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Verlag La-ggaffe 21

8challrr-H««r «röffvrt »»» 8 Uhr morgen« bi« 7 Uhr obend«

wöchentlich

morcfrmg IS. sowie * ie Ausgabestellen in aßen teilen berate hfV 1 ^ ^e. Zweigstelle Bis-

gabestellen und in den benochZorL g.XrffUIg' LL^ie'^Sn

Angcigen-Annahme: Für die Abend-Augg. bi» tS Uhr

imttafl« für d,e Morgen-Au-g. bi» 3 uhr nachmittags. Berliner A bteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin W

Donnerstag. 11. Mai 1916.

12 Ausgaben.

Fernruf:

„Tagblatthaus" Rr. 6650-53.

«°n 8 Uhr morgen« bl« 8 Uhr abends, außer Sonntag«.

Morgen - Ausgabe.

Nr. 219. . 64. Jahrgang.

Zur Organisation der volkrernährnng.

.^n den Mitteilungen des Hansabunides heißt es: < offtaipfet Rachrichten beschäftigt man sich in

dem Reichsamt -des ^nnern mit der Anffteüuing eines planes für öre Organisation der Volksernährnng im dritten Krieg s-jah re. Bisher hat der Herr Staats- sekretar des Innern den Beirat der Reichs- prufnngsst-elle für LeH ensmi ttelp reife zu 'frte|en Itotjanoetten nicht -herang-ezagen, ohwoihl man mnnen sollte, daß nach der gesetzlichen Borschrift dies rrnhettegen wurde. Danach soll nämlich dieiser Sachver- standrgenkreis den Herrn Reichskanzler in allen Fragen Vevaten, welche sich auf die Versorgung der Bevölkerung mit GegMstanden des notwendigen Lübensdedarfs be- zwhen Immerhin, ein Anspruch ans Beratung destcht nicht, und wenn dasReichsamt idesJnnevn dieses Rats nrchi m vedurfen giLaubt, so ist dies sein gutes Recht. Freilich insoweit wurde das Reichsamt des Eimern sich m einet schweren Täuschung befin- den, falls es gtanben sollte, daß die bisherigen Maß- nahmen ans dem Gebiete der Lebensmittelverforan-ng s"den Sachverständigen und hei dem. Volke volle Zu­stimmung gefunden haben. Der deutsche Städtetag hat veveits m emer ausführlichen Eingabe mit einer ge­tollten Scharfe, ine aber nicht als unberechtigt -bezech- net werden kann, auf die Lücken und Unz-uläng. lud)fe 1 1en der bisherigen Ordnung hingewiesen. ff x Hansaburd nnd serne Kriegszenttäle ihat ebenso schon seit em und einem halber Jahre in gleicher Rich­tung gearbeitet, gewarnt -und gekämpft.

'Ochste, allerhöchste Zeit. Eich ganze Arbeit zu machen, aus den Fehlern der Wer- gang-enhett zu lernen und die Entschlüsse, die als nchthg genäßt iverden. auch mit Energie durchnu- stihr-en. Wir wissen alle, daß das Reichsamt -des ^nnern nicht unabhängig m seinen Entschließungen ist, daß es abhungt von dem preußischen Staatsministerium und dessen Instruktionen an -die preußischen Vertreter rm Bundesrat: da aber von den zwölf Staatsministern allem vier der ReichUeittmg angchören und doch eiaent- ÜK u'cht anzunehmen ist, daß -der Kriegsminister,' .der annii[ter für -Handel und Gewerbe und der Minister der öffentlichen Arbeiten den Vorschlägen der Reich«- bitung auf eine straffe und den berechtigten der Verbraucher entsprechende Or- ganisatwn lder Dolksernährnng Widerspruch entgegen- setzen werden, ganz abgesehen -davon, ob dieiser Wider- iwruch etwa von den übrigen -Ministern zu ettnarten sein wurde, so ist nicht recht zu ersehen, weshalb nicht alles Rr-Aung hin geschehen könnte, auch

wirtlich geschieht.

