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“ttS!' a wöchentlich 12 Ausgaben. ^ «ÄU

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„Ta, blatthaus" Nr. 6650-53.

Bon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntag».

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Montag» 22. Mai, morgens.

Sonder-klusgabe.

ry!6.

wettere Erfolge an der Südtiroler Zront.

wieder über 3000 italienische Gefangene, 25 Geschütze. 8 Maschinengewehre erbeutet.

Zortschritte aus den 5üd- undSödwest- abhangen des „Teten Mannes".

über 1300 Gefangene, 16 Maschinengewehre, 8 Geschütze erbeutet. Heftige Artillerie­kämpfe östlich der Maas. 5 feindliche Flug­zeuge erlegt. Erneute Luftbeschietzung Dünkirchens.

Der Tagesbericht vom 21. Mai.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 21. Mm,. Amt­lich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Auf den Süd- und Südwe st hängen des „Toten Manne s" wurden nach geschickter Artillerie- dvrberciturg unsere Linien vorgeschoben. 31 Offi­ziere, 1315 Mann wurden als Gefangene ein- pebracht. 16 Maschinen ge wehre und 8 Ge- schütze sind außer anderem Material erbeutet. Schwächere feindliche Gegenstöße blieben ergeb­nislos.

Rechts der Maas ist, wie nachträglich gemeldet wird, in der Nacht zum 20. Mai im Cailettcwald ein französischer Handgranatenangriff abge­wiesen worden. Gestern gab es hier keine I n- fanterietätigkeit. Das beiderseitige Ar­tillerief euer erreichte aber zeitweise sehr große Heftigkeit.

Kleinere Unternehmungen südwestlich von B e a u- m o «t und südlich von Gondrexon waren e r - f o l g r e i ch.

Bei Ostend e stürzte ein feindliches Flugzeug im Feuer unserer Abwehrgeschütze ins Meer. Vier weitere wurden im Luftkampf abgcschosten; zwei von ihnen in unseren Linien bei Lorgies (nördlich von La Basste) und südlich von Chateau S a l i u s, die leiden anderen jenseits der feindlichen Front im BourruSwalde lwestlich der Maas) und über der Cote östlich von Verdun.

Unsere Fliegergeschwader haben nachts Dünkirchen erneut mit Bomben angegriffen.

östlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Ba l kan kriegsschauplatz.

Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Be­hinderungen, die durch erhebliche Überschwemmun­gen im Wardargebiet eingetreten waren, sind beseitigt.

Oberste Hceresleitnng.

weiter vorwärt; i» Südtirol.

Wieder über 3000 italienische Gefangene» 25 Geschütze, 8 Maschinengewehre erbeutet.

Hsterreichisch-ungarischer Tagesbericht.

W. T.-B. Wien, 21. Mai. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 21. Mai, mittags:

Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Nichts von Belang.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Die Kämpfe an der Südtiroler Front nahmen au Ausdehnung zu, da unsere Truppen auch auf dcr Hochfläche von L a f r a u n zum Angriff schritten. Der Gipfel des Armenterrarückens ist in un­serem Besitz. Auf der Hochfläche von L a f r a u n drangen unsere Truppen in die erste hartnäckig vcr- tlidigtc feindliche Stellung ein. Die aus Tiroler Kaiser- jägern und der Linzer Jnfanterietrnppcndivision be­stehende Kampfrruppe seiner K. und K. Hoheit des Feld- marschalleutnants Erzherzog Franz Joseph er­weiterte ihren Erfolg. Die Cima dei Laqhi «nd — nordöstlich dieses Gipfels — die Cima bi Mcsole sind genommen. Auch vom Borcola-Paß ist der Feind verjagt. Südlich des Passes fielen drei weitere 28-Zentimeter-Haubitze» in unsere Hände.

Vom C o l Santo her drangen unsere Truppen gegen den P a s u b i o vor. Im Brand-Tal ist Langeben (Anhebent) von uns besetzt.

Gestern wurden über 3000 Italiener, dar­unter 84 Offiziere, gefangen genommen, 25 Ge­schütze und 8 Maschinengewehre erbeutet.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höf er, Feldmarschalleutnant.

Die neuen Fortschritte in Züdtirol. Weitere wichtige Höhenstellungen aus italienischem Boden erobert.

