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Verlag Langgasse 21

rigtlauhaus".

gdmltfT-tafle jfäffnn non b Ubi morgen« 6« 7 Ute (itiiM.

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Tagblaihaus" Nr. 6S5S-S3.

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Montag, 22. Ianuar 1917.

Der neue deutsche «aperfalke.

Der Name des neuen Kupcrschiffcs ..Wolf"!

r^rauroericht unseres ^-Sonderberichterstatters.)

17. Rotterdam, 21. Jan. (zb.) DemRotterdamschen Courant" wird aus London gekabelt:Times" und

Daily Mail" wird aus Pernambuco gedrahtet, daß die Deutschen an Bord der neuenMöwe" im allgemeinen höflich gewesen seien und zum Nachweis für die von ihnen t^fchtaguahmten Sachen Requisitionsscheine aus- gcfertigt hätten, die mitWolf" unterzeichnet waren. Einer der Gelandeten von den versenkten Schiffen soll von dem Kaperschiff eine Photographie ausgenommen haben, die bereits in Pernambuco auf der Straße verkauft würde.

Die Photoneapknen desWolf" in Pernambuco.

Br. Amsterdam, 22. Jan. DerTimes" wird aus Pernambuco telegraphiert, daß in den Straßen der Stadt Photographien von der Versenkung des französischen SchiffesNantes" und eine Photographie des deutschen Handelskreuzers verkauft werden, die heimlich mit -einem kleinen Photographen-Apparat ausgenommen worden waren.

Die Masklerungsfähinkeiten desWolf".

W.T.-B. Amsterdam, 22. Jan. Reuter meldet aus Rio de Janeiro: Man glaubt, daß die neueMöwe Kiel mit dänischer Flagge verlassen hat und eine Deck- ladung von Heu führte, unter der die Bewaffnung verborgen war. Als das Schiff zum ersten Male ge­sehen wurde, war es schwarz angestrichen und hatte vier uttb tncIjEßtc 9 l i6fctt)6 s Scin ( 3t'2ttol'irß. ^lan glaubt, daß es auch zum Minenlegen eingerichtet ist. Außerdem führte das Schiff alle möglichen Kulissen und falsche Schornsteine mit, um nach Belieben das Aus- sehen wechseln zu können.

Allein bei nnrerikmrischeu Ver sicher unas- gesellschaften bis jetzt bereits 40 Millionen Mark Schaden.

Bern, 21. Jan. LautPetit Parisien" heißt es in Washington, die amerikanischen Versicherungsaesell- ickmiten batten durch die neueMöwe" bereits IN Millionen Dollar Schaden erlitten.

Die Folgen der Heldenfahrt der neuen Möwe" auf dem New Ynrker Meizenmarkt.

o^bnhaqen, 21. Jan. (Eig. Drahtber. zb.) Der »L.-A. meldet: Ein Londoner Telegramm aus New Bork besagt, daß infolge der lebhaften Tätigkeit des deutschen Hilfskreuzers im Atlantischen Ozean die Weizenpreise b e. ständig steigen.

Wie die neueMöwe" voraing.

W. T.-B. London, 20. Jan. DerTimes" wird aus Pernambuco vom 18. Januar gemeldet: Der Dampfer Dramatist" kam am 18. Dezember in einer Enffernung don sieben Merlen m Sicht des deutschen Handels, kreuzers. Dos deutsche Lchiff kam längsseits, hißte die

