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Wiesbadener Tagblatt.

r Seit« 4 » Aertsg, 3. Jmmar IST

Her dem Pvfischeckberlckhr serngebKelben fiiiid. Durch solche E-wügMrgen sollte sich «der w-nMch nicnranld crbhalten lassen, ein Postscheckkonti) zu nehmen; denn es wird dabei übevsÄhen, daß sich die Postscheckkunden den der Zahlkartenyeüühr ent­sprechenden Betrag vom Einzahler erstatten lassen können, wenn sie in der ZrchLungsauf-sorderung nsw. vermerken, daß bei ZahLlNHen mit Zählkarte die ZahNartengöbühr mitzuent­richten sei, oder wenn sie die Rechnung von vornherein um die Zahlkartengebühr erhöhen. Ein solches Verfahren wenden die Kassen der Staats- und Gernsindebeihörden, Ärzte, Kauf­leute mtd andere Kreöfx mit gutem Erfolg an. Die geringe Mühe, die dem PastschecKundsn erwächst, fällt gegenüber den Vorteilen, die der den bargeldlosen Zahlungsausgleich för­dernde Postscheckverkshr bietet, nicht ins Gewicht. Rach der Anleitung für die Benutzung des Postscheckkontos", die jeder Postscheckkunlde von seinem Postscheckamt erhält, werden dem Inhaber eines Postscheckkontos die Unweguemlichkeit und der Zeitverlust, der mit der EnchegennNhme und dem Ausbewah­ren des baren Geldes verbunden ist, und zeitraubende Gänge erspart; auch gehen im Postscheckvevkehr erfahrungsgemäß die Zahlungen schneller ein als durch Postanweisung oder Wertbrief.

Dir Reichsbekleiduusssteile weist erneut daraus hin, daß die Bekanntmachungen über die Bezugsschein- Pflicht für Schuhe und die Regelung des Alt- kleiderhanbels mit dem 27. Dezember 1916 in Kraft getreten sind. Jeder Verstoß gegen die einschlägigen Be­stimmungen ist strafbar. Einer Entschuldigung mit dem Hin­weis, daß die Bekanntmachungen noch nicht in den örtlichen Zeitungen veröffentlicht worden seien, kann nicht stattgegeben werden. Die amtliche Veröffentlichung ist in:Reichsan- .zeiger" und imReichsgesetzblatt" bereits am 23. Dezember erfolgt, außerdem ist auf die Bezugsscheinpslicht am 27. Dezember in der gesamten deutschen Presse hinyewiesen worden. Dir haben die beiden Bekanntmachungen auch in gedrängter Fassung gebracht.

Gabelsdergersche Stenographie. 2er Stenographenverein Gabclsberger eröffnet emen Lehrgang in Gabelsbergericher Stcno- orapbie. über die Bedeutung stenographischer Kenntnisse für all« Berufs arten haben wir uns schon oft verbreitet, daß es sich erübrigen dürste, wiederholt darauf emzugehen. Es sei nur bemerkt, daß der Lehrgang auch diesmal unter bewahrter Leitung jtatrsindet, und zwar an pvei Wochentagen. Gelegenheit zu weiterer Ausbildung bietet der sofort anschließende Fortbilbungsunterricht, der den Mtt- glicdern des Vereins unentgeltlich geboten wird. Wie bekannt, ist der Verein bestrebt, seinen Mitgliedern eine stenographische Aus­bildung zu vermitteln, die sie befähigt, allen tut Berufsleben an sie gestellten Anforderungen zu genügen. Cs wird deshalb eine recht zahlreiche Beteiligung an dem neuen Lehrgang erwartet.

Personal-Rachrtchten. Dem Polizeisekretär Dienethol in Wiesbaden ist der Charakter als Rechnungsrat verliehen worden.

Die Preußische Verlustliste Nr. 723 liegt in derTagblatt"- Schalterballe (Auskunstsschalter links) sowie in der Zweigstelle Bis­marck-Ring 19 zur Einstchtnahme auf.

Klein« Notizen. Während der Nacht zuni 31. Dezember wurden aus einem Holzstall an der Mainzer Straße ein weißer und ein ickwarzgescheckter Stallhase, sogenannter Riesenscheck, g e - st o l> l e n. Die Kriminalpolizei erbittet Meldungen bezüglich des Verbleibs.