Br. Berlin, 21. Mm. (Ei-g. Drahtbericht, Zeus. Wn.) Der „Voss, Ztg." wind au? dem K. und K. Krieg Spresse- ouartier unter dem 20. Mai gemeldet: Die österreichi­sche Front in Südtirol hat wiederum einen beträcht­lichen Ruck . nach vorwärts erhalten. Konnte gestern eine Verbreiterung des Angrisss-bogens nach Westen ge­meldet werden, so war dies gestern am linken Flügel der in Bewegung befindlichen Truppen der Fall, indem die Angriffe auch auf das Suganatal Übergriffen. An -dem dieses flankierenden Armenterrarücken hatten die Italiener bis gestern alles versucht, die k. und k. Trup­pen zurückzudrängen. Gestern erhielten ste in diesem Abschnitt einen neuen Stoß, indem es den k. und k. Truppen gelang, sich des südwestlich aufragendon 1434 Meter hoch ent Sa.s-so Alto zu bemächtigen. Gleich- zeitig wurden im Tal die italienischen Stellungen von R o n c e g n o angegriffen, die erst aim 25. April von den Italienern biogen worden waren, nachdem sie da­mals nach mchreren Vorstößen ihre Linie westlich Ron- cogno hatten zurücknehmen müssen. Nachdem ldie italie­nischen Positionen -dort nicht mehr gehalten werden konnten, räumte der Gegner vor den nachdringenden Truppen Ronceano gänzlich und wich in der Richtung B o r g o zurück. Im Zentrum wurde die Einnahme der Forts Toraro und Eampolon kräftig aiusgen-utzt. Jim weiteren Vordringen in östlicher Richtung aelang eS im Gebiete der Straße nach Avsiero weitere wichtige HÄHen- stellung«n auf italienischem Boden zu er­obern. Nacheinander wurde der Monte Melig- nore, der Passo della Vena und der Wer diese emporstreibender, das Mffco-Tal dominierende, 1696 Meter hohe Monte Tonezza erstürmt, der in -der it-alienffchen Sperrkette ein höchst wichtiges Glied bil- dete. Ein Angriff eilends herangelworfener italienischer Reserven scheiterte. Ein weiterer bedeutsamer Erfolg fft die gänzliche Eroberirna des Col Santo. Nachdem ein­mal der felsige Nordhang erklommen -war, wurde auch das Pliatscm in Besitz genommen.

Italienische Beklemmungen.

W. T.-B. Bern, 21. Mai, (Nichtamtlich.) In einer Be­trachtung der militärischen Lage schreibt der „Corriere della Sera", die Aufgabe von Zugna Torta und der Widerstandslinie vom Monte Maggio sei zweifellos schmerzlich. Wer sich an die glänzenden und bluti­gen Erfolge erinnere, die da? italienische Heer bis vor die Tore von Rosseit und an die starke Festungslinie auf der Hochebene von Vilgereuth gebracht hätten, könne nicht an­ders, al? die, wenn auch nur vorübergehende, Zerstörung die­ser Erfolge bedauern. Unter dem Hinweis auf die ge­waltige Offensivkraft und den stark vermehr­ten Artilleriepark der Österreicher sähtt da? Blatt fort, die Lage in den Bergen um Arsiero sei noch etwas heik­ler, da durch die Aufgabe des Monte Maggio den Öster­reichern die Beschießung einiger italienischer Dörfer möglich sein werde. Zum Schluß ermahnt das Blatt das Land, die Tugend des Abwartens nicht zu ver­lieren. — Auch der „Secolo" gesteht offen zu, wie schmerz­lich der Verlust des guten Stützpunktes Zugna Torta sei.

Weitere italienische Vertuschungsversuche.

Br. Lugano, 21. Mcri. (Erg. Dvahtbencht. Zens. Dln.) Die italienische Presse fährt fort, den österreichi­schen Bericht zu venhermlichen. Sie beschränkt sich auf -die italienrschenDerichtt, die lediglich von sinemEindrucken der Front sprechen. Um -den Eindruck dieser Eindrücke Nneder auszugl-eichen, ergeht sich die Presse in den W- lichen Bvandmarknngen -der österreichischen Lügen.

Ein sehr notwendiger Entschluß.

Die Rückgängigmachung der italienischen Jahrestagsfeier.

W. T.-B. Wien, 21. Mai. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Der gestrige italienische Ministerrat, dem alle

Minister beiwohnten, beschäftigte sich mit den jüngsten mili­tärischen Ereignissen und der Lage im Trentino. Obwohl die amtliche Mitteilung an die Presse darüber nichts ver­lauten läßt, sondern nur von gefaßten administrativen Be­schlüssen spricht, vertreten alle Blätter diese Ansicht. Der „Corriere della Sera" schreibt, es sei klar, daß eine Prüfung der Lage an der italienischen Front Hauptgegenstand der Be­sprechung des Ministerrats war. Kriegsminister Marone habe ausführliche Erklärungen über die militärische Lage seit Beginn ^ der österreichischen Offensive gegeben. Der „Secolo" schreibt, daß nach den Ausführungen Marones der bereits gefaßte Beschluß rückgängig gemacht worden sei, zum Jahrestag der italienischen Kriegserklärung eine Gedenk­rede zu halten. Kein Minister wird Rom verlassen.

