t e i. digungskrieg führen, dessen Zweck die g e s i ch e r t e und freie Entwicklung der Monarchie -st. Sobald unser: Gegner ihre unerfüllbare Idee uns zu zerschmettern, fallen lassen, sobald sie bereit über einen für u n S wie für sie ehrenvollen Frieden zu verhandeln, steht den Der- Handlungen nichts mekr im Wege."

Abreise des amerikanischen Botschafters Penfield aus Wien.

W. T.-B Wien, 81. März. (Drahtbericht.) TieNeue :f?r. Pr." meldet: Der amerikanisch« Botschafter Penfield und Gemahlin sowie ein Teil der Dienerschaft werden in einigen (Tagen von Wien zu einem kurzen Besuch noch Woshingion reisen. Der Botschafter wind über die Schweiz und Frank, reich nach Washington fahren, um einer Berufung des Staatssekretärs L a n s, n g zu entsprechen. Die Anwesenheit des Botschafters ,n der Bundeshauptstadt wird von dem Staatssekretariat dringend verlangt, weil sie nötig -st. um seinen R a l :n Angelegenheiten, die mft dem Kri »g 1 tra Zusammenhang stehen, er'nzuholen.

Ein Antrag der «ngarischen Opposition in Sachen der russischen Umwälzung.

W. T.-B. Budapest, 31. März. Seitens der Oppo­sition des Abgeordnetenhauses wurde ein von allen an­wesenden Abgeordneten der Opposition, darunter Gras Apfonyi, Aladar Zichy, Michael Karo ly. Vaizonyi, Julius Justh, Stephan Rakovszky usw. unterfertigter Antrag eingebracht, das Haus möge erklären: Unser

Land und unsere Monarchie hat nicht dem russi- scheu Volke, sondern dem russischen Absolu­tismus den Krieg erklärt. Wenn uns auch heute das Ringen der Waffen die russische Armee als Gegner gegenüberstellt, so ist es doch unser ehrlicher Wunsch, daß das russische Volk unter allen Um- ständen in dem Genüsse der erkämpften (Freiheiten der- bleibe. Als verfassungsmäßige Vertreter der ungari­schen Nation verwahren wir uns gegen die im Aus- lande verbreiteten tendenziösen Voraus- s e tz u n g e n. als ob die Waffen des für seine ver- fasiungsmäßigen Freiheiten kämpfenden ungarischen Dolles irg-ndeinmal dazu verwendet werden könnten. ;!>c§ in Rußland die Willlürherrjchast wiederhergestellt

wach«.

_ Wiesbadener TagsifE. __

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Der Zeichnungsschein zur 6. Kriegsanleihe ist die Handgranate des Heimkämpfers. IMIIIIIIIIIUi!illlUIHI,lll,lll,lll»ll!,IIIIIIII,lll,|||lillI|||||!lllll,|IHilIllllllilllllli,lUUUiIlllUlil

Ku§ Stadt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

Die Woche.

