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Wiesbadener Tagblall.

Abend-Ansgabe. Erstes Blatt. Nr. 88.

DisBolkszeitung"'schreibt: ES mutz sein! Der Krieg tritt in ein neues Stadium. Wir hoffen, daß es das ent- scheidende sein wird. Wir wollen den Frieden! Will der Feind keinen Frieden auf dem Boden ehrlicher Verstän­digung, so müssen wir unter vollem Einsatz unserer Waffen den Frieden erzwingen.

DieTägliche Rundschau" spricht von einem fol«i> schweren Schritt, der beschlossen wurde. Wir wiffen nicht,'«ie die Neutralen, insbesondere Amerika ihn aufnehmen. Aber falle ihre Stellungnahme, wie immv aus. Es gibt kein Zurück mehr. Wir haben lange genug mit gebundenen Armen gefcchten. Nunmehr, da uns der Gegner a n S Leben geht, wollen wir unsere beiden Arme und alle uns zur Verfügung stehenden Mittel gebrauchen.

DiePost" meint: Wir müssen uns vor leichtfertiger Unterschätzung der gegnerischen Kräfte so gut sichern, wie vor der Verkennung der S t i m m u n g s e l e m e n t e, die in Amerika gegen uns wirksam sind. Aber wir wissen auch, daß dem. der lange genug erwogen hat, das lagen allein taugen kann. Deutschland steht nun, Herz und Geist erhoben, einig und entschlossen hinter den Männern, die in ange­strengter, opferreicher und entsagungsvoller Arbeit die Helden des Endknmpfks gegen England werden. Es vertraut, datz' aus diesem stillen Heldentum endlich doch noch das deutsche Ziel erreicht wird- Der Sieg über alle unsere Feinde und Neider.

In derBossischen Zeitung" wird auSgeführt: Wie auch immer die Folgen sein mögen, wir muffen sie tragen, wo cs sich um den Kampf von Deutschlands Existenz und um den Fortbestend der ihm durch Waffenbrüderschaft verbundenen Reiche handelt. Und dieses Wogen wird getragen sein von der einmütigen Entschlossenheit des deutschen Volkes. Alles, was uns bisher in dieser Frage trennte, ist fortgeblasen. Der Schlag der jetzt von uns gegen England geführt wird, trifft, so hoffen wir, das Inselvolk tödlich. Der Schritt, den Deutschland jetzt trrt, beweist aller Welt, datz eS den Sieg will, nicht um des Sieges willen, sondern weil es erkannt hat, dah der Weg zum Weltfrieden nur über den deutschen Sieg führt.

W. T.-B. Stuttgart» 1. Febr. (Drahtbericht.) Der S t a a t S a n z e i g ? r" schreibt zu dem uneingeschränkten Unterseebootskrieg: Die heißesten Wünsche begleiten den Beginn des uneingeschränkten Unterseebootskriegs, den der Oberste Kriegsherr von heute ab befohlen hat. Kein Moment je zuvor war dafür günstiger als der jetzige. Auf die Tüchtigkeit unserer Unterseebootswaffe, ihrer Führer wie Mannschaften, auf ihren Heldenmut und Opfersinn haben wir felsenfestes Vertrauen. Wir erwarten, dah England die Nöte erfahren wird, die es Deutschland zugedacht hat und datz die Nöte Englands und seiner Verbündeten den Eifrig haben werden, den unsere Feinde vergebens bei den unerschütterlichen Deutschen zu erzielen versuchten.

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Die amtliche Mitteilung an Holland.

W. T.-B. Haag, 1. Febr. (Drcchtbericht.) Gestern abend erhielt der M i n i st e r des Äußern nacheinander von dem deutschen und dem österreichisch-ungar:- schen Gesandten di« Mitteilungen, in denen die neuen deutschen Blockadegebiete erläutert werden, die am 1. Februar in Kraft treten.

Die erste Folge des neuen Unterseeboots- krieges.

Ausfuhrverbot für holländtsche Dampfer.