Israelitischer Gottesdienst. Israelitisch« Kultus,ea

m e i n d e. Synagoge: Michelsberg. Frettag: abends 4% Uhr,

Sabbat: morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr, Ausgang abends 5.3G Uhr. Gottesdienst im Genieindesaal: Wochentage: morgens

1% Uhr, abends 4 % Uhr. Die Keinerndebtbliothek ist geöffnet: Dienstagnachmittags von 3 bis iVs Uhr.

Alt-Israelitische Kultusgemeinde. Shnagog« Friedrichstraße 33. Freitag: abends 414 Uhr, Sabbat: morgens

814 Uhr, Vortrag 1014 Uhr, nachmittags 3 Uhr, abends 5t/, Uhr. Wochentage: morgens 714 Uhr, abends 414 Uhr.

Talmud Thora-Verein (E. V.) Wiesbaden, Nero, straße 10. S>rbbat-E«ngang 4.15, nwrgens 8.30, Mussaph 9.30, Mncha 4, Ausgang 5.30. Wochentags: morgens 7.30, Mincha und Schiur 4.30, Dtaarif und Schiur 5.30.

Aus dem verernsleben.

vorberichle, Vereinsversammlungen.

* über Lebenskraft, Bölkerkraft, Nervenlrast spricht heute Freitagabend 814 Uhr in der Aula des städtischen Lyzewns 1 im Aufträge desVereins für volksverständliche Ge­sundheitspflege, c. B.", der hier durch seine früheren Vor­träg: als geisivoller Redner bekannte Schriftsteller Emil Peters, Berlin-Neuenhagen. Herr Peters wird in seinem Vorträge neben den einschlägigen gksundheillichen Fragen auch die Frage des Aus­gleiches unserer Verluste an Menschenleben in allgemein verständ- sicher Weise beleuchten.

* Die nächste Monatsversammlung desVereins Natur­schutz p a r k, E. B.", findet heute der ftühc» Polizeistunde wegen schon um 8 Uhr abends in,Hotel Eiichorn" statt.

ftus dem Landkreis Wiesbaden.

= Biebrich, 4. Jan. Ein hier in Diensten stehendes 17jährigcs Dienstmädchen wurde wegen Gistmordversuchs und Dieb - jt a b l s iu Hast genommen. Das Mädchen hatte der Herrschajt vor einigen Wochen einen goldenen Ring und Bargeld gestohlen. Rach längerem Leugnen gab das Mädchen der Herrschaft gegenüber den Diebstahl zu. Anscheinend aus Furcht, wegen dieser Haudlung -zur Anzeige gebvacht zu werden, goß die TLerin ihrer Herrschaft lästern Salzsäure in den Kaffee Zum Glück wurde die >Mtschmig reckchzcitig bemerkt. Das Mädchen gibt zwar die Tat zu, -bestreitet aber, die Absicht gehabt zu haben, die Herrschaft zu ver­erben: sie habe nur nrak sehen wollen, ob die Mischung bemerkt würde.

Nachbarstaaten u. -Provinzen.

Eine uurirtgelttichc Beratungsstelle für Geschlechtskranke in Mainz.

p. Mainz. 3. Jan. Während die staatliche Fürsorge sich in weit- gehender Weise der Tuberkulose und anderer Seuchen angenoumre« harte, fand erne der furchtbarsten Geißeln der Menschheil (die Ge­schlechtskrankheiten) noch wenig Beachtung. ES ist ein unschätzbares Verdienst derDeutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechts- Krankheiten", seit Jahren auf die ungeheure Wichtigkeit, diese Krank- beiten und ihre Folgen auszurotten, hingewiesen zri haben. 3cun- nretzr haben sich dankenswerterweise die staatlichen, städtischen, misi- tärffchen Behörden, die Ortskrankenkasse und das Landesversicherungs- amt enffMeffen, in Mainz eine unentgeltliche Beratungs- stelle für Geschlechtskranke zu schaffen, die in den aller­nächsten Tagen ihre Tätigkeit eröffnen wird. Als Lokal wurde der Settenramii der Ortskrankenkasse gewählt. Die Beratuiigen finden getrennt für Männer und Frauen statt, und ztvar vollständig un- entgeitttch. _

Neuer aus aller wett.

