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Zreilag» 23. Zebruar 1917.

Oer Tauchbootkrieg.

Neue Taten unserer Unterseeboote.

W. T.-B. Berlin, 22. Febr. Bon unseren Unterseebooten wurden versenkt: Am 4. Februar der norwegische Dampfer „Solbra ken" mit 3470 Tonnen Weizen von Buenos Aires nach Cherbourg; eint 6. Februar der norwegische Dampfer „Ellavore" mit Früchten und Wein von Neapel nach London; an demselben Tage der norwegische Dampfer „H a v j a r d" mit Erdnüssen nach Dünkirchen.

Stockholm, 22. Febr. Nach einer Meldung aus Christiania wurde der Dampfer „Skrym" aus Skien von einem deutschen Unterseeboot torpediert.

W. T.-B. Amsterdam, 22. Febr. Der holländische Dampfer „D r i e b e r g e n" ist versenkt worden.

W. T.-B. London, 22. Febr. Lloyds meldet: Die eng­lischen Dampfer „Corue" und „Rosalie" Und versenkt worden.

Nr. Stockholm, 23. Febr. (Eig. Drahtbericht, zb.) «Aus Helsingborg wird berichtet, datz der Dampfer „Skogland" am 18. Februar im Mittelmeer torpediert wurde. Die Be­satzung von 23 Mann wurde gerettet. Der Dampfer ist 1906 erbaut und hatte 3864 Tonnen Inhalt.

Die Vernichtung eines italienischen Truppen­irans portbampfers mit über 1000 Mann.

W. T.-B. Berlin, 22. Febr. (Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote hat am 17. Februar im Mittelmcer den italienischen Truppentransportdampfer „Minas" (2854 Tonnen) durch Torpedoschuß versenkt. Der Dampfer hatte tausend Mann Truppen, eine große Ladung Munition und Gold im Werte von drei Millionen Mark für Salrniki an Bord. Die Besatzung des Dampfers und sämtliche an Bord befindlichen Truppen sind umge- kommen, mit Ausnahme von z w e i M a n n, die von dem Unterscebcot gerettet wurden. (Der Dampfer „Minas" ist schon in dem Bericht vom 19. Februar erwähnt.)

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Von der Tätigkeit unseres «aperkreuzers „Yuymo"

W. T.-B. Kopenhagen, 22. Febr. Der zweite deutsche Hilfskreuzer, der angeblich „Puhmo" heißt, setzt, wie „Poli Men" meldet, seine kühne Tätigkeit fort und hat bereits eine sehr große Anzahl von Schiffen versenkt. In der letzten Hälfte des Monats Dezember verlegte er seine Tätigkeit in den südlichen Teil des A tlantischen Ozeans. Dort brachte „Puhmo" nach einer Meldung der südamerikanischen Blätter auch den dänischen Dampfer „Haumershum" auf. der mit einer deutschen Prisen b esatzun g be­mannt wurde und am 22. Januar in Rio de Janeiro einlief und sich neben die dort verankerten deutschen Schiffe legte.

Dort nahm er Lebensmittel und auch, wie das Blatt behauptet, Munition an Bord, worauf er den Hafen chieder verlassen wollte, jedoch von einer Wache bei Santa Gruz entdeckt und durch zwei Schüsse gezwungen wurde, anzu- shalten. Der Dampfer mutzte neben zwei brasiliani­schen Kriegsschiffen Anker werfen. — Auch die nord- ! amerikanischen Zeitungen enthalten ausführliche Mitteilun­gen über die Tätigkeit der „Puhmo". Wo die „Puhmo" sich jetzt aufhält, ist unbekannt. Man meint, einige der von der „Puhmo" aufgebrachten Schiffe seien von ihr auch als Hilfskreuzer ausgerüstet worden. Elf englische Kriegs­schiffe, mehrere ftanzöstsche und ein japanisches Kriegsschiff sind jetzt auf der Jagd nach der „Puhmo". Die Zahl der von der „Puhmo" versenkten 'Schiffe ist in der letzten Zeit auf 26 g est i e gen. Der Gesamtwert der versenkten und aufgebrachten Schiff« mit der Ladung wird von den Blättern auf 18 bis 20 Millionen Dollar angegeben, jedoch wird diese Zahl sicher zu niedrig angeschlagen. >So weit bisher bekannt ist, ist noch kein amerikanisches Schiff der „Puhmo" zum Opfer gefallen. Staatssekretär Lansiug erklärte, datz die „Puhmo" wie andere Kriegsschiffe behandelt werden müsse und den internationalen Gesetzen der See- kriegsführung unterworfen sei, die vorschreiben, datz Schiffe, die verdächtig sind, Bannware zu führen, ungehalten und untersucht werden dürfen. Eine Versenkung dürfe jedoch erst dann erfolgen, wenn für die Sicherheit der an Bord befind-, lichen Personen gesorgt fei. Der Kommandant der „Puhmo" soll dem Kapitän eines der aufgebrachten Sch'ffe erklärt haben, er habe Anweisung, P a s s a g i e r d a m p f e r nicht aufzubringen oder zu versenken.

