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Teile 4. Damstag, 1. Juli 1916.

zu machen, sie in die Lage zu versetzen, sich genügend zu kleiden und zu ernähren. Austauschgefangene, die aus Feindesland zurückgekehrt sind, berichten von dem Gemein- sinn unter den deutschen Gefangenen, der auch in der Fremde lebendig ist. So haben in vielen Gefangenenlagern Frank­reichs die deutschen Gefangenen die besonders Unterstützungs­bedürftigen in ihrer Mitte festgestellt, so daß von dem Ge­samtbetrag, der den Gefangenen eines Lagers überwiesen wurde, der größte Anteil an diejenigen überwiesen wurde, die aus der Heimat bisher am wenigsten oder keine Privatunter­stützung erhalten hatten. In diesem Sinne wurde von den Gefangenen selbst eine Abstufung hergestellt, und diejenigen, die von zu Hause über größere Mittel verfügen, nahmen von den Sendungen, die die Regierung zur Verfügung stellte, ent­sprechend weniger in Anspruch. Auch in den Gefangenen­lagern bewährt sich das Organisationstalent und der Gerech­tigkeitssinn der Deutschen. Die Pflicht der Daheimgebliebe­nen aber ist es, unsere gefangenen Brüder zu unterstützen, so daß nicht einer zu kurz kommt.

Zerienspazlergiinge lm dritten ttriegsjahre.

. Der Magistrat und die bestellte Sonderkommission sind nach eingehender Erwägung zu dem Beschluß gekommen, daß auch in diesem Jahr eine besondere Notwendigkeit vorliege, die Ferienspaziergänge der Schulkinder während der Zeit der großen Ferien stattfinden zu lassen, da bei den in Frage kom­menden Familien die Männer im Feld und die Frauen ge­zwungen sind, der Arbeit nachzugeheu, so daß den Kindern nicht nur die feste Sand des Vaters, sondern auch die mütter­liche Aufsicht fehlt. Die erforderlichen M i t t e l hat die Stadt trotz der gewaltigen Ausgaben für die Kriegsfürsorgemaß­nahmen zur Verfügung gestellt. Die ganze Veranstal­tung kann aber nur dann in die Wirklichkeit umgesetzt wer­den, wenn, sich die zur Überwachung der Kinder erforderlichen Helfer und Helferinnen finden. Es werden etwa 150 bis 200 Personen benötigt. Wer bereit ist, feine Kraft in den Dienst der guten Sache zu stellen, kann sich im Rat­haus, Zimmer 41, oder im „Gewerkschaftshaus , Wellritz- strgße 49, in die bis zum 15. Juli d. I. offen liegenden Listen eiytragen lassen.

— Der Juli. Mehr noch, als in früheren Jahren, hoffen wir, daß die sprichwörtliche Juliglut diesmal nicht vergeb­lich auf sich warten lassen wird. Das reifende Getreide und die Kartoffeln haben jetzt trockenes heißes Wetter sehr not­wendig. Auch für die Obstreife und für den Wein ist. em heißer Juli sehr erwünscht. Erfahrungsgemäß fällt die heißeste Zeit des Jahres in die Tage vom 10. Juli bis zum 10. August. Das Wetter pflegt in dieser Zeit nicht nur warm, sondern auch beständig zu sein: für Mittel- und Nordeuropa haben die Durchschnittsberechnungen der Meteorologen 12 so- geiiannte Sommertage ergeben, die eine Tagestemperatur von mindestens 25 Grad im Schatten aufweisen.

— Seinen 50. Geburtstag feiert heute Herr Professor Dr. phil. Wilh. Th. Fresenius, der Direktor und Mit­inhaber de? bekannten chemischen Laboratoriums in Wies­baden. Wilh. Fresenius ist Mitherausgeber der Zeit-schrnt für analytische Chemie, ferner bekannt durch seine Arbeiten über Portlandzement und über Spirituosen sowie Sußwein- untersitchung. Bekannt ist sein kraftvolles Eintreten für den kirchlichen Liberalismus.