Die Verlogenheit der italienischen Bericht­erstattung.

W- T.-B. Wie«, 21. Mai. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Aus dem Kriegsprestequartier wird gemeldet: Der italienische Bericht

vom 17. Mai meldet, daß die Angrisse auf die Zugna Torta zurückgeschlagen sind und unsere Truppen gewaltige Der- luste erlitten haben. Zahlreiche Tote seien in der Etsch abge­schwemmt worden. Hierzu wird berichtet, daß die Etsch keine Leichen forttragen konnte, da nur Patrouillen entlang der Flusies vorgingen und westlich der Linie Lizzanella-Bostavio- Lina keine ernsteren Känipfe stattfanden. Übrigens wurde die Zugna Torta von uns genommen und ist trotz mehräerer feindlicher Gegenangriffe, die alle glatt abgelviesen wurden, fest in unserer Hand. — Der italienische Bericht vom 18. Mai sagte: Irr. Abschnitt von Monfalcone eroberten die Italiener durch glänzenden Gegen­angriff einen Teil des im Laufe des Kampfes vom 15. Mai dem Feinde überlassenen Schützengrabens zurück. Dieser italienische Er­folg ist vollkommen erfunden. ES handelt sich hier offen­bar um einen Versuch, die italienische Öfsentlichkett zu dem Miß- erfolg in Südtirol durch erdichtete Siegesnachrichten von anderen Abschnitten zu trösten.

Der Eindruck der Erfolge unserer Bundes­genossen bei den Neutralen.

IV. T.-B. Rotterdam, 21. Mai. (Nichtamtlich.) Der „Rotier- damfche Courant" schreibt in seiner Kriegsübersicht: Die wich­

tigsten Nachrichten kommen heute wieder von der italienischen Front. Während am linken und rechten Flügel der Vormarsch der Österreicher zum Stehen gebracht wurde, habe» sie im Zentrum weiter Fortschritte gemacht und sind überall weiter ge­kommen. Man hört von Rom, daß die italienische Haupt­linie geräumt wurde und daß sich die Jtaüoeer in die da­hinter liegenden Stellungen zurückgezogen haben. Man darf diese Erfolge nicht gering einschätzen. An beiden Seiten der Grenze be­findet sich eine Reibe von F e st u n g e n. Seit Beginn des Kriege, bedrohten die Italiener die Fortifikalionen auf der österreichischen Seite der Grenze und letzt- nach 11 Monaten Stillstand, werden si> nicht nur über die Grenze zurückgeworfen, sondern v«c lieren auch zwei ihrer vordersten Forts, und dabei ist die Beut« von 61 Kanonen für diese? Gesechtsterrain unerhört groß. Man sagt, daß die Österreicher am Jahrestage der italienischen Kriegserklärung den Italienern die Festessteude verderben wollten. Es scheint in der Tat, daß die Österreicher den Italienern da ein» böse Suppe eingebrockt haben.

vie Lage fm westen.

Das französische Eingeständnis unseres Vordringens am „Toten Mann".

IV. T.-B. Paris, 21. Mai. (Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Samstagabend. Nordwestlich von Rohe hat un­sere Artillerie feindlrche Verpflegungsdepots beschossen, wo mehrere Brände ausbrachen. Nördlich von Soifsans wnrden zwei starke deutsche Erkundungsabteilungen durch unser Feuer zerstreut. In der Champagne hat uns ein Handstreich gestattet, nordwestlich von Ville sur Tourbe in die feindtichon Linien einzudringen und einen deutschen Schützengraben zu säubern, wobei die ganze Besatzung niedergemacht oder ge­fangen genommen wurde. Auf dem linken Ufer der Maas haben die Deutschen heute nachmittag nach einer äußerst Äs­tige» Artillerievorbereitung einen groß angelegten Angriff auf die ganze Gegend des „Toten Mannes" unternommen. In dem Abschnitt östlich des „Toten Mannes" wurde der Feind, der einen Augenblick in unsere ersten Linien einge­drungen war, durch einen lebhaften Gegenangriff unserer Truppen daraus vertrieben, wobei er schwere Verluste erlitt. In dem Abschnitt westlich des „Toten Mannes" und an den Nord hängen desselben gelang es den Deutschen nach einer Reihe von vergeblichen Stürmen, die ihnen dank unserem Sperrfeuer und dank unserer Gegen­wehr mörderische Verluste kosteten, einzelne Stücke un­seres vorgeschobenen Grabens zu besetzen. Feindliche Abteilungen, die bis zu unseren zweiten Linie» durchgedrungen waren, wurden durch unser Geschützfeuer heftig beschossen und fluteten in Unordnung unter Zurück»