Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Tagmi

21 13 Ausgaben. „T°göl«tch.us" Nr. «650-53.

,,SagW«rrti«i«Ä . Wv»]VHHlw| ^ ^ Bon 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, außer Sonntags,

Sckalter-HaLe geöffnet von 8 Uhr morgen« bt» 7 Uhr abend».

Be,ngs-Srei» für beide ' SonMajfc 81, ohne Brtngerl

mattfnna 18 iotvie vre Ä gabefteüen mit in den den»

_ UM. 1.— monatlich. Md ».- vierteljährlich durch den Verlag

..7, 4,05 vierteljährlich durch alle deutschen Bostanstalten. euSichstoßlich ,gen nehme» außerdem entgegen: in Wiesbaden die Zweigstelle Bis-

,_stellen in allen Tellen der Stadt: in Biebrich: die dortigen AuS-

batten Landotten und im Rhemgau di« betreffenden Lagbiatt-Träger,

Anzeiaen-Preis für die Zeile: 15 Psg, sür örtliche Anzeigen im „Arbeitsmar»" unt „Kletner »NMger in einheitlicher Satzform: La Psg, in daoon abweichender SatzauLsübrung, sowie sur alle ubetgen orlllchen Anzeigen: 8« Psg, sür alle auswättigen Anzeigen: 1 Ml, sür örtliche ReNamelllL MI, ft ir ausw ärtige Reklamen, «anze, halbe, drittel und viertel Seiten, durchlaufend, nach besonderer Bei wiederholter Ausnahme undertndetter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen e»th>rechend»r llaachlaß.

. ... „ _ „ _ . Für die Ausnahme von Anzeigen an vovaeschriebenen

die Abend-Ausg^^uhr Abteilung des Wiesbüdeuer Tagblatts: Berli» W., Potsdamer Str.121 L. Feruspr..- Amt Lutz»« 6262 «.6206. Lagen und Platzen wird ttt.e Bewähr Äo—«new,

Montag. 26. Sebruar,917. MorgeN-KUZgabE» Nr/103. . 6S. Jahrgang.

Mehrere Vorstöße der Engländer lei Ypern abgewiesen.

Ein französisches Luftschiff bei Saaralben zum Absturz gebracht. — In den Wald- karpathen ein russischer Angriff fehlge­schlagen.

ver Tagesbericht vom 23. Zebruar.

W.T.-B. Großes Hauptquartier, 25. gebt.

(Amtlich.)

Westlicher Krieqsschaublah

Südlich von Ypern, zwischen Armentieres und Arras, wurden mehrere, teilweise nach starkem Feuer einsetzende Vorstöße der Engländer abqewicseu.

Erkuuduaqsausträqe führten unsere Stoßtrupps !westlich von Li4vin bis tief in d,e feindliche Stellung, in der Gefangene gemacht und Zerstörungen vorge- nommen wurden. . ^ m

Im Sommegebiet war zcitwerlrg der Geschutz- >kampf lebhaft, vornehmlich zwischen Sailly und 'Bouchavesnes. .

Westlich von St. Mihiel blieben französische Unter­nehmungen erfolglos, eine eigeire. in mehr der Mosel izu gelegenen Waldaebieten brachte 12 Gefangene ein.

Bei Lusse am Wcsthanq der Vogesen holten unsere ! Stoßtrupp en 30 Mann auS der französischen Stellung.

In der Nacht vom 23. zum 24. Februar ist ein französisches Luftschiff durch Abwehrfeuer im Walde östlich von Saaralben brennend zum Absturz gebracht worden.

östlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Keine besonderen Ereignisse.

Front des Generalobersten Erzherzog Joseph.

Im Tatarenpaß im Nnrdteil der Waldkarpathcn schlug ein russischer Angriff fehl.

De! bcr

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen nnd an der

mazedonischen Front

ist die Lage bei geringer Borfeldtätigkeit unverändert.

Der erste Grneralquartiermeister: Ludendorfs.

»

Der deutsche Abendbericht vom 25. Februar.

W. T.-B. Berlin, 25. gebr., abends. (Amtlich.)

Keine wesentlichen Ereignisse.

Seit »riegsbeginn 4357500 Tonnen feindlicher handelsschiffsraum vernichtet.