W. T.-B. Dmuiden, 1. Febr. (Drahtbericht.) Den holländischen DampfernZeelandia",Stroom" uns R t> n st r o o m" ist auf Vecanlaffung der holländischen Regie­rung die Ausfahrt verboten worden. Das Verbot be­zieh: sich auf alle holländischen Dampfer und Fischerfahr­zeuge, die die niederländischen Hoheitsgewässer verlaffen wolle». Ties ist durch die verschärfte deutsche Tauchboottaktik, die mit dem 1. Februar beginnt, veranlatzt Warden. Fremde Fahr­zeuge sollen beim Verlassen der Häfen gewarnt werden. Man wartet auf die Festlegung einer ungefährdeten Fahrstraße.

Neue Versenkungen.

W. *T.-B. Bern, 81. Jan.TempS" zufolge ist der ruffische DamvferEg reu" versenkt worden.

W. 1.-B. London, 31. Jan. Lloyds meldet, daß der dänische DampferDaisy" versenkt und die Besatzung ge- lai:bet wurde. Der spanische DampferPunta Teno' wurde versenkt. _

Französische Sorgen über den Tauchbootkrieg.

In derPictoire" vom 9. Januar heißt es: Haben dir deutschen Unterseeboote unk eine Gnadenfrist bewilligt, oder ist unsere Zensur noch strenger geworden? So viel ist sicher, nach einer kurzen Ruhepause beginnen die Torpedierungen von neuem, besonders im Atlantik, nach den Zeitungen vom 4., 5. und 6. Januar zu schließen. Offenbar hat sich etwas Besonderes zugetragen, wie tue Auslassungen unserer Kolle­genL'Jnformation" undParis Midi" vom 5. und 6. uns zu schließen gestatten. Nach demParis Midi" vom 5. sind 80 große deutsche Unterseeboote in Kiel zusammengezogen worden, um eiligst Besatzungen ausgubilden, denn der Bau der deutschen Unterseeboote schreitet schneller vor, als die Ausbildung des für sie beitimmten Personals. Undauf ein Unterseeboot ein minder ausgebikdetes Personal zu setzen, heißt dieses der sicheren Vernichtung preisgeben." Auf eine andere Einzevhe't möchte ich den Admiral aufmerksam machen. Viele der neuen deutschen Unterseeboote haben die Bugform einer Sichel". Das Wort ist sehr bezeich­nend. Ich habe eine Photographie gesehen, der Bug ist messerscharf und vorn beträchtlich erhöht. Er ü!ber-> ragt den Kommandoturm und wird gegebenenfalls auch *wt die stärksten Fangnetze eine große Lücke reißen. Die Unter­seebootsgefahr ist d r o b e n d, sie nähert sich, sie gibt sich mit vermehrter Eindringlichkeit kund nach jeder Periode eines wirklichen oder scheinbaren Abflauens.

Der .»sehr ernste" Stand der Kohlenkrisis in Frankreich.

W. T.-B. Paris, 31. Jan. Im weiteren Verlaufe der Debatte in der Kammer über die Kohlenkrise erklärte L a v a l l e, die Kohlenvorräte von Paris würden bald er­schöpft sein. Der Tagesverbrauch se> 7000 Tonnen, während nur 2500 täglich einträfen. Die Gasgesellschaft käme nur noch 14 Tage mit ihrem Kohlenvorrat aus. Trotz dieser Zustände feierten sie Kohlenverlader in St. Nazaire, weil man ihnen keine Lohnerhöhung bewilligte.

Valette verlangte, daß die Kohlenbergwerksarbeiter der Klaffen 1895 bis 1912 in die Bergwerke zurückgeschafft wür­den. Herriot gab zu, daß die Krise sehr ernst sei.

Vor dem Kriege habe Frankreichs Jahresverbrauch 00 Millio­nen Tonnen betragen, von denen es 40 Millionen selbst er­zeugte. Infolge der I n v a s i o n sei die Eigenproduktion auf 20 Millionen gesunken. Der durch Einfuhr zu deckende Bedarf übersteige zurzeit 40 Millionen. Die Einfuhr aus' England, die monatlich 2 Millionen betragen sollte, sei in­folge Schiffsmangels seit August bis auf 1,5 Millionen gefallen. Er könne auch nicht verbergen, daß Kohlen- schiffe versenkt würden. Der Kohlenmaugel sei auch durch Hochwaffer und Frost bedingt, die man weder be­kämpfen noch voraussehen könne.

Alle Kräfte aussckilieüllck, für den englischen Handelsschiffsbau.