In der weiter unten abgedruckten Notiz des Magistrats zur dieswöchigen LebcnSmittelverterlung heißt es, eine Eier- sendung nach Wiesbaden sei unterwegs. ES ist also damit zu rechnen, daß di« Sendung im Lauf dieser Woche ankommt und noch vor Ostern zur Verteilung gelangt. Trotzdem es sich also in gewissem Sinne um Ostereier handelt, haben wir doch keine Ostereier zu erwarten. Denn auch diesmal wird es wahrscheinlich heißen:Jedermann ein Ei". Christlindchen und Osterhase haben uns ihr« Freundschaft gekündigt, das erstere dem gesamten Volk, der letztere leider nur der Stadt- hcvölkerung. Denn auf dem Lande gibt es jetzt Eier in Hülle und Fülle, sie finden nur leider den Weg nur da in die Stadt, wo ihnen geradezu goldene Wege gebaut werden. Im Früh, fahr legen bekanntlich die Hühner am fleißigsten wir mer­ken nichts davon, haben wenigsten- bis jetzt nicht« davon ge. merkt. Wo kommen die Eier hin? Zum größten Teil bleiben sie auf dem La. d. wo sie infolge der auch dort, wenn auch minder streng wie in der Stadt, eingeführten Rationierung der Lebensmittel stärker zur Ernährung herangezogen wer­den mögen als in ftüheren Jahren, zu eirem nicht unerheb­licheren Teil werden sie sicher auch gegen Wucherpreise einer Minderheit von nichtländlichen Verbrauchern zugeführt. So muß «S sein, denn anders läßt sich di« Tatsache nicht er­klären. daß wir noch immer auf ein Ei im Monat angewiesen sind. In manchen Städten liegen di« Verhältnisse allerdings etwas günstiger; so ist z. B. die Stadt Stratzburg in der Lage, vor Ostern sechs Eier aus den Kops der Bevölkerung zu verteilen. »Dre Zufuhren von Eiern sind in den letzten Wochen hefriedigrnd genug gewesen, um in der nächsten Z-tt die Ausgabe von Eiern umfangreicher gestalten zu können heißt e3 in e-nerv offiziösen Bericht Straßburas. Et ist ftei- lich richtig, daß bei einem Eierprei? von 38 Pf. leider recht viele Fam-Iien gar nicht in der Lage wären, ein halbes Dutzend Eier auf dm Kopf zu kaufen; eine sech-köpfige Arbeiterfam'li« kann nicht <0 bis 12 M. auf einmal für Eier auf den Tisch zählen. Ader zwei bis drei Eier pro Kaps würde sich vor Ostern ziemlich jeder leisten können wenn der teure Osterhase seine Pflicht nur einigermaßen erfüllen wollte Der Bund deutscher Gelehrter und Künstler hat un» ter dem Motto:Spendet Ostereier" ein Flugblatt heraus- gegeben, in dem die Landbevölkerung, insbesondere dr« Lund- ftauen und di« mit den Eiersammlungen betrauten Land­kinder. gebeten werden, in der Ostenwoche durch Ablieferung bvn recht zahlreichen Ostereiern den Stadtkindern «ine be­sondere Freude zn bereiten und dr durch zugleich den u n - natürlicken Gegensatz zwischen Stadt und Land überbrücken zu helfen. Im Einvernehmen mft den Zentralbehörden sind Vorkehrungen getrcsfen. daß die in der Osterwrche zur Ablieferung gelangenden Eier mit dem Stempel'Die Landlinder den Stadtkindern, Ostern 1917", versehen werden. Der Auftus ist schön und wir wünschen ihm Erfolg, glauben aber nicht, daß viel dab-tt herauskommen wird. Mit Aufrufen an das Gewissen und die Nächstenliebe wird, des haben wir in der langen Krieas- zeit oft genug erfahren, im allg»meinen herzlich wenig er- reicht. Wir wollen aber hoffen und wünschen, daß dies die letzten Ostern sein mögen, an welchen den Stadtkindern selbst die fcklichte Freude versagt ist. die das Erscheinen des Oster- Hasen bereitet!, -n-

Kriegsauszeichnungen. Mn dem Eisernen Kreuz 1. Klaff« wurde der Vizefeldwebel der Rrs. Heinrich P a a b aus Wiesbaden ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe erhielten: unter Beförderung zum Gefreiten der Landsturm, mann Emil Groß aus Wiesbaden; der Gefreite Han- Hupf e l d aus Wiesbaden; der Gefreite Willi Klette ans Wiesbaden und der Kompagniffeldwebel I. Reese aus Wiesbaden.

Major Freiherr K. v. Zedlitz und Leipe ist am letzten Donnerstag im hupgen städtischen Krankenhaus im Alter von 58 Jahren einem schweren Herzleiden erlegen. Der Ver­storbene war der älteste Sohn des Freiherrn Adolf v. Zedlitz und Leipe, der zu der nächsten Umgebung Kaiser Wilhelms l. gehörte. Er bat sich bei Beginn des Kriegs freiwillig dem Vaterland ru» Verfügung gestellt, obwohl er bereits über drs Dienstpflichtalter hinaus war, und zwar mit dem ausdrück­lichen Wunsch in der äußersten westlichen Front verwendet zu werden Drei hat er denn auch anderthalb Jahre im 8. Garde-Feldartillerie-Reqiment gekämpft. In den ersten Monaten des Feltzugs erw-rrb er sich bereits das Eiserne Kreuz 1. Klaffe. Er war ein sebr befähigter und tüchtiger Offizier, dessen Verdienste von s-inen Vorgesetzten vielfach ehrende Anerkennung gefunden haben, und der sich auch des Vertrauens und der Liebe seiner Soldaten in höchstem Maße zu erfteuen hatte. Die Beisetzung findet morgen auf dem S'idfriedhof statt.