W. T.-B. Berlin, 25. gebr. (Amtlich.) Im Monat Januar find 170 feindliche Handclsfahrzeuge von jinsgesamt 336 000 Brutto - Registertonnen durch Trügerische Maßnahmen der Mittelmächte verloren ge­gangen, davon sind 91 Fahrzeuge mit 245 000 Brutto- Registertonuen englisch. Außerdem sind 58 neutrale Handelsfahrzeuge mit 103 590 Brutto Registertonnen wegen Beförderung von Bannware zum Feinde ver­senkt worden. Der Monatsverlust beträgt also Insgesamt 228 Fahrzeuge mit 4395OO Brutto- Megistertonuen. Seit Kriegsbeginu sind somit '4357500 Brutto-Registertonnen feindlicher Handels schiffsraum verloren gegangen. Davon sind 3314 500 Brutto-Registertonnen englisch. Ferner sind von den Seestreitkräften der Mittelmächte 459 neutrale Schiffe mit 641006 Brutto-Registertonnen wegen Bannwarenbeförd erunq versenkt oder als Prisen ver­urteilt worden.

Der Chef des Admiralstabs.

Zur Versenkung der holländischen Schiffe.

Eirre Kvurerenz im Haag.

W. T.-B. Amsterdam, 24. gebr. Anläßlich der Ver­senkung der holländischen Schiffe fand heute nach­mittag im .Haag eine Konferenz der Re­gierung mit lwn Reedern statt. Die nieder­ländischen Schiffe, die noch in den Häfen liegen, wer den vorläufig nicht ausfahren. Die meisten nieder ländischen Reeder beabsichtigen, die Schisse, die in Rotterdam zur Ausfahrt nach Amerika bereit liegen, nicht fahren zu lasten. In Versicherungskreisen herrschte Heute früh vollständige Ratlosigkeit.

Eine Erklärung der holländischen Regierung uud eine deutsche Richtigstellung.

Br. Rotterdam, 25. gebr. (Eig. Drahtbericht, zb.) Eine amtliche Meldung der holländischen Regierung besagt: Als der unbeschränkte Unterseebootkrieg ange­kündigt wurde, hätte die holländische Regierung nicht nur Protest dagegen erhoben, sondern auch gleichzeitig bei der deutschen Regierung darauf gedrungen, daß Sorge dafür getragen werde, daß keines der in jenem Augenblick von und nach holländischen Häfen unter­wegs befindlichen Schiffe das Opfer dieser Maßnahme werden würde. Die deutsche Regierung erklärte sich bereit dem fraglichen Wunsch zu entsprechen, erklärte aber auch, daß es ihr unmöglich sei absolute Sicherheit zu verbürgen von den in galmouth liegenden Dampfern — es waren „Jacatra", „Mona- do", „Bandoeng", „Roorddyk", „Zaandyk", ,,EemIand" und „Gaasterland" — die eine Gelegenheit benutzen sollten, die ihnen von deutscher Seite geboten wurde, um am 22. Februar den Hafen zu verlassen. Sie sollten sich zu diesem Zweck gemeinschaftlich in west­licher Richtung aus dem unsicheren Gebiet entfernen und weiter außerhalb jenes Gebiets bleiben und ihre Reise forfietzen.

In dieser Darstellung fehlt die Mitteilung darüber, daß die Reeder der holländischen Schiffe ausdrück­lich darauf hingewiesen worden sind, daß für den 22. Februar keine unbedingte Sicher- heit gewährleistet werden könne. Der deufiche Gesandte im Haag hat eine Erklärung der Röichs- regieritng, in der dieser Tatbestand festgestellt wird, auch bereits den holländischen Blättern zuqestellt und hinzugefügt. Den Reedern war also bekannt, daß sie am 22. gebrnar nur auf eine von glücklichen oder zu­fälligen Umständen abhängende Sicherheit rechnen konnten. Der gleiche Begriff dieser nur bedingten Sicherheit gilt auch jetzt noch für die freie gahrstraße in der Nordsee, welche Deutschland ebenso, um den niederländischen Bedürfnissen entgegenzukommen, durch Veränderung der Grenze des Sperrgebietes festge­stellt hat.

Der Eindruck in den Niederlanden.

«Drahtbericht unseres IT-Sonderberichterstatters.)