W. T.-B. Amsterdam, 31. Jan,Daily News" erfährt, daß das Kabinett in den letzten Tagen ernstlich mit Schiffs­baufragen beschäftigt ist und damit, ob dem Bau von Han­delsschiffen gegenüber dem Bau von Kriegsschiffen nicht der Vorrang gegeben werden solle. Man erwäge, ob Groß­britannien sich nicht mit der jetzigen F l o t t e n st ä r k e begnüge» und alle Kräfte der Erbauung von HandelS- Ichiffen widmen selle, um den täglichen Schiffsraumverlust infolge der ieindlichen Untecseebootstätigkeit gutzumachen und dem drohenden Lebensmittelmangel vorzubeugen.

Die Rettung einer deutscben Unterseeboots­besatzung an der norwegischen Nordküste. \

W. T.-B. Christiania, 31. Jan,Tidens Tcgn" erfährt aus Hammerforst über die Rettung einer deutschen Unter­seeboots! elatzung, daß ein kleineres Boot, das mehrmals hinausgeben mußte, die Reriung bewerkstelligte. Die meisten Deutschen mutzten ins Waise* springen und mittels einer Leine an Bord gezogen werden. Während der letzten Fahrt des Rettungsbootes sank das Unterseeboot. Das Rettungs­boot entging mit knapper Not der Gefahr, mit hinabgezogen zu Verden. Die Mannschaft wurde in Hammerfest interniert, am nächsten Tage fceigegeben und reiste südwärts weiter.

Die Nachteile der neuen englischen Nordsee- sperre für die Neutralen.

W. T.-B. Haag, 81. Jan. Die ZeitungHet Baderland" schreibt über die neue englische Minensperre in der Nordsee: Man wird wohl nicht fehlgehen, wenn man annimmt,

Sette B. DonnerRag, 1. Februar INI 7.

Wenn wir uns jetzt zur Anwendung unserer Waffen und schärfsten Waffen entschlossen haben, so leitet uns nichts als nüchterne Erwägung aller in Frage kommenden Umstände, nichts als der feste Wille, unserem Volke hcrausznhrlfcn aus der Not und Schmach, die uns unsere Feinde zu- gedacht.

Der Erfolg steht in höherer Hand. Wir wer­den ihn für unser Vaterland zu erzwingen wissen. Seien Sie überzeugt, meine Herren, nichts dazu ist versäumt, alles dazu wird geschehen.

Der Staatssekretär des Reichsmarineamts machte im Anschluß an die Rede des Reichskanzlers Mitteilungen dom militärischen und marine­technischen. Standpunkt aus

Der Staatssekretär des Innern behandelte an der Hand ausführlicher statistischer Angaben die wirt­schaftliche Weltlage.

Sodann machte der Staatssekretär des A u s w ä r- tigen Amtes Mitteilungen über eine Reihe beson­derer Fragen.

Es folgte eine geheime Sitzung des Ausschusses. Bei der alsdann wieder aufgenommenen vertrau­lichen Beratung nahmen Vertreter des Zentrums. der nationalliberalen Partei und der Fortschrittlichen Volks­partei das Wort.

Morgen vormittag wird die Beratung fortgesetzt.

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Rückhaltlose, einmütig entschlossene Zu­stimmung in der deutschen presse.

Berlin, 1. Febr. (zb.) Zur Aufnahme des unge­hemmten Unterseebootskrieges heißt es imLokal-Anzeiger": Andere Nationen bätten, wenn sie eine so furchtoare Waffe besäßen, wie unsere Unterseeboote es sind, sich in ihrer An­wendung nicht beschränken lasten, am aller­wenigsten England, das sich den Teufel schert um Menschlichkeit und Völkerrecht, sobald seine Interessen auf dem Spiele stehen. De ltsche Gewissenhaftigkeit und Langmut haben immer wieder gezrudert. Jetzt aber beißt es: Unter­seeboote heraus! Und jetzt werden unsere Feinde den Unterscebootsschreckea erst g'r ü n d l i ch kennen lernen. Wa? jetzt von unserer Unteeseebootsflotte verlangt wird, geht weit über den Rahmen des schon Geleisteten hinaus. Niemand aber zweifelt wohl daran in Deutschland und bei unseren Ver­bündeten, daß ihnen hier nicht zuviel zugemutet wird. Sie werden es schaffen! In unerschütterlicher Entschlossenheit ist das deutsche Vo-k bereit, sich seiner Haut bis zum Äußersten zu wehren. Wir alle wissen, daß wir schicksalsschweren Tagen entgegengehen. Sie werden kein kleines Geschlecht vorstnden.

