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Seite 2. Hivttstag, 4. Juli 1916.

Dorfes H u r l a wird bewundernd hervurgeboben. Die Zähig- feit des Widerstandes der Verteidiger des Sommeufers wird, so meint die Fachkritik, durch die festungsartigen Anlagen jener deutschen Stützpunkte begünstigt. »

Gin französisches Kolonialherr für die t Westfront?

Br. Amsterdam, 3. Juli, (®ig Drahtbr. Zens. Bin. T. U.) Das holländische Nachrichtenbureau bringt einen Bericht aus Lugano, wonach zu Beginn des Monats Juli ein großes französisches Kolonialheer an die Westfront ent­sandt werden soll. Es wären bereits 2 0(-060 Mann in Toulon gelandet. Die Truppen sollen vollkommen aus­gerüstet und ausgebildet sein. ^

Dir Deeschlacht vor dem Skagerak

am 31. Mai bis 1. Juni 1916

auf Grund amtlichen Materials.

" //. lll.

/■' (Fortsetzung und Schluß.)

Die Handlungen des dritten Abschnittes entwickeln sich zu ihrer ersten H a u P t p h a s e. Der schwere Ar­tilleriekampf der Spitze gegen die gewaltige Front des feindlichen Gros pflanzt sich von unseren Panzer­treuzern durch das vorderste Geschwader von Schiff zu Schiff weiter fort, während das folgende Geschwader die nördlich stehende Queen Elizabeth-Division unter Feuer nimmt. Auf englischer Seite sind über fünf­zig 38-Zentimeter-Geschütze und je etwa 120 34,3- und 30,5-Zentimeter-Geschütze in voller Tätigkeit., An bei­den Enden der englischen Hauptlinie, die sich aus drei Geschwadern zu je etwa 3 Schiffen, also ungefähr 24 Großkampfschiffen zusammensetzt, stehen schnelle Divisionen, auf dem nördlichen Flügel 3 Schlachtkreuzer des I n v i n c i b l e - Typs, auf dem südlichen 3 der eben fertiggestellten Royal Sovereign -Klasse.

Unsere Panzerkreuzer und der vordere Teil unserer Linie verschwinden zeitweise in Wassersäulen und Sprengwolken. Aber auch beim Feinde wird gute Wirkung beobachtet. Auf unseren Schiffen kommen alle Waffen zum Tragen. Besonders zwischen 8 Uhr 20 Minuten.und 8 Uhr 30 Minuten werden viele Tref- ser, zum Teil von mächtigen Stichflammen- erscheinungen und Explosionen begleitet, deutlich gesehen. Bon mehreren Stellen wird einwand­frei beobachtet, daß 8 Uhr 30 Minuten ein Schiff der Queen Elizabeth -Klasse unter ganz ähnlichen Symptomen in die Luft fliegt wie vorher „Queen M a r y". Ferner sinkt in dieser Phase der Schlacht- kreuzer „I n v i n c i b I e" schwer getroffen in die Tiefe. Ein Schiff der Jron Duke -Klasse hat schon vorher einen Torpedotreffer erhalten, eins der Queen Elizabeth- Klasse ist anscheinend in die Ruder­einrichtung getroffen, es fährt einen Kreis und seine Artillerie schweigt. Auf unserer Seite vermag von 8 Uhr 46 Minuten an der Panzerkreuzer „Lützow" seinen Platz in der Linie nicht mehr zu behaupten. Nach wenigstens 15 schweren Treffern muß er Fahrt der- mindern, bleibt aber beweg ungs- und i ch w i ni m f ä h i g und zieht sich aus dem Gefecht. Der Befehlshaber der Aufklärungskräfte Vizeadmiral Hipper schifft sich in schwerem Feuer an Bord eines Torpedoboots auf einen anderen Panzerkreuzer um. Etwa um diese Zeit werden Teile unserer Flottillen auf das feindliche Gros zum Angriff gebracht und kommen gut zu Schuß. Detonationen werden gehört. Eine Flottille verliert eins ihrer Boote durch schweren Treffer. Ein feindlicher Zerstörer wird, durch einen Torpedo getroffen, sinkend gesehen.

