Sette 4. Montag, 3. Juli 191k.
Industrie und Handel.
w. Rheinisch-Westfälisches Kohleusyndikat. Essen, 2. Juli. Das Rheinisch-Westfälische Kohlensyndikat beruft zum 19. Juli eine Versammlung der Zechenbesitzer ein, in der u. a. die Beteiligungsanieile für August festgesetzt werden und der Ausschuß einen Bericht über das zu bildende fünfjährige Syndikat erstatten wird.
* Maschinenfabrik Moenus, A.-G. in Frankfurt a. M. Die Gesellschaft läßt durch ihre Bankiers den Inhabern der J’/iproz., bis 1942 mit 105 Proz. rückzahlbaren Schuldverschreibungen deren glatten Umtausch in 5proz. Kriegsanleihe anbielen.
* Aus der Lederindustrie. Wie aus vertraulichen Vorbesprechungen zu entnehmen ist, werden die in Aussicht stehenden neuen Verfügungen -über Häute und Leder verschiedene Änderungen bringen und sich auch auf Gebiete erstrecken, die bisher von der Beschlagnahmeverfügung nicht getrftffe* waren. Dies bedingt auch eine Umgestaltung des Aufgabenkreises des Überwachungsausschusses der Lederindustrie. Es ist daher eine anderweitige Zusammensetzung desselben erforderlich geworden und die Mitglieder des Überwachungsausschusses haben ihre Mandate dem Kriegsministerium zur Verfügung gestellt. Die Neubildung wird sofort in die Wege geleitet.
Wiesbadener Tagblatt.
w. Deutsche Kognakbrennerei, Siegmar. Chemnitz, 2. Juli. Die Generalversammlung der Deutschen Kognakbrennerei Siegmar in Chemnitz setzte die Dividende auf 7 Proz. fest. Die Aussichten sind nach Mitteilung der Verwaltung befriedigend.
* Verbot einer Preiserhöhung, ln der am Donnerstag abgehaltenen Mitgliederversammlung des Vereins für den Verkauf von Siegerländer Eisenstein wurde mitgeteilt, daß die Preiserhöhung auf 295 M. für Rohspat im zweiten Halbjahr infolge Einspruchs des Kriegsministeriums nicht habe in Kraft treten können. Es wurde daher für das zweite Halbjahr für alle Abschlüsse für Rohspat ein Grundpreis von 260 M. gegen den bisherigen Preis von 255 M. vereinbart. Die Gruben seien angespannt beschäftigt und der Bedarf an manganhaltigem Eisenstein groß.
Marktberichte.
m. Nieder-Ingelheim, 2. Juli. Es kosteten Spargel 1. Sorte 80 Pf., 2. Sorte 50 Pf., Kirschen 30 bis 38 Pf., Erdbeeren 40 Pf., Stachelbeeren 28 Pf., Johannisbeeren 25 bis 30 Pf. das Pfund.
* Vom Zuckermarkt. Das statistische Bureau von F. O. Licht bemerkt in seinem letzten Wochenbericht, daß die wiederholten Niederschläge die Entwicklung der Zucker-
Abend-Ansgabc. Erstes Blatt. Nr. 305.
lüben stark angeregt haben. Sie zeigen der Jahreszeit entsprechend durchaus normalen Stand. Das Gesamtbild ist gut. Der sichtbare Wellvorrat beläuft sich auf 3 465 500 Tonnen (i. V. 5 467 700 Tonnen).
Wettervoraussage für Dienstag, 4, Juli 1916
von der meteorologischeu Abteilung des Physilcal. Vereins zu Frankfurt a.M.
Zunehmende Trübung, zeitweise Regen, etwas kühler.
Wasserstand des Rheins
am Juli.
ßiebrieh- Pagel: 2,68 m gegen 2.70 m am gestrigen Vormittag.
