Einzelbild herunterladen
 

. M7. Freitag, 10, November MW.

Reue Kriegssteilerv in Frankreich.

W. T.-B. Genf, 9. Nov. (Meldung der Agence HavaS.) Der französische Minister deS Innern hat in der Kammer einen Gesetzentwurf eingebracht, durch den Ga st wirt­schaften und ähnlichen Betrieben des Departements Seine eine Steuer von über 8 Franken pro Kopf auferlegt wird. Das Ergebnis der neuen Steuer wird für Kriegszwecke be­stimmt werden. Ähnliche Steuern werden außerdem von den Gemeinden auferlegt werden können.

6-Uhr-Ladenschluß infolge Kohlenmangels in Frankreich.

W. T.-B. Bern, 9. Nov. Tie amtliche Begründung, der K-Uhr-Ladenschluß in ganz Frankreich bezwecke eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Munitionsfabriken, ist nur ein Vorwand. Tatsächlich erfolgte oie Maßnahme, wie „Liberte" heute zugibt, infolge Kohleninangels, der sich nun neben der Transportkrrse fühlbar inache. Kohlen seien selbst zu hohen Preisen nicht zu beschaffen. Daher komme die Notwendig­keit, den Lichtverbrauch einzuschränken. Die Fabriken im Sommegebiet hätten wegen Kohlenmangel schließen müssen. Die dadurch entstandene Arbeitslosigkeit sei um so schmerz­licher, als im Somme-Departement alles Brennmaterial fehle, so daß man sich fragen müsse, wie man die Speisen kochen solle.

Verwendung kriegsgefangener Deutscher zu Schanz­arbeiten im Feuerbereich.

Nach übereinstimmenden Aussagen französischer und eng­lischer Gefangener und Überläufer sowie durch sonstige Fest­stellungen ist einwandfrei erwiesen, daß Franzosen und Engländer fortgesetzt die gefangenen deutschen Mannschaften zu Schanzarbeiten rn einem Gebiet ver­wenden, das unmittelbar im Feuerbereich gelegen ist. Die Ententemächte setzen sich hierdurch mit einer gerade­zu unerhörten Brutalität über d>« allereinfachsten Grund­sätze des Völkerrechts hinweg. Welches Geschrei über Bar­barentum und Völkerrechtsverletzung würden sie erheben, wenn die Deutschen mit den englischen und französischen Ge­fangenen das gleiche täten!

Der Krieg gegen Italien.

Schärfere Zensur in Italien.

W. T.-B. Bern, 9. Nov. Wie Mailänder Blätter melden, fand gestern in der Sonsulta ein Mi nisterrat statt. Nach einer Verfügung der Regierung dürfen die Zeitungen von jetzt an über die Verhandlungen und Entschlüsse des Ministec- rats nur noch die amtlichen Mitteilungen veröffentlichen.

Oer Krieg gegen England.

slsquiths Guildhall-Nede.

Ein« neue echt englische Minifterrede.

