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13 Ausgaben.
Kernruf:
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Berli.t, «dieil.Ag leb fitiiMn« T-zvl.nS: «etlin W., Pols»»»« «tr.121 I. Keruspr.! L«r Lü„w (KOS »-6203.
Montag» 18. Dezember 19!6.
Morgen-Kusgabe.
Nr. 615. - 64, Jahrgang.
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llnau^altfcmes vorwartrdringen in dcr Walachei und in der Dobrudscha.
Der Suzaul-^bschnitt überschritten.
1150 neue Gefangene und reiche Beute.
Erstürmung einer russischen Stellung nördlich Kowel-Luck.
Schwere Uämpfe an der Maas.
Der Tagesbericht vom 17. Dezember.
W. T.-B. GrosteS Hauptquartier, 17. Dez. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupvrecht.
Bei Hannescamps, nördlich der Ancre, der» suchten englische Abteilungen unter dem Schutze starken Feuers in unsere Gräben einzndrinoeu. Sie sind blutig zurückqewieseu worden.
Heerrsaruvve Kronprinz.
Aus dem Ostufer der Maas baben die Franzosen gestern ihren Änariff sortgesrbt. Nach hartem Kampfe ist ihnen Bezonvaux und der Wald west, lich des Dorfes verblieben. Ihre nordwärts weiter geführten Stöße sind vor unseren Stcllnnoen aus dem Höhenrücken nördlich des Dorfes Bezonvaux zu- sammengebrochea.
östlicher Kriegsschauplatz.
Heeressront des Generalseldmorkchalls Prinz Leopold von Bauern
Nach starker Fenervorb-reitung griff der Russe bei Jllnxt (nordwestlich von Dünaburg) an; er wurde abgrwiesen.
Nördlich der Bahn Kowel-Lnck stürmten Teile des brande-ibnrffschen Reffrve-Jnfanterieregi- mrnts Nr. 52 die r u s s i s ch e S t e l l n n g in etwa 600 Meter Breite. 5 Offiziere, 300 Mann konnten gefangen, mehrere Maschinengewehre und Mincnwerfcr als Beute znrückgesandt werden.
« Front des Generalobersten Ertkirr-wg Joseph.
An der CimbroSlawak (Waldkarpathen) und l im N z - T a l e stießen deutsche Truppen über die rinne ! Linie vor, machten einine Dutzend Geangene und vertrieben den sich zur Wehr setzenden Feind.
§ Auch südlich von M c st e c a n s c i (an der Bistrica) Borfeldgesechte.
Hrerrsor'ivvk des Generalkeldmarschalls von Mackensen.
k Der B„ za ul-Ab schnitt ist in breiter Front überschritten.
Unteren Truppen sielen außer 1(50 Gefangenen 19 Lokomotiven und etwa 400 Eisenbahnwagen, zumeist beladen, sowie eine Unzahl von Fuhrwerken in die Hände.
In der D n b r « d s ch a hat rasche Bertolgung des »nr vereinzelt Widerstand leistenden Feindes unsere Verbündeten Trnvpen bis dicht an das Waldgebiet im Nordteil des Landes geführt, wo Gegenwehr erwartet wird
Mazed--i»«sebe Krönt.
Keine größeren Gefechtshandlunaen.
Der erste Generalanartiermeistcr:
Ludendorfs.
Dev deutsche Abendbericht von, 16. Dezember.
k W. T.-B. Berlin, 16. D"Z., abends. (Amtlich.) k Im Somme-Gebiet zeitweilig starker Artillcrie- kamps.
Auf dem Ostuser der Maas sind die Kämpfe j ttmf) rttf)t'>nr Nacht heute wieder ausgelebt.
In der Großen W a l a ck- r i und Dobrudscha i gewannen unsere Armeen, teilweise nach Kampf, er- heblich Gelände.
In Mazedonien Ruhe. ^
Auch dev untere Ea^matuiul überschritten.
Der deutsche Abendbericht vom 17. Dezember.
Vf. T.-B. Berlin, 17. Dez., abends. (Amtlich.)
. An der ganzen Westfront und im Osten nur mäßige 8«fechtstäti"keit.
m Unsere Armeen übrrichrittrn mit der Masse de« « « zaul und den unteren C a l m a t u i u l.
_ Die Dobrudscha. Armee gewann nordwärts Voden.
2« Mazedonien Ruhe.
O.'terreichisch'ungarischer Tagesbericht.
Vf. T.-B. Wien, 17. Dez. «Drabtbericht.) Amtlich verlautet vom 17. Dezember, mittags:
Östlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalseidmarschalls v. Mackensen.
In der östlichen Walachei überschritten die Truppen des Generals der Jnfuntrrie v. Falkenhayn den Bnzanl-Abschnitt an mehreren Stellen. Im Laufe des gestrigen Tages wurden 1150 Mann gefangen, 18 Lokomotiven und etwa 400 beladene Ersenbahn- wagen erbeutet.
