Nr. 575. Sonntag, 2«. November 1V16.
totabel hat . an den Präsidenten des schwedischen Roten -Kreuzes Prinzen Karl die Anfrage gerichtet, ob es dem schwedischen Roten Kreuz nicht möglich wäre, den Zivil, und Kriegsgefangenen in Rußland zu Hilfe zu lammen, da sie mit großen Schwierigkeiten zu lämpfen hätten. Prinz Karl erwiderte darauf, daß die russische Regierung seit Kriegsbeginn die Arbeit derart verteilt habe, daß das schwedische Rote Kreuz sich der militärischen Kriegsgefangenen annehme und das amerikanische Rote 'Kreuz der Zivilgefcmgcnen. Es könne daher kaum erwartet , werden, daß die russischen Behörden hierin eine Änderung vornehmen würden. Aut frei Roten-Kreuz-Konferenz in Stock- holm sei der Vorschlag eingebracht worden, daß die Tätigkeit des Roten Kreuzes sich auch auf die Zivilgefangenen erstrecken könne. Der Vorschlag wurde von deutscher und österreichisch-ungarischer Seite angenommen, dagegen von Rußland abgelehnt. Prinz Karl hat darauf vorgeschlagen, den Zivilkriegsgefangenen die Heimkehr zu gestatten. Zur Beratung dieses Vorschlags hat das russi- sche Ministerium des Äußern eine Kommission eingesetzt.
Die erhebliche holländische Lebensmittelzufuhr für England.
Die .Ledensmittelausfuhr, die England von Holland neuerdings fordert und die Holland gewährt, nimmt immer größeren Umfang an. Beispielsweise betrug die Ausfuhr von Margarine aus Holland nach England im Juli 10 740 00V Kilogramm, im September 14 880 000 Kilogramm, Milch im Juli nur 442 000 Kilogramm, im September 933 000 Kilogramm. Butter im Juli keine, im September 75 000 Kilogramm, Käse im .Juli 187 750'Kilogramm, im September 648 000 Kilograrnm, frische Früchte und G e - müse im Juli 385 000 Kilogramm, im September 523 360 Kilogramm, Kakao im Juli 283 000 Kilogramm, im September 451 OVO Kilogramm. In den meisten Fällen handelt eS sich 'dabei um Erzeugniffe des holländischen Bodens und Landes.
Die Union und die zu Angriffszwecken bewaffneten Postdampfer.
W. T.-B. New Kork, 25. Nov. iDvahtbericht.) Funkspruch von dem Vertreter des WoWchen Bureaus. Der Hearstsche „.Internationale Nachrichtendienst" meldet aus Washington: Das Staatsdepartement hat keinen amtlichen Bericht über die Behauptung erbalten, daß der französische P o st d a m p f e r „Mississippi" auf ein deutsches Unterseeboot im englischen Kanal gefeuert hat. aber es erwartet Nachrichten von der amerikanischen Botschaft in Paris. In amtlichen Kreisen verlautet, daß, wenn es sich heraus- stellte, daß die „Missiffipi" ihre Geschütze zum Angriff benutzt habe, ihr die E i n f a h r t in amerikanische Häfen unter der Maske eines friedlichen Kauffahrteifahrers verwehrt werden soll.
(Dem „Matin" vom 12. b. M. zufolge hat der Kapitän des Posidampfers „Mississippi", Coutleaux, nach dem Einlaufen in Cherbourg selber folgendes erklärt: Am 8. November, um 10 Uhr morgens, als sich her Dampfer auf 40» 50' Nordbreite und 2» 50' Wcstlänge befand, kam in einer Entfernung von 3 Seemeilen an Steuerbord ein großes Unterseeboot in Sicht. Das Unterseeboot fuhr mit hoher Geschwindigkeit nach Westen. Der Kapitän der „Missiffipoi" gab feiner Besatzung sofort Befehl, sich gefechtsklar zu machen, und manövrierte mit feinem Schiff so, daß er dem feindlichen Unterseeboot sein Heck z u k e b r t e. Als er den Augenblick für günstig hielt, gab er den Befehl, zu feuern. Lewer aber — wie sich der Kapitän ausdrückte — wurde das Unterseeboot nicht getroffen. Da das Unterseeboot sich auf ein Gefecht nicht einließ, stellte der „Misstssippl" dann sein Feuer wieder ein. — So die eigene Erklärung des Kapitäns Eoublecrux. Schriftl.)
