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Sette S. SmnRag, 4. November' 1316,

Zeitige», sacht sie ihn weaigitens für die Dauer des Krieges für die Öffentlichkeit ohne .'itücksicht aaf seinen Zustand un­schädlich zu machen. In diesen Tats «hen ist nicht nur das Eingeständnis der Wahrheit des Berichteten zu finden, sondern auch das schlechte Gewissen der angeblich fiir Kultur und Menschlichkeit kämpfenden englischen Regierung.

Der Kommandant des Unterseebootes „17 41' war . Kapitäuleutnant Hansen, einer der tapfersten und bewähr­testen UnterseebootSkommandanten der deutschen Marine.

Oer Urieg auf dem Balkan.

Das Donaunfer «m jeden Preis M verteidigen?

(Drahtbericht unseres Lr.-Sonderberichterstatters.)

Ki\ Genf, 4. Nov. (zb.) „Matin" meldet aus Bukarest: Die Ernennung des neu m Kommandochefs Sacharow in derDobrudscha bedeutet den russischen Ent­schluß, das Donauufer um jeden Preis gegen Mackensen zu verteidigen. Die Agentur Radio meldet, das Personal des französischen Sanitätsdienstes wäre in Bukarest angekommen, aber sämtliches Material sei unterwegs stecken geblieben.

Der neue Oberbefehlshaber der russisch-rumänischen Dobrudscha-Armee.

Br. Genf, 4. Nov. (Eig. Drahtbericht, zb.) Nach einer in Paris eingetroffenen Bukarester Depesche wurde der Oberbefehlshaber der russisch-rumänischen Do- brudscha-Armee General Zalutschusky durch den seither unter Brussilow in Galizien kämpfenden General Sacharow ersetzt.

Filipescus Anklagen gegen Bratian«.

Berlin, 4. Nov. Laut „B. L-A." macht Filipescu Bratianu verantwortlich für alle? Unglück, das Rumänien be- trösten Habs. Er habe in der größten Not des Vaterlandes den wichtigsten Posten in der Armee JlieScu anvertraut, der erschossen zu werden verdiene.

Eine französische Ambulanz für die rumänische Front.

W. T.-B. Kopenhagen, 3. Nov. „Politiken" meldet aus Bergen: In den letzten brei Tagen reiste eine große fran­zösische Ambulanz, etwa 100 Personen, über Bergen n.ich Rußland. Der größte Teil davon reist an die rumänische Front weiter, wo großer Mangel an Sanitätspersonal und Verbandsstoffen herrscht.

Ekaterini von den Venizelisten besetzt.

IV. T.-B. London, 3. Nov. „Daily Chronicle" meldet aus Athen: Erwa 500 Venizelisten besetzten Ekaterini, ohne auf Widerstand zu stoßen. Auf dem Wege dahin kam es zu einem kurzen Kampf mit Evzouen, die die Brücke von Hliacmon be­wachten.

W. T.-B. London, 3. Nov. Einer Meldung des Reuter- schen Bureaus zufolge hat die Regierung Verstärkungen nack Ekaterini geschickt.

W. T.-B. Bern, 3. Nov. „Secolo" meldet aus Athen: Die griechische Garnison von Ekaterini in Stärke von 170 Mann, die von dem Obersten Mitas befehligt wird, zog sich nach kurzem Gefecht auf die umliegenden Höhen zurück. Nach einer Rücksprache des Königs mit dem englischen Gesandten Elliot wurden dem Obersten Mitas 1500 Soldaten mit Kanonen zur Verstärkung geschickt.

Die „nationale Verteidignngsarmee" in Saloniki.

Br. Rotterdam, 4. Nov. (Eig. Drahtbericht. zb.) Nach Nachrichten aus Saloniki zählt die „nationale Ver­teidigungsarmee" jetzt 30)00 Mann, von denen bereits 17 000 völlig ausgerüstet und bereit sind, ins Feld zu ziehen. Die Ausrüstung der übrigen macht schnelle Fortschritte.

Venizeliftische Briefmarken,

Berlin, 4. Nov. Venizelos bestellte, wie berichtet wird, für den Salonikier Lokalverkehr Briefmarken mit dem Bildnis Alexanders des Großen.