— Für die deutschen Kriegs- und Zioilgefangenen. Bon heute ab wird sieben Tage lang die Volksspendc für die deut­schen Kriegs- und Zivilgefangenen erhoben. Aus diesem An­laß sind an den Hauptverkehrsstellen V e r k a u_f schände für Abzeichen sowie Riesen-Sammelbüchsen aufge­stellt, die zur fleißigen Benutzung empfohlen seien.

— Ferien der Bcrwaltungsgerichte. Die Ferien des Be­zirk s a u s s ch u s s e s und des Stadtausschusses nehmen am 21. Juli ihren Anfang und währen bis zum 1. September.

— Jubiläum. Die Firma I. H e r tz, Damenmoüen, Lang­gasse, die schon so manche Ehrung langjähriger Angestellter begehen konnte, feierte heute die 25jährige Tätigkeit des Damenschneiders Heinrich Klein und ehrte den Jubilar in Wort und Tat für die in der langen Zeit geleisteten Dienste. Von der Handwerkskammer wurde der Gefeierte durch llber- reichung einer Urkunde ausgezeichnet.

— Dörren auf Gas. Die Leiterin der städtischen Be­ratungsstelle für Gasverwertung und Volksernährung hat ein Heftchen: „Kurze Anleitung zum Dörren auf

G a s" herausgegeben. Bei der augenblicklichen Zuckerknapp­heit'wird jede Sausfrau sich gern über diese praktische Art, Obst und Gemüse haltbar zu machen, unterrichten. In den Buchhandlungen Staadt. Bahnhofstrahe, u« Bürger, Markt­straße, und in einigen Haushaltungsgeschäften wird das Veit für 15 Pf. und in den städtischen Kolonialwarenläden für 10 Pf. abgegeben. Nach der Anleitung kann sich jeder einen Dörrapparat selbst Herstellen.

— Unfall. Gestern abend kam in der Bleichstraße ein 58 Jahre alter Musiker plötzlich zu Fall. Er zog sich dabe: eine nicht ganz unerhebliche Kopfverletzung zu. welche seine Aufnahme in das städtische Krankenhaus notwendig machte. Die Sanitätswache übernahm in der bekannten schnellen und guten Weise den Transport.

— Blinder Alarm. Gestern wurde die Feuerwache vom Kurhausplatz aus zweimal in unmittelbarer Aufein­anderfolge blind alarmiert. Das zweitemal stand an dem Feuermelder ein Knabe, welcher die Glasscheibe noch in der Haird hielt und beim Herannahen der Feuerwache als­bald Fersengeld gab. Er wurde verfolgt, endlich erwischt und der Polizei überantwortet.

— Kirchliches. Morgen vormittag 1114 Uhr findet in der Berg­kirche Kindergortesdienst statt.

— Kleine Notizen. Heute sind es 25 Jahre, dah Herr Flaschen- bürbänvler Wilhelm Schuck im Hanse Ellenbogengasse 7 wohnt. — Unter den Eichen bei Ritter findet an, Sonntag grozes Wilitärkonzert bei freiem Eintritt statt.

Aus dem Landkreis Wiesbaden.

m . Frauenstei«. 30. Juni. Der Ortsausschuß iür Jugendpslege und der Lrtslcseverein, die sich zu einen- Ausschuß sur örtliche Kriegshilfe zusammcngcschlosscn haben, hatten ani vorigen Sonntag den Mütter- und Jungirauenverein zu einer Besprechung über ein einsaches und billiges Verfahren zur F r i s ch e r h a l t u » g von Früchten, Marmeladen, Gelees, Fruchtsastcn in das Jugendheim eingeladen. Gedruckte Anweisungen wurden, nach ein- gehender Erläuterung durch die betreffenden Vorsitzenden, an die

Miesbadener Tatzbiarl. Abend-Ausgabe. Erstes Blatt, srr. 302.

einzelnen Hauswirtschastsvorstände verteilt. Interessierte Ge­meinden, gemeinnützige Gruppen, auch Einzelpersonen, erhalten aus Verlangen ausklärende Flugblätter vom Rhcin-Mainischen Verband für Volksbildung, Frankfurt a, M., Paulplatz 10,

Provinz Hessen-Nassau.