Eijeubahmmgwck in England. W. T.-B. London, 4. Jan. (Etg. Drablbertcht) Ein voll besetzter Zug, Edrnbnrgb-Glasgow, fuhr in der Nähe von Patho aus eine ans der Strecke stehende Maschine. 11 Person«'. t»urden gelötet und 43 verwundet.

Ei« Erdbeben in de» Abruzzen. W. T.-B. Bern, 4. Jan. (Etg. Drahtbericht) In der Nacht zum Mittwoch erfolgte tn den Aluuzzen ei» sehr starkes Erdbeben. In Avezzano, Ecino und AjelL, die bei den Erdbeben nn Januar 1913 ain meisten bedroht waren, vmchen dir Reakxarten beschädigt.

HanäslslSil.

ver Steuerkurszettel.

Unserer heutigen Ausgabe liegt die im gestrigen Abend­blatt angekündigteSonderbeilage des Wies- i badener Tagblatts über die Steuerkurse der an der Berliner Börse gehandelten Wert­papiere bei, die bekanntlich laut Bundesratsverordnung für die Veranlagung der Besitzsteuer und der Kriegssteuer festgesetzt wurden. Wenn auch der jetzige amtliche Steuer­kurszettel freilich nur den ersten Teil des Feststellungs­verfahrens zur Festsetzung von Wertpapierkursen bildet, dessen vor läufige Veröffentlichung durch den Reichskanzler geschieht, um den ZeDsiten die Möglichkeit zu gewähren, tunlichst bald einen Überblick über ihre Steuerverpflich­tungen zu gewinnen und die endgültige Festsetzung durch den Bundesrat mit eventuellen Abweichungen erst für den 35 Januar bevorsteht, so kommt ihm doch grundsätzliche Bedeutung zu; auch gestattet er, sich schon jetzt ein end­gültiges Urteil über die Wertgestaltung zu bilden Der jetzige Steuerkurszettel hat für alle kapita­listischen Kreise das größte Interesse, denn er lüftet end­lich den Schleier, der durch die Bundesratsverordnung vom 25 Februar 1915 über die Börsenpreise von Wert­papieren gezogen worden war. Jenes Verbot der Kurs­bekanntgabe wurde von berufener Seite nur einmal ge­sprochen, und zwar im Monat November 1915, als es sich zur Abwickelung der aus der Friedeuszeit noch schwebenden Zeitgeschäfte um die Feststellung vou Liquidationskursen handelte. Im übrigen dienten die Notierungen vom 2 5. Juli 1914, also die letzten amtlichen Kurse vor Kriegsausbruch wie sie unser Steuerkurszettel zum Vergleich bei sämtlichen an der Berliner Börse gehandelten Dividendenpapieren anführt noch immer als gesetzmäßige Unterlage für die Bewer­tung der Wertpapiere.

Schon die November-Liquidationskurse im Jahre 1915 hatten beträchtliche Unterschiede gegen die Friedenskurse gezeigt. Seitdem haben sich die Wertpapierpreise noch in weit stärkerem Maße geändert. Vor allem hat naturgemäß die Gruppe der ausgesprochenen Kriegskonjunkturwerte, wozu man neben den Waffen- und Munitionsfabriken auch die zahlreichen Quali- tätsstahhverke, Maschinenfabriken, Waggonbauanstalten, Schwachstromwelke, Zelhilosefabriken und Metallgesell­schaften zählen darf, ihren Besitzern einen beträcht­lichen Vermögenszuwachs gebracht. Nur ein paar Beispiele aus unserem Kurszettel: So stiegen Deutsche Waffen und Munitions-Aktien von 299.10 auf 416, Daimler Motoren von 330 au! 630, L. Loewe u. Ca von 276 auf 410, Kronprinz Metall von 220 auf 400, Lindes Eismaschinen, Wiesbaden, von 113. auf 162., Augsburg-Nümberger Maschinen von 172.50 auf 243, Hasper Eisen von 140 auf 216, Kasseler Federstahl von 107.10 auf 145, Adlerwerke Frankfurt a. M. von 265 auf 350 usw. Besonders fällt auch der Gewinn bei den ausländischen Anlage- und Industrie werten auf. Zu früher nie geahnten Kursen konnten nordische, schweizerische, amerikanische und japanische Papiere an die Heimatländer verkauft wer­den. Viele Besitzer würden wahrscheinlich diese gute Gelegenheit, unter Berücksichtigung der Valutavorteile stattliche Gewinne einzustreichen, in noch größerem Um­fange vorgenommeri haben, wenn ihnen ein täglicher Kurs­zettel den Stand jener Arten von Papieren vor Auge geführt hätte. Weniger groß war der Umfang der Kurssteige­rungen bei den Aktien der großen gemischten Werke und der Elektrokonzerne, die von der KriegskoDjunktur nicht in dem gleichen Umfange, wie zu­erst genannte Aktienkategorien Nutzen zogen. Aber nicht nur auf diese mit der Kriegswirtschaft in irgend einer Weise direkt verflochtenen Werte beschränkt sich die Kurs­besserung, sie erstreckt sich auch auf Friedens werte, wie Bankaktien, Schiffahrtsaktien, chemische Werte, Zement­aktien, Kolonialwerte und Transportunternehmungen. Deutsche Bankaktien stiegen von 222 auf 244, Diskonto- Kommandit von 173.25 auf 162, Dresdner Bank von 139 auf 151, Darmstädter Bank (109) und Mitteldeutsche Kreditbank (111) hielten sich ungefähr auf ihrem Friedensstand. Von chemischen Werten stiegen Chemische Werke Albert u. Co., Biebrich-Amöneburg, von 380 auf 425, Höchster Farbwerke von 415 auf 428, Griesheim-Elektron von 230.10 auf 330.

