Nr. «. Donnerstag, 4 . Januar 1 S 1 7 .
Mresd-rdrner Tagblatl.
Abend-An-gahe. Erstes Dratt.
Vt
AAtlije Anzeig en
Bekanntmachung.
Freitaa. den 5. Januar 1917, vormittags 1014 Uhr, werde ich im Pfandlokale Moritz str«ße 7
bezw. an Ort und Stelle öffentlich meistbietend zwangsweise gegen Barzahlung versteigern:
1 Faß Weißwein, ungefähr 1200 Liter, und
1 vollständige Halle mit Zubehör
aus Holz mit Tuffvlatten. Persammlung der Käufer Mvritz- straße 7.
Wiesbaden, den 4. Jan. 1817. Richter, Gerichtsvollzieher, Oranienstratze 48, 1.
Berordnnng.
Avis Grund des § 9b des Gesetzes iföer den Delaaerunaszuftand vom 4. 6. 1851 und des Gesetzes vom 11. 12. 1816 /Beichsgesetzblatt S. 813) Verordne ich hiermit für den Befehlsbereich der Festung Mainz folgendes:
§1. Richtmilitärischen Angehäriaen feindlicher Staaten wird verboten, ckncn rechtlich oiblieaende Arbeitsleistungen ohne hinreichenden Grund zu verweigern.
8 2. Darüber, ob die Weiterung hinreichend begründet ist, entscheiden die Kreis- bezw. Landratsämter, in Mainz das Polizeiamt und in Wiesbaden der Polizeivräsident.
8 3. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr, beim Borliegen milde nder Umstände mit Hast oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. *
Mainz, den 8. Dezember 1916. Gouvernement der Festung Mainz.
Der Gouverneur der Fettung Mainz.
gez.: v. Bücking,
_ Gene ral der Artillerie.
Bekanntmachung.
Der Fluchtlinienplan über die Verlegung des Hänselweges hat die Zustimmung der Ortspolizeibehörde erhalten und wird nunmehr im Rathaus, 1. Obergeschoß, Zim. 38», innerhalb der Dienststunden zu
linieimesetzes vom T. Juli 1876 mit dem Bemerken hierdurch bekannt gemacht, daß Einwendungen gegen den Plan innerhalb einer vierwöchigen, cmi 15. Dezember 1616 beginnenden und mit Ablauf des 12. Januar 1917 endigenden Ausschlußfrist beim Magistrat schriftlich anzubringen
Wiesbaden, 11. Dezbr. 1916.
Der Magistrat.
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Für die anlässlich unserer Bilber-IIochzeit dargebrachten Gliickwünsohe, sagen wir auf d esem Wetre allen unsern herzlichsten Dank.
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Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung.
Am Ncujahrstage erhielten wir aus dem Felde die traurige Nachricht, daß am 28. Dezember 1916 auch unser zweiter, guter Sohn,
der Aktuar
Wilhelm Lrxleben,
Mnter-ffikier #«» Gffttier»-Aspirant im zeii»«ar>e K»fantevie-Kesiment Kr. 118,
Inhaber de» Eiserne« Krenxes,
durch Kopfschuß auf dem Felde der Ehre geblieben ist.
Wiesbaden, im Januar 1917. Moritzstraße 12.
Die tie'betrübten Eltern:
A. Errlrben u. Fra«.
Lebensmittelverteilung.
Am Freiia?. u. Samsickg dieser Wocke werden verteilt: 200 Gramm Schlachtvie fleistt, auf die Fleischmarken 1—8, 8V (üramtn Buitcr auf Feld 1 und 2 der Fctt-Bollkarten und der Feit-Teilkarte«.
Auf Fett-Bcsckränkungc-karten. gekennzeichnet durch zwei üdergedruckte Farblinicn, gelangt keine Butter zur Ausgabe. Der Preis der Butter delrägt 20 Pf. für je 50 Gramm.
Buchftabensolze für beide Waren:
R—S Frettag, vormiltags 8—10 Uhr,
T-Z „ , 10-12 „
A—D „ nachmittags 2— 4 „
E—H „ » 4—6 ,
J—L Samstag, vormittags 8—10 „
M-a „ .. 10-12 ,
A—Z „ nachmittags 8—5 „
Die Geschäftsinhaber und das Publikum werden im Interesse ordnungomaßigen Abwicklung der Verteilung dringend ersucht, die festgesetzte Buchstabenfolgc g nau einzuhalten. Sowohl die Metzgereien als auch die Buttergeschüfie werden künftig während der Verkaufszeit kontrolliert werden und setzen sich bei Zuwiderhandlungen der Gefahr aus, daß sie von der Warenverteilung ausgeschlossen werden.
Wiesbaden, den 3. Januar 1917. F446
Der Magistrat.
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Verwandten, Freunden und Bekannten die tiertraurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen Hat, unser gutes, Heißgeliebtes, einziges Kind,
Georg Sulzbach,
im 12. Lebenswahr zu sich in die Ewigkeit abzurufen.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Hei: rich Krrlzbach u. Fra«, «leanere Snlzbach, geb. Kettert.
Wiesbaden. Rerostraße 17.
Die Beerdigung findet Freitag, den 5. Januar, 3'/, Uhr, von der Leichenhalle des Südsriedhofes aus statt.
Kondolenzbesuche und Bluryenspenden dankend verbeten.
Iauksagnn-.
Für die vielen Beweise herzl cher Teilnahme an dem Verluste meiner lieben Frau, unserer treusoigenden Mutter, sage auf diesem Wege innigen Dank, insbesondere Herrn Pfarrer Schlosser für die trostreichen Worte am Grabe der Verstorbenen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Andr. Kreiner,
Schreinermeister.
Wiesbaden, den 4. Januar 1917.
