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Verlag Laaggasss 21

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in. Rdeengav die derrestenoen lagbl.

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Samstag, 23. Dezember 1916. Clfu

Sertiil W., PvtSbam er Str. 121 Ib. Feraspr.: Amt Lützow 6202 u. 6203 Aür die Sluinabme von Anjeigen an norgeichrrebenen

° 1 — _ • Tagen und Planen wird keine Gewäbr nbernnn,n,en.

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64. Jahrgang.

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vor der vollständigen Eroberung der Oobrudscha.

Ueber 1600 Gefangene.

Der Tagesbericht vom 23. Dezember.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 23. Dezember. ^Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Armee des Gcncralscldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg.

Im N v e r n - und W p t s ch a e t e - Bogen erreichte gestern der Artilleriekamvf erhebliche Stärke. Südöstlich von Nvern griffen englische Abteilungen an; sie wurden durch Feuer, an einer Stelle im Nahkampf zurückgetrieben.

Südlich von Boesinghe drangen mehrere Patrouillen in die feindlichen Gräben und brachten Gefangene, Maschinen­gewehre und Beutestücke zurück.

Heeresgruppe Kronprinz.

An der Champagne- und Maasfront nur ge­ringe Feuertätigkeit. In den B o g e s e n nordwestlich von Münster hoben deutsche Streifkommandos einen französischen Sanpeposten auf. Bei F r a p e l l e, östlich von St. Die und südlich des Rhein-Rhone-Kanals wurden nach starker Ar­tillerievorbereitung Angriffe französischer Abteilungen abge- tviesen.

LstliÄier Kriegsschauplatz.

Heeressront des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Mchts Wesentliches.

Front des Generalobersten Erzherzog Joseph.

In den Waldkarvathen mehrfach Patrouillen- Unternehmungen, bei denen Gefangene und Maschinengewehre eingebracht wurden.

Südlich M e st e c a n e s e i nahmen österreichisch-ungarisch" Abteilungen eine jüngst aufgcgebene Vorstellung den Ruffe,. 'wieder ab.

'Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vnn Mackcnse

In der D o b r u d s ch a stürmten die verbündeten Tru» zpen mehrere russische Nachhutstellungen und besetzten T u l ic e a an der unteren Donau.

Die Gefangenenzahl hat sich auf über 1606 erhöht; mehrere Maschinengewehre waren die Beute.

Mazedonische Front.

Am D-jransee Artilleriefeuer, in der Strumarbene ebenfalls Borpostengefechtc.

Der erste Generalauartiermeister: Ludendorff.

Dre Knrecmng wiUons.

Die weitere Aufnahme in der deutschen Presse.

Berlin, 23. Dez, (zb.) Fn erster Linie, sagt die „Frei sinnige Zeitung", ist jeder neutrale Staat und jedes Ober- st-:upt eines neutralen Staates willkommen, das sich um einen Frieden bemüht, Bedingung aber ist, daß er nicht Partei -sit. Eine solche Persönlichkeit an der Spitze aller neutralen Staaten hätte schon läng st das Blutvergießen verringern können. Wenn Wilson :n weiten Kreisen Deutschlands wenig beliebt ist, so ist es, weil Amerika bisher wenig von wahrer Neutralität gezeigt hat.

Die „Germania" sagt: Wilsons Schritt stellt unser Vor­gehen als eine R e ch t s e r t i g u n g vor der ganzen Welt dar.

Der Friede marschiert, so heißt es im „Vorwärts", die Note Wilsons leitet ihn.

Im „Berliner Lokal-Anzeiger" wird gesagt: Wilson kann sicher sein, daß seine Note von der deutschen Regierung auf das ernstlich sie erwogen wird und daß auch das deutsche Volk sie mit einer Nachdenklichkeit prüfen wird, die eine so weittragende Anregung, wie dieser Schritt, bean- spruchen kann. Vorläufig muß damit gerechnet werden, daß bei der ablehnenden Haltung oes Vierverbandes gegenüber der Friedensaktion der Mittelmächte eine sachliche Stellung­nahme seitens der Alliierten überhaupt gegenstandskcs wer­den könnte.

Die „Berliner Morgenpost" erklärt: Heute oder morgen wird die formelle Antwo.'t der Entente cegiernngen auf vnser Friedensangebot mitgeteilt werden. Vielleicht über- reugt diese Antwort Herrn Wilstm oavon, daß es einzig Und allein die Staatsmänner unserer Feinde sind auf dre er im Sinne der B e r u u n f t und l>er M e n s ch l i ch k e it «i n w i r k e n muß. wenn ec der Wiederkehr des Friedens 'n die leidende und klagende Welt einen Weg bahnen will.