Kurzum, fast alle Werte des Kurszettels profitierten vcn der zuversichtlichen Auffassung der Kapitalistenkreise und auch die einheimischen Rentenwerte fin­den wir auf einem meist erhöhten Kursstand. An unserer Kriegsanleihe hat jedenfalls kein Zeichner Geld zu­gesetzt, während englische Konsuls, die vor der Wiedereröffnung der Londoner Börse 681- Proz. notierten, heutf etwa auf 58 5 / s Proz. stehen, was der niedrigste Preis seit genau hundert Jahren ist, denn nur während der fran­zösischen Kriege um die Jahrhundertwende war der Kurs­stand der englischen Konsuls ebenfalls auf 54 Proz. Ge­sunken. Ähnlich gestaltete sich die Bewegung der eng­lischen und französischen Kriegsanleihe, bei denen immer nur Geld verloren wurde. Kursrückschläge wird man aber, abgesehen von vielleicht ein paar Dutzend Aus­nahmefällei,, in unserem amtlichen Steuerkurszettel ver­geblich suchen. Es ist daher nicht zu viel gesagt, wenn man behauptet, daß der freie Effektenverkehr für die Gesamt­wirtschaft überwiegend von Nutzen war.

Der Hauptzweck der amtlichen Feststellung von Kursen für Wertpapiere ist, wie schon erwähnt, die Steuerver­anlagung. Er dürfte in befriedigender Weise erfüllt und jede ungerechte Einschätzung für die Besitzsteuer und die Kriegssteuer vermieden werden. Nur- dürfte die Aus­rechnung hier und da etwas Kopfzerbrechen machen En dieser Hinsicht ist es bemerkenswert, daß, wie ans den An­zeigen der Deutschen Bank, der Darmstädter Bank der Bankfirma Marcus Berte u. Co. und der Baukkommändite Oppenheimer u. Co. in der vorliegenden Nummer hervor­geht, sich auch die hiesigen Banken trotz ihres be­kannten Personalmangels mit gewohnter Bereitwilligkeit erboten haben, die Ausrechnung der Wert­papiere und ihrer Erträgnisse gegen "eine mäßige Ge­bühr für ihre Kundschaft zu besorgen. Die Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) hat überdies eine sehr übersichtliche und leicht verständliche Erläuterung zu dem Besitzsteuergesetz und der Kriegsgewinnabgabe erscheinen lassen, die sie ihren Kunden kostenlos überläßt und die sicherlich vielen gute Dienste leisten wird.

