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Wiesbadener Ts

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Tagblatthaus".

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Mo ntag, 7. Kugust 1916.

Reue rnalisch-sranzöffsche Angriffe an der Somme ergebnislos.

Die Kämpfe auf dem Thraumontrülken zum Stehen gebracht. Feindlicher Fliegerangriff auf Metz.

In den Narpathen die Höhen plaik und Dereskowata gewonnen.

Dev Tagesbericht vom 7» August.

W. T.-B. Großes Hauptquartier» 7. August. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei Poziöres wurden den Engländern Grabenteile, die sie vorübergehend genommen hatten, im Gegenan­griff wieder entriffen. Seit gestern abend sind neue Kampfe zwischen Thiepval und Bazentrn - le- Petit im Gange. Nördlich deS Gehöftes Monacn wurde! abends ein schwächerer, heute früh ein sehr starker franzof

sifchcr Angriff g l a t t a b g e w i e s e n.

h t a it m n n t u u r n nnd, onne

dem Feinde Erfolg zu bringen, zum Stehen gekommen. Am

Ostranvc des BergwaldeS wiesen wir alle französischen An­griffe ab.

Mehrfache Angriffe feindlicher Flieger im rück­wärtigen Gelände blieben ohne besondere Wirkung; wreder- bvlter Bombenabwurf auf Metz verursachte einigen Schaden.

östlicher Kriegsschauplatz.

Zront des Generalfeldmarschalls

v. kfindenburg.

Auf dem nördlichen Teile keine besonderen Ereignisse. Gegen die vorgestern gesäuberte Sanddünc südlich von Zarecze (am Stochod) vorbrechende feindliche Abteilungen wurden durch Gegenstoß z u r ü ck g e s ch l a g e n.

Nordwestlich nnd westlich von Z a l o c z e blieben rnsftsche Angriffe ergebnislos, südlich davon wird auf dem rechten Serethufer gekämpft.

Unsere Fliegergeschwader haben mit beobachtetem Er­folge zahlreiche Bomben aus Truppenansammlungen an und nördlich der Bahn Kowel-Sarny abgeworsen.

Zront des Zeldmarjchall-Leutnants Erzherzog Karl.

Bei der

klrmee des Generals Grafen von Bothmer

ist die Lage im allgemeinen unverändert.

In den Karpathen gewannen unsere Truppen d,e Höhen P l a i k und Dereskowata (am Czeremosz).

Balkankriegsfchauplatz.

Nichts Neues.

Oberste Heeresleitung.

klben d-klusgabe.

Verluste verbunden, als es uns strahlenmäßig nach außen herausfeuernS, beibringen kann. Das es sich rn dieser Stellung hauptsächlich um Franzosen handelt, so trägt neben Verdun jetzt auch die, Sommeschlacht dazu bei, die männliche Blüte der unseligen Nation in aus­sichtslosem Kanips verbluten zu lassen. Tiefste Ein­drücke habe ich erhalten von der klaren Ruhe und Ent­schlossenheit unserer Leitung dreier Kämpfe, von der vollendeten Sicherheit und Ordnung, mit der stch die gesamte Organisation hillter der Front vollzieht, unü von dem unvergleichlich wundervollen, mit keinemWorte hinlänglich zu preisenden Geist unserer sechtenden nnd ausharrenden Truppen.

Die überwundene Krisis an der Somme.

Berlin, 7. Aug. Über die überwundene Krisis an der Somme meldet Kriegsberichterstatter Georg Oueri auf Grund

... . i- v c. ... _Ssn«.

Nr. 370. . 64. Jahrgang.

West gegen Fleuch vor. Die Franzosen verteidigten sich äußerst hartnäckig, mußten aber schließlich weichen, und das unter so schweren Opfern erstrittene Dorf wieder den Deutschen überlassen, die in ihrem Schwung sogar bis zu dem südlich von Fleury gelegenen Bahnhof vorgestoßen waren. Rasch herbeigeeiltc französische Reserven vermochten die An­greifer etwas zurückzudrängen, der größte Teil des Dorfes blieb jedoch in den H ä n d e n d e r D e u t s ch e n.