Nach diesem heftigen Stoße mitten in den über­legenen Feind hinein verlieren die Gegner ein- ander in Rauch und Pulverqualm aus Sicht. Als das Artilleriegefecht dabei kurze Zeit vollkommen verstummt, setzt der Flottenchef alle zur Verfügung stehenden Kräfte zu einem neuen Stoße an.

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Den Panzerkreuzern, die mit Flottillen-Geleit- Kreuzern und Torpedobooten wieder an der Spitze stehen, schlägt bald nach 9 Uhr aus dem Dunstschleier er­neut heftiges Feuer entgegen, das sich kurz darauf auch wieder auf die vorderste Division des Spitzen­geschwaders legt. Die Panzerkreuzer, die während der Umschiffung des Admirals Hippen vorübergehend vom Kommandanten des „D er ffli n g er" geführt werden, werfen sich jetzt mit rücksichtsIosem Ein- s a tz, h ö ch st e Fahrt laufend, zum Heranbringen der Torpedoboote auf die feindliche Linie. Ein dichter Geschoßhagel überschüttet sie auf ihrem ganzen Wege vorwärts.

Wesbadeser TsgbLatt.

Movge»»AusgÄbe. Erstes Blatt. Nr. 306.

Der Sturm wird bis auf 0000 Dieter herangetragcn. Mehrere Flottillen brechen zum Torpedoangriff j>or und verschwinden bald in dichtein Qualm. Sie kommen zu Schuß und kehren, trotz schwerster Gegenwirkung, mit dem Verluste nur eines Bootes zu ihrem Geleit­kreuzer zurück.

Nach diesem zweiten wuchtigen Stoße reißt in der von Geschützqualm und Rauchqualm erfüllten Luft der erbitterte Feuerkampf abermals ab.

Der ersten Angriffswelle unserer Torpedoboote folgt wenig später eine zweite. Sie durchbricht die Qualm­wolke und findet das feindliche Gros nicht mehr v o r. Nur in nordöstlicher Richtung werden noch eine große Zahl kleiner Kreuzer und Zerstörer bemerkt. Auch als der Flotterrchef die Kampflinie etwa in gleicher Ord­nung auf südlichem und südwestlichem Kurse, auf dem der Feind zuletzt gesehen worden ist, entwickelt und heranführt, wird der Gegner nicht mehr ange- troffen. Wohin er vor dem vorbereiteten dritten Stoße ausgewichen ist, kann nicht festgestellt werden.

Mit dem Verstummen der Geschütze um 9 Uhr 30 Minuten abends kann man die T a g s ch l a ch t als be­endet ansehen. Das materielle Ergebnis des dritten Abschnitts ist auf seiten des Gegners der Verlust eines feiner neuesten Linienschiffe der Queen Elizabeth- Klasse, eines Schlachtkreuzers vom Jnvincible -Typ, dreier Panzerkreuzer — „Desence", „Black Prime" und „Warrioc" — eines kleinen Kreuzers und von wenigstens zwei Zerstörern. Andere Schiffe, darunter eines der Queen Elizabeth- Klasse und das Schlachtschiff „Marlborough", zwei kleine Kreuzer und mehrere Zerstörer haben erhebliche Beschädigungen erlitten. Auf unserer Seite werden 2 Torpedoboote versenkt. „Wiesbaden" bleibt auf dem Kampfplatz liegen und sinkt später. Der Panzerkreuzer , Lützow" wird gefechtsun rahig. Schon nach dem ledig­lich materiellen Maßstabe gemessen, schließt dieser Hauptgefechtsabschnitt der Tagschlacht mit einem v o l- len Erfolge unserer Waffen.

