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Teile 6. Abend-Ausgabe. Erstes Blatt.

Eine Verteuerung findet dadurch nicht statt. Die Stadt ver­dient dabei gar nichts.

Oberbürgermeister Glässing: Nichts verbittert die Bevölkerung mehr, als wenn in irgend einem Hotel, sei es auch in dem ersten, über eilten Fleisch gang hinauS- gegangen wird. Ich bin aber überzeugt, daß das nicht in dem Umfang geschieht, in dem es behauptet wird. Der Polizei­präsident hat Speisekarten eingezogen, es wurde aber nicht in einem einzigen Falle festgestellt, daß gegen die Verord­nung, nach der nur eine Fleischspeise gegeben werden darf, verstoßen worden ist. Ich weise noch einmal darauf hin, daß in den 600 Gramm Fleisch für die Kurfremden auch die MX) Gramm stecken, dre uns das Reich für Kurgäste zuweist; e§ bleibt also nur noch eine Differenz von 100 Gramm, die von der Stadt gedeckt werden muß. Bezüglich des Städte- tages bin ich der gleichen Auffassung wie Stadtverordneter Gerhardt. Was die Vertretung der Interessen der Städte im Herrenhaus anlangt, so will ich darauf aufmerksam machen, daß man dort als junges Mitglied gar nicht zu Worte kommt, abgesehen davon, daß man doch nur einen moralischen, nicht einen tatsächlichen Erfolg erwarten könnte.

Stadtverordneter Fink meinte zwar, der Beschluß des Magistrats, Fleischkarten einzuführen, werde sehr beruhigend wirken, aber der Unterschied zwischen den 600 und 200 Gramm sei doch recht groß. Der Redner sprach sich weiter für die Errichtung eines zweiten städtischen Markt- standes, und zwar im westlichen Stadtteil, aus.

Stadtverordneter Zorn bestritt, daß ein Hotel Wies­badens noch zwei Fleischspeisen gebe. Die Anregung, den fleischlosen Sonntag für Ausflügler einzuführen, sei be­achtenswert.

Bürgermeister Travers: Es hat sich gezeigt. Laß wir unbedingt eine Stadthalle haben müssen. Stadtverord­neter Glaeser hat einen Plan ausgearbeitet, der geprüft wird und möglichst unmittelbar nach dem Krieg ausgeführt werden soll. Ein zweiter Marktstand soll errichtet werden, aber auf dem Dernschen Gelände. Wenn wir ihn in einem anderen Stadtteil errichten, fehlt es uns an jeder Kontrolle.

Von dem Viehhandelsverband für den Regierungsbezirk Wiesbaden in Frankfurt a. M. wird uns zur Fleischversorgung der Stadt Wiesbaden ge- schrieben:

Nachdem die Schlachtviehversorgung im Regierungsbe­zirk Wiesbaden durch die Organisation des Viehhandelsver­bandes in geregelte Bahnen gelenkt worden ist, darf nunmehr auch die Fleischversorgung der Stadt Wies­baden als gesichert gelten. Bereits in den letzten Wochen konnte der von der Reichsfleischstelle vorgesehene Fleischbedarf durch die Lieferung der hierfür notwendigen Zahl an Schlachttieren bis auf Schweine voll befriedigt wer­den. Auch in dieser Woche ist die Lieferung an Rindvieh und Schafen in der vorgeschriebenen Höhe wiederum voll erfüllt worden. Es muß allerdings erwartet werden, daß auch die im Stadtkreis vorhandenen Viehbestände zur Fleischver­sorgung der Stadt entsprechend herangezogen werden. ES sind von dem Viehhandelsverbande in dieser Woche 45 Stück Großvieh, 160 Kälber, 80 Schafe und 87 Schweine angeliefert worden. Bei Schweinen konnte nur annähernd die Hälfte der vorgeschriebenen Zahl.infolge des zurzeit noch herrschen­den Mangels an schlachtreifen Tieren dieser Gattung zur Verfügung gestellt werden. Zur Ergänzung dieser Minder- kiekerung an Schlachttieren muß daher auf Gefrierfleisch zu­rückgegriffen werden, und zwar werden im Anfang der nächsten Woche 160Zentner Rindergesrierfleisch angeliefert. Wenn mit dieser Wochenlieferung die bisher übliche Anlieferung nicht erreicht worden ist, so muß dabei berücksichtigt werden, daß die Reichefleischstelle mit Rücksicht auf die zurzeit noch erforderliche Schonung unserer Viehbe­stände eine wenn auch für den Kopf der Bevölkerung sehr geringe Herabsetzung der Fleischmenge vorgesehen hat.