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Ein englisches Eingeständnis.

Nr. Berlin, 23. Febr. (zb.) Nach dem „Nieuwe Rotterd.

Courant" schreibt die- „Daily News", Deutschland habe inso­fern sein Ziel erreicht, als die Schiffe der Neutralen in großem Umfang in den Häfen geblieben sind.

Englische Erftanschläge gegen unsere Unterseebootsbesatzungen!

Deutsche Unterseeboote haben bekanntlich aus ihren Unternehmungen verschiedentlich ihren Leb ensmittel- bedarf von eingebrachten feindlichen und auch neutralen Schiffen gedeckt. Die Engländer, die sich im Laufe des Krieges schon häufiger gemeiner Mittel bedienten, haben iM wie durch Äifeerläfiiae Nachrichten einwandfrei feftge-

stellt worden ist, eine unerhörte neue Niedertracht — anders kann man das Verhalten der Engländer nicht bezeichnen — ousgesonnen. Sie heben nämlich den Versuch gemach!., die Neutralen zu veranlassen, an Bord ihrer Schiffe ver­giftete Lebensmittel mitzuführen, um diese ge­gebenenfalls an die Besatzung der deutschen Unterseeboote abzugeben.

Die U-Soolsgefahr im englischen Unterhaus.

Ausführlicheres zu Carsons Rede.

W. T.-B. London, 21. Febr. (Unterha u 8.) Bei der Vor­lage des Marnicbudgets sagte Carson, der Posten für Mann­schaften sehe 400 000 Mann vor. Das sei em Beweis für die Starke der Flotte Carson erwähnte kurz den Wechsel in der Admiralität und saate: Ich denke, daß das Land unter den zegenwactrgen Ver­hältnissen sehr glücklich ist. Jelltcoe an der Spitze der Flotte zu haben, Bcatty befchllat jetzt die größte flotte, dre lemals die See befahren hat. und oenteßt volles Vertrauen bei Offizieren und Maunichafl.n. Mit Bezug ans die U-Bootdrohung sagte Carson, er wolle davon sprechen, mdem er zunächst der Tätigkeit der großen Flotte 6-denl- und fuhr fort- Ich glaube nicht, daß das Publikum ach klar macht, was für Ausgaben der Flotte gestellt wurden, als der Krieg siw weiter ausdednte Die Admiralität unterstüpt weitgehend die Expedition m Mesopotamien, auf Saloniki und in Ägypten und milß me Meere sreihalten Im ganzen hat das Land weniger unter Entbehrungen gelitten, als irgend ein anderer Krieg führender. Um zu zeigen, was non der Flotte geleistet worden ist, erwähne ich. daß die Ge,amt- zabl der über See beförderten Personen bis 30. Oktober 8 Millionen betragen hat. Bis 30. Oktober haben wir über 0 Millionen Tonnen Sprenastcsie befördert und über eine Million Kranke und Bee- Wir haben aus hoher See oder nn späten waorend des letzten Jahres 15150 Schisse untersucht. Allem tm letzten Januar haben wir in den britischen Häfen 3764 Schisse ?,'e

