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ettte 4. Freirog. 23. DiLrz 1917.

jetzt im russischen Reiche vorhanden sind. (Lachen und Pfuirufe.)

Abg. Leube (Vpt.): Die radikalen Sozialisten haben

rrichts gelernt.

Durch solche Rede» wird der Krieg nicht beendet.

Das Kapitel Reichsgesundheitsamt wird bewilligt; ebenso nach unwesentlicher Debatte das Kapitel Reichsversiche- , r u n g § a m t.

j Beim Kapitel: Auffichtsamt für Privatversiche- ! r u n g wird ein Antrag des Abg. Hildenbrand (Soz.) Zu- jrückgewiesen.

Die Beratung der einmaligen Ausgaben wird vor der Beratung der zum Kanalwesen gestellten Anträge vertagt.

Es entspinnt »ich eine längere Geschäftsordnungsdebatte.

Der Abg. List-Eßlingen (natl.) fragt nach den Ursachen,

warum fünf große Berliner Blätter die gestrige Rede des Staatssekretärs Helfferich nicht gebracht haben.

Die Begründung, daß ein Papier in a n g e l bestehe, sei dcch nur ein Vorwand.

Staatssekretär Helfferich: Die Knappheit in Zeitungs­papier hat es notwendig gemacht, eine Organisation zu schaffen und die Papi erlief: rangen zu kontingentieren. Daß nicht alle zufciedenqeftellt werden konnten, ist selbstver­ständlich. Tie Papiecwirtschaftsstelle ist keineswegs eng­herzig verfahren. In der letzten Zeit sind weitere Wünsche an uns herangetreten und diese sind entschieden worden. Die Antwort lag dem Reichskanzler zur Unterschrift vor, als diese Notiz in den Blättern erschien. Von zweien dieser Blätter 'war ein Mehrbedarf angemeldet worden, die anderen hittten einen solchen nicht ar gemeldet. Die Entscheidung iiird getroffen, unabhängig davon, ob meine Rede ge­druckt wird oder nicht.

Abg. Gröber (Zentr.): Nach diesen intereffanten Mit­teilungen haben sich fünf große Zeitungen die Befugnis her- anspenommen, eine in diesem Hc-use gehaltene Rede zu st r e i ch e n Es ist dies ein Vorgang von eventuell großer Tragweite, wenn damit ein Druck ansgeübt werden soll. Doppelt folgenschwer ist der Vorgang, wenn damit ein Druck auf die Provinzpresse ausgeübt wird. Wir boffen, daß sich ein solcher Vorgang nicht wiederholt.

Abg. Schiffer lnatl): Der Vorgang trifft nicht nur den Staatssekretär, sondern auch den Reichstag. Er ist der Preise nicht würdig und entspricht nicht der Verant­wortlichkeit, die die Presse dem Reichstag gegenüber hat.

Zwistigkeiten mit amtlichen Stellen dürfen nicht auf Gunsten der Allgemeinheit ausgctragen werden.

Das ist nicht vereinbar mit den Ausgaben der Presse. Ich bedauere diesen Mißbrauch der Macht.

Ähnlich äußern sich die Vertreter aller anderen Parteien.

Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr. Aus der Tagesordnung stehen eine Anfrage, das Kaligesetz und die Fortsetzung der heutigen Tagesordnung. Schluß 8 Uhr.

Die Boykottierung Dr. Helfferichs durch einige Berliner Zeitungen.

I<. Berlin, 23. März. tEig. Meldung, zb.) Die großen Berliner Zeitungen, welche .wegen Papiermangels" die große Etaisrede des Staatssekretärs Dr. Helfferich nicht gebracht hatten, enthalten heute kein Wort von der gestrigen großen Aussprache über den Zwischenfall im Reichstag. Eine Er­klärung der Verleger soll bevor stehen.