Nur noch einmal, von 10 Uhr 30 Minuten abends, lebt in der späteren Dämmerung der Kampf für kurze Lreit wieder aus. Unsere Panzerkreuzer sichten rn südlicher Richtung 4 feindliche Großkampf, schiffe, auf die sie sofort das Feuer eröffnen. Als zwei unserer Linienschiffsgeschwader in das Artillerie- gefecht erngreifen, dr-ht der Feind ab und verschwindet tm Dunkel. Unsere älteren kleinen Kreuzer der 4 . Aufklärungsgruppe geraten mit älteren feindlichen Panzerkreuzern in ein kurzes Feuergefecht, das im Dunkel abreißt.

. Die Stellung der Reichskanzlers zwischen den Parteien.

Die von uns erwähnte Kundgebung von 212 hochange­sehenen Bürgern L e i p z i g s für den Reichskanzler bedeutet im Zusammenhang mit anderen Zeichen der Einkehr sehr viel. Man muß mit dieser Kundgebung Zusammenhalten, was in der letzten Zeit sonst noch an Äußerungen des Ver­trauens zum leitenden Staatsmann an die Öffentlichkeit ge­kommen ist; man gewinnt dann ein erfreuliches Bild ter Selbstbestimmung und der Sammlung nach ' vorüber­gehendem Schwanken. Wir erinnern in dieser Verbindung an die Rede des Frhrn. ll Zedlitz beim letzten Abschieds- sest der freikonservarivcn Fraktion. Zedlitz wandte sich vor- nehmlick gegen die konserdätiven Gegner des Reichskanzlers, die seine innere wie seine äußere Politik gleicherweise be­kämpfen, und wenn diese Rede auch nicht auf dieselbe Stufe mit den nielbernfenen Äußerungen des Abg. Friedberg bei ähnlichem Anlaß zu stellen ist. so war doch aus ihr hecaus- zuhöcen, laß der kluge sre-.koufervative Führer gerade im Interesse der. Rechten vor einer Überspannung des Bogens warnte. Das gilt voii der Wiversachcrschaft der Konservativen gegen die K r i e g s z i e l e des Kanzlers ebenso wie von der Neuorientierung der inneren Politik die vor all»m zu einer Reform des preußischen Wahlgesetzes lnnleiten soll. Zu den Anzeichen einer Umwandlung in Kreisen, ans deren Zustimmung der Reichskanzler bis dahin hat verzichten müssen, hat man es aber auch zu zählen, wenn das führende Zentrumsblatt im Westen, die „Kölnische Volkszeitung", jetzt ihrem heißblütigen Berliner Ver­treter einen Zügel anlegt und erklärt, eine allzu scharfe Kritik könne schlimmere Zustände herbeiführen als diejenigen. die man zu leseitigen wünsche; die gesamte Lage ergebe die Notwendigkeit, der auswärtigen Politik des Reichskanzlers dürften keine Schwierigkeiten mehr bereitet werden. Die . Köln. Volksztg." hatte ihren Feldzug freilich immer schon aus eigene Faust geführt, die Zentrumsfraktion des Reichstags batte sich niemals auf die Richtung einzustellen gewünscht, die von diesem Blatte verfolgt worden war, und das hatte be- sonders deutlich der Abg. Spahn bekundet, deffen jüngst Reichstagsrede die „Germania" „als unbedingtes Ver­trauen der Fraktion zum Reichskanzler" kennzeichnete. Wenn mit dem Umschwung des rheinischen Zentrumsblattes verschiedentlich die Täriakeit des Abg. Erzberger in Per- bindung gebracht wird, so sind wrr nicht in der Lage, die Richtigkeit der Behauptung nachzuprafcn. daß Herr Erzberger vermittelnde Dienste geleistet bat. War es der Fall, so wird man ihm seine Anerkennung für den erreichten Erfolg nicht versagen dürfen. Inzwischen sind nun aber die Konser­vativen nicht im geringsten gewillt, aus der Vereinzelung, in die sie geraten sind, den Schluß zu ziehen, daß sie ihre Gegner­schaft gegen den Kanzler besser aufgeben Die „Kreuzztg." reibt sich gerade jetzt wieder an Herrn b. Bethmann-Hollweg; sie tut das, indem sie ihn an zwei Tatsachen erinnert, an die „glänzende Rede", mit der er als ein „mutiger Minister" ge­wagt hatte, im Abgeordnetenhause das preußische Wahlrecht zu verteidigen, und dann an „dos Mißtrauensvotum" der großen Reichstagsmehrheit wegen seines Eintretens für die Kommandogcwalt des Kaisers anläßlich der Zaberner Ange­legenheit. Damals hätten sich nur die 54 Abgeordneten im Reichstag „als kleine Partei in anscheinend hoffnungsloser Vereinsamung" aus die Seite des Reichskanzlers gestellt. Wer sclche Erinnerungen ausgräbt, der tut es natürlich nicht, um objektive geschichtliche Feststellungen zu machen, sondern es rst ein Zweck dabei. Man braucht nach dem Zweck nicht lanae zu suchen; Herr v. Bethmann-Hollweg soll darüber oelehrt "wer­den, daß er sich in die Gefahr der Wurzellosigkeit begeben würde, wenn er sich von den Konservativen ganz trennte. Solche Trennung liegt nun aber getoiß nicht in der Absicht