Dir schlechten Aussichten dev französifch- englifchen Offensive.

W. T.-B. Bern, 5. Ang. (Nichtamtlich.) Die Verlang­samung der Offensive auf dem westlichen Kriegs­schauplatz gibt einem besonderen militärischen Mitarbeiter derZürcher Post" zu folgenden Bemerkungen Anlaß: Wenn es auck verfrüht wäre, von einem endgültigen Stocken der französisch-englischen Offensive zu sprechen, wenn insbeson­dere auch mit einer Wiederaufnahme der Jnfanterre-

Oie Lage im westen.

Es steht gut an der Somme!

Dir eigentliche Krlsis vorüber.

Köln, 6. Aug. DerKöln. Ztg." wird von ihrem Kriegsberichterstatter Professor Georg Wegener aus dem Großen Hauptquartier gedrahtet: Es war mir

vergönnt, zahlreichen Vorträgen von Stabschefs berzu- wohnen, die nach jüngsten einlaufenden Berichten und an der Hand eingehendsten Kartenmaterrals dre ie- w eilige Lage im großen wie im einzelnen erörterten, sttur das eine will ich hier feststellen als Gesamtcmdruck von allem, was ich gesehen und gehört habe, Werl es das wichtigste fft, dasjenige, worauf cs ankommt: Es

steht aut an der Somme! Die Schlacht ist das Gran­dioseste und Furchtbarste, was bisher erlebt worden ist. Aber die eigentliche Krrsrs ist vorüber, das ist die einmütige, ausnahmslose Ge­wißheit der deutschen Truppen, voni obersten Leiter bis zum einfachsten Kämpfer hinab. Dre Absicht der großen englisch-französischen Entscheidungsoffensive rst nicht erreicht worden. Was jetzt noch durch das immer neue Hineinwerfen feindlicher Truppenmassen in die Schlacht bewirkt wird ist nur noch ein wahnsinniges, zweckloses Opfern der Blüte ihrer Nation. Ein Durchbruch unserer Stellung hier ist endgültig ausgeschlossen. Das Ringen zer- splittert sich m Einzelkämpfe, die, wenn sie auch noch so riesigen Matzstabs sind, doch lvieder den Charakter der üblichen Stellungskämpfe - angenommen haben. Die Ausbuchtung der gegnerischen Front gegen Osten, die die erfolgreichen ersten Julitage den Feinden gegen­über Mronne geschaffen haben, wird ihnen sogar seit­dem zum Verderben, da sie, gerade wie bei Ver- dun, für sie einen inneren Halbkreis bildet, den, unsere Stellungen von außen umgeben und :n den wir kon­zentrisch hineinschießen können, mit unserer den ganzen Bereich desselben beherrschenden schweren Artillerie. Hiermit sind naturgenläß für den Gegner weit größere

armee derBerl. Volksztg." u. a.: Die Krisis ist unbe­

dingt vorüber. Man kann nachgerade von einer Schwierigkeit insofern reden, als es bei der ungeheuren Front nicht möglich erschien, die Reserven so zu verteilen, daß starke Stöße beliebig wo mit gleich starken Kräften angehalten werden konnten. So konnte stch der gegnerische Stoß mit zehnfacher Überlegenheit einleiten. Den Alliierten begegnen jetzt absolut militärische Hindernisse, besonders die sumpfige Somme breite von etwa 500 Metern. Der französische Stoß führte an den Sommebogen und die Armee liegt jetzt direkt vor dem sumpfigen Gelände fest. Wir um­fassen -den feindlichen Bogen ebenso wie den der Engländer. Bei der heutigen Waffenwirknng ist der Geg- n e r in Winkelstellungen immerhin in einer taktisch außerordentlich ungünstigen Lage. Es ist sehr viel schwerer, exzentrisch zu wirken, als konzentrisch. Warum die Feinde sich gerade dieses Gelände herausgesucht haben, beantwortet der Gewährsmann mit dem Hinweis, daß dort der Lötpunkt der Alliierten ist. Sie reichen sich seit Ver­dun dort den Arm und müßten, wenn sie große Umklamme­rungen vornehmen wollten, diese Stellung wählen. Außerdem liegt hinter dieser Front Amiens als natürliche Verletz rs- zentrale.