Ein albanesischer Bandenüberfall in Epirus.

W. T.-B. Bern, 3. Nov. Dem „Echo de Paris" wird aus Saloniki gemeldet- Griechischen Blättern zufolge griff eine starke albanesische Band? MoschopoliS (Epicus) an und tötete zwei griechische Gendarmen und vier Einwohner, welche der

Unterhaltungsteil.

Konzert.

, Gern hörte man im gestrigen 4.Zhklu skonzert .des Kurhauses wieder einmal die „Rheinische Sinfonie" (Es-Dur) von Rob. Schumann. Zioar steht sie den übrigen sinfonischen Werken des Meisters nicht ganz gleich in bezug aus einheitliche Entwicklung und formale Abrundung; aber die einzelnen feinsinnigen Towb'lder, die der Komponist hier, zum Teil mit Anknüpfung an bestimmte äußere Vorgänge, entrollt, beschäftigen die Phantasie aufs lebhafteste. Festliches Getriebe im ersten Allegro; behagliche Heiterkeit im Scherzo; und ein zartromantischer Anhauch im sacht und zierlich da» hinschwingenden Andante. Im vorletzten Satz wird dann ein feierlicher Pomp entfaltet: die Konsekration des Erzbischofs un Kölner Dom soll bekanntlich die Anregung gegeben haben; und „im Charakter der Begleitung einer Zeremonie" — so hatte Schumann auch in der Original-Partitur vorge- schmeben; dann aber strich er diesen Zusatz doch wieder fort, denn — meinte er — „man muß den Leuten nicht das Herz zeigen". Nun, wir schauen diesem deutschesten Tondichter auch ohne weitere Erklärungen ins Herz. Von mystischer Stimmung scheint die Musik durchhauchr; ernst mahnen die Posaunen; wie Orgelton und Glockenklang schallt es 'hinein; alles ruft zu weihevoller Anoacht. . . Darnach nn Finale wieder der jubelnde Ansbruch echt rheinischer Lebenslust und Lebensfreude! Die Sinfonie war von Herrn Musikdirektor S ch u r i ch t, kleine Willkürlichkeiten in der Auftastung ab­gerechnet, durchaus pietätvoll und sorgfältig einstudiert, und unter seiner wachsamen, straften Führung spielte das Kur­orchester mit allen Vorzügen rhythmischer Geschlostenheit und technischer Abrundung. Es war ein allseittg frisch beweg­tes, warmherziges Musizieren. Wie konnte es bei einer Schumannschen Sinfonie auch anders sein —!

Der Solist des Abends, der Geiger Joseph Szigeti. ist hier von früherem Auftreten her schon wohlbekannt und anerkannt. Er brachte eine Reihe von kleineren klassischen Kabinettsstücken zu Gehör, welche feinsten Schlaft und -- ^ st st-

,_Wiesbadener Taqdlatt.

vnter dem Befehl des Leutnants Vuzas errichteten Miliz in­gehörten. Vuzas selbst sowie 25 Einwohner werden vermißt. Man vermutet, daß sie von den Angreifern gefangen wurden.

Ereignisse zur See.

Zerstörung der Minenfelder beim Torpedobootsvorstoß in den Kanal.

Berlin, 4. Nov. Ein Londoner Gewährsmann der „Voss. Ztg." berichtet, daß die Schiffer erklären, bei dem nächtlichen Seegefecht nn Kann! am 26. Oktober feien die von den Eng­ländern dort ausgelegten Netze und Minensperren größten­teils zerstört und abgetrieben. Die deutschen Kriegsschiffe hätten gerade die englischen Küstenwachtschiffe zuerst versenkt, wodurch englische Landstationen vergeblich auf Nachrichten warteten, was in der stockfinsteren Nacht im Kanal eigentlich vorgehe. Die von Dover ausgelaufenen englischen Torpedo­bootszerstörer konnten die Verfolgung 'der Deutschen nicht weit sortsehen, da sie wegen der zerstörten Minenfelder selbst Ge­fahr liefen.

„Die Sicherheit des Kanaldienstes steht auf dem Spiel."

(Drahtbericht unseres ^.-Sonderberichterstatters.)