Heeressront des Generalobersten Erzherzog Joseph.
Südlich von Baleputna wurde ein Angriff von zwei russischen Bataillonen durch einen energischen Gegenstoß österreichisch-ungarischer Truppen a b gewiesen. Hierbei wurden ein Fähnrich und 65 Mann als Gefangene eingebracht. Im U z - T a I und westlich des C i b a - T a I e s stießen deutsche Abteilungen über die eigenen Linien vor und nahmen eimge Dutzend Mann gesungen.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Dauern.
Südlich von B o l - P o r s k stürmten deutsche Kompagnien die feindliche Stellung und eroberten diese in einer Breite von etwa 600 Metern. 5 Offiziere, 300 Mann, 3 Maschinengewehre und 3 Mincnwerfer blieben in der Hand des Angreifers.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Lage unverändert.
Der Stcllvertrrrer des Chefs des Gcneralstabs: v. Höser, Frldmarschallentaant.
Ereignisse zur §ee.
Neue große U-Voot-Trfolge im M.ltelmeer.
Cin sranzösisches L<nrenschifs schwer beschädigt.
Ein Druppcntransportdampfer mit über 1066 Mann versenkt.
Vf. T.-B. Berlin, 17. De,. (Amtlich. Drahtbericht.) Eines unserer Unterseeboote hat am 12. Dezember 55 Seemeilen ostsüdost von Malta rin sranzösisches Linienschiff der Patric-Klasse durch Tor- pedoschuß schwer beschädigt. Ein anderes Unterseeboot hat am 11. Dezember südöstlich der Insel Pan- tellaria den bewaffneten französischen Truv- pentransportdampser „M a g h r ll a u" (6027 Tonnen) mit über 1000 Mann weißer und farbiger Truppen nn Bord durch Torvedoschuß versenkt.
Versenkt?
IV. T.-B. London» 17. Dez (Drshilbericht.) Der Kapitön des holländischen Dampfers „A g o m e tn n o n", der ge-toi umlief, berichtet, drtz er einen Petroleumdampfer passierte, der in Brand war. — „Lloyds" wcldrt, daß die englische Bari „Holt «B i l l" (2368 Tonnen) gesunken ist. Das Segelsch'if „Conrad (164 Tonnen) wurde versenkt. Der britisthe Da-nrpser „T a m f i e I s" ist nicht, wie fälschlich gemeldet w>uch e, versenkt worden, sondern hat wohlbehalten den H-isen erreicht.
W. T.-B. Bern. 16. Dez. „Petit Parisien" meldet aus St. Razaire: Sin Loiseniboot bvachte gestern SS Matrosen von dem versenkten englischen Dampfer „Glencoe" (2560 Tonnen) und dem portugiesischen Dampfer „Lesse" ein.
Vf. T.-B. London, 16. Dez. „Lloyds" meldet, dah der norwegische Dampfer „BroSk" und der schwedische Dampfer „V a l o" v-wsenkt wurden. Di« Besatzungen wurdem gerettet.
W.T.-B. Basel, 16. Dez. Der italienische Dampfer „Campania" (4267 Bruttoregi-stertonnen) und die italie. nische Bark „C e I e st e" (ISOO Tonnen) sind durch Tauchboote versenkt worden.
Der Krieg gegen Vortngal.
Die Aufstnndsbewcgung in Portugal.
Vf. T.-B. Madrid, 17. Dsz. (Drakitbericht.) Funk- spruch des Vertreters des Wiener Te'eqrapben-Korre- spondenzbureaus. In Portugal sind revolutionäre Unruhen ausgebrocken. an denen sich auch veAchic- dene Truppenkörver beteiligen. Tie Bewegung ist als P r o t e st gegen dre Äb s e n d u n g von Truppen auf den europäischen Kriegsschauplatz an- zusehen. Infolge zeitloeiliger Unterbrechung dcr Meldungen' ist der Umfang der Unruhen vorläufig nicht festzustellen. Spanische Blätter geben eine offizielle
Meldung der portuaiesischen Regierung wieder, wonach die revolutionäre Bewegung n n t? r b r ü £ t, ihr Führer Machado Santos verhaftet worden sei, und in Lissabon Ruhe herrsche. Die Lage in Porti»- gal gilt jedoch als äußer st kritisch. Die Armee ist einer aktiven Beteiligung am Kriege abgeneigt.
Vas Zriedenrangebot wird von da russischen R.'gicrung abgelehnt.
Einhellige Zustimmung der Duma!
Nach Meldung dcr Petersburger Telegraphen- Agentur nahm die R e i ch s d u m a mrt Samstag ihre Sitzungen wieder auf. Von den Ministern waren anwesend Ministerpräsident Trepow und der Minister des Äußern Pokrowsky.