letzten Kohlen ermutigen mich, vorauszusagen, daß die Gesamt,umiue im Februar nicht kleiner als ini Januar sein wsid. Die Unter­see b o o t - D r o h u n g ist keine neue Drohung, wildern ste ist eine Gefahr, dl- während der letzten Monate uns immer waly,end ins Gesicht starrte. Die B edr o h u n g ist s ch w er. Sie 'st noch nickt aelösl worden. Kein einzelnes Wundermittel besteht oder kann besteben Aber ich bin voll Vertrauen, daß bei der Entwicklung der Maßnahmen, die erdacht worden -sind oder erdacht werden der Ernst oer Bedrohung allmählich gemildert werden wird. Wahrend der etzten zwei Monate ist di- Zahl d°r bewaffne en Handelsschiffe um 47.5 Proz v c r me h rt worden. Das bat eine riesige Menge von Arbeit bedingt. Die B-wannung der Hand-lssckisie schreitet jede Woche immer bester fort Der Bruck- teil von bewaffneten Handelssosisien, doe nach dem Angriff fliehen konnten, beträgt 75 Pro;., der der unbewaffneten Handelsschsise 84 Prrz. Carson machte dann sein: bereits gemeldeten Ausführungen über die bisherigen Versenkungen bis 18. Fevruar. Uul-re Verluste sind schlimm und ernst g'-nug: aber sic erreichen osscns'chtlich die übertriebene Prahlerei der deutschen Berichte über sie nicht Trotz dieser Versenkungen und der bannt verbundenen Ovier und Leiden habe ich von keinem emz^m Seemann gehört, der sich geweigert hätte, zu fahre». Das wird den Krieg gewinnen. Wie scbr auch die Neutralen nervös gemacht oder erschreckt worden sind, wir werden unserem Beispiel folgen. Ich glaube, die mutr-uen Sckissc werden in kurzem ihre Fahrten wieder ansnehnlen. 4Ä schlage vor in Zukunft möglichst täglich die Zahl der britischen, durch Minen oder Torpedos versenkten Handels,chisie zu verosicritlichen, außerdem die Zahl der Handelsschisse, die tn den Hafen des Bri- einigten Königreiches angekomnien sind oder sie verlassen haben und eine^Liste von den Schiffen, die von Unterseebooten angegrisien wnr- den. aber ihnen entkommen sind. Carson wandte sich dem Prvb.em m, ob es ratsam sei, über d,e Verluste d:- Feindes an U-Bovten Einzelheiten bekannt zu geben, und sagte: Die Pvlitil „es Schweigens, wie sie von aufeinander solgenden Adniiralstaüen ver'vlar worden ist, war eine Politik, die der Femd am wemgsten siebte? Wenn ein U-Boot zu seinem Mordzug ansgesabren ist, ,o ist das einzige, was die deutsche Admiralität weiß, daß cs nicht zurückkehrt. Ich habe Berichte über 4" Kampic mit Unterseebooten seit Anfang Februar zur Hand. Die Tatsache daß wir in io Tagen über vierziomal handqemein geworden lind, i,t eine außernrdentlicho Leistung. Carson machte Mitteilung über eine Reche von Berrchten, um die verschiedenen Grade von Gelv'.ßheit klar zu macben. Ais Beisviel für die volle Gewißbeit wählte er die ErbentungE'ne- U- Bootes mit seiner Mannschaft durch einen Zerstörer Zwei andere Fälle die er erwähnte, legten einige d-.r von der Admirasitat gegen die Ü-Boote angewandten Methoden dar. jo den Bericht eines Lust- schifkes, das Bomben abgeworsen hatte, wo ein Unterseeboot ebeir unteroetancht war, und ein äbnlicher Bericht von einem Flugzeug in Verbindung mit einen, anderen U-Boot. Mit Bezug au, den Sch'ssbau sagte Carson: Keine einzige Helling wird wayrend der nächsten Monate unbenutzt blechen. Ick bitte dt? Arbeiter, mrt un­ermüdlicher Energie zu arbeiten und di: Rati-n, ,n die Beschränkung der Einfuhr zu willigen, um die Aufgabe der Admiralität leichter zn nlachen Ich bin sicher, daß die Bedroh rna gewst werden kann,^aber ,mr, wenn die Nation auf dem anged-uteten Wege mit der tflotte znsammenarbeitet.