17. Haag, 4. Nov. (zb.) Die „Times" kommt er­neut auf den Torpedoangriff im Kanal zurück. Der Marine-Mitarbeiter des Blates sagt: Wir haben un­streitig allen Grund zur Annahme, daß die Basis dieser deuftchen Angriffsflotte kein deutscher Hafen, sondern die belgische Küste, vermutlich Zeebrügge war. So­lange diese Basis Zeebrügge nicht zerstört ist mutz mit der Fortsetzung der Angriffe gerechnet werden. Die Sicherheit des Kanaldienstes steht ans dem Spiel. Die Admiralität hat hieraus ihre Folgerungen zu ziehen und unverzüglich Maßnahmen zu treffen.

Die bewährte Seetüchtigkeit der „Deutschland".

Berlin, 4. Nov. über die Seetüchtigkeit der „Deutsch­land" teilt der „B. L.-A." mit, daß aus New Uorker Depeschen, die in Paris vorliegen, hervorgehe, daß das Handels-Unter­seeboot „Deuffchland" trotz überaus schwerer See nicht den geringsten Schaden .genommen habe. An Bord sei alles wohl.

Deutsche U-Boote an der portugiesischen Küste.

IV. T.-B. Bern, 3. Nov. Nach einem Telegramm des „Temps" aus Lissabon find an der portugiesischen Küste ver­schiedene Dampfer von einem deuftchen U-Boot angegriffen worden.

Die Wut über die deutschen U-Bootserfolge.

W. T.-B. Amsterdam, 3. Nov Einem hiesigen Blatt wird aus London gemeldet, daß gestern in einer stark besuchten Versammlung der „Baltic Exchange" eine Entschließung an­genommen wurde, in der die Regierung ausgefordert wird, zu erklären, daß sie am Ende dieses Krieges von Deutschland jedes vernichtete Schiff nird jede Tonne Schiffsraum zurückfordern werde.

Versenkt.

IV. T.-B. London, 3. Nov. „Lloyds" meldet: Der eng­lische Dampfer „Glenlogan" ist wahrscheinlich versenkt wor­den. Der Fischdampfer „Floveal" wurde versenkt, die Be­satzung ist in Sicherheit.

W. T.-B. Bern, 3. Nov. Nach einer Meldung des „Corriere della Sera" aus Murcia wurden dort 26 über- lebende des versenkten italienischen Dampfers „Delta" ausgeschifft.

Eine holländische Äußerung zu der vereitelten Auf­bringung des Dampfers „Oldambt".

W. T.-B. Haag, 3. Nov. Die Zeitung „Baderland" be­spricht den Vorfall mit dem Dampfer „Oldambt" und erkennt die Berechtigung Deutschlands an, das Schiff, das un­ter dem Verdacht des BanuwarentranSports stand, aufzubrin- gen, ebenso die Berechtigung des englischen Geschwaders, einen Versuch zu unternehmen, um diese Aufbringung zu ver­hindern. Es sei auch in Übereinstimmung mit dem Völker­recht geschehen, wenn die Deuftchen, als sie ihre eigene Sicher­heit bedroht sahen, den Dampfer zu versenken vers'Uchten. Der Fall lehre aber, daß auch bei genauer Berücksichtigung

Wend-Ausaabe. Erstes Blatt. Nr. 536.

des Völkerrechts durch die beiden kriegführenden Parteien sich Verwicklungen ergeben könnten, die dazu führen, daß holländische Schiffe die Rechnung bezahlen mühten.

Frcilaffung anderer angehaltener holländischer Dampfer.

W. T.-B. Haag, 3. Nov. Das Korvespondenzbnreau er­fährt, daß gleichzeitig mit der Anhaltung des niederländi. scheu Dampfers „Oldambt" durch die Deutschen auch di« Dampfer „Randwijk", „Brunswijk" und „Roordwijk" arge- halten wurden. „Randwijk" wurde sofort wieder freigelassen. „Brunswijk" und „Noordwijk" wurden nach Zeebrügge auf­gebracht. sind aber inzwischen auch wieder freige lassen. Über den Vorfall mit dem Dampfer „Oldambt" wird ein? amtliche Untersuchung eingelertet werden.