!Die Neuerungen -des zweiten Krieigsjahrs in der Drganifati-on der Getreide- und Meh>lversvrgnng' '^^Bevölkerung Häven sich nicht bewahrt; die weste Ausdehnung der Selbstvevsorgerkreise -hat die Kon- Alle über die vorhandenen Vorräte ebenso wie -die ^Ech"uaßigkeit m der Versorgung der Verbraucher er- ichwert; m der Or-gamsation der Karto-ffelver- sorgung ist etn -Fehler -dem anderen aus dem eiuße gefolgt und erst setzt scheint -der richtige Weg ge» unben zu sein. U>ber die zu späte und u n z u -l ä n g- liche Ordnung,der Fleisch- und Butterv erso r- guu g herrscht in weitesten Kreisen nur eine Stimme Hier überall -muß nun endlich eine umfassende und e „P r ß? n: j?t 1 o n geschaffen und durchge- ^"^ '^euden. Das, Hm- und Herschwanken in den ©nt» c? ,lU ,' ,€n , Zuvuckweichen vor dem Anstüvnien -der ^^ressenten wie es leider wieder und wieder sich begeben hat, beides hat zur Hebung des A ii- -eh en s mid der Au to rita t -der matzgeb eud en Instanzen nicht eben oeig-etra gen.

Daß wir alle uns einschränken -und beschränken fiÄ' L ^?ie weiten BerbraucherkrAe und üe stnd dazu willig und bereit. Wer ein Gefühl der Eibitterung tritt sofort auf, sobald das Empfinden Raum g-ewmnt, -daß nicht alle mit -gleichem Maße gemessen werden, daß nicht überall mit devsel-

den Energie bas gestellte Ziel des Durchhaltens bis

Min siegreichen Ende durch bas Verlangen -der gleichen Opferwilligkeit erstrebt wird

SS"* *£* Überzeugung im Volke, daß jeder unif Sf®" ; öer Perlon, ohne Rücksicht auf -Wohnsitz r-nd -Beruf, gleichmäßig -von den Kriegsver- 5o61 wird, ist aber ein ganz rder n j s, mn den Geist von W14 auch über 191b hinaus um Volke zu erhalten. Wes-

! Ärvon -den ihr zustehen- ! und E -Gebrauch? Sie hat Anlaß dazu

erwarten es. Nach Artikel 4 hlZuÜ RelZvevfasftmg hat der Kaiser die Aus- Reichsgesetze zu -überwachen. Dringend er- und während des Krieges diese md)t E gegenüber den E-mzelstaaten unch gegenüber den einzel- -dä Behörden geschieht. Der Kaiser hat

>das Recht durch oesoudere Kommtsfare an £? £ nb ßt? ae :i>K Einheitl-ichkeit und Gleichmäßigkeit ^ Kviegsverordnungen zu kon- ^EEn. Weshalb geschieht -es nicht? Wst wollen -die Gewißheit baden, baß in Painmern und Posen, in Widder Rheinprovinz, in Berlin und in Mjün- >u^n^^E^vtten, die vom Reiche erlassen sind, auch

^ichmaßig dnrchgeführt wer- den -i«s-e Gewißheit kann nur durch die Bestelluna

besonderer Reichskommi-ssare «/die E

gelnen Teste -des Reichsgebietes geschaffeii -werden z.avum müssen «wir -für -das dritte Kriegsjahr ihre Be^ verlangen, dann erst ist auch dem Staats-

^ l- Tlne 5- n ‘^ e Möglichkeit gegeben, die Ber-

aniwortung für d°e richtige Ordnung -der Volks- e.nährung voll zu übernehmen.

Vorschlag verlangt nichts, was in der Reichs-

SÄ«. »"«E »; feit ä it S

CggGmfcttion vorgesehen bei der Bekämpfung .der .r'^i-I^Euleuchen und der Viehseuchen- hier Handelt es sich um Größeres und Wichtigeres E öve .Na h r u n g s mi 11 elv e r so r g u n g des deuischen BE-es, um dm Sieg über Englands -nr* ^ erungsplan. Die Einiheitlichkest des Wirstst^stsplanZ nnd feinerDurchführung verbürgt uns allein den Sieg., daher ist die Best e i «i n g öTl

/•tr /r-iS u ^ T ^- r c rt mr Gewährleistung dieser EiniheiM-lWeit -das drm-gende Gebot der Stunde

-E. L.