klus Stadt und Land.

Wiesbadener Nachrichten»

Wiedereröffnung des Schwimmbades im Augnsta- Viktoria-Bad. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung machte Herr Beigeordneter Petri folgende Mitteilung: Aus allen Kreisen der Wiesbadener Einwohnerschaft waren Wünsche auf Wiedereröffnung des Schwimm- bades im Augusta-Viktoria-Bad heroorgetreten. Auf Anregung der Direktion der Gesellschaft hat der M a g i - strat nach mehrfachen Verhandlungen einen befriedigenden Vertrag über die Wiedereröffnung, und zwar für alle Kreise der Einwohnerschaft, auch für die Schüler und Schüle­rinnen. abgeschlossen. Die Stadt liefert das erforderliche Wasser bis zu einer bestimmten Menge umsonst und leistet emen monatlichen Zuschuß von 1500 M. Die Preise sind festgelegt, z. B. bei Abnahme von 200 Karten für Schüle­rinnen und Schüler der Volks- und Mittelschulen 25 Pf. Gültigkeitsdauer des Vertrages zunächst drei Monate. Die Mittel werden aus dem betreffendeil Titel des Haushalts­planes bestritten. Die Rheinbäder haben sich zwar gut bewährt, bieten aber keinen genügenden Ersatz für ein Hallen­bad in Wiesbaden, auch sind Schwierigkeiten im Schulbetrieb und in der Beaufsichtigung durch die Lehrer vorhanden. Das Einzelbad kostete für die Schüler und Schülerinnen der Volks­und Mittelschule.l einschließlich Beförderung 42 Pf. Die Stadt hat einen Gesamtzuschutz bei 0251 Bädern von 4842 M. geleistet.

KriegSfürsorge. Wie uns mitgeteilt wird, sind schon verschiedene kleinere und größereSpenden für dieHinter- bliebenen der Wiesbadener, die in der Seeschlacht am 81. Mai den Tod gefunden haben, bei der Kriegswitwen- rmd Waisenfürsorge eingegangen. So hat u. a. der Stifter dek Eisernen Siegfried, Herr H. Th. F. Schneider non hier, eine Zuwendung von 500 M für den letzten Nagel, der dieser Stiftung gilt, gezeichnet. Möge die? Beispiel Nach­ahmung finden! Eine Liste zur Einzeichnung von Gaben für den guten Zweck ist am Eisernen Siegfried aufgelegt.

Dir KriegSunterstützungskaffe ist am 2. Pfingsttage, vormittags.von 9 bis 12 Uhr, für den Verkehr geöffnet.

Kleine Notizen. Der große Nieder!. Perfonen­dampfer .Rotterdam" wird am Pfingstsonntag um 10.20 Uhr vormittags vou Biebrich nach Cöln eine Extrafahrt,

mit aäen Stationen verkehrend, auÄfichcen.

Wiesbadener Tagblalt» Samstag, 10. Juni i;>io. Nr. 270.

vorberichte über Kunft, Vorträge und verwandtes.

* Königliche Schauspiele. Somirag, den 11. Juni:Oberon".