Die Gegenoffensive bei Verdun.

Nutzlose französische Anstrengungen.

Br. Genf, 7. Aug. (©. Drahtbericht. Zeus. Bln.) Aus den ergänzenden französischen Berichten über die letzten Kämpfe bei Fleury und Thiaumont geht hervor, daß die großangelegte Gegenoffensive des Generals Rivelles den deutschen Ring um Verdun sprengen sollte und mit gewaltigen Mitteln nutz nach gründlicher wochen­langer Vorbereitung unternommen worden war; die Sch lacht, die vorgestern um Fleury tobte, war nach Schilde­rung Pariser Blätter eine der blutigsten und fürch­terlichsten des Ringens um Verdun. Am Freitag, bei Tag und N.rcht, stürmten deutsche Regimenter vor, um das Dorf den Franzosen wieder zu entreißen, während die deutsche Artillerie die ganze Nacht das Dorf und die umliegenden Schützengräben unter ein wirksames Feuer genommen hatte. Nachdem die Anßenstellungen in die Hand des Angreifers ge­fallen waren, gingen die Deutschen gleichzeitig von Ost und

zu rechnen ist, so wird es doch im Hinblick auf den bisher starken Kräfte verbrauch fraglich, ob darüber hinaus eine weitere Verbreiterung der Angriffsfront noch eintreten kann. So gut wie sicher ist, daß eine in solchem Zeitinaß fortschreitende Offensive eine Änderung der o per a t i - ven Lage an der Westfront nicht herdeiznführen vermag. Ties rückt die Möglichkeit näher, daß die westliche Offensive ohne Aussicht auf selbständigen Erfolg zu einer mit großenl Aufwand an Mitteln unternommenen Unterstützung der östlichen Offensive h i n a b s i n k t.

Poineare an der Somme-Front.

Basel, 6. Aug. Die Havas-Agentnr verbreitet folgende Meldung vom 6. August: Präsident Poineare besuchte in Begleitung des Senatspräsidenten Dubost und der Generale Roques und Foffre die Somme-Front. Er übergab eir em Regiment von einer neuen Formation, das der zweiten Kavalleriedivision angehört, eine Standarte, hielt eine An­sprache und verlieh Ehrenkrenze und Militärmedaillen. Abends kehrte er nach Paris zurück.

*

Eine sozialistische Landesverfammlung in Paris.

W. T.-B. Paris, .7. Ang. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Die Landesversammlung der sozialistischen Partei der fran­zösischen Abteilung der Arbeiterorganisation ist Scnntagvor- nrittag zusammengetreten. Drei sozialistische Minister haben an den Verhandlungen reilgenommen. Die Versammlung beschäftigte sich zunächst mit der Frage der Wiederauf­nahme der internationalen Beziehungen und die Herstellung eines dauerhaften Friedens. Piessense verlangte hierbei eine gemeinsame Konferenz der Sozialisten der alliierten Länder, um die Regierungen zu zwin­gen, die Kriegsziele genau anzugeben. Die Gegner der so­fortigen Wiederaufnabme der internationalen Beziehungen machten die Notwendigkeit geltend, die Unabhängigkeit der Völker zu verteidigen. Cochin erinnerte daran, daß Asquith in genügender Weise die Kriegsziele angegeben habe. Brison brachte einen Antrag ein, der sich mit der Resolution von Kiental einverstanden erklärte.