des Reichskanzlers. Keine seiner Reichstagsreden, auch nicht die vom 5. Juni, gibt ein Recht zu einer derartigen Aus­legung, und nur die Konservativen selber sind es. die ihre noch immer nicht ganz durchsichtige Sache zu fördern glauben, indem sie mit Bewutzrsein und Absicht das Vertrauen zu untergraben suchen, daß der verantwortliche Staatsmann das Reichsschiff durch die Klippen des Weltkrieges werde führen können. Wenn wir sagen, daß es nur die Konser­vativen seien, so ist damit zugleich ausgesprochen, daß die Zustimmung, die sie bis dahin auch aus Kreisen außerhalb ihres Parteibereichs bereits gesunden butten, teils schon zn- rückgenommen worden ist, teils im Begriff ist, durch eine bessere Einsicht abgelöst zu werden. Die Leipziger Kundgebung bildet den stärksten und eindrucksvollsten Beweis bierfür. Leipzig ist eine der Burgen des nationalen Gedankens, und man wird deshalb mit besonderem Nachdruck auf die Vertrauensadresse dieser Leipziger Notabeln binweise» dürfen. Ob sie anderswo eine Nachfolge finden wirf), darauf kommt es so sehr nicht an; nicht die Fülle der Zahleii und Namen entscheidet, sonderli die Grundge- s l n n u n g, und von dieser läßt sich gewiß behaupten, daß sie sich immer weiter verbreitet und gerade in den urieilsfähigen Schichten der Nation, ohne Rücksicht aus die Parteizugehörig­keit, feste Wurzeln saßt.

Oer ttrieg gegen Rußland.

Die russischen Verluste während der letzten Offensive,

W. T.-B. Wien, 8. Juli. (Nichtamtlich.) Aus »em Kriegspressequartier wird gemeldet: GefangenenauSsageu,

aufgegriffeue Meldungen und sonstiges Material ermöglichen nunmehr ein annäherndes Bild über die russischen B e r l u st e während der letzten Offensive. iRan geht nicht fehl in der Annahme, daß hinter der Front für jeden Trappen­körper 50 bis 75 Prozent deS Standes an Ersatztrnppen bereitgestellt waren. Beispielsweise hatte, um eines unter den ungezählten Beispielen anzusühren, dos 53. russische In­fanterie-Regiment von der in Ostgalizien kämpfenden Armee Letschitzki am 6. Juni 3250 Mann, vier Tage später nur mehr 800 Mann, es verlor also 2450 Mann oder 75 Prozent. Am 14. Juni wurden 2200 Mann Ersatz eingestellt, womit das Regiment wieder annähernd die Kriegsstärke erreichte, oder schon am 21. Juni waren unter acht Kompagnien fünf gänzlich aufgerieben, während drei nur 20 bis 50 Gewehre zählten. Ähnliche Verhältnisse ergeben sich als Folge der massenmö iberischen Taktik der russischen Feldherren bei den meisten Truppenkörpern unter Bruffstcws Befehl. Alle verläßlichen Angaben stimmen darin überein, daß die bei der russischen Feldarmee bereitgestellten, bis zu drei Viertel des Kampfstandcs betragenden Ersatztruppen zur Wiederge­winnung der vollen Kriegsstärke nicht mehr ausreichen. Es muß aus Ersatzkörpern neues Kanonenfutter heran­geholt werden. Das russische Südwcjtheer hat in einem Kriegsmonat kaum weniger als 560 000 Mann an Toten und Verwundeten eingebüßt.