Anfang 7 Uhr. Montag, den 12.:Polenblut". Anfang 7 Uhr. Dienstag, den 13.:Wilhelm Tell", Anfang 7 Uhr. Mittwoch, den 14.:Götterdämmerung". Anfang 6% Uhr. Donnerstag, den 15.: Geschlossen. Freitag, den 16.:Alt-Heidelberg". Anfang 7 Uhr. Samstag, den 17.: Gastspiel Birgitt Engell:Königskinder". An­fang 7 Uhr. Sonntag, den 18.:Don Inan". Ansang 7 Uhr.

Montag, den 19.:Im weißen Rößl". Anfang 7 Uhr. Birgitt Engell, deren Bertrag mit der Berliner Hosopcr wieder um einige Jahre verlängert worden ist, wird hier am Samstag dieGänse­magd" in HumpcrdincksKönigskinder" singen. Der Vorverkauf stir diesen Gastspielobend beginnt am Sonntag. Das Schau- spiel bringt in der Pfingstwoche am Dienstag SchillersWilhelm Tell" mit Herrn Everth in der Titelrolle. Am Freitag gelangt Alt-Heidelberg" zur Ausführung, Für Montag, den 19. d. M istIm weißen Röß'l" vorgesehen. Die beiden letzten Spiel­tage vor den Ferien sind dem Gedächtnis Gustav Freptags ge- widmet, dessen 109. Geburtstag auf den 13. Juli fällt. Zur Aus­führung gelangen sein MeisterlustspielDie Journalisten" und das stüher sehr häufig gegebene SchauspielGraf Waldemar".

* Residenz-Theater. Sonntag, den 11. Juni:Will und

Wiebke". Montag, den 12.:Die rütsllhafte Frau". Dienstag, den 13.:Will und Wiebke". Mittwoch, den 14.:Die rätselhafte Frau". Donnerstag, den 15.:Will und Wiebke".

* Neues Museum. Die städtische Gemäldesammlung bleibt am Pfingstsonntag geschlossen, dagegen ist sie am Pfingstmontag wie gewöhnlich von 10 bis 1 Uhr und 3 bis 5 Uhr geöffnet. Die vom Nassauischen Kunstverein veranstaltete große Ausstellung der Freien Sezession Berlin" bleibt an beiden Pjingstseiertagen von 10 bis 5 Uhr ossen.

Provinz Hessen-Nassau.

Regierungsbezirk Wiesbaden.

in. Rüdeshrim a. Rh.. 9. Juni. Die Stadtverordneten-Ber- sammlung genehmigte endgültig den Vertrag mit der Staats- schulverwaltung hinsichtlich des Reform-Realgymnastums Geisenheim-Rüdesheim, Man verläßt sich dabei auf die Zusage des Vertreters der Regierung, daß es den an der Anstalt angestellten Lehrern durchaus sreigestellt wird, ob sie in Geisenheim oder in Rüdesheim ihren Wohnsitz nehmen wollen.

FC Höchst o. M 8. Juni. Der Magistrat sieht sich veranlaßt, infolge der ausfallenden Knappheit all Mehl den hiesigen Bäckern das Brötchenbacken zu verbieten. Es soll das nur eine vorübergehende Erscheinung sein.

Sport und Lustfahrt.

* Fußball. Am ersten Feiertag spielt die Spielvereinigung gegen den Höchster Fußballklub. Anstoß 3 Uhr,

Handelsteil.

Reichsbank-Ausweis.

