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„TagbialthauS".

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ums

SXÄ1SSÄÄ Berliner Abteilung

Anzeigen-Preis für

in einneiiliaier Satzform; ,,, -----

30 Big. sür alle auswärtigen Anzeigen;

Montag, 26. Zebruar 1917.

«zeigen; 30 Psg. sür alle auswärtigen Anzeigen. ^ ^uch besonderer Berechnung. -

Bei'w'iLvL'Lns'nahm-^°n"n°°-änL.-7An,°kg-'n"in luLu Zwischenräumen ent,-rechender Nachlaß

———————— —»gr die Ausnahine von Anzeige» an vorgeschriebenen

des Wiesbadener Tagblntts: Aer^ V.' B-tsdnmer Str.121 X. F-rnspr. - A mt Lntzew 6202 «. 6203. -agen und P.ägen wird .-in. Gewähr nvermnn men,

Nr. 104. . 65. Jahrgang.

Kbend-klusgabe

Der Tauchbootkrieg.

Unsere U-Vootsbeute im Januar.

(Don unserer Berliner Abteilung.»

L. Berlin. 26. Febr. (Eig. Drahtbericht, zb.) Die in d-r heutigen Meldung unseres Admiralstabs gegebenen Zahlen

sind ein neues Zeichen der Beutezrffer des Unter^

eekreu-zerlriegs. Gegen 480 500 Tonnen nn Mona Dezember 1916 wurden 439 500 Tonnen 'm Mona Januar 1917 versenkt. Am besten erkennt man das gewalbge Anwachsen der feindlichen Verluste in dem Vergleich mck d m Vor i a h r. Das Resultat der zwei Monate Januar-Februar 1916 von 238 000 Tonnen versenkten Schiffsraums wurd durch das Ergebnis allein des ersten Monats>1917 rm |201 500 Tonnen überholt. Alle diese Erfolge !der Zeit errungen, in der die Tätigkeit der - lWarnungen jeden einzelnen Schiffes eingeschran

»tan Unterseebootskrieg. Was uns der oCw Vwnat viele, »neuen Kan^pfperiode bringen wird, dürste sich nicht allem -n neueii gewaltigeren Verlustzrffern ausdrucken, feine Wmrung tchll ja vor allem eine negative sein. d.h.d,e neutralen Reeoe- -eien sollen veranlagt werden, ihre Schiffz uru;ckzuh c u- 7n Werden wir daher in der nächsten Zeit auch der We.t

Staaten verhängnisvoll fern werden, und das ist für nns das wesentlichste.

Versenkt!

Bern. 25. Febr. Es wird die «ersehn« des schwem- 'schen Dampfers ..Manningham (1388 Bruttoreg,sie. Len) und des französischen Schoners ' „S a i n t Sauveur" (168 Bruttoregistertonnen) gemeldet.

Gewaltige Aufregung in der City von London; -

W T.-B. Rotterdam, 24. Febr. „Manchester lRnardian" meldet aus London, daß gestern IN der Citri eine Au^reaung herrschte wie an einem Tage., an Sm ein sechationelles Budget erwartet wird Vie e Handelszweige hätten völlig. Mgelegen. brs das^lrgs^

bekannt geworden sei. Tie L a jgmt

laufen worden, vor allem nach Tee. Kaffee, -wem

Leitartikel schreibt der ..Manchester Guardian", die Mitteilnna Ll°hd Ge°r ges s er ernst. über durch die Umstände gerechtfertigt. Da» Blatt ver l^nat dab kein einziger Landarbeiter dem ^andbau entzogen welwe^ und daß das Amt des Lebensmittel- !kont?olleurs mit dem Ackerbauamt vereinigt „werde. Fstr die Bierbrauerei sollten ganz neue emlchrankende Bestimmungen erlassen weroen. um den ^Kreide vvm-i-at für einen Monat auf diele -leere zu t° v “ % e ^t überlaste man den Brauereien eme Llid-menÄ dk dem Erford°rnis dÄ Lmd« ,»r fünf Wochen entspreche.

Das beginnende groffe Zähneklappern in Cnaland.

in England.