17. Nottcrkam, 25. Febr, (Cig. Drahtbericht, zb.) Die Ver­senkung der 6 holländischen Schisse erregte in den Niederlanden große Bestürzung. Besonders, weil sich zwei mit Getreide für die holländische Regierung bestimmte Dampfer darunter be­fanden, dazu andere Schisse, die aus dem Wege nach Amerika waren zur Einholung weiterer Ladungen von Negierungsaetreide. Die Blätter verweisen darauf, daß die Vorräte in Holland schon recht knapp sind und daß der Verlust von so viel großen Schiffen sür die holländische Handelsschiffabrt sehr ernst sei. Ter „Nene Retterdamsche Courant" veröffentlicht einen in bitterem Don gehaltenen Leitartikel. Das Blatt meint, Deutschland möge seine aufrichtige Gesinnung dadurch beweisen, daß es die versenkten bolländiscken Schisse durch andere ersetzt. Das Blatt betont anderer­seits, die Engländer trieben augen-cheinlich doch nur Bluff, wenn sie sagten, die U-Bootgefahr wäre an der englischen Küste als beseitigt zu betrachten. Erleichternd wirkt d'e Meldung, daß der Dampfer „Menadv" w^zen Beschädigung wieder nach Falmcuth zurückxckehcl sei und die Dampfer „Eemland", „Bandoeng" uud „Zaandyk" nicht gesunken seien.

Alle Person«» do« den versenkten Schissen in Sicherheit.

\V. T.-B. Haag, 24. Febr. Es wird letzt gemeldet, daß alle Personen, die sich an Bord der versenkten niederländischen Schiffe befanden, in Sicherheit sind.

Eine holländische Pressestimme.

Eine Mahnung und ein Vorwurf an England.

W. T.-Bl Rotterdam, 25. Febr. (Drcchtbericht.) Der „Nieuwe Rotteodamsche Courant" veröffentlicht einen sehr scharfen Leitartikel wegen der Torpedierung der holländischen Schiffe. Der Artikel ist indes offenbar geschrieben, bevor die Erklärung des deutschen Gesandten nn Haag vorlag. Das Blatt beklagt den Verlust der Waren, der für die holländische Volksernährung sehr ins Gewicht falle. Er betont aber, daß man in England keinen Anlaß habe, über den Ernst des Unterseebootkrieges mit Achselzucken zu sprechen und Statistiken über normalen Schiffsverkehr zu verbreiten, während doch bei der englischen K ü st e die d e u t scheu Unterseeboote freies Spiel hätten. Das Blatt vergißt auch nicht England vorznwerfen, daß es die rechtzeitige Abfahrt der holländischen Getreideschiffe vor dem 5. Februar verhinderte.

Die Versicherung der versenkten Schisse.

(Drahtbericht unseres Hl.-Sonderverichterstatters.l

17. Rotterd««, 25. Febr. (Eig. Drahibericht. zb.) Der „Neue Notterdamfche Courant" erfährt, bei der Versickerung der oernick tetcn holländischen Dampfer und Ladungen seien außer einer hollän dischen auch deutsche Ber sich er ungSgesell schäften mit ansehnlichen Summen beteiligt. Llohdsbureau bestätigt, daß auch „Menado" torpediert worden ist, jedoch den Hasen noch erreichen konnte Der Notterdaurer Lloyd erklärt im Gegensatz zu der Mel­dung des Londoner Lloyd, .Fiandoeng", „Eemlaud" und „Zaandyk' würden noch schwimmen, der Dampfer „Bandoeng" sei gesunken.

Zurückhaltung der holländischer Amerrka-

schisfe.

W.T.-B. H«ag, 25. Febr. (Drahtbericht.) Eme Ver- ämmlung der niederländischen Reedereivereine beschloß in Übereinstiu mung mit den Reedern der für die Abreise nach Amerika in Bereitschaft liegenden Schiffe, die letzteren nicht abfahren zu lassen, so lange nicht die Nordroute cus ge­nügend sicher erachtet werden kann.

*

Versenkung des französischen Truppe«- transportdampsers „Athas".

Br. Genf. 25. Febr. (Eig. Drahtbericht. zb.) Der als versenkt gemeldete Dampfer „Athos" (12 644 Tonnen), mit Staklpanzern ausgerüstet, der erst 1916 in Dünkirchen fertig­gestellt worden ist, machte die erste Fahrt nach Ost- asien. Er brachte von dort Senegalschützen mit. Nach seiner Torpedierung sank er in wenigen Minuten. Marine­minister Laccze ordnete an, daß nur direkt interessierten Familien Auskunft über Tote und Verwundete erteilt wird.

Ein japanischer Passagierdampser «nter- gegangen.

W.T.-B. Bern, 24. Febr. „Pragres de Lyon" meldet aus Marseille, der japanische Dampfer „Hankaku Maru" sei am 21. Dezember bei Korfu untergegangen. Es sei wenig Hoffnung, daß von seinen 360 Fahrgästen, darunter zwei Amerikaner, jemand gerettet sei.