Regierungsbezirk Wiesbaden.

Pockencrlranlungen in Hachenburg, da. Hachenburg, 30. Juni. Umlaufenden Gerüchten gegenüber können wir nach Information an zuständiger Stelle feststellen, daß in der Stadt Hachenburg insgesamt 9 Fälle von Pocken» e rkr an ku ng en vorgekommen sind, die alle auf Ansteckung durch ein und denselben Erkrankungssall zurückgesührl werden müssen. Durchweg ist der Verlauf der Erkrankungen ein leichter. Es ist nur bc, einem noch ungeimpften Kinde der Tod eingetreten, die anderen Erkrankten befinden sich ausnahmslos im Stadium der Genesung. Seit 4 Tagen ist kein neuer Erkrankungsfall gemeldet.

Gerichtssaal.

s. Verdorbene Fleischwaren. Hanau, 30. Juni. Die Straf­kammer hat den Metzgermeister Philipp Heilmann in Gelnhausen, der einem Landwirt in dem Dorfe Kassel bei Gelnhausen zum Teil verdorbene Fleisch waren, die bei einer Hausschlachtung zur Wurstbereitung Verwendung finden sollten, verkauft batte, mit drei Monaten Gefängnis bedacht. In der Urteilsbegrün­dung war das Gebaren des Angeklagten als gemcingcsähr- l i ch bezeichnet worden.

Sport und Luftfahrt.

* Mainzer Sportplatz. Das morgen auf dem Mainzer Sport- plap' stattfindende dritte Kriegsradrcnnen bringt in allen Läusen gutbesetzte Rennen. Die Dauerrennen werden von Thein-Frankfurt, Kappler-Wresbaden und Würtz-Mainz bestritten, deren Schrittmacher im Motorrennen starten. Zum Militäroennen, Nculingsrennen und Hindernisrennen sind se 6 Meldungen einge- loufen. Äußerst, interessant dürste sich das Vorgaberennen, bet welchem 10 Fahrer starten, gestalten. Es treffen sich hier der hessische Kriegsmeister Bärsch-Mainz sowie der mit frischem Lorbeer ge­schmückte Fritz Fritschle-Frankfurt. Der junge Frankfurter konnte am verflossenen Sonntag im Berliner Stadion, beim Hauptfahren des Podbielski-Rennens, die besten norddeutschen Herrensahrer über­legen abfertigen, seinem Start gegen die süddeutschen Fahrer wird ■mit Interesse entgcgcngesehen. Tie Rennen beginnen nachniittags 8 y z Uhr bei jeder Witterung.

Neues aus aller wett.

Touristenabfturz im Algäu. München, 30. Juni. An der Dreitorspitze bei Jinmenstadt im Algäu stürzte der Münchener Tourist Hollmann ab und war sofort tot. Die ihn begleitende Dame erlitt verschiedene Verletzungen. Sie konnte mit Hilfe anderer Touristen aus ihrer gefährlichen Lage befreit werden.

6» 000 M. unterschlagen. Berlin, 30. Juni, Der Kassierer des Borschußvereins in Groß-Strehlen in Schlesien, Karl Wauer, der seit 27 Jahren den Kassiererposten bekleidet, hat 60 000 M. unterschlagen. Eine unvermutete Revision brachte die Unterschiede ans Licht, Wauer hat sich dem Staatsanwalt selbst gestellt.

Ein »euer großer Brand im Hasen von Marseille. W. T.-B. Marseille, 30. Juni, (Nichtamtlich.) Heute morgen ist am Bassin Nadrague in der Näbe des Petroleumlagers inmitten be­deutender Kopramengen, die am Bollwerk ausgestapelt waren, ein neuer Brand ausgebrochen. Sofortiger Hilfeleistung gelang es, bas Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Der Schaden ist be­trächtlich.

Handelsteil.

Die Reglementierung der Zementindustrie.

Eine Reichsstelle für Zement.