Caub. » 3,SO > » 3,30 » > * »
Mainz, » 2.01 > » 1 .S 8 > * » »
Die Menö-Ausgabe umfaßt 6 Seiten
Hauptschristleiter: A. Hegerhor ft.
Verantwortlich für d ntiche Politik' A. Hsgerhorst, für Auslandspoliiik. I)r. phil. K Sturm: für reu UnkerbaltungSteil: B. v. Naueudor!: für Nach richten aus Wiesbaden und den Nachbarbezirken : I. B.: p. Diefenbach: für „Gerichksjaal": H. Diesenbach: für „Svori uud Luftfahrt": I. B.: C Losacker: für „Bermiichtes" und den ..Briefkasten": C. Loiacker: für den Handelsteil: W. Etz:
für die Anzeigen und Reklamen: H. Dornauf: iamtlich in Wiesbaden.
Druck und Verlag der L. Schelle»bergjch-n Hof-Buchdruckerei in Wiesbaden.
Sprechstunde der Schristleuung: 12 bis 1 Uhr.
vereinsbank« Wiesbaden
Eingetragene Genossenschaft S|gp mit beschränkter Haftpflicht
---------- Sparkasse. =
Gegründet 1865 . ®ipes GeWstsgMude: Wcluritiusstrcrße Wr. 7 .
Geschäftsstand am 3V. Iuni 1916.
Aktiva. _Vasstva.
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Mark
Psg.
Mark
Psg.
1. Kasse..
160,179
20
1. Geschäfts-Anteile (Mitglieder-Guthaben).
1,372,438
12
; 2. Fremde Geldsorten und Zinsscheine.
70,635
75
2. Gesetzliche Rücklage ..■.
341,420
—
3. Guthaben bet der Reichsbank (Giro-Konto) ....
5,899
23
3. Sonder-Rücklage.
440,000
—
4. Postscheck-Konto (Nr. 250 Frankfurt a. M.) .. . . .
35,852
07
4. Kriegs-Rücklage..
40,098
25
5. Guthaben bei Banken (Banken-Konto).
1,580,899
07
5. Wohlfahrts-Rücklage für die Angestellten unserer
6. Bankwechsel..
1,300,000
—
Vereinsbank.
7,000
—
7. Wechsel.
1,866,458
72
6. Rücklage zur Unterstützung der Hinterbliebenen im
8. Ruckwechsel.
256
30
Kriege gefallener, sowie kriegsinvalider Vereinsbank-
9. Wechsel zum Einzug.
2,749
55
Mitglieder und Vereinsbankangestellten und deren
10. Wertpapiere unserer Bcreinsbank.
951,020
86 j
Angehörigen.
4,592
12
11. Schuldner in laufender Rechnung.
3,843,802
55 1
7. Sparkasse unserer Vereinsbant.
4,873,030
94
12. Hvpolheken und Restkaufschillinge.
307,985
75
8. Darlehen auf Kündigung (Anlehen gegen Schuld-
13. Vorschüsse.
4,941,955
- j
scheine uikserer Bereinsbank) .
2,127,651
90
14. Gegenwechsel für geleistete Bürgschaften.
300,769
18 )
9. Auf bestimmte Zeiten fest angelegte Gelder....
1,271,087
74
115. Unverrechnete Posten .
3,926
51
10. Gläubiger in laufender Rechnung.
4,837,326
85
16. Geschäfts- und Hausgerät.
4,695
99
11. Hypotheken-Schulden.
46,244
49
17. Geschäftsqebäude Mauritiusstraße Nr. 7.
225,000
- |
12. Sicherheits-Wechsel (Geleistete Bürgschaften) . . .
300,769
18
1 18. Geschäfts- u. Wohngebäude Hochstättenstraße Nr. 4
124,000
—
13. Gewinn-Uebertrag aus 1915 .
3,202
39
lg. Beteiligung bei der Wiesbadener Kriegsfreditkasse
14. Zinsen.:
116,916
49
G. m. b. H.
5,000
—
15. Gebühren, Verwahrungs- und Verwaltungs-Gebühren
2,046
53
! 20. Postscheck-Gebühren...