W. T.-B. London, 10. Nov. (Drahtbericht.) Der Pre­mierminister hielt auf einem Bankett in der Guildhall fol­gende Rede: Ich entsinne mich des Verfalls, den bei eurer früheren Gelegenheit hier mit vorzeitiger und, wie dw Ereig­nisse bewiesen, unbegründeter Genugtuung der Triumph dessen, was man dre jungtürkische Bewegung nannte, über die von Spionen getragene blutbefleckte Tyrannei des Sultans Abd ul Hamid fand. Wir hofften in jenen Tagen aus eine Wiedergeburt des osmarrifchen Reiches von innen heraus. Unsere Hoffnungen sind ge­täuscht und zu nichts geworden und wir erkennen jetzt an, daß die Fortdauer der türkischen Herrschaft in Europa, wo der Türke immer ein fremder Eindringling war, schon dazu führte und wenn man ibr gestattete, fortzudauern, in noch höherem Matze dazu führen werde, daß der Türke nur ein Vasall und unterwürfiger Agent der deutschen In­teressen und Ansprüche ist. Lessen Sie mich ein praktisches Beispiel anführen: Zn den versklavten Rassen, die am meisten unter der osmanischen Herrschaft gelitten' haben, gehören die Armenier, deren unterschiedst se Hinschlachtung die ganze zivilisierte und christliche Welt in unserm Lande, in Rußland und vielleicht noch mehr tn den Veremgien Staaten entsetzte. Die Leiden dieses Volkes erweckten tiefstes Mitleid und alle drei Länder haben große Sun wen aufgebracht, um ihm in seiner gegenwärtigen Lage zu helfen und ihm in der Zukunft wieder ein Vaterland zu geben. Ich krauche nicht zu sagen, daß die brit'sche Regierung diese Bemühungen mit großer .-Sympathie steht und entschlossen ist, daß dre Zeit der Freiheit unb Erlösung für dieses alte Volk anbrechen soll. Aber Deutschland, das als Herz der Türkei mit einem Wink diesem organisierten Feldzug von Vergewaltigung und Metze­leien gegen ein christliches Volk hätte Einhalt tun können und, wenn e§ wollte, ihn verhindern können, duldete, schaute, un­bewegt und ergeben, und — können wir es wissen—, vielleicht beifällig. Dies ist ein Beispiel und ein bezeichnendes Beispiel für die wahre Bedeutung der germanisierten Türkei. — Ich will heilte aber nicht versuchen, einen Überblick über die .Kriegslage zu Lande und zur See zu geben. Unser« Flotte, die fern von der Öffentlichkeit und ohne Reklame arbeitet, aber wachsam und allgegenwärtig ist. hält die Wege, auf denen der Feind seine Vorräte bezieht, tn immer fester wer­dendem Griff und ist bereit, mehr als bereit, die Entscheidung ans offener See zu sichern, wenn immer sich die Gelegenheit dazu bietet. Unsere tapferen Heere auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen haben niemals auffallender ihr Anrecht be­wiesen, di« besten Überlieferungen unserer Vergangenheit zu erhalten und glänzen zu lassen. In dem Titanenkampf an der Somme mit seinem täglichen Rekord unermeßlicher Beispiele von Heroismus des einzelnen und der Allgemeinheit gewinnen sie ständig an Boden und weichen niemals einen Zoll zuruck. In Saloniki, Ägypten und Mesopotamien und Ostafrika ist ihr Rekord der gleiche. Frankreich kämpft -Tchulter an Schulter mit uns an der Somme und vernichtete im Laufe von wer:g mehr als 11 Tagen das ganze Ergebnis der gewaltigen' dem Feinde äußerst teuer zu steheri kommenden achtmonatigen Anstrengungen, bei Verdun Italien rückt stetig und sicher nach Triest vor. Rußland erMt mit unverminderter Tatkraft und Stärke seine kolossale Aufgabe und unserem rumänischen Verbündeten zollen wir beson­deren Tribut- Bewunderung ur.i> Dankbarkeit für die glän­zende und hartnäckige Aufrechterhaltung seiner Front. Die Serben sp'elen eine wertvolle Rolle, sie entfalteten nie* jnalg ehrenvoller b« unbezwingbare Eigenschaft ihrer Rasse.

Auch Portugal, unser ätrester Vcrtündeter, trägt seinen Der! für die gemeinsame Sache bei. In bezug aus Griechen­land spreche ich mit Hoffnung; ich wünsche, ich konnte sagen, mit Vertrauen. Wie alle Welt weiß, gingen wir uiid unsere Verbündeten nach Saloniki nicht als Eindringling« und Rechtsverletzer, sondern wir gingen dahin mit der Zu- st t m m u n g der griechischen Regierung als Freunde, sowohl Serbiens und Griechenlands.

Ja, den Frieden wollen wir, aber nur unter der einen Bedingung, daß der Krieg mit seinen ungeheuren Opfern, unsagbaren Leiden und ruhmvollen unsterblichen Beispielen von Mut und Selbstlosigkeit nicht vergeblich gewesen sein soll. Ein Separatfrieden kann nicht in Frage kommen und ein Friede, mag er früher oder später kommen — ich will keinen Augenblick meine Überzeugung verhehlen, daß der Kampf alle unsere Hilfsquellen, alle unsere Ge­duld und Entschlußkraft in Anspruch nehmen wird — wird ein solcher sein müssen, der aufgebaut ist auf einer sicheren und festen Grundlage und Bürgschaft für die Schwachen, für die Freiheit Europas und für die zukünftige Freiheit der Welt.

