Nr. 9L. Montag, IS. Februar 1917.
des amerikanischen Volkes mehr Rücksicht nehmen als auf die 18 Millionen Spaniens, dann allerdings würde das spanische Dolkspefühl in Flammen auslodern. Das ist ein durchaus begreiflicher Standpunkt, aus dem umgekehrt zu folgern ist, daß sich die Amerikaner nur beschweren und Non „Vorsätzlichkeit" sprechen dürften, wenn wir ihnen allein oder vorzugsweise antäten, was wir den anderen Neutralen etwa ersparen. So wollen wir zunächst in aller Ruhe abwarten, ob die Versenkung amerikanischerSchiffe HerrnWilson wirklich zu den wei- terenMaßnahmen führt, die er am 3. Febr. angekündigt hat. Von uns aus läßt sich darüber selbstverständlich gar nichts ausiagen, wir sind aus alles gefaßt, auch auf die Rückkehr zur Vernunft im Washingtoner Staatsdepartement. Die Erfahrungen, die Wilson mit seiner Einladung an die anderen Neutralen gemacht hat, sich dem schroffen Vorgehen gegen uns durch Abbruch der diplomatischen Beziehungen anzuschließen, wirken vielleicht doch ernüchternd. Es ist möglich, daß Wilion, der sich über uns so erschrecklich aufregt, bei genauer Prüfung der Sachlage findet, es gebe einen Ausweg aus den selbstgeschaffenen Schwierigkeiten, indem er zunächst einmal an England dieselben Forderungen wie an uns stellt, vor allem die Forderung, seine rechtswidrigen Maßnahmen gegen die neutrale Schiffahrt zurückzunehmen. Wir müssen nämlich die Anerkennung ablehnen, daß wir mit unserer Seekriegserklürung vom 1. Februar neue Wege beschritten haben. Wir find ja nur dem englischen Beispiele gefolgt, das nian sich in Amerika solange widerspruchslos hat gefallen lassen. Wilson bleibt mit r,:bulistischer Eintönigkeit l dabei, daß wir die völkerrechtlichen Blockadebestimmun- ;gen verletzt hätten, indem wir Grundsätze, die nur für -den Kreuzerkrieg gelten sollen, auf die neue Waffe der Unterseeboote übertrugen. Aber gerade darin war uns England längst vorangegangen. Der Ersatz der Blockade, also der lückenlosen tlmgürlung mit Kriegsschiffen durch den Grundsatz des „Kriegsgebiets", das bei Strafe der schwersten eigenen Gefährdung zu vermeiden sei, ist England eigenstes Werk. Schon die britische Verordnung vom 4. November 1914 schuf diese veränderte Grundlage der Seekrieqführung, und neuerdings, vom 7. Februar an gültig, hat England dieses abgekürzte Verfahren räumlich noch weiter ausgedehnt. in dem *8 den Teil der dänischen und der .holländischen Gewässer, der sich der deutsck^n Bucht an- ,schließt, ebenfalls zur Sperrzone erklärte. In England war man nicht wenig stolz auf diese glücklich voll- |6rccE)te „Versiegelung" der Nordsee ohne die Blockade ^früheren Stils. So schrieb die „Times": „Eine allgemeine Warnung ist erlassen worden, ilnd wenn etwaige .Blockadebrecher aut die Minen auflaufen, dann ist es eben ihre eigene Schuld. Die Blockade, wie man sie |tn früheren Zeiten kannte, ist durch die Minen und >-en Torpedo abgetan. Wir erklären nicht mehr dis ^Blockade, dis jedem Schiff verbietet, ein bestimmtes, durch die Anwesenheit eines Dlockadegeschwaders kennt» lich gemachtes Gebiet zu passieren- wir machen statt dessen bekannt, daß alle ein bestimmtes Seegebiet befahrenden Schiffe dies auf eigene Gefahr tun. Die Minen besorgen das Übrige. Das sind Ausnahmemaßnahmen, die den neuen Bedingungen angepaßt sind, ünter denen dieser Krieg geführt wird." Das ist tzencni dasselbe, was auch wir seit dem 1. Februar tun, nur daß wir es mit unvergleichlich größeren» Nachdruck lund mit überwältigend größeren Machtmitteln unternehmen. Wilson hat sich nicht dazu aufqeschwungen, den Engländern entgegenzutreten. Er wird es ja auch jetzt nicht tun, aber die Möglichkeit dazu hat er immer noch, und wenn man driiben erst ein'ehen wird, daß uns Worte nicht schrecken, dann, wie gesagt, besinnt er sich vielleicht. Einstweilen. begnügen wir uns mit der -Tatsache, daß die amerikanische Schiffahrt nach Europa igründlich lahmgelegt ist. cs gehen so aut wie keine Schiffe aus amerikanischen Häfen aus. Mehr wollten !wir ja nicht, dies gerad ist uns recht. Bleibt es dabei, dann braucht Herr Wilson sich nicht um schlimmere Folgen des gespannt gewordenen Verhältnisses zu uns !zu sorgen. Dieser Mann mag sonst sein, was er will, klug ist er jedenfalls. Welchen Gebrauch er von diefer seiner Eigenschaft zu machen gedenkt, ist seine Sache.
