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Z'fZ7 l"r r w .2 ~ > uc v"nrye ytenaraen; a Mr. für auswörüae

«tt" 1 ' Tanze, halbe, drittel und vrertel Seiten, durchlaufend, nach besonderer BereMnrna — >c, wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen in Inrzen Zwischenräumen entiprechenber Nachlaß

Mittwoch, 11. Oktober 1916.

Der deutsch-englisch« wirtschastr- gegensatz.

Betrachtet man die Kriegsziele unserer Feinde, so ergibt sich ein wichtiger Unterschied zwischen ihren der- schiedenen Forderungen. Die Franzosen wollen Elsaß-Lothringen Wiederbaben, möchten darüber aber auch ein gutes Stück weiteren linksrheinischen Gebietes erobern, am liebsten bis nach Köln hinauf. Es ist machtpolltlscher Ehrgeiz, der sie treibt; die Russen wollen von uns, wie wir doch ruhig anerkennen dürfen, überhaupt nichts, ihr Ziel ist die Schwächung des Donaureichs und die Festsetzung in Konstantinopel; es sind reine Herrschaststendenzen, von denen sich die russische Politik bestimmen läßt. England dagegen will unsere Wirtschaft vernichten, und in den Aus- malungen von der Zerstörung Deutschlands, wie sie fiebernde britische Hirne immer wieder hervorbringen, spielen stets die erste Rolle gerade jene Begierden, von denen die anderen Feinde zwar auch eingesteckt worden find, die bei ihnen jedoch immer noch eine sekundäre Rolle spielen. Die Engländer sind es, die unsere Fabriken zerstören, unsere Häfen verwüsten, un­sere Handelsflotte ausgeliefert haben wollen. Sre sind es, die uns durch den Wirtschaftskrieg nach dem Kriege zum Range von Heloten herabdrücken möchten. Die Franzosen machen das ja mit, aber das Strchwort haben sie aus London erhalten. Das Verhältnis, wie es sich uns darbietet, ist auch ganz natürlich. Schließlich war es doch die wachsende Furcht Englands vor unserem wirtschaftlichen Auf s ch w u n g, die als das letzte Stimulans für die briti sche Einkreisungs- und Kriegspolitik angesprochen wer den muß. Wir sollen für ein paar Menschenalter ge- wlssermaßen aus gelöscht werden, England will es wieder so bequem wie vorher haben und von dem Wettz bewerb frei werden, den es daruni als den empfind^ lEen ansehen mußte, weil er sich überall auf dem Erdball und mcht bloß, wie der amerikanische, in ver­hältnismäßig bescheidenen Grenzen betätigte. Man muß namlrch, wenn man fragt, warum England die doch auch so gewaltig emporstrebenden Vereinigten Staaten nicht mit gleicher Intensität der Sorge und des Hasses beurteilt, stets der wichstgen Tatsache eingedenk bleiben, daß die Union überwiegend Roh­st °,'T 1 and ist, und daß ihre wirtschaftliche Expansion, io bedeutend sie ist, noch auf lange hinaus genug mit der Versorgung des eigenen ungeheuren Gebietes zu im" bnrd. Das Grundwesen der amerikanischen Wirtschaftsform ist einstweilen mehr darauf gerichtet, fremde Erzeugnisse fernzuhalten, als darauf, den an-

>?roduktionslandern Konkurrenz zu machen. Des- batb der Protektionismus der Vereinigten Staaten. Ganz anders steht es mit dem deutschen Auf- V^ung den England an jedem Punkte bis dahin nicht W als ebenbürtig, sondern in dem Jahrzehnt vor dem srZTJ cf,on als überlegen empfinden mußte. Die HaÄ? b f pirschen Weltgeltung auf dem Wirt- M^markte durch uns verlief in einem so schnellen 7 -empo, daß unsere Gegner als die davon zumeist Be- 2r b ? r Hellhörigkeit der bebenden Angst

totr selber, die wir uns des Reichtums N^, ^aewaltig zunehmenden Betästgung erst durch ^ewteichungen bewußt wurden.

srv Qat c. '^hlen mögen es verdeutlichen, was Wahrheit bedeutet. Es wird manch- bewn^ ^argestellt, als sei es mrt dem deutschen Wett-

Aussubrrff?^ so vroße Sache, da die englischen s,,,chfuhrzrsfern die unsrrgen immer noch um einige

Äoee Mark Übertreffen. Aber wer ein

ausfubr fle E tn ? en wrll. der muß von der Gesamt- e> ' l \ l Englands den Teil streichen, der in die Mutier * l n ^aht, weil hier die Bevorzugung des Miitterlandes selbstverständlich und kaum vermZdbar

stibr beiden f °Ä l und von der Gesamtaus Drnder den Teil abzieht, der in die eigener

W.' P»tsd,«er Str.lLIL. Fmefpr.: «»t Liitzow 6202 u.6203.