Die Entwicklung des Status der Reichsbank in der ersten Juniwoche kann befriedigend bezeichnet werden. I'ie Kapitalanlage der Reichsbank hat zwar um 147.1 Mill. M. zugenommen, dem steht aber die ungefähr gleich hohe Entlastung der Darlehnskassen, nämlich um 140 Mill. M., gegenüber. Der Goldbestand hat sich um 0.2 Mill. M. erhöht, der Notenumlauf verringerte sich um 40.6 gegen 28 Mill. M. in der gleichen Zeit des Vorjahres. Die fremden Gelder erfuhren eine Zunahme um 28.2 Mill. M. gegenüber einer Abnahme von 69 Mill. M, im Vorjahr. Die Gold­deckung der Noten ist gegen Ende des Monats Mai um 0.2 Proz. auf 36.8 Proz. gestiegen, die Deckung der sämt­lichen täglich fälligen Verbindlichkeiten durch Gold von 29.1 auf 29.2 Proz.

Ausweis vom 7. Juni.

Ak »iva.

Metall-Bestand . .

darunter Gold.

Reichskassen -Scheine und Darlehns- kassenscheme . ......

Noten anderer Banken . , ... . Wechselbestand, Schecks und disk.

Schatzanweisungen.

Lombard-Darlehen .......

Effekten-Bestand.

Sonstige Aktiva..

P a s s i va.

Qrund-Kapital .........

Reserve-Fonds ...

Noten-Umlauf. ..

Depositen . , ,. .

Sonstige Passiva .

»

gegen die I91B Vorwoche

3 409 000 000 + 0 337 000

3 464 602 000 + 0100 000

406 26^000146 800 000 10 861000 + 4 638 000

5 637 840 000 +144 100 000 13S73 000 0988 000

45 100 000 + 3 806 000

339 833 000 - 5 383 000

180 000 000 (unver.)

85 471 000 fuuvsr.i

8 897 034 000 40 616 000 1756025 000 + 28 213000

333 041000 + 12 104000

Die Einzahlungen auf die vierte Kriegsanleihe.

$ Berlin, 10. Juni, Aul die vierte Kriegsan­leihe wurden in der Berichtswoche 106.7 Mill. M. neu eingezahlt, wodurch die bisherigen Zahlungen auf 9532.7 Millionen, ist gleich 88.5 Proz. des gesamten gezeichneten Betrages, gestiegen sind. Ungeachtet der erheblichen Neu­einzahlung sind die von den Darlehnskassen für die Zwecke der vierten Kriegsanleihe hergegebenen Gelder um 25.9 auf 405.3 Mill. M., ist gleich 4.2 Proz. der bisherigen Summe, zurückgegangen. Das Ergebnis der vierten Kriegs­anleihe hat sieh durch Feldzeichnungen und eine Anzahl nachträglich eingegangener Auslandszeichnungen von 10712611400 M. aul 10 767 508 000 M. erhöht.

Ausländische Wechselkurse.

w. Amsterdam, 9. Juni. Wechsel auf Berlin 44.20, ank Wien 30.75, au! die Schweiz 45.60, aul Kopenhagen 71.75, auf Stockholm 71.95, aul New York 239.00, au! London 11.415, auf Paris 40 55.

Die Zentraleinkaufsgesellschaft im ersten Geschäftsjahr.

W. T.-B. Berlin, 9. Juni. (Amtlich.) In einer ln Berlin abgehaltenen Sitzung nahm der Aufsichtsrat der Zentraleiukaufsgesellschaft, dem Vertreter der Regierung, Städte, Landwirtschaft, des Handels und der Industrie an­gehören, den Bericht des Vorstandes über das erste Ge­schäftsjahr entgegen und genehmigte einstimmig die Bilanz. Dividenden oder Tantiemen werden nicht verteilt. Nach eingehender Erörterung der Geschäftslage und der mehr­fach in der Öffentlichkeit über die Geschäftsführung laut­gewordenen Klagen wurden dem Vorstand Vertrauen und Anerkennung für seine erfolgreiche Tätigkeit ausge­sprochen. Besonders festgestellt und anerkannt wurde, daß die Geschaftsleitung es verstanden hat, bei einem Verkauf von Waren im Einstandswerte von einein­viertel Milliarden Mark einerseits die Gesellschaft vor Ver­lusten zu bewahren, andererseits, dem Grundsätze der Zentraleinkaufsgesellschaft als einer gemeinnützigen Organi­sation entsprechend, ohne nennenswerten Gewinn abzu-

sebließen. Nach diesem Grundsätze sollen die Geschäfte der Gesellschaft weiter verwaltet werden.