Wiener Pressestimmen zur letzten Rede Lloyd Georges

W. T.-B. Wien. 24. Febr. Die Blätter stellen fest, dag die Rede Llcyd Georges über den Tauchbcotkrreg bereits besten starke Wirwr-gen scwrhl in politischer als materieller Beziehung erkennen laste. Die ..Reichspost' nennt sie t n s veainnende große Zähneklappern, Ls f<- Laute. wie sie seit MenschengedSnken picht über den Kanal berüber in die Welt gedrungen feien. — Das J eu t STenee Abendblatt" schreibt: Welch em Unt^schred Zwischen den Mitteilungen des Staatssekretärs Grafen Roedern im deutschen Reichstag und der von schwerei Sorgen angefüllten Rede Lloyd Georges! H'-r^ Krafl und^ berechtigte Zuversicht, dort die Notwendigkeit, br- sckämende Eil geftändniffe von Not und Sorgen abzulegen, chin Neue Freie Presse" sagt: Die Rede macht de Eindruck eines unsicheren Tastens und schwerer Belastung. Der Übermut, der dos gänzliche Niederschlagen ankllndigte imd die verletzende Frechheit m Inhalt und Form bei der Antwort auf das Friedensangebot sind verflogen.

Der unzweideutige Veweis der schweren englischen Besorgnisse.

Ei« schweizerisches Urteil über die Rede Lloyd Georges.

W T.-B. Bern. 25. Febr. Das Berner „Intelligenz- blatt" schreibt zur Rede vcn Lloyd George: Wie ein Donner­schlag muhten die dürren, jeder Ausschmückung baren Dar- lL gen in England und den alliierten Landern wirken. Au-., ihne/geht unzweideutig hervor, daß England den furcht- baren Ernst der Unterseebootsdrohung mcqt

verkermt Sic belegen die Behauptungen der deutschen Staatsmänner, nach welchen die Verproviantierung von Eng­land durch die verschärfte Tauchbootsperre auf das schwerst gefäbrdet werde, mit beweiskräftigen Argumenten, ^n oen nächsten Moncten wird sich erw eisen, ob die von der eng- lischen Regierung in Aussicht genommenen Maßnahmen hin-

reichen, den Touchbcotkrieg unwirksam zu gestalten. Bis zu diesem Zeitpunkt wird, das darf mit einiger Sicherheit an­genommen werden, das englische Volk sich .... * schränknngen in der Lebenshaltung auferlegen muffe.', die denjenigen, biß das deutsche Volk sich feit Jahr und --ag auferlegt, an Scharfe nicht nachstehen.

Lloyd Georges geplante Einfuhrersparnis nur gleich einem Vronatsergrbnis unserer . Unterseeboote.

— Berlin, 26. Febr. (zb.) Zu Lloyd Georges neuester Rede heißt es- im „L.-A.": Auf nicht mehr als auf eme

Einfuhrersparnis von 900000 Tonnen ^bzrfs^c Lloyd George das, was England in einem JÄre oet un* schränkung erreichen werde. 900 000 Gewichrotonnen Güter, wie sie durch die neuen Einfuhrverbote kunptig nicht mehr die englische HandelStor.ucge belasten, finden tatsächlich bequem Platz in einer Raumtonnenmenge, wie fie un^.e Unterseeboote in den letzten Monaten vor der Per- schärfung des Unterseebvotskr,eges allmonatlich ver­senkten.

Die immer ernster werdende Besorgnis in Frankreich.

W T.-B. Bern. 24. Febr. Bei der Besprechung der Er­klärungen C a r s o n s versucht die französische Presse tm all­gemeinen. die Wirksamkeit der Schutzmaßn^men.als ge­nügend hinzustellen; kurze Absätze zahlreicher Artikel darüber lassen jedoch die immer e r n st e r w e r d e n d e B e s o r: 8 n 1 3 erkennen. So bemerkt „Temps" gelegentlich, die deutsche Drohung sei nicht nur nicht wirkungslos. Indern sogar mörderisch. — „Figaro" gibt zu. daß die Verschärfung des Unterseebootskrieges immerhin eine E i n w r r k u n g auf die Schiffsbewegungen habe. — Andere Stimmen machen ausdrücklich auf den Ernst der durch den Unterseebootskrieg geschaffenen Lage aufmerksam. „Information erklärt rund- wem der deutsche Unterfeebootskrieg habe bereits Me Ein­stellung der amerikanischen Ausfuhr zur bkolge ge­habt. — Auf einer anderen Seite des gleichen Blattes schremt der Abgeordnete in der Parlamentarismen Marmekommlyion B e r g e o n. man habe schon früher in Frankreich auf die Unterseeboctsgefahr aufmerksam gemacht., die ^ zuständigen Stellen hätten jedcch diesen Forderungen kein Gehör gefchenkt. Die Öffentlichkeit, die bisher gleichgültig geblieben sei. fei nun plötzlich unruhig geworden, weil ihre Bequemlichkeit in Frage gestellt werde. Harte Einschränkungen lasteten auf ihr imd man verlange dringend, davon befreit zu werden. Man fange allnmhlich an. einzusehen, welche Rolle der Verlust des Schiffsraumes in diesem Kriege spiele. — Auch C l e nt e n c e a u läßt sich heute in gleichem Sinne ver­nehmen. Er schreibt, trotz aller von England getroffenen wirksamen Maßregeln dürfe man nicht erwarten, daß der Unterseebortskrieg nicht den Allnerten bedeutenden Schaden zufirgen werde Die Lebensmittelkarte sei die erste Wariwi.g. Man müsse abwarten. auf welcher Serie der