Die Preissteigerung der Lebcnsinittel in Amerika.
W. T.-B. Baltimore, 25. Nov. (Drahtbericht.) Reuter meldet: In einer allgemeinen Versammlung des Arbeiterbundes wurde eine Entschließung angenommen, in der eine Untersuchung der Preissteigerung der Lebensmittel durch den Kongreß verlangt und, wenn es sich Herausstellen sollte, daß sie eine Folge von Spekulation sei, Bestrafung der Schuldigen gefocdert wird. Sollte sich aber ergeben, daß die Teuerung die Folge einer anormalen Ausfuhr von Weizen und anderen Lebensmitteln sei, so wird verlangt, daß Wilson und der Kongreß in Erwägung ziehen sollten, ob die Ausfuhr nicht, so weit dies die internationalen Handelsverträge gestatten, zu verbieten sei.
Die kleinsten Bengel schon büten die kleinen, struppigen, geduldigen Pferde.. Mit einem Satz sitzen sie oben. Trab. Wilder Galopp. Sie sind geborene Reiter. Polnische Kavallerie . . .
Das ist die Umwelt.
Da ist so ein Abend. Es hat Eiserne Kreuze gegeben cder Kriegsordon der Bundesstaaten. Man hat einen Grund zu feiern. Das Grammopbon spielt, Wagner, Volkslieder, Gassenhauer. Der Burbaß tritt in Tätigkeit. Ach so, der Burbaß? Eine Stange wird mit einer großen leeren Konservenbüchse — am besten einer ehemaligen 10-Psnnd-Dose Heringen — fest verbunden. Über die Trommel werden Drahtseiten gespannt. An die Spitze der Stange kommen auf einen Nagel ein halbes Dutzend Blechdeckel -■ am besten von Kirschkompottbüchsen —, und dann wird das Instrument mit einer Säge aus Holz gleichmäßig gestrichen und auf die Erde gestoßen. Es ist übrigens nicht so leicht. Der Oberarzt der Drahter (es war ein Abend im Kasino der vereinigten Funker und Drahter) konnte es nicht. Ja, die Bayern hatten Bier gestiftet. Draußen fing de: Wind an zu singen. Wir sangen lauter. Und schließlich spielte der Hauptmann den Burbaß, und' ein Generalstäbler ranzte. Tanzte. Jawohl. Sollte man das nicht sagen? Verdreht noch mal! Immer wieder habe ich mit staunender Freude gesehen, wie sie sich durch die grauen Wellen beißen und gleich wieder munter alle Segel Kissen, wenn mal das Kciegsmeer ruhiger ging an ihre Fahrtstrecke. Es kommt schon bald wieder Sturm. Schnell genug. Aufatmen! Sich bekowern! . . . Sie sind jung, und das ist schön. Wer hielte es sonst aus? Auch im Stellungskrieg. Dreck, Raserei, Schinden gibt's genug dabei, trotzdem, grad rrotzdem .... Der Tag ist ja doch Sehnsucht, und ihre Flügelschläge rauschen durch die Nacht, durch das schlafende Kronlcmd Galizien. (Kb.)
Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.
Wiesbadener Tagblatt.
Dre Zurückziehung der amerikanischen Truppen aus Mexiko.
W. T.-B. Atlantic-Eity, 25. Nov. (Drcchtbericht.) Reuter meldet: Die mexikanisch-amerikanische Kommission hat sich vertagt, nachdem sie ein Protokoll unterzeichnet hat, in dem die Zurückziehung der amerilanisck>en Truppen aus Mexiko uu-d die Bildung von Grenzpatrouillen aus den beiderseitigen Armeen auf jeder Seite der Grenze vorgesehen werden. Die amerikanischen Truppen weiden binnen 40 Tagen nach der Ratifizierung des Protokolls zurückgezogen.
Aufhörcn der Lebensmittelzufuhr für die Entente aus der Union?