Große Arheitslofigkeit in NarweOen. W.T.-B. Kopenhagen, 23. Febr. JtatioMl Tideude" meldet aus Christianio: Gestern wurde hier die Errichtung einer Anzahl von Volksküchen beschlossen. Man gtanbi. daß der andauernde Kohlenmangel bedeutende Arbeits­losigkeit zur Folge haben ward und rechnet mit 180 000 Arbeitslosen.

Ein amerikanischer Missionar rmtstekommeu.

W.T.-B. Waftstngton, 24. Febr. (Meldung der Reuter- schen Bureovs.) Der amerikanische Krmsnl auf Malta hat dem Staatsdepartement telegraphiert, daß der amerikanische Missionar Robert Esdon ans Fntschin in Ch«a ertrunken ist, als der Dampfer „Athos" am 17. Februar ohne Warnung von einem Unterseeboot versenkt wurde.

Elf Dampfer, zwei Segler und acht Fischer sahrzeuge versenkt.

W.T.-B. Berlin, 24. Febr. Von zurückgekehrten Unter­seebooten sind nenerdir gs elf Dampfer, zwei Scaler und acht Fischerfahrzenge versenkt worden. Unter den acht Dampfer,l befindet sich der englische Transporter „A. 19" und der Dampfer „Afric" der White Star Line, der am 12. Februar auf deni Wege von Liverpool nach Plymouth verseukt wurde. Mit den ül-rigen versenkten Schiffen gingen u. a. verloren 8600 Bruttcregistertonnen Kohlen, 1800 Tonne», Stückgut und 3000 Tonnen Salpeter.

Da nach obiger Meldung der Dampfer „Afric" am 12. Februar und nicht am 16. Februar versenkt worden isst haben die Engländer die am 16. Februar als Erfolge eines Unterseebootes in 24 Stunden bekanntgegebenen vier Hilfskreuzer bezw. Transporter sämtlich perschwie,gen.

Weitere Versenkungen.

W. T.-B. Amsterdam, 24. Febr. Nach «iglischen Blättern werden vcn Llctds als vermißt angegeben: Der Dampfer

„Beyceault" (3000 Tonnen) aus London und zwei britische Segler.

Der norvegische Dampfer „Mounanger" (1024 Tonnen) ist sehr stark überfällig.

Der spanische Dampfer „Josefa Retel" (2654 Tannen­ist gesunken.

W. l.-B. Rotterdam, 24. Febr. Nach einem bei der Direktion des Rotterdamschen Lloyd eingetroffenen Tete- gramnr scheint auch der Dampfer „Menado" (5874 Tonnen) torpediert worden zu sein. Besatzung und Passagiere wurden gerettet nnd auf den Scillh-Jnseln gelandet. Der Dampfer treibt ncch und wird nach Falmouth geschleppt.

W.T.-B. Rotterdam, 24. Febr. Auf der Börse wurde heute berichtet, daß die norwegische Bark „Falls «f Aston" (1965 Br-R.-T.) im Kanal von einem deutschen Unterseeboot zum Sinken gebracht wurde.

W. T.-B. London, 24. Febr. Lloyds meldet, daß der eng­lische Dampfer „Grenaijer" (1004 Tonnen) versenk wurde. Der Kapitän nnd sechs Mann der Besatzung wurden getötet, der Rest der Besatzung ist gerettet. — Der englische Dmnpfer „Trcjan Prince" (3195 Tonnen) ist versenkt worden.

W. T.-B. Rotterdam, 24. Febr. D»e englischen Damp fer „Snndh Island" (2095 Bruttoregistertounen), .Lucent" (1488 Brutto regiftertonnen) und „Sunderland" (4319 Krntto- registertonnen) wurden versenkt.

W. T.-B. Rotterdam, 24. Febr. Die englischen Dampfer „Berrima" (11137 Bruttoregistertonnen), „Headiy" (4883 Bruttoregtstertonnen), der Fischdampfer „Pictou Castle" (245 Bruttovegistertonnen), der französische Schoner „Violette" (145 Bruttoregistertonnen), sowie der griechische Dampfer „Lear- tis" (3914 Bruttoregistertonnen) wurden versenkt.

W. T.-B. London, 25. Febr. (Drahibericht.) „Lkohüs" meldet: Der britische Dampfsr „Neneficent" (1888 Tormem) [ ist gefunken.