Neue englische Gewaltmatznahmen gegen die neutrale Schiffahrt.

Eine offene Sperre über alle'neutralen Länder!

W- T-B. London. 22. Febr. Die „London Gazette" veröffent- licht eine Bekanntmachung, die erklärt, daß das deutsche Memorait- dum über den Tauchbootkrieg in krassem Widerspruch zu den Regeln des Bölkorrcchts. Len Forderungen der Menschlichkeit und den Pflichten des Feindes steht.

Die Tätigkeit des Feindes mache cs für England nötig, weitere M a ß r e g e l n zu ergreifen, um die Wirksamkeit der Dloßnuhmen austecht zu erhalten, die in dem ernsten Bestreben cr- arssfen worden seien, zu verhindern, datz Gebrauchsgüter irgend­welcher Art die Länder des Feindes erreichen oder verlassen können. Zu diesem Zweck würden die Schiffe, die Waren mit feindlicher Be­stimmung oder feindlichen Ursprungs führten, der Aufbringung und Beschlagnahme unterworfen sein, wenn sic nicht den e»g- lsichen und alliierten Streitkrästen r-.rchltch Gelegenheit hören, ihre Ladung zu untersuchen. Ebenso würden solche Güter der Beschlag­nahme unterworfen sein. Cs sei dtshnlb vorgesehen, daß ein Schisi, da« aus See aus dem Wege von oder zu irgend emem neu­tralen Land und den Zugangsmöglichkeiten zum Gebiete des Feindes angeirrsfen werde, ohne einen Hafen des enziijchen oder oes

Nr. 99. . 63. Jahrgang.

alliierten Gebietes anzulaufen, als ein Schiss angesehen werden das Waren mit Bestimmung für den F e t n d oder feindliche'.! Ursprungs führe, bis das Gegenteil fejtgeüelll sei. Cs solle zur Untcrsuckung aufgebracht und vor cinem Prisenggrrcht aog-- urteilt werden. Jedes Schisi. das Waren mit der Bestimmung >>u den Feind oder feindlichen Ursprunges siihre, solle der A u f - bringung und Beschlagnahme wegen Führung sviche- Waren niuerworfen sein. Im Falle, daß es sich um irgend ein Schisi handle, das e'nen der festgesetzten britischen oder alliierten Hasen zur Untersuchung der Ladung anlaufe, solle ein Beschlagiiahmc- urtcil nur auf Grund der Mitführung voll Gütern feindlichen Ur­sprungs oder mit der Bestimmung für den Feind gefällt werden. Cs solle nicht von vornherein die Annahme betreffend feindlichen Ur­sprungs oder Bestimmung für den Feind bestehen. Güter, bei denen bei der Uiüersuchung des Schisses f-stgesteilt wurde, vnß sie feind­lichen Ursprungs oder für den Feind bestimmt seien, wären der Be- 'chlagnahine unterworfen.

Br. Berlin, 23. Febr. Die „Bossisch- Zestung" schreibt: Die Neutralen sehen sich jetzt von England in eine Lage versetzt, die jedem Völkerrecht glatt widerspricht. England befind.: sich auf der Jagd n a ch S ch i f f s r a u m. Der „Berliner Lokal-Anzeiger" stellt fest, mit dieser Verordnung lasse England auch öffentlich die Maske fallen und habe in aller Forni die Sperre über alle neutralen Länder verhängt.

Der Blockademinister Lord Eecil über die Wirkungen des deutschen U-Bootskrieges.

Der Sin» des neuen Zwanqs gegenüber den Neutralen.