Große Materialvorräte der russischen Armee durch einen Braud vernichtet.

Berlin, 3. Juli. (Zens. Bin.) Das „B. T." meldet aas Stockholm: „Astonöladet" erfährt zu dem Brande in dem finnischen Jnselhafen Mäntysuoto, daß dieser durch Selbstentzündung von chlorsaurcm Natron entstanden sei. Die im Hafenschuppen liegenden Waren — 1000 Sack Reis für die russische Armee, große Posten Baumwolle, Spirituosen, Tabak, Maschinen usw. im Gesamtwerte von 3 Millionen Kronen — seien so gut wie zerstört.

Annahme eines bauernsieundlichen Gesetzentwurfs in der Duma.

W. T.-B. Petersburg, 3. Juli. (Nichtamtlich. Petersburger Telegraphenagentur.) Die Duma hat einen Gesetzentwurf angenommen, wonach den Bauern die gleichen bür-ger- lichen Rechte wie den anderen Klaffen zustehen.

Oie Ereignisse auf dem Balkan.

Die Telegraphenverbindung zwischen Ache« und Konstantinopel unterbrochen.

Bf. Haag, 3. Juli. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Die telegraphische Verbindung zwischen Athen und Kon- stantinopel ist seit vier Tagen eingestellt. Selbst die griechische Regierung hat keine Verbindung mehr mit ihrem Gesandten in Konstantinopel.

Diplomaten-Ankunft in Bukarest.

W.T.-B. Bukarest, 3. Juli. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Ter griechische Geschäftsträger Rhangabe ist hier e-n- getroffen. Der bulgarische Gesandte Radew ist nach mehr­wöchiger Abwesenheit wieder in Bukarest angekommen.

Der Terrorismus der Entente in Saloniki.

Berlin, 3. Juli. (Zens. Bln.) Der „L.-A." meldet aus Genf: Pariser Blätter berichten aus Saloniki, daß jetzt im Auftrag der Militärverwaltung ein Unterpräfekt und ein Bürgermeister verhaftet wurden, weil sie an­geblich Freunde der Deutschen und Bulgaren sind.

Oer Krieg über §ee.

Die Entlassung der schwerverletzte« deutschen Kriegsgefangenen ans Japan.

Von zuständiger Seite wird der „T. R." folgen-des ge­schrieben: Die Auslieferung der nicht mehr militärdienst- tauglichen — schwerverletzten oder kranken — Kriegsgefange­nen seitens Japans ist von der deutschen Regierung durch Ver­mittlung der amerikanischen Regierung angeregt wor­den. Die Verhandlungen über die Auslieferung sind noch nicht so weit gediehen, daß den Angehörigen jener Kriegs­gefangenen die Hoffnung gemacht werden kann, diese schon im Lauf dieses Sommers in der Heimat zu begrüßen. Die Zuweisung von Uniformen an die Kriegsgefangenen, die an sich nach den internationalen Verträgen Sache des feind­lichen Staates wäre, ist seitens der deutschen Regierung sichergestellt worden. Ferner ist auf deutsches Ersuchen von der amerikanischen Regierung ein Besuch der Gefangenen­lager Hurch amtliche amerikanische Persönlich- k e i t e n angeordnet und nach den bisher vorliegenden Nach­richten teilweise auch schon durchgeführt worden.