Der Minister des Äußern hielt folgende Rede:
Ich wende mich gleich nach meiner Ernennung «üö Minister des Äußern an Sie. Natürlich bin ich nicht in der Lage, Ihnen einen bis ins einzelne gehenden Bericht über die gegenwärtige politische Lage zu geben. Ich fühle mich ober verpflichtet. Sie unverzüglich von der allerhöchste» Zustimmung Seiner Kaiserlichen Majestät zu der Haltung der Negierung gegenüber dem Ansuchen (!) unserer Feinde zu unterrichten, das Sie gestern durch Telegramme der Agenturen kennen gelernt haben. Die Friedensworte, welche von einer Partei kommen, auf die die ganze L a st dev Verantwortung für sen von ihr entfachten Weltbrand zurückfällt, der feinesglsicken in den Annalen der Geschichte sucht, waren trotz ihrer Ungewöhnlichkeit keine Überraschung für die Alliierten.
Während der 2 >/,jzhri,e„ Dauer des Krieges hat Deutschland mehr ~«I8 einmal von Frieden gesprochen.
Es sprach davon zu seinen Heeren und seiner Bevölkerung jedesmal, wenn es an ein militärisches Unternehmen ging, dos die Entscheidung darstellen sollte. Nach jedem, auf einen in die Augen fallende Wirkung berechneten militärischen Erfolg suchte es einen Sonderfrieden anzubieten, bald nach der einen, bald nach der anderen Seite. Es arbeitete in diesem Sinne lebhaft in der Presse der neutralen Länder. Alle diese deutsche» Versuche stießen sich iu dem Widerstande der entschlossenen Ruhe der alliierte« Mächte. Nachdem es jetzt eines Besseren über die Möglich- teit belehrt ist. eine Bresche in unsere unerschütterliche Allianz zu schlagen, machte Deutschland den offiziellen Vorschlag, die Friedensverhandlungen ein- z u l e i t e n. Um diesen Vorschlag zu würdigen, muß mau sowohl den Inhalt wie die Umstände berücksichtigen, unter denen er gemacht wurde Im wesentlichen enthält der deutsche Vorschlag keine tatsächlichen Angaben über das Wesen des Friedens, von dem die Rede ist. Er wiederholt die veraltete Legende von dem den Mittelmächten ausgedrungenen Krieg. Er verzeichnet die Sieghaftigkeit der österreichisch-deutschen Heere und die Unwiderstehlichkeit ihrer Verteidigung. Dann schlagen die Mittelmächte die Einleitung von FriedenSverhandlungen vor und drücken dabei die Überzeugung aus, daß die von ihnen zu machenden Anerbieten Dasein, Ehre und die freie Entwickelung „ihrer" Völker gewährleisten und die Grundlage eines dauerhaften Friedens bilden werden. (Ter französische Text der uns aus Kopenhagen übermittelten Depesche ist an dieser Stelle verstümmelt.) Das ist der ganze Inhalt der Mitteilung, ausgenommen die Botschaft, daß der Krieg im Falle der A b- lehnung vis zum siegreichen Ende weitergeführt und auf uns und unsere Alliierten die Verantwortung fiir weiteres Blutvergießen abgewälzt werden solle.
Unter welchen Umständen wird der deutsche Vorschlag gemacht?
Die feindlichen Heere haben Belgien, Serbien, Montenegro, einen Teil Frankreichs, Rußlands und Rumäniens verwüstet und besetzt. Die Deutschen und Österreicher haben soeben die scheinbare Unabhängigkeit eines Teiles von Polen verkündet und versuchen damit, oie Hand auf dre ganze polnische Nation zu legen. Wer kann also aus solchen Verhältnissen bei Beginn von Vorbesprechungen des Friedens Vorteil ziehen, als Deutschland? Aber die Gründe des deutschen Schrittes werden noch klarer, wenn man den innere» £ u fl ö n b bei unseren Feinden in Betracht zieht. Abgesehen von dem ungesetzlichen Versuch der Deutschen, die Bevölkerung Russisch-Polens zu zwingen die Waffen gegen ihr eigenes Vaterland zu ergreifen, genügt es, den allgemeinen A r b e i t s z w a n g, der in Deutschland eingeführt wurde, zu erwähnen, um zu verstehen, wie hart die Lage des Feindes iit. Zu versuchen, im letzten Augenblick aus ihren augenblicklichen Gebietseroberungen Vorteil zu ziehen, ehe sich ihre innere Schwäche ll) offenbart, das ist der iv^hre Sinn des deutschen Schrittes. Im Falle des Mißlingens wird der Feind die Weigerung der Alliierten, oen Frieden anzunehmen. im Inneren dazu ausnützen, dre sinkende Moral seiner Bevölkerung wieder zu stärken. Aber es besteht noch ein anderer Zweck bei dem Schritte».
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