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Der Roman

Nr. 301.

Morgen.Seila ge der wierbadener Tagblattr.

Sonntag, 24. Dezember.

1916.

(S, Fortsetzung.)

Paula fühlte sich nicht Wohl in dem lebhaften Sa.on Von Frau Verl. Sie war noch zu fremd. Sie war be- druckt. Dort, wo Frau Petru erzählte, wie viel ihr die neue Einrichtung gekostet. langweilte sie sich; wo Klavier jfö'g* ^urde, fürchtete sie zu stören; Fürst Demeter war rhr unheimlich, und Sofke Petru mißfiel ihr sehr.

w,*«* r e etf f 9hcu beran und bat ihn, mit ihr nach Hause zu fahren. Er war gern dazu bereit Cleopatras Koketterie mit Fürst Demeter ^mit anzm sehen, machte ihm Pein. a

nnftfUÜ?<z* re ** l* toer ' daß ich von meiner

Nächsten Familie keinen mehr am Leben habe! Meine

w"rde rmr das Gefühl der Fremde nehmen, das mich heute überfiel. Sie war hier so sehr geliebt und verehrt", meinte Paula.

Nicu gab ein Brummen von sich, als leisen Protest Vaula bemerkte es nicht, er hätte ?u*uuht gewollt, daß sie es merkte; ihm war lieb, daß die Mutter in ihrem Kopf als eine Heilige lebte.

w"® § TO ar dn re ^ )t bunter Tag, Nicu", fuhr Paula etwas "au *regeln p 0lIen totr beginnen, unser Leben

Am.nächstenMorgen war Nicu noch in süßem Schlaf

* ^nnte sich vor zehn Uhr nie recht ermuntern, qI§ der Diener ihn weckte, um ihm Herrn Veri zu mel­den. Paula war schon auf und hatte zu ihrem Ent- fttzen vom Fenster aus gesehen, daß die Rosenstöcke im Garten noch nicht eingegraben waren. Schnell ließ sie ft* den.Hausknecht kommen und verfolgte nun feine Ungeschicklichkeit von ihrem Boudoir-Fenster aus. Als Nicu einen Augenblick zu ihr hereinkam, rief sie ihm entgegen:Denke nur, wir hätten nächsten Sommer keinen Nosenstock mehr rm Garten gehabt!"

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fi n Ä nt ff e ( te vorwurfsvoll:.Solch ein leicht- sprechen I'^ort darf man nicht einmal im Scherz

Bitte, predige , nicht, Paula, ich wollte dir nur M ®I rt -«. mtd l abholt, um zu Fürst Demeter zu aber zum Frühstück wieder Mit- orrnge und vrellercht noch ern paar andere. Latz uns Cm ft? or Slaschen Champagner auf Eis stellen." r .,r^ ^nde es mrrecht daß Veri seine Frau allein laßt, wenn nichts ihn verhindert, zu Hause zu sein. Ich wurde es dir nicht gestatten!" ^

Unvernunft war der Zug, den Nicu am liebsten an Frauen hatte, darum war er ganz entzückt von Paula, als er fortging.

Veri unterhielt ihn in seiner ruhigen, fast tief- sinnigen Weise von Politik.Ich habe Nachrichten aus der Residenz daß der regierende Fürst abdanken will.

Ifift- & f W ^ f nicht mehr geht. Die Murulla nur hat, das Spiel noch nicht satt. Da die Sache so liegt, mochte ich Fürst Demeter dazu bringen iede Konspiration zu lassen. Siehst du , es ist^doch eine

Oer Bojar.

Ein Rom«n aus Rumänien von M4e Kreuniltz.

(Nachdruck v-rbcten.)

Mrswn vmjagt!"^' ^n es seinen selbstgewählten

meinte^Nicu^"" SWornHa noch nicht genug hat?"

'j®l r regierende Fürst läßt sich ja nur bis zu einem »EmGrad beherrschen, eines schönen Morgens jagt er all das Frauenvolk davon."

P T^ürst Demeter allerdings sucht mehr persönlich» Rache, als daß er sich um das Wohl des Landes füm- inert, ^hm war am Staatsstreich nur die Aufhebung Robotpslicht ern Dorn im Auge gewesen."

"3r 0lni * e nicht, daß er persönliche Motive hat." »Rur nicht idealisieren. Veri!" rF* Ee ihn und kann ihn sogar gut leiden."

.. Raturlich, dachte Nicu, Veri hat immer eine Vor­liebe für die Menschen, die ihn gerade mit seiner Frau betrugen, und ich verwette meinen Kopf, daß Fürst Demeter Cleopatras neueste Laune ist.

..Mir ist er widerwärtig" bemerkte Nicuev erinnert mich an einen Tierbändiger oder an einen Pflanzer aus den südlichen Staaten, der jeden Morgen zum Frühstück einige Neger totpeitschen läßt."

Dabei langten sie an dem wüsten Palast an

^urft Demeter ein paar Tausende darauf ^rwendete.seinen Palast herzurichten, das würde ihm me^ Popularität ernbnngen als alle seine Cour- macherei! sagte Navru.

Fürst Demeter war nicht zu Hause, er war wieder ausgentten und hatte den Bescheid hinterlasfen, die ^mmen machen so gut sein und am Abend wieder-

Ihm paßt es nicht, mit uns allein zu reden, da mußte er klarer mit der Sprache heraus", meinte Nicu.

Veri lachte nur:Wenn du eine Antipathie Haft Nicu, dann hast du sie gründlich!"

Sie kehrten zu Paula zurück. Der bestellte Cham­pagner fehlte auf dem Frühstückstisch.

Warum?" ftagte Nicu.

Llmm? f"»"»»Ws ei.tem.tt

Veri lachte.Nicu, deine Frau hat recht!"

si-Paul« errötete: sie fühlte, daß' sie eine Taktlosigkeit begangen.

Aber sie hatte mit der bestimmten Absicht, ihren Tag zu regeln, so viel Außergewöhnliches zu tun vor- gefunden.

Reibungen und Schwierigkeiten aller Art! ^n und Gesindestube! Paula fühlte solch wehes Ge­fühl, als ob sie auf einem tteibenden Flusse sei und da- vongetragen würde, wer weiß, wohin? Vielleicht machte die Veränderung des Klimas sich geltend, vielleicht war

"äs Herbstwetter sie fühlte eine so schwere Mut­losigkeit! Nicu , war fa derselbe, sie hätte nicht sagen können, daß er m , irgend etwas verändert sei, aber eS to r» r 'r jl e plötzlich in einem anderen Licht,

als ser keine Spur von Zusammengehörigkeit zwischen ihnen; ihre Beziehung schien ihr sehr veroberflächlichttz