Berlin, 25. Nov. (zb.) Die französischen Blätter erhalten, wie der „Voss. Ztg." berichtet wird, Depeschen aus N e w Vork, nach denen möglicherweise mit dem Aufhören der amerikanischen Lebensmittelzufuhr an die Alliierten zu rechnen sei. Der Vorsitzende des Budget- ausschuffes im amerikanischen Repräsentantenhaus Fitzgerald habe die Beschlagnahme aller in den Vereinigtem Staaten vorhandenen Lebensmittelvorräte wegen der im Lande herrschenden Teuerung verlangt.
Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt. Seite 8.
Der Rrieg Rumäniens.
Die Lage in Rumänien.
Falsche Akkorde auf der englischen Leier.
W. T.-B. London, 25. Nov. chDrahtbericht.) Das Reutersche Bureau verbreitet nachstehende Darlegung: Nicht nur in Rumänien, sondern auch in anderen, gut unterrichteten diplomatischen und militärischen Kreisen wird die gegenwärtige Lage Rumäniens, die sich aus dem österreichisch-deutschen Vormarsch ergeben hat, nicht als ernst betrachtet. Daß die Lage unerfreulich und in gewisser Hinsicht auch un- klar ist. weil schlechtes Wetter di? Verbindungen verzögert hat, wird freimütig eingeräumt. Aber es wird ansgeführt, daß unangebrachte Niedergeschlagenheit nicht hervorgerufen wurde. Selbst wenn man annimmt, daß di? deutschen Heeresberichte wahr sind und ferner die Kindlichen Erfolge bei der Überrennung der westlichen Walachei in Anschlag bringt, so können diese, so unangenehm es sei, keineswegs für Rumänien eine Sache von ausschlaggebender Bedeutung sein und nicht die wirkliche strategische und militärische Lage Rumäniens treffen, da ein erfolgreicher russisch-rumänischer Feldzug im Norden den feindlichen Erfolg in sehr kurzer Zeit vollkommen nichtig machen würde. Es ist eine allgemein verbreitete falsche Ansicht, daß Deutschland durch die Überwindung des südwestlichen Rumäniens sehr bedeutende Vorräte, namentlich an Getreide. in die Hände bekommen würde. Dieser Teil Rumäniens ist zwar ein an landwirtschaftlichen Erzeugnissen sehr reiches Gebiet, dient aber nicht als Stapelplatz für Getreide. Der größte Teil der Ernte ist eingebracht und ans dem gewöhnlichen Wege schon vor Wochen nach Braila und Galatz, des größten Mittelpunktes des Getreidehandels. geschasst worden, wo sich große Speicher befinden. Kurz gesagt, die Meinung geht dahrn, daß die gegenwärtige Lage eher zur Geduld als zum Pessimismus mahnt. Eins ist gewiß nämlich, daß das Einsetzen jedweder Anstren- gung seitens Rußlands. Rumänien zu Helsen in sehr kurzer Zeit die ganze Lagx ändern würde.
Ereignisse zur §ee.
Ein spurlos verschwundener englischer Postdampfer.
Br. Rotterdam, 25. Nov. (Eig. Drahtbericht, zb.) Die Londoner Admiralität teilt mit. daß der englische Postdampfer .Ravpahannock". der am 17 Oktober aus Halifax näch England abfuhr, seitdem spurlos verschwunden ist So weit bekannt ist, sind weder Offiziere noch Besatzung au' Bord eines Unterseebootes ausgenommen, noch auch de-- Dampfer von einem deutschen Unterseeboot in Grund gebohrt worden. ES ist nicht mehr zu hoffen, daß das Schfff in Sicherheit ist. '
Versenkt!
Ä W - T - B cml ern ' 24 ' "detit Pansien" bringt eine
Reche von Meldungen über Schiffsversenkungen unid Unfälle. Darnach sind der französische Dreimaster „St. Rogarien" (1681 Tonnen) und der griechische Dampfer „Mazzanechis" versenkt worden. Die Besatzungen .der beiden Sch'ffe seien gerettet worden.
Au§ den verbündeten 5taaten.
Der neue österreichisch-ungarische Gesandte in Sofia.
IV. T.-B. Wien, 25. Nov. (Dvdhtibericht.) Der Kaiser Franz Jose-vh ernannte mit Entschließung vom 9. November den Grafen Ludwig S z e ch e n y i zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am bulgarischen Hof.