DasBerliner Tageblatt" erklärt: Mit dem Reichskanzler, dem nun gerade seine bisherigen Gegner nicht mehr Schwäche vorwerfen können, ist die Oberste Heeresleitung einig in der Ansicht, der unbeschränkte Ui terseebootskrieg dürfe und müsse unternommen werden. Er sei ein Mittel zum Siege. Wie im Sommer und im Herbst des vorigen Jahres die Meinung der Obersten Heeresleitung ausschlaggebend sein mußte, so muß sie auch jetzt für alle, die bisher siesen oder jenen Stand­punkt vertraten, entseheidend sein. Nichts kann mehr ersehnt werden als die Verwirklichung der Verheißung, daß Eng­land durch diese Wnffe zum Frieden gebracht werden wird.

DieBerliner Morgend,st" sagt: Die Note an die ameri­kanische Negierung appelliert zum Schluß an die Gerechtigkeit des amerikanische., Volkes und seiner Regierung und gibt - der Hoffnung Ausdruck, daß die Vereinigten Staaten die reue Sachlage von der hohen Warte der Unparteilichkeit be­trachten. Wir wünschen, - irß diese Hoffnung sich erfüllen möge. Ob cs der Fall sein wird, warten wir ab.

DieKreuzzeitung" sagt: Mit dem heutigen Tage zieht die deutsche Regierung die letzte Folgerung aus der schnöden Zurückweisung unseres Friedensan­gebotes, und dieser Entschluß wird in den allerweitesten Kreisen des deutschen Volkes mit einem Gefühl aufatmender Erlösung und mit rückhaltloser entschlossener Zustim­mung aufgenominen werden.

DieDeutsche Tageszeitung" schreibt: Dieser Weg ist nötig, um den Krieg zu einem vollen Erfolg zu führen, und darum müssen wir ihn beschreiten, komme, was da wolle. Das deutsche Volk dankt dem deutschen Kaiser und der Obersten Heeresleitung für den Einschluß, der ein unbeugsamer ist, und bellen Durchführung durch nichts beirrt werden kann.

Rönialiche Schaulpiele.

Anna Todoroff.

täösspogi i gösspoda, gowöritä li polxilgäraki? Da? ? Das ist verdolmetscht-Meine Herren und Damen, sprechen Sie Bulgarisch? Ja? Nein?" Leider ist zu be­fürchten, daß so manche der geehrten Leser auf dieses Da? oder? mit einem entschiedenen Nee antworten werden; und doch hätte ich so gern chu bawäta möma Anna Todoroffdie schöne Jungfrau Anna Todoroff" von »er Hofoper in Sofia an dieser Stelle (frei nach Metoulas kleinem Sprachführer) mit einem bundesfreundlichen dobrjädoschöl

einemHerzlich willkommen" begrüßt, antwortlich dessen, daß sie uns gestern in Verdis OperAida" als Amneris

bulgarisch kam. Mit Rücksicht auf die geehrten Leser mag es denn bei unserem geliebten Deutsch sein Bewenden haben.

Von Anna Todoroffs Gesangsdoklamation habe :ch natürlich, trotz der a-nge deuteten Sprachstudien, säst nichts verstanden. Und doch habe ich ihreAmneriS" sehr wohl ver­standen. Eine Pharaonentochter, ganz erfüllt von dem Be­wußtsein ihrer Würde und Vornehmheit; mit kühler Selbst­verständlichkeit über die Rivalin triumphierend. In ihrem Stolz getroffen, Lieb? in Haß, Haß in Reue wandelnd, bleibt sie doch selbst in ihrer Verzweiflung hoheitsvoll: ihr Schmerz ist der Schmerz einer trauernden Königin. . .