W. T.-B. New York, 22. Febr. (Meldung des Reuterfchen Bureaus.) In einer Unterredung mit dem .Londoner Berichterstatter der „Associated Preß" über die Wirkungen des neuen Tauchbootskrteges sagte der Blockademintster Lord Robert Cecil: Bisher hatte

der Tauchbootskrieg wenig Wirkung auf die Einfuhr von Lebensmitteln in unser Land. Er griff aber auch in einiger Ausdehnung in den Handel zwischen den neutralen Völkern ein. Zum Beispiel laufen die meisten Schiffe, die von Skandinavien oder Holland nach Amerika und umgekehrt fahren, nach Übereinkunft die Häfen des Vereinigten Königreichs an, um Unbe­quemlichkeiten und die Gefahren einer Durchsuchung auf hoher See zu vermeiden. Einige dieser Schiffe wollen den Gebrauch nicht fortfetzen, unklugerweife wie wir denken, da die Gefahr des Anlaufens von Häfen in dem Vereinigten Königreich keine ernste ist und das Anlaufen für alle Teile sehr bequem war. Die deutsche Piratenecklärung ist tatsächlich kein Bluff, dafür ist sie viel zu mörderisch. Aber ihr Schrecken liegt nicht irgendwie in einer allgemeinen Zerstörung, da die wirkliche Zahl der versenkten Schiffs nur einen sehr kleinen Bruchteil der Schiffe beträgt, die unbeschädigt durckstommen, sondern gerade in der Unsicherheit ihrer vereinzelten Schläge. Wir sind darum beiorgt, die Wünsche der Neutralen hierin wie in allen anderen Dingen zu erfüllen. Wir richten es deshalb so ein, dass, in gewissen Fällen, wo wir davon überzeugt sind, datz die beteiligten Schiffe nicht zugunsten unserer Feinde Handel treiben, diese Schiffe in anderen britischen Häfen untersucht werden sollen. Natürlich bedeutet dies nicht ein Preisgeben unserer Rechte der Durch­suchung, was offenbar für uns unmöglich wäre. Es bedeutet nur, datz wir eine Form der Ausiibnng dieses Rechtes mit anderen vertauschen. Uni unsere Hand­lungsweise ganz klar zu machen, erklären wir gleich- zeitig, datz Schiffe, die versuchen, die Blockade mit Waren für oder von Deutschland direkt oder indirekt zu durchbrechen, sich der Beschlagnahme durch ein P r i s e n g e r i ch t aussetzen. Wir fügen hinzu, daß, wenn die Schiffe nicht freiwillig einen britischen Hafen zur Untersuchung anleufen, sie sich nicht beklagen kön­nen, wenn ihre Haltung sie dem Verdacht aussetzt, ja einen erstklassigen Beweis bildet, daß sie sich mit feind­lichem Handel befassen. Das ist der Sinn unserer neuen Bekanntmachung. Sie wird, das hoffe und glaube ich, keinen praktischen Unterschied gegen das gegenwärtige System bilden, das genau so weiter laufen wird wie bisher.

Noch weitere englische Ansinnen nn Holland.

W. T.-B. Haag, 23. Febr. (Drahtbericht.) Der „Neue Rotterd. Courant" vom 21. Februar meldet unter der Über­schrift „Noch w-eitere englische Ansinnen": England will

uns zwingem unsere Landbauprodukte im Betrag von vielen Millionen Gulden ihnen gegen Bezahlung in engli­schen Schatzanweisungen zur Verfügung zu stellen.. Da aber dieses englische Wertpapier hier in Holland nicht unter- zubringen ist und man auch hier keine Neigung verspürt, den an England gewährten Kredit noch weiter auflauferi zu lassen, wird holländischerseits für die Zukunft die Bezahlung in b a r verlangt, die England nicht geben will. Eine zweite engli­sche Zumutung besteht in der Forderung, datz wir Holländer unsere landwirtschaftlichen Produkte und Margarine als Konterbande auf niederländischen Schiffen nach England bringen. Wie mutz man die Handlnngsweise Englands nennen, das ohne einen Schein des Rechts ein an­deres Land zu zwingen trachtet, es zu Schlachtopfern des mitleidlosen Tauchbootkriegs zu machen. In England werden jetzt 20 niederländische Schiffe zum Bev-

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