„Leipziger Neuesten Nachrichten" weisen darauf hin, ß Wiljon in seiner Lote abermals bekundet, wie wenig fmhJt ~ tn l e unparteiisch zu betrachten fähig ist. „Er ^inanb^sseren die Ziele der Kriegführenden W'cklick? Wann hätte sich Dentsch- i a § 3 ier gesteckt, einen seiner Gegner ober auch nur T h! e Gesellschaftsschicht bei einem seiner Gegner

Hat bagegen der Vierverband nicht erst pwf"- 0en wieder durch den Mund der leitenden

die Vernichtung Deutschlands, zum mindesten ^ ber "preußischen Militäckaste", feierlichst als sein Kriegsziel aufgestellt > Ist nicht ber englische Hunger- <n?im 0 ^/rnichtung. auf Knickung der Blüte eines 70-

Und ist nicht Deutschlands vor- v ® ? n ^ §äieI d'- G. e > chberechtlgung im Welt- \ 1 -L r? r ?® er Ö t l ben grundlegenden Unterschied nicht sieht cder nicht sehen will, der darf sich nicht wundern, wenn wir

besetzt!

^ede be ^ er ' ^ er ^ tnfor mieren, ehe er anfange zu

>. - "Daily Telegraph" würdigt die Aufrichtigkeit des Präsidenten und dessen Streben nach Unparteilichkeit, be- Iauptet jedoch, die Feinde Englands hätten das tief wurzelnde Menschlichkeitsgefühl der Amerikaner ausqebeutetl und deshalk' komme die Friedensuote n i ch t g e I e g e n. Dan» metnt das Blatt: Die Verbündeten haben die innige Über­zeugung, daß die Gesittung einen unersetzlichen Schaden exA i elbet ' ^. ertn prr Angreifer nicht geschlagen wird, und tesbalb sind wir einmal so entschlossen wie das andere Mcch mit dem einzigen zweckmäßigen Mittel ein Übel auszu- rotten, das die Gesittung vernichtet.

Das „Daily C h r o n i c l e" schreibt: Nichts wird be*. Engländern, und nicht diesen allein, sondern den Liberalen in! West- und Südeurova ko großen Schmerz verursachen wie.' die Note Wilsons, die im Gvunde nur eine Ergänzung der

gegen den Gedanken seiner Vermittlung mit äußerstem gewappnet sind. Aber Herr Wilson sagt ja ausdrücklich, daß ec nicht für seine Person als Vermittler wirbt, sondern nur für ben Gedanken des Austausches gegenseitiger Bedingungen. Da der Vierbund früher als Herr Wilson eine Anregung gegeben hat. die auf einen unmittelbaren, wenn auch vielleicht noch unverbind­lichen Gedankenaustausch hinausläuft, da die Antwort des k-uf diese Anregung noch aussteht, so müßte Vm Wilson sich schon an den V i e r v e r b a n d wenden, falls er beide Anregungen auf der gleichen Linie vereint zu sehen wünscht. Tenn von der A n t w o r r, die der Vierverband uns gibt, wird es sa in der Hauptsache abhängen, ob wir Überhaupt m der Lage sind, Herrn Wilsons Weihnachts- wünsch, so viel an uns liegt, zu willfahren. In jedem s^all isr die Lage durch Wilsons Dazwischentreten noch verwickelter geworden, als sie ohnedies schon war.'

Schärfste Ablehnung Ser nor-amer'kanischen Note in enalischen vlnttern.

V/. T.-B. London, 22. Dez. fzb.) „Daily Graphic" erklärt Wilsons Note aus seiner Unwissenheit. Das Blatt sagt, Wilson scheine jetzt noch nicht einmal angesangen zu haben, die Ursachen des Krieges zu begreifen. Wilson rede wie ein Schulme-ster, per ben Schulknaben befehle, mit der Prügelei aufzuhöre.n, weil :hr Lärm ihn störe. Wilson

^ erI irü r Nach einem erneuten Hinweis aus die

Verrreck>en" heißt es weiter: Wilson war damals, als diese Verbrechen verübt wurden, nicht bereit, unter Be- rufung auf die Menschlichkeit einzugreifen. Warum tut er es andere von der Bestrafung des Schuldigen abzu- yalten. Was haben die Verbündeten getan, um die Be-

0 ,u verdienen, die darin liegt, daß

er Deutschlands Versprechen wegen des Kriegszieles für ebenso viel wert halt wie das ihrige? Wilson hat einen (- r o tz e n Fehler begurrgen.

Die ..Morning Post" hebt hecbor, die Nieder« 4 ag„e Deutschlands sei das einzige Mittel z« Gewährleistung der Sichechmt Europas und der übrigen Welt, einschließlich Amerika. Das Blatt fragt den Präsi. denten, wie die Bedingungen, auf die er sich beziehe, durch­gesetzt werden konnten, wenn es Deutschland einfalle, sie zu brechen, wie dieses es früher getan habe. Wollten die Der- einigten Staaten etwa die Verpflicktung übernehmen, für die Durchsuhrung der künftigen Friebensbedingungen mit den Waffen in der Hand einzutreten? Die europäischen Völker seren f e st e n t s ch l o s s e n. D e u t s ch l a n d z u s ch l a g e n. koste es was es wolle. Ihre Entschlossenheit sei ebenso groß wie die der Nordstaaten der Union während des BürgerkriegßZ.

Die „Daily Mail" erklärt- Die Wilsonsche Note wer sthon beantwortet, ehe ne überreich: ivarde. Die Bedingungen der Verbündeten sind bereits jedermann .bekannt. EK j«