Gründungen u. Kapitalserhohungen im Jahre 1916

Wenn die Gründungstätigkeit in Deutschland im verflossenen Kriegsjahre auch nicht annähernd die Ziffern der letzten Friedensjahre erreicht hat. so hat sie sich doch gegenüber dem Jahre 1915- iu ganz erheblichem Maße

Erstes««, Nr. ?*

gesteigert Das gilt nicht nur von den Gesellschaften mit beschränkter Haftung, unter denen sich die meisten der im vorigen Jahre neu entstandenen öffentlichen KriegsgeseU- schaften befinden, sondern in gleicher Weise von den Aktiengesellschaften. Auch hier handelt es sich freilich meist um Neugründungen, die in irgend einer Weise mit dem Kriege Zusammenhängen. Nach einer Zusammen­stellung der FinanzzeitschriftDie Bank sind im ver­flossenen Jahre neu zur Eintragung gekommen (in Millionen Mark, in Klammern die Ziffern von 1915):

Akiienges. Ges. m. b. H.

1. Vierteljahr 2- 3 4.

20.0

23.8

26.1

46.6

25.6

30.0

63.9

81.3

zusammen 45.6 (48.5) 53.8 (44.9) 89.1 (41.9) 127.9 (50.9)

ganzes Jahr . 116.5 200.8 317.3 (186.2)

Die Gesamtziffer der zur Eintragung gelangten Kapitais- erhöhui gen hat sich ungefähr auf der Höhe des Jahres 1915 gehalten Ir. die Handelsregister sind nach der gleichen Quelle eingetragen worden (in Millionen Mark, in Klammem die Ziffern von 1915):

Aktienges. Ges. m. b. H. zusammen . 21.9 9.2 31.1 ( 61.7)

. 58.9 15.3 74.2 ( 19.3)

. 72.3 13.3 85.6 ( 49.5)

_£5.2_13.4 108.6 (122.1)

51.2 299.5 (282.6)

1. Vierteljahr 2-

3.

4.

ganzes Jahr . 248.3

Berliner Börse,

$ Berlin, 4. Jan. (Erg. Drahtbericht) Der Verkehr an der Börse setzte bei ziemlich lebhaftem Geschäft in den führenden Werten des Montan-, Rüstungs-, Elektro- und Petroleuinaktienmarktes in recht fester Haltung ein. wobei als wesentlich begehrt und höher besonders Phönix, Bochumer, Deutsche Waffen, Benz, Bergmann, Deutsche Erdöl und außerdem einige Nebenwerte zu erwähnen sind. Die hohen .Anfangskurse konnten aber infolge vou Reali­sationen später nicht ganz aufrecht erlialten werden, doch tat dies der festen Grundstimmung keinen Abbruch. Am Rentenmarkt erhält sich das Interesse für Sproz. heimische Anleihen, das in der letzten Zeit auf 3 Vs- und 4proz. Anleihen in steigendem Maße übergreift.

Banken und Geldmarkt.

Die Noiddestsche Bank in Hamburg teilt mit, daß Herr Athos Buchheister Ende vorigen Jahres aus dem Vor­stand der Bank ansgeschieden ist Er hat eich bereit er­klärt, eine Wahl in den Aufsichtsrat der Bank anzunehmen. Direktor Herr Wilhelm 0. Schi ooder trat mit dem 1. Januar in den Kreis der Geschäftsinhaber der -Bank ein.

Industrie und Handel.

* Daimler-Motoren-Gesellschaft. Stuttgart Die Gesell­schaft teilt mit, daß sie den in verschiedenen Zeitungen erschienene^ Angaben über eine beabsichtigte Erhöhung des Aktienkapitals durchaus femsteht.

* Prämienzieb ung der Braunschweiger 29-Talerlose.

Braunschweig, 4. Jan. Es fielen 45000 M. auf Serie 4197 Nr. 29, 9000 M. auf Serie 4372 Nr. 43, 6000 M auf Serie 40 Nr. 20, 4800 M. auf Serie 4531 Nr. 23, je 300 M. auf Seile 1521 Nr. 24, Serie 1680 Nr. 7, Serie 1816 Nr. 3,

Serie 1862 Nr. 44, Serie 4102 Nr. 44, Serie 4531 Nr. 38,

Serie 4603 Nr. 11, Serie 4765 Nr. 37, Serie 9748 Nr 26

Serie 9748 Nr. 44, je 120 M. auf Serie 4137 Nr. 6, Serie

5746 Nr. 26, Serie 6178 Nr. 12, Serie 7229 Nr. 21, Serie 7615 Nr. 1, Serie 9988 Nr. 34.

Marktbericht».