LebrnSmittelverteilung. Nach der Bekcrrmtmachung des Magistrats in der heutigen Ausgabe wenden in der Osterwoche 250 Gramm Fleisch 50 Gramm Butter, 40 Gramm F^eischfett. 100 Gramm Grieß. 250 Gramm Marmela de und 125 Gramm Zucker verteilt. Das Fleischfett wird an die Inhaber sämtlicher Fettkarten, also auch der durch ein rotes Favbkreuz kenntlich gemachten BeschrönkungSkarten abgegeben. Eine Eiersendung .st nach Wiesbaden unterwegs. Falls sic rechtzeitig an­kommt, wird die Verteilung noch vor Ostern aus Grund be­sonderer Bekanntmachung des Magistrats erfolgen, Kar­toffeln befinden sich ebenfalls auf dem Transport und werden unmittelbar nach ihrer Ankunft in Wiesbaden zur Verteilung gebrecht. Um für die Zwischenzeit diejenigen Hauskattungen, die keine Kartoffeln eingekellert haben, m:t den notwendigen Nahrungsmitteln zu versehen, kcmrnen vom Mittwoch ab getrocknete Kartoffelflocken am städtischen Markrstand zum Verkauf, und zwar aus Feld 14 'der Kartcftelmarke. Aus je ein Kartenfeld werden 2 Pfund Lantojjelpocken atzge-edev» «Kt$e gB wiy den Aleichen

Morgeu-DuIgabe. Erstes Hlatt. Seite 3»

wert wie lu Pfund frische Kartoffeln besitzt. Da di« unter­wegs befindlichen Kartoffeln noch vor Ablauf der Gültigkett des Felder 14 «intreffen werden, können zunächst nur di« Haushaltungen mit d-er Hälfte der in ihrem Besitz befindlichen Marken zum Einlauf v«n Kartoffelflocken zugelassen werden, damit die Möglichkeit erhalten bleibt auf die andere Hälfte der Kartoffelmarken ftische Kartoffeln zu beziel>en. Der Verkauf der Kaitoffelflocken findet nur am städtischen Mankt- ' stand statt. Der HruLhaltSauSweis muß daselbst bei jedem Einkauf von Äcrteffelflrcken vorgelegt werden, damtt die Personenzadl deS Haushalts festaestelli werden kann. Im übrigen verneinen wir auf die Bekanntmachung des Mag' strats.

Deutsche Kolonialgesellschaft. Die hiesige Abtcrlung der Tcutschcn Kolonialgesellschrft hielt am 2g. März im Frankfurter Hol" ihre 8 4. Hauptversammlung ab. De» Vcrsitzende Oberst z. D. Splinter erstattete den Jah­resbericht, aus dem erwähnt sei, daß der Viltgliederstand 295 leträyt. Den Verlust von 10 D'itgliedern duräi Tod ehrte die Versammlung durch Erheben von den Sitzen. Einen wnr- meu Nachruf widmete der Vo^sitzer-de dem im Februar ve.'- storl-enen Vorstandsmitglied Oberst z. D. Banse low, wel­cher diele Jahre das Amt deS Schriftfiihrers verwaltet hatte und stch durch große Vaterlandsli.tee ausgezeichnet habe. Im veroai>genen Winter hat die Abteilung eine rege Tätigkett entfaltet- Kaulmonn Joost erstattete den Kassenbericht, Ban­rat L a u t h den Bericht über die Bücherei, beiden Herren sowie den Rechnungsprüfern ^dankte der Vorsitzende für ihre Mühewaltung. Bei der hierauf vorger.ommenen Ergän- zungswah! dkS Borst indes wurden die Ausscheid enden wiedrr- gewählt ui-d neu Nentncr Groß, zu Rechnungsprüfern die bisherigen Major Frisch und Freiherr v. Seckendorf. Das warmherzige Eintreten des Mitglieds Fräulein Ebmke von hier, TauuuSstc.iße, für unsere braven Koloni-rlkriegcr durch, wiederholte Schenkungen wurde lobend hevvcrgehoben. Anschließend folgte der angekündigte Bericht des Vorsitzen­den über die Bedeutung der schwarzen HiliSvölker im gegen­wärtigen Krieg. Bei der späteren geselligen Vereinigung brachte der Vorsitzende -das Hoch auf den Präsidenten Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg aus und wünschte, daß dessen koloniale FriedenSforderungen in Erfüllung gehen mögen.

ArbcitSjubÜäum. Die Firma I. Hertz, Dame:,- moden, Langgasse 20. feierte gestern abend chren treuen Mitarbeiter, den GefchäftSdiener Herrn Wilhelm C l o S, für seine 25jährige treue Mitarbeit. Die Inhaber der Firma brachten dem Jubilar ihren Dank und ihre Anerkennung rn Wort und Tat zum Ausdruck, dem sich auch die Angestellten der Firma in gleicher Weife anschlossen; auch vor, seiten der Handelskammer wurve der Jubilar durch die Verleihung einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

