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Verlag Langgafle S1
„T»gdlanhans".
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12 Ausgaben.
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Montag, 5. Juni morgens.
Londer-Kusgabe.
19!6.
weitere Verluste der englischen Marine.
Auch der englische Panzerkreuzer „Euryaluz" und ein weiterer moderner großer Torpedobootzerstörer vernichtet.
Günstiger Zortoang der Rümpfe im Abschnitt von vaur.
Wieder über 500 Franzosen gefangen. — Englische Angriffe südöstlich von Bpern restlos abgeschlagen. — Fortdauernder
Artilleriekampf bei Arras und Albert.
Oer Tagesbericht vom 4. Juni.
W.T.-B, Großes Hauptquartier, 4. Juni. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Gegen die von uns gewonnenen Stellungen südöstlich von A P e r n richteten die Engländer mehrere Angriffe, die restlos abgeschlagen wurden.
Der Artilleriekampf nördlich von Arras und in der G e g e n d von Albert hielt auch gestern an. EnglischeErkundungsabteilnngen wurden a b g e w i e s e n. Mehrere Sprengungen des Feindes südöstlich von Ne«ville-St. Vaast waren w i r- kungslos.
Auf dem linken M a a s u f c r wurde ein schwächlicher feindlicher Angriff westlich der Höhe 304 leicht zurückgewiesen. Ein Maschinengewehr ist von uns erbeutet.
Auf dem Ostufer sind die harten Kämpfe zwischen dem Caillettcwaldc und D a m I o u p weiter günstig für uns fortgeschritten. Es wurden gestern über 500 Franzosen, darunter 3 Offiziere, gefangen genommen und 4 Maschinengewehre erbeutet.
Mehrere feindliche Gasangriffe westlich von Marks r ch blieben ohne die geringste Wirkung.
Bombenwürfe feindlicher Flieger töteten in Flandern mehrere Belgier. Militärischer Schaden entstand nicht. Bei H o I l e b c k e wurde ein englisches Flugzeug von Abwehrkanonen a b - g e s ch o s sc n.
Östlicher und Balkankriegsschauplatz.
Es hat sich nichts von Bedeutung ereignet.
Oberste Heeresleitung.
Weitere 5600 Italiener gefangen!
Eine russische Offensive im Gange! — Hartnäckiger Widerstand der Italiener an der Asiago-Front. — Östlich des Monte Cengio beträchtlich Raum gewonnen.
Österreichisch-ungarischer Tagesbericht.
W. T.-B. Wien, 4. Juni. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 4. Juni, mittags:
Russischer Kriegsschauplatz.
Der Feind hat heute früh seine Artillerie gegenüber unserer ganzen Nordost front in Tätigkeit gesetzt. Das russische G e i ch ü tz s e u e r wuchs am Dnjestr, an der unteren Strypa, nordöstlich von Tarnopol und in Wolhynien zu besonderer Heftigkeit an. Die Armee des Generalobersten Erzherzog Joseph Ferdinand steht bei O l y k a in einem Frontstück von 25 Kilometer Breite unter heftigem Trommelfeuer. Ein russischer Gasangriff am Dnjestr verlies für uns ohne Schaden. Überall machen sich A u- eichen eines bevorstehenden Jnfanterie- n g r i f f e s bemerkbar.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Da die Italiener aus dem Hauptrücken südlich des Postnatales und vor unserer Front am Monte Eengio-Asiago mit starken Kräften hartnäckig Widerstand leisten, begannen sich in diesem Raume heftige Kämpfe zu entwickeln. Unsere Truppen arbeiteten sich näher an die feiudlrchen Stellungen heran. Östlich des Monte Ccnglo wurde beträchtlich Raum gewonnen. Der Ort C e s u n a lregt bereits in unserer Front. Wo der Feind zu Gegenangriffen schritt, wurde er abgewiesea.
^ Cl ‘. hkstrrge Tag brachte 5600 Gefangene, darunter fo Offiziere, und eine Beute von 3 Geschützen, 11 Maschinengewehren und 126 Pferden.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
An der unteren Vojnsa zersprengte unser Artillcrie- scuer rtalienische Abteilungen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer- Frldmarschalleutnaut.
Eine neue frohe Botschaft unserer Admiralstaber.