380
91
! 16. Schrankfachmiete.
2,069
; 21. Berwaltungskosten.
48,669
14
j 17. Ertrag aus Hausverwaltungen:
22 Geschäftskosten .. . . .
23,162
58
Gejchäftsgebäude Mauritiusstraße Nr. 7 .
710
79
Geschäfts- und Wohngebäude Hochstättenstraße Nr. 4
523
48 1
18. Gewinn-Anteile.
16,170
09
15,803,298
36
___
15,803,298
36 j
Stand unserer Mitglieder am 31. Dezember 1915 : 508«
Zugang im 1. Vierteljahr 1916: 48
S 1916: 65
Stand unserer Mitglieder am 30. Juni 1916: 519 9
Geschäftsumsatz auf beiden Seiten unseres Hauptbuches: Ml. 176,276,09).16 Außerdem auf Kassen-Konto: „ 53,687.541.76
Gesam ter Geschäfts-Umsatz in der Zeit vom I. Januar 1916 bis einschließlich 30. Juni 1916: Litt . 228,065,632.92
Wiesbaden, den 1. Juli 1916. P 220
Wereinsbank Wiesbaden
Eingetragene Genossenschaft mit.beschrankter Haftpflicht.
Meis.ScHörrfetH._Michel'._Mergenthal._Keyrnann.
Gebrüder Krier, Bank-Geschäft, Wiesbaden, Rheinstr. 95.
Inh.: Dr. jur. Hippolyt Krier, Paul Alexander Krier. Reichsb.-Giro-Konto.
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welches am Samstagmorgen den Damenschirm Gartenstr., Rofenstr. fand u. ihn der- Polizei abgeben krollte, wird gebeten, ihn gegen Belohnung Gartenstraßc 18, Frau Dr. Caspari, abzugeben.
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Kurhaus-Veranstaltungen
aut Dienstag, den 4. Juli.
Vormittags 11 Uhr:
Konzert des Städtischen Kurorchesters in der Kocbbrunnen-Anlage.
Leitung: E. Wemheuer.
1. Choral: „Allein zu dir Herr
Jesus Christ“.
2. Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ von Joh. Strauß.
3. Duett aus der Oper „Die Hugenotten“ von Meyerbeer.
4. Aus der Heimat, Mazurka von J. Strauß.
5. Fantasie aus „Traviata“ von G. Verdi.
6. Eljen a Haza, ungarischer Marsch von Keler-B6la.
Abonnements-Konzerte.
Städtisches Kurorchester.
Nachmittags 4% Uhr:
Leitung: Konzertmeister K. Thomann.
1. Kaiseradler-Marsch von Schiffer.
2. Ouvertüre zur Oper „Das eherne Pferd“ von D. F. Ander.
3. I. Finale aus der Oper „Die Hugenotten“ von G. Meyerbeer.
4. Aquarellen, Walzer von Strauß.
5. Ouvertüre zu „Peter Schmoll“ von C. M. v. Weber.
6. Maurisches Ständchen v. Kücken.
7. Fantasie aus der Oper „Oberon“ von C. W. v. Weber.
8. Frisch gewagt, Marsch von A. Hahn.
Abends 8% Uhr Leitung: Stadt. Musikdirektor C. Schuricht.
Nordischer Komponistcn-Abend.
1. Nachklänge aus Ossian von N. W. Gade.
2. Satz 1 aus d. D-moll-Symphonie von Chr. • inding.
3. Im Herbst, Konzert - Ouvertüre von Edv. Grieg.
4. Peer Gynt-Suite Nr. 1.
I. Morgenstimmung. II. Ases Tod. III. Amtras Tanz. IV. In der Halle des Bergkönigs.
5. Norwegische Rhapsodie Nr. 3 von J. Svendsen.