Die 6. Kriegsanleihe ist der Kraftbeweis des deutschen Volkes.

fttis Staöt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

A 6. Kriegsanleihe. Zur Förderung der kleineren und kleinsten Zeichnungen, der sogenannten S a m m e l - Zeich­nungen, die bereits bei den früheren Anleihen in den Schulen mit Erfolg veranstaltet worden sind, gibt d'e Nassau ische Sparkasse zur 6. Kriegsanleihe Anteil­scheine zu 1, 2, 5, 10 und 20 M. in B l o ck s von 20 Stück her- ( 1112 . Nach den jedem einzelnen Schein aufgedruckten Be­dingungen wird dem Inhaber eine Sprozeniige Verzinsung des einzuzahlenden Betrags bis zu 3 Jahren nach Beendigung des Kriegszustandes zugesichert, alsdann erfolgt die Rückzah­lung des eingezahlten Betrags bezw. die Weiterverzinsung zu 3% Prozent. Die Anteilscheine sollen nicht nur in Schulen, sondern auch in Vereinen, Fabriken, Geschäftshäusern abge- seht werden. Merkblätter sind bei den sämtlichen Geschäfts­stellen der Nassauiscben Landesbink und S.parkasse erhältlich, in Wiesbaden jedoch nur im Landesbankgebäude. Rheinstr. 44.

Osterverkehr. Die 'Eisenbahnen dienen gegenwärtig in erster Linie der Kriegssührung. Zu Ostern werden für den Personenverkehr nur die fahrplanmäßigen Züge befördert. Reisende, die in Liesen Zügen keinen Platz finden, müssen Zurückbleiben. Für jeden, der nicht reisen mutz, st es vaterländische Pflicht, hierauf zu verzichten.

Ablieferung von Fahrradbereifung. Bei der jetzt im Gang befindlichen Enteignung der Fahrradbereifung stellt sich heraus, 'daß immer noch unangemeldete Bereifungen vom Publikum zu rückgehalten werden, insbesondere auch soge­nannte Reservebereiftingen für Fahrräder, deren Benutzung genehmigt ist. Es wivd daher wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß alle Fahrradbereifungen mit alleiniger Aus­nahme eines Satzes für polizeilich genehmigte Fahrräder noch in dieser Woche abgeliefert werden müssen.

Fischvcrordnnng. Der M a g i st r a t veröffentlicht im Anseigenteil eineVerordnung über die Regelung des Ver­kaufs vor: Fischen". Die getroffenen Bestimmungen, die sich nur auf frische Seefische und geräucherte Fische be­ziehen, werden allseitiger genauer Beachtung empfohlen.

Tie Sprotten- und Heriugsfänge in der Elbmündung haben in der verflossenen Woche zum erstenmal seit ihrer diesmaligen Aufnahme Aussichten, daß die Fangevgiebigkmt sich für die nächste Zeit auf gleicher Höhe holten wird. -- Erwähnt sei hierbei noch. daß auch die Mujchelfischerei sich «denfalls sehr ergiebig erweist.

_ Wiesbadener Taablatt. _

Höchstpreise für Eichenrinde und Fichtenrinde. Am

20. März ist eine Bekanntmachung in Kraft getreten, durch die die bisherige Bekanntmachung, betreffend Höchstpreise für Eichenrinde, Fichtenrinde und zur Gerbstoffaewinnung geeignetes Kastaiiienholz, vom 45. Februar 1916, aufgehoben worden ist und gleichzeitig andere Höchstpreise für die ge­nannten Gegenstände angeordnet werden. Die neue Be­kanntmachung unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von den bisherigen Bestimmungen. Die Höchstpreise für Eichen­rinde sind nach dem Alter and diejenigen für das Holz der zahmen Kastanie nach der Stärke abgestuft. Alle Preise sind frei Eisenbahnwaggon oder Schiff der Verladestation oder, falls die Anlieferung durch Fuhrwerk erfolgt, frei Lager des Käufers berechnet. Für den Fall, daß der Verkauf frei- fuhrplotz cm 'GewinnungSort erfolgt, sind bestimmte Abschläge von den Höchstpreisen festgesetzt. Über die Feststellung der Menge der verkauften Ware sowie über sonstige Vertrags­und Zahlungsbedingungen sind eine größere Anzahl Einzel­bestimmungen getroffen worden. Der Wortlaut der Bekannt­machung ist in den Amtsblättern einzusehen. Außerdem wird jeder Käufer zur Führung eines Lagerbuchs verpflichtet.

Die Preußische Verlustliste Nr. 289 liegt mit den Säch­sischen Verlustlisten Nr. 393 und 394 und der Württembergi- schen Verlustliste Nr. 651 in der Tagblattschalterhalle (AuS- kunftSsckalter links) sowie in der Zweigstelle Bismarckrinz 19 zur Einsichtnahme auf.