KrregSabend. Der heute abend statbftndende Kriegs- abend, der von Herrn Direktor H ö f e r geleitet wird, bringt ein reiches künstlerisches Programm. Außer dem städtischen Kurorchcster unter Leitung Herrn Musikdirektors Sch u r i ch i wird Herr Konzertmeister T h o m a n n auf der Violine und Herr Hans W e i S b a ch auf dem Klavier ihre Kunst in den Dienst des Abends stellen. Den Hauptvortrag hat, wie be­reit- mitgeteilt worden ist, Herr Oberbürgermeister G l ö 1 s i n g übernommen. Der Vorverkauf findet zur ge­wohnten Stunde von 11 bis 1 Uhr und von 3 bis 4 Uhr statt. Eintritt 20 Vf. einschließlich Kleiderabgabe-

8. Kriegsanleihe und landwirtschaftliche Genossenschaf­ten. Der Verband der naffauffchen landwirtschaftlichen Ge­nossenschaften, e. V.. in Wiesbaden, verarstaltet wiederum einen V e r t r a g S k u r f u S für feine Kreditgenossenschaften. Er bezeichnet eS in einem Rundschreiben als die ernsteste und unweigerliche Pflicht und Ausgabe der VereinSorgane, alle« daranzusetzen. daß ein« starke Zeichnung durch Verbreitung von Aufklärung auf dem Lande erreicht nftd. damit die Er- Wartungen, die man arch diesmal auf die genossenschastllche D-rbeorbrit setzt, zum Ruhm deS deutschen Genossenschafts­wesens nicht nur erfüllt, sondern überttcffen wenden. Der Kursus ist auf den 3. Avril, vormittags 11 Uhr- beginnend. nach WreSb.rden in den Sitzungssaal der GencssenschaftSbank für Hessen-Nassau, Moritzstraße 29, berufen. Au; der Tages­ordnung sichen folgende Vorträge: Kriegsanleihezeichnungen, unsere ländlichen Kreditgenossenschaften ^Derbandsdirektor Petitjean); Krteesar.leilre-Sparkasscnbücher, Anteilzeichnun­gen und dre Kriegsanleihe-Versicherung der Naffauffchen Lebensverfich»rungSanstalt (VerbandSrevisor Dr. Ehelius); Kr'egsanleihe-ZeicknungSarbeit (Bankbevollmächtigter Marx;.; Depotgesetzlicbe Bcstimmungen und Abrechnung sowie Ber- büchung der Kriegsanleihen (Verb rndsrevisor Kromcz).

Der Gcmiisegärtnervcrein für Wiesbaden und Um­gegend teilt rnS mit:Das von den hier ansässigen Händ­lern aus dem Wochenmirkt oufgekaufte Gemüse und Obst wurde bis vor kurzer Zeit von dm Gemüsegärtnern kosten­los abgefahren Da diese undankbare Arbeit sehr zeitraubend und kostspielig ist, lehnen alle Gemüsegärtner Wiesbadens und der Umgegend, wie sie im Anzeigenteil dieses Wattes bekanntgeben, für die Zukunft jeden Transport ob. Der Mangel an geschultem Personal zwingt die Inhaber der Gärt­nereien d:e ganze Arbeitszeit und alle Arbeitskräfte nur zum Besten der Volksernährung emzusetzen."

Wiesbadener Adreßbuch. Der Verleg deS Wies­badener Adreßbuchs hat soeben den Hcuseigenlümern und Verwaltern die HauSlfften für den Jahrgang 1917, die nun­mehr die alleinige Grundlage zur Aufnahme der Namen im Wiesbadener Adreßbuch b'lden, zur Verteilung an die HauS- ha-ltungsvorstänie zugehen lassen. Es ist dringend geboten, daß die Haushaltungsvorstände die Listen persönlich a u s f ü l l e n, weil nur dadurch die genaue Schreibweise oe5 Namens verbürgt wird, und weil nur auf diese Weise die Wünsche der Eintragenden (Zusätze zur Berufs- oder Sian- desbrzeichnung, Anzale der Sprechstunden usw.) zuverlässig erftrllt werden können. Auch diejenigen Gewerbetreibenden, die keine besondere Eintragung Starte für ihr Gewerbe er­halten haben, mögen auf dr« Äusfülluny der Rubriken in der Hauslsste genau achten, zumal diese Angaben auch für die Ausnahme im Gewerbenachu-eis benutzt werden. Die Ab­holung der Listen beginnt bereits am 2. April, weshalb sofor tiges Ausfüllen der Lffte angezeigt erscheint.

Sommerpflege armer Kinder. Die Mitglieder­versammlung desWiesbadener Vereins für Sommen- pflege armer Kinder" fand in der letzten Woche unter zahl­reicher Beteiligung statt. Der Vorsitzende Herr LandeShaupt- stuuta mxM des Uw Frau Dr. Äetej b Ausinn-