W. T.-B. Berlin, 4. Juni. (Amtlich.) Am 31. Mai hat eines unserer Unterseeboote vor dem Humber einen modernen großen englischen Torpedobootszerstörer vernichtet. Nach Angabe eines durch uns geretteten Mitgliedes der Besatzung des gesunkenen englischen Zerstörers „Tipperary" ist der englische Panzerkreuzer „Euryalus" von unseren Streitkrästen in der Seeschlacht vor dem Skngerak in Brand geschossen und vollständig ausgebrannt.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
*
Die Beteiligung der englischen Linienschiffe zugegeben.
Haag, 4. Juni. Reuter-Meldung aus London: Der
Associated Preß wurden durch die Admiralität die letzten Berichte I e l l i c o e s über die Seeschlacht mitgeteilt, die ein Gefühl der Erleichterung geben. Sie können folgendermaßen zusammengefaßt werden: „Wir begaben uns in die feindlichen Gewässer, um den Kampf zu suchen. Ein kleiner Teil unserer Flotte geriet mit der gesamten deutschen S.hlacht- flotte in Kampf und zwang sie, nach ihren Häfen zurückzukehren und jede beabsichtigte Unternehmung aufzugeben. Die gesamte britische Schlachtflotte mit Ausnahme der „Marlborough" wurde einige Stunden, nachdem sie in die Häfen zurückgekehrt war, mit Kohlen versehen und wieder für den Seedienst bereitgestellt." (Diese Meldung besagt nicht mehr und nicht weniger, als daß die englischen Linienschiffe an dem Kampf beteiligt waren. 'Schrift!.)
Dir erfolgreiche Mitwirkung unserer Zeppeline.
Ein englischer Marincsachverständiger über die Überlegenheit des deutschen Äufklärungsdienstes und den vermutlichen Hergang der Seeschlacht.
Br. Rotterdam, 4. Juni. (Erg. Drahtbericht. Zeus. Bin.) Der Marinemitarbeiter des angesehenen „Manchester Guardian" schreibt: Tie Deutschen machten seit einiger Zeit kleine Fahrten in der N o r d- s t e, was der englischen Flotte bekannt war. In der Hoffnung, ein Gefecht hecbeizusühren, fuhr die englische Schlachtkreuzerslotte unrer dem Befehl des Admirals D e a t t y nach der jütländischen Küste. Vermutlich war ihre Absicht, die deutsche Flotte in ein Gefecht zu verwickeln, bis die Schlachtichifsflotte herangekommen sei. Diese Absicht mißlang aber, da die Deutschen unsere Schlachtordnung und Stärke dank ihres Zep- petindienstes viel besser kannten, als wir ihren. Dadurch kamen unsere Verstärkungen zu spät und die Deutschen konnten unsere Schtachtkreuzer- flotte vollständig einkreisen sowie ihr beklagenswerte Verluste zusügen. Die englische Flotte hätte dabei leicht ganz verloren gehen können. . Als die Schtachtjchiffe endlich erschienen, wußten sie die Deutschen nicht zu einem endgültigen Kampf zu zwingen. Falls diese Voraussetzung richtig ist, würden die Deutschen ihren st rategischen Sieg ihrem besseren Auf klärungsdien st verdanken und das würde auf eine ernsthafte Gefahr für Englands Sicherheit hindeuten. Eine unmittelbare Vorsichtsmaßregel dagegen sei die Zusammenziehung der englischen Seestreitkräfte, selbst wenn dadurch die Hafen an der Ostsee gemhrdet würden. Überdies bedürfe die englische Flotte eines Kanals mitten durch Schottland. Dies müsse die erste dringende Angelegenheit nach dem Kriege werden.
Kein Verlust deutscher Zeppeline.
W. T.-E. Berlin, 4. Juni (Nichtamtlich. Drahtber.) In ausländischen Zeitungen ist die Nachricht verbreitet worden, raß zwei deutsche Zeppeline durch Brand bezw. durch Absturz in: Anschluß an die Seeschlacht im Skagerak verloren gegangen seien. Wie wir hierzu von zuständiger Stelle erfahren, ist die Nachricht frei erfunden. Es ist kein deutsches Luftschiff verloren.
Die Freude bei unseren Verbündeten.
W.T.-B. Wien, 4. Juni. Aus Anlaß des deutschen Seesieges haben die öffentlichen und viele Privatgebäude Ftaggen- schmuck angelegt. Aus demselben Anlaß fand in Reichenberg Zapfenstreich der dortigen Militärkapelle statt, wobei es zu begeisterten patriotischen Kundgebungen und zu Kundgebungen für das Deutsche Reich und dessen Marine kam.