IHor0Cn s flU$0(lb^ Hr. 490. ♦ 64. Jahrgang.

die deutsche Mehrausfuhr von 1425 auf 3197 Millionen gestiegen. Hierzu kommt aber noch ein Werteres, was unsere wirtschaftliche Überlegen heit nicht weniger schlagend bezeugt.

Der erwähnten Zeitschrift entnehmen wir zur Er­läuterung das Folgende: Mit Ausnahme von

Spanien, Portugal und der Türkei hat un­sere Ausfuhr die englische in allen Ländern Europas um gewaltige Summen überholt. Hiervon machen weder Frankreich noch Belgien noch die Niederlande eme Ausnahme. Anders steht es mit der Ausfuhr nach Übersee. Hier hat Deutschland Großbritannien nur in den Vereinigten Staaten überholt, in Südamerika macht es ihm scharfe und immer näherkommende Kon- kurrenr, in China und Japan bleibt es noch ziemlich weit hinter England zurück. Wir begnügen uns damit, aus den. uns vorliegenden Tabellen nur die Zahlen von 1903 wiederzugeben. In diesem Jahre führten wir nach Rußland aus für 880 Millionen Mark, England mr 362; nach Österreich-Ungarn wir für 1105, England für 89; nach Frankreich wir für 790, England für 580; nach Holland wir für 693, England für 308; nach Bel- gien wir für 551, England für 84; nach der Schweiz wir für 536, England für 84; nach Italien wir für 393, England für 292; nach Dänemark wir für 284, Eng­land für 120; nach Schweden wir für 230, England für 164; nach Norwegen wir für 162, England ' für 114 Millionen. Nach Spanien steilich exportierte England für 157 gegen 143 Millionen unserer Ausfuhr; nach Portugal waren die Zahlen - 52 Millionen deutsche, 65 Millionen englische Ausfuhr; nach der Türkei 98 Mil stonen deutsche, 154 Millionen englische Ausfuhr.

, Fügen wir noch schnell an, daß wir nach den V e r° "IIten Staat »n für 1713, die Engländer nur für d 8 Millionen r .führten, daß die Ziffern (durch- weg von jetzt an -y Englands Gunsten) für Argentinien 266 resp. 452, st- Brasilien 200 resp. 249, für Chile 98 120, für China 123 resp. 297 und für Japan 123 resp- 290 Millionen sind, so haben wir eine Gesamt­ubersicht, aus der in jedem Falle mit der Unerbittlich­keit beweisbarer Zahlen hervorgeht, daß wir England auf dem Wirtschaftsmarkte längst und weit über­troffen haben. Immer noch gibt es gutgläubige Toren, die sich und anderen den Gedanken ausreden möchten, als käme es den Engländern in diesem Kriege vor allem auf die Vernichtung unseres W i r t- s ch a f t s l e b e n s an. Diese Unbelehrbaren muß man ihrem Schicksal überlasten. Die Augen würden ihnen in grausamer Weise auigehen, wenn England siegte. Aber es darf und es wird nicht siegen.

t eu aozreyr. oer tn ine eigenen hält rn nn r " b - tn bte des anderen Landes geht, so er. in den «Ä^-A^men diese Zahlen einer Studie fünf ralistischen Monatsheften") tür die letzten

^ayre vor dem Krieg das folgende Bild:

Ausfuhr in Millionen Mark:

1909 deutsche englische

1910

1911

1912

1913

6279

7106

7696

8540

9588

4854

6478

5687

6000

639t

Mr iehon V-' ‘ * ‘ 3000 6391

ausfuhr btvlÄ daß Großbritannien, dessen 400sK *1 “ÖS™ 1913 noch um mehr als

Millionen) i« Eitles . (10 505 gegen 10 096

5etoer&§ bon qwrf r e6l0te ?;. fr « en Uilb gleichen Wett- **“H; mit fphi* ?butschl«id langst geschlagen war, und Summ^. bedeutenden von Jahr zu Jahr wachsen- urnmen. In den fünf Jahren 1909 bis 1913 ist

zwar den k

Unsere U-voote an der amerikanischen Lüfte.