Kleine Notizen. Bei dem Kriegsabend, der am 25. März im Saalbau derTurngesellschaft" stottfindet, wir­ken Frau Volk (Gesang), Fräulein Hertha Arndt (Geige) und der Chor der städtischen Oberrealschule unter Leitung des Herrn Würges mit. Dos Tagesheim für berufs­tätige Frauen und Mädchen wind jetzt wieder regel­mäßig geöffnet sein und die Kurse werden ihren Anfang nehmen.

vorberfchte Aber Kunst, vortrstge und verwandte».

* Konzert Das Konzert von Frau Dr. Hans-Zoepffel muß infolge schwerer Erkrankung des Gatten im Feld ver­schöbe u werden.

Wiesbadener Vergnügungs-Sühnen und Lichtlpiel«.

* Thaliatheatcr. Ab h 'utc gelangt der n e u e Film der Henny-Pvrten-EerieD:e Ehe der Luise Rohrbach" zur Erst­aufführung. Den heiteren Teil beitreitet das stimmungsvolle ZeitbildDer feldgraue Groschen", inszeniert von Georg Jaccbh. Außerdem wird ein Ausflug noch Dresden und sein? Umgebung und die neueste Eikowoche vorgeführt.

Gerichtssaal.

Fc. Übermäßiger Gewinn beim Suppenwürfelhandel.

Frau Marie Hausmann begann im September v. I. den Großhandel in Suppenwürfeln, vergaß aber, das Gewerbe an- zumelden. Als Pack- und Versandraum benutzte sie die Küche. Sie kaufte da? Tausend der Würfel zu 15 M. ein und verkaufte es zu 19,60 M Der monatliche Umsatz betrug 50 000 Würfel. Nach Abzug der Unki'sten batte sie nach Ser Auffassung von Sachverständigen einen monatlichen Rein­gewinn von 16 Prozent. Dieser Gewinn sei ein übermäß-- ger, da es sich um ein Enarosgeschäft gehandelt hibe. Das Wiesbadener Schöffengericht verurteilte die Angeklagte wegen Nichtanmeldung des Geschäfts und Erzielung übermäßigen Gewinns zu 100 M. Geldstrafe.

Handel steil.

Dresdner Bank.

Über das überaus günstige Ergebnis dieser bekanntlich in Wiesbaden eine Niederlassung unterhaltenden Berliner Großbank aus einem von 24.98 Mill M. auf 30.83 Mill. M gestiegenen Reinngwinn eine um 214 Prozent auf 814 Pro­zent erhöhte Dividende haben wir bereits in unserer heutigen Morgenausgabe berichtet. Wir tragen über die Bilanz des Instituts noch folgendes nach:

Es werden folgende Vermögenswerte ausgewiesen: Barbestand, einschließlich Guthaben bei Noten- und Ab- rerhnungsba'iken, Sorten und Zinsscheine 206 549 107 M. (139883116 M.j. Wechsel und unverzinsliche Schatz­anweisungen des Reiches und der Bundesstaaten 707 985 54i Mark (352 086 269 M.), Guthaben bei Banken und Bankiers 86 628 702 M (65 886 918 M.) in Kost genommene und be­lieben e börsengängige Wertpapiere 176 492 780 M. (149 531 808 M.), Vorschüsse auf Waren und Waren-Ver- schiffungen 8 277 224 M. (7 925 428 M.), davon 5852 757 M. gedeckt dauernde Beteiligung bei Banken 36 833 986 M, (38 505 142 M.), Anleihen des Reiehs und der Bundesstaaten 30 929 035 M (33 487 368 M.), sonstige Wertpapiere 24 425 782 M. (31 554 109), durch börsengängige W ertpapiere gedeckte 4 usrtände 353 044 110M., durch sonstigeSieherheiten gedeckte 159177 314 M., zusammen 512 221 424 M.

(477 336 868 M.), ungedeckte Forderungen 223 812 599 M. (171 374 283 M.) Beteiligung art Gemeinschaftsgeschäften 54 550 125 M. (59 616 026 M.), Bankgebäude 31 694 859 M (31 014 244 M.), sonstige Grundstücke 1 920 614 M. (1 855 521 M), Einrichtung 242 466 M (183 6647 M.), Wert­papiere des Ruhegehaltsbestands 4 742 823 M. (4 5/1 757 ft}.), der Kön ig-Friedrich-August-Stiftung 100092 M. (100 092 M.) der Geo'g-Ärnstaedt-Stiftung 146 850 M. (unverändert), Ver­rechnung der Hauptstelle und der auswärtigen Abteilungen mit der Niederlassung in London 19 266 444 M. (10 796 455 Markst