Die Lage im westen.

Das Geheimnis des Transports der russischen Hilfstruppen nach Frankreich.

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unserem Blatte ein Bericht veröffentlicht worden i t wonach..etwa zehn japanische Transportschiffe Sb°".indischen Gewässern beobachtet worL j I bte zu allerlei Bermutunaen Anlak n/isi

le-in sein geplnnt. Wir sind in de/ Lage, den Schleies "den dieser geheimnisvolle Truppentransport uu,hüllt lüste/zu können Eine maßgebende Persönlichkeit, die kürstick aus V? ' r rl Gefechtszone zurückgekehrt ist, und ebenso kine andere maßLnde Person, die Kenntnis von dieser Sache baben ogebende

wertvolle Austlärnngen üb/ " aü dem

Indischen Ozean zuteil werden lassen Nach deren^Si,,ss„„»„ J em

d-nnüt diesen japanischen Tran s p o r s ch i f f e ?l" russische Truppen transportiert, die ür de» raü/ fische» Kriegsschauplatz bestlnunt waren. Aber nicht allein mit btefen lapamschen Schiffen hat man diese Transporte voraen°mm7n

U j“. Ä SWÄ ÄÄS st Ä* taÄ »Ä.Ä

Andrsch-n Ozean durch den Sueskanal nehm7n Damit ist aZ der japanischen Transportda/pfer auf°

kleine Mohafi-See liegt ungefähr 100 Meter von der belgi­schen Grenze gleichweit entfernt von dem Kiwu- und Viktoriasee. >

Erneute Angriffe der Italiener gegen San Marttno abgewiesen.-An der Kärntner und »rroler Front erhöhte Artillerietätigkeit.

Hsterreichisch-ungarischer Tagesbericht.

W.T.-B. Wien, 10. Mai. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 10. Mai, mittags:

Russischer Kriegsschauplatz.

S" Oftgalizien und Wolhynien andanernd erhöhte Tätigkeit bei den Sichcrungstruppen.

Keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Nachdem der Feind schon gestern einzelne Teile des Gorzer Brückenkopfes und der Hochfläche von Doberdo lebhafter beschossen hatte, setzte er heute früh mehrere Angriffe gegen S a n M a r t i n o ein, die alle abgewiesen wurden.

Auch an der Kärntner und Tiroler Front kam es stellenweise zu einer erhöhten Artillerietättgkrit.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unverändert Ruhe.

Der Stcllvcrtteter des Chefs des Generalstabs: v. H ö f c r, Feldmarschalleutnant.

Oer ttvieg gegen Rutzlanö.

Der Angriff der „Midilli"-„Breslau" aus russische Schisse und die Stadt Enpatoria.

W. T.-B. Enpatoria, 10. Mai. (Nichtamtlich. Drahtbe- - ruht.) Wie die Petersburger Telegraphenagentur meldet, er- schien die „Midilli am 7. Mai, 4 llhr morgens, außerhalb der Reede. 6 Werft von der Küste eröffnete sie plötzlich ein Feuer auf einen Dampfer und Segelschiffe, die auf der Reede anketten und warf auch einige Granaten a u f d i e S t a d t. Nach 40 Minuten fuhr das Schiff wieder fort, indem es noch auf die Segelschiffe feuette, die sich Eupa- toria nähetten. In der Stadt wurde 1 Person getötet, 2 ver­wundet. Auf den Schiffen wurden 3 Personen getötet und 9 verwundet.

Das traurige Schicksal ans Ostpreußen ver­schleppter Schweizer in russischer Gefangen­schaft.

Berlin, 10. Mai. Das „B. T." meldet aus Stockholm: H^er sind drei Schweizer angekommen, die 20 Monate russischer Gefangenschaft hinter sich haben. Sie wurden seinerzeit von den Kosaken aus Ostpreußen nach Rußland verschleppt, wo man ihre P ä s s e z e r r i h. Sie mußten in Sibirien hätteste Sklavenarbeit verttchten.