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Kriegsvorbereitungen bet Vereinigten Staaten.
Br. Genf, 19. Febr. (Eig. Drahtbericht. zb-) Mit dem jüngsten Besuche Wilsons im Washingtoner Marineamt wird eine geheime Konferenz aller amerikanischer Marineautoritäten in Zusammenhang gebracht. DaS ,Petit Journal" meldet aus Baltimore, daß die Chesa- peake-Bucht, der vorteilhafteste Stützpunkt der amerikanischen Kriegsflotte, seit gestern vollständig für die Schiffahrt g e s v e r r t ist. Auf allen das Meer beherrschenden Punkten werben zahlreiche Batterien in Stellung gebracht.
Große amerikanische Sorgen um Mexiko.
Br. Haag, 18. Febr. (Gig. Drahtbericht, zb.) Der Berichterstatter der „Times" in Washington meldet heute «ach «jae*- Meldung eines Amsterdamer Blattes, di« Regierung mache sich große Sorgen um Mexiko, wo wieder Amerikaner ermordet sind. Die amerikanischen Petroleumfelder stehen unter besonderem Schutz. Die Mitteilung wird gestützt durch Berichte aus dem Westen, wo der -Pazifismus sehr kräftig ist.
Br. Genf, 18. Febr. (Eig. Drahtbericht. zb.) Wie der .Gerald" aus New Dork meldet, sind mexikanische Banden 80 Kilometer südwestl'ch von Hachita auf amerikanisches Gebiet gedrungen. Drei Amerikaner wurden getötet, größere Viehherden geraubt. Die amerikanischen Truppen sind längs der Grenze ausgestellt.
Oer Krieg gegen Rußland.
Die lcirtc große Explononskatastrophe in Archangel.
W. T.-B. Kopenhagen. 18. Febr. Die „Nationol-Tidende" meidet aus Bergen: Sin Reiferer, der aus Petersburg fäee ai&etxatfm ist, berichtet, er habe sich während des letz-
_Wiesbadener Tagblair.
ten Explosionsunglücks in Archangel aufgehalten, das weit furchtbarer nxrr, als in der: Telegrammen mitgeteil: wurde. Die Explosion fand im Kriegshafen statt, während ein Dampfer Munition auslud. Sie ivar so schrecklich von Gewalt, daß alle lebenden Wesen im Umkreis von einem Kilometer getötet und verwundet wurden. Der Schaden wird auf 5 0 Millionen Rubel veranschlagt.
Oie Lage im westen.
Die Kämpfe an der Ancre.