Budapest, 4. Juni. Zu Ehren des ruhmvollen Seesieges der deutschen Flotte hat Budapest Festgewand angelegt. Die ganze Stadt, alle Straßenbahnwagen sind dekoriert. . Abends durchzogen mehrere Militärkapellen, begleitet von einer großen Menschenmenge, die Straßen und brachten Hochrufe auf den deutschen Kaiser und den Bundesgenossen ans. (Frkf. Ztg.)
Zum Untergang des „Franenlob".
Br. Amsterdam, 4. Juni. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.) Über den Untergang der „Frauenlob" wird noch berichtet, daß nachts t Uhr ein Torpedo die Maschinenkannner Hinterschiffs traf. Das Schiss sank sofort. Tie Bemannung ruderte in Booten bis t0 Uhr stütz umher. Sie glaubte von einein englischen Torpedoboot bemerkt worden zu sein, das aber nicht hielt. Endlich wurden sie von dem holländischen Dampfer „Texel" aufgefischt. In der Nähe der „Texel" lag das englische Torpedoboot' 625, das die Ge- retteten übernehmen wollte, wogegen der Kommandant der „Texel" erfolgreich protestierte. Das Schleppboot „Thames" übernahm dann 5 Schiffbrüchige. Dieser Dampfer berichtet, daß er viele leere Flöße antraf, von denen die Schiffbrüchigen herabgeschwemmt worden waren.
W. T.-B. Amsterdam, 4. Juni. (Nichtamtlich.) Ein hiesiges Blatt erfährt aus Hock van Holland vom 2. Juni, daß abends acht Mitglieder der Besatzung des Kreuzers ,Frauenlob" dort ange- kommen seien. Cs sind dies der Fähnrich zur See Stoltzmann, die Maschinisten Sigrid, Bariold und Marquard und die Matrosen Gerd, Eerriche und Hillcbrand. Ferner befand sich an Bord der Steuermann Diesselberg.
Englische Offiziersverluste.
W. T.-B. London. 4. Juni. (Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: Vier Seekadetten des Kriegsschifses „Marlborough" wurden gerettet, alle anderen Offiziere sind verloren. Der Kommandant des Schiffes „Jnoicible" und ein Leutnant wurden gerettet, alle anderen sind verloren. Alle Offiziere der Schisse „Jndesati- gable", „Defence" und „Black Prince" sind verloren. Alle Offiziere des Schiffes „Warrior" wurden gerettet.
Gerettete vom kleinen Kreuzer Elbing.
W. T.-B. Amsterdam, 3. Juni. Das „Handelsblad" meldet: Uiu 6 Uhr 15 Minuten kam der Trawler „Umuiden 122" mit 20 deutschen Seeleuten und einem verwundeten englischen Offizier hier an. Unter den Deutschen befanden sich 3 Offiziere und 3 Unteroffiziere. Die Deutschen marschierten, von Neugierigen umgeben, nach dem Barem des Kommandanten von Imuiden, Kapitän van Stockum. Man hatte nicht den Eindruck, es mit Schiffbrüchigen zu tun zu haben, so ordentlich sahen sie aus. Auf den Mützenbändern oer Matrosen stand „S. M. S. Elbing".
Rückkehr der geretteten Elbing-Mannschaft.
W-T.-B. Amsterdam, 4. Juni. (Nichtamtlich.) Dem „Handelsblad" wird aus Amuiden gemeldet: Die deutschen
Offiziere und Matrosen von der „Elbing" kehren heute früh nach Deutschland zurück.
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Zwei englische Dampfer vernichtet.
W. T.-B London, 3. Juni. (Nichtamtlich. Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die Dampfer „Elnigerows" (3018 Tonnen) und „Golconda" (5874 Tonnen) sind versenkt worden.
Oer beschämende Eindruck für England im neutralen Kurland. Die Würdigung des deutschen Sieges in Schweden.
W-T.-B. Stockholm, 3. Juni. (Nichtamtlich.) Zum deutschen Seesieg schreibt „Stockholms Dag bl ad": Im ganzen wirb der deutsche Bericht über die kolossalen Verluste der Engländer durch den englischen Bericht bestätigt, wenn es sich auch um manches aridere Schiff handelt, als die Deutschen glaubten. Nach den englischen Angaben beträgt der englische Verlust 107 360 Tonnen, eine Zahl, die die deutschen Angaben keineswegs als übertrieben erscheinen