Auch in Österreich ein Sozialdemokrat im Krregs- ernährungsamt.
Br. Wien, 25. Nov. (Eig. DraA>ericht. gib.) Di« Prager Matter melden, daß der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Karl Renner zum Vizepräsidenten des Ernährungsamts ernannt wurde. Damit sei man dem Beispiel Deutschlands gefolgt, wo der Sozialdemokrat Dr. Müller in das Kriegs- ernährungsamt berufen wurde.
Die Antrittsaudienz des neuen bulgarischen Gesandten in Konstantinopel.
Konstantinopel. 3t. Nov. Der zum Gesandten in der Türkei ernannte bisherige bulgarische Geschäfts- träger K o l u s ch e w ist nachmittags vom Sultan in Antrittsaudienz empfangen worden, wobei er sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Nach der üblichen Einleitung, in der er die Wünsche seines Herr- schers für das Glück des. Sultans und seiner Dynastie wwie für das Gedeihen und den Ruhm seines Reiches zum Ausdruck brachte, fuhr der Gesandte fort:
In diesen geschichtlichen Zeiten vollkommener Übereinstimmung und ruhmreichen ivaffenbrüdertichen 8u-
sammenarbeitens zwischen Bulgarien und der Türkei ist mein erhabener Herrscher mehr denn je von dem aufrichtigsten Wunsche beseelt, die Lande der Herz- l i ch k e i t, die in so glücklicher Weise die beiden Staaten miteinander verknüpfen, zu erhalten und zu befestigen. Ich werde meine Bemühungen darauf verwenden, diesem Willen meines erhabenen Herrn zu enffprechen und meinen größten Eifer für die Aufrechterhaltung und Ausgestaltung der zwischen beiden Staaten bestehenden ausgezeichneten Beziehungen entfalten. Als entschiedener Anhänger des Gedankens eines Husammenarb-ntens zweier Völker, die so viele gemeinsame Interessen haben, bin ich überzeugt, daß die dauernde Freundschaft, die sie auf der Grundlage dieier Interessen miteinander verbindet, ein wertvolles Band einer glücklichen, gedeihlichen Zukunft ist, die die Frucht der gemeinsamen Kraftentfaltung beider Völker auf dem Felde der Ehre sein wird.
In seiner Antwort bat der Sultan zunächst den Gesandten, dem Könige seinen Dank und dre Versicherung zu übermitteln, daß er dessen Gefühle teile. „Seien Sie versichert", fuhr der Sultan fort, „daß all Ihre Tätigkeit, die Sie der Stärkung der in so glücklicher Weise zwischen beiden Staaten bestehenden Bande inniger H>i r m o n i e und Herzlich- .k e i t widmen wollen und die ein aufrichtiges, an glücklichen Ergebnissen so fruchtbares Zusammenarbeiten beider Staaten ermöglicht hat, bei mir herzlichste Ermutigung und von seiten meiner Regierung aufrichtigste Unterstützung finden wird.
Deutsches Reich.
klljahriges Dienstjubilänm des Prinzen Leopold von Bayern.
W. T.-B. München, 25. Nov. (Dnahtbericht.) Dre Korrespondenz Hoffmcmn meldet: Generaffeldmavschall
Prinz Leopold von Bayern voll-ondei am 27. November eine 60jährige Dienstzeit. Der König drückte ans diesem Anlaß Sr. König!. Hoheit die herzlichsten Glückwünsche zu diesem seltenen .Jubiläum aus und sprach in einem Haird- schreiben für -die g r o ß e n B e r d i e n st e, die der Prinz im Krieg nnd im Frieden dem Vaterland und «der Armee er- watzb, wärmsten Dank aus.
Hein Austausch von Zivilinternierten zwischen Deutschland und Frankreich.