Die Opfer des U - Boots „53".

W. T.-B. London, 10. Okt. iDrahtbericht.) Das Reuter- sche Bureau erhält aus New York einen Bericht, daß Be- satzungen und Passagiere der sechs Schiffe, die gestern von einem Nnierseeboot angegriffen wurden, gerettet sind ausgenommen die Besatzung des Dampfers „Kingston"' Es sind amerikanische Zerstörer init Überlebenden von einem Fahrzeug, das vielleicht die „Kingston" war, auf dem Weae nach Newport und Boston, über den „Kingston" ist nichts be­kannt, es kommt kein Schiff dieses Namens in dem Schiffs­register vor - Am Samstagabend fuhr „bl 53" von Newport aus. Es begegnete am frühen Morgen dem amerikanischen Dampfer „Kansas , den es anhielt und nach Untersuchung der Papiere wieder weiterfahren ließ. Um 6 Uhr begegnete es dem Dampfer „Strarhdepe" und torpedierte ihn, nach­dem dre Besatzung in die Boote gegangen war. W e st - point" wurde um 11,45 Uhr torpediert. Dann kam „Stephano an die Reihe, dem das Unterseeboot 4,30 Ubr nachmittags begegnete und der eine Anzahl Passagiere bar, unter viele Amerikaner an Bord hatte. Dian glaubt daß das Schiff gewarnt worden war, ehe es torpediert wurde, da alle, die sich an Bord befanden, ungehindert das Schiff ver­ließen und spater von einem Zerstörer ausgenommen wurde,! .Stephano ti,eb gestern abend noch, war aber ernstlich be- schaoigt. Das Dampfschiff, das unter dem Namen „Kingston" gemeldet wurde, wurde um ö Ubr abends torpediert Daraus folgten die Dampfer ,.B I o m m e r s d i j k' und „Christi an ^ ""b s e n. Di- Nachricht von den Angriffen verbreitete sich sehr rasch. Biele Dampfer, die in verschiedenen Häfen zur Abfahrt bereit lagen, fuhren nicht ab. Es wurden an viele Schiffe drahtlose Warnungen gesandt. Diese begaben sich so­fort nach territor'alen Gewässern oder verließen die übliche Sch'ffabrtsroute um auf Umwegen ihr Ziel zu erreichen.

Der Bericht des amerikanischen Marine­ministers an Wilson.

, ^r“° 8 ' !-?' (Eig- Drahtbericht, zb.) Die „Asso­

ciated Preß meldet aus Longbeath, wo sich Präsident Wilson zurzeit befindet: Marineminister Daniel hat einen ausge­stellten vorläufigen Bericht am Montag Wilson überreicht und

sagt darin, daß die bisher euigelaufenen Meldungen zu 6e>

toeifert schienen, daß alle internationalen Re ge l u der Seekriegsführuntz durch druffchc U-Boote, die an der Küste Neu-Euglands operierten, beobachtet worden sind.

Einr Unterredung zwischen dem Grasen Bernstorss und Wilson.

Genaue Beachtung der Amerika gegebenen Zusagen.

Br. Rotterdam, 10. Okt. (Eig. Dcahtbericht. zb.) Nach den letzten Meldungen erhielten zahlreiche Schiffe, welche in den amerikanischen Häfen zur Abfahrt bereit lagen, Befehl, m den Hafen zu verbleiben und nur die Reise auf einem Umweg zu machen, während andere rn die amerikanischen ^.erritorialgewäßer zurückkehrten. — Nach Meldungen aus Washington geben die amerikanischen Behörden zu, daß sämt­liche Kriegführenden das Recht haben, den Regeln des internationalen Rechts gemäß Unterseeboote zu ver­wenden. Man befürchtet aber, daß die Anwesenheit von Unterseebooten an der amerikanischen Küste schwierige internationale Fragen Hervorrufen könne. Gleich­zeitig wird daran erinnert, daß Amerika schon früher den Alliierten den Wink gegeben hatte, ihre Kriegsschiffe aus der Sdah: der amerikanischen Küste zurückzuziehen. Bei der Unter­redung, welche gestern zwischen dem Grafen Bernstorss und W i l f o n stattfand, kam die Angelegenbeit kurz zur Sprache. Be mstorff soll dabei gesagt haben, er babe aus Deutschland keine Nachricht über den Unterseebootskrieg er­lalten, sei aber sicher, daß die Unterseeboote die von der deutschen Regierung den Vereinigten Staaten gegebene Zu­sage genau beachten würden. Bei der Unterredung Handelte es sich hauptsächlich um die Überreichung eines rkriefes des Kaisers «rn Wilson in Enviderunri eines Schreibens des Präsidenten au den Kaiser über die not- icucrtbe polnische Bevölkerung und d-ie Frage der amerikani­schen Hilfeleistung. Dec Brief war von „17 53" nach Amerika gebracht worden.