Banken und Geldmarkt.

" Die Bank für Brauindustrie in Berlin-Dresden wird

für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr 1915/16 4 Proz. Dividende gegen 0 in den letzten Jahren aus- schütten.

Industrie und Handel.

* Vom Stabeisenmarkt. An der gestern in Düsseldorf abgehaltenea Versammlung haben mit wenigen Ausnahmen sämtliche deutschen Stabeisenhersteller teilgenommen. Was das Inland anbetrifft, so wurde beschlossen, die früher bestehende Preiskonvention für das Inland wieder aufleben zu lassen. Ferner wurden die Preise für die nächsten Monate mit 190 M. ab Diedenhofen und mit 195 M. ab Ober­hausen für die normale Thomasqualität festgelegt mit der Maßgabe, daß dieser Preis sowie die Überpreise nicht überschritten werden dürfen. Was das Ausland anbe­langt, so beschloß die Versammlung die Aufnahme der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-A.-G. in den Au3f uhrverband. Weiter wurde beschlossen, die Wiederaufnahme der allgemeinen Verkaufstätigkeit um weitere vier Wochen hinauszuschieben, um den Inlands­bedarf vorerst befriedigen zu können.

Weinbau und Weinhandel.

m. Neudorf i. Rhg., 9. Juni. Der Neudorfer Winzerverein versteigerte heute hier 45 Halbstück naturreine 1915er Neudorier Weine bei gutem Besuch und lebhaftem Geschäftsgang. Diese Weine wurden bis auf 4 Halbstück zugeschlageu und erreichten für das Stück bis zu 4100, 4320, 4900 und 5240 M. Für 41 Halbstück wurden 1000 bis 2620 M., durchschnittlich das Halbstück 1378 M. erlöst. Der gesamte Erlös stellte sich auf 56 500 M. ohne Fässer.

m. Kreuznach, 9. Juni. Heute wurde hier eine große Weinversteigerung, die der Herren Latin u. Waege­lein, bei sehr gutem Besuch und flottem Geschäftsgang abgehalten. Die ausgebotenen 126 Nummern Weiß- und Rotweine verschiedener Jahrgänge und Weinbaugebiete wurden sämtlich zu hohen Preisen übernommen. Der gesamte Erlös bezifferte sich auf 187 200 M. ohne Fässer.

Marktberichte.

m. Obst- und Gemüsemärkte. Nieder-Ingel- heim, 9. Juni. Es kosteten Spargel 1. Sorte 75 bis 82 Pf., 2. Sorte 45 bis 50 Pf., Rhabarber 14 Pf-, Kirschen 40 bis 68 Pf., Erdbeeren 60 bis 75 Pf., Stachelbeeren 28 bis 30 Pf, in Heidesheim Spargel 1. Sorte 75 bis 80 Pf, 2. Sorte 40 bis 45 Pf, Kirschen 35 bis 60 Pf, Erdbeeren 60 bis 70 Pf. das Pfund.

m. Bingen, 9. Juni. Es kosteten Kartoffeln 614 Pf, gelbe Rüben 20 Pf, Zwiebeln 35 Pf, Apfel 40 Pf, Butter 2.10 M, Weichkäse 75 Pt, Handkäse 75 Pf. das Pfund. Buschsalat 8 Pf, Wirsing 30 Pf, Lauch 6 Pf, Sellerie tfi Pf, Eier 28 Pf. das Stück.

w. Vom ungarischen Eiermarkt Budapest, 9. Juni. An der heutigen Eierbörse war der Verkehr lebhaft. Teiß- taler Eier galten 314 Kronen, Korbeier aber 303 bis 812 Kr.