Anna Todoroff wird in solcher Auffassung durch hin­reichende Mittel der Natur und Kunst wirksam unterstützt. Eine recht stattliche Bühnenerscheinung-, die Züge mehr eigen­artig pikant als bedeutend; ein vielsagendesMiienenspiel; ruhig gemessene, doch ausdrucksreiche Bewegungen, und Stellungen, in denen sich zuweilen die starren archaistischen Linien ägyptischer Bildkunst auszuprägen scheinen. Die

Darstellerin wird aber von der Sängerin übertroffen: h-er waltet vornehmste Kunst. Die Stimme der Anna Todoroff ist von hellschimmerndem Glanz; die Höhe prächtig ent­wickelt; die tiefere Lage wohl mehr künstlich verdunkelt, doch ohne jede verstimmende Übertreibung: wie denn der Gesang durchyehends feinen Gesckunack verrät. Im Ausdruck zarterer Empfindungen fesselte der Schmelz und Wohllaut deZ Organs: so namentlich in den sehnsüchtigen Liebesseufzern der großen Ballettszene, wo die Sängerin das Zeitmaß noch absichtlich verbreitert? und die Phrasen mit sckgvellenden Formaten ausstattete, so daß sie sich im Glanz ihres Tons recht sonnen konnte! Doch auch jene Momente, wo heftigere Leidenschaften dis Herz der ägyptischen Königstochter durch­stürmen, fesselten durch affektvolle Färbung in der Wieder­gabe. Die bulgarisch« Sprache (die Schriftzeichen tragen bekanntlich russischen Charakter), ist für den Gesang nicht ungünstig; manche weichen Flexionen überraschten. Nicht selten lagerte es über der Darbietung wie ein Hauch leiser Schwermut: wie ja denn die Bulgaren in ihrem innersten Wesen es spricht sich daS auch in ihren jetzt mehr bekannt gewordenen Volksliedern aus leicht eine Hinneigung zu sanfter Melancholie verraten.

DaS Publikum zeigte sich überaus gastfreundlich gesinnt. Es gab burni aplodisKrr.onti: stürmischen Beifall. Und so sei der interessanten bulgarischen Künstlerin ein hoffnungs­freudiges dcesko rftschnowiauf Wiedersehen" zuge­rufen! O. D.

Klptttr GThrnntft.

Theater und Literatur. Friedrich K a y tz l e r s derbes LustspielJan der Wunderbare" ist von den Ver­einigten Stadtchoatern in Frankfurt a. M., vom Schau-

fpielhaus in Leipzig und vom Stadttheater in Nürn- 1 kerg zur Aufführung angenommen worden. Im j Düsseldorfer Schauspielhaus fand Otto H i n n e r! 6 * KomödieD u rch" einen freundlichen Erfolg. Georg Hermanns neues StückMein Nachbar Ameise", '! Spiel in 3 Akten aus der friderizianischen Zeit, ist vom j Kleinen Theater in Berlin zur Aufführung erworben worden.

Bildende Kunst und Musik. Richard Strauß wird nach j seinem Schweizer Aufenthalt ein« Ga st reise nach Däne- ] mark, -Schweden und Norwegen antreten und erst im März ' f nach Berlin zurückkehron. Kammersängerin Ottilie Metz- 1 ger-Lattermann wurde vom König von Bayern mit ! dem Ludwigskreuz ausgezeichnet. Die Inten»-anz des ) Leipziger Stadttheaters hat die große dreiaktige Oper * D a s F r e i m a n n s k i n d" von Paul W c i ß l e d e r, J Kapellmeister am Mainzer Stadtiheater, zur Uraufführung angenommen. Fried Reinboth, der bekannte Direktor f der Deutschen Oper in Holland, ^gibt sich nach Skavdinavis.i, « um in Stockholm, Eoth-nburg und Kopenhagen Wagner - 1 Festspielezu veranstalten, für die als Dirigent Hofkapoll- 1 meister Hagel (Braunschweig), der die Festspiele in Holland ] und Brüssel bereits musikalisch leitete, wiederum gewonnen - wurde.

Wissenschaft und Technik. Der Senior der philofcphischen 1 Fakultät der Universität Freiburg i. B., Professor der, I klassischen Philologie Geheimer Rat Dr. Bern-Harb Schmidt vollendete am 30. Januar daS 80. Lebensjahr. Wie die Braunschw. Landesztg." meldet, ist der Südseeforscher Pro­fessor Otto F i n s ch gestorben, nach welchem eine Anzahl , Inseln in Ser Südsee ihren Namen erhalten bat.