Oer Rrieg gegen Nutzland.

Das uttfjtfdjc Linienschiff „Sewastopol" auf eine Mine gestoßen.

W. T.-B. Kopenhagen, 3. Nov. „BerlingLke Tidende" veröffentlicht ein Stockholmer Telegramm, wonach ein schwe­discher Geschäftsmann, der von einer Geschäftsreise nach Rußland und Finnland zucückgekehrt ist, berichtet, daß das Linienschiff „Sewastopol" vor acht Tagen vor H e l s i n g - sors ans eine Mine gestoßen und teilweise zefttört worden ftt. Deutsche Unterseeboote hätten sich am Haftn- eingang von Helsingfors gezeigt. Mitte Juli sei eine deutsche Torpedojägerflottille vor einer Aalandsinsel erschienen und habe die Bevölkerung gezwungen, die beim Hafenbau be­schäftigt war, die Arbeit einzustellen. In der Umgegend von Helsingfors arbeiteten 20 000 Chinesen beim Eisen­bahnbau.

Oer Rrieg der Türkei.

Oer amtliche türkische Bericht.

W. T.-B. Konstantinopel, 4. Nov. (Drahtbericht.) Amtlicher Heeresbericht. Ägyptische Front: Un­sere Flugzeuge warfen am 1. November erfolgreich eine große Anzahl Bomben auf Sucs, Hafen Tewfik und auf Eisenbahnanlagen der Engländer westlich des Kanals.

K a u k a su sfr o nt: Nördlich von Biblis für uns günstige Scharmützel. An den Gestaden des Ognott trugen wir Erfolge davon, die noch ausaebaut werden. Im Zentrum und auf dem linken Flüael Scharmützel, gleichfalls zu unseren Gunsten. Die Russen, die den Weg der für die Zivilisation und Menschenrechte kämpfenden Verbündeten zuerst betraten und sich nicht wollen übertrefsen laffen, scheinen letzthin für ihre Marine im Schwarzen Meere eine ruhmreiche Aufgabe gesunden zu haben. Sie abmen die Tat der Engländer und Franzosen an der ägäischen Küste nach und landen unter dem Schutze ihrer Artillerie an ver­schiedenen Küstenpunkten Räuberband e'n. Diese haben keine weitere militärische Aufgabe zu erfülle«, als das Hab und Gut unserer friedlichen unverteidigten Bevölkerung zu plündern und die Wohnstätte« anzuzünden. Am Ende dieser Gemeinheiten nimmt die russische Flotte die Raubritter der für die Zivilisation ringenden Entente wieder an Bord und zieht sich in ihre Häsen zuriick. Dieses neue Ehren- und Ruhmesblatt, das die russische Flotte der Geschickte ihres Landes hinznfuat, muß die Russen stolz machen «nd wert sein, daß man sie dazu beglückwünscht.

Deutscher Reichstag.

Berlin» 4. November.

Am Bundesratstisch: Dr. Helfferich, v. Batocki, Dr. Le- waldt.

Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 10 Uhr 20 Minuten.

Nach Erledigung einiger Petitionen wird über den

Antrag auf Vertagung des Reichstags

abgestimmt.

Abg. Ebert (>Soz.): Wir bedauern , diese Regelung der Reichstagsvertagung. Wir scher: voraus, 'daß der Reichstag trotzdem jederzeit zusammengeruien werden kann.

Bravour des Spielers herousforberten; und als Hauptstück: Bruchs G-Moll-Kov^ert. Es ist Sarasate gewidmet; und Szigetis Interpretation ließ auch unwillkürlich Erinnerungen an jenen einst so geklierten Geigenkünstter wach werden: hier wie dort die weiche, silberhelle Schönheit des Tones, die süße Reife der Kanbilene! Wozu denn freilich auch ein so köstliches Instrument gehört. Bewundernswert erschien in Szigetis Spiel auch gestern wieder die bis ins geringste Detail fein- zisel,erte technische Gestaltung und die Schwungbastigkeit und vollendete Eleganz des Vortrags. Kurz, Joseph Szigeti zeigte sich von neuem als ein Virtuos voll künstlerischer Sicherheit, voll Adel und Temperament. Er wurde vom Publikum durch stürmischen Beifall ausgezeichnet.