io"? * * r l* U 0f ! 9 « und signalisierteSo- fort stoppen .Gleichzeitig wurde ein Teil der Der- fchanzung am Vorderdeck niedergelassen, hinter der zwei Geschütze von 2Z4 Zoll sichtbar wurden, die auf^den Dramatist gerichtet waren. Dieser stoppte und ergab sich. Hierauf kamen bewaffnete Mannschaften an Bord f e * »Dramatist Die Offiziere und ein Teil der Be- fatzung des letzteren wurden nach dem Handelskreuzer Der Rest der Besatzung blieb bis abends, als Las Schiff mit Sprengstoffen zum Sinken gebracht wurde, an Bord. Spater wurde die ganze Besatzung wit Ausnahme von 27 indischen Heizern mit 257 Mann don anderen versenkten Schiffen auf denHudson Maru' gebracht. Wenn ein Schiff in Sicht-fnm Ulußten alle, die sich an Bord befanden, in den Sch i f f s.' r a u m gehen und es wurden die wasserdichten Schotten Uber ihnen geschlossen. Vor don Türen der Schotten wurde eine bewaffnete Wache aufgestellt..

Morgen-Ausgabe.

Tauchboot versenkt wurde. Der Kapitän und die Besatzung wurden gerettet.

Bern» 20. Jan. Nach demTemps" ist das französische SegelschiffLiberte" (466 Tonnen), nach Meldung desPetit Parisien". aus Brest der norwegische DampferCity os Tampico (1513 Tonnen) und der SchonerJnserauda", die­ser von einem U-Boot, sowie der DampferFäcamp", nach La Rochelle unterwegs, versenkt und die Besatzung gerettet worden.Petit Parisien" berichtet ferner, daß der englische DampferTeviot" am 19. Januar bei Havre mit einem un­bekannten englischen Dampfer zusammengestoßen und auf «trand gesetzt worden sei.

W- T -' B - £o,lbon ' ie - Jan.Lloyds" meldet: Der dar» iche DcrmpferD 2 3 in a r* urtb ber spanische Dampfer »M anue l" ttnirdän versemkt.

Zur Aufbringung desPrinz Hendrik" nach Zeebrngge.

W. T.-B. Amsterdam, 20. Jan. Aus Vlissingen wird ge­meldet, daß sich an Bord dos DampfersPrinz H « n d r, t" drei Belgier befanden. Es war das erstemal seit Auf­bringung derKoningin Regent«-", daß von der Zeelawdgefellschaff wieder Belgier zur Reite nach England zugelassen werden.

Der Dampfer wieder freigelassen.

W. T.-B. Haag, 21. Jan. Der nach Zecbrügge aufge­brachte DampferPrinz Hendrik" ist wieder fteigelaffen. Er wird morgen früh nach Vlissingen Mrückkehren. Am Montag fuhr wieder ein Dampfer der Zeelandgesellschast nach England. Sechs Passagiere desPrinz Hendrik" wurden in Zeebrügge zurückgchalten; auch ein Teil der Post wurde von Bord geholt.

Nr. 38. . 63. Jahrgang.

Oer llnterseebootskrleg.

Neue Versenkungen.

4 r Y\ T -3 Kristiania, 21 . Jan. Das norwegische Vi7e. tcnsulat Plymouth drehtet: Der DampferAsp" 1175 g

Tonnen) aus Christiansund, von Barry nach Faval mit Kohlen unterwegs ist --m 1K Januar von einem U-Boa 45 Meilen nordöstlich von Bishoprock versenkt worden Der Kaprtan und d,e Mannschaft wurden SV, Stunden sväter gelandet^ Kriegsschiff geborgen und in Plymouth

W-T--B. London. 21. Jan. Lloyds meldet: Der «na­sche DampferNailfea-Court" (3295 Tonnen,, der spanische DampferParahyba" (2537 Tonnen) und die norwegisch-,? ^stnk^wmde/^ ^ Giorgio" (986 Tonnen) si.ch

_ T;' B ; London. 20 . Jan.Lloyds" meldet, daß sie

o^glüjche Goelett« «Sil tan H." gestern von einem deutschen

Auch der Brückenkopf von Nanesti In unserer Haid!

Die über den Sereth flüchtenden Russe» flankierend beschossen.

ver Tagesbericht vom 21. Januar.

W.T.-B. Großes Hauptquartier, 21. Jan. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Außer stellenweise lebhafterem Artillerie- kampf und erfolgreichen eigenen Patrouillen Unternehmungen verlief der Tag ohne wesent- liche Ereignisse.

östlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Östlich Baranowitschi drangen deutsche Stoß, trupps in die russischen Gräben ei» und brachten 17 Ge. augene zurück.

Front des Generalobersten Erzherzog Joseph.

In den O st k a r p a t h e n kam ein geplanter feind- .icher Angriff an der Baleputna.Straße in unserem wirkungsvollen Artillericfeuer nicht zur Entwicklung. Kleine russische Vorstöße wurden abgewiesen.

Heeresgruppe des Generalseldmarschalls v. Mackensen.

Mit Nanesti fiel am 19. d. M. der ganze, von den Russen dort noch zah verteidtgte Brückenk 0 pf in unsere Hand; Pommern, Altmärker und Westpreußen stürmten mehrere feindliche Linien mit stark ausgebauten Stützpunkten. Der Ort selber wurde« in heißem Hüuferkampf ge- nommen.

Die über die S e r e t h b r ü ck e n zuruckslutenden Russen wurden von unseren Batterien und Maschinen­gewehren flankierend gefaßt und erlitten schwere Verluste. 1 Offizier, 555 Mann, 2 Maschinengewehre und 4 Mlnenwerfer fielen ui unsere Hand.

Mazedonische Front.

Im Cernaboqen östlich Paralovo führte eine deutsche Erkundungsabteilung eine erfolgreiche Unter­nehmung durch.

Der erste Generalanartiermeister'

^ Ludendorsf.

W.T.-B. Berlin, 21. Jan., abends. (Amtlich.)

An der West» und Ostfront keine besonderen Er­eignisse. __

Hjterreichisch.ungarischLr Tagesbericht.

W T.-B. Wien, 21. Jan., (Drahtbericht.) Amtlich verlautet vom 21. Januar, mittags.

Östlicher Kriegsschauplatz.

Bei der Erstürmung des Brückenkopfes Nanesti. westlich von Nomoloasa, wurden 556 Gefangene.

X, MAA^chkiewehre und 4 Minenwerfer eingebracht. vsm M e st l k a n e st i - Abschnitt wirkte gestern nach- mrttag starke russische Artillerie gegen unsere Stellun­gen. Nachfolgende Angriffsversuche der Russen schei­terten schon im ersten Ansatz.

, . fjp österreichisch-ungarischer Flieger zwang ein feindliches Flugzeug bei Marmaros-Szigeth zum zünden. Flugzeug und Insassen fielen unversehrt tn unsere Hand. Weiter nördlich bei den K. und K. Truppen nichts von Belang.

Italienischer und südöstlicher Kriegsschariplab.

Unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Hofer. Feldniarschalleiitnant.

Oer ttrieg gegen England.

Eine groste Mu,kitionssabrikexplosion in London-Eastland.

W. T.-B. London, 20. Jan. (Reuter. Amtliche Meliduna.) Gestern abend 7 Uhr brach in einer Fabrik in EastlanÄ von London, die sich mit Raffinieren von Munition befaßte, ein Feuer aus. Es verengen 2 Minuten, che eine Explosion er­folgte. Zahlreiche Arbeiter vermochten sich aus dem GeLäwdc, das vollständig zerstört wurde, zu retten. Es ent- staniben in der NiAHöarscha'st, in WnrLn>häusern unb Fabriken, Brände. Die folgende Explosion wurde aus weite Enffernung wahrgenommeu. Drei Reihen kleiner Häuser in der unmittelbaren Umgebung wnvden zerstört, und es wurde großer Schaden an Privateigentum angerich­tet. Als die Explosion sich ereignete, war eine Feuerspritze an Orr und Stelle. Zwei Feuerwehrleute ivurden getötet, die Spritze wurde zertrümmert. Unter den Toten befinoet sich der Leiter der chemischen Abteilung. Die Fabrik ist voll­ständig zerstört.

Die Furchtbarkeit der Explosion.