Weiter führte Asquith ans: Wir haben keinen

und hatten nie Streit, im Gegenteil, wir haben tiefe und aufrichtige Freundschaft für Griechen­land. Als eine der Garantiemächte seiner Unab­hängigkeit und Freiheit wünschen wir gleichzeitig zu verhüten, daß es in dem germanischen Netz verstrickt wird, und es vor innerem Hader zu bewahren. Was auch immer für Maßregeln offenbar praktischer Art von den Alliierten er­griffen worden find, so sind sie nur von der Notwendigkeit eingegeben, zu verhindern, daß Athen der Brennpunkt und Mittelpunkt deutscher Werbetätigkeit und Intrigen wird, oder vielmehr fortfährt, das zu sein. Ich erkläre ganz offen, daß wir für diesen großen griechischen Patrioten Venizelos herzliche Sympathien haben. Er versicherte uns, und wir nehmen seine Versicherung voll an, daß seine Anstrengungen und Organisationen keine antidynastischen Ziele verfolgen. Das einzige Ziel feines Strebens ist, daß in dieser Welt des Kampfes Griechenland eine würdige Rolle auf der Seite der Freiheft und in seiner fortschrittlichen Entwicklung mit der Richtlinie für Unabhängigkeit und Freiheit der Bal­kanvölker und osteuropäschen Gemeinschaften spielen möge. — Dies ist der Krieg für die kleinen Staaten.

Wie kann Griechenland in einem solchen Kampf beiseite stehen?

Eines der Ziele der Alliierten und namentlich derer, die, wie wir, zu den Garantiemächten gehören, ist, daß wir noch einmal in der Lage wären, in der wir uns befanden, als Venizelos Ministerpräsident war und wir zuerst nach Saloniki gingen. Hellas war es, die als Erste unter den Nationen in Europa das Licht der Freiheit anzündete und dem Einbruch der östlichen Barbarei und Tyrannei Wider­stand leistete. Barbarei und Tyrannei find ewige Feinde des Besten im Menschen, ob sie vom Osten oder vom Westen kommen, ob sie unverhüllt und schamtos einherkommen, oder behängen und verhüllt in Kleidern der Kultur. Möge Grie­chenland sein Licht wieder anzünden und sich seiner unsterb­lichen Vergangenheit würdig erweisen. — Lassen Sie mich, ehe ich schließe, einige Worte über die allgemeinen Aus­sichten der Lage sagen: Wir wollen uns über unsere Feinde keinen Illusionen hingeben. Sie sind große Organisatoren und vortreffliche Kämpfer auf dem Schlachtfeld. Sie sind auch, ich will nicht sagen, kunst­volle, aber doch unermüdliche Arbeiter ans einem ganz anderen Gebiet, auf dem Gebiet der Werbetätig­keit, und in dieser Beziehung sind ihre Bemühungen auf zwei Ziele gerichtet, darauf, die Alliierten zu verun­reinigen, und darauf, die öffentliche Meinung der Neu­tralen für sich selbst einzufangen. Um von dem zweiten