Br. Berlin, 19. Febr. (Eig. Drahtbericht, zb.) Der Kriegsberichterstatter des „L.-A." Karl R o s n e r meldet von der Westfront un^er dem 18. Februar: Das Unwetter, das in den letzten Tagen' schon wieder denr Kampfgelände an vielen Abschnitten der Front seine winterliche Härte und unbedingte Gangbarkeit nahm, beginnt das Land mehr und mehr zu erweichen. Trotz dieser großer: Gelände- ichwierigkeiten kam es doch gestern wieder zu einer zähen Neuaufnahme der bis dahin erfolglosen Angriffe der letzten Tage beiderseits des Ancrebaches und zu sehr heftigen Feuer- känrpfen. Schon morgens um 7 Uhr hob diese Beschießung auf generischer Seite an und warf sich, während unsere Geschütze sogleich in den Abwehrlampf traten, namentlich auf -unsere Stellungen bei Baillescourt. Die auf unseren tausenv- fach zerrissenen Postenlinien östlich von Grandcourt sehr heftig hin- und herwogenden Nahkämpfe schlossen sich an dieses hämmernde Trommelfeuer. Mehrmals wechselte das wrld- r,mstrittcne Gelände in diesen Stunden aus unserer Hand in die des Gegners und wiederum in unsere Hand. Die Trichterstellen erwiesen sich nach diesem schweren Feuer alS so stark beeinträchtigt und als auch für den Gegner so wenig nutzbar, daß sie ihm im Laufe des Abends überlassen wurden.
Über 8« Milliarden französische Kriegs- kredite.
W. T.-.B. Bern, 17. Febr. Wie die Pariser Blätter melden, betragen die seit Kriegsausbruch geforderten Kredite über 80P Milliarden Franken, von denen 58,5 Milliarden reine militärische Ausgaben sind. Die monatlichen Kriegsforde cungen betragen im Durchschnitt für 1914 1340 Millionen, 1915 1909 Millionen, 1916 2697
Millionen, im ersten Viertel des Jahres 1917 2928 und im zweiten Viertel 3191 Millionen. Der Ausfall an budgetmäßigen Einnahmen in den ersten 30 Kriegsmonaten beträgt gegenüber der gleichen Normalperiode 1600 Millionen, d. t. 15,81 Prozent. Die zurzeit in: Umlauf befindlichen Staatsschatzscheine erreichen die Höhe von 13 421 Millionen. In dem Bericht betont Finanzminister Ribot, daß die größten Schwierigkeiten von den ungeheuren Einkäufen im Ausland herrühren. Diese seien infolge des Anwachsens der äußeren Schuld Gegenstand der größten Sorge. Es sei nicht ohire Gefahr, wenn man von dem Ausland sowohl für Nahrungsmittel wie für Kriegsmaterial so abhängig sei. wie augenblicklich Frankreich. Es sei uilbedingt notwendig, alles zu unter- nebmen, um' die bisher im Ausland gemachten Anleihen herabzusetzen; deswegen müsse die Produktionskraft Frankreichs gesteigert werden.
Kriegsfragen im französischen Parlament.
W. T.-.B. Bern, 17. Febr. In der gestrigen Sitzung der französischen Kammer reichte Monzie eine Interpellation ein, um zu erfahren, welche Wirtschastspolittk die Regierung plane, um den Folgen des Unterseebootskrieges entgegenzutreten. Nach Erörterungen über die Laienschulr, bei lenen es zu kleinen Zwischenfällen kam, ging die Kammer zur Besprechung der Soldfcage über und nahm gegen den Willen der Regierung einen Zusatzantrag an, nach welchein jeder Mann, der im Schützengraben liegt, eine Tageszulage von eiiiem Franken erhält.
W. T.-.B. Bern, 18. Febr. Nach Lyoner Blättern ergriff bei der gestrigen Erörterung des Nachmusterungsgesetzes im Senat L'autey das Wort und erklärte, es sei unbedingt notwendig, daß das Gesetz schnellstens und ohne Änderung angenommen werde, da die Einheiten an der Front die Verstärkungen, welche aus dem Gesetz erzielt werden, nicht tängcr entbehren könnten. Infolge dieser Erklärung wurden die meisten Zusatzanträge zurückgezogen oder nach kurzer Erörternng abgelehnt.
Französische Steuersorgeu.
W- T.-B. Bern. 18. Febr. „Temps" erklärt zu den neuen Budgrtzwölsteln, es fet bedauerlich, daß die Erhöhung der Aus- pabsi, immer mehr zunehme. Der Hauptgrund fei in der allge- ittrinen Preissteigerung zu suchen. Man müsse bemüht sein, die Aus- gaben von Schatzschemen und anderen Papieren nicht allzu sehr zu häufen. — Zu derselbe» Frage menrt „Läutern«", die Steuerpolitik der Regierung bestehe zurzeit lediglich darin, nwgllchü viel Geld herauszubekommen, indem sie den Steuerzahlern möglichst große Opfer auferlege. — Wie „Rappel" erklärt, herrscht in ganz Frankreich Mangel an Hartgeld. Dem müsse adgeholfen werden, da der ganze Verkehr erschwert sei. Die Regierung müsse Maßnahmen ergreifen, um das Hartgeld, das versteckt werde, wieder in Umlauf zu bringen.