Die Kurkapelle, welche das Violinkonzert unter Herrn Sch u r i ch t s Leitung mit geschickter Anpassung an die Wünsche des Solisten begleitet hatte, ließ uns als selbständige Orchosternummer noch Goldmarks „Sakuntala"-Ouvertüre hören: das geistvoll inspirierte Werk, mit seinen teils schwer lastenden, teils bunt bewegten Motiven und seiner farben­glühenden Instrumentation, konnte ber so rühmlicher Aus­führung seine bildhaft anschauliche Wirkung nicht ver­fehlen. o. Di.

Nus Kunst und Leben.

* Königliche Schauspiele. Gestern abend spielte in Gerhart Hauptmanns Schauspiel „Rose Bernd" Lucie Höflich aus Berlin die Titelrolle. Von der Künst­lerin war schon so viel Gutes vis zu uns gedrungen, daß man wohl mit den höchsten Erwartungen in das Theater ging. Und die Erwartungen wurden nickt getäuscht. Was Lucie Höflich brachte, war höchster Realismus, höchste Kunst. Sie bewies, daß man mit stillen innerlichen Mitteln mehr erreicht als mit äußerlichem Stimmaufwand. Wie sie sich die Worte vom Munde quälte, sich die Antworten, ihre armselige Berteidi- gung abrang, wie sic aufweinte in Qual und Scham, als ihr Streckmann zu nahe kam — das alles kam ganz meisterlich zum Ausdruck. Auftvühlend und erschütternd aber wirkte sie in dem Augenblick, da sie mit den Worten zusammenbrach: ,Lch Hab' mich geschämt! Ich Hab' mich geschämt!", die in

einem Wimmern er,tarben. Auch die Maske war von starke» Realismus getragen, gut bis aus das Kleid im dritten Aki das zu gewaltsam erschien, das karikaturenhast berührte Schließlich muß Rose Bernd immer so aussehen, daß Flamm! Wohlgefallen an ihr begreiflich erscheint. Und in dies« Szenen verlor sein Wohlgefallen alle Glaubhaftigkeit, dem von einem jungen üppigen Weib hatte sich die Künstlerin zi einer alten Frau gewandelt. Besonders von rückwärts ge sehen, hätte man auf eine Fünfzigjährige schließen können Der Schluß dami wieder mitleiderregend, Maske und Spie aus einem Guß. Dazu der harte Dialekt, den die Künstlerir einwandfrei meistert. Neben dieser überragenden Leistung wußte Herr Everth sich wieder prächtig zu behaupten Sein Flamm gab dicker Rose Bernd nichts nach Nur etwa? deutlicher hätte der Künstler sprechen dürfen. Entgegen dew ersten Abend, da jedes Wort deutlich zum Ausdruck kam, blick Herr Everth gestern abend vielfach unverständlich. Di« sehr zählreichen Anwesenden bereiteten dem Gast ein« ehrend« und wohlverdiente Ovation. Welch ein Genuß muß es fein, Lucie Höflich als „Weibsteufel" zu sehen, als Hann« iri „Fuhrmann Henschel". Zukunftsmusik, der vielleicht doch ein­mal die Erfüllung winkt? ... B. v, N.

Kleine Chronik.

Theater und Literatur. Im Hamburger Thalia­theater fand die Uraufführung des Lustspiels „Der gol­dene Spiegel" von Max Bernstein und Ludwig Heller statt, das bei flottem Spiel leichten Beifall errang

Bildende Kunst und Musik. Marie Wieck ist im Alte»

von 84 Jahren gestern in Dresden gestorben. Sie ist bekannt­lich die ehedem sehr berühmte Pianistin, Kammersängerin und Professorin der Musik — dieser Titel wurde ihr vo« König von Sachsen als eine außergewöhnliche Gunstbezeugung verliehen — und die Stiefschwester Klara Schumann. — Neu» farbige Steinzeichnungen von Charlotte Bereu d-C o r i n t?, die Max Pal'lenberg in seinen markantesten Rollen dav- stellen, werden in Kürze bei Osterheld u. Co., Berlin IV. 15, er» scheinen.