-».Wie kann es geschehen, 'daß noch jetzt nach säst zwei mfZvl ^ Krieges militärische und Zivichchö/sn alle möglichen örtlichen nnd Bezirks aus f uh r- t S, erto ’ fetl? Wo ist das Gesetz, das solch Ver- ^rm^tattet und weshalb greift die Reichslestung E«nd em? Weite Kreise haben die Kleves Erachtens berechtigte Enipfindung, baß die Bovse^rsten -der zahlreicken Verordnungen über die Kuegswirischaft nicht überall im gleichen Geiste durch- Mrt. senden; bie städtische Bevölkerung hat jeden- wlls n r ch t dre Überzeugung, -daß bie Beschränkun-

^us Stadt und Land Lckwmßr-g vert^stst^und daß die Kontrollen in «lem Testen der Produktion überall gleichmäßig gehand-

Sieben französische Fabriken durch eine Explosion zerstört.

rS att t 10 - ß enf - Bln-), Aus London wird ae- meldet. Dre m den für die französische Armee arb?rn„!? chemischen Fabriken Despret zu Lapallice erfolgten stonen haben nach mehreren Meldungen einen ® „ ßr non sieben Fabriken verwüstend größ eMestk?,. L* Luft gestrengt. Dre Explosionen waren von ungeheurer Re der Tote?7l0 ^ ^ erIefeten Arbeiter beträgt 220,

Der Krieg über See*

Die Kämpfe in Deutsch-Ostafrrka.

1 fic .^ r ttb 5 e ' 10 - Riai. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Meldung des belgischen Kolonialministers vom 9. Mai: General T o m b o u r g berichtet: Eine Abteilung überschritt die deuffche Grenze im Norden von Ruanda. Teile der Vor­hut kamen am 30. April im Oste» des Mohast^ees au. Der

Die Anklage gegen Suchomlinow.

Lugano, 10. Mai. Der Petersburger Bettchterstatter des „Corriere della Sera" berichtet, die Verhaftung des früheren russischen Kriegsministers Generals Suchomlinow sei aus Grund der Anklage erfolgt, er habe das russische Heer wahrend der großen deutschen Offensive im Vorjahr gerade im kritischsten Augenblick mit Waffen und Geschossen im Stich gelassen. Der General wurde in seiner Wohnung nach ge­nauester Haussuchung festgenommeu und in einem Kraft, wagen nach der Peter-Pauls-Festung gebracht. Die Gattin des Mintsters bat, ihren Mann ins Gefängnis begleiten zu dürfen; dies wurde ihr aber nicht bewilligt, da strengste Haft angeordnet wurde.

Der Krieg der Türkei.

Die Übergabe von Kut-el-Amara.

Berichte des Generals Townshend.

W. T.-B. London, 10. Mai. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Der Berichterstatter des Reuterschen Bureaus bei den briti­schen Streitkräften in Mesopotamien meldet folgende Einzel­heiten über die Übergabe von Kut-el-Amara - Dir letzten Berichte, die von General Townshend am Morgen des 29. April einttafen, lauten folgendermaßen:

Er st er Bericht: Ich habe meine Kanonen zerstött. Der größte Teil der Munition ist unbrauchbar gemacht wor­den. Die Offiziere haben sich zu Halil begeben, um ihm zu sagen, daß ich bereit bin, mich zu'ergeben, daß ich Lebens- mittel haben müsse, und daß ich mich nicht länger würde hal­ten können. Dies wurde Halil-Pascha mttgeteilt. Eine Offi- ziersdeputation fuhr mit einer Barkasse aus, um Lebens­mittel von dem Schiff zu holen, das am 24. April ausgefandt wurde, um der Besatzung von Kut-el-Amara Lebensmittel zu bringen.

Zw e i t e r B e r i ch t : Ich habe die weiße Flagge auf dem Fort und Stadt Kut-el-Amara gehißt. Die Mach - wird von einem türkischen Regiment, das unterwegs ist, bezöge», werde binnen kurzem den Apparat für drahttose Teke-