Unter den Verbindlichkeiten stehen folgende Posten: Aktienkapital unverändert mit 200 000 000 M., Rück­lage A unverändert mit 51 000 000 M., Rücklage B unver­ändert mit 10 000 000 M., Talonsteuer-Rückiage 1 040 000 M. (840 000 M.), Akzepte und Schecks 68 925 248 M. (92 313 793 Markst eigene Verpflichtungen der Bank 14 242 392 M. (495 935 M.st seitens der Kundschaft bei Dritten benutzte Kredite 8 433 202 M. (2 719 860 M.st Guthaben deutscher Ban­ken und Banluirmen 88 033 323 M. (Si 832 697 M.st Einlagen auf gebührenfreier Rechnung 595 917 505 M. (416 004 313 M.), und zwar innerhalb 7 Tagen fällige 306107 590 M. (257 091 878 M.st darüber hinaus bis zu 3 Monaten fällige 188 890 351 M (104 342 982 M.st nach 3 Monaten fällige 1(1.919 564 M (53 909 653 M., ferner sonstige Buchschulden 1 058 200 359 M. (691 748 967 M.st und zwar innerhalb sieben Tagen fällige 546 894 476 M. (427 242 471 M.st darüber hinaus bin zu 3 Monaten fällige 411 529 485 M. (228 386 192 M.), nach 8 Monaten fällige 99 776 397 M. (36120 304 M.st

Außerdem werden noch vor der Linie 98 232 019 M. (73 078 597 M) Avale und Bürgschaften ausgewieaeo.

Abend-Ausgabe. Erstes Blatt. Nr. 151.

Amt iche Devisenkurse in Deutschland. W.T.-B. Berlin, 13. März. (Drahtberictit.) Telegra­ph isc he A u sza hl u ngen für:

New-York. 5.52 G. Mk. 5.54 B. für I Dollar

Holland. 241.75 G. « 242.25 8. - 100 Gulden

Dänemark. 166.00 G. « 166.50 B. « 100 Kronen

Schweden. 173.75 G. < 174.25 B. « 100 Kronen

Norwegen ...... 168.75 G. « 169.25 B. c 100 Kronen

Schweiz.119.87 G. - 120.13 B. . 100 Francs

Oesterreich-Ungarn . 64.20 G. « 64.30 B. < 100 Kronen

Bulgarien. 79.63 G. « 80.63 B. « 100 Lewa

Konstantinopel . . . 20.50 G. « 20.60 B. « 1 türk. Pfd.

Spanien. 125.50 G. « 126.50 B. « 100 Pesetas

Ausländische Wechselkurse.

w. Amsterdam, 22. März. Wechsel* auf Berlin 39.07% (zvlelzt 39.07V.'), auf Wien 24.75 (24 80), auf die Schweiz 49.15 (49151. auf Kopenhagen 71.02% (71.02%), aul Stock­holm 73.85 (73-35), auf New York 247.25 (247.00), auf Lon- d en 11.7 8% (11.79), auf Paris 42.40 (42.40).

Banken und Geldmarkt,

$ Natioialbank für Deutschland in Berlin. Berlin,

22. März. In der ordentlichen Hauptversammlung unter dem Vohrsitz des Geh. Regierungsrats Richard Wifling (Berlin) wurde der Jahresabschluß einstimmig genehmigt Die Dividende auf 4% Prozent (i. V. 4 Prozent) festgesetzt] ^ und der Verwaltung Entlastung erteilt. Die der Reihe nach' aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder, nämlich Bergrat Heinrich Kost (Wiesbaden) und General­direktor Dr.-Ing. Max Meier (Bismarckhütte), hat die Ver­sammlung wieder gewählt. Ferner hat sie beschlossen, die Zahl der Mitglieder des Aufsiehstrats von 16 auf 17 Mit­glieder zu erhöhen Auf Antrag der Verwaltung wurde Generaldirektor Paul Rickmers (Hamburg) neu gewählt.

w. Diskontermäßiguug der Bank von Spanien. Madrid, 22. März Die Bank von Spanien ermäßigte den Diskontsatz j auf 4 Prozent (bisher 4 % Prozent).

Industrie und Handel.

* Die Löhnberger Mühle A.-G in Niederlahnsten j schlägt 8 Prozent Dividende (wie im Vorjahre) vor.