Angriffe eines französischen Ministers aus die russische Regierung.
(Drahtbericht unseres 8.-Sondevberichterstatters.)
S. Stockholm, 19. Febc. (zb.) Der französische Minister Doumergue richtete in einer Unterredung, von der dre Zen kur den größten Teil strich, heftigste Anklagen gegen die russische Regierung, die sich gegen die Losung „Alles für den Krieg!" sträube. Er lobte demgegenüber die Einigkeit und Bundestreue der russischen Gesellschaftskreise. In den russischen Regierungskreisen haben die frechen Angriffe Doumergues anscheinend stark verstimmt.
Der Krieg gegen Italien.
Italienische Sorgen um die deutschen Fortschritte in der Flugzeugherstellung.
W. T.-B- Bern, 18. Febr. Der „Eocriere della Sera" macht in höchst besorgtem Tone auf die Wichtigkeit der neuen deutschen Flugzeugkonstrtcklionen aufmerksam und spricht die Befürchtung aus, daß die gänzlich veralteten italienischen Systeme sich bald als völlig untauglich erweisen könnte». Das Blatt fragt: Entsprechen unsere Modelle in bezug aus Leistungsfähigkeit, Geschwindigkeit, Bewaff- -iung und Zahl den neuen Bedingungen des Luftkrieges? Laufen wir nicht Gefahr, bei unserer Langsamkeit rm Ban neuer Typen überholt zu werden? Unser kleiner Nlenport-Tvpus muß feit diesem Winter als veraltet angesrheu werden, und das gleiche
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Bberrd-Ausgabe. Erstes Blatt. Sekte 3.
gilt von fast allen unseren gegenwärtigen Modellen. Dir Fortschritte der deutschen Flugzeuge, die jetzt au der Westfront zutage getreten sind, können den Österreichern an der italienischen Front zugute kommen und auf diese Weise mrfere Situation rm Luftkriege außerordenüich verschlechtern.
Frühe Sommerszeit in Italien.
W. T.-B- Bern, 16. Febr. (Eig, Drahtberrcht,) Wie „©ecoto* erfährt, dürste in Italien anl 25. März die Sommerszeit emgesührt werden.
Oie Neutralen.
Spaniens korrekte Haltung nach allen Setten
Eine Bertraucnskundgebung für Romauoaes.
W. T.-B. Madrid, 18. Febr. Im weiteren Verlauf der Kammersitzung erklärte Ministerpräsident Romanones, Spanien, der Freund aller Kriegführenden und Neutralen, könne sich nicht in Erörterungen einlassen, welche die Gefahr mit sich brächten, seine Freundschaften zu störet» Die Antwort Spaniens an die Vereinigten Staaten und Deutschland, zu denen er sich beglückwünsche, seien von allen Kriegführenden gut ausgenommen worden und hätten genau die Politik der Regierung angegeben, die sie auch weiterhin aufrichtig einholten werde. Romancmes schloß, er wünsche demizusolge, daß gegenwärtig eine Debatte über die allgemeine Politik nicht abgeihalten werde. Er würde sich jedoch freuen, zu erfahren, ob er auf das Vertrauen des Parlaments rechnen könne. (Beifall.) Hierauf versicherte Dato, der Führer der Konservativen, und Lerraux, der Führer der Republikaner, daß sie die Regierung unterstützen werden. (Beifall.) Dato zog seine Interpellation zurück, und die Sitzung wurde geschlossen.
Deutsche Männer,
Deutsche Zrauen!
Der Weltkrieg drängt zur Entscheidung. Unsere Feinde haben ihre Absichten enthüllt. Wir find ihnen dankbar, daß sie die letzte Maske fallen ließen, daß wir heute mehr denn je wissen, daß wir für den Bestand unseres Vaterlandes kämpfen, für das Sein oder Nichtsein von Haus und Herd, von Weib und Kind.