Schiffs-Nachrichten.

B2vbrlch-Mainzer Dampf sch iffahrt.

(August Wald (sann, Biebrioh.)

Von Biebrioh naoh Mainz (ab 8ohloß): 1.30*, 2.30*. 8.00, 4.00*, 4.90. 580*, 0 00, 7.00*, 7.30. Von Mainz naoh Biebrich (ab Stadthallo) 2.20*, 3.10*, 3.50, 4 50*. 5.20, 6.20*, 8.60. 7-50*. 8.20. Bei Tageslicht ab Kaisertor-Hauptbahnhof 8 Minuten später. * Nur Sonn- und Feier­tags, außerdem Extratouren. Wochentags nur bei gutem Wetter.

Letzte Orahtberichte.

Der nirfgetaute englische Automobilpark.

Br, Gens, 10. Juni. (Eig. Drahtbericht. Zeus. Bln.) Aus Petersburg wird gemeldet: Eine englische Panzer- automobilabteilung, bestehend aus 60 Automobilen und der dazu gehörigen Mannschaft, die den ganzen Winter auf eingefrorenen Schiffen zubrachte, ist in Archangel ein- getroffen und an die Front abgegongen.

Der neue türkische Gesandte im Haag.

W. T.-B. Konstantinotzel, 9 . Juni. (Nichtamtlich.) Der ehemalige türkische Gesandte in Athen, Mukhtar» B e i, der in der letzten Zeit das Untersekretariat des Auswärtigen Anites geleitet hat, ist zum Gesandten im Haag ernannt worden. Er hat sich bereits aus seinen neuen Posten begeben.

Wetterberichte.

Beobachtungen in Wiesbaden

▼on aer Wetterstation des .Nass. Vereins für Naturkunde.

, . 1 7 Uhr

9 Juni 1 morgen*.

2 Uhr

nachm.

9 Uhr

abends.

Mittel.

Barometer auf 0° und Normalschwere Barometer auf dem Meeresspiegel . .

Relative Feuchtigkeit ..

Wind-Richtung und -Stärke.

Niederschlagshöhe (mm).

BBohste Temperatur (Celiiue) £0,1-

745.1

758.1 lt,5 11.0

93 SO 1

1,3

Ni«

747,0

758,8

19,0

9.7

69

SW 4 2,1

drigate T

758,1

769,4

12.3

9,1

61

atill

0,5

emperatu

717.8

767.8 88.8 9,9

89.7

18 , 7 .

Wettervoraussage für Sonntag, 11. Juni 1916

von der meteorologischen Abteilung des Pbysikal, Vereins zu Frankfurt a.M.

Wechselnd bewölkt, meist trocken, etwas wärmer. Wasserstand des Rheins

am 10 d uni.

Biebrioh- Fegel. 1,58 m gegen 2,53 m m geitrlgea Vormittag;

Caub. » 3,17* * 3,15 » » » »

Mainz. » 1.84 > » 1,35 » » % »

Pi« AbenS-Ausgab« umfaßt 8 Seiten l

HauPtlchriftleiter: A, Hegerhorst.

verantwortlich für Politik «. Hegerhorst: für den Unterdaltiniststetti

B. n. Nauenbors: für Nachrichten aus Wiesbaden und den Rachbarbeiiicken: I. B. tz. Diese »doch. fürGerichtsiaal": S Diefenbach: sürSborr UI» Lustsahrl": I. B.: <S. Losacker: sürBermiichtes" und denBrieslaslen"!

C. Losacker: sür den tzandelsteil: W. Etz: sür die Anzeigen und Reklamen:

tz. Dornaus; sämtlich in Wiesbaden.

Druck und Bsrlag der L. Schellenderqjchen tzos-Buchoruckrrei t» Wiesbaden.

Sprechstunde der Schrtstietmnp: Ist bis 1 Uhr.