* Unveränderte Richtpreise im Kohlen Syndikat. Die pestiige Versammlung der Zechenbesitzer beschloß auf den Antrag des Ausschusses F. mit überwiegender Mehrheit, die Richtpreise für den Monat April unverändert bestehen zu lassen und setzte die Beteiligungsanteile für März und April in der bisherigen Höhe fest. ZuGeschäftliches" ist zu erwähnen, daß das Rheinisch-Westfälische Kohlensyndikai, auf die 6. Kriegsanleihe wieder 40 Millionen Mark zeichnete (bisher insgesamt 115 Millionen Mark) und dem Rote Kreuz eine weitere Zuwendung von 100 000 M. machen wird. ;

* Die Bochumer Bergwerk-Gesellschaft bringt 5 Prozent' Dividende (i V. 0) in Vorschlag.

*T)ie A.-G. für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stollberg bringt 10 Prozent Dividende in Vorschlag.

* Die Vorwohler Fortland-Zement-Fabrik A.-G. schlägt 6 ff V. 5) Prozent Dividende vor.

* Die Vor. Thüringischen Salinenwerke schlagen 4 Pro­zent (i V. 3 Äs Prozent) Dividende vor.

Letzte OraHtberichte.

zranzösijche Vorstöße im Westen i gescheitert.

Zunehmende Artillerietäti^keit in Flandern.

Der Tagesbericht vom 23. März.

W.T.-B. Großes Hauptquartier, 23. März. (Amtlich.)

Westlicher Ki-ieqtzschaiiplkitr.

Infolge mehrerer Vorstöße eigener und feindlicher Er- kundungsabteilunqen nahm an der flandrischen Front und im Arras Abschnitt zeitweilig dir Artillerietittigkeit zu. Ein« Anzahl Gefangener ist dort in unserer Hand geblieben.

Französische Truppen, die beiderseits von St. Simm über den Somme-Crozat-Kanal gegangen waren, sind duni Angriff gegen und über diese Abschnitte znrückgeworsen wor­den. Der Feind erlitt blutige Verluste und büßte 230 Ge­fangene und mehrere Maschinengewehre und Fahrzeuge ein.

Zwischen Oise und Aisne enffvannen sich in den Abens- stunden Gefechte westlich und südlich von Margival. Angriffe starker französischer Kräfte ünd durch Feuer und im Gegen­stoß verlustreich abgeschlagen worden. Nnseve Artillerie fanh außerhalb dieses Kampffeldes lohnende Ziele in Truppen­ansammlungen und Bewegungen.

Im Walde von La Bille - aux - Bois ist ein nach starte« Feuer einsetzendrr französischer Borstoß gescheitert.

Bei Watronville i» der Woevre-Ebene brachte ein eigenes Unternehmen 12 Gefangene und 2 Maschinengewehre ei».

Kfienssrffauplay.

Keine größeren Kampfhandlungen.

Mazedonische Front.

Bis auf einen frhlgeschlagenenTeisangriff in der See>tz enge und Stöeungsfeuer verhielt sich der Franzose bei Monastir ruhig.

Eines unserer Luftschiffe hat in der Nacht vom 20. zu« 21. März englische Anlagen bei Mndros auf der Insel Le«- nos wirkungsvoll mit Bomben beworfen und ist unversehrt i* seinen Hafen zurückgetkhrt.

Der erste Grneralqnnrtiermeister: Ludendorsf.

Wtervoraussa?e für Samstag 24. März nt7

VMttfo? Meteorologischen Abteilung des Physika! Vereins so Frankfurt e.H*

Meist heiter und trocken, Nachtfrost, tagsüber ziemlich warm.

Wasserstani des Rheins

am 22. März

Bietrlgt. Fekel: 1 57 n * 1 ?«» 1.58 n an tjeatri^ea Vormittag

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«eraiimortlich für denriche Politik; B. He zerborst: sür SluSlanosooi«": v> phil K. eturm; füi den Unterhalmnasieil; B «. Nauen dort ** Nachrichten aus Wiesbaoen und den Nachbardezirken. I B. Diefenbach: für s I Ichiti-al H. Diefenbach; für soori Uno Lustiabn. IN C Losacker: tai «ermnch.es und den Briefkasten C Losacker;> den Handelsreil W ck». . tur die Anzeigen und Reklamen H. D o r n a u f; iamNich in -a-iesbaden Druck «ld «erlag der L Schelienberg'ichen Hof-Buchbruckerei in L>>e»da»«S-

KorechAmde der Schrtilleinm,: u tu l Utzr. >