W. T.-B. Berlin, 1. Juli. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 19. Juni 1916 eine Bekanntmachung über Beschränkungen des Absatzes und die Erzeugung des Zements erlassen. Danach ist der Abschluß von Lieferungsverträgen für die Zeit nach dem 31. Dezember 1916 bis zum 1. Dezember 1916 verboten. Der Reichskanzler kann darüber hinaus Beschränkungen für den Abschluß von Lieferungsverträgen anordnen. Weiter wird die Errichtung neuer und die Erweiterung bestehender Anlagen sowie die Umwandlung bestehender Anlagen in Anlagen von Zement verboten; soweit die Errichtung, Erweiterung oder Umwandlung vor dem (am Tage der Verkündigung erfolgten) Inkrafttreten der Ver­ordnung begonnen wurde, findet diese Vorschrift keine Anwendung. Der Reichskanzler kann jedoch die Fort­setzung der Errichtung, Erweiterung oder Umwandlung untersagen. Den Eigentümern solcher im Bau befindlicher Anlagen obliegt die Verpflichtung, bis zum 15. Juli dem Reichskanzler von solchen Arbeiten Anzeige zu machen und auf Erfordern Auskunft zu geben. Von der Verbotsbestim- rnung können Ausnahmen zugelassen werden. Die Aus­übung der nach den §§ 2 und 3 der Bekanntmachung dem Reichskanzler zustehenden Befugnisse wird einer beson­deren Dienststelle, der „Reichsstelle für Zeinent“, übertragen werden. Zum Vorsitzenden dieser Stelle ist der Wirkliche Geheime Oberbaurat Germeimann bestellt. Die Geschäftsräume der Stelle befinden sich bis auf weiteres Berlin W., Knesebeckstraße 74. Dorthin sind alle Anträge und Anzeigen unmittelbar einzureichen. Die Verordnung bezweckt, im nationalen Wirtschaftsinteresse schädliche Konkurrenzkämpfe während des Krieges zu vermeiden.

Amtliche Devisenkurse in Deutsehland.

W.T.-B. Berlin, 1. Juli. (Drahtbericht.) Telegra­phische Auszahlungen für:

New-Yorlc.

Holland.

Dänemark , . . ,

Schweden . ... . Norwegen . . , . .

Schweiz.

Oesterreich-Ungarn .

Rumänien.

Bulgarien.

5.17 O. Mk.

225.75 O. -

168.75 C. -

158.75 Q. « 158.75 O. < 102.87 O. <

69.45 G. . 86.13 G. - 79.00 G. <

5.19 B. für 1 Dollar

225.25 B. . 100 Gulden

159.25 B. » 100 Kronen

159.25 B. « 100 Kronen

159.25 B. « 100 Kronen 103.18 B. < 100 Francs

69.55 8. « 100 Kronen 86.62 B. < 100 Ui 80.00 B. < 100 Lewa

Ausländische Wechselkurse.

w. Amsterdam, 30. fluni. Wechsel auf Berlin 43.775, auf Wien 30.45, auf die Schweiz 45.60, auf Kopenhagen 69.775, auf Stockholm 69.80, auf New York 2.41, auf London 11.49, auf Paris 40.85.

(

Banken und Geldmarkt.

* Schweizerische Bundesbahn-Schuldverschreibungen. Der Einlösungskurs für Deutschland für die Zinsscheine und verlosten Stücke der Schweizerischen Bundesbahn- Schuldverschreibungen ist bis auf weiteres auf 104 M. für 100 Fr. erhöht worden.

j $ Zur Neuregelung des Berliner Börsenverkehrs, ä Berlin, 1. Juli. Die Berliner Handelskammer

genehmigte in ihrer gestrigen Sitzung nach längerer Er­örterung die Beschlüsse des Berliner Börsenvorstandes auf Abänderung der Börsenordnung.