Jetzt gilt es alle Kräfte für dies Ziel einzusetzen und nichts zu unterlassen, was unsere Kraft tu dem Völkerringen zu steigern und zu stärken vermag.
Der Ankaufvon Goldsachen durch die Reichsbank und der Verkauf von Juwelen ins neutrale Ausland d irch die Diamantenregie gilt diesem Ziel.
Er stärkt den Goldschatz des Reiches. Er steigert unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Er wird dazu beitragen, uns einen ehrenvollen Frieden und den Wiederaufbau der Friedenswirtschaft zu sichern.
Das Opfer der Gold- und Juwelenabgaüe, zu welcher die Reichsbank auffordert, zähü — und das sei hier den mancherlei herumschleichenden Anzweiflungen gegenüber ausdrücklich festgestellt — zu den notwendigen
Rüstuugsarbeircu, mit denen wir gewillt find, unseren Feinden entgegenzutreten und unseren Fahnen den Endsieg zu wahrere
Das Gefühl der Notwendigkeit dieses Opfers erfültk noch nicht alle Kreise unseres Volkes. Noch können wir zwar davon absehen, Goldschmnck und -geräte anfzurufeu» dem ein hoher Kunstwert oder — wie alten, durch Gene- vattonen aufbewahrten Familienstücken und den Tra» ringen der Lebenden —, ein besonderer kulturhistorischer oder ethischer Wert innewohnt, aber für alles übrige muß auch hier rückhaltlose Opferfreudig-, keit sich in des Vaterlandes Dienst stellen. Wie jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau sich heute, wo eL den Kampf um des deutschen Volkes Dasein gilt, draußen wie drinnen selbstlos und selbstverständlich in die Reihe der Kämpfer stellt und längst von dem Wahn gehellt ist, auf den einzelnen konune es nicht an, so ist es auch hier not, daß jedes Goldstück, jedes Schmuckstück und Gerät, von dem sich weitherzigste Opferwilligreit zutrennen vermag, den Kamvffür das Vaterland mitkämpst. Wir brauchen heiße Herzen und offene Hände.
Frauen und Männer Deutschlands! Zeigt eure Opferbereitschaft. Laßt euch in dem gesunden Bewußtsein» daß deö deutschen Volkes schwerste Zeit von euch verlangt, auch an dieser Stelle eure Hilfe zu spende», nicht wankeut» machen durch jene, denen das geforderte Opfer zu hoch erscheint.
Wir brauche« euer Opfert
Berlin, den 1. Februar 1917.
Haben st ein, Präsident der RerchSbauL
5lu§ Stadt und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
Einschränkungen der Sug.veheizung.
Die Eisenbahndireittion Frankfurt teilt mit: Bei der zurzeit bestehenden großen Knappheit an Gummiheizfchläucheu ist es nicht immer möglich, alle Personenzüge — selbst Fernschnellzüge — ordnungsmäßig heizen zu können. In erster Linie muffen aber die Fernzüge ordnungsmäßig geheizt sein. Die Eisenbahndirettton ist deshalb notgedrungen zu der Maßnahme veranlaßt, die Heizung der Perfonenzüge rm Nahverkehr wie auch die eines großen Teiles der auf den Nebenbähustraß-en des Direktionsbezirks Frankfurt a. M. verkehrenden Personenzüge gänzlich e i n z u st e l l e n. Den Reisenden wird deshalb empfohlen, sich durch Mitnahme von Winterschutzkleidern, Decken oder dergleichen, vor Kälte zu schützen. Es darf angenommen werden, daß die Fahrgäste den obwaltenden Umständen volles Verständnis entgegenbringe». Beschwerden über mangelhaftes Heizen der Züge werden im allgemeinen keine Berücksichtigung finden können.
— Stadtverordneter August Brckel ft. Im Alter von
68 Jahren ist am Samstagnachmittag plötzlich der Stzadb- vcrordnetc August B e ck e I gestorben. Herr Bcckel gehörte seit 1899 der Stadtverordneten-Bersammlung an, in devsn Grundstück- und Hochbaudeputation er namenÄxh mfefcge