Ziel, der deutschen Werbetätigkeit,

zuerst zu sprechen: Es wird in den neutralen Ländern die Behauptung ansgestregt, daß wir und die Alliierten die fin­stere Absicht hätten, uns nach dem Krieg gegen sie zusammen- zufchließen und eine unüberfteigbar« Steinmauer gegen ihren Handel zu errichten. Das ist eine kindliche Einbildung, denn wenn das wahr wäre, so würde es bedeu­ten, daß wir alle zusammen auf wirtschaftlichen Selbstmord ausgingen. 'Es sollte überflüssig sein, zu ver­sichern, daß, wenn die Zeit für den Frieden gebammen sein wird, die Alliierten von dem Standpunkt ihrer eigenen In­teressen darauf nicht mehr Gewicht legen werden als darauf, die besten industriellen und finanzielle» Beziehungen mit den neutvalen Mächten herzustellen. Das erste erwähnte Ziel der deutschen Werbetätigkeit besteht in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung in jedem der kriegführenden Länder zu­gunsten eines Sonderfriedens. Es werden verschiedene Gründe hierfür an verschiedenen Stellen ausgestreut. Bei­spielsweise wird Großbritannien gegenüber ange­geben, Deutschland sei bereit, die Unabhängigkeit Belgiens wieder herzu st eilen und ihm Entschädi­gung zu leisten und daß auf dieser Grundlage ein billiger Friede erlangt werden könne, soweit besonders der britische Kriegsgrund in Frage käme, daß wir. von unseren Alliierten im Kriege weiter gezerrt würden, um besonders die Ansprüche Frankreichs oder Rußlands oder Italiens zu befriedigen, an denen wir keine unmittelbare Interessen oder Anteil hätten. Lassen Sie mich beiläufig bemerken, daß wir ebenso zur Wiederherstellung und Unabhängigkeit Serbiens verpflich­tet sind. Soweit ich sehe, hat niemand, der deutsche Werbe­tätigkeit betreibt, auch nur angedeutet, daß Deutschland be­reit wäre, diesem Verlangen entgegcnzukommen. Ich möchte jedoch ohne Zögern und ohne Zurückhaltung erklären, daß die Alliierten für eine gemeinsame Sache fechten und daß für das Ziel des Krieges ihre Interessen auch die unfrigen find, und daß der Sieg, der sich für sie alle erfüllt, unserer Meinung nach die wesentlichste

Bedingung eines dauernden Friedens ist. Das System, das die deutsche Propaganda gegen unsere Alliierten, insbesondere gegen Rußland anwendet, ist ge­rade entgegengesetzt. Dort werden wir als Macht hingestellt, der es darum zu tun ist, den Krieg fortzusetzen und die Mög­lichkeit eines Separatfriedens wie eines allgemeinen Fri«. dens zu hintertreiben. Wir werden hingcstellt als das Volk, dos Geld zu Wucherzinsen ausleiht, das aus Munition und anderem Bedarf, den wir liefern, und auS der Verschiffung, di« wir besorgen, gewaltigen Gewinn zieht. Wir werden hingestellt, als erfüllten ww dre uns von Napoleon

Avenb-AnSgabe. Erstes Mark. Getto 9t

zugefchriebene überlieferte Aufgabe einer Ration von Hökern und Händlern, als beuteten wir skrupellos ohne Matz die Notlage unserer Brüder m Streit anA.

Die Frage der Behandlung feindlichen Eigentums im englischen Unterhaus.

W. T.-B. London, 9. Nov. (Drahtbericht.) Im U n t er* haus fntb --ine lebhafte Erörterung über den Regierungs- antrag bezüglich des Verkaufs des feindlichen Eigen­tums in Nigeria statt. R.ich dem Antrag der Regierung soll das feindliche Eigentum nur an englische Untertanen oder Gesellschasten, feiner an Neutrale unter gewissen Bürg­schaften verkauft werden. Der Unionist Leslie Scots brachte eine Entschließung ein, in der erklärt wird, das ganze feind­liche Eigentum in den englischen Kronkolonien und den Schutzgebieten soll nur an englische Untertanen und Firmen verkauft werden. Carson »rnterstützte den Antrag und griff die Politik der Regierung heftig an. Über die allgemeine Frage der Behandlung feindlichen Eigentums folgten sodann scharfe Auseinandersetzungen zwischen Bonar Law und Carson. Bonar Law berteidigie lebhaft die in Nigeria be­folgte Politik und erklärte, die in der beantragten Ent­schließung enthaltene Politik sei das Gegenteil jeder gesunde» Handelspolitik des Reiches. Sie werde für die Verbündeten Englands nicht annehmbar sein. Er machte die Frage zum Vertrauensvotum. Die Entschließung wurde daraus mit 321 gegen 117 nationalistische Stimmen verworfen. Einige Radikale stimmten mit Carson in der Minorität.

Der Postranb.

. W. T.-B. Kopenhagen, 9. Nov. Die dänische Generalpost- drcektion teilt mit: Vom dänischen Dampfer „Hellig Olao", auf der Reise von Kopenhagen nach New Dork, ist bei der Durchsuchung in Kirkwall die gesamte Brief- und Paketpost beschlagnahmt worden.

Oer Krieg auf dem Balkan.

Der amtliche bulgarische Bericht.