W. T.-B. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 4. Jan Frühmarkt unverändert.

W. T.-B Berlin, 4. Jan. Warenmarkt. In der Lage des Produktenmarktes ist keine Veränderung einge­treten, die Zufuhren sind gering, so daß die Nachfrage zum größten Teil .unbef riedigt bleibt. Am Saatenmarkt wird das Geschäft durch die mancherlei neuen Bestimmungen be­züglich der Handelskonzession ungünstig beeinflußt.

Briefkasten.

©rSriftteitung brä Wiesbadener Taabiatis beaniwortet mir schriftlich, igen >m Briefkasten, und zwar ohne Rechtsverbindlichleii. Befdr-chuna-n ^ können nicht gewährt werden.)

Walkmühistratze. 1. 15 Grad Reaumur. 2. Das ist Geschmacks­sache: Pellkartoffeln dürften borzuziehen sein. 3 Die Legung der Leitung ist Sache des Vermieters, der auch dafür zu sorgen hat, daß die Haustüre rechtzeitig geöffnet wird.

I. B., Dambachtal. Jo.

Alte Abonnentin, Biebrich. Wir empfahlen Ihnen, einen Arzt zu Rate zu ziehen, da zur Beurteilung des Falles die Kenntnis mancherlei Uinstände, namentlich der Ernähriings- und Lebens­weise, gebürt.

G. 9K. Das können Sie ruhig abwarten; die Untersuchung wird wohl von der amtlichen Stelle, veranlaßt, welche die Einbe, rufungen ergehen läßt.

I. W. Wogen der staatlichen Teuernngspilage für die städtische-- Lehrer schweben, so viel wir hören, noch Verhandlungen.

Frau M. Sch. Die Pension richtet sich nach dem Dienstalter des Betreffenden. Sie ist, wenn sie «inen gewissen Betrog erreicht, znv, Teil pfändbar.

Alter Abonnent. 'Der Hausbesitzer kann gegen den KriegSlesi. nehme« wrtzl die Räumungsklage anslrengm. aber nicht durchfuhren Das Verfahre,k wird, so lange der Betreffende eingezogen ijr, unter­brochen.

Abonnent X. Für die Armierungsbataillöne gelten unseres Wissens in dieser Beziehung dieselben Bestimmungeen, wi» für du übrige» Truppenteile.

L. W. Wei hat Angehörige im Infanterie-Regiment 136, 113

t nfantiric-Dlvision, 11. Kompagnie? Adressen bttte ;mTagblatt. aus" (1. Stock) niederzulcgcn.

H. P.. Dotzheimer Straße. Wir empfehlen. Ihnen, sich an die zuständige Verwaltungsstelle des Roten .Kreuzes im Königs, Schloß

zu wenden.

Treue Abonnentin. Sie fragen:Wie verhindert und beseitig' man das Ansetze:, von Rost an schwarz oxydierten Gaszuglamp-n in ungeheiztem Zimmer?" Wir empfehlen Ihnen, die metallenen Le.niper-tcile mit einem weichen, trockenen Tuch abzutreiben und dann mit Vaseline oder irgend einem anderm säurefreien Fett icich' rinzufetten. Ihre andercil Fragen haben :oir unterem sachver. ständigen Mitarbeiter zur Beantioortung in,Gartenbau, Blumen, pflege" übergeben.

(Die

Ani,

vue- «icoreje iz seriell und die VerlagsbeilageDer Roman".

H-lirtichriftleiker: s. Hegcrhorst.

«erantwortlilb für deiitiche Politik: «. ö-gerdorst: für AuAandSvolitik- Dr phil K. Sturm; für bcu Uoiorhal-unaileil: B v. Nauen dori: tur Nachrichten aus Wiesbaden nnt. den Nachvardezirken: 3 R - s Dlekenbach- inr Gericht^aal: H, Diefenbach: für Spart lind Luftfahrt: I. B.: C 8-Sackem für Bermochies »nd den Brieflasten: G. SoSadcr; für den tzandelsleil SB C6 - für die Anzeigen und Reklamen: H. Dornanf: sLmrli'ch in Wiesbaden ' Druck und Berka, der L. Schcllendcrglchen Hof-Buchdruckerei in Wiesbaden.

Sprechstunde der SchriftleiMng: 12 bis 1 Uhr.