Sckxrden größer sein werde. . ..

fT.B Bern. 25. Febr. (Drahtbericht.) Die krlti;che wirtschaftliche Lage Frankreichs wird von ^verschiedenen Blättern im engen Zusammenhang mit dem Unterseeboots- kriea betrachtet. „L'Oeuvre" und andere betonen besonders, daß ü folge des- Ul-terseebcotskri-eges dre Getr e rd e ern- fnhr dieses Jahr noch schwächer ausfallen werde. Man müsse diesen Arsfall unbedingt durch starken Anbau in Frankreich ersetzen.

Verblüfftes Schweigen in Italien.

— Berlin, 26. Febr. (zb.) Die nreisten italienischen Blätter schweigen, wie der „L.-A." berichtet, vor der Offen­heit, mit der Lloyd George das mißliche Brld der Lage der Entente enthüllte, in verblüffender Weise.

Rußland durch die Unterseeboote von der Entente ganz abgeschnittru.

Br. Wien. 26. Febr. (zb.) Wie polnische Blätter aus Lemberg berichte», ist zwischen Rußland und den Entente­ländern durck den Unterseebootskrieg der Personen-, Brief- ! und Frachtverkehr gänzlich eingestellt.

I *

Vor der Ankunft der amerikanischen Ver­suchsschisse ..Orleans" und „Rochester rn Bordeaux?

Br. Genf, 26. Febr. (Eig. Drahtbericht, zb.) Aus Bordeaux wird dem „Mrtin" gemeldet, daß man m den nächsten Stunden bereits der Ankunft des amerika.-r'- schen Dampfers „Orleans" entgegensehe. „Rochester und „Orleans" unternahmen ihre Reise nach Europa auf dre per­sönliche Initiative der beiden Direktoren der Kerr Steam Ship Company.

Bis setzt haben die Reeder unter dein Eindruck -der Kata­strophe beschlossen, die für die Fahrt nach Nordamerrka be­reitliegenden Schisse nicht ausfahren zu lassen, bevor die nördliche Fahrstraße nicht alsa u s r et che n d sich er gilt. Schiffen, die unterwegs stnd. fft vorläufig der Befehl ge­worden. ihre Fahrt nicht fortzusetzen. So blerben dre von Indien hierhergehenden Schiffe vorläufig m Port Said.

Welche Schritte nun Holland ergreifen wird, darub.r sind die Zeitungen sehr zurückhaltend. Im allgemeinen wiro die Lage vom rein praktischen Standpunkt aus beurwi.t. ohne politische Allgemeinheiten, und w:e iM .TubanNo- -Fall wird überall die Hoffnung ausgesprochen, daß Z^utschland Holland den - so notwendigen verlorenen F rächt rau in in natura wieder zur Berfüzang stellt, was )a geschehen kann, ohne daß damit der rechtlichen Erledigung der ganzen Sache vorgegriffen wird, Ein Amsterdamer Blatt bringt v- reits eine Aufforderung, daß bie offizielle Erm sprach, Hollands gegen die Versenkung der Schiffe diesen Erscktz m Anspruch nehmen werde.

Die gerettete« Mannschaften der versenkten holländischen Schiffe.

Br. Amsterdam, 26. Febr. (zb.) „Handelsblad' b>> richtet aus London: Bis jetzt sind 400 Mann der ver enku. holländischen Schiffe in London angekrmmen. wo ste aus Ge­legenheit warten, zurückzukehren.

Noch englischer Hohn.dazu'.