Br. Berlin, 25. Nov. (Eig. Drahtbericht, zb.) Die „Nationalztg." schreibt- In einigen Zeitungen war von dem Abschluß eines neuen Abkommens zwischen Deutschland und Frankreich die Rede, auf Grund dessen demnächst der Austausch von insgesamt 20 000 deutschen und französischen Zivilinternierten über Schaffhausen-Genf und umgekehrt bevor- stehcn soll. Diese Nachricht ist i r r t ü m l i ch. ES handelt sich nicht um den Anstausch von Zivilinternierten, sondern um ten Abtransport von 20 000 Franzosen, namentlich Frauen und Kindern aus dem besetzten Frankreich, die wegen ihrer hilfsbedürftigen Lage nicht nuchr daselbst verbleiben konnten.
Pfennigmünzen ans Aknmininm.
Br. Berlin, 25. Nov. (Eig. Drahtbericht, zb.) Der „L.-A." erfährt noch folgende Einzelheiten über die beabsichtigte Ausprägung von Einpfennigstücken auS Aluminium. Mit den Vorarbeiten zu de.: Prägung wird sogleich begonnen werden. Das Aluminium-Pfennigstück haben wir jedoch erst m einigen Wochen auf dem Markt zu erwarten. Es wird etwas kleiner sein als das Kupferstück; während dieses einen Durchmesser von 171/. Millimeter hat, wird das neue Stück nur 16 Millimeter messen. Die Alnminiummünze wird dicker als das Kupferstück sein. Sie soll sich schon durch den Griff von anderen Münzen, namentlich von Fünfpfennigstücken, unterscheiden. Aus einem Kilogramm Aluminium werden 1250 Stück Einpfennigstücke geprägt werden. Das neue Stück wird 0,80 Gramm wiegen.
Zu den Neuerungen im Auswärtigen Amt heißt eS in 8er „Voss. Ztg.": Der Wechsel im StacrtSsekretariat scheint zu bedeuten, daß der neue Mann an der Spitze des Auswärtigen Amts die Absicht hat, mindestens in organisatorischer Hinsicht die Reform des Amtes energisch in die Hand zu nehmen. Einer der Fchler der bisherigen Organisation habe, in den Neheneinanderherarveitem der verschiedenen Abteilungen bestanden. Es dürfte beabsichtigt sein, daß Freiherr von Sinrnm die Vertretung des Staatssekretärs in allen polt- tischen Angelegenheiten übernimmt, während es die Auf- gabe des Freiherrn von dem Bussche-Hnddenhausen sein dürste, insbesondere für die Einheitlichkeit der Geschäftsführung und fiir das Zusammenarbeiten der verschiedenen Abteilungen zu sorgen.
Aus den Ausschüssen des Abgeordnetenhauses. W. T.-B.
Berlin, 25. Nov. (Drahtbericht.) In der Sitzung des Ausschusses des Abgeordnetenhauses zur Beratung der Vor- läge über die Gewährung von Diäten an die Mit» glieder des Abgeordnetenhauses wurde der Antrag der Fortschrittlichen VolkSp ictei auf Gültigkeit der Freikarte für die Dauer des Mandats sowie unabhängig hiervon für acht Tage nach der lebten Sitzung vor Neuwahlen mit großer Mehrheit angenommen, ebenso ein ZentrumScmtrag auf Gewährung der Freifahrt auch auf Privatbahnen. Der Ausschuß des Abgeordnetenhauses zur Beratung des Gesetz, entwurfes über Schätzungsämter und Stadt- schäften hat heute die dritte Lesung des Gesetzentwurfes beendigt.
Der Zusammentritt d«8 Herrenhauses. Die nächste
Sitzung des Herrenhauses findet einer Meldung der „Freist Ztg." zufolge voraussichtlich am Mittwoch, 6. Dezember, statt. Vorher treten die Ausschüsse und Fraktionen zusammen. Die Tagesordnung der Vollsitzung ist noch nicht festgesetzt
* Die Arbeit der Presse als vaterländischer Hilfsdienst. Nach dem § 2 des Gesetzentwurfes des Bundesrats soll als vaterländischer Hilfsdienst gelten „außer dem Dienst bei Be- Hörden und behördlichen Einrichtungen insbesondere die Arbeit in der Kriegsindustrie, in der Landwirtschaft, in der Krankenpflege und in kriegswirtschaftlichen Organisationen jeder Art sowie in sonstigen Betrieben, die für Zwecke d« Kriegführung oder Volk-Versorgung unmittelbar oder mitt-k.