$ Vom Berliner Geldmarkt. Berlin, 1. Juli. Der sich vorübergehend geltend machende Geldbedarf ist schnell geschwunden, tägliches Geld war mit etwa 5 Proz. an der Börse leicht erhältlich. Der Privatdiskoni wurde wieder mit 4%i Proz. und darunter genannt.

w. Wiedereröffnung neutraler Auslandsbörsen. Zürich, 1. Juli. Der Zürcher Effektenbörsenverein beschloß die Wiedereröffnung des Barverkehrs in Aktien vom 10. Juli an. — Bukarest, 1. Juli. Über die Wiedereröffnung der Bukarester Börse hört die „Berl. Börs.-Ztg.“, daß die Wiedereröffnung tatsächlich erfolgt ist, und zwar für einen beschränkten Kassaverkehr in Effekten, nicht aber in Devisen.

Industrie und Handel.

* Ein Kampisyndikat im Zigarettengewerbe. Wie dei „K. V.“ mitgeteilt wird, haben Unstimmigkeiten bezüglich der Festsetzung der neuen Preise für den Kleinver­kauf von Zigaretten zwischen den Gruppen der Hersteller und denen der Händler zu einem straffen Zusammenschluß von Zigarettenfabriken geführt. Unter der Führung der Berliner Firma Garbäty ist nämlich eine Interessen­gemeinschaft deutscher Zigarettenfabri­kanten gegründet worden, die strenge Bestimmungen über Regelung von Preisen, Absatz usw. vorsieht. Der Sitz dieser Konvention wird in Berlin sein. Hauptsächlichster Zweck ist eine Einigung der Hersteller untereinander be­züglich der Hohe der Abfindung bei dem kommenden Zigaretten monopol. Gleichzeitig soll auch eine Übertragung von Kontingenten der weniger leistungsfähigen Fabriken an große Betriebe angestrebt werden. Ob in­dessen die gegensätzlichen Interessen — auch innerhalb des Großgewerbes selbst -- sich auf lange Dauer ver­einigen lassen werden, erscheint zweifelhaft; jedenfalls stellt der neue Verband nicht eine endgültige Klärung im Zigarettengewerbe dar.

W. T.-B. Preisregelung für kalzinierte Soda. Berlin, 1. Juli. Entsprechend der von dem Syndikat deutscher Sodafabriken vorgenommenen Neuregelung der Preise für kalzinierte Soda ist durch eine Bekanntmachung des Reichs­kanzlers eine Neufestsetzung der Höchstpreise für Soda er­folgt. Dabei sind auch die Lieferungsbedingungen teilweise abgeändert worden.

w. Linolcumkonvention. Köln, 1. Juli. Die Deut­schen Linoleumwerke Rixdorf, A.-G., und Berlin-Neukölln sind aus der Linoleumkonvention ausgeschieden. Die übrigen fünf Konventionsfabriken Anker, Bietigheim, Hansa, Maxan und Schlüssel führen die Konvention fort.

Weinbau und Weinhandel.

m. Bingen, 30. Juni Die heutige Weinversteigerung des Herrn Jean Schneider, Weingutsbesitzer zu Liefers- heim, Ebernburg, Altenbamberg und Schloß Böckelheim. brachte ein Ausgebot von 42 Nummern 1915er Naturwein aus Lagen der genannten Gemarkungen. Die Weine waren eigenen Wachstums und erreichten bis zu 3600, 3980, 4160 und 4740 M. das Stück. Es waren darunter feine Riesling­gewächse, Auslesen und Spätlesen enthalten. Bezahlt wur­den für 23 Stück 1410 bis 1980 M., 19 Halbstück 750 bis 2370 M., durchschnittlich das Stück 1988 M. Da die Schätzung des Eigners rund 60 000 M. betrug, so stieg das gesamte Ergebnis um rund 5000 M. darüber, denn es stellte sich auf 64 620 M. ohne Fässer.

Marktberichte.

m. Vom Obst- und Gerausemarkt. Nieder-Ingei- heim, 1. Juli. Es kosteten Spargel 1. Sorte 70 Pf., 2. Sorte 40 Pf., Rhabarber 15 Pf., Kirschen 22 bis 40 Pf., Stachel­beeren 20 Pf., Johannisbeeren 25 bis 33 Pf. das Pfund.

w. Vom ungarischen Eiermarkt. Budapest, 30. Juni. An der heutigen Eierbörse war der Verkehr ruhig. Teiß- taler Eier galten 320 bis 322 Kronen und Korbeier 320 Kr.