Br. Rotterdam. 26. Febr. (zb.) Reuter meldet, man ser in England der Ansicht, daß die holländischen Schisse, indem

sie zusammen und mit a ng e zündeten Licht, rn

fuhren, den Ar griff geradezu heraus f o r b e r t e n. Waren sie gefahren wie die englischen Schiffe, so wurden sie ebenso'sicher durchgekommen sern wie die meisten von drei en. Diese höhnische Prahlerei dürfte, so schreibt der „B. L.-u. . in Holland auch nicht gerade freundlich ausgenommen werden.

Zwei Dampfer infolge Nebels gescheitert, w T-B Bern, 26. Febr. Pariser Blätter melden auL Laterre- Infolge dichten Nebels sind der englffche Po,t- dampser -..North Western Eiller" (6504 Bruttoregistertonnen) und der norwegische Dampfer „Snetoppen gescheitert.

Die im ganzen gefaßte Aufnahme der neuen ‘ Versenkungen in Holland.

- Berlin. 26. Febr. (zb.) Das „B. T." läßt sich aus dem Haag berichten, verschiedentlich, habe es aus Anlaß der Ver­senkung der holländischen Schiffe am Samstag ew'ge -eb- hafte Szenen gegeben, in denen sich dre Erregung Luft machte. Im ganzen ertrage Holland den schweren Schlag mit Fassung, und ohne Zweifel werde man unverwerl noch Mitteln suche», um die Sicherheit der Uberseeschtsf^chrt noch zu vergrößern.

Amerika in Verlegenheit.

O Berlin, 24. Febr.

Di' Versenkung eines amerikanischen Handelsschiffs durch 'ein österreichisches Unterseeboot gibt, wie vor eiuiaen Tagen aus Washington gemeldet wurde. Herrn Wilson keine Veranlassung zu schärferen Maßnahmen. Warum eigentlich nicht? Der Prastdenr der ten Staaten müßte doch aus dem Vorgänge du. 'Schluß folgernngen ziehen, die er uns zu wteverholwn Malen angekündigt hat, wenn ern amerlkanffcheo ^

Opfer eines deutschen Unterseebootes werden sollte. Man sieht. Wilson kann auch anders.. Drei Wochen dauert nun schon die verschärfte Seekriegsuhrung, aber Amerika ist über den Abbruch der dwlomattschen Be­ziehungen nicht hinausgekommen. Inzwischen- hat stch- die Sachlage in wichtigen Punkten verschoben. Wir meinen dies so: wenn Amerika unter der Unterbindung des Verkehrs mit unseren Feinden nicht empfindlich litte, dann würde man drüben (die blshecrge.Zurück­haltung beweist es) wohl nicht zu werteren Zeindselig- keiten" schreiten, sondern es bei dem Ausdruck der uns ja qenilgend gezeigten unfreundlichen Gesinnung be- wenden lassen Nun aber sind die Wirkungen des Urckerseebootskrieges so, stark, daß das amerikanische Geschäft darunter in einer von unS zwar vorher- aesehenen. in Amerika ie'bst aber kaum erwarteten Weise zii leiden hat. Die Schilderung der allgemeinen Stockung in den amerikanischen riafen und auf den Eisenbahnen gibt ein Bild äußerster Verwirrung, und es ist nach dies-n Darstellungen, die ia aus der unver- däckitiaen englischen und amerikanischen Quelle kom­men, gär kein Zweifel, daß das Wirtschaftsleben der Uniön^ einer beträchtlichen Zerrüttung entgegengeht. Waren es bis dahin nur drohende Worte, die wir von jenseits des Ozeans zu hören bekamen, und stand hin- ter diesen Drohungen nur der Wille, uns elnzuschuch- iurn io ist wie gesagt, dre Lage möglichen,alls sehr anders wenn die Amerikaner die Folgen unserer unge- hemmten Seekriegfirhrung am eigenen Leibe zu spuren bekommen, wie es jetzt bereits geschieht. Damit ruckt also die Möglichkeit näher, daß der Entschluß, zum Kriege, der bis zum 1. Februar nur vorste piegelt wurde und ernsthaft nicht bestanden Hatz durch dre Not und durch das Verlangen,' aus dieser Not heranszu- kommen, nun doch herbeiaeführt stnrd. Dw- »Iso ist das Neue in unserem Verhältnis zu den Vereinigten Staaten. Indem man das seststellt. ergibt sich aoer so- tzrt eine Betrachtung von gleicher oder vielmehr uber- raaender Wichtigkeit. Angenommen, daß . Herr Wilson, vorwärtsgedrängt durch lärmende Krreg-rufe. dw Feindseligkeiten gegen uns eröffnen und sich vom Kongreß die entsprechenden Vollmachten erteilen lassen-