W. T.-B. Amsterdam, 21. Jan. Die gestrige Explosion in Lit- London war eine der sch r e ck l i ch st c n. die sich je ereignet haben In der ganten Stadt, selbst in den entlegensten Vorstädten sowie '» den benachbarten Städten und Dörfern war die Erschütterung fühl, bar. Kurz nach emeni furchtbaren Knall erhellte eme a e - wattige «8 l u t s S u l e den östlichen Himmel. Im Unikrcise von mehr als % Qnadratmeilen verursachten herunifliegende brennendc Trümmer Brände m Fabriken, darunter einer Dauipfniühle, und Äohnbänsern. Ern 3 bis 4 Tonnen großes Stück von eineni Damvl- keffel wurde 40" Yards weit geschleudert. Feuerwehr. Polizei Sol­daten ,md Krankenwagen eilten der Unglücksstclle zu. Aber die Zahl der Toten und Verwundeten war so groß, dag es unmöglich war. sie mit Krankenwagen fortzuschaffen. All- möglichen Fahr zeuae, auch D.ilitärambulanzen, wurden hervorgezogen T-re Unfall stelle bot einen entjetzlichen Anblick: Massen brennender

Fliisiiykeiten und glühenden Eisens brachen überall hervor Mehrere G'bäude .nutzten niedcrgcrrssen werden, um den Brand ernzudämmen. Beim W-c-brwgen der Frauen und Mädchen aus den brennenden Gebäuden sprelien sich herzzerreißende Szenen ab.

Die Gesamtzahl der Toten 50 bis 60.

W. T.-B. London, 21. Jan. (Reuter.)Lloyds" mel­den: Von den bei der gestrigen Explosion in Easten-d Verletz­ten sind gestern in zehn verschiedenen Kranke nhäusein noch 21 gestorben, so daß die Gesamtzahl der Toten jetzt 50 bis 00 beträgt. 112 Verletzte liegen in den. Krankenhäusern. 265 Leichtverletzte haben außerdem ärztliche Hilfe in Anspruch genommen.

*

Starke Kriegs,nüdfakeit der britischen Dominions.

Südafrikanisches Eintreten für das deutsche Friedens­angebot.

Br. Rotterdam. 21. Jan. (Eig. Drahtbericht, zb.) Volt».. stcm" in Pretoria undFricnd des Volkes" in Bwemfont°in 'beides Bothablättcr. befürworten den Frieden unter Ausgreifuna des deutschen Firedensongebots.Bolksstem" sagt: In Südasr-ka würde die Friedinzboischaft im Lande freudig begrüßt werden Friend des Bolkrs" meint: Wir sind des Kri-pes herzlich m ü d - und wir meinen, derglei-hen Zeichen der Ermüdung auch in den anderen bc'tischen Dominions zu verspüren. Wenn der Krieg fortdaucrn soll, dürste die Errnüdung sich überall zeigen Wir suhlen, daß England die englische Ehre behaupten will aber für die Rachlust und das Verlangen, andere tief zu er­niedrigen haben wir kein Verständnis. Die Abstimmung in de» Kolonien und in der neutralen Welt würde für den Frieden ausfollen. Bemerkenswert ist auch ein Leitartikel desBolksstem" über die letzte Kabinettskrise in England: Die englische" Presse so führt las Blat» aus, erkennt jetzt an, daß der Krieg für die Per- bandsmäivte nicht günstig steht. Auch dics-s Blatt stellt jcst, daß außer rn England und Schottland der Krirg jetzt in allen brittschen Reichstetlen ungemein unpopulär ist. Jede«, falls sei daran crinnert, wie wenig Lust Südafrika hahe, sich an dem Krieg zu beteiligen. Dies sei begreiflich, denn die Kolonien hätte,: kein wrrtschastliches Interesse, eine solche englische Regierung zu ver­teidigen. die immer weiter tn den Krieg treibe. Das Blatt hrift, daß ine neue Regierung ,md die Adniiralität baldigst den Frieden hcrbeijühren wurden.