Der „beunruhigte" Präsident Wilson.

W. T.-B. Long Brauch. 10. Oft. (Drahbbericht.) Reuter tneltet: Ehe Wilson Bernstorss empfing, erklärte der Präfi- .^ent mehreren Pressevertretern, daß von Deutschland die vollständige Erfüllung seiner Amerika gegebenen B e r s p r e ch u n g e n gefordert werden würde. Er fügte hin­zu, daß er kein Recht habe, Deutschlands Bereitwilligkeit in Frage zu stellen, seine Versprechungen zu erfüllen. Er ver­lautet. daß Wilson wegen der Operationen der U-Boote in der Nähe der amerikanischen Küste beunruhigt ist und er­klärt habe, er werde in seiner Unterredung mit Bernstorff dessen Aufmerksamkeit auf den Gegenstand lenken.

Die Sorge Amerikas vor „komplizierten Neutralitätssragen".

W. T.-B. Amsterdam, 10. Okt. iDrahtbericht.) Reuter telegraphiert aus Washington, daß die amerikanischen Behör­den zwar das Recht jeder kriegführenden Macht anerkannt haben, mit U-Booten aufzutreten, so lange die hierfür geltenden völkerrechtlichen Bestimmungen eingebalten werden, daß sie aber der Ansicht seien, daß die U-Boots- angriffe bei Nantucket doch zu allerlei Schwierig­keiten führen könnten. Die Behörden fürchten, daß die An­wesenheit einer U-Bootsflottille in der Nachbarschaft der ame­rikanischen Gewässer sehr komplizierte Neutrali­tät s fragen aufrollen könnte, und daß eine ernste Diffe­renz entstehen könnte, wenn U-Boote ihre Arbeit so nahe an der amerikanischen Küste verrichten, und daß ihr Vorgehen auf eine Blockade hinauslaufen würde.

Ein „neues heikles Element".

W-T.-B. London, 10. Okt. (Drahtbsricht.) Dem Reuterfchen Bureau zufolge wird „Daily Telegraptz" aus Washington telegraphiert, in das Verhättms Deutschlands zu den Vereinigten Staaten fei durch die Torpedierung in nächster Nähe der amerikanischen Küste ein „neues heikles Element" gekommen Die britischen Kreuzer zogen sich auf dringendes Er­suchen der Vereinigten Staaten von den ^ssfahrtZ.' wegen in der Nähe der amerikanischen Gewässer zurück — Der „Times" wird aus New York gemeldet daß das U-Boot „53" in Newport eine vollständige' Aste der ein- und ausfahrenden Dampfer erhielt und dar- auf sofort an die Arbeit ging.

Die Wut in England und in Frankreich.

(Drahtbericht unseres Hr.-Sonderberichterstatters.)

Kr. Genf, 10. Okt. (zb.) Die Zeitung „Eclair" meldet, yngland erwäge Maßregeln, um eine eigene Be- wachung der amerikanischen Häfen durch die englische Flotte durchführen zu können, falls Amerika nicht einwilkigt di« deutschen Tauchboote, die in amerikanische Häfen ein- lanfen, ^ für die Kriegsdauer zu internieren. Der „Herald" glaubt, eine derartige Maßregel würde unmöglich sein, weil dadurch die amerikanischen Hoheits- rechteverletzt würden. Die übrigen Parffer Blätter be­kunden große Erregung über die großen Erfolge der U-Boote. Man befurchtet, daß Deutschland die Blockierung der ameri- kanlschen Küste versuche. Der Anfang sei in den bisherigen Maßnahmen zu erblicken. Deuffchland könnte tais^ßh ,& ur A ein Dutzend Tauchboote in der Nähe der anierrkanischsn Küste die Ausfuhr von Kriegsmaterial nach den Lan-