Verlosungen.

W. T.-B. Braunschweiger 20-TaIer-Lose. Braun- schweig, 1. Juli. Bei der Prämienziehung der Braun­schweiger 20-Taler-Lose fielen: 45 000 M. auf Serie 820 Nr. 112, 9000 M. auf Serie 9603 Nr. 13, 6000 M. auf Serie 6214 Nr. 6, 2700 M. auf Serie 4791 Nr. 38, je 300 M. auf Serie 68 Nr. 18, Serie 68 Nr. 25, Serie 820 Nr. 7, Serie 1466 Nr. 45, Serie 2393 Nr. 45, Serie 2534 Nr. 31, Serie 3731 Nr. 15, Serie 5307 Nr. 34, Serie 7514 Nr. 32 und Serie 8139 Nr. 26, je 180 M. auf Serie 1300 Nr. 32, Serie 4155 Nr. 47, Serie 5823 Nr. 39, Serie 6304 Nr. 1, Serie 7445 Nr. 13 und auf Serie 8232 Nr. 39. (Ohne Gewähr.)

Schiffs-Nachrichten.

Bfcbrlch-Malnger Dampfschiffahrt

(August Waldmauu, Biebrich.) Eil?

Von Biebrich nach Mainz (ab Sohloß): 1.30*, 2.20*. 3.00, 4.08*, 4.30, 530* 8 00. 7.00*, 7.30. — Von Mainz nach Biebrioh (ab Stadthalle) 2.20*, 3.10*. 3.50, 4 50* 5.20. 6.20*. 0 50, 7.60*, 8.20. Bei Tageslicht ab Kaisertor-Hauptbahnbof 6 Minuten später. * Nur Sonn- und Feier­tags, außerdem Extratouren. Wochentags nur bei gutem Wetter

Wetterberichte.

Beobachtungen in Wiesbaden

▼on der Wetterstation des Nass. Vereins für Naturkunde.

30. Juni

| 7 Uhr

| morgens.

2 Uhr

nachm.

9 Uhr

abends.

Mittel.

Barometer »ul 0° und Normalschwere Barometer auf dem Meeresspiegel . .

753.0 1

703.1 1 13,0 i

S.7

78

*01

752,2

732.1

1H.8

8.8

51 SW 4

752.6

752.7

14.7

10.8

87

:;w 2

752 6 752,6

Relative Feuchtigkeit (°/o).

Wind-Richtung und -Stärke.

Niederschlagshöbe (mm) .

72,0

Höchste Temperatur (Celsius) 20,4- Niedrigste Temperatur 8.8.

Wettervoraussage für Sonntag, 2, Juli 1916

tob der meteorologischen Abteilung des Physiical. Vereins zu Frankfurt a.lVL

Wechselnd bewölkt, meist trocken, etwas wärmer.

Wasserstand des Rheins

am 1. Juli.

Biebrioh- Pegel: 2.73 m gegen 2,73 na am gestrigen Vormittag.

Caub. » 3,31 » » 3.37 » » * »

Mainz- » 2.01 » » 1.94 > » » »

Die Abenö-Ausgave umfaßt 6 Seiten

Hauptlchriftleiter: A. He gerhor st.

Berantwortlich für ) ilitt Politik: A. H-gerhorft: f r AnSIandsb°Ii>>I Dr. phil. ff Sturm: für etn Uutcc&altungOteU: B, ». Nauendorf: für Noch, richte» au3 Wiesbaden und den Nachbarbezirlen: 3. B.: H. Di es-nbach: für „Gerichtssaal": H. Diefenbach: für „Svvrr und Luftfahrt": I. B.: C Losacker: für „Vermischtes" und den „Briefkasten": CS. Losacker: für den Handelst«!: SB. Ey:

für die Anzeigen und Reklamen- H. Dornauf: sämtlich in Wiesbaden.

Druck und Verlag der L. Schelleiibergfch-n Hos-Buchdruckerei in Wiesbaden.

Sprechstunde der Schrifileiinng: 12 bis t Uhr.