W. T.-B. Sofia, 10. Nov. (Drabtbericht.) Bericht des Generalstabs vom 9. November: Mazedonische Front: Außer dem üblichen Artilleriefeuer und Patronillenunternehmnngen ist von der aanzen Front nichts Wichtiges zu melden. — RumänischeFront: An der Donaufront in gewissen Abschnitten Artillerie- und Jnfanterieseuer. Zwei deutsche Kompagnien mit einer Gruppe österreichisch-unaarischer Monitore unter­nahmen einen kleinen Streifzug auf das linke Ufer geaenüber dem westlichen Ausgang deS Belen-Kanals und zwangen die Uferverteidianng znr Flucht. Die Kompaanien kehrten mit mehreren Gefangenen und einem Mnnitionswaaen zurück. In der D o b r u d s ch a leichte Zusammenstösie zwischen vorgeschobenen Ab- teilunqen. An der Küste des Schwarzen Meeres Rnhe.

»

Ein allgemeiner Eisenbahnernusstand in Griechenland?

W. T.-B. London, 9. Nov. „Daily Telegraph" meldet aus Athen vom 7. Nov.: Zn dem Schiffahrtsstreik trat heute der Ausstand des Personals der Eisenbahner in Attika, und es wird vielleicht ein allgemeiner Eisenbahnerausstand folgen. Da ganz Griechenland für die tägliche LebenSmittel- t-erforgung von den Vorräten im PiräuS abhängt, würbe ein längerer Streik eine Hungersnot zur Folge haben.

Oer amtliche türkische Bericht.

W. T.-B. Konstantinopel, 10. Nov. fDrabtberichl.) Bericht des Generalstabs dom 9. November: Fn Per­sien warfen wir in der Provinz Asserbeidschan de« Feind, der am 3. November unsere bei Sakis liegende« Trnbpen anzuareisen versuchte, zurück und brachten ihm dobei Verluste bei. An der Kankasusfront außer Scharmützeln nichts von Bedeutung.

Ereignisse zur See.

Versenkt.

Br. Amsterdam, 10. Nov. (Eig. Dwhtbericht. aß'.V Der enalffche Dampfer „S «ffolk Toast" (7800 Tonnen) ist versenkt worden.

Gesunken.

W. T.-B. Amsterdam, 9. Nov. Reuter meldet: Der bri- ttsche Dampfer „Suffolk Eoast" (780 Druttoregistertonnen) ist gefunken.

Bergung des Wracks des gestrandeten U-Bootes?

W. T.-B. Kopenhagen, 9. Nov. Wie „Politiken" meldet, wollen die dänischen Marinebebürden das Wrack des denffche» Unterseebootes, das bei Harboöre gestrandet ist, näher unter- smben lassen. Eine Militärabteilung ist gestern in Harboöre einqetrofsen. Es soll untersucht werden, welchen Schaven das Unterseeboot erlitten hat. Sobald sich der hohe Seegang gelegt hat, wird das Wrack in Besitz genommen. Zeigt es sich, daß es nicht entfernt werden kann, soll eS zer­legt werden, worauf die einzelnen Wrackstücke allmählich versanden können. _

Nicht Hughes, sondern Wilson!

W.T.-B. London, 10. Nov. (Drahtbericht.) Das Reutersche Bureau meldet aus New Dork: Wilson ist gewählt!

Deutsches Reich.

Die „Norddeutsche Allgemeine" zum Heldentod des Prinzen Heinrich von Bayer«.

W. T.-B. Berlin, 9. Nov. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Vom östlichen Kriegsschauplatz kommt die traurige Kunde, daß Prinz Heinrich von Bayern, ein Reffe des Königs von Bayern und Sohn des verstorbenen Generalobersten Prinzen Arnulf von Bayern, den Heldentod erlitten hat. An dem herben Leid des bayeriscken Königshauses nimmt das g a n z e deutsche Volk innigsten Anteil. Der Gefallene war ein Muster jener hohen und unerschrockenen Pflichterfüllung, von der gerade die Angehörigen unserer regierenden deutsche» Fürftengeschlechter während des Krieges so reichlich Zeugnis abgelegt haben. Die glänzende» mftitä rischen Eigenschaft«»